An Odyssey: A Father, A Son and an Epic

An Odyssey: A Father, A Son and an Epic

Softcover
4.48

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Description

SHORTLISTED FOR THE BAILLIE GIFFORD PRIZE 2017 SHORTLISTED FOR THE LONDON HELLENIC PRIZE 2017 WINNER OF THE PRIX MÉDITERRANÉE 2018From the award-winning, best-selling writer: a deeply moving tale of a father and son's transformative journey in reading - and reliving - Homer's epic masterpiece.When eighty-one-year-old retired scientist Jay unexpectedly enrols in his estranged classicist son Daniel's course on the Odyssey, the journey of a lifetime commences. Professor and student glean life lessons from the page over a semester and, that summer, son and father take to the sea to follow Odysseus's epic trail. Reading Homer becomes their chance to understand each other before it's too late. Theirs is a moving and erudite story of filial love and the importance of the classics. Rich with literary and emotional insight and weaving themes of deception and recognition, marriage and children, the pleasures of travel and the meaning of home, this is memoir writing at its finest.

Book Information

Main Genre
Poetry & Drama
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
304
Price
16.50 €

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1
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4

Daniel Mendelsohn berichtet, in eher nüchternem Ton, von den zahlreichen Gemeinsamkeiten zwischen Homers Odyssee und der mendelsohnschen Familie. Dabei geht es, wie der Titel verrät, vornehmlich um die Person seines Vaters. Über ein Odyssee-Seminar und eine anschließende Kreuzfahrt zu den Schauplätzen der Odyssee lernen die Lesenden und auch Daniel einiges über dessen Vater Jay. Technisch bedient sich der Autor ganz offen der gleichen Kniffe wie Homer. Manchmal etwas zu offensichtlich, da er die Techniken jeweils einleitet und erklärt. Generell lässt mich das Buch ambivalent zurück. Daniel ist so stur und geistig unflexibel, dass er zunehmend unsympathisch wirkt. Sein Vater hingegen kommt einem beim Lesen immer näher und lädt dazu ein, eine Bindung mit ihm einzugehen. Daniel zieht immer wieder Parallelen zur Odyssee, sodass irgendwann der Eindruck entsteht, eine Analogie ist geradezu zwingend gewollt. Gleichzeitig lernt man aber auch unwahrscheinlich viel über die Odyssee. Fast so, als säße man selbst in diesem Seminar. Der Autor ist ein guter Erzähler; man bleibt dabei und arbeitet sich regelrecht an ihm ab. Absätze sind sinnvoll gewählt, geben dem Text Struktur. Das ist besonders an den Stellen wichtig, wo plötzlich auf entscheidende Satzzeichen komplett verzichtet wird. Es gibt also beim Lesen immer wieder etwas zu entdecken. Es werden auch wichtige Begriffe erschöpfend erklärt. So erschließen sich den Lesenden bislang ungeahnte Kontexte. Letzteres und der Umstand, dass man nicht umhin kam emotional auf das Buch zu reagieren, veranlasste mich zu der 4-Sterne-Bewertung. Eine Empfehlung für alle Odyssee-Interessierten.

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