Alice - Follow the White
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Description
Book Information
Author Description
Stephanie Kempin, geboren 1987, hat sich schon immer gerne in Büchern vergraben. Als bekennender Bücherwurm war es nach der Schule nur logisch, Literaturwissenschaft zu studieren. Während dieser Zeit wurden auch ihre ersten Kurzgeschichten und Gedichte veröffentlicht. Anschließend ging es als Lektorin und als freie Mitarbeiterin in einer Marketingagentur weiter, etwas später kamen Übersetzungen dazu. Wenn sie sich nicht gerade auf Cons und Messen herumtreibt, ist sie häufig auf Konzerten oder Festivals zu finden, bei denen die meisten Besucher fröhliches Schwarz tragen. Weil Musik ihre wichtigste Inspirationsquelle ist, bekommt jede Geschichte einen eigenen Soundtrack, der dann so lange beim Schreiben läuft, bis auch ihre zwei Wellensittiche die Melodien mitpfeifen können. Momentan versucht sie das Rätsel zu lösen, wieso eigentlich immer ihre anderen Romane schneller fertig sind, als die lange geplante Geistergeschichte.
Posts
Nachdem man bei der Beerdigung auf den Sarg ihrer besten Freundin Betty geschossen hat, staunen Alice und Chloe nicht schlecht, als sie eben diese plötzlich völlig lebendig über der tatsächlich toten Leiche ihrer postmortalen Mörderin vorfinden, wo Betty sich grade deren Hirn schmecken lässt. Anstatt sie zu verpfeifen, beschließen sie zu fliehen und finden unerwartete Hilfe in einem sprechenden Kaninchen, dass sie durch ein Erdloch in eine andere Welt führt. Dort begeben sie sich auf die Suche nach dem Auslöser der unerklärlichen Seuche, die Verstorbene als Untote aus ihren Särgen auferstehen lässt. Erzählt wird aus zwei Perspektiven: Einmal in Tagebuchform aus Bettys Sicht, in der die Ereignisse zwar gerafft erscheinen. Dafür wird allerdings tiefer Einblick in die Gefühlswelt der Verfasserin gewehrt. Die restliche Verlauf wird eher aus der Sicht von Alice geschildert. Diese Wechsel lassen keinerlei Langeweile aufkommen. Der Schreibstil ist flott und frech, ebenso wie die Protagonisten. Dabei sticht vor allem Chloe heraus, der ihr Aussehen zwar sehr wichtig ist, die aber immer einen Spruch auf Lager hat. Sowohl Alice als auch Betty entdecken im Verlauf der Geschichte ungeahnte Fähigkeiten und machen einiges an Entwicklung durch. Unterstützung erhalten die Mädchen von Charakteren, die einem vage bekannt vorkommen aus anderen Märchen, die allerdings ihren eigenen Charme und ihre eigene Geschichte haben. Dabei wirken sie äußerst authentisch und wachsen dem Leser schnell ans Herz. Alice im Wunderland meets Zombies. Es kommt jedoch nicht als Splatter-Buch daher, sondern eher humorvoll und gespickt mit Sarkasmus. Es ist eine rasante und verrückte Adaption des Klassikers, der Spaß macht und in verdrehte und magische Welten führt voller Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen und allerlei sprechenden Tieren.
Schon beim ersten Satz des Buches hatte mich die Autorin auf ihrer Seite: 'Ich'm habe meine Schwester gegessen.' Einfach wunderbar humorvoll, ein Buch so zu starten. Dieser Humor zieht sich durch das ganze Buch und brachte mich mehrere Male richtig zum Grinsen. Doch ich sollte vorne beginnen. Das Cover: Da ich Alice im Wunderland total liebe, gefiel mir auch dieses Cover schon von weitem, denn es erinnert mich absolut an das Original. Ein für mich aber sehr wichtiger Unterschied findet man aber, abgesehen von der Story, bei den Charakteren. Diese Alice scheint dankbarer und achtet gut auf ihre Freunde. Im allgemeinen möchte ich garnicht zu viel verraten, dich wahre Freundschaft kann schon Gold wert sein und ab und zu mal ein Leben retten. Der Schreibstil von Stephanie Kempin ist sehr flüssig und leicht, die Sprache modern und humorvoll. Ich kam sofort super in das Buch hinein und würde mir echt eine Verfilmung wünschen! Ab der Mitte des Buches kam eine dritte Welt mit ins Spiel, da musste ich etwas aufpassen, wo, wer, wann, wie und wieso zu sein schien. Doch das ganze löste sich natürlich, wie in einem für mich guten Buch, gegen Ende langsam auf und die Freunde, welche auf der Suche nach einem Heilmittel gegen die Seuche zwischen den Welten reisen, bekommen ein wirklich schönes Ende geschrieben. Die Spannung wird im Laufe des Buches aufgebaut, dies wird, meiner Meinung nach, sehr gut durch die verschiedenen Sichtweisen beschrieben - mal erzählt Alice aus dem aktuellen Geschehen, dann lesen wir aus Bettys Tagebuch. Trotz schon bekannten Büchern über dieses Thema scheint diese Geschichte, abgesehen vom Original von Lewis Carroll, total neu zu sein. Dies gefiel mir gut. Dank der Spannung, des Humors und der interessanten Geschichte, sowie die schöne Umgebung, hat sich dieses Buch heimlich und leise, aber ganz schnell in mein Herz geschlichen! Einzig das Hin und Her zwischen den drei Welten fand ich ein wenig verwirrend. Daher für mich definitv 4,5 Sterne! Ich kann dieses Buch absolut empfehlen!
Beginnen wir mit dem positiven: Ich fand den Schreibstil der Autorin toll. Besonders Bettys Tagebucheinträge waren einfach super zu lesen. Betty redet da nichts schön, sondern bringt es einfach auf den Punkt und zwar so, dass ich ständig grinsen musste. Beispiel von der ersten Seite gefällig? "Ich könnte damit anfangen, dass ich das Doofchen noch nie mochte. Das wäre aber schlecht für meine Verteidigung, nicht wahr?" Betty ist auf ihre Art sarkastisch bis zynisch und genau das mochte ich so an ihr. Dagegen blieben die anderen Charaktere eher blass. Gut, Ethan war noch auf seine Art und Weise amüsant, wäre mir aber ziemlich auf die Nerven gefallen, wenn ich mit ihm reisen müsste. Chloe haut auch ganz gerne mal einen coolen Spruch raus, aber Alice? Vom Titel her dachte ich, sie stände im Mittelpunkt, aber für mich war definitiv Betty die Hauptperson. Bei Alice fehlte mir das i-Tüpfelchen. Sie hat eine Gabe, die auch sehr wichtig wird. Aber obwohl sie sie nie geübt hat, weil sie sie verdrängen wollte, beherrschte sie sie perfekt. Mir fehlte da ein Verweis, dass sie auch mal geübt hat. Vor allem wenn sie in der Gefahr auf einmal was völlig Neues ausprobiert. Bis zum Showdown in dem Buch fehlt Alice auch das eigenständige. Sie ist da eher der Mitläufer. Bzw. es kam mir so vor, weil ihre Entscheidungen teils nicht erklärt wurden. Die Geschichte spielt in unserer (?) Welt, dem Wunderland und dem Märenland. Obwohl keine genaue Zeit genannt wurde, bin ich vom Ende des 19. Jahrhunderts ausgegangen. Kutschen und Gaslampen waren noch weit vebreitet. Es gab aber schon Züge und die ersten Busse und langsam verbreitete sich der Strom. Allerdings wurde wie gesagt keine zeitliche Einordnung vorgenommen und da Zug und Busse auch nicht näher beschrieben wurde, besteht da durchaus die Gefahr, dass man vollkommen durcheinandergerät und am Ende nicht weiß, wie das zeitlich einzuordnen ist. Letztens Endes ist mir das auch passiert. Nämlich als es zum Showdown kam und eine weitere Technik ins Spiel gebracht wurde, die auch nicht näher erklärt wurde. In meinen Augen bräuchte man für die schon technologisches Wissen, welches ich in meiner vermuteten Zeit nicht einordnen kann. Hier hätte ich mir viel mehr Informationen gewünscht. Auch die gesellschaftlichen Verhältnisse waren mir nicht klar. Irgendwie hieß es erst, dass Personen mit Gaben als Gefahr angesehen werden und deshalb als Kinder in besondere Schulen kommen, dann hat aber gleichzeitig Chloes Stiefmutter eine Gabe, sodass der Adel die anscheinend doch akzeptiert. Also ich war da ganz durcheinander. Die Idee der Geschichte fand ich übrigens ganz toll. Alice und Zombies und Märchen. Anscheinend aber schwierig umzusetzen. Ich habe OriginalAlice nicht gelesen und kenne nur die Verfilmung von Tim Burton, die sich wohl auch viele Freiheiten erlaubt, aber man findet da schon viele Parallelen. Allerdings teils auch Dinge, wo ich mich fragte, warum sind sie eingebaut worden, zum Beispiel die Teegesellschaft, zu der ich jetzt nichts sagen kann, weil ich zu stark spoilern würde. Ein anderes Beispiel wären die Märchen. Man trifft so einige, aber es geschieht keine wirkliche Interaktion mit ihnen. Ich hatte teils das Gefühl, dass sie ohne Zweck einbaut wurden - bzw. nur zum verdeutlichen, dass man grad im Märenland ist. Und auch bei anderen Sachen hatte ich nach doppelten Lesen noch ein Fragezeichen im Kopf gehabt, weil es einfach nicht genauer erklärt wurde oder mir der rote Faden abhanden gekommen ist. Die Story ist bisher als Einteiler gedacht, aber das Ende hat genug Potenzial für einen weiteren Band. Also so einiges könnte man noch als offen ansehen. Fazit Ein interessante Storyidee, die mich aber nicht vollends überzeugen konnte. Es war amüsant zu lesen, aber teils fehlte der rote Faden und genauere Erklärungen.
Ich fand es auf jeden Fall witzig und spannend mit den 3 Mädchen unterwegs zu sein. Die Figuren sind toll umgesetzt und jede hat mit seiner Art Leben in die Geschichte gebracht und sie spannend und interessant werden lassen. Der Schreibstil an sich ist in gewisser Weise märchenhaft. Zudem flüssig und strotzt nur so vor komischen Ideen, die gut umgesetzt sind. Alice - Follow the White ist verrückt, anders und besitzt viel schwarzen Humor. Es war wirklich nach meinem Geschmack und die Sichtwechsel zwischen Alice (keine Ich-Perspektive, sondern 3. Person) und Betty haben richtig gut gefallen. Zwischen der ursprünglichen Geschichte, welche Titel und Cover schon erahnen lassen, finden auch andere Märchen ihren Platz auf teilweise auf sehr skurrile Art und Weise. Es gibt einige Parallelen zu Alice, aber die Story wurde interessant neu interpretiert. Für mich wirklich lesenswert, durch den vielen schwarzen Humor und die temporeiche Geschichte, wer so etwas mag, für den ist auch Alice etwas. Und wer auf eine etwas andere Märchenadaption steht, ist bei Alice absolut richtig. 4,5 Sterne von mir
Eine Reise durchs Wunderland - märchenhaft und spannend! Das Buch ist ein spannender Trip ins Wunderland, das uns durch die bisherigen Film-Adaptionen und die Vorlage von Lewis Carrol sehr vertraut erscheint, aber dennoch in dieser Geschichte völlig neu und ganz anders ist! Alice ist ein junges Mädchen, das eine besondere Fähigkeit hat, die Spiegelsicht. Sie kann in Spiegeln andere Orte und Menschen sehen. In ihrer Welt ist diese Fähigkeit allerdings nicht gern gesehen, und alle Kinder, die eine besondere Fähigkeit entwickeln, werden in ein Internat geschickt, in dem sie lernen sollen, ihre Fähigkeiten so zu beherrschen, dass sie sie unterdrücken können. Menschen mit besonderen Fähigkeiten werden Mutare genannt. Alice' Freundin Betty ist ein Jäger, sie hat die Fähigkeit Eis und Feuer zu kontrollieren. Ihre Freundin Chloe ist eine Astrale. Sie kann jederzeit tot umfallen und wieder aufwachen. Leider ist eine schreckliche Seuche in der Welt ausgebrochen, an der Menschen sterben und als Untote andere Menschen jagen und töten. Dagegen gibt es bisher noch kein Gegenmittel. Die einzige Möglichkeit zu verhindern, dass die Seuchenopfer wieder aufstehen, ist eine besondere Munition, mit der die Untoten beschossen werden. Betty stirbt an der Seuche und wird von einer Mitschülerin erschossen, um zu vermeiden, dass sie wieder aufsteht. Allerdings verwendet Zoey die falsche Munition und Betty tötet sie, als sie heraus findet, dass Zoey auf sie geschossen hat. Kurz darauf befinden sich Betty, Chloe und Alice mit einem sprechenden Kaninchen auf der Flucht vor der Organisation, die für die Beseitigung der Untoten zuständig ist. Sie flüchten in eine Höhle und landen im Dämmer-Spiegel-Land. Dort gibt es zwei Königinnen: die Königin der Dämmerung und die Königin der Spiegel, die nicht besonders gut miteinander auskommen. Die Königin der Dämmerung hat die Seuche im Dämmer-Spiegel-Land freigesetzt und irgendwie gelangte diese dann auch in die Welt der Mädchen. Eine Kugel, die Alice in ihrer Tasche hat, öffnet ihnen den Weg in eine weitere Welt: das Märenland. Hier wird ein Heilmittel gegen die Seuche vermutet. Außerdem ist die Königin der Spiegel aus ihrem Palast verschwunden und muss so schnell wie möglich gefunden werden, bevor die Königin des Dämmerlandes davon erfährt und die Macht über beide Teile der Welt an sich reißt. Die Geschichte wird abwechselnd in der Erzähl-Form aus Alice' Sicht und in Form von Tagebuch-Einträgen von Alice’ Freundin Betty erzählt, was das Ganze ein wenig auflockert. Die Geschichte ist eine herrliche Reise durch die Welt der Sagen, Märchen und Legenden. Wobei die Autorin es versteht, alles wundervoll miteinander zu einer ganzen Geschichte zu verweben. Die Abläufe sind logisch und leicht nachzuvollziehen. Die Charaktere sind sympathisch und wachsen einem schnell ans Herz. Man fiebert bei ihrem Abenteuer regelrecht mit. Ein Buch voller Anspielungen auf bekannte Märchen, Spannung und eine gute Portion Humor. Für Fans von Alice im Wunderland und Märchen! Ich will nicht zu viel verraten. Lest es besser selbst! :)
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Stephanie Kempin, geboren 1987, hat sich schon immer gerne in Büchern vergraben. Als bekennender Bücherwurm war es nach der Schule nur logisch, Literaturwissenschaft zu studieren. Während dieser Zeit wurden auch ihre ersten Kurzgeschichten und Gedichte veröffentlicht. Anschließend ging es als Lektorin und als freie Mitarbeiterin in einer Marketingagentur weiter, etwas später kamen Übersetzungen dazu. Wenn sie sich nicht gerade auf Cons und Messen herumtreibt, ist sie häufig auf Konzerten oder Festivals zu finden, bei denen die meisten Besucher fröhliches Schwarz tragen. Weil Musik ihre wichtigste Inspirationsquelle ist, bekommt jede Geschichte einen eigenen Soundtrack, der dann so lange beim Schreiben läuft, bis auch ihre zwei Wellensittiche die Melodien mitpfeifen können. Momentan versucht sie das Rätsel zu lösen, wieso eigentlich immer ihre anderen Romane schneller fertig sind, als die lange geplante Geistergeschichte.
Posts
Nachdem man bei der Beerdigung auf den Sarg ihrer besten Freundin Betty geschossen hat, staunen Alice und Chloe nicht schlecht, als sie eben diese plötzlich völlig lebendig über der tatsächlich toten Leiche ihrer postmortalen Mörderin vorfinden, wo Betty sich grade deren Hirn schmecken lässt. Anstatt sie zu verpfeifen, beschließen sie zu fliehen und finden unerwartete Hilfe in einem sprechenden Kaninchen, dass sie durch ein Erdloch in eine andere Welt führt. Dort begeben sie sich auf die Suche nach dem Auslöser der unerklärlichen Seuche, die Verstorbene als Untote aus ihren Särgen auferstehen lässt. Erzählt wird aus zwei Perspektiven: Einmal in Tagebuchform aus Bettys Sicht, in der die Ereignisse zwar gerafft erscheinen. Dafür wird allerdings tiefer Einblick in die Gefühlswelt der Verfasserin gewehrt. Die restliche Verlauf wird eher aus der Sicht von Alice geschildert. Diese Wechsel lassen keinerlei Langeweile aufkommen. Der Schreibstil ist flott und frech, ebenso wie die Protagonisten. Dabei sticht vor allem Chloe heraus, der ihr Aussehen zwar sehr wichtig ist, die aber immer einen Spruch auf Lager hat. Sowohl Alice als auch Betty entdecken im Verlauf der Geschichte ungeahnte Fähigkeiten und machen einiges an Entwicklung durch. Unterstützung erhalten die Mädchen von Charakteren, die einem vage bekannt vorkommen aus anderen Märchen, die allerdings ihren eigenen Charme und ihre eigene Geschichte haben. Dabei wirken sie äußerst authentisch und wachsen dem Leser schnell ans Herz. Alice im Wunderland meets Zombies. Es kommt jedoch nicht als Splatter-Buch daher, sondern eher humorvoll und gespickt mit Sarkasmus. Es ist eine rasante und verrückte Adaption des Klassikers, der Spaß macht und in verdrehte und magische Welten führt voller Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen und allerlei sprechenden Tieren.
Schon beim ersten Satz des Buches hatte mich die Autorin auf ihrer Seite: 'Ich'm habe meine Schwester gegessen.' Einfach wunderbar humorvoll, ein Buch so zu starten. Dieser Humor zieht sich durch das ganze Buch und brachte mich mehrere Male richtig zum Grinsen. Doch ich sollte vorne beginnen. Das Cover: Da ich Alice im Wunderland total liebe, gefiel mir auch dieses Cover schon von weitem, denn es erinnert mich absolut an das Original. Ein für mich aber sehr wichtiger Unterschied findet man aber, abgesehen von der Story, bei den Charakteren. Diese Alice scheint dankbarer und achtet gut auf ihre Freunde. Im allgemeinen möchte ich garnicht zu viel verraten, dich wahre Freundschaft kann schon Gold wert sein und ab und zu mal ein Leben retten. Der Schreibstil von Stephanie Kempin ist sehr flüssig und leicht, die Sprache modern und humorvoll. Ich kam sofort super in das Buch hinein und würde mir echt eine Verfilmung wünschen! Ab der Mitte des Buches kam eine dritte Welt mit ins Spiel, da musste ich etwas aufpassen, wo, wer, wann, wie und wieso zu sein schien. Doch das ganze löste sich natürlich, wie in einem für mich guten Buch, gegen Ende langsam auf und die Freunde, welche auf der Suche nach einem Heilmittel gegen die Seuche zwischen den Welten reisen, bekommen ein wirklich schönes Ende geschrieben. Die Spannung wird im Laufe des Buches aufgebaut, dies wird, meiner Meinung nach, sehr gut durch die verschiedenen Sichtweisen beschrieben - mal erzählt Alice aus dem aktuellen Geschehen, dann lesen wir aus Bettys Tagebuch. Trotz schon bekannten Büchern über dieses Thema scheint diese Geschichte, abgesehen vom Original von Lewis Carroll, total neu zu sein. Dies gefiel mir gut. Dank der Spannung, des Humors und der interessanten Geschichte, sowie die schöne Umgebung, hat sich dieses Buch heimlich und leise, aber ganz schnell in mein Herz geschlichen! Einzig das Hin und Her zwischen den drei Welten fand ich ein wenig verwirrend. Daher für mich definitv 4,5 Sterne! Ich kann dieses Buch absolut empfehlen!
Beginnen wir mit dem positiven: Ich fand den Schreibstil der Autorin toll. Besonders Bettys Tagebucheinträge waren einfach super zu lesen. Betty redet da nichts schön, sondern bringt es einfach auf den Punkt und zwar so, dass ich ständig grinsen musste. Beispiel von der ersten Seite gefällig? "Ich könnte damit anfangen, dass ich das Doofchen noch nie mochte. Das wäre aber schlecht für meine Verteidigung, nicht wahr?" Betty ist auf ihre Art sarkastisch bis zynisch und genau das mochte ich so an ihr. Dagegen blieben die anderen Charaktere eher blass. Gut, Ethan war noch auf seine Art und Weise amüsant, wäre mir aber ziemlich auf die Nerven gefallen, wenn ich mit ihm reisen müsste. Chloe haut auch ganz gerne mal einen coolen Spruch raus, aber Alice? Vom Titel her dachte ich, sie stände im Mittelpunkt, aber für mich war definitiv Betty die Hauptperson. Bei Alice fehlte mir das i-Tüpfelchen. Sie hat eine Gabe, die auch sehr wichtig wird. Aber obwohl sie sie nie geübt hat, weil sie sie verdrängen wollte, beherrschte sie sie perfekt. Mir fehlte da ein Verweis, dass sie auch mal geübt hat. Vor allem wenn sie in der Gefahr auf einmal was völlig Neues ausprobiert. Bis zum Showdown in dem Buch fehlt Alice auch das eigenständige. Sie ist da eher der Mitläufer. Bzw. es kam mir so vor, weil ihre Entscheidungen teils nicht erklärt wurden. Die Geschichte spielt in unserer (?) Welt, dem Wunderland und dem Märenland. Obwohl keine genaue Zeit genannt wurde, bin ich vom Ende des 19. Jahrhunderts ausgegangen. Kutschen und Gaslampen waren noch weit vebreitet. Es gab aber schon Züge und die ersten Busse und langsam verbreitete sich der Strom. Allerdings wurde wie gesagt keine zeitliche Einordnung vorgenommen und da Zug und Busse auch nicht näher beschrieben wurde, besteht da durchaus die Gefahr, dass man vollkommen durcheinandergerät und am Ende nicht weiß, wie das zeitlich einzuordnen ist. Letztens Endes ist mir das auch passiert. Nämlich als es zum Showdown kam und eine weitere Technik ins Spiel gebracht wurde, die auch nicht näher erklärt wurde. In meinen Augen bräuchte man für die schon technologisches Wissen, welches ich in meiner vermuteten Zeit nicht einordnen kann. Hier hätte ich mir viel mehr Informationen gewünscht. Auch die gesellschaftlichen Verhältnisse waren mir nicht klar. Irgendwie hieß es erst, dass Personen mit Gaben als Gefahr angesehen werden und deshalb als Kinder in besondere Schulen kommen, dann hat aber gleichzeitig Chloes Stiefmutter eine Gabe, sodass der Adel die anscheinend doch akzeptiert. Also ich war da ganz durcheinander. Die Idee der Geschichte fand ich übrigens ganz toll. Alice und Zombies und Märchen. Anscheinend aber schwierig umzusetzen. Ich habe OriginalAlice nicht gelesen und kenne nur die Verfilmung von Tim Burton, die sich wohl auch viele Freiheiten erlaubt, aber man findet da schon viele Parallelen. Allerdings teils auch Dinge, wo ich mich fragte, warum sind sie eingebaut worden, zum Beispiel die Teegesellschaft, zu der ich jetzt nichts sagen kann, weil ich zu stark spoilern würde. Ein anderes Beispiel wären die Märchen. Man trifft so einige, aber es geschieht keine wirkliche Interaktion mit ihnen. Ich hatte teils das Gefühl, dass sie ohne Zweck einbaut wurden - bzw. nur zum verdeutlichen, dass man grad im Märenland ist. Und auch bei anderen Sachen hatte ich nach doppelten Lesen noch ein Fragezeichen im Kopf gehabt, weil es einfach nicht genauer erklärt wurde oder mir der rote Faden abhanden gekommen ist. Die Story ist bisher als Einteiler gedacht, aber das Ende hat genug Potenzial für einen weiteren Band. Also so einiges könnte man noch als offen ansehen. Fazit Ein interessante Storyidee, die mich aber nicht vollends überzeugen konnte. Es war amüsant zu lesen, aber teils fehlte der rote Faden und genauere Erklärungen.
Ich fand es auf jeden Fall witzig und spannend mit den 3 Mädchen unterwegs zu sein. Die Figuren sind toll umgesetzt und jede hat mit seiner Art Leben in die Geschichte gebracht und sie spannend und interessant werden lassen. Der Schreibstil an sich ist in gewisser Weise märchenhaft. Zudem flüssig und strotzt nur so vor komischen Ideen, die gut umgesetzt sind. Alice - Follow the White ist verrückt, anders und besitzt viel schwarzen Humor. Es war wirklich nach meinem Geschmack und die Sichtwechsel zwischen Alice (keine Ich-Perspektive, sondern 3. Person) und Betty haben richtig gut gefallen. Zwischen der ursprünglichen Geschichte, welche Titel und Cover schon erahnen lassen, finden auch andere Märchen ihren Platz auf teilweise auf sehr skurrile Art und Weise. Es gibt einige Parallelen zu Alice, aber die Story wurde interessant neu interpretiert. Für mich wirklich lesenswert, durch den vielen schwarzen Humor und die temporeiche Geschichte, wer so etwas mag, für den ist auch Alice etwas. Und wer auf eine etwas andere Märchenadaption steht, ist bei Alice absolut richtig. 4,5 Sterne von mir
Eine Reise durchs Wunderland - märchenhaft und spannend! Das Buch ist ein spannender Trip ins Wunderland, das uns durch die bisherigen Film-Adaptionen und die Vorlage von Lewis Carrol sehr vertraut erscheint, aber dennoch in dieser Geschichte völlig neu und ganz anders ist! Alice ist ein junges Mädchen, das eine besondere Fähigkeit hat, die Spiegelsicht. Sie kann in Spiegeln andere Orte und Menschen sehen. In ihrer Welt ist diese Fähigkeit allerdings nicht gern gesehen, und alle Kinder, die eine besondere Fähigkeit entwickeln, werden in ein Internat geschickt, in dem sie lernen sollen, ihre Fähigkeiten so zu beherrschen, dass sie sie unterdrücken können. Menschen mit besonderen Fähigkeiten werden Mutare genannt. Alice' Freundin Betty ist ein Jäger, sie hat die Fähigkeit Eis und Feuer zu kontrollieren. Ihre Freundin Chloe ist eine Astrale. Sie kann jederzeit tot umfallen und wieder aufwachen. Leider ist eine schreckliche Seuche in der Welt ausgebrochen, an der Menschen sterben und als Untote andere Menschen jagen und töten. Dagegen gibt es bisher noch kein Gegenmittel. Die einzige Möglichkeit zu verhindern, dass die Seuchenopfer wieder aufstehen, ist eine besondere Munition, mit der die Untoten beschossen werden. Betty stirbt an der Seuche und wird von einer Mitschülerin erschossen, um zu vermeiden, dass sie wieder aufsteht. Allerdings verwendet Zoey die falsche Munition und Betty tötet sie, als sie heraus findet, dass Zoey auf sie geschossen hat. Kurz darauf befinden sich Betty, Chloe und Alice mit einem sprechenden Kaninchen auf der Flucht vor der Organisation, die für die Beseitigung der Untoten zuständig ist. Sie flüchten in eine Höhle und landen im Dämmer-Spiegel-Land. Dort gibt es zwei Königinnen: die Königin der Dämmerung und die Königin der Spiegel, die nicht besonders gut miteinander auskommen. Die Königin der Dämmerung hat die Seuche im Dämmer-Spiegel-Land freigesetzt und irgendwie gelangte diese dann auch in die Welt der Mädchen. Eine Kugel, die Alice in ihrer Tasche hat, öffnet ihnen den Weg in eine weitere Welt: das Märenland. Hier wird ein Heilmittel gegen die Seuche vermutet. Außerdem ist die Königin der Spiegel aus ihrem Palast verschwunden und muss so schnell wie möglich gefunden werden, bevor die Königin des Dämmerlandes davon erfährt und die Macht über beide Teile der Welt an sich reißt. Die Geschichte wird abwechselnd in der Erzähl-Form aus Alice' Sicht und in Form von Tagebuch-Einträgen von Alice’ Freundin Betty erzählt, was das Ganze ein wenig auflockert. Die Geschichte ist eine herrliche Reise durch die Welt der Sagen, Märchen und Legenden. Wobei die Autorin es versteht, alles wundervoll miteinander zu einer ganzen Geschichte zu verweben. Die Abläufe sind logisch und leicht nachzuvollziehen. Die Charaktere sind sympathisch und wachsen einem schnell ans Herz. Man fiebert bei ihrem Abenteuer regelrecht mit. Ein Buch voller Anspielungen auf bekannte Märchen, Spannung und eine gute Portion Humor. Für Fans von Alice im Wunderland und Märchen! Ich will nicht zu viel verraten. Lest es besser selbst! :)








