Adama

Adama

Softcover
3.818

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Description

THERE IS NO LAND WITHOUT BLOOD, AND I WATER THIS LAND WITH THE BLOOD OF MY MEN.

Ruth's family were in Budapest when the Nazis came.

Now Ruth is in Palestine, amid the bare hills inland from Haifa, breaking the rocky soil of an unyielding land before it breaks her.

With her comrades, her fellow kibbutzniks, she will build a better world. There will be green grass, orange trees and pomegranates, a land that is their own and no one else's.

So they till their fields, dig their wells, build their homes and forge a new way of living, fiercely proud of their shared pursuit of a dream.

But as one generation begets another, the dream unravels, twisted into a dark tapestry of secrets and lies; sacrificed for revenge, forbidden love and murder.

A sweeping historical epic following four generations of a single family as they struggle to hold on to their land and each other.

'Tidhar [is] fast emerging as the leader of a new wave of Israeli literature' Daily Mail

'Adama is an unstoppable masterpiece... If history is a nightmare we're all trying to wake up from, then Adama is a trumpet blast that rings out the past and into the future' Junot Díaz

'Word by word I was drawn deeper and deeper into this incredible book - a story of inheritance, loss, longing and what could have been. Lavie Tidhar's prose is beautiful, his characters lacerating and heartbreaking by turns. I loved it.' Catriona Ward

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Softcover
Pages
391
Price
13.00 €

Posts

7
All
4.5

Adama bedeutet auf Hebräisch Land, kein Adama ohne dam, und dam bedeutet Blut. Die Geschichte von Ruth und ihrer Familie beginnt im Jahr 1945. Ruth hat als einzige ihrer Familie den Holocaust überlebt, die ungarische Zionistin möchte sich im Kibbuz Trashim in Palästina ein neues Leben aufbauen. Sie ist knallhart und geht über Leichen, um ihre Ziele zu erreichen. „Sie hatte etwas Kaltes, Grausames in sich. Einmal hatte sie einen Jungen verprügelt, weil er Shosh geärgert hatte. Sie hatte ihn so lange mit einem Stein geschlagen, bis er fast gestorben wäre. Aug um Aug, Zahn um Zahn, hatte sie immer gesagt. Das stand im zweiten Buch Mose.“ Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern springt von einem Jahrzehnt ins nächste. Zu Beginn lernen wir Ruths Enkel Lior kennen, der in Tel Aviv lebt. Er kehrt ins Kibbuz zurück, um an der Beerdigung seines besten Freundes Danny teilzunehmen. Danny soll sich das Leben genommen haben, doch Lior ist davon überzeugt, dass er ermordet wurde. Er erinnert sich wehmütig an die gemeinsame Kindheit im Kinderhaus des Kibbuz. Viel lieber als im Kinderhaus hätte er mit seinen Eltern zusammengelebt, er hat die Nähe zu ihnen schmerzlich vermisst. Ruths Schwester Shosh war nach dem Krieg eine Displaced Person „eine Vertriebene ohne Zuhause, in das sie zurückkehren, und auch ohne einen anderen Ort, an den sie gehen konnte.“ Aufgrund der vielen Charaktere und der Zeitsprünge war es nicht leicht, den Überblick zu behalten, wer mit wem verwandt und wer in wen verliebt ist. Ein Personenverzeichnis oder ein Stammbaum der beiden Schwestern wäre sehr hilfreich gewesen. Wir erhalten einen Einblick in die Geschichte des Staates Israels von der Gründung im Jahr 1948 bis heute und das Leben in der Gemeinschaft in einem Kibbuz. Der Titel, der das Wort Blut enthält, passt sehr gut, da in dem Thriller viel Blut fließt, für meinen Geschmack sogar zu viel. Shoshs Kinder und Enkel, die nach Amerika ausgewandert sind, waren mir sympathischer als Ruths Nachkommen, die genau wie sie für Adama über Leichen gegangen sind. Ich hätte mir mehr Empathie und Liebe für Ruth und ihre Familie gewünscht. Die Handlung war spannend, doch die Charaktere blieben mir fern. Für mich war es viel mehr ein Thriller als ein Familienroman.

4

Wie viel bleibt vom Ich, wenn alles der Gemeinschaft gehört? - Ein Familienroman, der Israels Geschichte geschickt einbindet

🇮🇱 Israel | ❤️ Emotional | 🫂Gemeinschaft 60 Jahre, vier Generationen, viele Schicksale – Adama von Lavie Tidhar ist nur oberflächlich ein Thriller. In Wahrheit erzählt der Roman von einer Familie, deren Leben wir über Jahrzehnte hinweg begleiten. Statt einer zentralen Handlung entfalten sich lose verbundene Episoden mit jeweils eigenem Schwerpunkt. Wir folgen den Angehörigen einer Familie, die in einem Kibbuz zusammenlebt – eine Geschichte voller Liebe, Verlust und Gewalt. Bedeutsame Ereignisse aus der Geschichte Israels werden clever als Hintergrundrauschen wahrnehmbar, sind aber nie das dominante Thema. Besonders bewegend sind die Szenen, die das Zusammenleben im Kibbuz zeigen. Sie eröffnen Einblicke in eine Welt, die mir zuvor völlig fremd war. Der Roman berührt viele zentrale Themen: den Konflikt zwischen Gemeinschaft und Individualität, das Eigene und das Fremde, Tradition und Moderne. Tidhar erschafft hochemotionale Szenen, besonders in der Darstellung des Verhältnisses zwischen Eltern und Kindern. Freude und Trauer liegen dicht beieinander – und werden immer wieder von Momenten schockierender Gewalt durchbrochen. Für fünf Sterne reicht es mir dennoch nicht: Durch die episodische Struktur wird die Erzählung immer wieder unterbrochen, und die Identifikation mit einzelnen Figuren bleibt begrenzt. Das Individuum geht hier – ganz wie im Kibbuz – in der Gemeinschaft unter. Adama ist damit ein gesellschaftlich und politisch hochrelevanter Roman, der Israels Geschichte mit beeindruckender Balance und ohne Schönfärberei erzählt.

Wie viel bleibt vom Ich, wenn alles der Gemeinschaft gehört? - Ein Familienroman, der Israels Geschichte geschickt einbindet
2.5

Schöne Geschichte, aber handwerklich ausbaufähig

Die Thematik hat mich sehr interessiert, da ich bisher noch nicht viel über die Geschichte des Kibbuz gelesen hatte. Auch die Idee des Buches gefiel mir - Es wird die Familiengeschichte einer ungarisch-jüdischen Familie in den Jahren 1946 bis 2009 in Israel gezeigt. Allerdings haben die handwerklichen Fehler des Buches den Lesegenuss sehr eingetrübt. Die Geschichte startet in der „Gegenwart“ und ich habe mich auf den ersten gut 100 Seiten die ganze Zeit gefragt, worum es überhaupt geht. Kurz zusammengefasst: Es wird jemand ermordet….das hätte auch deutlich kürzer gefasst werden können. Erst ganz am Ende des Buches nach weiteren 300 Seiten!!! wird die Erzählung vom Anfang wieder aufgegriffen. In dem Teil dazwischen findet die Erzählung in der „Vergangenheit“ statt. Dieser Teil ist zwar deutlich spannender. Dennoch trifft die Bezeichnung „Thriller“ aus meiner Sicht nicht zu. Es handelt sich eher um einen Roman/Familienepos. Die deutsche Übersetzung führte leider außerdem an vielen Stellen zu Wortfehlern, wie Zeitfehler und Verwechselung von Namen. So etwas finde ich sehr schade, da es der Leistung der Autorin / des Autors nicht gerecht wird. Aus meiner Sicht, also keine uneingeschränkte Leseempfehlung, aber mach dir auf jeden Fall ein eigenes Bild 😉

4

Adama“ erzählt die Geschichte von Ruth, einer jungen ungarischen Zionistin, die 1946 in Palästina ankommt und dort den Kibbutz Trashim aufbaut. Für sie ist dieser Boden – Adama (hebräisch für „Erde“) – heilig. Der Roman begleitet Ruth und spätere Generationen ihrer Gemeinschaft von der Staatsgründung Israels bis ins Jahr 2009. Dabei verknüpft Lavie Tidhar Familien- und Generationengeschichte mit politischen Ereignissen wie Konflikten mit britischen Truppen, Kriegen und gesellschaftlichen Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Als Thriller würde ich den Roman nicht beschreiben. Wenn man diesen Anspruch hat, dann wird man etwas enttäuscht. Es ist aber ein spannender Roman über eine Familiengeschichte vor dem Hintergrund politischer/ Geschichte Entwicklungen in Israel. Ich fand spannend und lehrreich.

3.5

Hochaktuell

Zum einen finde ich das Buch als Thriller zu vermarkten nicht richtig. Dies ist vielmehr ein Familienroman, ein Generationenroman und eine Chronologie eines israelischen Kibbuz. Die Geschichte wird achronologisch erzählt, was nicht unbedingt nötig gewesen wäre, da es keinerlei Spannung hinzufügt. Obwohl hier durchaus Gewalt und waffen vorkommen, ist die Bezeichnung Thriller nicht sonderlich akkurat, wenn dann eher Politthriller. Die Sprache ist sehr verständlich und leicht zu lesen, wenn auch ziemlich poetisch an einigen Stellen. Das Thema Israel ist vielleicht momentan so hochaktuell, wie schon lange nicht mehr und dass der Autor Israeli ist, führt zwangsläufig dazu, dass es hier an einigen Stellen etwas zionistisch wird. Leider konnte mich das Buch nie wirklich überzeugen, da es mich selten mitfühlen lies und auch so selten Spannung erzeugt wurde.

4

Leben in Israel

Für mich ist dieser Roman kein Thriller,  sondern die Geschichte über ein Land und seine Menschen.  Stellvertretend hierfür wird die Geschichte von Ruth, ihren Geschwistern, Enkeln und Freunden erzählt.  Das geht leider nicht ohne Gewaltszenen und es zeigt auch, zu was Menschen fähig sind,  wenn es die Lebensumstände fordern, oder der Fanatismus. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, sie spielen in verschiedenen Jahren und werden aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Sehr interessant fand ich die Schilderungen über das Leben im Kibbuz.  Es ist vom Gemeinschaftssinn geprägt. Die Kinder werden im Kinderhaus erzogen,  ihre Mütter sehen sie nur wenige Stunden am Tag. Alles wird geteilt,  es gibt kein Eigentum.  Man konzentriert sich auf das Wesentliche.  Dieses Leben gefällt nicht jedem. Der Schreibstil ist klar und präzise,  vielschichtige und bewegend. Ich habe zwar am Anfang ein bisschen gebraucht um rein zu kommen,  aber dann mochte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.  Vieles wird nicht ausformuliert,  man muss zwischen den Zeilen lesen und manches musste ich genauer recherchieren. Insgesamt ein sehr interessantes Buch,  dass zum Nachdenken angeregt. Allerdings sollten Leser,  die empfindlich auf Gewaltszenen reagieren,  Vorsicht walten lassen.

3

Eine Familiensaga über 4 Generationen über die Gründungszeit Israels. Hauptschauplatz ist ein Kibbuz als Versuch, eine „bessere“ Welt zu entwickeln. Obwohl häufig als Krimi oder Thriller kategorisiert, ist das Buch aus meiner Sicht keins davon. Die Geschichte war interessant, auch gut geschrieben, allerdings streckenweise etwas langatmig.

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