Das Beste sind die Augen: Roman | Der Sunday-Times-Bestseller
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Book Information
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Female Rage trifft auf Horror
Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Ji-Wons Leben ins Chaos und der neue, selbstgefällige weiße Freund ihrer Mutter macht alles nur schlimmer, indem er sie und ihre Schwester fetischisiert und ihre Kultur verhöhnt. Ji-Wons Gedanken werden immer radikaler. Wie weit wird sie gehen, um ihre Familie zu retten? Nach allem, was ich im Voraus über dieses Buch gehört und gelesen habe, muss ich sagen, dass es gar nicht so schlimm war. Natürlich war es immer noch sehr eklig, keine Frage. 😅 Trotz allem ein gutes Buch!

Female Rage und Horror in Perfektion
Ehrlich gesagt bin ich einfach nur sprachlos – wie genial war bitte dieses Buch? Ich hatte schon so viel darüber gehört, konnte mir aber nicht wirklich vorstellen, was auf mich zukommt. Von brutalen Szenen über Female Rage bis hin zu Horror war alles dabei. Gerade Kritiken über zu detailliert beschriebene Szenen haben mich sofort angezogen. Es klang nach der perfekten Kombination von Themen und Genres. Und was soll ich sagen? Trotz meiner hohen Erwartungen hat mich die Story ab der ersten Seite komplett in den Bann gezogen und sie sogar noch übertroffen. Einfach grandios! Ji-Won hat mich mit ihrer Entwicklung sowohl fasziniert als auch völlig fertiggemacht. Zuerst noch unscheinbar, wird sie von der Scheidung ihrer Eltern und dem neuen Leben überrumpelt. Und dann lernt ihre Mutter diesen unausstehlichen Mann kennen – er ist der Inbegriff von Yellow Fever, absolut respektlos gegenüber der koreanischen Kultur und fängt an, sie und ihre minderjährige Schwester zu fetischisieren. Dass die Mutter ihm trotzdem verfällt, ist der Beginn einer Abwärtsspirale, die weitaus mehr als nur Wut widerspiegelt. Es fängt harmlos an und spitzt sich rasant zu, sodass meine Nächte zu Tagen wurden. Diese Geschichte geht sehr tief unter die Haut und lässt einen nicht mehr los. Monika Kim verknüpft komplizierte Themen so meisterhaft, dass alles sehr stimmig und gut durchdacht wirkt. Ihr Schreibstil ist dabei so leicht und einzigartig, dass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin – kein überkonstruiertes Erklären, sondern von Anfang bis Ende authentisch. Man wird beim Lesen wütend und traurig zugleich, weil die Charaktere so grandios beschrieben sind, dass sofort ein intensives Kopfkino erwacht. Ji-Wons Wut, ihre Sorge und Trauer wurden wahrlich zu einem Teil von mir. Besonders wie die Augenthematik im Buch aufgenommen wurde ist fantastisch. Einige Szenen sind sehr morbid und detailliert beschrieben, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Diese spiegeln Ji-Wons tiefe Ambivalenz am besten wider und machen ihre Geschichte nur noch umso intensiver. Für mich ist dieses Buch schon jetzt ein absolutes Jahreshighlight. Einzigartig, brutal und so gut, dass ich am liebsten 6 von 5 Sternen geben würde! 💭 Fazit: Ein absolut grandioses Leseerlebnis, welches mich sprachlos zurücklässt. Es ist die perfekte Kombination aus wichtigen Themen wie Female Rage und einem unverblümten Schreibstil. Wer einen Thriller sucht, der unter die Haut geht und vor morbidem Horror nicht zurückschreckt, muss dieses Buch lesen. Monika Kim hat hier etwas Einzigartiges geschaffen: Eine Geschichte, die einen wütend und schockiert zugleich macht.

Morbide, Creepy, eklig & irgendwie gut👁🫣
Ich habe das Buch 'das Beste sind die Augen' innerhalb von 2 Tagen gehört, weil ich absolut gefesselt war von der düsteren Atmosphäre. Es ist wirklich nichts für schwache Nerven und ich bin wirklich das ein oder andere Mal an eine Ekel-Grenze gekommen🤢. Trotzdem ist die Thematik super spannend, gesellschaftskritisch und die Autorin schafft es, einen komplett in die jeweiligen Situationen eintauchen zu lassen. Auch die Sprecherin ist sehr gut. Dieser feministische Horrorroman hat es wirklich in sich und geht einem unter die Haut. Von Kapitel zu Kapitel wird alles skurriler, düsterer, abgedrehter und morbider... Die Abgründe der menschlichen Psyche werden wieder einmal erschreckend sichtbar und die Bedeutung hinter dieser im Buch beschriebenen Manie und dieser Wut ist sowas von deep. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter🫣🙊👁.

Sehr widerlich, aber unglaublich spannend
• Das Beste sind die Augen • Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Jiwons Leben ins Chaos – und der neue, selbstgefällige weiße Freund ihrer Mutter macht alles nur schlimmer, indem er sie und ihre Schwester fetischisiert und ihre Kultur verhöhnt. Jiwons Gedanken werden immer radikaler. Wie weit wird sie gehen, um ihre Familie zu retten? Rezension: Ein Roman hat mir seit langem nicht mehr so gefesselt und umgehauen. Der Schreibstil war super und leicht zu lesen. Die Spannung baut sich von Anfang an auf und endet auf eine unerwartete und morbide Art, die man der Hauptfigur nicht zugetraut hätte. Besonders beeindruckt hat mich, wie subtil die Autorin die Entwicklung der Hauptfigur zeichnet. Anfangs wirkt sie fast zerbrechlich und zurückhaltend, doch im Verlauf der Geschichte offenbaren sich immer mehr Abgründe, die einen gleichzeitig schockieren und faszinieren. Diese Wandlung passiert nicht abrupt, sondern schleichend und dadurch umso glaubwürdiger. Es handel sich hier nicht um einen klassischen Horror-Roman, sondern geht tief in die psychologischen Abgrunde und gesellschaftskritische Richtung. Viele Momente im Buch sind widerlich und dadurch etwas hart zu lesen. Die Protagonistin schwebt zwsichen ihrer eigenen Wut, die Verzweiflung ihrer Mutter und die sorgen ihrer Schwester und versucht alles zu klären. Insgesamt passt das Buch in kein klassisches Genre, da es werder ein richtiger Horror, keine richtige feministische Literatur noch ein richtig sozialkritisches Werk ist und doch hat es mich von Anfang bis Ende gefesselt.
Wurde ich unterhalten? Ja. Habe ich mehr feministische Ansätze erwartet? Auf jeden Fall. War der Body Horror schlimm? Geschmackssache (ich dachte irgendwie, es würde mich mehr ekeln). Das Ende war lowkey etwas enttäuschend, weil: Wo ist die Aufarbeitung? Wo sind die Konsequenzen? (Für alle??)🤡 Ich hab irgendwie nichts erwartet und wurde trotzdem enttäuscht haha

Zwischen Körper, Kontrolle und Identität
Das Buch will viel. Wir bekommen etwas Body-Horror, anti-asiatischen Rassismus und Einblicke darin, wie es ist, als Frau immer wieder männlicher Dominanz, Grenzüberschreitungen und Machtspielen ausgesetzt zu sein. All das ist hier enthalten und nicht alles davon ist leicht zu lesen. Hinzu kommen Themen wie Verlustängste, Paranoia und Schuld. Insgesamt ist es ein Buch, das einem gefühlt einmal kurz eine Ohrfeige verpassen möchte. Die Idee, das „Essen der Augen“ als Motiv einzubauen, finde ich sehr eindrücklich. Es wirkt wie ein Symbol für die Zensur der Seele. Jiwon möchte die Kontrolle zurückgewinnen, sich wieder selbst spüren und eine eigene Stimme bekommen – zumindest wirkt es so. Manchmal weiß man beim Lesen nicht genau, ob man sich in ihrer Realität befindet oder ob das tatsächlich passiert. Das ist von der Autorin sehr gut umgesetzt. Allerdings sind es fast zu viele Themen auf einmal. Jiwons frühere Freundschaften, das Mädchen aus der Lesung und der neue Partner der Mutter – das hätte (und hat) das Buch schon komplex genug gemacht. Auch wenn diese Elemente natürlich Teil ihres Lebens sind. Für ein Debüt ist der Autorin ein solides Buch gelungen, das in seiner Grundaussage definitiv überzeugt. Ich bin gespannt auf zukünftige Werke von ihr.
Ja, es ist weird. Richtig weird…👀🍽️
Ein ziemlich ungewöhnliches Buch – auf eine seltsame, aber irgendwie faszinierende Weise. Es ist definitiv nichts Alltägliches, bleibt dafür aber umso stärker im Gedächtnis. Und genau das macht für mich ein gutes Buch aus: Es hinterlässt einen Eindruck. Ich finde es ehrlich gesagt gar nicht soooo schlimm, wie viele behaupten. Klar, es ist eigen und vielleicht nicht jedermanns Sache, aber gerade das macht es spannend. Sehr einfach zu lesen, habe es in einem Wisch durchgelesen. Wenn man offen für etwas anderes ist und mal aus seiner gewohnten Leseecke ausbrechen will, kann ich es auf jeden Fall empfehlen!
Düster, bildgewaltig und nichts für schwache Nerven 👁️
»Das Beste sind die Augen« ist ein ungewöhnliches und eindringliches Buch, das sich nicht scheut, tief in menschliche Abgründe zu blicken und das mit einer Bildsprache, die unter die Haut geht. Der Schreibstil ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Doch wer sich darauf einlässt, wird mit einer düsteren Atmosphäre und intensiven Bildern belohnt, die lange nachwirken. Besonders auffällig ist die extreme Detailverliebtheit, allerdings auf eine Weise, die wirklich nichts beschönigt. Manche Beschreibungen sind regelrecht ekelerregend und ich musste mich teilweise arg schütteln. Genau das scheint aber auch das Ziel des Buches zu sein: unbequem sein, provozieren, sichtbar machen, was sonst verdrängt wird. Das Ende kommt dafür etwas zu plötzlich. Nachdem sich die Geschichte langsam und mit viel Tiefgang aufgebaut hat, fühlt sich der Abschluss beinahe gehetzt an. Einige Fragen bleiben offen, einige Entwicklungen wirken nicht ganz zu Ende gedacht. Trotz kleiner Schwächen überzeugt das Buch durch seine Intensität, seine Mut zur Grenzüberschreitung und eine Stimme, die man nicht so schnell vergisst. Wer literarische Experimente nicht scheut und starke Nerven hat, wird hier fündig.

Die Welt von Ji-won und ihrer Schwester gerät aus den Fugen als ihr Vater die Familie verlässt. Ihre Mutter steht mehr neben sich und hofft , dass er zurück kommt. Was aber nicht passiert. Nicht lang darauf kommt sie mit einem neuen Mann nach Hause - George.... und das leise Grauen beginnt. Irgendwie war mir kein Charakter so richtig sympathisch. Der Vater, der von jetzt auf gleich keinen Kontakt mehr zu seinen Töchtern sucht , die Mutter, die erst in Trauer und dann mit der rosaroten Brille lebt. George ist einfach nur unangenehm und da verstehe ich es nicht warum Ji-won ' s Mutter dies nicht bemerkt. Ji-hyun ist ein ganz blasser Charakter und Ji-won wird mir vom Charakter her in der Story eigentlich immer unsympathischer. Wie sie mit ihren Freundinnen umgegangen ist war äußerst fragwürdig. Andererseits kann man in der Storyentwicklung eigentlich sehen unter was für einen Druck Ji-won steht. Alles prasselt auf sie nieder und dann ihr innerlicher Drang sich mit Augen zu beschäftigen. Hier kann man auch nicht viel sagen ohne zu spoilern . Lesefluss war super und die Kapitellängen genau richtig. Auch wenn ich keinen Charakter richtig mochte hat mir das Buch gefallen. Familiendrama, sozialkritisch , feministischer Horrortrip und Rassismus. Monika Kim ' s Debüt ist gelungen.

Abgedrehter, widerlicher Body Horror
Dieses Buch hat mich ehrlich schockiert. Aber auf eine gute Weise. Das war mal wieder ein richtig starkes Horror Buch. Mich freut es sehr, dass dieses Buch eine weibliche Perspektive einnimmt und von einer Frau geschrieben wurde. Ich habe das Gefühl, dass Frauen im Horror Genre noch immer unterrepräsentiert sind. Monika Kim hat hiermit aber ein richtig starkes Werk geschaffen. Dieses Buch vereint viele Geschichten in einem. Es geht um die Objektivierung um Frauen, die Fetischisierung der asiatischen Kultur und deren Frauen aber auch um Armut, das Leben als Migrant und um Verlust. Was mich am meisten angesprochen hat, war das Szenario, dass die Mutter nach der Trennung mit einem widerlichen Mann zusammenkommt. Die Angst, dass die Eltern mit Partnern zusammenkommen, die man nicht mag, kann glaube ich jedes Scheidungskind verstehen. Als sich diese für Ji-Won bewahrheitet hat, konnte ich viele Gedanken nachvollziehen. Generell finde ich es spannend, dass einem kein Charakter so richtig sympathisch ist, gegen viele hat man sogar eine Abneigung, das Buch einen aber trotzdem fesselt. Man muss sich nicht mit einer Person identifizieren um die Geschichte spannend zu finden. Und das war sie. Zudem war sie auch sehr kurzweilig, aber auch stellenweise extrem widerlich. Ich würde behaupten, dass ich keinen schwachen Magen habe, aber bei der Geschichte hat er sich selbst bei mir des Öfteren umgedreht. Es gibt auf jeden Fall einige Lebensmittel, die ich nun nicht mehr verzehren kann. Wer Lust hat auf ein brutales, aber auch stellenweise absurd komisches Buch, mit einem befriedigenden Ende, dem sei „Das Beste sind die Augen“ sehr ans Herz gelegt. PS: Für alle Coveropfer (wie mich) ist dieses Buch eine große Empfehlung. Diese blauen Augen haben mich förmlich angezogen.
Body Horror und Female Rage.. was für eine Mischung . Eine Mörderin mit einer besonderen Vorliebe. Die Charaktere waren schon alle sehr drüber und George war das Ekel schlechthin, aber die Geschichte war gut und eklig und ja mal was anderes. Den Plottwist hab ich nicht kommen sehen. Ich konnte ihre Wut sehr nachvollziehen. 😅
Nicht nur der Farbschnitt ist ein echter "Augenschmaus"😛- auch die Geschichte kann sich SEHEN lassen! Sorry, jetzt reicht es mit den schlechten Wortspielen😝 das Buch war echt gut, sehr kurzweilig, toller, subtiler Spannungsaufbau, ich kann es jedem empfehlen, der keinen allzu schwachen Magen hat😬
Ging so 😅
Ich habe „Das Beste sind die Augen“ als Hörbuch gehört und stehe dem Buch insgesamt etwas zwiegespalten gegenüber. Als Hörbuch hat es mich durchaus gepackt – ich habe es regelrecht durchgesuchtet, vor allem weil ich unbedingt wissen wollte, wie es endet und warum es so stark gehypt wird. Grundsätzlich fand ich die Geschichte auch gut, aber für mich nicht so herausragend, wie der große Hype vermuten lässt. Möglicherweise lag es auch daran, dass das Buch bzw. das Genre einfach nicht ganz meinen Geschmack trifft. Man kann es lesen oder hören, verpasst meiner Meinung nach aber auch nichts, wenn man es nicht tut. Insgesamt fand ich es eher durchschnittlich.
"Das beste sind die Augen" - das zumindest versichert die Mutter Jiwon und ihrer Schwester.
Die Augen von Fischen sollen zudem Glück bringen, und davon wünscht sich die Familie einiges, nachdem der Vater sie plötzlich für eine andere Frau verlassen hat. Nach einer kurzen Phase der Trauer, lernt Jiwons Mutter bei der Arbeit in einem koreanischen Markt einen weißen Mann kennen und verliebt sich. Wäre alles wunderbar - wenn dieser nicht gerade einen Fetish mit ostasiatischen Frauen hätte und nicht nur Jiwons Mutter interessant findet, sondern auch Jiwon selbst und ihre 15-jährige Schwester. Der Roman entfaltet sich von einer dramatischen Familiengeschichte, zu einer Erzählung über antiasiatischen Rassismus; vermeintlich linke Männer, die keinen Deut besser sind als ihre konservativen Gegenstücke; Freund:innen- und Schwesternschaft und eine Obsession Jiwons mit (blauen menschlichen) Augen. Es ist ein "zurückschlagen" der anderen, und teils auch sehr bildhaften, gewaltvollen und ekligen Art. Ich habe das Werk als Audiobuch gehört und empfand die Sprecherin Christiane Marx als sehr engaging und interessant. Dennoch konnte mich keiner der Charaktere mitreissen und ich mochte literally keinen von ihnen (außer vllt. Alexis, die aber nicht besonders viel Raum einnahm, außer um anzudeuten, dass Jiwon queer sein könnte). Zudem überzeugt mich nicht die Argumentation, dass Jiwons Beweggründe von * Achtung Spoiler * ihrem Gehirntumor herrühren, aber ich bin keine Ärztin und kann mir schon vorstellen, dass sich Betroffene in ihrer Persönlichkeit stark verändern und nicht plötzlich wieder zu ihrem alten Ich werden, wenn dieser rausoperiert wurde. Alles in allem eine sehr interessante Story, gut geschrieben, wichtige Themen aufgegriffen, aber Horror ist einfach nicht mein Genre. (Vielen Dank an Netgalley und den argon Verlag für das digitale Rezensionsexemplar - es hat meine Meinung zum Buch nicht beeinflusst.)
Krass
[𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘/ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟𝕤𝕖𝕩𝕖𝕞𝕡𝕝𝕒𝕣] 𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Das beste sind die Augen 𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Monika Kim 𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: kiwi sphere / Argon Verlag 𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Christiane Marx 𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch 𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Jasmin Humburg 𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes 𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Mögt ihr Romane die kritische Themen aufgreifen? 𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙: Spannend - Eklig - Gut 𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥: Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Jiwons Leben außer Kontrolle. Der neue Freund ihrer Mutter fetischisiert sie und ihre Schwester und verhöhnt ihre Kultur. Jiwons Gedanken werden immer extremer. Und irgendwann stellt sich die Frage: Wie weit ist sie bereit zu gehen? 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘: Das Buch war eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle. 😱 Ich wusste nicht in welche Richtung das Buch als nächstes geht. Gefangen zwischen Ekel, Neugier und Spannung habe ich das Buch richtig gerne gelesen/gehört. Ich mochte auch die unterschiedlichsten Darstellungen von fragwürdigem Verhalten. Von offensichtlich bis versteckt toxisch war alles dabei! Zwischendurch bin ich auch ziemlich zusammen gezuckt weil manche Szenen echt grenzwertig waren. 😂 Aber das waren auch meine persönlichen extremen Horror-Momente. Vielleicht sind andere Leute da weniger empfindlich. 🤭 Aber die Entwicklung des Buches fand ich echt richtig gut! Die Sprecherin hat das auch richtig genial gelesen und ich konnte richtig gut in die Geschichte eintauchen. 𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? Definitiv eine Empfehlung für dieses Buch für alle Fans von Horror- und gesellschaftskritischen Romanen! 𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

Eklig aber es geht noch mehr!
Rezension zu „Das Beste sind die Augen“ von Monika Kim :) Erstmal möchte ich auf den Lesefluss eingehen – der war wirklich mega gut! Besonders die eingestreuten Chatpassagen fand ich sehr angenehm und abwechslungsreich, und die kurzen Kapitel haben das Ganze zusätzlich leicht lesbar gemacht. Zur Story selbst braucht man, glaube ich, nicht viel sagen – davon gab es nicht besonders viel, und man merkt deutlich, dass darauf nicht der Hauptfokus lag. Stattdessen steht eindeutig die Ekligkeit und Absurdität im Vordergrund. Und ja, dazu kann man sehr viel sagen: Das Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven :D oder sollte ich sagen, für schwache Augennerven? Es war schon ziemlich eklig und unangenehm, allerdings hätte ich mir fast noch mehr gewünscht – noch eine Spur abgedrehter und „kranker“. Das Ende (und eigentlich die gesamte Handlung) hat mich nicht besonders abgeholt, aber wie gesagt: Die Story war hier nicht das Hauptthema. Unterm Strich ist es ein ekliges Buch ohne viel Handlung – perfekt für zwischendurch, wenn man Lust auf etwas Kurzes, Absurdes und leicht Verstörendes hat.

Die Augen sind wirklich das Beste
Die Augen sind das Beste von Monika Kim Ein feministischer Horrorroman, der unter die Haut geht. Ji Won wächst in einer koreanischen Familie auf, in der der Vater plötzlich verschwindet und die Mutter sich in Aberglauben flüchtet – sie kaut Fischaugen, weil sie Glück bringen sollen. Als Ji Won selbst ein Auge probiert, beginnt eine verstörende Obsession, vor allem mit den Augen des neuen Mannes ihrer Mutter. Zwischen familiärem Druck, kulturellen Erwartungen, Rassismus-Erfahrungen und psychischem Ausnahmezustand verschwimmen bei Ji Won Realität und Fantasie. Sie ist wütend, überfordert, traurig – und sucht verzweifelt nach Kontrolle. In ihrer Faszination für die Augen spiegelt sich genau das wider: ein Moment von Macht, Fokus, vielleicht sogar Befreiung. Das Buch ist direkt, düster und emotional. Ich konnte viele Gedanken und Gefühle nachvollziehen – auch diese seltsame Faszination mit den Augen, weil sie so viel mehr bedeutet, als es auf den ersten Blick scheint. Genau das macht es so besonders: surreal, unbequem, kraftvoll. Fazit: Verstörend gut. Und ja – die Augen sind wirklich das Beste.
WTF habe ich da gelesen?
Das Buch war ein Spontankauf auf der FBM, Cover und Farbschnitt hatten mich gereizt und dass es weit außerhalb meiner üblichen Genres liegt. Ich hab’s innerhalb von 2 Tagen durchgesuchtet. Der Schreibstil ist toll, man fliegt richtig durch. Die Story ist abgefahren, eigentlich hasse ich alle Charaktere (wobei ich Alexis und die Schwester mochte). Ich liebs, eine Hauptfigur zu lesen, die dermaßen gestört ist wie Jiwon. Ein Buch, das im Gedächtnis bleibt. Jetzt muss ich mich erst mal erholen 😂
Ein skurriles Highlight
Ein skurriler und vor allem aufwühlender Roman, der zum Nachdenken anregt. Das Geschehen beginnt gemächlich, aber einmal in Fahrt nimmt es rasant an Spannung zu. Dieser Roman ist nichts für schwache Nerven, da er Horror Elemente enthält, um genau zu sein, Body-Horror Elemente, die sehr bildlich und detailliert beschrieben werden. Trotz allem stehen aber die Konflikte, denen Ji-won täglich ausgesetzt ist, im Vordergrund, was dieses Buch auch zu einem sehr gesellschaftskritischen macht. Auch wichtige Themen wie Feminismus und Rassismus finden hier ihren Platz. Die Charaktere sind alle auf ihre eigene Art und Weise speziell und alles andere als gewöhnlich. Ji-won als Hauptcharakter ist nicht perfekt und entwickelt sich im Laufe des Geschehens auf eine unvorhersehbare Art weiter. Ein spannender Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.
Was war das für ein krasser Ritt. Toller Schreibstil, fesselnd und einen tollen Spannungsbogen.
Also ich bin eine ganze Weile um das Buch herumgeschlichen. Das Cover ist schon sehr gut gelungen und hat mich bildlich angeschaut 👁 In der Buchhandlung hab ich es mir dann einfach geschnappt und reingelesen. Schreibstil ist super und bin direkt durch die Seiten geflogen und dachte, das wird jetzt gekauft und mitgenommen. Zusammen nun in einer Leserunde gelesen und das hat bei dem Buch viel Spaß gemacht. Man konnte über Theorien austauschen und über die Charaktere sprechen. Es ist spannend, fesselnd und ja, es ist Horror bzw ein feministischen Horrorroman. Ist also nichts für schwache Nerven. Mich hat vor allem das Ende überrascht und auf diese Wendung bin ich im Vorfeld nicht gekommen. Hab lange überlegt wie ich es jetzt bewerten. Muss sagen es gibt nichts was mich stört und es hat mich so krass mitgenommen. Vor allem so positiv überrascht. Empfehlung!
Guter Schreibstil, kurze Kapitel aber....
.... Ich hab wohl leider viel zu viel erwartet. Der Klappentext klang so richtig gut und auch das das Buch nicht zu dick war hat es in einem positiven Licht dargestellt. Beim schauen wieviele Kapitel das Buch hat hab ich gesehen das diese auch schön kurz gehalten waren was mir persönlich definitiv mehr Spaß beim Lesen macht als ein Buch mit langen Kapiteln. Auch mit dem Schreibstil bin ich sehr schnell warm geworden, keine unnötigen langen Beschreibungen von Orten oder ähnlichen. Mein Problem war im Endeffekt die Story. Es passierte mir einfach zu wenig. Die meiste Zeit hat man der prota beim fantasieren zugesehen und wenn es dann doch mal etwas zur Sache ging war es auch schon wieder vorbei und jinwon ist in ihren nächsten Wahn gewandert der irgendwie die Spannung gekillt hat. Es ist für mich als horrorfan wirklich ehr öde gewesen aber ich denke für Horroreinsteiger vllt ein guter Start ins genre
💛💛💛💛💛 "Das Beste sind die Augen" von Monika Kim erzählt die Geschichte der 18-jährigen Jiwon, die nach der Trennung ihrer Eltern mit ihrer emotional instabilen Mutter Umma zusammenlebt. Als Umma sich in den weißen Amerikaner George verliebt, der asiatische Frauen exotisiert, gerät Jiwons ohnehin fragile Welt weiter aus dem Gleichgewicht. Zwischen Abscheu, Ohnmacht und einer unheimlichen Faszination für Georges blaue Augen beginnt sich in Jiwon eine düstere Obsession zu entwickeln. Ihre Gedanken kreisen zunehmend um Gewalt und Vergeltung, während sich ihre Wut zu einer radikalen Kraft aufstaut. Was folgt, ist eine verstörende Auseinandersetzung mit Identität, Macht und weiblicher Wut – erzählt aus der Sicht einer jungen Frau, die an der Oberfläche still bleibt, innerlich aber tobt. Ich fand "Das Beste sind die Augen" unglaublich intensiv und verstörend – auf eine kluge, notwendige Art. Monika Kim bringt weibliche Wut in einer Radikalität auf die Seite, die mich tief getroffen hat. Besonders die Darstellung von internalisiertem Rassismus und dem weißen Blick auf asiatische Frauen hat mich stark beschäftigt. Ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich den Atem angehalten habe, weil die Emotionen so roh und direkt waren. Der Roman zwingt dazu, hinzuschauen – auf Machtverhältnisse, auf kulturelle Zuschreibungen und auf das, was unterdrückte Wut mit einem Menschen macht. Dabei war er so intensiv, dass ich ihn auf keinen Fall mit einem Bubble Tea in der Hand lesen konnte – der wäre mir glatt im Hals stecken geblieben. Für mich ist das Buch eine eindrucksvolle, mutige Stimme gegen rassistische Exotisierung und das Verstummen von Frauen.
„Umma sagt, die Augen sind das Beste.“
Jiwon steckt mitten in einer turbulenten Lebensphase: Ihre Eltern trennen sich, das Zuhause fühlt sich nicht mehr sicher an, und ihre Mutter bringt plötzlich einen neuen Freund mit – George. Auf den ersten Blick wirkt er charmant, doch seine unterschwellige Fixierung auf Jiwon und ihre Schwester sorgt für Unbehagen. An der Uni begegnet Jiwon außerdem Geoffrey, einen Kommilitonen, der bald eine größere Rolle in ihrem Leben spielt, als ihr lieb ist. Zwischen familiären Spannungen, seltsamen Blicken und immer drängender werdenden Grenzüberschreitungen fühlt sich Jiwon zunehmend eingekesselt. Was zunächst wie alltägliche Konflikte aussieht, verwandelt sich in eine düstere, fast körperlich spürbare Bedrohung. Wut, Ekel und ein Drang zur Selbstermächtigung treiben sie an – und die titelgebenden „Augen“ bekommen eine Bedeutung, die man so schnell nicht mehr vergisst. Das Beste sind die Augen beginnt gemächlich, aber wenn es losgeht, dann richtig. Jiwon ist eine coole, bissige Protagonistin, die zwischen Familienchaos, grenzüberschreitendem Stiefvater und Body-Horror ihren eigenen Weg findet. Verstörend, gesellschaftskritisch und lange nachhallend – nichts für schwache Nerven, aber genau das macht’s stark.
Dieses Buch hat mich nachhaltig beeindruckt, sowohl durch seine Charaktere als auch durch die packende Handlung und die ungewöhnliche Grundidee. Die Hauptfigur Jiwon steht nicht nur vor den typischen Herausforderungen des Erwachsenwerdens, sondern entwickelt zu allem Überfluss ein unheimliches Verlangen nach menschlichen Augen, einem Drang, dem sie sich bald nicht mehr entziehen kann. Als Leser*in begleitet man sie hautnah durch diese beklemmende und zunehmend albtraumhafte Situation. Achtung: Die Schilderungen sind stellenweise äußerst explizit. Doch „Das Beste sind die Augen“ ist weit mehr als eine bloße Abfolge von Ekelmomenten. Der Roman verknüpft Horror mit Gesellschaftskritik und hält die Spannung bis zur letzten Seite. Eine außergewöhnlich gelungene Umsetzung, die unter die Haut geht.
Sehr spannend aber auch leicht verstörend
Das Buch ist super spannend geschrieben und sehr locker zu lesen. Man merkt gar nicht wie man durch die Seiten rast. In der ersten Hälfte plätschert die Geschichte entspannt vor sich hin, doch dann wird es immer verstörender. Der Plot-Twist am Ende ist super eingefädelt, doch das Essen von Augen hat mich doch mehr verstört als ich gedacht hätte. Auf alle Fälle keine Lektüre für spät nachts oder mit schwachem Magen. 10/10 für den kreativen Farbschnitt!
Was Augen alles erzählen…
„Das Auge. Ich brauche es.“ Ji-won ist 18 und lebt mir ihrer Schwester Ji-hyun und ihrer Mutter in einer kleinen Wohnung, nachdem ihr Vater sie verlassen hat. Dadurch gerät ihr ganzes Leben aus den Fugen. Ihre Mutter hat relativ schnell einen neuen Freund - ein weißer, völlig selbstverliebter und ekliger Typ. Ji-won verliert sich in seinen blauen Augen…ihre Gedanken verändern sich. Sie will ihre Familie retten und geht sehr weit. „Ich war zur Mutter geworden und sie zur Tochter.“ Ein schräges, gruseliges Buch, welches ich trotzdem total schnell durchgelesen habe. Die Geschichte ist wirklich etwas wired, aber die Themen dahinter sind sehr tiefgründig. Die Mutter ist nur mit sich selbst beschäftigt und sucht nach Männern für ihr Leben. Die Mutter- und Tochterrolle ist leider total verdreht. Ji-won versucht zu studieren, ihre jüngere Schwester Ji-hyun ist traurig, da alle mit sich selbst beschäftigt sind. Schuld an allem ist der Vater, der einfach gegangen ist. Der neue Freund von Umma ist ein schräger Kerl und Ji-won wird von einem Studienkollegen aus Liebe gestalkt. Ji-won verliert sich in blauen Augen, was teilweise etwas eklig ist, aber super geschrieben und es macht Spaß die Geschichte zu verfolgen. Wir sollten nie vergessen, wer wir sind und wie groß die Macht ist, das eigene Leben zu gestalten. Coole Story und tolles erstes Buch vom Verlag kiwi sphere. „Wie erkläre ich ihr, dass das Zuhause, das ich vermisse, kein Ort ist?“
Gut!
Also ich muss sagen das ich die Geschichte an sich recht in Ordnung fand. Es ist ein gutes Buch und ich kann durchaus empfehlen das Buch zu lesen. Nur fand ich den Horror ehr seltsam. Ich weiss nicht wie ich das erklären soll ohne dieses Buch zu spoilern. Die beiden widerlichen Herrschaften, auf denen die frauenfeindlichen, rassistischen Voruteile nur so kleben sind selbstverständlich zum kotzen. Keine Frage. Ich muss jedoch sagen, dass das Handeln der Protagonistin für mich nicht immer nachvollziehbar war, da es eben nicht nur den beiden Typen galt die das eigentliche Problem dargestellt haben. Selber ist die Protagonistin den Leuten in ihrem Unfeld gegenüber einfach unsympathisch. Ich hab nichts gegen unlikable Characters, aber hier fand ich die Protagonistin ein wenig anstrengend. Auch der Feminismus ist in dem Buch nicht so oft zum Vorschein gekommen wie ich es mir erhofft hatte. Aber ich muss auch sagen, dass es durchaus Kapitel und Passagen gab in denen ich den Schmerz und die Wut mehr als nur nachvollziehen konnte und wo es mich wirklich gefesselt und gepackt hat! Die Familie von Ji-won gerät aus den Fugen und sie bedient sich ehr gewalttätigen und grausamen Maßnahmen und dies wieder gerade zu rücken. Der Horror war halt, was Horror oft ist, einfach eklig und hier braucht man definitiv einige Triggerwarnungen im Bezug auf Gore, Blut, Kannibalismus, Sexismus und Rassismus. Den Schreibstil fand ich angenehm, auch die kurzen Kapitel sorgen dafür das man sehr gut durch das Buch kommt. Es ist kein schlechtes Buch, aber meiner Meinung nach fehlt hier noch das gewisse Etwas, was die Geschichte spannender macht.
Slay, Queen! 👀
Hui, das war ein wilder Ritt. Hat mir sehr gut gefallen! Die erste Hälfte des Buches habe ich den (Body)Horror noch ein bisschen suchen müssen, aber dann kam er endlich zum Vorschein! Nebenbei Essen würde ich nicht empfehlen, zumindest wenn man einen empfindlichen Magen hat. Das Buch war eine bunte Mischung aus Ekel, Wut und ganz viel „Hä?? Achso!“ sowie „Good for her“. Es liest sich super flüssig weg und hält einen permanent bei der Stange. Das typische „Och, nur noch ein Kapitel, dann geh ich schlafen“ hat bei mir hier gar nicht funktioniert, denn plötzlich war ich durch. Hier würde ich mir sogar einen zweiten Teil wünschen 👀
. Hast du Lust auf eine abgedrehte feministische Horrorgeschichte? Hast du Lust dich beim lesen zu fragen, was lese ich den da gerade? Und vor allem… hast du Lust dich ein bisschen zu ekeln? Dann solltest du „Das Beste sind die Augen lesen“! Es ist nicht nur eine feministische Horrorgeschichte… dieses Buch ist so viel mehr und absolut lesenswert! 5/5 ⭐️ . Aber worum geht es genau… Ju- won, ein koreanisch- amerikanisches Mädchen lebt mit ihrer jüngeren Schwester und ihrer Mutter in einer kleinen Wohnung in LA. Der Vater hat die Familie verlassen und die Familie hat sehr damit zu kämpfen. Ju- won entwickelt eine innere Wut, die als ihre Mutter einen neuen weißen Mann kennenlernt nach außen drängt… . In „Das Beste sind die Augen“ folgen wir Ju- won als Ich- Erzählerin durch den Roman. Man könnte sagen wir wohnen in ihrem Kopf und jeder Gedanke wird an uns als Leser weitergegeben. Ju- wons Wut und ihre daraus resultierenden Obsession gegenüber blauen Augen ist regelrecht spürbar. Auch wenn der Roman gemächlich beginnt, so nimmt er doch ab der Hälfte schnell Fahrt auf. Im erster Teil greift Kim Frauenfeindlichkeit, Rassismus, kulturelle Fetischisierung und Sexualisierung auf, behandelt sie und spiegelt diese im zweiten Teil in Ju- wons Wut wieder! Diese Wut gipfelt in einem perfekten Ende, dass dennoch Platz für gewisse Spekulationen lässt. Aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten! 😉 Kims Erzählweise, so auch die Übersetzung ist fesselnd und mitreißend! Einfach eine perfekte Kombination aus Gesellschaftskritik, Rachegelüsten mit einem Touch Body- Horror. Wobei ich es auch ein wenig in die Kategorie „Brutaler Thriller aus Sicht der Serienmörderin“ schieben würde. Ju- won ist eine Art weiblicher Hannibal Lector mit tiefen Rachegefühlen, die jede Frau nachvollziehen kann. Spannend und interessant ist Kims Auswahl der Augen als Obsessionsobjekt. In der koreanischen Kultur wird den Augen sehr viel Bedeutung zugesprochen, nicht nur als Sehorgan, sondern auch als Ausdrucksmittel für Respekt, Emotionen und Ästhetik. Der Grad an Augenkontakt mit dem Gegenüber hat viel mehr Bedeutung als in der europäischen Kultur. Ju- won wird dieser Bedeutung bewusst sein, handelt deshalb, wie sie handelt und holt sich somit den Respekt für die Frauen in ihrer Familie zurück. So zumindest meine Theorie! . Eine große Leseempfehlung für diese literarische Horrorgeschichte! 🫶

Jiwons Welt gerät aus den Fugen, als der neue Freund ihrer Mutter Grenzen überschreitet und ihre Kultur entwertet. In ihr wächst etwas Dunkles und sie ist bereit, es zuzulassen. "Das Beste Sind Die Augen"... Ein Buch, das genau auf das hinausläuft, was der Titel andeutet und trotzdem überrascht. Monika Kim gelingt mit ihrem Debüt das Kunststück, viele verschiedene gesellschaftliche Themen mit subtiler Spannung zu verweben. Im Zentrum steht Jiwon, eine junge Frau, die zwischen Leistungsdruck, familiären Erwartungen und dem Versuch, sich selbst zu finden, zerrieben wird. Sie hat Schwierigkeiten im Studium, trägt die Verantwortung, ihre Familie finanziell zu unterstützen und kämpft gleichzeitig mit dem Gefühl, nie genug zu sein. Ihre Perspektive ist nachvollziehbar aber manchmal egozentrisch, oft unbequem und genau dadurch so menschlich. Ich bin ihr gern durch diese Geschichte gefolgt. Viel stille, aufgestaute Wut, insbesondere in Bezug auf weibliche Erfahrungen, durchzieht das Buch. Der Horror kommt auf leisen Sohlen. Ein schleichendes Unbehagen, das sich mit jeder Seite verdichtet, gut symbolisiert durch das Verhalten des neuen Partners der Mutter, der Stück für Stück über Grenzen geht. Auch die Nebenfiguren glänzen. Sie sind vielschichtig, lebendig, mit Storytwists, die man so nicht erwartet. Irgendwann ist es dann vorbei mit "subtil" und es wird blutig. Das Ende kommt abrupt aber es sitzt, einfach genial aufgelöst. Große Empfehlung, vor allem als Hörbuch. Christiane Marx verleiht der Geschichte genau die richtige Stimme. Ein stilles, wütendes, kluges Buch, das unter die Haut geht.

🩸 Was als leises Familiendrama beginnt, eskaliert schnell in einen radikal-feministischen Rachetrip – blutig, unbequem und absolut unterhaltsam. Ji-Wons “Weirdness” ist kein Selbstzweck, sondern Ausdruck von Ohnmacht und Wut: gegen Rassismus, gegen Fetischisierung, gegen die Ignoranz weißer Männer. Monika Kim verwebt diese Themen auf so clevere Weise mit Genre-Elementen, dass man beim Lesen abwechselnd grinst, wütet – und sich heimlich denkt: Good for her? Ein wuchtiges Debüt – roh, politisch und mutig.🔪
Highlight!
Großartige Story, die sehr ruhig und langsam beginnt und immer mehr Fahrt auf nimmt. Großartiger, sehr bildhafter Schreibstil, der die Stimmung und die Charaktere super einfängt und abbildet. Jaa, die Protagonisten ist nicht die sympathischste aber das soll sie auch nicht sein. Sie in ihrem Wahn zu begleiten, war bestes Entertainment und wirklich teilweise sehr ekelhaft! Ich hätte nicht gedacht, dass es auf so wenig Seiten möglich ist, mich so mitzureißen. Plot und Ende waren super umgesetzt und hat eigentlich noch Bock auf mehr gemacht. Highlight und neuer Liebling! Einen halben Stern Abzug, weil die Story doch etwas gebraucht hat, bis sie in Fahrt kam.
Nicht alle Männer, aber...
Ji-Won hat es satt, dass man in ihr immer die "brave Asiatin" sieht - vor allem die Männer. Doch noch schlimmer wird es, als ihre Mutter sich neu verliebt. Ausgerechnet in einen weißen, aufgeblasenen Macho-Mann, der eine Vorliebe für Asiatinnen hat und daraus kein Geheimnis macht. Er nistet sich bei ihnen Zuhause ein, nutzt die Fürsorge ihrer Mutter aus und lässt sich keine Gelegenheit für einen sexistischen oder rassistischen Kommentar entgehen. Aber so sehr Ji-Won ihn hasst - irgendwie sind seine blauen Augen wunderschön. Und irgendwie sieht sie auf einmal überall nur noch blaue Augen... Die Autorin hat es geschafft Female Rage, Rassismus und Body Horror miteinander verschmelzen zu lassen - und ich liebe alles daran! Ich denke jede Frau wird Ji-Wons Erfahrungen mit der männlichen Spezies schon auf die ein oder andere Weise gemacht haben. Wir alle haben mindestens einen Mann im Kopf, der genau auf die Beschreibung von George passen würde. Und genau dieses Feuer, dass in Ji-Won brennt, konnte ich so extrem nachfühlen. Der Horror-Twist hat noch mal eine Extra Note mit hinein gebracht, das mir noch einen Anreiz geboten hat über das gelesene Nachzudenken und zu überlegen, wie man diese Handlung interpretieren könnte - sowas liebe ich ja!
Entstehung einer Serienmörderin
Der Roman wurde mir in den sozialen Medien immer wieder angezeigt und ich wollte Mal wissen was an dem Hype dran ist. Als ich ihn dann zufällig als Mängelexemplar im Laden entdeckt habe, habe ich das Buch mitgenommen. Leider muss ich sagen, dass ich den Hype nicht ganz nachvollziehen kann. Der Roman lebt vor allem von den morbiden Fantasien und den teils wirklich ekligen Taten der Protagonistin. Als Lesende ist man dabei, wenn eine Serienmörderin entsteht. Vielleicht ist irgendwann eine Fortsetzung geplant. Obwohl das Buch nicht besonders dick ist, hat sich die Handlung für mich stellenweise gezogen. Es handelt sich auch eher um leichten Horror. Ich hatte mir insgesamt mehr erwartet und war zwischendurch sogar etwas gelangweilt. Die Kapitel sind sehr kurz, manchmal fast zu kurz, wodurch man schnell durch die Geschichte kommt. Die Hauptfigur ist alles andere als sympathisch. Sie lügt, manipuliert und stiehlt. Zwar sind die Männerfiguren in Leben von Jinwo durchweg unsympathisch und man verspürt durchaus den Wunsch nach Bestrafung, doch ihre Methode ist letztlich sehr endgültig und zudem scheint sie bei der Wahl ihrer Opfer nicht besonders wählerisch zu sein. Gut gefallen hat mir hingegen, dass Jinwo sich im Laufe der Handlung aus ihrer anfänglichen Passivität befreit und beginnt, selbst aktiv zu handeln, um ihre Mutter und ihre Schwester zu beschützen. Insgesamt fand ich den Roman interessant, aber die Geschichte blieb doch hinter meinen Erwartungen zurück.
Ein packender Horror Roman über Jiwons Kampf um ihre Familie.
Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Jiwons Leben aus den Fugen. Der neue Freund ihrer Mutter, ein arroganter weißer Mann, macht alles noch schlimmer, indem er sie und ihre Schwester seltsam behandelt und ihre Kultur verspottet. Jiwon wird immer wütender und verzweifelter. Sie fragt sich, wie weit sie gehen muss, um ihre Familie zu beschützen. Die Situation belastet sie sehr und lässt sie oft hilflos fühlen. Gleichzeitig wächst in ihr der Wunsch, stark zu sein und für sich und ihre Schwester einzustehen. Mit Jiwon bin ich recht schnell warm geworden. Jiwon ist klug, selbstbewusst, aber durch die Trennung ihrer Eltern stark belastet. Sie fühlt sich oft unverstanden und kämpft mit den Vorurteilen und dem respektlosen Verhalten des neuen Freundes ihrer Mutter. Ihre Liebe zu ihrer Familie treibt sie an, auch wenn sie manchmal radikale Entscheidungen trifft. Jiwon wächst im Verlauf der Geschichte über sich hinaus und zeigt, wie weit man für die eigenen Lieben gehen kann. Die Entwicklung die sie in dem Buch durchmacht, hat mir gut gefallen. Die Schwester von Jiwon steht ihr nah, ist aber vorsichtiger und versucht, die Familie zusammenzuhalten. Sie ergänzt Jiwons impulsive Art und sorgt für emotionale Tiefe in der Geschichte. Beide zusammen zeigen die unterschiedlichen Wege, wie Menschen mit Ungerechtigkeit und Fremdenfeindlichkeit umgehen. Jiwons Umma ist eine liebevolle, aber oft überforderte Mutter, die versucht, ihre Töchter bestmöglich zu schützen. Sie hat selbst mit der Trennung zu kämpfen und sucht nach einem neuen Gleichgewicht in ihrem Leben. Ihr neuer Partner bringt jedoch zusätzliche Spannungen in die Familie, was sie stark unter Druck setzt. Trotz allem versucht sie, Ruhe zu bewahren und Entscheidungen zu treffen, die für ihre Töchter das Beste sind. Der Schreibstil von Monika Kim war für mich neu, da dies das erste Buch war, welches ich von der Autorin gelesen habe. Monika Kim schafft mit klaren, bildhaften Beschreibungen eine unheimliche, beklemmende Atmosphäre. Die Spannung wird langsam aufgebaut und steigert sich bis zu den schockierenden Momenten. Kurze, prägnante Sätze erhöhen die Dramatik, während die Details des Horrors besonders wirken. Man spürt die Angst der Figuren und wird richtig in die Geschichte hineingezogen. ,,Das Beste sind die Augen“ ist ein packender Horrorroman, der einem das Fürchten lehrt. Die Mischung aus Grusel, Geheimnissen und psychologischer Spannung funktioniert hervorragend. Jiwon, ihre Schwester und ihre Umma wachsen einem ans Herz, während man gleichzeitig den Atem anhält. Ein Horrorbuch, das verstört, fasziniert und noch lange nachwirkt.
Feministischer Horror - das hat mich zugegebenermaßen direkt neugierig gemacht. Dazu dieses Cover… 😅👁️ Doch was verbirgt sich nun hinter diesem Buchdeckel? Feministischer Horror trifft es schon ganz gut. Alles fängt vergleichsweise harmlos an. Ji-Wons Vater verlässt die Familie, ihre Mutter ist am Boden zerstört und sucht Trost im Essen von Fischaugen, denen nachgesagt wird, Glück zu bringen. Ji-wohn fühlt sich zunächst abgestoßen, bis sie selbst probiert… Doch Glück erfährt Jo-won auch zukünftig nicht. Freundinnen, Uni und insbesondere der neue Freund ihrer Mutter halten nicht viel Gutes für sie bereit. Denn George verkörpert sozusagen den Typus des alten, weißen Manns, dessen Verhalten nur so vor Überheblichkeit, Sexismus und Rassismus strotzt. Und als er bei ihnen einzieht und an Ji-wons jüngerer Schwester ebenso interessiert zu sein scheint wie an ihrer Mutter, sind Ji-wons Grenzen endgültig überschritten. Wenn George nur nicht so faszinierend blaue Augen hätte… 👀 Und auch Geoffrey, den sie in der Uni kennenlernt, und der zunächst wie das Sinnbild des ‚guten Kerls‘ daherkommt, entpuppt sich als penetrant, übergriffig und Besitzer faszinierender Augen… Für mich war „Das Beste sind die Augen“ insgesamt eine überzeugende Erzählung, die mit den Grenzen zwischen Genres und Inhalten wie Sexismus, Rassismus, Obsessionen und Rache spielt. Vom Ekelfaktor war es für mich gerade noch ok 😅 und lesenswert, weil es durch seine Andersartigkeit, seine unterschwellige Spannung und den Gruselfaktor eine absolute Sogwirkung erzeugt. Lohnt sich - und passt natürlich super zur kommenden Spooky Season. 👀 👻 👁️
Eine Story die für mich extrem schwer zu bewerten ist. Ich fand’s nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Ich fand’s nicht langweilig, aber auch nicht wirklich spannend. Es war irgendwie faszinierend, aber auch echt fies. Ich bin definitiv hin & her gerissen, dass kann ich sagen. 🤷🏻♀️ … aber hey… das Cover find ich cool & es passt gut zur Story! 👌🏻
Ich wusste nicht wirklich, was mich erwarten wird, als ich „female rage horror" las und wurde positiv überrascht. Nicht umgehauen, wie manch andere, aber ich hab es echt gern gelesen. Toller Schreibstil, auch wenn die Geschichte mir an einigen Stellen etwas drüber war. Jetzt allerdings mein Dilemma: Eigentlich sollte man vorher nicht allzu viel über die Geschichte wissen und sich überraschen lassen. Deshalb schreibe ich auch nicht mehr zur Story. Gleichzeitig muss ich aber auch alle warnen, sich dringend vorher ein bisschen zu informieren, weil das ist definitiv nichts für alle!
Dieses Buch ist die Definition von Weird Fiction
Auch wenn ich kein so großes Interesse an diesem Buch hatte, war ich doch neugierig. Es als Hörbuch hören zu können, war also echt perfekt! So ganz genau wusste ich nicht, was mich erwarten würde – mir war nur klar, dass es ziemlich weird sein wird. Und was soll ich sagen, damit lag ich sehr richtig. »Die Augen sind das Beste« ist ein feministischer Horrorroman. Das Verhalten der Männer, die in der Geschichte eine Rolle spielen, war auf vielen Ebenen extrem unangenehm. Es war für mich ein interessanter Einblick, welche Rolle ihre koreanischen Wurzeln hierbei spielten und wie diese ihr Denken und Handeln prägten. Auch wenn Ji-won nicht gut Grenzen setzen und für sich einstehen konnte, hatte sie es trotzdem faustdick hinter den Ohren und man sollte sie keinesfalls unterschätzen. Oftmals hatte ich das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben, denn es war teilweise sehr verwirrend und manchmal gab es echt komische Sprünge. Teilweise wusste ich gar nicht, was real war und was nicht. Doch ich habe mich einfach darauf eingelassen und hatte – neben dem Ekel – viel Spaß mit dem Hörbuch! Die Sprecherin fand ich echt gut und ich habe ihr gerne zugehört. Irgendwann hatte ich eine Theorie, was da bei Ji-won abgeht. Die Auflösung hat mich überrascht und war anders als erwartet. Ehrlich gesagt hat sie für mich aber nicht so viel Sinn ergeben, also lag ich vielleicht mit meiner Theorie doch nicht ganz falsch. Fazit: »Die Augen sind das Beste« ist ein weirder, spannender und unterhaltsamer Horrorroman, der sich für mich von der Masse abhebt. Wer sich schnell ekelt, sollte sich auf einiges gefasst machen.
Ji-won ist 18 und lebt mir ihrer koreanisch-amerikanische Arbeiterfamilie, bestehend aus der 15-jährigen Schwester Ji-hyun und ihrer Mutter, in einer kleinen Wohnung in Los Angeles - der Vater hat diese vor kurzem wegen einer anderen Frau verlassen. Der Schock sitzt tief und während die Mutter sich immer mehr zurückzieht und Ji-hyun nicht weiß, wie sie mit der Situation umgehen soll, sacken auch Ji-wons Noten an der Uni immer weiter ab, ihre Wut hingegen wächst. Und die Umstände verschlimmern sich noch, als die Mutter einen Mann trifft, von dem sie glaubt, dass er sie retten kann: George, der klassisch konservative, weiße Mann mittleren Alters mit unglaublich blauen Augen für die Ji-won eine aussergewöhnliche Obsession entwickelt. ➸ "Das Beste sind die Augen" heißt der Debütroman von Monika Kim und wird unter dem Begriff "feministischer Horrorroman" vermarktet, wobei es natürlich immer eine Frage der persönlichen Definition ist, was man zum Genre Horror zählt. Dabei liest sich die erste Hälfte meiner Meinung nach eher wie eine brutal ehrliche Charakterstudie mit einem Hauch Makabren, der Horror und die Gewalt nehmen dafür in der zweiten Hälfte ordentlich zu und bieten dem Kopfkino zahlreiche albtraumhafte Bilder. Aber es ist auch eine Geschichte voller marginalisierter Wut und eine Rachegeschichte, in der die Autorin einige groteske Visionen zum Leben erweckt. Es geht darum, was es bedeutet, zu sehen und gesehen zu werden und dabei sind die Augen natürlich ein sehr zentrales Thema - nicht nur als Sehorgan oder Glücksbringer, sondern als Symbol für Macht, Kontrolle und Grausamkeit. Die Autorin nutzt die Augen ihrer Figuren, um eine ganze Bandbreite an Emotionen auszudrücken. Das Tempo ist anfangs gemächlich, die Story lässt sich Zeit, während die Charaktere sich entwickeln. Es brodelt langsam, bis es schließlich überkocht. Was als ergreifendes Familiendrama beginnt, verwandelt sich Stück für Stück in einen bizarren und fesselnden Roman mit alptraumhaft überraschender Tiefe. Monica Kims Erzählung schneidet mit chirurgischer Präzision durch Frauenfeindlichkeit, Rassismus, kulturelle Fetischisierung und Hypersexualisierung. Ji-wons Erzählung über ihre Familienwerte und Kultur, ihre Erziehung und Identität in einer westlichen Welt, die manchmal jeden exotisiert, der anders aussieht als die „Norm“ übt zudem eine gehörige Portion Sozialkritik aus, denn viele von uns haben schon einmal einen Mann wie George getroffen, der weder die Herkunft noch die Sprache seines Gegenübers respektiert. Sie leben im sicheren Bewusstsein ihrer weißen, männlichen Privilegien, das sie automatisch glauben lässt, Frauen seien stets unterlegen und stünden ihnen lediglich als Objekte zur Verfügung. Auch das Ende hat mich vollkommen überzeugt und das auf die unbequemste und ehrlichste Art und Weise. Fazit: "The Eyes Are the Best Part" ist definitiv einer der einprägsamsten und fesselndsten Debütromane, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Eine literarische Horrorgeschichte für die ich nur zu gerne eine Leseempfehlung ausspreche!

Darauf habe ich gewartet!
4,5⭐️ Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, weil.., habt ihr euch den Titel nur angeschaut? Das schreit doch nach einem Banger! Vom ersten Drittel des Buches war ich aber zunächst nicht so überzeugt. Es war zwar auch nicht schlecht, aber richtig an der Stange halten konnte es mich aber auch nicht. Aber die LETZTEN ZWEI DRITTEL?! Love it! Hab ich den f***ing Plot Twist tatsächlich mal nicht kommen sehen? Ja! Hab ich endlich mal guten Body Horror gehört? JAA!!! Und das alles im Genre des Female Rage? Muss ich noch mehr dazu sagen? 💛

Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Book Information
Posts
Female Rage trifft auf Horror
Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Ji-Wons Leben ins Chaos und der neue, selbstgefällige weiße Freund ihrer Mutter macht alles nur schlimmer, indem er sie und ihre Schwester fetischisiert und ihre Kultur verhöhnt. Ji-Wons Gedanken werden immer radikaler. Wie weit wird sie gehen, um ihre Familie zu retten? Nach allem, was ich im Voraus über dieses Buch gehört und gelesen habe, muss ich sagen, dass es gar nicht so schlimm war. Natürlich war es immer noch sehr eklig, keine Frage. 😅 Trotz allem ein gutes Buch!

Female Rage und Horror in Perfektion
Ehrlich gesagt bin ich einfach nur sprachlos – wie genial war bitte dieses Buch? Ich hatte schon so viel darüber gehört, konnte mir aber nicht wirklich vorstellen, was auf mich zukommt. Von brutalen Szenen über Female Rage bis hin zu Horror war alles dabei. Gerade Kritiken über zu detailliert beschriebene Szenen haben mich sofort angezogen. Es klang nach der perfekten Kombination von Themen und Genres. Und was soll ich sagen? Trotz meiner hohen Erwartungen hat mich die Story ab der ersten Seite komplett in den Bann gezogen und sie sogar noch übertroffen. Einfach grandios! Ji-Won hat mich mit ihrer Entwicklung sowohl fasziniert als auch völlig fertiggemacht. Zuerst noch unscheinbar, wird sie von der Scheidung ihrer Eltern und dem neuen Leben überrumpelt. Und dann lernt ihre Mutter diesen unausstehlichen Mann kennen – er ist der Inbegriff von Yellow Fever, absolut respektlos gegenüber der koreanischen Kultur und fängt an, sie und ihre minderjährige Schwester zu fetischisieren. Dass die Mutter ihm trotzdem verfällt, ist der Beginn einer Abwärtsspirale, die weitaus mehr als nur Wut widerspiegelt. Es fängt harmlos an und spitzt sich rasant zu, sodass meine Nächte zu Tagen wurden. Diese Geschichte geht sehr tief unter die Haut und lässt einen nicht mehr los. Monika Kim verknüpft komplizierte Themen so meisterhaft, dass alles sehr stimmig und gut durchdacht wirkt. Ihr Schreibstil ist dabei so leicht und einzigartig, dass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin – kein überkonstruiertes Erklären, sondern von Anfang bis Ende authentisch. Man wird beim Lesen wütend und traurig zugleich, weil die Charaktere so grandios beschrieben sind, dass sofort ein intensives Kopfkino erwacht. Ji-Wons Wut, ihre Sorge und Trauer wurden wahrlich zu einem Teil von mir. Besonders wie die Augenthematik im Buch aufgenommen wurde ist fantastisch. Einige Szenen sind sehr morbid und detailliert beschrieben, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Diese spiegeln Ji-Wons tiefe Ambivalenz am besten wider und machen ihre Geschichte nur noch umso intensiver. Für mich ist dieses Buch schon jetzt ein absolutes Jahreshighlight. Einzigartig, brutal und so gut, dass ich am liebsten 6 von 5 Sternen geben würde! 💭 Fazit: Ein absolut grandioses Leseerlebnis, welches mich sprachlos zurücklässt. Es ist die perfekte Kombination aus wichtigen Themen wie Female Rage und einem unverblümten Schreibstil. Wer einen Thriller sucht, der unter die Haut geht und vor morbidem Horror nicht zurückschreckt, muss dieses Buch lesen. Monika Kim hat hier etwas Einzigartiges geschaffen: Eine Geschichte, die einen wütend und schockiert zugleich macht.

Morbide, Creepy, eklig & irgendwie gut👁🫣
Ich habe das Buch 'das Beste sind die Augen' innerhalb von 2 Tagen gehört, weil ich absolut gefesselt war von der düsteren Atmosphäre. Es ist wirklich nichts für schwache Nerven und ich bin wirklich das ein oder andere Mal an eine Ekel-Grenze gekommen🤢. Trotzdem ist die Thematik super spannend, gesellschaftskritisch und die Autorin schafft es, einen komplett in die jeweiligen Situationen eintauchen zu lassen. Auch die Sprecherin ist sehr gut. Dieser feministische Horrorroman hat es wirklich in sich und geht einem unter die Haut. Von Kapitel zu Kapitel wird alles skurriler, düsterer, abgedrehter und morbider... Die Abgründe der menschlichen Psyche werden wieder einmal erschreckend sichtbar und die Bedeutung hinter dieser im Buch beschriebenen Manie und dieser Wut ist sowas von deep. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter🫣🙊👁.

Sehr widerlich, aber unglaublich spannend
• Das Beste sind die Augen • Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Jiwons Leben ins Chaos – und der neue, selbstgefällige weiße Freund ihrer Mutter macht alles nur schlimmer, indem er sie und ihre Schwester fetischisiert und ihre Kultur verhöhnt. Jiwons Gedanken werden immer radikaler. Wie weit wird sie gehen, um ihre Familie zu retten? Rezension: Ein Roman hat mir seit langem nicht mehr so gefesselt und umgehauen. Der Schreibstil war super und leicht zu lesen. Die Spannung baut sich von Anfang an auf und endet auf eine unerwartete und morbide Art, die man der Hauptfigur nicht zugetraut hätte. Besonders beeindruckt hat mich, wie subtil die Autorin die Entwicklung der Hauptfigur zeichnet. Anfangs wirkt sie fast zerbrechlich und zurückhaltend, doch im Verlauf der Geschichte offenbaren sich immer mehr Abgründe, die einen gleichzeitig schockieren und faszinieren. Diese Wandlung passiert nicht abrupt, sondern schleichend und dadurch umso glaubwürdiger. Es handel sich hier nicht um einen klassischen Horror-Roman, sondern geht tief in die psychologischen Abgrunde und gesellschaftskritische Richtung. Viele Momente im Buch sind widerlich und dadurch etwas hart zu lesen. Die Protagonistin schwebt zwsichen ihrer eigenen Wut, die Verzweiflung ihrer Mutter und die sorgen ihrer Schwester und versucht alles zu klären. Insgesamt passt das Buch in kein klassisches Genre, da es werder ein richtiger Horror, keine richtige feministische Literatur noch ein richtig sozialkritisches Werk ist und doch hat es mich von Anfang bis Ende gefesselt.
Wurde ich unterhalten? Ja. Habe ich mehr feministische Ansätze erwartet? Auf jeden Fall. War der Body Horror schlimm? Geschmackssache (ich dachte irgendwie, es würde mich mehr ekeln). Das Ende war lowkey etwas enttäuschend, weil: Wo ist die Aufarbeitung? Wo sind die Konsequenzen? (Für alle??)🤡 Ich hab irgendwie nichts erwartet und wurde trotzdem enttäuscht haha

Zwischen Körper, Kontrolle und Identität
Das Buch will viel. Wir bekommen etwas Body-Horror, anti-asiatischen Rassismus und Einblicke darin, wie es ist, als Frau immer wieder männlicher Dominanz, Grenzüberschreitungen und Machtspielen ausgesetzt zu sein. All das ist hier enthalten und nicht alles davon ist leicht zu lesen. Hinzu kommen Themen wie Verlustängste, Paranoia und Schuld. Insgesamt ist es ein Buch, das einem gefühlt einmal kurz eine Ohrfeige verpassen möchte. Die Idee, das „Essen der Augen“ als Motiv einzubauen, finde ich sehr eindrücklich. Es wirkt wie ein Symbol für die Zensur der Seele. Jiwon möchte die Kontrolle zurückgewinnen, sich wieder selbst spüren und eine eigene Stimme bekommen – zumindest wirkt es so. Manchmal weiß man beim Lesen nicht genau, ob man sich in ihrer Realität befindet oder ob das tatsächlich passiert. Das ist von der Autorin sehr gut umgesetzt. Allerdings sind es fast zu viele Themen auf einmal. Jiwons frühere Freundschaften, das Mädchen aus der Lesung und der neue Partner der Mutter – das hätte (und hat) das Buch schon komplex genug gemacht. Auch wenn diese Elemente natürlich Teil ihres Lebens sind. Für ein Debüt ist der Autorin ein solides Buch gelungen, das in seiner Grundaussage definitiv überzeugt. Ich bin gespannt auf zukünftige Werke von ihr.
Ja, es ist weird. Richtig weird…👀🍽️
Ein ziemlich ungewöhnliches Buch – auf eine seltsame, aber irgendwie faszinierende Weise. Es ist definitiv nichts Alltägliches, bleibt dafür aber umso stärker im Gedächtnis. Und genau das macht für mich ein gutes Buch aus: Es hinterlässt einen Eindruck. Ich finde es ehrlich gesagt gar nicht soooo schlimm, wie viele behaupten. Klar, es ist eigen und vielleicht nicht jedermanns Sache, aber gerade das macht es spannend. Sehr einfach zu lesen, habe es in einem Wisch durchgelesen. Wenn man offen für etwas anderes ist und mal aus seiner gewohnten Leseecke ausbrechen will, kann ich es auf jeden Fall empfehlen!
Düster, bildgewaltig und nichts für schwache Nerven 👁️
»Das Beste sind die Augen« ist ein ungewöhnliches und eindringliches Buch, das sich nicht scheut, tief in menschliche Abgründe zu blicken und das mit einer Bildsprache, die unter die Haut geht. Der Schreibstil ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Doch wer sich darauf einlässt, wird mit einer düsteren Atmosphäre und intensiven Bildern belohnt, die lange nachwirken. Besonders auffällig ist die extreme Detailverliebtheit, allerdings auf eine Weise, die wirklich nichts beschönigt. Manche Beschreibungen sind regelrecht ekelerregend und ich musste mich teilweise arg schütteln. Genau das scheint aber auch das Ziel des Buches zu sein: unbequem sein, provozieren, sichtbar machen, was sonst verdrängt wird. Das Ende kommt dafür etwas zu plötzlich. Nachdem sich die Geschichte langsam und mit viel Tiefgang aufgebaut hat, fühlt sich der Abschluss beinahe gehetzt an. Einige Fragen bleiben offen, einige Entwicklungen wirken nicht ganz zu Ende gedacht. Trotz kleiner Schwächen überzeugt das Buch durch seine Intensität, seine Mut zur Grenzüberschreitung und eine Stimme, die man nicht so schnell vergisst. Wer literarische Experimente nicht scheut und starke Nerven hat, wird hier fündig.

Die Welt von Ji-won und ihrer Schwester gerät aus den Fugen als ihr Vater die Familie verlässt. Ihre Mutter steht mehr neben sich und hofft , dass er zurück kommt. Was aber nicht passiert. Nicht lang darauf kommt sie mit einem neuen Mann nach Hause - George.... und das leise Grauen beginnt. Irgendwie war mir kein Charakter so richtig sympathisch. Der Vater, der von jetzt auf gleich keinen Kontakt mehr zu seinen Töchtern sucht , die Mutter, die erst in Trauer und dann mit der rosaroten Brille lebt. George ist einfach nur unangenehm und da verstehe ich es nicht warum Ji-won ' s Mutter dies nicht bemerkt. Ji-hyun ist ein ganz blasser Charakter und Ji-won wird mir vom Charakter her in der Story eigentlich immer unsympathischer. Wie sie mit ihren Freundinnen umgegangen ist war äußerst fragwürdig. Andererseits kann man in der Storyentwicklung eigentlich sehen unter was für einen Druck Ji-won steht. Alles prasselt auf sie nieder und dann ihr innerlicher Drang sich mit Augen zu beschäftigen. Hier kann man auch nicht viel sagen ohne zu spoilern . Lesefluss war super und die Kapitellängen genau richtig. Auch wenn ich keinen Charakter richtig mochte hat mir das Buch gefallen. Familiendrama, sozialkritisch , feministischer Horrortrip und Rassismus. Monika Kim ' s Debüt ist gelungen.

Abgedrehter, widerlicher Body Horror
Dieses Buch hat mich ehrlich schockiert. Aber auf eine gute Weise. Das war mal wieder ein richtig starkes Horror Buch. Mich freut es sehr, dass dieses Buch eine weibliche Perspektive einnimmt und von einer Frau geschrieben wurde. Ich habe das Gefühl, dass Frauen im Horror Genre noch immer unterrepräsentiert sind. Monika Kim hat hiermit aber ein richtig starkes Werk geschaffen. Dieses Buch vereint viele Geschichten in einem. Es geht um die Objektivierung um Frauen, die Fetischisierung der asiatischen Kultur und deren Frauen aber auch um Armut, das Leben als Migrant und um Verlust. Was mich am meisten angesprochen hat, war das Szenario, dass die Mutter nach der Trennung mit einem widerlichen Mann zusammenkommt. Die Angst, dass die Eltern mit Partnern zusammenkommen, die man nicht mag, kann glaube ich jedes Scheidungskind verstehen. Als sich diese für Ji-Won bewahrheitet hat, konnte ich viele Gedanken nachvollziehen. Generell finde ich es spannend, dass einem kein Charakter so richtig sympathisch ist, gegen viele hat man sogar eine Abneigung, das Buch einen aber trotzdem fesselt. Man muss sich nicht mit einer Person identifizieren um die Geschichte spannend zu finden. Und das war sie. Zudem war sie auch sehr kurzweilig, aber auch stellenweise extrem widerlich. Ich würde behaupten, dass ich keinen schwachen Magen habe, aber bei der Geschichte hat er sich selbst bei mir des Öfteren umgedreht. Es gibt auf jeden Fall einige Lebensmittel, die ich nun nicht mehr verzehren kann. Wer Lust hat auf ein brutales, aber auch stellenweise absurd komisches Buch, mit einem befriedigenden Ende, dem sei „Das Beste sind die Augen“ sehr ans Herz gelegt. PS: Für alle Coveropfer (wie mich) ist dieses Buch eine große Empfehlung. Diese blauen Augen haben mich förmlich angezogen.
Body Horror und Female Rage.. was für eine Mischung . Eine Mörderin mit einer besonderen Vorliebe. Die Charaktere waren schon alle sehr drüber und George war das Ekel schlechthin, aber die Geschichte war gut und eklig und ja mal was anderes. Den Plottwist hab ich nicht kommen sehen. Ich konnte ihre Wut sehr nachvollziehen. 😅
Nicht nur der Farbschnitt ist ein echter "Augenschmaus"😛- auch die Geschichte kann sich SEHEN lassen! Sorry, jetzt reicht es mit den schlechten Wortspielen😝 das Buch war echt gut, sehr kurzweilig, toller, subtiler Spannungsaufbau, ich kann es jedem empfehlen, der keinen allzu schwachen Magen hat😬
Ging so 😅
Ich habe „Das Beste sind die Augen“ als Hörbuch gehört und stehe dem Buch insgesamt etwas zwiegespalten gegenüber. Als Hörbuch hat es mich durchaus gepackt – ich habe es regelrecht durchgesuchtet, vor allem weil ich unbedingt wissen wollte, wie es endet und warum es so stark gehypt wird. Grundsätzlich fand ich die Geschichte auch gut, aber für mich nicht so herausragend, wie der große Hype vermuten lässt. Möglicherweise lag es auch daran, dass das Buch bzw. das Genre einfach nicht ganz meinen Geschmack trifft. Man kann es lesen oder hören, verpasst meiner Meinung nach aber auch nichts, wenn man es nicht tut. Insgesamt fand ich es eher durchschnittlich.
"Das beste sind die Augen" - das zumindest versichert die Mutter Jiwon und ihrer Schwester.
Die Augen von Fischen sollen zudem Glück bringen, und davon wünscht sich die Familie einiges, nachdem der Vater sie plötzlich für eine andere Frau verlassen hat. Nach einer kurzen Phase der Trauer, lernt Jiwons Mutter bei der Arbeit in einem koreanischen Markt einen weißen Mann kennen und verliebt sich. Wäre alles wunderbar - wenn dieser nicht gerade einen Fetish mit ostasiatischen Frauen hätte und nicht nur Jiwons Mutter interessant findet, sondern auch Jiwon selbst und ihre 15-jährige Schwester. Der Roman entfaltet sich von einer dramatischen Familiengeschichte, zu einer Erzählung über antiasiatischen Rassismus; vermeintlich linke Männer, die keinen Deut besser sind als ihre konservativen Gegenstücke; Freund:innen- und Schwesternschaft und eine Obsession Jiwons mit (blauen menschlichen) Augen. Es ist ein "zurückschlagen" der anderen, und teils auch sehr bildhaften, gewaltvollen und ekligen Art. Ich habe das Werk als Audiobuch gehört und empfand die Sprecherin Christiane Marx als sehr engaging und interessant. Dennoch konnte mich keiner der Charaktere mitreissen und ich mochte literally keinen von ihnen (außer vllt. Alexis, die aber nicht besonders viel Raum einnahm, außer um anzudeuten, dass Jiwon queer sein könnte). Zudem überzeugt mich nicht die Argumentation, dass Jiwons Beweggründe von * Achtung Spoiler * ihrem Gehirntumor herrühren, aber ich bin keine Ärztin und kann mir schon vorstellen, dass sich Betroffene in ihrer Persönlichkeit stark verändern und nicht plötzlich wieder zu ihrem alten Ich werden, wenn dieser rausoperiert wurde. Alles in allem eine sehr interessante Story, gut geschrieben, wichtige Themen aufgegriffen, aber Horror ist einfach nicht mein Genre. (Vielen Dank an Netgalley und den argon Verlag für das digitale Rezensionsexemplar - es hat meine Meinung zum Buch nicht beeinflusst.)
Krass
[𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘/ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟𝕤𝕖𝕩𝕖𝕞𝕡𝕝𝕒𝕣] 𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Das beste sind die Augen 𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Monika Kim 𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: kiwi sphere / Argon Verlag 𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Christiane Marx 𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch 𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Jasmin Humburg 𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes 𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Mögt ihr Romane die kritische Themen aufgreifen? 𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙: Spannend - Eklig - Gut 𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥: Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Jiwons Leben außer Kontrolle. Der neue Freund ihrer Mutter fetischisiert sie und ihre Schwester und verhöhnt ihre Kultur. Jiwons Gedanken werden immer extremer. Und irgendwann stellt sich die Frage: Wie weit ist sie bereit zu gehen? 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘: Das Buch war eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle. 😱 Ich wusste nicht in welche Richtung das Buch als nächstes geht. Gefangen zwischen Ekel, Neugier und Spannung habe ich das Buch richtig gerne gelesen/gehört. Ich mochte auch die unterschiedlichsten Darstellungen von fragwürdigem Verhalten. Von offensichtlich bis versteckt toxisch war alles dabei! Zwischendurch bin ich auch ziemlich zusammen gezuckt weil manche Szenen echt grenzwertig waren. 😂 Aber das waren auch meine persönlichen extremen Horror-Momente. Vielleicht sind andere Leute da weniger empfindlich. 🤭 Aber die Entwicklung des Buches fand ich echt richtig gut! Die Sprecherin hat das auch richtig genial gelesen und ich konnte richtig gut in die Geschichte eintauchen. 𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? Definitiv eine Empfehlung für dieses Buch für alle Fans von Horror- und gesellschaftskritischen Romanen! 𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

Eklig aber es geht noch mehr!
Rezension zu „Das Beste sind die Augen“ von Monika Kim :) Erstmal möchte ich auf den Lesefluss eingehen – der war wirklich mega gut! Besonders die eingestreuten Chatpassagen fand ich sehr angenehm und abwechslungsreich, und die kurzen Kapitel haben das Ganze zusätzlich leicht lesbar gemacht. Zur Story selbst braucht man, glaube ich, nicht viel sagen – davon gab es nicht besonders viel, und man merkt deutlich, dass darauf nicht der Hauptfokus lag. Stattdessen steht eindeutig die Ekligkeit und Absurdität im Vordergrund. Und ja, dazu kann man sehr viel sagen: Das Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven :D oder sollte ich sagen, für schwache Augennerven? Es war schon ziemlich eklig und unangenehm, allerdings hätte ich mir fast noch mehr gewünscht – noch eine Spur abgedrehter und „kranker“. Das Ende (und eigentlich die gesamte Handlung) hat mich nicht besonders abgeholt, aber wie gesagt: Die Story war hier nicht das Hauptthema. Unterm Strich ist es ein ekliges Buch ohne viel Handlung – perfekt für zwischendurch, wenn man Lust auf etwas Kurzes, Absurdes und leicht Verstörendes hat.

Die Augen sind wirklich das Beste
Die Augen sind das Beste von Monika Kim Ein feministischer Horrorroman, der unter die Haut geht. Ji Won wächst in einer koreanischen Familie auf, in der der Vater plötzlich verschwindet und die Mutter sich in Aberglauben flüchtet – sie kaut Fischaugen, weil sie Glück bringen sollen. Als Ji Won selbst ein Auge probiert, beginnt eine verstörende Obsession, vor allem mit den Augen des neuen Mannes ihrer Mutter. Zwischen familiärem Druck, kulturellen Erwartungen, Rassismus-Erfahrungen und psychischem Ausnahmezustand verschwimmen bei Ji Won Realität und Fantasie. Sie ist wütend, überfordert, traurig – und sucht verzweifelt nach Kontrolle. In ihrer Faszination für die Augen spiegelt sich genau das wider: ein Moment von Macht, Fokus, vielleicht sogar Befreiung. Das Buch ist direkt, düster und emotional. Ich konnte viele Gedanken und Gefühle nachvollziehen – auch diese seltsame Faszination mit den Augen, weil sie so viel mehr bedeutet, als es auf den ersten Blick scheint. Genau das macht es so besonders: surreal, unbequem, kraftvoll. Fazit: Verstörend gut. Und ja – die Augen sind wirklich das Beste.
WTF habe ich da gelesen?
Das Buch war ein Spontankauf auf der FBM, Cover und Farbschnitt hatten mich gereizt und dass es weit außerhalb meiner üblichen Genres liegt. Ich hab’s innerhalb von 2 Tagen durchgesuchtet. Der Schreibstil ist toll, man fliegt richtig durch. Die Story ist abgefahren, eigentlich hasse ich alle Charaktere (wobei ich Alexis und die Schwester mochte). Ich liebs, eine Hauptfigur zu lesen, die dermaßen gestört ist wie Jiwon. Ein Buch, das im Gedächtnis bleibt. Jetzt muss ich mich erst mal erholen 😂
Ein skurriles Highlight
Ein skurriler und vor allem aufwühlender Roman, der zum Nachdenken anregt. Das Geschehen beginnt gemächlich, aber einmal in Fahrt nimmt es rasant an Spannung zu. Dieser Roman ist nichts für schwache Nerven, da er Horror Elemente enthält, um genau zu sein, Body-Horror Elemente, die sehr bildlich und detailliert beschrieben werden. Trotz allem stehen aber die Konflikte, denen Ji-won täglich ausgesetzt ist, im Vordergrund, was dieses Buch auch zu einem sehr gesellschaftskritischen macht. Auch wichtige Themen wie Feminismus und Rassismus finden hier ihren Platz. Die Charaktere sind alle auf ihre eigene Art und Weise speziell und alles andere als gewöhnlich. Ji-won als Hauptcharakter ist nicht perfekt und entwickelt sich im Laufe des Geschehens auf eine unvorhersehbare Art weiter. Ein spannender Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.
Was war das für ein krasser Ritt. Toller Schreibstil, fesselnd und einen tollen Spannungsbogen.
Also ich bin eine ganze Weile um das Buch herumgeschlichen. Das Cover ist schon sehr gut gelungen und hat mich bildlich angeschaut 👁 In der Buchhandlung hab ich es mir dann einfach geschnappt und reingelesen. Schreibstil ist super und bin direkt durch die Seiten geflogen und dachte, das wird jetzt gekauft und mitgenommen. Zusammen nun in einer Leserunde gelesen und das hat bei dem Buch viel Spaß gemacht. Man konnte über Theorien austauschen und über die Charaktere sprechen. Es ist spannend, fesselnd und ja, es ist Horror bzw ein feministischen Horrorroman. Ist also nichts für schwache Nerven. Mich hat vor allem das Ende überrascht und auf diese Wendung bin ich im Vorfeld nicht gekommen. Hab lange überlegt wie ich es jetzt bewerten. Muss sagen es gibt nichts was mich stört und es hat mich so krass mitgenommen. Vor allem so positiv überrascht. Empfehlung!
Guter Schreibstil, kurze Kapitel aber....
.... Ich hab wohl leider viel zu viel erwartet. Der Klappentext klang so richtig gut und auch das das Buch nicht zu dick war hat es in einem positiven Licht dargestellt. Beim schauen wieviele Kapitel das Buch hat hab ich gesehen das diese auch schön kurz gehalten waren was mir persönlich definitiv mehr Spaß beim Lesen macht als ein Buch mit langen Kapiteln. Auch mit dem Schreibstil bin ich sehr schnell warm geworden, keine unnötigen langen Beschreibungen von Orten oder ähnlichen. Mein Problem war im Endeffekt die Story. Es passierte mir einfach zu wenig. Die meiste Zeit hat man der prota beim fantasieren zugesehen und wenn es dann doch mal etwas zur Sache ging war es auch schon wieder vorbei und jinwon ist in ihren nächsten Wahn gewandert der irgendwie die Spannung gekillt hat. Es ist für mich als horrorfan wirklich ehr öde gewesen aber ich denke für Horroreinsteiger vllt ein guter Start ins genre
💛💛💛💛💛 "Das Beste sind die Augen" von Monika Kim erzählt die Geschichte der 18-jährigen Jiwon, die nach der Trennung ihrer Eltern mit ihrer emotional instabilen Mutter Umma zusammenlebt. Als Umma sich in den weißen Amerikaner George verliebt, der asiatische Frauen exotisiert, gerät Jiwons ohnehin fragile Welt weiter aus dem Gleichgewicht. Zwischen Abscheu, Ohnmacht und einer unheimlichen Faszination für Georges blaue Augen beginnt sich in Jiwon eine düstere Obsession zu entwickeln. Ihre Gedanken kreisen zunehmend um Gewalt und Vergeltung, während sich ihre Wut zu einer radikalen Kraft aufstaut. Was folgt, ist eine verstörende Auseinandersetzung mit Identität, Macht und weiblicher Wut – erzählt aus der Sicht einer jungen Frau, die an der Oberfläche still bleibt, innerlich aber tobt. Ich fand "Das Beste sind die Augen" unglaublich intensiv und verstörend – auf eine kluge, notwendige Art. Monika Kim bringt weibliche Wut in einer Radikalität auf die Seite, die mich tief getroffen hat. Besonders die Darstellung von internalisiertem Rassismus und dem weißen Blick auf asiatische Frauen hat mich stark beschäftigt. Ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich den Atem angehalten habe, weil die Emotionen so roh und direkt waren. Der Roman zwingt dazu, hinzuschauen – auf Machtverhältnisse, auf kulturelle Zuschreibungen und auf das, was unterdrückte Wut mit einem Menschen macht. Dabei war er so intensiv, dass ich ihn auf keinen Fall mit einem Bubble Tea in der Hand lesen konnte – der wäre mir glatt im Hals stecken geblieben. Für mich ist das Buch eine eindrucksvolle, mutige Stimme gegen rassistische Exotisierung und das Verstummen von Frauen.
„Umma sagt, die Augen sind das Beste.“
Jiwon steckt mitten in einer turbulenten Lebensphase: Ihre Eltern trennen sich, das Zuhause fühlt sich nicht mehr sicher an, und ihre Mutter bringt plötzlich einen neuen Freund mit – George. Auf den ersten Blick wirkt er charmant, doch seine unterschwellige Fixierung auf Jiwon und ihre Schwester sorgt für Unbehagen. An der Uni begegnet Jiwon außerdem Geoffrey, einen Kommilitonen, der bald eine größere Rolle in ihrem Leben spielt, als ihr lieb ist. Zwischen familiären Spannungen, seltsamen Blicken und immer drängender werdenden Grenzüberschreitungen fühlt sich Jiwon zunehmend eingekesselt. Was zunächst wie alltägliche Konflikte aussieht, verwandelt sich in eine düstere, fast körperlich spürbare Bedrohung. Wut, Ekel und ein Drang zur Selbstermächtigung treiben sie an – und die titelgebenden „Augen“ bekommen eine Bedeutung, die man so schnell nicht mehr vergisst. Das Beste sind die Augen beginnt gemächlich, aber wenn es losgeht, dann richtig. Jiwon ist eine coole, bissige Protagonistin, die zwischen Familienchaos, grenzüberschreitendem Stiefvater und Body-Horror ihren eigenen Weg findet. Verstörend, gesellschaftskritisch und lange nachhallend – nichts für schwache Nerven, aber genau das macht’s stark.
Dieses Buch hat mich nachhaltig beeindruckt, sowohl durch seine Charaktere als auch durch die packende Handlung und die ungewöhnliche Grundidee. Die Hauptfigur Jiwon steht nicht nur vor den typischen Herausforderungen des Erwachsenwerdens, sondern entwickelt zu allem Überfluss ein unheimliches Verlangen nach menschlichen Augen, einem Drang, dem sie sich bald nicht mehr entziehen kann. Als Leser*in begleitet man sie hautnah durch diese beklemmende und zunehmend albtraumhafte Situation. Achtung: Die Schilderungen sind stellenweise äußerst explizit. Doch „Das Beste sind die Augen“ ist weit mehr als eine bloße Abfolge von Ekelmomenten. Der Roman verknüpft Horror mit Gesellschaftskritik und hält die Spannung bis zur letzten Seite. Eine außergewöhnlich gelungene Umsetzung, die unter die Haut geht.
Sehr spannend aber auch leicht verstörend
Das Buch ist super spannend geschrieben und sehr locker zu lesen. Man merkt gar nicht wie man durch die Seiten rast. In der ersten Hälfte plätschert die Geschichte entspannt vor sich hin, doch dann wird es immer verstörender. Der Plot-Twist am Ende ist super eingefädelt, doch das Essen von Augen hat mich doch mehr verstört als ich gedacht hätte. Auf alle Fälle keine Lektüre für spät nachts oder mit schwachem Magen. 10/10 für den kreativen Farbschnitt!
Was Augen alles erzählen…
„Das Auge. Ich brauche es.“ Ji-won ist 18 und lebt mir ihrer Schwester Ji-hyun und ihrer Mutter in einer kleinen Wohnung, nachdem ihr Vater sie verlassen hat. Dadurch gerät ihr ganzes Leben aus den Fugen. Ihre Mutter hat relativ schnell einen neuen Freund - ein weißer, völlig selbstverliebter und ekliger Typ. Ji-won verliert sich in seinen blauen Augen…ihre Gedanken verändern sich. Sie will ihre Familie retten und geht sehr weit. „Ich war zur Mutter geworden und sie zur Tochter.“ Ein schräges, gruseliges Buch, welches ich trotzdem total schnell durchgelesen habe. Die Geschichte ist wirklich etwas wired, aber die Themen dahinter sind sehr tiefgründig. Die Mutter ist nur mit sich selbst beschäftigt und sucht nach Männern für ihr Leben. Die Mutter- und Tochterrolle ist leider total verdreht. Ji-won versucht zu studieren, ihre jüngere Schwester Ji-hyun ist traurig, da alle mit sich selbst beschäftigt sind. Schuld an allem ist der Vater, der einfach gegangen ist. Der neue Freund von Umma ist ein schräger Kerl und Ji-won wird von einem Studienkollegen aus Liebe gestalkt. Ji-won verliert sich in blauen Augen, was teilweise etwas eklig ist, aber super geschrieben und es macht Spaß die Geschichte zu verfolgen. Wir sollten nie vergessen, wer wir sind und wie groß die Macht ist, das eigene Leben zu gestalten. Coole Story und tolles erstes Buch vom Verlag kiwi sphere. „Wie erkläre ich ihr, dass das Zuhause, das ich vermisse, kein Ort ist?“
Gut!
Also ich muss sagen das ich die Geschichte an sich recht in Ordnung fand. Es ist ein gutes Buch und ich kann durchaus empfehlen das Buch zu lesen. Nur fand ich den Horror ehr seltsam. Ich weiss nicht wie ich das erklären soll ohne dieses Buch zu spoilern. Die beiden widerlichen Herrschaften, auf denen die frauenfeindlichen, rassistischen Voruteile nur so kleben sind selbstverständlich zum kotzen. Keine Frage. Ich muss jedoch sagen, dass das Handeln der Protagonistin für mich nicht immer nachvollziehbar war, da es eben nicht nur den beiden Typen galt die das eigentliche Problem dargestellt haben. Selber ist die Protagonistin den Leuten in ihrem Unfeld gegenüber einfach unsympathisch. Ich hab nichts gegen unlikable Characters, aber hier fand ich die Protagonistin ein wenig anstrengend. Auch der Feminismus ist in dem Buch nicht so oft zum Vorschein gekommen wie ich es mir erhofft hatte. Aber ich muss auch sagen, dass es durchaus Kapitel und Passagen gab in denen ich den Schmerz und die Wut mehr als nur nachvollziehen konnte und wo es mich wirklich gefesselt und gepackt hat! Die Familie von Ji-won gerät aus den Fugen und sie bedient sich ehr gewalttätigen und grausamen Maßnahmen und dies wieder gerade zu rücken. Der Horror war halt, was Horror oft ist, einfach eklig und hier braucht man definitiv einige Triggerwarnungen im Bezug auf Gore, Blut, Kannibalismus, Sexismus und Rassismus. Den Schreibstil fand ich angenehm, auch die kurzen Kapitel sorgen dafür das man sehr gut durch das Buch kommt. Es ist kein schlechtes Buch, aber meiner Meinung nach fehlt hier noch das gewisse Etwas, was die Geschichte spannender macht.
Slay, Queen! 👀
Hui, das war ein wilder Ritt. Hat mir sehr gut gefallen! Die erste Hälfte des Buches habe ich den (Body)Horror noch ein bisschen suchen müssen, aber dann kam er endlich zum Vorschein! Nebenbei Essen würde ich nicht empfehlen, zumindest wenn man einen empfindlichen Magen hat. Das Buch war eine bunte Mischung aus Ekel, Wut und ganz viel „Hä?? Achso!“ sowie „Good for her“. Es liest sich super flüssig weg und hält einen permanent bei der Stange. Das typische „Och, nur noch ein Kapitel, dann geh ich schlafen“ hat bei mir hier gar nicht funktioniert, denn plötzlich war ich durch. Hier würde ich mir sogar einen zweiten Teil wünschen 👀
. Hast du Lust auf eine abgedrehte feministische Horrorgeschichte? Hast du Lust dich beim lesen zu fragen, was lese ich den da gerade? Und vor allem… hast du Lust dich ein bisschen zu ekeln? Dann solltest du „Das Beste sind die Augen lesen“! Es ist nicht nur eine feministische Horrorgeschichte… dieses Buch ist so viel mehr und absolut lesenswert! 5/5 ⭐️ . Aber worum geht es genau… Ju- won, ein koreanisch- amerikanisches Mädchen lebt mit ihrer jüngeren Schwester und ihrer Mutter in einer kleinen Wohnung in LA. Der Vater hat die Familie verlassen und die Familie hat sehr damit zu kämpfen. Ju- won entwickelt eine innere Wut, die als ihre Mutter einen neuen weißen Mann kennenlernt nach außen drängt… . In „Das Beste sind die Augen“ folgen wir Ju- won als Ich- Erzählerin durch den Roman. Man könnte sagen wir wohnen in ihrem Kopf und jeder Gedanke wird an uns als Leser weitergegeben. Ju- wons Wut und ihre daraus resultierenden Obsession gegenüber blauen Augen ist regelrecht spürbar. Auch wenn der Roman gemächlich beginnt, so nimmt er doch ab der Hälfte schnell Fahrt auf. Im erster Teil greift Kim Frauenfeindlichkeit, Rassismus, kulturelle Fetischisierung und Sexualisierung auf, behandelt sie und spiegelt diese im zweiten Teil in Ju- wons Wut wieder! Diese Wut gipfelt in einem perfekten Ende, dass dennoch Platz für gewisse Spekulationen lässt. Aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten! 😉 Kims Erzählweise, so auch die Übersetzung ist fesselnd und mitreißend! Einfach eine perfekte Kombination aus Gesellschaftskritik, Rachegelüsten mit einem Touch Body- Horror. Wobei ich es auch ein wenig in die Kategorie „Brutaler Thriller aus Sicht der Serienmörderin“ schieben würde. Ju- won ist eine Art weiblicher Hannibal Lector mit tiefen Rachegefühlen, die jede Frau nachvollziehen kann. Spannend und interessant ist Kims Auswahl der Augen als Obsessionsobjekt. In der koreanischen Kultur wird den Augen sehr viel Bedeutung zugesprochen, nicht nur als Sehorgan, sondern auch als Ausdrucksmittel für Respekt, Emotionen und Ästhetik. Der Grad an Augenkontakt mit dem Gegenüber hat viel mehr Bedeutung als in der europäischen Kultur. Ju- won wird dieser Bedeutung bewusst sein, handelt deshalb, wie sie handelt und holt sich somit den Respekt für die Frauen in ihrer Familie zurück. So zumindest meine Theorie! . Eine große Leseempfehlung für diese literarische Horrorgeschichte! 🫶

Jiwons Welt gerät aus den Fugen, als der neue Freund ihrer Mutter Grenzen überschreitet und ihre Kultur entwertet. In ihr wächst etwas Dunkles und sie ist bereit, es zuzulassen. "Das Beste Sind Die Augen"... Ein Buch, das genau auf das hinausläuft, was der Titel andeutet und trotzdem überrascht. Monika Kim gelingt mit ihrem Debüt das Kunststück, viele verschiedene gesellschaftliche Themen mit subtiler Spannung zu verweben. Im Zentrum steht Jiwon, eine junge Frau, die zwischen Leistungsdruck, familiären Erwartungen und dem Versuch, sich selbst zu finden, zerrieben wird. Sie hat Schwierigkeiten im Studium, trägt die Verantwortung, ihre Familie finanziell zu unterstützen und kämpft gleichzeitig mit dem Gefühl, nie genug zu sein. Ihre Perspektive ist nachvollziehbar aber manchmal egozentrisch, oft unbequem und genau dadurch so menschlich. Ich bin ihr gern durch diese Geschichte gefolgt. Viel stille, aufgestaute Wut, insbesondere in Bezug auf weibliche Erfahrungen, durchzieht das Buch. Der Horror kommt auf leisen Sohlen. Ein schleichendes Unbehagen, das sich mit jeder Seite verdichtet, gut symbolisiert durch das Verhalten des neuen Partners der Mutter, der Stück für Stück über Grenzen geht. Auch die Nebenfiguren glänzen. Sie sind vielschichtig, lebendig, mit Storytwists, die man so nicht erwartet. Irgendwann ist es dann vorbei mit "subtil" und es wird blutig. Das Ende kommt abrupt aber es sitzt, einfach genial aufgelöst. Große Empfehlung, vor allem als Hörbuch. Christiane Marx verleiht der Geschichte genau die richtige Stimme. Ein stilles, wütendes, kluges Buch, das unter die Haut geht.

🩸 Was als leises Familiendrama beginnt, eskaliert schnell in einen radikal-feministischen Rachetrip – blutig, unbequem und absolut unterhaltsam. Ji-Wons “Weirdness” ist kein Selbstzweck, sondern Ausdruck von Ohnmacht und Wut: gegen Rassismus, gegen Fetischisierung, gegen die Ignoranz weißer Männer. Monika Kim verwebt diese Themen auf so clevere Weise mit Genre-Elementen, dass man beim Lesen abwechselnd grinst, wütet – und sich heimlich denkt: Good for her? Ein wuchtiges Debüt – roh, politisch und mutig.🔪
Highlight!
Großartige Story, die sehr ruhig und langsam beginnt und immer mehr Fahrt auf nimmt. Großartiger, sehr bildhafter Schreibstil, der die Stimmung und die Charaktere super einfängt und abbildet. Jaa, die Protagonisten ist nicht die sympathischste aber das soll sie auch nicht sein. Sie in ihrem Wahn zu begleiten, war bestes Entertainment und wirklich teilweise sehr ekelhaft! Ich hätte nicht gedacht, dass es auf so wenig Seiten möglich ist, mich so mitzureißen. Plot und Ende waren super umgesetzt und hat eigentlich noch Bock auf mehr gemacht. Highlight und neuer Liebling! Einen halben Stern Abzug, weil die Story doch etwas gebraucht hat, bis sie in Fahrt kam.
Nicht alle Männer, aber...
Ji-Won hat es satt, dass man in ihr immer die "brave Asiatin" sieht - vor allem die Männer. Doch noch schlimmer wird es, als ihre Mutter sich neu verliebt. Ausgerechnet in einen weißen, aufgeblasenen Macho-Mann, der eine Vorliebe für Asiatinnen hat und daraus kein Geheimnis macht. Er nistet sich bei ihnen Zuhause ein, nutzt die Fürsorge ihrer Mutter aus und lässt sich keine Gelegenheit für einen sexistischen oder rassistischen Kommentar entgehen. Aber so sehr Ji-Won ihn hasst - irgendwie sind seine blauen Augen wunderschön. Und irgendwie sieht sie auf einmal überall nur noch blaue Augen... Die Autorin hat es geschafft Female Rage, Rassismus und Body Horror miteinander verschmelzen zu lassen - und ich liebe alles daran! Ich denke jede Frau wird Ji-Wons Erfahrungen mit der männlichen Spezies schon auf die ein oder andere Weise gemacht haben. Wir alle haben mindestens einen Mann im Kopf, der genau auf die Beschreibung von George passen würde. Und genau dieses Feuer, dass in Ji-Won brennt, konnte ich so extrem nachfühlen. Der Horror-Twist hat noch mal eine Extra Note mit hinein gebracht, das mir noch einen Anreiz geboten hat über das gelesene Nachzudenken und zu überlegen, wie man diese Handlung interpretieren könnte - sowas liebe ich ja!
Entstehung einer Serienmörderin
Der Roman wurde mir in den sozialen Medien immer wieder angezeigt und ich wollte Mal wissen was an dem Hype dran ist. Als ich ihn dann zufällig als Mängelexemplar im Laden entdeckt habe, habe ich das Buch mitgenommen. Leider muss ich sagen, dass ich den Hype nicht ganz nachvollziehen kann. Der Roman lebt vor allem von den morbiden Fantasien und den teils wirklich ekligen Taten der Protagonistin. Als Lesende ist man dabei, wenn eine Serienmörderin entsteht. Vielleicht ist irgendwann eine Fortsetzung geplant. Obwohl das Buch nicht besonders dick ist, hat sich die Handlung für mich stellenweise gezogen. Es handelt sich auch eher um leichten Horror. Ich hatte mir insgesamt mehr erwartet und war zwischendurch sogar etwas gelangweilt. Die Kapitel sind sehr kurz, manchmal fast zu kurz, wodurch man schnell durch die Geschichte kommt. Die Hauptfigur ist alles andere als sympathisch. Sie lügt, manipuliert und stiehlt. Zwar sind die Männerfiguren in Leben von Jinwo durchweg unsympathisch und man verspürt durchaus den Wunsch nach Bestrafung, doch ihre Methode ist letztlich sehr endgültig und zudem scheint sie bei der Wahl ihrer Opfer nicht besonders wählerisch zu sein. Gut gefallen hat mir hingegen, dass Jinwo sich im Laufe der Handlung aus ihrer anfänglichen Passivität befreit und beginnt, selbst aktiv zu handeln, um ihre Mutter und ihre Schwester zu beschützen. Insgesamt fand ich den Roman interessant, aber die Geschichte blieb doch hinter meinen Erwartungen zurück.
Ein packender Horror Roman über Jiwons Kampf um ihre Familie.
Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Jiwons Leben aus den Fugen. Der neue Freund ihrer Mutter, ein arroganter weißer Mann, macht alles noch schlimmer, indem er sie und ihre Schwester seltsam behandelt und ihre Kultur verspottet. Jiwon wird immer wütender und verzweifelter. Sie fragt sich, wie weit sie gehen muss, um ihre Familie zu beschützen. Die Situation belastet sie sehr und lässt sie oft hilflos fühlen. Gleichzeitig wächst in ihr der Wunsch, stark zu sein und für sich und ihre Schwester einzustehen. Mit Jiwon bin ich recht schnell warm geworden. Jiwon ist klug, selbstbewusst, aber durch die Trennung ihrer Eltern stark belastet. Sie fühlt sich oft unverstanden und kämpft mit den Vorurteilen und dem respektlosen Verhalten des neuen Freundes ihrer Mutter. Ihre Liebe zu ihrer Familie treibt sie an, auch wenn sie manchmal radikale Entscheidungen trifft. Jiwon wächst im Verlauf der Geschichte über sich hinaus und zeigt, wie weit man für die eigenen Lieben gehen kann. Die Entwicklung die sie in dem Buch durchmacht, hat mir gut gefallen. Die Schwester von Jiwon steht ihr nah, ist aber vorsichtiger und versucht, die Familie zusammenzuhalten. Sie ergänzt Jiwons impulsive Art und sorgt für emotionale Tiefe in der Geschichte. Beide zusammen zeigen die unterschiedlichen Wege, wie Menschen mit Ungerechtigkeit und Fremdenfeindlichkeit umgehen. Jiwons Umma ist eine liebevolle, aber oft überforderte Mutter, die versucht, ihre Töchter bestmöglich zu schützen. Sie hat selbst mit der Trennung zu kämpfen und sucht nach einem neuen Gleichgewicht in ihrem Leben. Ihr neuer Partner bringt jedoch zusätzliche Spannungen in die Familie, was sie stark unter Druck setzt. Trotz allem versucht sie, Ruhe zu bewahren und Entscheidungen zu treffen, die für ihre Töchter das Beste sind. Der Schreibstil von Monika Kim war für mich neu, da dies das erste Buch war, welches ich von der Autorin gelesen habe. Monika Kim schafft mit klaren, bildhaften Beschreibungen eine unheimliche, beklemmende Atmosphäre. Die Spannung wird langsam aufgebaut und steigert sich bis zu den schockierenden Momenten. Kurze, prägnante Sätze erhöhen die Dramatik, während die Details des Horrors besonders wirken. Man spürt die Angst der Figuren und wird richtig in die Geschichte hineingezogen. ,,Das Beste sind die Augen“ ist ein packender Horrorroman, der einem das Fürchten lehrt. Die Mischung aus Grusel, Geheimnissen und psychologischer Spannung funktioniert hervorragend. Jiwon, ihre Schwester und ihre Umma wachsen einem ans Herz, während man gleichzeitig den Atem anhält. Ein Horrorbuch, das verstört, fasziniert und noch lange nachwirkt.
Feministischer Horror - das hat mich zugegebenermaßen direkt neugierig gemacht. Dazu dieses Cover… 😅👁️ Doch was verbirgt sich nun hinter diesem Buchdeckel? Feministischer Horror trifft es schon ganz gut. Alles fängt vergleichsweise harmlos an. Ji-Wons Vater verlässt die Familie, ihre Mutter ist am Boden zerstört und sucht Trost im Essen von Fischaugen, denen nachgesagt wird, Glück zu bringen. Ji-wohn fühlt sich zunächst abgestoßen, bis sie selbst probiert… Doch Glück erfährt Jo-won auch zukünftig nicht. Freundinnen, Uni und insbesondere der neue Freund ihrer Mutter halten nicht viel Gutes für sie bereit. Denn George verkörpert sozusagen den Typus des alten, weißen Manns, dessen Verhalten nur so vor Überheblichkeit, Sexismus und Rassismus strotzt. Und als er bei ihnen einzieht und an Ji-wons jüngerer Schwester ebenso interessiert zu sein scheint wie an ihrer Mutter, sind Ji-wons Grenzen endgültig überschritten. Wenn George nur nicht so faszinierend blaue Augen hätte… 👀 Und auch Geoffrey, den sie in der Uni kennenlernt, und der zunächst wie das Sinnbild des ‚guten Kerls‘ daherkommt, entpuppt sich als penetrant, übergriffig und Besitzer faszinierender Augen… Für mich war „Das Beste sind die Augen“ insgesamt eine überzeugende Erzählung, die mit den Grenzen zwischen Genres und Inhalten wie Sexismus, Rassismus, Obsessionen und Rache spielt. Vom Ekelfaktor war es für mich gerade noch ok 😅 und lesenswert, weil es durch seine Andersartigkeit, seine unterschwellige Spannung und den Gruselfaktor eine absolute Sogwirkung erzeugt. Lohnt sich - und passt natürlich super zur kommenden Spooky Season. 👀 👻 👁️
Eine Story die für mich extrem schwer zu bewerten ist. Ich fand’s nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Ich fand’s nicht langweilig, aber auch nicht wirklich spannend. Es war irgendwie faszinierend, aber auch echt fies. Ich bin definitiv hin & her gerissen, dass kann ich sagen. 🤷🏻♀️ … aber hey… das Cover find ich cool & es passt gut zur Story! 👌🏻
Ich wusste nicht wirklich, was mich erwarten wird, als ich „female rage horror" las und wurde positiv überrascht. Nicht umgehauen, wie manch andere, aber ich hab es echt gern gelesen. Toller Schreibstil, auch wenn die Geschichte mir an einigen Stellen etwas drüber war. Jetzt allerdings mein Dilemma: Eigentlich sollte man vorher nicht allzu viel über die Geschichte wissen und sich überraschen lassen. Deshalb schreibe ich auch nicht mehr zur Story. Gleichzeitig muss ich aber auch alle warnen, sich dringend vorher ein bisschen zu informieren, weil das ist definitiv nichts für alle!
Dieses Buch ist die Definition von Weird Fiction
Auch wenn ich kein so großes Interesse an diesem Buch hatte, war ich doch neugierig. Es als Hörbuch hören zu können, war also echt perfekt! So ganz genau wusste ich nicht, was mich erwarten würde – mir war nur klar, dass es ziemlich weird sein wird. Und was soll ich sagen, damit lag ich sehr richtig. »Die Augen sind das Beste« ist ein feministischer Horrorroman. Das Verhalten der Männer, die in der Geschichte eine Rolle spielen, war auf vielen Ebenen extrem unangenehm. Es war für mich ein interessanter Einblick, welche Rolle ihre koreanischen Wurzeln hierbei spielten und wie diese ihr Denken und Handeln prägten. Auch wenn Ji-won nicht gut Grenzen setzen und für sich einstehen konnte, hatte sie es trotzdem faustdick hinter den Ohren und man sollte sie keinesfalls unterschätzen. Oftmals hatte ich das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben, denn es war teilweise sehr verwirrend und manchmal gab es echt komische Sprünge. Teilweise wusste ich gar nicht, was real war und was nicht. Doch ich habe mich einfach darauf eingelassen und hatte – neben dem Ekel – viel Spaß mit dem Hörbuch! Die Sprecherin fand ich echt gut und ich habe ihr gerne zugehört. Irgendwann hatte ich eine Theorie, was da bei Ji-won abgeht. Die Auflösung hat mich überrascht und war anders als erwartet. Ehrlich gesagt hat sie für mich aber nicht so viel Sinn ergeben, also lag ich vielleicht mit meiner Theorie doch nicht ganz falsch. Fazit: »Die Augen sind das Beste« ist ein weirder, spannender und unterhaltsamer Horrorroman, der sich für mich von der Masse abhebt. Wer sich schnell ekelt, sollte sich auf einiges gefasst machen.
Ji-won ist 18 und lebt mir ihrer koreanisch-amerikanische Arbeiterfamilie, bestehend aus der 15-jährigen Schwester Ji-hyun und ihrer Mutter, in einer kleinen Wohnung in Los Angeles - der Vater hat diese vor kurzem wegen einer anderen Frau verlassen. Der Schock sitzt tief und während die Mutter sich immer mehr zurückzieht und Ji-hyun nicht weiß, wie sie mit der Situation umgehen soll, sacken auch Ji-wons Noten an der Uni immer weiter ab, ihre Wut hingegen wächst. Und die Umstände verschlimmern sich noch, als die Mutter einen Mann trifft, von dem sie glaubt, dass er sie retten kann: George, der klassisch konservative, weiße Mann mittleren Alters mit unglaublich blauen Augen für die Ji-won eine aussergewöhnliche Obsession entwickelt. ➸ "Das Beste sind die Augen" heißt der Debütroman von Monika Kim und wird unter dem Begriff "feministischer Horrorroman" vermarktet, wobei es natürlich immer eine Frage der persönlichen Definition ist, was man zum Genre Horror zählt. Dabei liest sich die erste Hälfte meiner Meinung nach eher wie eine brutal ehrliche Charakterstudie mit einem Hauch Makabren, der Horror und die Gewalt nehmen dafür in der zweiten Hälfte ordentlich zu und bieten dem Kopfkino zahlreiche albtraumhafte Bilder. Aber es ist auch eine Geschichte voller marginalisierter Wut und eine Rachegeschichte, in der die Autorin einige groteske Visionen zum Leben erweckt. Es geht darum, was es bedeutet, zu sehen und gesehen zu werden und dabei sind die Augen natürlich ein sehr zentrales Thema - nicht nur als Sehorgan oder Glücksbringer, sondern als Symbol für Macht, Kontrolle und Grausamkeit. Die Autorin nutzt die Augen ihrer Figuren, um eine ganze Bandbreite an Emotionen auszudrücken. Das Tempo ist anfangs gemächlich, die Story lässt sich Zeit, während die Charaktere sich entwickeln. Es brodelt langsam, bis es schließlich überkocht. Was als ergreifendes Familiendrama beginnt, verwandelt sich Stück für Stück in einen bizarren und fesselnden Roman mit alptraumhaft überraschender Tiefe. Monica Kims Erzählung schneidet mit chirurgischer Präzision durch Frauenfeindlichkeit, Rassismus, kulturelle Fetischisierung und Hypersexualisierung. Ji-wons Erzählung über ihre Familienwerte und Kultur, ihre Erziehung und Identität in einer westlichen Welt, die manchmal jeden exotisiert, der anders aussieht als die „Norm“ übt zudem eine gehörige Portion Sozialkritik aus, denn viele von uns haben schon einmal einen Mann wie George getroffen, der weder die Herkunft noch die Sprache seines Gegenübers respektiert. Sie leben im sicheren Bewusstsein ihrer weißen, männlichen Privilegien, das sie automatisch glauben lässt, Frauen seien stets unterlegen und stünden ihnen lediglich als Objekte zur Verfügung. Auch das Ende hat mich vollkommen überzeugt und das auf die unbequemste und ehrlichste Art und Weise. Fazit: "The Eyes Are the Best Part" ist definitiv einer der einprägsamsten und fesselndsten Debütromane, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Eine literarische Horrorgeschichte für die ich nur zu gerne eine Leseempfehlung ausspreche!

Darauf habe ich gewartet!
4,5⭐️ Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, weil.., habt ihr euch den Titel nur angeschaut? Das schreit doch nach einem Banger! Vom ersten Drittel des Buches war ich aber zunächst nicht so überzeugt. Es war zwar auch nicht schlecht, aber richtig an der Stange halten konnte es mich aber auch nicht. Aber die LETZTEN ZWEI DRITTEL?! Love it! Hab ich den f***ing Plot Twist tatsächlich mal nicht kommen sehen? Ja! Hab ich endlich mal guten Body Horror gehört? JAA!!! Und das alles im Genre des Female Rage? Muss ich noch mehr dazu sagen? 💛






















































