Anna Karenina: Originalausgabe
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1 reviews
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Anna Karenina von Lew Nikolajewitsch Tolstoi – der beste Roman aller Zeiten?
Anna Karenina wird des Öfteren als einer der besten Romane überhaupt angesehen. Tolstoi schrieb vier bis fünf Jahre an diesem Roman und publizierte ihn 1878 – augenscheinlich schon lange vor unserer Zeit. Nun stellt sich die Frage, ob auch der „moderne Mensch“ einen Mehrwert daraus ziehen kann. Zeitlich spielt die Geschichte im 19. Jahrhundert innerhalb von Russland. Wir begleiten mehrere Familien, die eine schwierige Zeit – geprägt von Ehebruch, Untreue, Anpassung an die Gesellschaft usw. – durchleben. Ferner lernen wir das alltägliche Leben sowie alltägliche Gedanken der russischen „Elite“ kennen. Von der Sprache her war es recht zugänglich, jedoch habe ich an einigen Stellen mit der Syntax sowie den altertümlichen Worten gehadert – wahrscheinlich meiner Übersetzung von Hans Moser geschuldet. Daher würde ich es definitiv empfehlen, die neuste Übersetzung (in diesem Falle von Rosemarie Tietze) herbeizuziehen. Zum Inhalt: Dieser war ein echt harter Brocken – wortwörtlich… Für mich persönlich war die psychologische Tiefe, die diesem Werk zweifellos innewohnt, einfach nicht recht zu greifen gewesen. Teils hat es wahrscheinlich an der unfassbaren Länge und teils an der Fülle an Informationen gelegen. Die gesellschaftlichen Konstrukte und Beziehungen der Personen dieser Zeit wurden jedoch ein wenig greifbarer – das ist wiederum der Pluspunkt der Länge und Fülle an Informationen. Uninteressant wurde es für mich in den ellenlangen Fachsimpeleien über die Landwirtschaft und Politik. Schändlicherweise habe ich einige Kapitel sogar übersprungen, weil diese so unfassbar langatmig waren. Emotional hat es mich auch weniger als erwartet abgeholt. Die Charaktere waren mir an manchen Stellen so unbegreiflich, dass ich mich nach dem Ende des Ganzen gesehnt habe. Persönlich konnte ich aus diesem Werk nicht das erwartete Maß an Erkenntnissen mitnehmen – außer einigen Denkanstößen über den Sinn des Lebens ist mir nur die schier endlose Zähheit dieses Werkes im Kopf geblieben. Empfehlen kann ich es ausschließlich denjenigen, die sich wirklich auf oben beschriebenes einlassen können, ohne dabei die Aufmerksamkeit zu verlieren... Vielleicht lese ich das Werk in Zukunft noch ein weiteres Mal – dann aber unbedingt in einer anderen Übersetzung.
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Anna Karenina von Lew Nikolajewitsch Tolstoi – der beste Roman aller Zeiten?
Anna Karenina wird des Öfteren als einer der besten Romane überhaupt angesehen. Tolstoi schrieb vier bis fünf Jahre an diesem Roman und publizierte ihn 1878 – augenscheinlich schon lange vor unserer Zeit. Nun stellt sich die Frage, ob auch der „moderne Mensch“ einen Mehrwert daraus ziehen kann. Zeitlich spielt die Geschichte im 19. Jahrhundert innerhalb von Russland. Wir begleiten mehrere Familien, die eine schwierige Zeit – geprägt von Ehebruch, Untreue, Anpassung an die Gesellschaft usw. – durchleben. Ferner lernen wir das alltägliche Leben sowie alltägliche Gedanken der russischen „Elite“ kennen. Von der Sprache her war es recht zugänglich, jedoch habe ich an einigen Stellen mit der Syntax sowie den altertümlichen Worten gehadert – wahrscheinlich meiner Übersetzung von Hans Moser geschuldet. Daher würde ich es definitiv empfehlen, die neuste Übersetzung (in diesem Falle von Rosemarie Tietze) herbeizuziehen. Zum Inhalt: Dieser war ein echt harter Brocken – wortwörtlich… Für mich persönlich war die psychologische Tiefe, die diesem Werk zweifellos innewohnt, einfach nicht recht zu greifen gewesen. Teils hat es wahrscheinlich an der unfassbaren Länge und teils an der Fülle an Informationen gelegen. Die gesellschaftlichen Konstrukte und Beziehungen der Personen dieser Zeit wurden jedoch ein wenig greifbarer – das ist wiederum der Pluspunkt der Länge und Fülle an Informationen. Uninteressant wurde es für mich in den ellenlangen Fachsimpeleien über die Landwirtschaft und Politik. Schändlicherweise habe ich einige Kapitel sogar übersprungen, weil diese so unfassbar langatmig waren. Emotional hat es mich auch weniger als erwartet abgeholt. Die Charaktere waren mir an manchen Stellen so unbegreiflich, dass ich mich nach dem Ende des Ganzen gesehnt habe. Persönlich konnte ich aus diesem Werk nicht das erwartete Maß an Erkenntnissen mitnehmen – außer einigen Denkanstößen über den Sinn des Lebens ist mir nur die schier endlose Zähheit dieses Werkes im Kopf geblieben. Empfehlen kann ich es ausschließlich denjenigen, die sich wirklich auf oben beschriebenes einlassen können, ohne dabei die Aufmerksamkeit zu verlieren... Vielleicht lese ich das Werk in Zukunft noch ein weiteres Mal – dann aber unbedingt in einer anderen Übersetzung.




