Auf die sanfte Tour
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Description
»Keine Frage, das wäre eine Rolle für den alten John Wayne gewesen.« Rainer Moritz in ›Die Welt‹
Aus einer abgelegenen Villa in Vermont, USA, wird ein Safe gestohlen, der dummerweise der Russenmafia gehört. Sheriff Wing will das Verbrechen aufklären, bevor die Russen den Dieb erwischen. Das bedeutet eine harte Probe für seine oberste Regel: Im Wettlauf gegen die Zeit ist die wichtigste Fähigkeit Geduld. Der übereifrige Deputy Keen, der Wing unbedingt ablösen will, sieht das völlig anders und verspricht, hart durchzugreifen.
Book Information
Author Description
Castle Freeman wurde 1944 in Texas geboren, wuchs in Chicago auf, studierte an der Columbia University in New York und zog 1972 mit seiner Frau nach Vermont aufs Land. Er verfasste fünf Romane, zwei Erzählungsbände, eine Essaysammlung und eine Stadtgeschichte (Townshend, Vermont).
Posts
In dem Roman geht es hauptsächlich um den Sheriff Lucian Wing. Auch wenn es ein Verbrechen gibt und "ermittelt" wird, ist es doch kein Krimi oder Thriller. Es ist ein humorvoller und unblutiger Roman. Roman steht übrigens auch auf dem Cover. In der Kürze des Romans werden die Personen sehr gut charakterisiert hauptsächlich aus lakonisch gehaltenen Dialogen.
Ein leichtfüßiger und humorvoller "Country Noir", wobei das Schwarz hier allenfalls hellgrau ist. Ein bedächtiger Sheriff beschützt seine Gemeinde durch Besonnenheit und Augenmaß - atmosphärischer Einblick ins ländliche Neuengland.
In einer abgelegenen Villa in einem abgelegenen Ort in Vermont stehlen Einheimische einen Safe. Der gehört leider der Russenmafia. Das setzt eine Reihen von Entwicklungen in Gang, die Sheriff Wing gehörig beschäftigen. Es gilt, Eskalation zu vermeiden und Idioten vor ihrer Dummheit zu beschützen Von der Anlage her ist der Roman ein Country Noir, aber mit ein paar Besonderheiten. Zwar kann man dabei zusehen, wie Locals und Mafia in einen Strudel von Eskalation und Gewalt zu geraten drohen, befeuert durch Fehleinschätzungen und Kurzsichtigkeit. Aber Freeman verzichtet darauf, das auf die Spitze zu treiben. Auch Sarkasmus und schwarzer Humor kommen eher nicht vor, humorvoll ist das Buch aber durchaus. Statt dessen versucht ein erfahrener und äußerst besonnener Sheriff die Wogen zu glätten und zu verhindern, dass die Dinge komplett aus dem Ruder laufen. All das hebt sich herrlich ab vom üblichen Drama und Aktionismus vieler Romane, ohne dabei auch nur das kleinste bisschen in die Beschaulichkeit abzugleiten. Als Beispiel Bonus erfährt man noch viel über das Sheriff-sein (so heißen tatsächlich auch zwei Kapitel) und über die eigentümliche Rolle, die ein Sheriff (der ja gewählt wird) im Netz der lokalen Sicherheitsbehörden spielt. Freeman ist klug genug, sein Thema nicht totzureiten und belässt es bei sehr lesenswerten 192 Seiten, genau der richtige Umfang. Der Roman hat alles, was ein gutes Buch ausmacht: Eine gute Geschichte, markante Charaktere, eine atmosphärisch gut rübergebrachte "location" und Einblicke in ein bestimmtes Milieu, hier eben das ländliche Vermont und seine Bewohner. Auch lesenswert, wenn man üblicherweise nicht zur Kriminal- und Spannungsliteratur neigt.
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»Keine Frage, das wäre eine Rolle für den alten John Wayne gewesen.« Rainer Moritz in ›Die Welt‹
Aus einer abgelegenen Villa in Vermont, USA, wird ein Safe gestohlen, der dummerweise der Russenmafia gehört. Sheriff Wing will das Verbrechen aufklären, bevor die Russen den Dieb erwischen. Das bedeutet eine harte Probe für seine oberste Regel: Im Wettlauf gegen die Zeit ist die wichtigste Fähigkeit Geduld. Der übereifrige Deputy Keen, der Wing unbedingt ablösen will, sieht das völlig anders und verspricht, hart durchzugreifen.
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Author Description
Castle Freeman wurde 1944 in Texas geboren, wuchs in Chicago auf, studierte an der Columbia University in New York und zog 1972 mit seiner Frau nach Vermont aufs Land. Er verfasste fünf Romane, zwei Erzählungsbände, eine Essaysammlung und eine Stadtgeschichte (Townshend, Vermont).
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In dem Roman geht es hauptsächlich um den Sheriff Lucian Wing. Auch wenn es ein Verbrechen gibt und "ermittelt" wird, ist es doch kein Krimi oder Thriller. Es ist ein humorvoller und unblutiger Roman. Roman steht übrigens auch auf dem Cover. In der Kürze des Romans werden die Personen sehr gut charakterisiert hauptsächlich aus lakonisch gehaltenen Dialogen.
Ein leichtfüßiger und humorvoller "Country Noir", wobei das Schwarz hier allenfalls hellgrau ist. Ein bedächtiger Sheriff beschützt seine Gemeinde durch Besonnenheit und Augenmaß - atmosphärischer Einblick ins ländliche Neuengland.
In einer abgelegenen Villa in einem abgelegenen Ort in Vermont stehlen Einheimische einen Safe. Der gehört leider der Russenmafia. Das setzt eine Reihen von Entwicklungen in Gang, die Sheriff Wing gehörig beschäftigen. Es gilt, Eskalation zu vermeiden und Idioten vor ihrer Dummheit zu beschützen Von der Anlage her ist der Roman ein Country Noir, aber mit ein paar Besonderheiten. Zwar kann man dabei zusehen, wie Locals und Mafia in einen Strudel von Eskalation und Gewalt zu geraten drohen, befeuert durch Fehleinschätzungen und Kurzsichtigkeit. Aber Freeman verzichtet darauf, das auf die Spitze zu treiben. Auch Sarkasmus und schwarzer Humor kommen eher nicht vor, humorvoll ist das Buch aber durchaus. Statt dessen versucht ein erfahrener und äußerst besonnener Sheriff die Wogen zu glätten und zu verhindern, dass die Dinge komplett aus dem Ruder laufen. All das hebt sich herrlich ab vom üblichen Drama und Aktionismus vieler Romane, ohne dabei auch nur das kleinste bisschen in die Beschaulichkeit abzugleiten. Als Beispiel Bonus erfährt man noch viel über das Sheriff-sein (so heißen tatsächlich auch zwei Kapitel) und über die eigentümliche Rolle, die ein Sheriff (der ja gewählt wird) im Netz der lokalen Sicherheitsbehörden spielt. Freeman ist klug genug, sein Thema nicht totzureiten und belässt es bei sehr lesenswerten 192 Seiten, genau der richtige Umfang. Der Roman hat alles, was ein gutes Buch ausmacht: Eine gute Geschichte, markante Charaktere, eine atmosphärisch gut rübergebrachte "location" und Einblicke in ein bestimmtes Milieu, hier eben das ländliche Vermont und seine Bewohner. Auch lesenswert, wenn man üblicherweise nicht zur Kriminal- und Spannungsliteratur neigt.







