Brief an den Vater: Originalausgabe
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Aufwühlend
✨Re-Read✨ Ich vermute, dass es ein Re-read für mich war, denn in Fragmenten kam es mir bekannt vor. Franz Kafkas berühmte Abrechnung mit seinem Vater, die er 1919 geschrieben hat, die posthum in 1952 veröffentlicht wurde, hat mich (wieder) sehr bewegt. Ich denke, es kommt hier stark auf den Lesenden an, wie man diese „Kurzgeschichte“ empfindet. Aufbauend auf einem extremen Gegensatz zwischen Franz und seinem Vater Hermann, werden Charaktertypen, die eher Hermann ähneln, wenig Verständnis zeigen. Jähzorn, Kritik, Sarkasmus, schwere Beleidigungen und keinerlei Ermunterung prägen die Erziehung von Franz. 🌺Zitat🌺 „Deine äußerst wirkungsvollen, wenigstens mir gegenüber niemals versagenden rednerischen Mittel bei der Erziehung waren: Schimpfen, Drohen, Ironie, böses Lachen und – merkwürdiger Weise – Selbstbeklagung.“ Auf der anderen Seite haben wir Franz, von Selbstzweifeln zerfressen, eher zurückhaltend, körperlich eher schwach. Die Erniedrigungen durch den Vater und die ihm damit frühzeitig hinzugefügte Vaterwunde bestimmen seinen Lebensweg. Es stimmt einen traurig und wütend, diesen Brief zu lesen. Wenn Ihr ihn noch nicht kennt, dann holt es gern nach, es sind nicht so viele Seiten. 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein gutes Buch, weil es offen zeigt, wie viel Angst, Respekt und Liebe Kafka seinem Vater gegenüber hatte.
„Brief an den Vater“ ist ein Buch, das weh tut aber auf eine ehrliche Weise. Kafka hatte Angst vor seinem Vater, und doch liebte und bewunderte er ihn. Diese widersprüchlichen Gefühle ziehen sich durch jeden Satz. Beim Lesen fühlt es sich an, als würde man selbst diese Worte schreiben. Nicht, weil man das Gleiche erlebt hat, sondern weil Kafkas Sprache einen zwingt, mitzufühlen. Ein stilles, aber sehr intensives Buch.

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✨Re-Read✨ Ich vermute, dass es ein Re-read für mich war, denn in Fragmenten kam es mir bekannt vor. Franz Kafkas berühmte Abrechnung mit seinem Vater, die er 1919 geschrieben hat, die posthum in 1952 veröffentlicht wurde, hat mich (wieder) sehr bewegt. Ich denke, es kommt hier stark auf den Lesenden an, wie man diese „Kurzgeschichte“ empfindet. Aufbauend auf einem extremen Gegensatz zwischen Franz und seinem Vater Hermann, werden Charaktertypen, die eher Hermann ähneln, wenig Verständnis zeigen. Jähzorn, Kritik, Sarkasmus, schwere Beleidigungen und keinerlei Ermunterung prägen die Erziehung von Franz. 🌺Zitat🌺 „Deine äußerst wirkungsvollen, wenigstens mir gegenüber niemals versagenden rednerischen Mittel bei der Erziehung waren: Schimpfen, Drohen, Ironie, böses Lachen und – merkwürdiger Weise – Selbstbeklagung.“ Auf der anderen Seite haben wir Franz, von Selbstzweifeln zerfressen, eher zurückhaltend, körperlich eher schwach. Die Erniedrigungen durch den Vater und die ihm damit frühzeitig hinzugefügte Vaterwunde bestimmen seinen Lebensweg. Es stimmt einen traurig und wütend, diesen Brief zu lesen. Wenn Ihr ihn noch nicht kennt, dann holt es gern nach, es sind nicht so viele Seiten. 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein gutes Buch, weil es offen zeigt, wie viel Angst, Respekt und Liebe Kafka seinem Vater gegenüber hatte.
„Brief an den Vater“ ist ein Buch, das weh tut aber auf eine ehrliche Weise. Kafka hatte Angst vor seinem Vater, und doch liebte und bewunderte er ihn. Diese widersprüchlichen Gefühle ziehen sich durch jeden Satz. Beim Lesen fühlt es sich an, als würde man selbst diese Worte schreiben. Nicht, weil man das Gleiche erlebt hat, sondern weil Kafkas Sprache einen zwingt, mitzufühlen. Ein stilles, aber sehr intensives Buch.







