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Das Buch geht der Frage nach, inwiefern sich in Ernst Cassirers Kulturphilosophie ein nicht-pessimistischer Ansatz für eine Kulturkritik finden lässt, die sich nicht schon in einem – ihm häufig nachgesagten – emphatischen Festhalten an einem aufgeklärten Subjekt und der Kunst als Kompensationsform moderner Entfremdung erschöpft. Die These des Autors lautet, dass Cassirers philosophische Annahmen eine solche tiefergehende systemische Kritik implizieren, dass er aber in den meisten kulturkritischen Einlassungen hinter dem Potential seiner Philosophie zurückbleibt – ausgenommen in der Schrift »Form und Technik«.
Cassirer nimmt die Position, dass sich das Projekt der Moderne an der Frage der Technik entscheide, durchaus ernst. Seine Kritik richtet sich auf interne Spannungsverhältnisse moderner, technisch geprägter Kulturgebiete. Indem er dabei das ideale Formprinzip technischen Wirkens gegenüber reduktionistischen Technikbegriffen herausarbeitet, erscheint der Sinn jenes Wirkens in neuem Licht: Es ist kein neutrales Mittel bereits virulenter Zwecke, sondern erschließt Welt auf eigene Weise. Von der so aufgezeigten Notwendigkeit einer Sinnverschiebung erhofft sich Cassirer eine veränderte Mensch-Maschine-Beziehung, was ihn mit dem aktuellen kulturkritischen Diskurs ins Gespräch bringt.
Editions (1)
ISBN9783787351367
PublisherMeiner, F
Publication Date09/30/26
Pages316
Main GenreSpecialized Books
Sub GenrePhilosophy
FormatSoftcover
LanguageGerman
Price70.00 €
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