Aleksandra

Aleksandra

Ebook
3.432

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Description

Im Palast des verlorenen Donkosaken: Lisa Weeda erzählt vom Land ihrer Großmutter AleksandraLisa Weedas Großmutter heißt Aleksandra und stammt aus der Ostukraine. Über dieses Land, auf das heute alle Welt schaut, hat ihre Enkelin einen fulminanten Roman geschrieben. Die Nummer 1 aus den Niederlanden, übersetzt in zahlreiche Sprachen.Auf Geheiß ihrer 94-jährigen Großmutter Aleksandra reist die Erzählerin Lisa nach Luhansk, um das Grab ihres Onkels Kolja zu suchen, der seit 2015 verschwunden ist. Das verfluchte Geburtsland ihrer Oma sei gefährlich und kein Ort für Stippvisiten, warnt der Soldat am Checkpoint. Lisa gelingt die Flucht durchs Kornfeld – und landet plötzlich in der Vergangenheit: im magischen Palast des verlorenen Donkosaken. In seinen unzähligen Räumen entfaltet sich ein packendes Jahrhundertpanorama, das nicht nur die Geschichte ihrer Familie lebendig werden lässt, sondern die Historie dieses ganzen Landes, einer Region, die nie zur Ruhe kommt.»Meine Familie lebt in einem Gebiet, das seit hundert Jahren von Konflikten geprägt ist. Das Schreiben dieses Buches ist meine Art, mich an dem Kampf zu beteiligen. Es ist ein Denkmal für meine Familie, die durch all diese schrecklichen Ereignisse hindurch stark geblieben ist.« Lisa Weeda

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Ebook
Pages
288
Price
11.99 €

Author Description

Lisa Weeda wurde 1989 geboren und ist eine niederländisch-ukrainische Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Virtual-Reality-Regisseurin. Die Ukraine, das Heimatland ihrer Großmutter, steht oft im Mittelpunkt ihres Werks. Ihr Debütroman »Aleksandra« war ein Bestseller in den Niederlanden und erschien 2023 auf Deutsch.

Posts

7
All
3.5

Komplex, aber doch sehr bildhaft und lehrreich.

INHALT: Auf Geheiß ihrer 94-jährigen Großmutter Aleksandra reist die Erzählerin Lisa nach Luhansk, um das Grab ihres Onkels Kolja zu suchen, der seit 2015 verschwunden ist. Das verfluchte Geburtsland ihrer Oma sei gefährlich und kein Ort für Stippvisiten, warnt der Soldat am Checkpoint. Lisa gelingt die Flucht durchs Kornfeld – und landet plötzlich in der Vergangenheit: im magischen Palast des verlorenen Donkosaken. In seinen unzähligen Räumen entfaltet sich ein packendes Jahrhundertpanorama, das nicht nur die Geschichte ihrer Familie lebendig werden lässt, sondern die Historie dieses ganzen Landes, einer Region, die nie zur Ruhe kommt. REZENSION: Lisa Weeda erzählt hier, zwischen mehreren Zeitsprüngen, die Geschichte ihrer Großmutter Aleksandra und deren Familie. An sich elne schöne Lektüre mit tiefen Einblicken und Gedanken der ukrainischen Landschaft, Geschichte und Gepflogenheiten, was mich sehr interessiert und beeindruckt hat. Leider tat ich mich an manchen Passagen etwas schwer der Handlung zu folgen bzw. sie zu verstehen. Es benötigt doch einiges an Erfahrung und Wissen bezüglich der Landeskunde. Auch bezüglich der vielen ähnlichen Namen benötigt man eine konzentrierte Aufmerksamkeit. Es ist kein Werk, das man eben mal so lesen kann. Trotz allem konnte ich inspirierende und lehrreiche Stunden mit diesem Buch verbringen.

Komplex, aber doch sehr bildhaft und lehrreich.
3

Gutes versteckt hinter Wirrem

Das Buch „Aleksandra“ von Lisa Weeda hat mich einerseits angesprochen, weil ich in diesem Jahr eine Lesechallenge veranstalte, in der es darum geht möglichst viele unterschiedliche Ländern und Kulturen lesend zu bereisen. Andererseits habe ich, aufgrund des Krieges, seit Anfang 2022 immer wieder kleine Einblicke in die regionalen und kulturellen Besonderheiten der Ukraine bekommen, die mich neugierig auf einen Blick hinter die Kulisse der aktuellen Berichte gemacht haben. Meine Erwartungen an das Buch wurden insofern erfüllt, als das ich in die Landesgeschichte und damit einhergehend auch eine exemplarische Familiengeschichte entführt wurde. Allerdings gibt es Sprünge in der Erzählperspektive und in den Zeiten, die zwar im Endeffekt einen sehr vielschichtigen Einblick geben, zugleich aber auch absolut konfus und wirr erscheinen. Zumindest fiel es mir extrem schwer dem kompletten Geschehen der Handlung immer folgen zu können. Oft hatte ich Schwierigkeiten mich im gesamten Kontext zu orientieren; erst im letzten Viertel hatte ich das Gefühl mich wieder gefunden zu haben. Am Ende war ich mir dann nicht sicher, ob ich das im Zusammenhang der ukrainischen Geschichte als Parallele nicht auch genial finde, dass mich als Lesende ein Gefühl durch das Buch begleitet, was diejenigen die dort mit dem Herzen zu Hause sind vermutlich auch häufig umtreibt. Zwiespältig- ist das Wort, was meinen Eindruck zu diesem Buch vermutlich am besten wiedergibt. Denn es gab wirklich großartige Einblicke in die kulturellen Eigenheiten, die politischen Einflüsse und Geschichte, im großen gesamtgesellschaftlichen wie im kleinen und kleinsten Dorf. Einzelne Szenen, aber auch der wahlweise mal rote oder schwarze Faden des Buches, berührten mich auch einige Male mehr als ich es anfangs beim Lesen für möglich gehalten hätte. Insofern war ich am Ende tatsächlich irgendwie auch wieder versöhnt mit den Wirren des unverständlichen Anfangs. Dennoch finde ich es tatsächlich sehr schade, dass die Emotionen und generations- wie länderübergreifende Geschichte hinter den negativen Punkten deutlich hinter dem Potenzial zurück bleiben. Fazit: Die positiven Aspekte des Buches mit den emotionalen Einblicken in die gesamtgesellschaftliche und familiäre Geschichte der (Ost-)Ukraine verstecken sich hinter einem sehr verwirrenden Wechsel der Erzählperspektiven und Zeitsprüngen.

Gutes versteckt hinter Wirrem
3.5

[Werbung/Rezensionsexemplar] In '"Aleksandra" erzählt Lisa Weeda ihre Familiengeschichte und zeigt, dass der Konflikt in der Ukraine nicht erst seit einem Jahr besteht. Durch unterschiedliche Perspektiven bringt sie ihren Besuch in Lugansk, die Vergangenheit in der Sowjetunion und die Ereignisse rund um die Maidan-Proteste und die Annektion der Krim in ihren Roman ein. Besonders sind hierbei sicherlich der fiktive Palast der Donkosaken, wo sie mit ihrem Urgroßvater spricht und die Hirsche, die die Familie versuchen so gut wie möglich zu schützen. Mir hat es insgesamt gut gefallen und es gibt einen kurzen prägnanten Überblick über wichtige historische Ereignisse, die den aktuellen Konflikt beeinflussen. Dennoch würde ich es nur als Startpunkt sehen, um sich von hier aus weiter zu informieren da es sich hierbei eher um eine sehr persönliche Sicht auf die Ereignisse und die Geschichte handelt.

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4

Etwas mehr als 100 Jahre (ca. von 1900 bis 2015) ukrainische Geschichte präsentiert uns die niederländische Autorin ukrainischer Abstammung Lisa Weeda. Sie tut dies anhand der Geschichte einer ukrainischen Familie aus dem Osten der Ukraine, ihrer Familie. Das Buch liest sich nicht sehr leicht sondern etwas sperrig und unbequem, was sich aber aus der Handlung erklärt, denn so oft wie die Mitglieder dieser Familie ausgebeutet, umgebracht und vertrieben wurden, kann nichts mehr leicht sein. Erzählt wird aus der Perspektive der Enkeltochter der titelgebenden Aleksandra, die ihre Enkelin 2018 in die Volksrepublik Lugansk schickt, um das Grab des Onkels zu finden. Ich denke, es war der Onkel, sicher bin ich mir nicht mehr. Und von da an wird es auch ein bisschen mystisch, es ist nie klar, wer gerade erzählt: die Enkeltochter Lisa, die Großmutter Aleksandra, eines der anderen, zum Großteil bereits (nicht selten gewaltsam) verstorbenen Familienmitglieder oder aber die weißen Hirsche mit einem goldenen Pfeil im Rücken, als Symbol für verstorbene Donkosaken. Ich bin noch immer dankbar für den Stammbaum, den ich in meinem EBook mit einem Lesezeichen markiert hatte. Wechselnde Erzählperspektiven, ein alter Palast mitten auf dem Kornfeld und mystische Wesen, das alles macht dieses Buch ein wenig anstrengend und trotzdem: nach einiger Zeit war ich davon gefangen und wollte immer wissen, wie es weitergeht. Wunderbar erzählt und ein guter Einstieg in die Geschichte der Ukraine (auch wenn ich viel googlen musste, was zb die weißen Hirsche und anderes anging).

4

Aufwühlend, anspruchsvoll, interessant- Ukraine-Russland Konflikt um Region Lugansk, Familiengeschichte, surreale Elemente

4

Intensiv, bewegend und informativ

Heute jährt sich der russische Angriff auf die Ukraine zum ersten Mal und heute erscheint auch Lisa Wedas Roman „Aleksandra“. Aleksandra, so heißt Lisa Wedas Großmutter, und auf deren Wunsch hin sie in die Ukraine, nach Luhansk, reist, um das Grab ihres verschollenen Onkels Kolja zu suchen. „Meine Familie lebt in einem Gebiet, das seit hundert Jahren von Konflikten geprägt ist. Das Schreiben dieses Buches ist meine Art, mich an dem Kampf zu beteiligen. Es ist ein Denkmal für meine Familie, die durch all diese schrecklichen Ereignisse hindurch stark geblieben ist.“ Eine Reise in die Vergangenheit beginnt. In die Vergangenheit der eigenen Familie und auch eine Reise in die bewegte Vergangenheit der Ukraine. Denn im magischen Palast des verlorenen Donkosaken offenbart sich Lisa in jedem Raum ein Teil ihrer eigenen Geschichte und auch der Geschichte ihres Heimatlandes. „Was ist das für ein absurder Ort? Eine Zwischenstation für die Toten?“ „Im Prinzip ist es nichts. Diesen Palast gibt es nicht.“ Unterteilt ist der Roman in längere Kapitel, die wiederum in kurze Abschnitte gegliedert sind. Wir wechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her, was zugegebenermaßen manchmal ein wenig verwirrend war. „Aleksandra“ ist aufregend, intensiv, voller historischer Fakten. Insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Situation in der Ukraine konnte ich persönlich sehr viel für mich aus diesem Roman herausziehen. „Aleksandra“ ist aber auch ein Blick in eine bewegte und bewegende Familien-Biografie. Fazit: Lesenswert. 4* Ich möchte auch noch erwähnt haben, wie wunder-, wunderschön ich (mal wieder) das Layout und das Cover des Buches finde. Wirklich eines der schönsten Bücher in meinem Regal.

4

Faszinierender, aber auch verstörender Einblick in die russisch-ukrainische Geschichte.

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