Das Austauschkind
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Description
Book Information
Author Description
Christine Nöstlinger, geb. 1936, lebte in Wien. Sie veröffentlichte Gedichte, Romane, Filme und zahlreiche Kinder- und Jugendbücher die mit vielen, auch internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Für ihr Gesamtwerk wurde sie mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis ausgezeichnet. Sie starb am 28. Juni 2018.
Posts
Keins ihrer Highlights
Ich bin in den 1980ern geboren und habe früher viele Bücher der Autorin gelesen. Das hier gehört zu den schwachen Büchern. Oberflächlich, wenig spannend und das trotz bis heute aktueller Themen. Dazu ein eben altmodischer Stil, der den Lesefluss nicht leicht macht und weder mir als Mama, noch meinem Sohn gefällt.
Wenn Vorurteilen getrotzt wird
In diesem Buch hat Christine Nöstlinger klassische Probleme innerhalb einer Familie aus der Sicht eines 13-Jährigen aufgegriffen und das auf so eine Art und Weise, dass das Buch trotz seines Alters nicht an Relevanz und Lebensweltbezug verloren hat. Die Probleme, die sich in Ewalds Familie abzeichnen, sind für alle Teenager wahrscheinlich ganz ähnlich: Eltern wollen die Kinder nicht verstehen und nicht einsehen, dass sie älter und selbstständiger werden; Eltern meinen, Schulnoten seien wichtiger als persönliche Entwicklung und natürlich muss das Bild der harmonischen Familie gewahrt werden. Doch dank des Austauschschülers aus Großbritannien, der seine Sommerferien in Ewalds Familie verbringt, entwickelt sich die gesamte Familie weiter und reflektiert ihr Verhalten - Chaos sei Dank. "Das Austauschkind" ist mit Witz geschrieben, bietet viel Möglichkeit der Selbstidentifikation mit den Charakteren und hat auch eine lehrreiche Seite. Kann man durchaus mal zwischendurch lesen, man sollte aber kein top-modernes Buch erwarten.
Eine durchschnittliche Wiener Familie in den 70ern wird mit einem schwierigen Jugendlichen und seiner Geschichte konfrontiert und wächst daran.
Ich verbinde mit der Autorin schöne Kindheitserinnerungen (Dschi Dschei Wischer) und auch dieses Buch habe ich damals schon gelesen. Ich weiß, dass es mir gut gefallen hat. Da ich im Moment anscheinend ein Nöstlinger-Revival have, fällt mir auf, dass die Erwachsenen in ihren Büchern ziemlich schlecht wegkommen. Immer sind es die Kinder bzw. Jugendlichen in der Pubertät, die Dinge in Frage stellen und Veränderungen anstoßen. Als ich Kind war, war diese Sicht fast revolutionär und die Bücher von Christine Nöstlinger haben viele Kinder und Jugendliche darin bestärkt sich ihre eigene Meinung zu bilden und nicht unhinterfragt zu tun, was die Erwachsenen von ihnen verlangt haben. Das muss man auf jeden Fall bedenken, wenn man ihre Bücher heute liest. Was damals auch neu war, ist die Tatsache, dass ihre Bücher oft nicht mit einem Happy End enden. Jasper trifft also nicht seine Ziehmutter wieder und es gibt für ihn plötzlich doch eine Möglichkeit bei ihr zu leben, sondern er und die anderen Protagonisten müssen einen Weg finden mit den schwierigen Umständen umzugehen. Und dabei bietet die Autorin keine optimale Lösung voller "Weisheit und Einsicht" sondern zeigt einen nächsten möglichen Schritt, der ihren Möglichkeiten entspricht. Sie gesteht ihren Figuren zu menschlich und durchschnittlich zu sein, mit Fehlern, die versuchen es, soweit es ihnen möglich ist, richtig zu machen. Das war vor 50 Jahren neu und ist jetzt noch nicht ein "gewöhnliches" Kinderbuch. Alleine deshalb lohnt es sich das Buch und andere der Autorin (Mein persönliches Highlight im Moment "Maikäfer flieg") zu lesen
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Book Information
Author Description
Christine Nöstlinger, geb. 1936, lebte in Wien. Sie veröffentlichte Gedichte, Romane, Filme und zahlreiche Kinder- und Jugendbücher die mit vielen, auch internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Für ihr Gesamtwerk wurde sie mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis ausgezeichnet. Sie starb am 28. Juni 2018.
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Keins ihrer Highlights
Ich bin in den 1980ern geboren und habe früher viele Bücher der Autorin gelesen. Das hier gehört zu den schwachen Büchern. Oberflächlich, wenig spannend und das trotz bis heute aktueller Themen. Dazu ein eben altmodischer Stil, der den Lesefluss nicht leicht macht und weder mir als Mama, noch meinem Sohn gefällt.
Wenn Vorurteilen getrotzt wird
In diesem Buch hat Christine Nöstlinger klassische Probleme innerhalb einer Familie aus der Sicht eines 13-Jährigen aufgegriffen und das auf so eine Art und Weise, dass das Buch trotz seines Alters nicht an Relevanz und Lebensweltbezug verloren hat. Die Probleme, die sich in Ewalds Familie abzeichnen, sind für alle Teenager wahrscheinlich ganz ähnlich: Eltern wollen die Kinder nicht verstehen und nicht einsehen, dass sie älter und selbstständiger werden; Eltern meinen, Schulnoten seien wichtiger als persönliche Entwicklung und natürlich muss das Bild der harmonischen Familie gewahrt werden. Doch dank des Austauschschülers aus Großbritannien, der seine Sommerferien in Ewalds Familie verbringt, entwickelt sich die gesamte Familie weiter und reflektiert ihr Verhalten - Chaos sei Dank. "Das Austauschkind" ist mit Witz geschrieben, bietet viel Möglichkeit der Selbstidentifikation mit den Charakteren und hat auch eine lehrreiche Seite. Kann man durchaus mal zwischendurch lesen, man sollte aber kein top-modernes Buch erwarten.
Eine durchschnittliche Wiener Familie in den 70ern wird mit einem schwierigen Jugendlichen und seiner Geschichte konfrontiert und wächst daran.
Ich verbinde mit der Autorin schöne Kindheitserinnerungen (Dschi Dschei Wischer) und auch dieses Buch habe ich damals schon gelesen. Ich weiß, dass es mir gut gefallen hat. Da ich im Moment anscheinend ein Nöstlinger-Revival have, fällt mir auf, dass die Erwachsenen in ihren Büchern ziemlich schlecht wegkommen. Immer sind es die Kinder bzw. Jugendlichen in der Pubertät, die Dinge in Frage stellen und Veränderungen anstoßen. Als ich Kind war, war diese Sicht fast revolutionär und die Bücher von Christine Nöstlinger haben viele Kinder und Jugendliche darin bestärkt sich ihre eigene Meinung zu bilden und nicht unhinterfragt zu tun, was die Erwachsenen von ihnen verlangt haben. Das muss man auf jeden Fall bedenken, wenn man ihre Bücher heute liest. Was damals auch neu war, ist die Tatsache, dass ihre Bücher oft nicht mit einem Happy End enden. Jasper trifft also nicht seine Ziehmutter wieder und es gibt für ihn plötzlich doch eine Möglichkeit bei ihr zu leben, sondern er und die anderen Protagonisten müssen einen Weg finden mit den schwierigen Umständen umzugehen. Und dabei bietet die Autorin keine optimale Lösung voller "Weisheit und Einsicht" sondern zeigt einen nächsten möglichen Schritt, der ihren Möglichkeiten entspricht. Sie gesteht ihren Figuren zu menschlich und durchschnittlich zu sein, mit Fehlern, die versuchen es, soweit es ihnen möglich ist, richtig zu machen. Das war vor 50 Jahren neu und ist jetzt noch nicht ein "gewöhnliches" Kinderbuch. Alleine deshalb lohnt es sich das Buch und andere der Autorin (Mein persönliches Highlight im Moment "Maikäfer flieg") zu lesen











