Abtauchen und Treibenlassen. Die Geschichte des Badens und Schwimmens
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Description
Manche mögen’s nass
Wir sind nicht geboren, um zu schwimmen. Trotzdem zieht es uns immer wieder ins Wasser. Bernd Brunner erzählt die Geschichte unserer Faszination fürs Schwimmen und Baden – vom rituellen Bad der Antike über die moralischen Debatten des 18. und 19. Jahrhunderts bis hin zum öffentlichen Schwimmbad als demokratischem Freizeitort. Er verbindet historische Fakten mit kulturwissenschaftlichen Einsichten, betrachtet Körperbilder, Hygienevorstellungen und sich wandelnde Bademoden. Wir begleiten ihn zu den ersten Seebädern und lernen das Phänomen der robusten Badewärterinnen, den sogenannten
Dippern
, kennen. Von Menschen in ihrem Element – ein kluges, unterhaltsames Buch über die Kunst und die Lust, durchs Leben zu schwimmen.
Mit zahlreichen Abbildungen in Schwarz-Weiß und in Farbe
Book Information
Author Description
BERND BRUNNER, geboren 1964 in Berlin (West), machte nach einer Banklehre sein Diplom an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, dann einen Magister in Amerikanistik und Kulturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Er war DAAD-Stipendiat an der University of Washington, Seattle und arbeitete viele Jahre als Lektor und Redakteur. Bekannt wurde er durch seine auch international vielgelobten Kulturgeschichten wie »Die Erfindung des Nordens. Geschichte einer Himmelsrichtung« oder »Von der Kunst, die Früchte zu zähmen. Eine Kulturgeschichte des Obstgartens«. Sein erstes Buch »Wie das Meer nach Hause kam« wurde ins Englische, Japanische, Chinesische und Französische übersetzt und gilt mittlerweile als kulturgeschichtlicher Klassiker. Bernd Brunner lebt und schreibt in Berlin.
Posts
Ein Sachbuch wie ein Sprung ins kulturhistorische Wasser
Wasser, Geschichte und ein Buch, das einen ziemlich charmant daran erinnert, dass Baden nie einfach nur Baden war. Klingt erstmal nach nassem Handtuch und Chlorgeruch, ist aber viel spannender, als man denkt. Bernd Brunner nimmt einen mit auf eine Reise durch Badekultur, Körperbilder, Hygiene, Moral und diese herrlich menschliche Sehnsucht, sich einfach mal treiben zu lassen. Antike Rituale, Seebäder, Schwimmbäder, Bademoden und sogar diese robusten Dippern tauchen auf. Allein bei dem Wort hatte mein Kopf kurz ein eigenes kleines Historienkino. Besonders schön ist, dass das Buch nicht trocken wirkt, obwohl es ein Sachbuch ist. Eher so, als würde jemand mit Ahnung neben einem sitzen und erzählen: Pass auf, Wasser war schon immer viel mehr als nur nass. Und plötzlich denkt man über Schwimmbäder, Baderegeln und Badeanzüge nach, als hätte man nie etwas anderes getan. Für mich ist das genau diese Sorte Buch, bei der man nicht hektisch Seiten verschlingt, sondern eher gemütlich eintaucht. Mal staunt man, mal schmunzelt man, mal denkt man: Ach guck, selbst beim Baden hatten die Menschen früher schon Meinungen, Vorschriften und ziemlich viele seltsame Ideen. Die zahlreichen Abbildungen machen das Ganze zusätzlich lebendig. Das passt einfach, weil Geschichte hier nicht nur erklärt, sondern sichtbar gemacht wird. Kein Buch für alle, die nur schnelle Unterhaltung suchen. Aber für alle, die kluge, besondere Sachbücher mögen und gerne mal abseits der üblichen Themen schwimmen, ist das hier ein richtig schöner Fang.

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Manche mögen’s nass
Wir sind nicht geboren, um zu schwimmen. Trotzdem zieht es uns immer wieder ins Wasser. Bernd Brunner erzählt die Geschichte unserer Faszination fürs Schwimmen und Baden – vom rituellen Bad der Antike über die moralischen Debatten des 18. und 19. Jahrhunderts bis hin zum öffentlichen Schwimmbad als demokratischem Freizeitort. Er verbindet historische Fakten mit kulturwissenschaftlichen Einsichten, betrachtet Körperbilder, Hygienevorstellungen und sich wandelnde Bademoden. Wir begleiten ihn zu den ersten Seebädern und lernen das Phänomen der robusten Badewärterinnen, den sogenannten
Dippern
, kennen. Von Menschen in ihrem Element – ein kluges, unterhaltsames Buch über die Kunst und die Lust, durchs Leben zu schwimmen.
Mit zahlreichen Abbildungen in Schwarz-Weiß und in Farbe
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BERND BRUNNER, geboren 1964 in Berlin (West), machte nach einer Banklehre sein Diplom an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, dann einen Magister in Amerikanistik und Kulturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Er war DAAD-Stipendiat an der University of Washington, Seattle und arbeitete viele Jahre als Lektor und Redakteur. Bekannt wurde er durch seine auch international vielgelobten Kulturgeschichten wie »Die Erfindung des Nordens. Geschichte einer Himmelsrichtung« oder »Von der Kunst, die Früchte zu zähmen. Eine Kulturgeschichte des Obstgartens«. Sein erstes Buch »Wie das Meer nach Hause kam« wurde ins Englische, Japanische, Chinesische und Französische übersetzt und gilt mittlerweile als kulturgeschichtlicher Klassiker. Bernd Brunner lebt und schreibt in Berlin.
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Ein Sachbuch wie ein Sprung ins kulturhistorische Wasser
Wasser, Geschichte und ein Buch, das einen ziemlich charmant daran erinnert, dass Baden nie einfach nur Baden war. Klingt erstmal nach nassem Handtuch und Chlorgeruch, ist aber viel spannender, als man denkt. Bernd Brunner nimmt einen mit auf eine Reise durch Badekultur, Körperbilder, Hygiene, Moral und diese herrlich menschliche Sehnsucht, sich einfach mal treiben zu lassen. Antike Rituale, Seebäder, Schwimmbäder, Bademoden und sogar diese robusten Dippern tauchen auf. Allein bei dem Wort hatte mein Kopf kurz ein eigenes kleines Historienkino. Besonders schön ist, dass das Buch nicht trocken wirkt, obwohl es ein Sachbuch ist. Eher so, als würde jemand mit Ahnung neben einem sitzen und erzählen: Pass auf, Wasser war schon immer viel mehr als nur nass. Und plötzlich denkt man über Schwimmbäder, Baderegeln und Badeanzüge nach, als hätte man nie etwas anderes getan. Für mich ist das genau diese Sorte Buch, bei der man nicht hektisch Seiten verschlingt, sondern eher gemütlich eintaucht. Mal staunt man, mal schmunzelt man, mal denkt man: Ach guck, selbst beim Baden hatten die Menschen früher schon Meinungen, Vorschriften und ziemlich viele seltsame Ideen. Die zahlreichen Abbildungen machen das Ganze zusätzlich lebendig. Das passt einfach, weil Geschichte hier nicht nur erklärt, sondern sichtbar gemacht wird. Kein Buch für alle, die nur schnelle Unterhaltung suchen. Aber für alle, die kluge, besondere Sachbücher mögen und gerne mal abseits der üblichen Themen schwimmen, ist das hier ein richtig schöner Fang.





