Welcome to my Ghost World

Welcome to my Ghost World

Ebook
4.617

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Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Ebook
Pages
362
Price
0.99 €

Posts

7
All
5

Über das Leben (danach)

Inhalt: Mit einem dumpfen Laut landet das Notizbuch auf dem Teppich. Auf der ersten Seite ist fast alles mit schwarzem Filzstift ausgemalt worden. Die Stellen, die ausgelassen wurden, bilden Buchstaben. Kunstvoll verschnörkelte Buchstaben. „Welcome to my Ghost World“, begrüßen sie mich. Life sucks, soviel weiß die siebzehnjährige Lu. Am liebsten will sie nichts mit der Welt zu tun haben und mit ihrem Groll auf die Menschen allein sein. Das kann sie vergessen, als Kaya auftaucht und Lu um Hilfe bittet herauszufinden, was ihr zugestoßen ist – denn Kaya ist ein Geist und niemand außer Lu kann sie sehen. Ein grauenhaftes Geheimnis, eine Bedrohung kaum erkennbar und eine Freundschaft, die Grenzen überwindet. Die Protagonistin Lu ist der typische Teenie, der nicht zur hippen Szene gehört: intelligent, miesepetrig, rebellisch und einzelgängerisch, besonders weil sie aufgrund ihrer Mütter viel auszuhalten hat. Doch eines Tages findet sie ein verstecktes Buch und damit hat sie eine unfreiweillige Begleitung erhalten, die verstorbene Kaya. Nach anfänglicher Abneigung gegen die neue Situation lässt sie sich aber darauf ein, ihr zu helfen, und die Todesursache zu klären, damit vor allem auch Kayas Schwester ihren Frieden machen kann und Kaya aus der Zwischenwelt entlassen wird. Bei der Recherchearbeit lernt Lu neue Freunde kennen, verliert alte endgültig und wächst trotz aller Probleme, die von toxischer Männlichkeit, die sich durch Gewalt gegen Frauen äußert, Mobbing und Queerfeindlichkeit reichen, über sich hinaus. Schon die Grundidee, ein misanthropischer Teenager trifft auf einen Geist, der Aufklärung verlangt, zeigt, dass der Roman weniger an klassischen Horror interessiert ist als an psychischen Zuständen, Isolation und zwischenmenschlicher Verletzlichkeit. Auf eine große Ladung Emotionen alleine aufgrund der vielfältig behandelten Themen solltet ihr euch gefasst machen. Eine der größten Stärken des Romans scheint seine emotionale Rohheit zu sein. Lu wird nicht als „sympathische“ Standardheldin entworfen, sondern als wütende, erschöpfte junge Person, die mit der Welt abgeschlossen hat. Gerade diese Unangepasstheit verleiht der Figur Glaubwürdigkeit. Strefford interessiert sich offensichtlich für Außenseiterfiguren, die nicht sofort Heilung oder Erlösung finden. Dadurch entsteht ein Tonfall, der viele typische Young-Adult-Romane vermeidet: weniger romantisierte Melancholie, mehr echte Frustration und soziale Überforderung. Besonders gelungen wirkt dabei, dass Lu nicht einfach „cool düster“, sondern emotional widersprüchlich erscheint – verletzlich, aggressiv, ironisch und resigniert zugleich. Thematisch bewegt sich der Roman stark im Spannungsfeld zwischen Einsamkeit und Verbindung. Kaya fungiert dabei nicht nur als Mystery-Element, sondern auch als Spiegel für Lus innere Isolation. Der Geist ist erzählerisch interessant, weil er gleichzeitig übernatürliche Figur und Symbol für verdrängte Traumata ist. Das Motiv der „unsichtbaren Person“, die nur von Lu wahrgenommen wird, lässt sich als Metapher für psychische Belastungen lesen: Wer leidet, fühlt sich oft selbst geisterhaft – anwesend und doch abgeschnitten von der Welt. Auch die Atmosphäre scheint ein zentraler Reiz des Buches zu sein. Die Bildsprache des Notizbuchs, die dunklen Andeutungen und die schleichende Bedrohung erzeugen offenbar eher einen melancholisch-unheimlichen Sog als klassischen Thrill. Die Autorin setzt eher auf emotionale Spannung als auf spektakuläre Wendungen. Dadurch wirkt das Buch vermutlich intensiver auf Leserinnen und Leser, die Figurenpsychologie und Stimmung schätzen, könnte aber für Menschen, die einen klar strukturierten Kriminalfall oder Horrorroman erwarten, stellenweise zu introspektiv sein. Was ich besonders toll an dem Buch finde, ist, dass es trotz queeren Themen nicht dieses typische Coming-Out-0815-Geschichte ist. Im Gegenteil, Lu ist zwar lesbisch und wird von zwei Müttern aufgezogen, aber es geht nicht im typischen Sinne um ihre 6uelle Orientierung, sondern gibt den queeren Figuren einfach Raum für ihre eigene „Alltägliche“ Geschichte, was ich persönlich einfach schön finde. Zudem rückt die Autorin statt „romantischer Spannung“ Themen wie Vertrauen und gegenseitiges Verstehen in den Mittelpunkt. Dadurch erhält die Beziehung zwischen Lu und Kaya vermutlich mehr emotionale Tiefe, weil sie nicht in bekannte Romance-Muster kippt. Sprachlich scheint Strefford einen direkten, gegenwartsnahen Stil zu verwenden, der stark aus Lus Perspektive lebt. Die Sprache dürfte weniger literarisch-verspielt als emotional unmittelbar sein. Das passt zur Figur, birgt aber auch Risiken: Ein sehr stark subjektiver Ton kann mitunter repetitiv wirken, wenn sich Gedankenmuster und Emotionen häufig wiederholen. Gleichzeitig ist genau diese Unmittelbarkeit wahrscheinlich der Grund, warum viele Leser den Roman als authentisch empfinden. Fazit: Vordergründig ein Jugendroman, aber eher eine Geistergeschichte mit psychologische Selbstsuche, ohne sich auf einfache Antworten einzulassen. Das Buch scheint besonders dort stark zu sein, wo es Wut, Entfremdung und die Sehnsucht nach echter Nähe beschreibt. Weniger überzeugend könnte es für Leserinnen und Leser sein, die von Mystery-Literatur mehr äußere Handlung und weniger emotionale Innenschau erwarten. Gerade diese kompromisslose Konzentration auf verletzte Figuren macht den Roman jedoch eigenständig – und vermutlich nachhaltiger als viele formelhafte Young-Adult-Titel.

Über das Leben (danach)
5

Kraftvoll, emotional, schmerzhaft und absolut mitreißend. Was für ein Highlight!

4

Spannendes Buch

Cover: Eyecatcher Klappentext: Klingt gut! Buch: Spannend! Dieses Buch hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite unterhalten und in seinen Bann gezogen. Eigentlich wollte ich während einer Leserunde jeden Tag einen Abschnitt lesen. Hat nicht geklappt. Spätestens ab der Hälfte musste ich einfach weiterlesen und habe die Abschnitt ignoriert! Spannung kann Catherine Strefford definitiv richtig gut! Außerdem erschafft die Autorin tolle, vielseitige Charakter. Die Protagonistin Lu lädt uns ein in ihre Gedankenwelt. Diese ist relativ negativ, aber (leider) auch ziemlich realistisch! Lu setzt sich mit der aktuellen Welt auseinander. Mit der Ungerechtigkeit, dem Klimawandel, dem Egoismus und so viel mehr. Für mich persönlich war die Negativität von Lu ein bisschen zu viel, zu drückend. Was nichts daran ändert, dass grundsätzlich alle angesprochenen Themen richtig und wichtig sind. Mir war es nur als geballtes Werk zu viel. Ansonsten habe ich nichts zu bemängeln. Kaya, Ben und Medi sind tolle Charaktere, die die Geschichte definitv erinnerungswürdig machen. Und damit meine ich, dass die Geschichte nachhallt. Die Charaktere und Themen gehen ins Hirn und ins Herz. Und da bleiben sie. Man lacht mit, man fühlt mit, man leider mit. Ich würde gerne noch viel mehr dazu sagen, aber ich will nicht Spoilern. Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung! Lest das Buch und lässt und drüber quatschen!

4.5

Etwas ganz besonderes

Ein Jugendbuch der besonderen Art. Tolle Worte, eine spannende, mitreißende Geschichte, ein Plot, in dem es schwer fällt, nicht jede*n zu verdächtigen. Wahnsinn! Ich konnte die Wut und Hilflosigkeit von Lu so gut verstehen. Ihre Empathie und die Ungerechtigkeit der Welt prallen aufeinander. Das schmerzt. Aber auch Kaya und Medi hab ich sehr ins Herz geschlossen. Ich wüsste tatsächlich gar nicht, wie ich das Buch am besten beschreiben soll, außer, dass es mich sehr überrascht hat. Im positivsten Sinne. Ja, es ist ein Jugendbuch. Ja, wir haben hier mit Teenagerproblematik zu tun. Ja, nicht alle Entscheidungen sind gut getroffen, aber hey, es sind Teenies. Authentisch, echt, spannend, ein Pageturner mit einer Prise Mystik. Für mich ein Highlight. Auch wenn mir als Erwachsene ein paar Details fehlen. Aber es ist ein Jugendbuch. Das ist ok so. Alles weitere lese ich zwischen den Zeilen. Die Jugendlichen, die das Buch lesen, werden genug zu knabbern haben an den ganzen Geschehnissen.

5

Lest es!

Lest es - egal wie alt ihr seid. Hauptsache über 16. Lu ist eine eindrucksvolle Person. Sie hat kein leichtes Sozialleben, bleibt sich selber treu und hat eine Sicht auf die Welt, die man sacken lassen muss. Die Geschichte ist fesselnd, bedrückend, witzig, traurig und aufweckend. Kleiner Tipp: Plane Zeit fürs Lesen ein. Ab einer bestimmten Stelle willst Du nicht mehr unterbrochen werden!

5

Tolle Buch, nicht nur für Jugendliche!

Obwohl es eine junge Protagonistin ist (17 Jahre) konnte ich mich in diesem Weltschmerz extrem gut wieder finden. Denn anders als Pubertätsprobleme verwächst sich die Wut auf die Klimaleugner, toxische Männlichkeit usw. Nicht. Inhaltlich ist das Buch spannend. Es geht um die Lösung des Falls um Kaya, deren Geist Lu sieht. Zwar ist der Wendepunkt erahnbar, aber eher, weil man eben Bücher kennt. Dass Lu nicht sofort drauf kommt, ist nachvollziehbar. Dennoch bleibt es bis zum Schluss spannend, weil das endgültige "Was ist passiert" nicht zu erraten ist. Einzig auf einen POV Wechsel,der nur 1x vorkommt (sonst nur Lu) hätte ich verzichten können. Es ist zwar spannend und erklärt viel, mir hätte aber nur Lus Perspektive gereicht. Lu ist teilweise schwierig, doch ich mag, dass ihr das von den Charakteren auch gespiegelt wird. Insgesamt behandelt das Buch sehr schwere Themen, doch es gelingt,es nicht in die absolute Trostlosigkeit fallen zu lassen. Ich muss zugeben,dass ich bis zum Schluss auf din Happy End gehofft habe. Auch wenn klar war, dass es nicht so kommt. Ich lasse geliebte Charaktere ungern gehen. Und so ist es auch hier bei der Geschichte um Lu und Kaya. Ein tolles, aber schweres Buch, dass nicht nur "dahin" gelesen werden kann. Es zwingt uns zur Aufmerksamkeit und zum Reflektieren. Für ein Jugendbuch definitiv genial gemacht. Übrigens auch im Schriftbild: Es wird gegendert und es passt wundervoll hinein und zu Lu. Insgesamt ein wirklich tolles Jugendbuch!

Tolle Buch, nicht nur für Jugendliche!
5

So ein tolles Buch, tolle Stimmung, tolle Schreibe … ich mochte einfach alles daran. 🫶🏻

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