Schattenkrieger: Thriller

Schattenkrieger: Thriller

Ebook
3.917

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Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Ebook
Pages
385
Price
9.99 €

Posts

7
All
4

Der sympathische Hamburger Currywurstimbiss-Chef, ein Teilzeitkiller und ehemaliger Afghanistankämpfer, erlebt auf verschiedenen Zeitebenen mörderische Abenteuer. Spannend bis zum Schluss

Der Autor kann anscheinend nicht nur Takeda-Krimis schreiben und lässt seine Japan Erfahrungen auch in diesen Thriller mit einfließen.

3

Drei Sterne für „Schattenkrieger“: Packende Action, aber wenig Neues

Ich kannte schon Henrik Siebolds Inspektor-Takeda-Reihe und war gespannt auf „Schattenkrieger“ – und wurde mit einer Mischung aus rasanten Kampfszenen, Hamburger Kiezatmosphäre und japanischer Philosophie belohnt. Doch trotz einiger Stärken hinterlässt das Buch auch ein zwiespältiges Gefühl. Die story, kurz zusammengefasst. Manuel Jessen, Ex-Elitesoldat und unfreiwilliger Auftragskiller, führt in Hamburg ein verdecktes Leben als Currywurstbuden-Betreiber – bis ein Auftrag schief läuft. Die Geschichte springt dabei von Kapitel zu Kapitel, ständig zwischen seiner Vergangenheit in Afghanistan, Japan und der Gegenwart hin und her. Diese Zeitsprünge geben zwar Einblick in Manuels traumatische Erfahrungen, zerstören aber leider oft den Lesefluss. Gerade wenn man in einer Szene drin ist, reißt der Wechsel einen wieder heraus. Was mir an dem Buch gefiel war der Japan-Flair. Wie schon bei Takeda spürt man Siebolds Liebe zu Japan. Die Beschreibungen von Kampfkunst, Zen-Weisheiten und Yakuza-Einflüssen sind lebendig und authentisch. Die Atmosphäre im Buch vom Imbiss auf St. Pauli bis zum undurchsichtigen Geheimdienstmilieu, ist durchaus dicht und glaubwürdig inszeniert. Manuels Charakter, seine inneren Konflikte zwischen Pflichtbewusstsein und dem Wunsch nach Frieden machen ihn sympathisch, auch wenn er oft wie ein „unkaputtbarer Actionheld“ wirkt. Was mir nicht so gefiel, war das vorhersehbare Plotmuster. Die Story um den „Killer mit Gewissensbissen“ bietet wenig Überraschungen. Wer Thriller wie John Wick oder Bourne kennt, findet hier kaum neue Wendungen. Der Autor hat das Buch aus meiner Sicht mit Personal überladen. Geheimdienste, Yakuza, Rocker – zu viele Antagonisten verwässern den Fokus. Die Motivationen mancher Figuren blieb für mich dabei undeutlich. Mein Resümee: „Schattenkrieger“ ist ein solider Pageturner für zwischendurch, der mit Tempo und Setting punkten kann. Die Japan-Bezüge und Manuels Entwicklung lohnen sich für Siebold-Fans. Wer jedoch tiefgründige Charakterstudien oder innovative Plots erwartet, wird enttäuscht. Drei Sterne für unterhaltsame Action – aber ohne bleibenden Eindruck.

3

3.5 ⭐️ Ein neuer Einzelband vom Autor meiner geliebten Inspektor Takeda-Reihe. Auch hier befinden wir uns in Hamburg und Japan. Unsere Reise führt aber bis nach Afghanistan. Zwei Perspektiven: Manuel - ein blauäugiger Hüne und Meister der Kampfkunst, der sich in einem Imbiss auf St. Pauli verdingt. Ralf - ein deutscher Elitesoldat, der in Afghanistan in einen Hinterhalt gerät, welcher sein Leben komplett verändert. Henrik Siebold beschreibt anschaulich, wie man seinen Körper und Geist trainiert, um zur Creme de la Creme des Kampfsports zu werden. Geschickt verwebt er Tatsachen mit Fiktion zu einer weltumspannenden Intrige, die einem das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. Wenn da bloß nicht die letzten drei Seiten wären. Ohne die wär‘s ein absolutes Highlight gewesen. Mehr zum Buch auf YouTube: https://youtu.be/NjihXBWrYM4 Viel Spass bei der Lektüre.

5

Packend, rasant, interessant!

4

Toller Sprecher, der mich schon bei den Takeda Büchern begeisterte. Spannende Story

4

Die Geschichte umspannt mehrere Länder und eine Vielzahl von Themen: Krieg, das Leben eines (unfreiwilligen) Auftragsmörders, die dubiose Ethik der Geheimdienste, Yakuza, aber auch Liebe, Freundschaft und die bunte Lebenskultur am Hamburger Kiez. Ladyboy, Biker, Prostituierte, ganz egal … Alle stehen in der Imbissbude von Protagonist Manuel Jessen an der gleichen Theke und genießen die beste Currywurst der Welt. So viele Themen auf einmal? In den Händen eines ungeschickteren Autors hätte daraus eine ungenießbare, überwürzte Wortpampe werden können. Aber so wie Manual den frischgekochten Ketchup mit einer Vielzahl von fein dosierten Gewürzen bis zur Perfektion verfeinert, gelingt es auch Henrik Siebold, aus den vielen Themen einen originellen, ungewöhnlichen Thriller zu machen, der das Lesen lohnt. Spannungsbogen Von der Veranlagung her ist Manuel eigentlich ein friedlicher Mensch, der nur durch eine fatale Kette von Ereignissen zu dem gemacht wurde, der er ist. In Afghanistan verbrachte er Jahre in Gefangenschaft der Taliban, und seine Retter gedenken, sich die Befreiung mit lebenslanger Knechtschaft bezahlen zu lassen. Ironie des Schicksals. Vor »Schattenkrieger« habe ich nur ein einziges Mal mit einem Auftragsmörder dermaßen mitgefiebert. (Nämlich mit »Billy Summers« von Stephen King, der ist ähnlich überzeugend geschrieben.) Manuel will raus aus diesem Leben, er will nicht mehr töten, er kann die Gewalt nicht mehr ertragen – aber immer hat ihn jemand mit diesem oder jenem Druckmittel in der Hand, so dass er keine Wahl hat. Und so verfolgte ich in banger Erwartung und fingernagelfeindlicher Spannung Manuels Versuche, aus dem Kreislauf der Gewalt auszubrechen. Das ist verflixt spannend, und das sage ich als Leserin, die bei den Worten ‘Geheimdienst’, ‘Krieg’ und ‘Auftragsmörder’ normalerweise abwinkt und zu einem anderen Thriller greift. Aber hier ist das so gut geschrieben, so vielschichtig und tiefgründig, dass es sich positiv aus dem Genre hervorhebt. Schlüssigkeit & Glaubhaftigkeit Die Geschichte ist an sich schlüssig konstruiert. Nur manchmal überspannt sie den Bogen ein klein wenig, da erscheint nicht mehr ganz glaubwürdig, was ein einzelner Mann so alles tun und erleben kann – und wie überragend gut er in allem ist! Manuel meistert alles, von einer uralten japanischen Kampfkunst bis hin zur wohlschmeckenden Imbisskochkunst, die Christian Rach die Freudentränen in die Augen treiben würde. Wäre er dabei nicht so sympathisch, ich müsste ihn wohl als Superhelden-Persiflage abtun. Aber er ist sympathisch und bei aller Meisterschaft immer auch eine tragische Gestalt. Irgendwie kauft man dem Autor dann doch alles ab und drückt die Daumen. Charaktere Henrik Siebold schreibt Charaktere, die ohne Zweifel überzeichnet und überlebensgroß daherkommen, dabei aber dennoch authentisch wirken, wie direkt aus dem Leben gegriffen. Besonders die ‘Kiezianer’, diese bunte und vielfältige kleine Truppe, sind mir richtig ans Herz gewachsen. Nur gegen Ende wird es mir dann doch etwas zu gefühlsselig. Das Finale schraubt sich zwar ohne Netz und doppelten Boden hoch zum großen Showdown, doch die Umstände sind arg konstruiert. Ob es dann aber wirklich zum Happy End kommt oder ob Manuel als tragischer Held endet, das lasse ich hier natürlich noch offen. …und ich gebe zu, so ein bisschen gerührt war ich dann auch, als sich die schrulligsten und ‘härtesten’ Charaktere als gefühlvolle Menschen zeigten. Freudentränen? Kummertränen? Verrate ich nicht. Schreibstil Henrik Siebold kann ohne Zweifel schreiben, mit einem Stil, der sich wunderbar flüssig liest und dabei auch noch etwas ganz Eigenes, Unverwechselbares an sich hat. Einheitsbrei steht nicht auf der Speisekarte. Fazit: Gern gelesen »Schattenkrieger« ist ein ‘Aber’-Buch — es hat mich überzeugt, obwohl es nicht in mein Beuteschema passt. Ich winke normal ab, wenn das Wort ‘Elitesoldat’ im Klappentext eines Thrillers vorkommt, aber… Ich seufze schwer, wenn es um Geheimdienste geht, aber… Ich ergreife die Flucht, wenn der Protagonist ein Auftragskiller ist, aber… Was heißt denn nun ‘aber’? Aber die Geschichte ist originell und einfallsreich. Aber die Spannung schraubt sich schnell hoch und hält das Level bis zum Schluss. Aber das ist sauber konstruiert, wenn auch manchmal etwas überzogen. Aber die Charaktere wachsen dir ans Leser:innenherz. Aber der Schreibstil ist großartig. Da lässt sich in meinen Augen auch wunderbar verschmerzen, dass die Handlung den Bogen der Glaubwürdigkeit manchmal etwas überspannt oder Protagonist Manuel etwas zu superheldenhaft wirkt. Das Lesen macht einfach Spaß.

3

Deutscher Jason Born mit 7 Leben

Habe mir das Buch geholt, weil ich dien“Inspektor Takeda“ Reihe liebe und ich einfach sehen wollte, wie der Autor mit einer anderen Story umgeht. Anfänglich wird man durch kurze Kapitel in die Story gezogen. In der Mitte wurden die Kaptitel länger und der Lesefluss träger. Die Story wirkt teilweise sehr übertrieben und der Held hat aus meiner Sicht keine Schwächen, was ihn als übermenschlich erscheinen lässt . Der Inhalt ist für mich eine Mischung aus Jason Born, Inspektor Takeda und Oxen 5. Liebhaber japanischer und Hamburger Kultur kommen hier auf ihre Kosten.

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