Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt

Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt

Softcover
4.034
NahverkehrSexismusNew WorkBarrierefreiheit

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Description

Ein Plädoyer für eine inklusive und klimagerechte Verkehrswende – Mit Schwung, Know-how und Kreativität macht die Mobilitätsexpertin Katja Diehl Lust auf eine Gesellschaft, die gemeinsam eine attraktive und klimafreundliche Zukunft für alle baut. Eine Zukunft, die mehr Lebensqualität in Städten und auf dem Land bietet sowie moderne Formen von Arbeit berücksichtigt.

»Jede:r sollte das Recht haben, ein Leben ohne ein eigenes Auto führen zu können.«

»Autokorrektur« will Kick Off einer Gesellschaft sein, die gemeinsam eine attraktive Mobiltätszukunft baut – und zwar schon heute. In Katja Diehls Vorstellung der Zukunft können die Menschen Auto fahren, so sie es denn wollen. Sie müssen es aber nicht mehr – denn es gibt attraktive Alternativen.

Momentan ist nicht alles in unserem Land fair und klimagerecht, inklusiv und bezahlbar aufgestellt. Die Bedürfnisse vieler Menschen werden nicht angemessen berücksichtigt. Das können wir ändern, davon ist Mobilitätsexpertin Katja Diehl überzeugt und läutet die Verkehrswende ein.

Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl weist den Weg zu einer gerechten und fairen Mobilität der Zukunft, die den Menschen ins Zentrum stellt und unsere Welt lebenswert macht.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Technology
Format
Softcover
Pages
272
Price
18.50 €

Author Description

Katja Diehl, geboren 1973, hat sich voll und ganz dem Mobilitätswandel verschrieben. Nach 15 Jahren in z.T. leitenden Funktionen der Mobilitäts- und Logistikbranche verändert sie das System nun mit ihrer Expertise von außen. Sie hostet den Podcast »SheDrivesMobility«. In Hamburg hat sie die Vertretung der womeninmobility gegründet und engagiert sich im Bundesvorstand des Verkehrsclub Deutschland e. V. Für ihre Arbeit hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u.a. wurde sie 2020 vom »Focus« zu den »100 Frauen des Jahres« gezählt, 2019 kam sie auf die Liste »25 LinkedIn TopVoices in Deutschland, Österreich und der Schweiz« und gilt als eine der »Remarkable Women in Transport«. Ihr Buch »Autokorrektur« war wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste, sie selbst erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Leserpreis des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2022 und den Deutschen Mobilitätspreis in der Kategorie Menschen. Katja Diehl lebt in Hamburg.

Posts

5
All
4

Insgesamt wirft Katja Diehl einen nötigen, wichtigen und grob umfassenden Blick auf die Autoabhängigkeit und die Autozentriertheit in Deutschland und zeigt anhand von Interviews mit Menschen, die nicht der Mehrheitsgesellschaft entsprechen, welche Probleme mit der aktuellen Verkehrsplanung bestehen. Man sollte Volker Wissing zwingen, dieses Buch zu lesen. Leider wird aber an der ein oder anderen Stelle merklich, dass Katja "nur" eingelesene Expertin für Mobilitätsplanung ist, und in dem (praktischen oder wissenschaftlichen) Bereich nicht gearbeitet oder gelernt hat. Dadurch haben sich über das Buch einige faktische Fehler oder Ungenauigkeiten eingeschlichen, die ihre so wichtige Botschaft angreifbar machen. An der Stelle sollte gesagt sein, dass ich die erste Auflage gelesen habe, und nicht weiß, inwiefern Fehler mittlerweile schon überarbeitet wurden. Dass bspw. Gehwegbreiten immer weiter abnehmen, ist schon aufgrund der Richtlinien, die breitere Gehwege fordern, als die meisten Gehwege im urbanen Raum aufweisen, ist Quatsch. Sie setzt die "Donot-Stadt" mit tagsüber leeren Schläferdörfern als Folge von Zentrierter Arbeit gleich, obwohl die doch das Gegenteil beschreiben. Der Führerschein wird von ihr als eigentlich nur zu machen, wenn der Wunsch nach einem eigenen Auto besteht, dargestellt - gleichzeitig stellt sie CarSharing-Systeme vor, die natürlich einen Führerschein voraussetzen. Desweiteren kritisiert sie erst Carearbeit-Mehraufwand durch zu fahrende ältere Angehörige, um ein paar Seiten später Mehrgenerationenwohnen als (Teil-)Lösung vorzustellen, was aber wieder nur ein Schieben der Verantwortung ins Private und mehr Carearbeit bedeutet. Für die allergrößte Kritik ihrer Gegenredner (muss ich in dem Kontext wirklich nicht gendern), dass sie keine wirklichen Strategien für den ländlichen Raum vorstellt, hat sie mit diesem Buch leider weiter Öl ins Feuer gegossen. Konkrete (gute) Maßnahmen für den ländlichen Raum/gegen Zersiedelung fehlen - Verkehr vermeiden (Homeoffice) oder Wegelängen verkürzen ist natürlich erstrebenswert, ändert aber nichts am Mobilitätsbedürfnis (Mobilität = Möglichkeit zur Ortsveränderung) und an dem aktuell dahingehend wirklich schlechten Stand - und eben an der Abhängigkeit vom Auto. Teilweise fehlen Quellen/Fußnoten zu konkreten Zahlen, wissenschaftlicher Standard ist die gesamte Quellenarbeit nicht, aber das sollte man in so einem Buch mit der Zielgruppe vielleicht auch nicht voraussetzen. Schade fand ich auch den falschen Link zu einer Seite namens "Stadtmobil" (?), auf der Studien zu finden seien (die mich sehr interessiert hätten), die dann aber nur die Website eines Carsharing-Anbieters ist. Trotz all der Kritikpunkte fand ich das Buch angenehm zu lesen und halte es für einen sehr guten Einstieg in die Materie nachhaltige Mobilitätsplanung für Menschen, die den Quatsch nicht studieren (:D)/studiert haben oder für die, die zwar technisch Ahnung haben (vielleicht auch mehr Ahnung als Katja), aber ein Aufrütteln und tieferes Verständnis im Bereich der vielfältigen Diskriminierungsebenen des Verkehrs brauchen. Und ihren Leitspruch "Willst du Autofahren oder musst du Autofahren?" finde ich super - wir wollen niemandem das geliebte Auto wegnehmen, wir wollen Alternativen schaffen, damit niemand mehr, egal wo, Autofahren MUSS.

2

Gender Wahnsinn und Sexismus.

Gute Anregungen zum Nachdenken . Trotzdem Thema verfehlt. Gender Wahnsinn und der Groll gegen weiße cis Männer steht über dem Thema der Verkehrswende.

5

Verkehrswende, alternative Mobilität, Antriebswende und und und – all dies wird rauf und runter diskutiert und jede Seite listet ihre Argumente auf, warum nur die eine Lösung möglich ist. Katja Diehl hat für ihr Buch „Autokorrektur Mobilität für eine lebenswerte Welt“ einen anderen Ansatz gewählt. Sie hat über 40 Menschen in verschiedenen Lebenssituationen interviewt unter der Leitfrage „Willst du oder musst du Auto fahren?“. Denn ihr Anliegen ist nicht, die Techniken zur Verkehrswende zu beleuchten. Sie möchte den Menschen ins Zentrum der Verkehrswende stellen und so das System dahingehend ändern, dass es weniger behindertenfeindlich, weniger sexistisch, weniger rassistisch und weniger patriarchal und somit auch weniger abhängig vom Auto ist. Das Buch „Autokorrektur Mobilität für eine lebenswerte Welt“ kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt. Denn es geht bei der zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels nötigen Verkehrswende nicht nur darum, eine Antriebswende durchzuführen, sondern um eine wirklich Mobilitätswende. Wenn wir dies nicht tun, stehen wir statt mit Verbrennerautos mit E-Autos im Stau und wollen wir das wirklich? Oder wollen wir etwas ändern, wo wir sowieso etwas ändern müssen, um etwas zu erreichen? Hier setzt das Buch der Mobilitätsexpertin an. Sie stellt Fragen, die bislang noch gar nicht in der hauptsächlich auf Technik fokussierten Diskussion gestellt wurden. Und die Kernfrage, die sie im Buch stellt, ist: „Willst du oder musst du Auto fahren?“ Wir (mich eingeschlossen) sind so aufs Autofahren konditioniert, dass diese Frage erst einmal merkwürdig anmutet. Aber sie macht Sinn, denn nicht jeder Mensch, der ein Auto hat, hat es, weil er es möchte, sondern, weil es für ihn keine andere Möglichkeit gibt (kein ÖPNV, es ist ein sicherer Ort, Behinderung u.v.m.). Diese Frage ist wichtig, denn es möchte nicht jede Person Auto fahren. Auto fahren bedeutet auch, dass es immer wieder überraschende Kosten geben kann, ein ÖPNV Ticket ist planbar. Menschen mit wenig frei verfügbaren Mitteln kann das ein ordentliches Loch in die Haushaltskasse reißen. Ältere Menschen, die mittlerweile unsichere Fahrer*innen sind, fahren weiter Auto, weil es keine Alternative, keine andere Wahl gibt. Die Interviews, die Katja Diehl geführt hat, machen klar, was nicht offensichtlich ist. Katja Diehl schafft es mit „Autokorrektur Mobilität für eine lebenswerte Mobilität“ zum Nachdenken anzuregen, den Status quo in Frage zu stellen und macht Lust darauf, an einer Mobilität für alle mitzuarbeiten. Sie liefert Beispiele, unterlegt ihre Thesen mit Zahlen und liefert jede Menge Argumente dafür, warum dieser Weg gut ist und nicht nur etwas für die großen Städte, sondern auch und gerade für Städte wie meine Heimatstadt Hagen und die dazugehörigen Randgebiete. Eine Autokorrektur bedeutet auch für solche Städte einen Gewinn an Lebensqualität.

4.5

Dieses Buch hinterfragt den Status Quo und macht klar, dass unsere Verkehrsinfrastuktur weder schon immer da war noch für immer so bleiben muss. Wie wollen wir leben? Und wir, das sind ALLE Menschen. Wie sollen unsere Dörfer und Städte aussehen? Wem wollen wir begegnen und wem nicht? Für mich stellt dieses Buch genau die richtigen Fragen. Und angesichts des Klimawandels müssen wir auch im Verkehrssektor handeln und dafür brauchen wir vor allem eine Änderung im System und nicht so sehr in der Technik. Für alle die das Auto fahren lieben: Ihr werdet nicht angegriffen. Aber es hilft andere Perspektiven zu betrachten.

4

Insgesamt wirft Katja Diehl einen nötigen, wichtigen und grob umfassenden Blick auf die Autoabhängigkeit und die Autozentriertheit in Deutschland und zeigt anhand von Interviews mit Menschen, die nicht der Mehrheitsgesellschaft entsprechen, welche Probleme mit der aktuellen Verkehrsplanung bestehen. Man sollte Volker Wissing zwingen, dieses Buch zu lesen. Leider wird aber an der ein oder anderen Stelle merklich, dass Katja "nur" eingelesene Expertin für Mobilitätsplanung ist, und in dem (praktischen oder wissenschaftlichen) Bereich nicht gearbeitet oder gelernt hat. Dadurch haben sich über das Buch einige faktische Fehler oder Ungenauigkeiten eingeschlichen, die ihre so wichtige Botschaft angreifbar machen. An der Stelle sollte gesagt sein, dass ich die erste Auflage gelesen habe, und nicht weiß, inwiefern Fehler mittlerweile schon überarbeitet wurden. Dass bspw. Gehwegbreiten immer weiter abnehmen, ist schon aufgrund der Richtlinien, die breitere Gehwege fordern, als die meisten Gehwege im urbanen Raum aufweisen, ist Quatsch. Sie setzt die "Donot-Stadt" mit tagsüber leeren Schläferdörfern als Folge von Zentrierter Arbeit gleich, obwohl die doch das Gegenteil beschreiben. Der Führerschein wird von ihr als eigentlich nur zu machen, wenn der Wunsch nach einem eigenen Auto besteht, dargestellt - gleichzeitig stellt sie CarSharing-Systeme vor, die natürlich einen Führerschein voraussetzen. Desweiteren kritisiert sie erst Carearbeit-Mehraufwand durch zu fahrende ältere Angehörige, um ein paar Seiten später Mehrgenerationenwohnen als (Teil-)Lösung vorzustellen, was aber wieder nur ein Schieben der Verantwortung ins Private und mehr Carearbeit bedeutet. Für die allergrößte Kritik ihrer Gegenredner (muss ich in dem Kontext wirklich nicht gendern), dass sie keine wirklichen Strategien für den ländlichen Raum vorstellt, hat sie mit diesem Buch leider weiter Öl ins Feuer gegossen. Konkrete (gute) Maßnahmen für den ländlichen Raum/gegen Zersiedelung fehlen - Verkehr vermeiden (Homeoffice) oder Wegelängen verkürzen ist natürlich erstrebenswert, ändert aber nichts am Mobilitätsbedürfnis (Mobilität = Möglichkeit zur Ortsveränderung) und an dem aktuell dahingehend wirklich schlechten Stand - und eben an der Abhängigkeit vom Auto.Teilweise fehlen Quellen/Fußnoten zu konkreten Zahlen, wissenschaftlicher Standard ist die gesamte Quellenarbeit nicht, aber das sollte man in so einem Buch mit der Zielgruppe vielleicht auch nicht voraussetzen. Schade fand ich auch den falschen Link zu einer Seite namens "Stadtmobil" (?), auf der Studien zu finden seien (die mich sehr interessiert hätten), die dann aber nur die Website eines Carsharing-Anbieters ist.Trotz all der Kritikpunkte fand ich das Buch angenehm zu lesen und halte es für einen sehr guten Einstieg in die Materie nachhaltige Mobilitätsplanung für Menschen, die den Quatsch nicht studieren (:D)/studiert haben oder für die, die zwar technisch Ahnung haben (vielleicht auch mehr Ahnung als Katja), aber ein Aufrütteln und tieferes Verständnis im Bereich der vielfältigen Diskriminierungsebenen des Verkehrs brauchen. Und ihren Leitspruch "Willst du Autofahren oder musst du Autofahren?" finde ich super - wir wollen niemandem das geliebte Auto wegnehmen, wir wollen Alternativen schaffen, damit niemand mehr, egal wo, Autofahren MUSS.

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