Carnivora

Carnivora

Hardback
4.313

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Description

Du bist, was Du isst… Irgendwann in naher Zukunft: Alle Tiere sind ausgestorben und eine neue Spezies wird eigens für die Fleischproduktion gezüchtet. Der menschenähnliche Homo Cibus ist kein Individuum, sondern ein Produkt. Doch wo genau verläuft die Linie zwischen Mensch und Cibus? Wer entscheidet, welche Lebensform mehr wert ist, als die andere - und vor allem, nach welchen Maßstäben? Hannah arbeitet als Sekretärin an einer Schule und versucht ihren Platz im Leben zu finden, als ein junger Lehrer ihre Denkweise komplett auf den Kopf stellt. Sie begleitet ihn auf eine Exkursion zu einer der Zuchtfarmen und beginnt, sich Fragen zu stellen. Als plötzlich Schülerinnen spurlos verschwinden, gibt es auch für Hannah kein Zurück mehr und sie muss eine Entscheidung treffen, die auch für sie selbst Leben oder Tod bedeuten kann… »Carnivora« ist eine dystopische Zukunftsvision, die ethische Fragen aus völlig neuer Perspektive beleuchtet.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
350
Price
24.70 €

Author Description

Caroline Stadsbjerg, geb. 1994, hat einen Abschluss in Psychologie von der Universität Aarhus. Sie besuchte die »Writers Academy« und nahm an einem Mentorenprogramm der Schreibwerkstatt der »Danish Talent Academy« teil. Carnivora ist ihr Debütroman.

Posts

7
All
3.5

„Ich hatte keine Lust, Stellung dazu zu beziehen, woher mein Essen kam - es war bequemer, es nicht zu tun. Mich für die Unwissenheit zu entscheiden.“

Die Idee des dystopischen Romans von Caroline Stadsbjerg ist so unfassbar gut! Sie ist ähnlich, wie Agustina Bazterricas „Wie die Schweine“. Leider haben mich die Charaktere gar nicht abgeholt und empfand es zum Ende hin immer holpriger, künstlich aufgeladene Emotionen, welche das Thema gar nicht gebraucht hätte, da die Vorstellung als solche bereits grauenerregend ist. Es spricht allerdings viele wichtige Themen an, wenn auch manche indirekt, wie z.B. Partnerschaften zwischen vegan und omnivor lebenden Menschen und natürlich „Woher kommt das Fleisch, welches gegessen wird?“

5

“We are all Earthlings”

Der Sci-Fiction Roman “Carnivora” von Caroline Stadsbjerg erschien erstmals 2023 bei Straarup & Co. Die deutsche Ausgabe erschien 2025 bei Edition W GmbH und wurde aus dem Dänischen von Justus Carl übersetzt. Hannah Albrecht hat ihr Informatikstudium abgebrochen und arbeitet jetzt Teilzeit in einer Schule. Um’s Essen macht sie sich nicht wirklich viele Gedanken. Meistens gibt es Fast Food oder etwas zum Aufwärmen. Doch dann trifft sie auf den Vertretungslehrer Leonardo Maniro, der mit seinen unangenehmen Fragen und seinem Ausflug in eine Schlachterei ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt. “Ich hatte keine Lust, Stellung dazu zu beziehen, woher mein Essen kam - es war bequemer, es nicht zu tun.” “Wir vergessen, dass Fleisch von lebenden Individuen kommt.” In Hannah’s Welt gibt es keine Tiere mehr. Wegen Überbevölkerung und Arzneimittelresistenz gibt es nicht einmal mehr Hunde. Die Menschheit hat in der Vergangenheit einfach eine andere Menschenart gezüchtet, die Homo Cibus. “Homo sapiens, homo cibus, der Unterschied besteht eigentlich nur im Namen. Und natürlich darin, dass Cibus in Käfigen aufwachsen.” Als dann auch immer mehr Mädchen aus der Gegend verschwinden, nimmt Hannah das persönlich und nutzt ihre Informatik Kentnisse, um dem auf den Grund zu gehen. Die Handlung ist in der ich-Form aus Hannah’s Sicht geschrieben. Der Text liest sich wie ein deutscher Krimi. Düster und mit Bedacht. Die Satzstruktur war komplex. Das ganze Buch ist sehr makaber. Manche Gespräche, die Hannah führt, nachdem sie entschieden hat kein Fleisch mehr zu essen, sind die Realität jedes Veganers. Der Text ist provokativ und soll zum Nachdenken anregen. “Stark verarbeitetes Fleisch erleichtert es den Verbrauchern, sich von der Tatsache zu distanzieren, dass es einmal ein lebendiges Wesen war.” “Wobei der Begriff Zucht Sklaverei vertuscht, Befruchtung Vergewaltigung und Schlachtung Mord.” Hannah ist ein tolles Beispiel wie man sich gegen den Fleischkonsum entscheidet, weil man das Leid nicht mehr erträgt und nicht, weil es nicht schmeckt oder nicht gesund ist. Hannah selbst ist zu beginn im Zwiespalt mit sich selbst. Sie versteht sich selbst und die Welt nicht mehr. “Wenn die Cibus leben können, ohne Fleisch zu essen, warum können wir anderen es dann nicht?” Ich kann das Buch sehr empfehlen. Nehmt euch Zeit mit und die Kapazität sich ethische Fragen zu stellen.

“We are all Earthlings”
4

Spannende Geschichte die einen sehr zum Nachdenken bewegt!

„Carnivora“ ist ein dystopischer Zukunftsroman in dem es darum geht, dass alle Tiere ausgestorben sind und eine andere Art Mensch die Homo Cibus gezüchtet werden, damit die Homo Sapiens Fleisch zum Essen haben. Die Geschichte begleitet Hannah deren Denkweise von einem Lehrer komplett auf gestellt wird… Ich fande die Geschichte sehr spannend und sie hat mich auch in meinem Alltag begleitet, sodass ich jetzt demnächst auf Fleisch verzichten werde. 😅 Ich fand das Thema sehr interessant und die Geschichte hatte für mich ein ansprechendes Ende. Wenn man eine einfache Unterhaltung sucht, ist das Buch definitiv nicht das richtige, wenn man aber offen ist sich auf eine Zukunftsvision einzulassen ist es ein empfehlenswerter Read!

5

»Wenn man leben kann, ohne jemand anderen umzubringen, warum zur Hölle tut man es dann nicht?« Der Roman “Carnivora” von Caroline Stadsbjerg hat 258 Seiten und ist am 10.11.25 vom edition w Verlag veröffentlicht worden. Nachdem Hannah aus ihrem Informatik Studium geworfen wurde, arbeitet sie als Sekretärin an einer Schule. Dort lernt sie den Vertretungslehrer Leonardo kennen, der sie mit dem Thema Fleischkonsum und Ethik konfrontiert. Tiere sind komplett ausgestorben, mittlerweile werden Menschen, die Homo Cibus, gezüchtet, um auf dem Teller zu landen. Auch Hannah isst im Alltag Fleisch und stellt das auch nie in Frage - bis jetzt. Nach einem Klassenausflug zum Schlachthof, den Leo organisiert hat, beginnt sie, immer mehr zu hinterfragen. Auch von Andreas, in den Hannah sich verliebt hat, distanziert sie sich immer mehr- er ist nämlich Metzger. Nachdem in der Gegend immer mehr junge Mädchen entführt werden, scheint es, als hätte das mit der Fleischindustrie zutun. Hannah wird klar- es muss etwas unternommen werden. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben von Hannah geschrieben und lässt sich gut lesen. Thematisch ist es super schockierend, aber als Veganer erkennt man viele Parallelen zu unserer Welt. Mir hat es sehr gut gefallen und ich wünsche mir, dass dieses Buch viele Menschen, insbesondere Fleischesser, erreicht. Es ist eine perfekte Vorlage, um ethische Ansichten zu hinterfragen.

3

Spannendes Gedankenspiel

Carnivora ist der Debütroman der Autorin Caroline Stadsbjerg und spielt in einer Zukunftsvision, in der Menschen statt Tiere zum Produkt des Fleischkonsums werden und auf Farmen gehalten und verarbeitet werden. Allein diese Prämisse hat mich direkt neugierig gemacht. Das Buch konnte mich gut unterhalten und wurde zum Ende hin auch echt spannend. Allerdings liest es sich ein bisschen wie eine Aneinanderreihung von Argumenten für und gegen Fleischkonsum, wobei ich nicht wirklich Neues gelernt habe. Das Buch bleibt meiner Meinung nach recht oberflächlich*, wodurch es gepaart mit einem sehr unausgeglichenen Schreibstil und einigen unnatürlichen Dialogen leider nicht ganz überzeugen konnte. Dafür liest es sich aber recht schnell und die Figuren sind gut ausgearbeitet. Wenn ihr also nach einem kurzweiligen, düsteren und gesellschaftskritischen Roman sucht, könnte Carnivora vielleicht etwas für euch sein. *was nicht heißen soll, dass es nicht düster und brutal ist. Wer mit ausführlichen Beschreibungen von Fleischkonsum und -verarbeitung nicht klar kommt, sollte hier besser die Finger von lassen

5

Caroline Stadsbjerg, Jahrgang 1994, hat Psychologie studiert und mit Carnivora (übersetzt von Justus Carl, erschienen bei Edition W Verlag) ein bemerkenswertes Debüt vorgelegt. Die dänische Autorin verbindet psychologische Präzision mit dystopischer Vision und das Ergebnis ist ebenso beunruhigend wie faszinierend. Die Geschichte spielt in einer nahen Zukunft, in der alle Tiere ausgestorben sind. Fleisch gibt es trotzdem, gezüchtet aus Homo cibus, einer menschenähnlichen Spezies. Hannah, Sekretärin an einer Schule, gerät durch einen charismatischen Lehrer in eine moralische Abwärtsspirale: Wo endet Menschlichkeit? Und wer entscheidet, welches Leben lebenswert ist? Meine Meinung Schon nach wenigen Seiten war ich völlig gefesselt und ehrlich gesagt auch verstört. Ich wollte das Buch mehrfach weglegen, konnte aber nicht. Als Veganerin hat mich diese Geschichte auf einer tiefen Ebene berührt, weil sie so klug den Spiegel vorhält: „›Homo cibus ist ein Konzept, das wir geschaffen haben, um die Menschen zu dehumanisieren, die wir essen‹“ (S. 40). Die psychologische Raffinesse zeigt sich in Hannahs zunehmender Zerrissenheit. „Ich war die Sklaventreiberin, die Vergewaltigerin, die Mörderin.“ (S. 40). Besonders stark fand ich die Passagen, die das sogenannte „Fleischparadox“ thematisieren: Wie wir Tiere lieben und gleichzeitig verdrängen, dass unser Konsum Leid verursacht. „Unwissenheit ist eine Entscheidung.“ (S. 47),prägnanter lässt sich unsere Gegenwart kaum zusammenfassen. Der Roman stellt die unbequeme Frage: Wenn man leben kann, ohne jemanden umzubringen, warum tut man es dann nicht? Gegen Ende hat Carnivora mich ein wenig verloren. Trotzdem hallt die Geschichte nach. Ich würde mir eine Fortsetzung wünschen, weil dieses Thema zu groß ist, um hier zu enden und das Ende für mich persönlich noch zu offen ist :D Fazit Ein einzigartiges Buch, wie ich es noch nie gelesen habe, kompromisslos, mutig und zutiefst verstörend. Für Leser:innen, die Dystopien mit philosophischer Tiefe und ethischer Relevanz lieben. Nichts für Zartbesaitete, aber ein Muss für alle, die bereit sind, unbequeme Fragen zu stellen. Danke an Edition W Verlag & an netgalley.de für das Rezensionsexemplar und an Caroline Stadsbjerg für dieses Debüt, das unter die Haut geht.

4

Ein Buch über Fleischkonsum. Aber anders

Ein dystopischer Roman über Fleischkonsum. Jedoch wird hier kein tierisches Fleisch gegessen sondern menschliches. Eine speziell gezüchtete Art Mensch wird in Massenmenschhaltung gezüchtet, geschlachtet und gegessen. Mir hat es sehr gut gefallen, da die heutige Thematik über unseren eigenen Fleischkonsum aus der anderen Perspektive beleuchtet wird und gängige Vorurteile verdreht, wie sie Menschen, welche keine tierischen Produkte konsumieren, tagtäglich zu hören bekommen. Wirklich sehr gelungen und regt zum Nachdenken an.

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