Aus dem Dachsbau

Aus dem Dachsbau

Hardback
3.318
KonzertSängerFotosMusik

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Description

»Ich erzähle dir alles, und alles ist wahr.« Das ABC des Dirk von Lowtzow

Dirk von Lowtzow, Sänger und Songwriter der Band Tocotronic, einer der einflussreichsten deutschen Rockbands der letzten 25 Jahre, durchmisst in einer poetischen, schrägen und humorvollen Enzyklopädie sein Leben, die Kunst, die ihn beschäftigt, die Welt, die ihn umgibt.

Von »Abba« bis »Mohammed«, von »Dachs« bis »Operettenbär«, von »Hysterie« bis »Riten«, von »Ekstase« bis »Idiotentest«. Dirk von Lowtzow erzählt von Kindheit und Jugend in der Schwarzwaldhölle, von Aufruhr und Angst, vom Tod des engsten Kindheitsfreundes, vom sehnsüchtigen Umherschweifen und der Sozialisation durch Popmusik, Comics, Filme. Von Plüschophilie, Piratinnen, Peter O’Toole und Phantomen. Wir erfahren, wohin es ihn treibt, wenn die Musik verstummt, die Festival-Wiese bereits feucht vom Tau und kein Tourbus mehr in Sicht ist.

In literarischen Miniaturen durchquert er den Raum, die Erinnerung, die Zeit. Er liest Fährten und legt Spuren, lässt den Alltag surreal werden und das Verrückte alltäglich. Aus scheinbar zufällig angeordneten alphabetischen Einträgen entsteht ein so feinsinniges wie anspielungsreiches Mosaik, das zugleich literarische Erzählung und Porträt des Autors zu sein vermag.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
192
Price
20.60 €

Author Description

Dirk von Lowtzow, geboren 1971 in Offenburg/Baden, gründete 1993 in Hamburg die Rockband Tocotronic gemeinsam mit Arne Zank und Jan Müller. Seit 1995 erschienen 12 Tocotronic-Alben, zuletzt 2018 das autobiografische Konzeptalbum »Die Unendlichkeit«. Von 1999 bis 2014 zudem fünf Alben mit dem experimentellen Duo Phantom Ghost, gemeinsam mit Thies Mynther. Seit 1999 ist Dirk von Lowtzow auch als Kunstkritiker tätig. Zahlreiche Katalogbeiträge und Kritiken, vornehmlich in der Zeitschrift Texte zur Kunst. 2015 brachte er zusammen mit dem Dramatiker und Regisseur René Pollesch die Oper »Von einem der auszog, weil er sich die Miete nicht mehr leisten konnte« an der Berliner Volksbühne heraus. Er komponiert Theater- und Filmmusiken, zuletzt für den international erfolgreichen Film »Styx« von Wolfgang Fischer und wirkt bei Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mit (u.a. »Tryptichon« von Christian Kracht).

Posts

4
All
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Recht unterhaltsamer Einblick

„Schreib alles auf. Dann wirst du lernen, die Zeit zu überlisten. Das ist das ganze Geheimnis. Das ist das einzige Gesetz.“ Dieses Zitat der Rückseite des Einbands beschreibt gut, worum es hier geht: das Schreiben als Versuch, Erinnerungen und Identität festzuhalten. Aus dem Dachsbau von Dirk von Lowtzow ist ein sprachbewusstes Buch, das sich zwischen Autobiografie, Essay und poetischem Gedankenfluss bewegt. Der Tocotronic-Sänger schreibt mit Feingefühl und einer gewissen Musikalität. Interessant fand ich seine Reflexionen über Kunst, Selbstwahrnehmung und das Leben als Künstler. Allerdings bleibt das Buch in seiner Struktur und Erzählweise sprunghaft und fragmentarisch. Es ist oft mehr Notiz und weniger durchkomponierte Erzählung. Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten.

2

Dieses Buch liest sich wie die Stories zu den Lyrics eines Albums mit über 70 Tracks. Spätestens nach einem Viertel der Geschichten dachte ich, es reicht jetzt, wo bleibt die Musik? DvL erzählt seine autobiografische Geschichte nicht chronologisch, sondern alphabetisch nach Überschriften und so sind die einzelnen Kapitel so zusammengewürfelt wie ein Album im Shuffle-Modus. Das wäre ja alles noch in Ordnung, wenn es für mich als nicht gerade bekennender Tocotronic-Fan halbwegs interessant gewesen wäre. Der Auszug des badischen Bub in die große Hamburger Musikwelt würde zumindest einige erzählenswerte Geschichten hervorbringen. Aber auf diese Art und Weise ist das Lesen, wie wenn ich ein Tocotronic-Album bei der Büroarbeit nebenbei gehört hätte. Einlullende Beats und irgendein Textbrei, an dem Ende nichts hängen geblieben ist. Für ausgewiesene Toco-Fans sicher ein Genuss. Für mich galt hingegen: "Aber hier lesen? Nein, Danke!"

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Dieses Buch liest sich wie die Stories zu den Lyrics eines Albums mit über 70 Tracks. Spätestens nach einem Viertel der Geschichten dachte ich, es reicht jetzt, wo bleibt die Musik? DvL erzählt seine autobiografische Geschichte nicht chronologisch, sondern alphabetisch nach Überschriften und so sind die einzelnen Kapitel so zusammengewürfelt wie ein Album im Shuffle-Modus. Das wäre ja alles noch in Ordnung, wenn es für mich als nicht gerade bekennender Tocotronic-Fan halbwegs interessant gewesen wäre. Der Auszug des badischen Bub in die große Hamburger Musikwelt würde zumindest einige erzählenswerte Geschichten hervorbringen. Aber auf diese Art und Weise ist das Lesen, wie wenn ich ein Tocotronic-Album bei der Büroarbeit nebenbei gehört hätte. Einlullende Beats und irgendein Textbrei, an dem Ende nichts hängen geblieben ist. Für ausgewiesene Toco-Fans sicher ein Genuss. Für mich galt hingegen: "Aber hier lesen? Nein, Danke!"

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