Anna und der Schwalbenmann
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Book Information
Author Description
Gavriel Savit ist Autor und Schauspieler. Nach seinem Abschluss an der Universität von Michigan - als Musicaldarsteller - zog er nach New York, um dort seine Bühnenlaufbahn zu verfolgen. Als Schauspieler und Sänger ist Gavriel Savit inzwischen auf drei Kontinenten aufgetreten, von New York bis Brüssel und Tokyo. Er lebt in Brooklyn. "Anna und der Schwalbenmann" ist sein erster Roman.
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*Inhalt* Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de) *Infos zum Buch* Seitenzahl: 272 Seiten Verlag: cbt Verlag Preis: 16,99 € (Gebunden) / 13,99€ (Ebook) *Infos zum Autor* Gavriel Savit ist Autor und Schauspieler. Nach seinem Abschluss an der Universität von Michigan - als Musicaldarsteller - zog er nach New York, um dort seine Bühnenlaufbahn zu verfolgen. Als Schauspieler und Sänger ist Gavriel Savit inzwischen auf drei Kontinenten aufgetreten, von New York bis Brüssel und Tokyo. Er lebt in Brooklyn. "Anna und der Schwalbenmann" ist sein erster Roman. (Quelle: Verlagshomepage) *Erster Satz des Buches* "Als Anna Lanka am Morgen des 6. November im Jahr 1939 - ihrem siebten Jahr - aufwachte, gab es verschiedene Dinge, von denen sie nichts wusste." *Fazit* "Anna und der Schwalbenmann" ist der Debütroman von Gavriel Savit. Da ich bei Bücher.de einer der Buchflüsterer bin, wurde mir dieser Roman zugesendet, denn sonst wäre ich wohl überhaupt nicht darauf aufmerksam geworden. Es ist immer schwierig, wenn das Genre, in dem ein Buch geschrieben ist, nicht unbedingt eines der Lieblingsgenres darstellt, denn dann habe ich meist große Mühe, mich überhaupt an das Buch heranzuwagen. Auch bei diesem Roman war dies der Fall und leider sehe ich mich dadurch nur noch mehr darin bestätigt, dass dieses Genre einfach nichts für mich ist. Schon kurz vor Erscheinungsdatum traf dieses Buch bei mir ein und seitdem versuche ich eigentlich, damit warm zu werden, doch für mehr als ein paar Seiten am Stück hat es nie gereicht. Schon der Sprachstil, welchem sich der Autor bedient, war einfach nicht meiner, denn ich empfand beispielsweise Annas Gedankengänge als unwahrscheinlich langatmig und so einschläfernd, dass ich schon nach kurzer Zeit das Bedürfnis hatte, das Buch zuzuklappen. Auch die Tatsache, dass die 7-jährige Anna schon am zweiten Tag, nachdem ihr Vater nicht nach Hause gekommen ist, mit einem fremden Mann mitgeht, den sie überhaupt nicht kennt und jahrelang mit ihm durch die Länder zieht, fand ich völlig utopisch. Auch, als ich mich endlich bis zum Ende durchgequält hatte, blieben viele Fragen offen und die Logik der Geschichte suchte ich noch immer vergebens. An sich ist das Buch phasenweise sehr unrealistisch und konnte mich aus diesem und den anderen genannten Gründen nicht sonderlich überzeugen. Wertung: 1 von 5 Sterne
Mein Fazit: Eine kindlich poetische Geschichte zur Zeit des 2ten Weltkrieges. Wundervoll erzählt mit viel Herz und vielen Fragen ohne Antworten. Lesenswert. *** Inhalt: Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann... (Klappentext) Meine Meinung: Auf den ersten Seiten erinnerte mich das Buch ein wenig an "Der Junge im gestreiften Pyjama" - nicht wegen der Geschichte selbst, sondern weil das Buch auch aus "Kindersicht" geschrieben ist und in der Zeit des 2ten Weltkrieges angesiedelt ist. Anna begegnet dem Schwalbenmann und weil sie alleine ist schließt sie sich ihm an. Der Schwalbenmann ist ein sehr unnahbarer Charakter. Er lässt sich kaum einschätzten und Anna muss erst noch lernen, wie sie sich in seinem Umfeld verhalten muss. Gemeinsam mit den beiden zieht der Leser los - eine Wanderschaft zu einem unbekannten Ziel. Die Seiten sind gefüllt mit Weisheiten des Schwalbenmannes und dem Versuch Annas die Welt in welcher sie lebt zu erklären. Das Buch ist sehr poetisch geschrieben und bringt einen dazu auch ohne erkennbare "Geschichte" weiter zu lesen. Erst ab dem letzten Drittel der Erzählung habe ich begonnen mit Spannung weiter zu lesen. Nicht die aktionreiche Thrillerspannung, eher eine Neugier, was nun die Wanderschaft der kleinen Gruppe "bringen" soll. Erst ab dem Punkt in der Geschichte wird, für Anna als auch für den Leser, der Krieg präsent. Auf den vorher gehenden Seiten schwebt der Krieg eher über einem, als dass man ihn greifen könnte. Und plötzlich ist er allgegenwärtig. Der Schreibstil passt perfekt zu der erzählten Geschichte. Es ist eine ruhige poetische Erzählung, die gefüllt mit Fragen ohne Antworten ist. Viele viele Dinge bleiben ungeklärt - auf der einen Seite schade, auf der anderen macht genau das den Reiz der Geschichte aus. Zur Zeit des Krieges war es völlig normal unwissend zu sein, was mit Freunden, Bekannten oder auch Familienmitgliedern passiert war. So blieben auch viele meiner Fragen ungeklärt. Doch genau das ist der Grund warum ich sicherlich noch einige Tage über Anna und ihre Freunde nachdenken werde. Weder Anna noch der Schwalbenmann noch sonstige Protagonisten der Geschichte waren richtig greifbar für mich. Bei nicht mal 300 Seiten ist das nicht schlimm gewesen. Man bleibt lediglich ein Betrachter, lauscht einfach nur einer schönen Erzählung. Fasziniert haben mich beide, Anna und auch der Schwalbenmann, doch anders als in vielen Büchern, habe ich keine Ahnung von den beiden im Nachhinein. Von Anna vielleicht noch ein wenig, doch von "kennen" kann hier keine Rede sein.
Eine unersättliche Reise durch die Wälder Das Buch: 1939 in Krakau. Die siebenjährige Anna lebt mit ihrem Vater noch wohlbehütet in der Stadt. Doch dann wird Annas Vater deportiert. Und Anna steht ganz allein da. Und in diesem einsamen Moment begegnet sie dem Schwalbenmann. Ein Reisender, der die Städte nur für seine Medizin aufsucht und sonst meidet. Anna schließt sich dem Mann an, der ihr irgendwie schön und mysteriös zugleich ist. Zusammen wandern sie Jahre durch die Wälder Polens, versuchen dem Krieg zu entkommen und nicht entdeckt zu werden. Doch leider gelingt dies nicht immer. Denn schon taucht Hreb Hirschel auf. Der Jude schließt sich den beiden an. Doch zu tritt ist es weitaus schwieriger unentdeckt zu bleiben. Selbst in den einsamsten Wäldern …. Fazit: Es ist ein leises Buch. Ein Buch ohne viel Drama und Action. Und doch ist es ein intensives Buch. Anna wächst bei ihrem Vater auf. Und lernt viele Sprachen, einfach so nebenbei. Denn jeder Person ordnet sie eine bestimmte Sprache zu. Zusammen mit dem Schwalbenmann, der auch viele Sprachen beherrscht, kommt man in solchen düsteren Zeiten viel weiter. Denn schnell gibt man sich als Deutscher aus, dann wieder als Pole oder Russe. Aber eine Sprache kennt Anna anfangs noch nicht: die Sprache der Straße. Und der Schwalbenmann lernt ihr diese Sprache. Zusammen sind die beiden schnell unzertrennlich. Es entsteht eine Vater-Tochter-Beziehung. Doch dann taucht Hreb Hirschel auf. Und dieser ist so ganz anders als der Schwalbenmann. Er ist laut und fröhlich – tödlich, wenn man unentdeckt bleiben will. Doch Anna mag ihn. Und wandern die drei weiter durch die Wälder, auch sogar zwischen den Fronten. Doch am Ende hat der Schwalbenmann recht, Hreb Hirschel bringt nur Ärger. Doch Anna möchte beide nicht missen. Und irgendwann kommt der Tag, dass auch der Schwalbenmann sich seinen Problemen stellen muss. Denn eigentlich rennt er nur vor ihnen weg. Denn kaum sind seine Tabletten aufgebraucht, fängt er an sich zu verändern. Doch Anna bleibt bei ihm und steht zu ihm. Nun kommt der Punkt, dass sie auf ihn aufpassen muss. Und sie wird langsam erwachsen. Leider, leider, leider ist das Ende doch sehr komisch. Man merkt, dass der Autor wohl kein Ende auf Lager hatte. Das zieht natürlich die ganze Geschichte ein wenig herunter. Denn gut geschrieben wurde dieses Buch. Natürlich findet man hier viele sprachliche (aber einfache) Schnörkel, doch diese passen zu der Freiheit des Waldes. Ich weiß auch nicht, ob man dieses Buch unbedingt im Genre Jugendbuch einordnen sollte. Ich glaube schon, dass man daher viel in dem Buch missverstehen kann (und ziemlich langweilig finden würde). Außerdem sollte man schon einen gewissen geschichtlichen Hintergrund haben. Denn wirklich erklärt werden die Zusammenfassend ist es ein ungewöhnliches Buch über eine absolut nicht romantische Beziehung zwischen einem Mann und einem kleinen Mädchen. Und das ist doch schon außergewöhnlich zwischen all den Liebesromanen, oder? https://booksoftination.wordpress.com/2017/04/19/gavriel-savit-anna-und-der-schwalbenmann/
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Gavriel Savit ist Autor und Schauspieler. Nach seinem Abschluss an der Universität von Michigan - als Musicaldarsteller - zog er nach New York, um dort seine Bühnenlaufbahn zu verfolgen. Als Schauspieler und Sänger ist Gavriel Savit inzwischen auf drei Kontinenten aufgetreten, von New York bis Brüssel und Tokyo. Er lebt in Brooklyn. "Anna und der Schwalbenmann" ist sein erster Roman.
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*Inhalt* Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de) *Infos zum Buch* Seitenzahl: 272 Seiten Verlag: cbt Verlag Preis: 16,99 € (Gebunden) / 13,99€ (Ebook) *Infos zum Autor* Gavriel Savit ist Autor und Schauspieler. Nach seinem Abschluss an der Universität von Michigan - als Musicaldarsteller - zog er nach New York, um dort seine Bühnenlaufbahn zu verfolgen. Als Schauspieler und Sänger ist Gavriel Savit inzwischen auf drei Kontinenten aufgetreten, von New York bis Brüssel und Tokyo. Er lebt in Brooklyn. "Anna und der Schwalbenmann" ist sein erster Roman. (Quelle: Verlagshomepage) *Erster Satz des Buches* "Als Anna Lanka am Morgen des 6. November im Jahr 1939 - ihrem siebten Jahr - aufwachte, gab es verschiedene Dinge, von denen sie nichts wusste." *Fazit* "Anna und der Schwalbenmann" ist der Debütroman von Gavriel Savit. Da ich bei Bücher.de einer der Buchflüsterer bin, wurde mir dieser Roman zugesendet, denn sonst wäre ich wohl überhaupt nicht darauf aufmerksam geworden. Es ist immer schwierig, wenn das Genre, in dem ein Buch geschrieben ist, nicht unbedingt eines der Lieblingsgenres darstellt, denn dann habe ich meist große Mühe, mich überhaupt an das Buch heranzuwagen. Auch bei diesem Roman war dies der Fall und leider sehe ich mich dadurch nur noch mehr darin bestätigt, dass dieses Genre einfach nichts für mich ist. Schon kurz vor Erscheinungsdatum traf dieses Buch bei mir ein und seitdem versuche ich eigentlich, damit warm zu werden, doch für mehr als ein paar Seiten am Stück hat es nie gereicht. Schon der Sprachstil, welchem sich der Autor bedient, war einfach nicht meiner, denn ich empfand beispielsweise Annas Gedankengänge als unwahrscheinlich langatmig und so einschläfernd, dass ich schon nach kurzer Zeit das Bedürfnis hatte, das Buch zuzuklappen. Auch die Tatsache, dass die 7-jährige Anna schon am zweiten Tag, nachdem ihr Vater nicht nach Hause gekommen ist, mit einem fremden Mann mitgeht, den sie überhaupt nicht kennt und jahrelang mit ihm durch die Länder zieht, fand ich völlig utopisch. Auch, als ich mich endlich bis zum Ende durchgequält hatte, blieben viele Fragen offen und die Logik der Geschichte suchte ich noch immer vergebens. An sich ist das Buch phasenweise sehr unrealistisch und konnte mich aus diesem und den anderen genannten Gründen nicht sonderlich überzeugen. Wertung: 1 von 5 Sterne
Mein Fazit: Eine kindlich poetische Geschichte zur Zeit des 2ten Weltkrieges. Wundervoll erzählt mit viel Herz und vielen Fragen ohne Antworten. Lesenswert. *** Inhalt: Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann... (Klappentext) Meine Meinung: Auf den ersten Seiten erinnerte mich das Buch ein wenig an "Der Junge im gestreiften Pyjama" - nicht wegen der Geschichte selbst, sondern weil das Buch auch aus "Kindersicht" geschrieben ist und in der Zeit des 2ten Weltkrieges angesiedelt ist. Anna begegnet dem Schwalbenmann und weil sie alleine ist schließt sie sich ihm an. Der Schwalbenmann ist ein sehr unnahbarer Charakter. Er lässt sich kaum einschätzten und Anna muss erst noch lernen, wie sie sich in seinem Umfeld verhalten muss. Gemeinsam mit den beiden zieht der Leser los - eine Wanderschaft zu einem unbekannten Ziel. Die Seiten sind gefüllt mit Weisheiten des Schwalbenmannes und dem Versuch Annas die Welt in welcher sie lebt zu erklären. Das Buch ist sehr poetisch geschrieben und bringt einen dazu auch ohne erkennbare "Geschichte" weiter zu lesen. Erst ab dem letzten Drittel der Erzählung habe ich begonnen mit Spannung weiter zu lesen. Nicht die aktionreiche Thrillerspannung, eher eine Neugier, was nun die Wanderschaft der kleinen Gruppe "bringen" soll. Erst ab dem Punkt in der Geschichte wird, für Anna als auch für den Leser, der Krieg präsent. Auf den vorher gehenden Seiten schwebt der Krieg eher über einem, als dass man ihn greifen könnte. Und plötzlich ist er allgegenwärtig. Der Schreibstil passt perfekt zu der erzählten Geschichte. Es ist eine ruhige poetische Erzählung, die gefüllt mit Fragen ohne Antworten ist. Viele viele Dinge bleiben ungeklärt - auf der einen Seite schade, auf der anderen macht genau das den Reiz der Geschichte aus. Zur Zeit des Krieges war es völlig normal unwissend zu sein, was mit Freunden, Bekannten oder auch Familienmitgliedern passiert war. So blieben auch viele meiner Fragen ungeklärt. Doch genau das ist der Grund warum ich sicherlich noch einige Tage über Anna und ihre Freunde nachdenken werde. Weder Anna noch der Schwalbenmann noch sonstige Protagonisten der Geschichte waren richtig greifbar für mich. Bei nicht mal 300 Seiten ist das nicht schlimm gewesen. Man bleibt lediglich ein Betrachter, lauscht einfach nur einer schönen Erzählung. Fasziniert haben mich beide, Anna und auch der Schwalbenmann, doch anders als in vielen Büchern, habe ich keine Ahnung von den beiden im Nachhinein. Von Anna vielleicht noch ein wenig, doch von "kennen" kann hier keine Rede sein.
Eine unersättliche Reise durch die Wälder Das Buch: 1939 in Krakau. Die siebenjährige Anna lebt mit ihrem Vater noch wohlbehütet in der Stadt. Doch dann wird Annas Vater deportiert. Und Anna steht ganz allein da. Und in diesem einsamen Moment begegnet sie dem Schwalbenmann. Ein Reisender, der die Städte nur für seine Medizin aufsucht und sonst meidet. Anna schließt sich dem Mann an, der ihr irgendwie schön und mysteriös zugleich ist. Zusammen wandern sie Jahre durch die Wälder Polens, versuchen dem Krieg zu entkommen und nicht entdeckt zu werden. Doch leider gelingt dies nicht immer. Denn schon taucht Hreb Hirschel auf. Der Jude schließt sich den beiden an. Doch zu tritt ist es weitaus schwieriger unentdeckt zu bleiben. Selbst in den einsamsten Wäldern …. Fazit: Es ist ein leises Buch. Ein Buch ohne viel Drama und Action. Und doch ist es ein intensives Buch. Anna wächst bei ihrem Vater auf. Und lernt viele Sprachen, einfach so nebenbei. Denn jeder Person ordnet sie eine bestimmte Sprache zu. Zusammen mit dem Schwalbenmann, der auch viele Sprachen beherrscht, kommt man in solchen düsteren Zeiten viel weiter. Denn schnell gibt man sich als Deutscher aus, dann wieder als Pole oder Russe. Aber eine Sprache kennt Anna anfangs noch nicht: die Sprache der Straße. Und der Schwalbenmann lernt ihr diese Sprache. Zusammen sind die beiden schnell unzertrennlich. Es entsteht eine Vater-Tochter-Beziehung. Doch dann taucht Hreb Hirschel auf. Und dieser ist so ganz anders als der Schwalbenmann. Er ist laut und fröhlich – tödlich, wenn man unentdeckt bleiben will. Doch Anna mag ihn. Und wandern die drei weiter durch die Wälder, auch sogar zwischen den Fronten. Doch am Ende hat der Schwalbenmann recht, Hreb Hirschel bringt nur Ärger. Doch Anna möchte beide nicht missen. Und irgendwann kommt der Tag, dass auch der Schwalbenmann sich seinen Problemen stellen muss. Denn eigentlich rennt er nur vor ihnen weg. Denn kaum sind seine Tabletten aufgebraucht, fängt er an sich zu verändern. Doch Anna bleibt bei ihm und steht zu ihm. Nun kommt der Punkt, dass sie auf ihn aufpassen muss. Und sie wird langsam erwachsen. Leider, leider, leider ist das Ende doch sehr komisch. Man merkt, dass der Autor wohl kein Ende auf Lager hatte. Das zieht natürlich die ganze Geschichte ein wenig herunter. Denn gut geschrieben wurde dieses Buch. Natürlich findet man hier viele sprachliche (aber einfache) Schnörkel, doch diese passen zu der Freiheit des Waldes. Ich weiß auch nicht, ob man dieses Buch unbedingt im Genre Jugendbuch einordnen sollte. Ich glaube schon, dass man daher viel in dem Buch missverstehen kann (und ziemlich langweilig finden würde). Außerdem sollte man schon einen gewissen geschichtlichen Hintergrund haben. Denn wirklich erklärt werden die Zusammenfassend ist es ein ungewöhnliches Buch über eine absolut nicht romantische Beziehung zwischen einem Mann und einem kleinen Mädchen. Und das ist doch schon außergewöhnlich zwischen all den Liebesromanen, oder? https://booksoftination.wordpress.com/2017/04/19/gavriel-savit-anna-und-der-schwalbenmann/






