Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden
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Ein Buch über den Zauber der Therapie 💓
Ich habe mit Anfang 20 eine Therapie begonnen & dadurch einen ganz anderen Blick auf das Leben gewonnen. Seit Beginn war meine Therapeutin eine große Inspiration, was dafür sorgte, dass ich mein ganzes Leben umwarf. Heute mit 28, mitten im Studium sozialer Arbeit (welches mir ohne Therapie sicherlich nicht in den Sinn gekommen wäre) & dem Gefühl alles im Leben zu schaffen (ebenfalls ohne Therapie niemals vorhanden gewesen), war die Therapie die bislang beste Entscheidung meines Lebens. Das Buch hat mir die Möglichkeit gegeben mehr über die Gefühlswelt als Therapeut*in zu erfahren & hat irgendwie bestätigt, dass die Verbundenheit die man spürt wirklich nicht einseitig war. Ich habe mitgefühlt, mitgelacht & war zum Ende des Buches auch mal dolle traurig. Ein so schönes Buch...

Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Es ist kein klassisches Selbsthilfebuch, vielmehr begleitet man die Autorin bei ihrer Arbeit als Psychologin sowie in ihrer eigenen Therapie und erlebt hautnah ihre „Aha-Momente“ und Erkenntnisse, sowohl ihre eignen als auch die ihrer Klienten. Besonders schön fand ich die Vielfalt an unterschiedlichen Charakteren und Problemen. Dadurch findet sich vermutlich jeder an der einen oder anderen Stelle selbst wieder. Einige Passagen haben mich wirklich tief berührt, sodass ich an manchen Stellen sogar ein Tränchen verdrücken musste. Ich habe mir direkt im Anschluss das Arbeitsbuch zum Hörbuch gekauft und bin gespannt, ob ich daraus noch weitere Erkenntnisse für mich mitnehmen kann.
Es ist rückblickend bedauerlich, dass ich mir für dieses Buch so viel Zeit gelassen habe und es so lange ungelesen in meinem Regal stand. "Maybe You Should Talk to Someone" erweist sich als ebenso klug wie berührend und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck. Lori Gottlieb verbindet Memoir und psychologische Fallgeschichten auf bemerkenswert reflektierte Weise. Sie gewährt Einblick in ihre Arbeit als Psychotherapeutin und begleitet gleichzeitig ihre eigene therapeutische Auseinandersetzung nach einer persönlichen Krise. Diese doppelte Perspektive verleiht dem Buch eine besondere Tiefe: Es entsteht ein vielschichtiges Bild davon, wie universell menschliche Unsicherheiten, Verlustängste und Beziehungsmuster sind; unabhängig von Ausbildung oder beruflicher Rolle. Die Porträts ihrer Patient:innen sind differenziert und respektvoll gezeichnet. Gottlieb gelingt es, komplexe psychologische Prozesse verständlich darzustellen, ohne sie zu simplifizieren. Dabei wahrt sie eine Balance zwischen fachlicher Einordnung und erzählerischer Nähe. Der Ton bleibt durchgehend empathisch, gelegentlich humorvoll, aber stets ernsthaft im Umgang mit existenziellen Fragen. Statt konkrete Ratschläge zu erteilen, lädt das Buch zur Selbstreflexion ein. Es zeigt, dass Veränderung selten gradlinig verläuft und dass Erkenntnis häufig aus dem Aushalten von Ambivalenzen entsteht. Gerade diese Zurückhaltung macht das Werk überzeugend. "Maybe You Should Talk to Someone" ist ein ebenso literarisch gelungenes wie psychologisch fundiertes Buch, das Einblick in therapeutische Prozesse gewährt und zugleich die universelle Suche nach Sinn und Verbindung thematisiert. Eine eindrucksvolle Lektüre, die ich deutlich früher hätte entdecken sollen.
»Was macht es schon, wie alt ihr seid, wenn es so weit ist? Das Heute bekommt ihr ohnehin nicht zurück.«
Ein wunderbares Buch über den Alltag einer Psychologin mit verschiedenen Facetten, verschiedensten Charakteren, Patienten mit jeglichen persönlichen Problemen bis hin zu den eigenen Aspekte , die es zu betrachten gibt. Sich immer wieder auf neue Leute einzulassen, nebenbei das eigene Leben bewältigen und von alldem auch persönlich lernen und wachsen. Lori Gottlieb schreibt inspiriert von eigenen Situationen eine abwechslungsreiche Geschichte, wie nur das Leben sie schreiben kann. Sehr empfehlenswert und lehrreich für jeden, dass die Dinge nicht immer so laufen, wie man es sich erträumt aber dennoch immer etwas Gutes haben.
Was passiert, wenn eine Therapeutin zum Therapeuten geht? Lori Gottlieb schreibt mit Mitgefühl, Wärme, Emotionen und Humor über ihr Erleben auf den „beiden Seiten“ der Psychotherapie. Sie lässt uns teilhaben an der Entwicklung ihrer Patienten und ihrer eigenen, begleitet von informativen und persönlichen Details. Ein berührendes Buch!
I started this book because I read online that reading this feels like therapy. While I couldn’t understand that sentiment in the first half of the book, I definitely felt it in the later half. I listened to the audio book and found many things so helpful that I want to get a physical copy to look things up now and again. Whether you’ve been to therapy before or not, I think you can take things away from this book, especially if you’re having a not so good time currently. Highly recommend for anyone interested in psychology and mental health.
Einblicke ins Leben einer Psychotherapeutin
Ein launig geschriebenes Buch, was irgendwie alles beinhaltet: man lacht, man weint, man denkt nach, man reflektiert, man erwischt sich selbst. Und "man" ist in diesem Fall definitiv ich. Knapp 600 Seiten innerhalb weniger Tage habe ich lange nicht mehr geschafft. Aber hier hat es unheimlich viel Spaß gemacht. Als Therapieerfahrene konnte ich vieles nachvollziehen, sah mich selbst, sah meinen Therapeuten, habe viel auch für mich rausziehen können. Der Schreibstil ist flott, launig, teils kolumnenhaft. Was auch in der Natur der Autorin liegt, da sie auch üblicherweise Kolumnen schreibt. Deshalb ist dieses Buch auch definitiv für diejenigen lesbar, die nicht unbedingt was mit Psychotherapie zu tun haben, aber einfach neugierig sind und einen Einblick haben wollen
Original title: Maybe you should talk to someone I actually dont know exactly how I feel about this book. Don't get me wrong it wasnt bad at all! I liked the characters (well,most of them) and felt with them trough their journeys. The writing was good and not 'dry' at all. But there wasn't that feeling that it was so good that I want to read it again or that I would've missed something if I wouldn't have read it. It was a good read and I enjoyed the book as well (I actually liked the client chapters better than the ones about the author,even though the author seems to have a lovely character) and I would also recommend it.Maybe it was just not what I really wanted to read in that time. So,this is not a book that will heal you in any way. Its more about ending stigmas about therapy and the people that go there.It gives you a closer look into therapy,therapists and 'clients'. 3,5⭐
Meinung: Lori Gottlieb hat ein unglaubliches Buch zu einem wichtigen Thema geschrieben. Therapie - sie kann nur funktionieren wenn Patient und Therapeut zusammenarbeiten, sich vertrauen. Und doch ist es der Patient, der die eigentliche Arbeit zu tun hat. Die Autorin erzählt in dem Buch über einige Fälle ihrer Patienten, deren Therapieverlauf man mitverfolgen kann aber auch über ihrer eigene Therapie, die sie nach einer schweren Trennung beginnt. So schlüpft sie quasi in eine Doppelrolle und man liest von ihren Gedanken und Gefühlen als Therapeutin aber auch als Patientin. Sie beschreibt alles sehr genau, ohne langatmig zu werden. Ihr Schreibstil hat viel Humor und ist absolut realitätsnah und einfach menschlich. So hatte ich oft das Gefühl, ich lese das Buch einer Freundin. Die Autorin beschönigt nichts und zeigt, dass jeder Mensch durch Höhen und Tiefen geht - und man das von außen nicht immer sehen kann. Dadurch konnte ich mich emotional in die Geschichten fallen lassen und hatte mehr als nur einmal den Gedanken "Ja, so ähnlich geht es mir auch manchmal!". Fazit: Mit diesem Buch bekommt man 3 in 1 - Sachbuch und Roman mit einem Hauch von Ratgeber. Es gibt einen tiefen Einblick in die menschliche Psyche, viele Informationen über den Beruf Psychotherapeut/in, vor allem in den Bereich der Gesprächstherapie, und die Einsicht, dass auch Therapeuten einfach nur Menschen sind, die mit ihren Problemen und Ängsten zu kämpfen haben. Wenn man sich für das Thema interessiert, kann ich es absolut empfehlen. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.
Kein „schnelles Buch für zwischendurch“
Lori Gottlieb nimmt einen mit auf eine Reise durch die Leben ihre Klient:innen, ihr eigenes Leben, aber - und das vor allem - zu uns selbst. All den Themen die uns bewegen, Ängste, Sorgen, Traurigkeit, aber auch fröhliche Momente, Schlüsselerlebnisse. Während man das Buch, welches einem die gesamte Bandbreite an Emotionen darbietet, liest und all die Geschichten durchlebt, nimmt man sich doch auch viele Gedanken selbst mit. Das Buch ist authentisch, leicht und mitreisend geschrieben. Ich habe all die Emotionen durchlebt, sei es weinen, lachen, verwirrt drein schauen, oder auch genervt sein. Doch am Ende bleiben vor allem die Erkenntnisse und Fragen, die wir für unser eigenes Leben mitnehmen können. Die einen nicht nur kurz danach, sondern auch noch viele Tage und Wochen später bewegen. Deshalb kann ich dieses Buch allen die zur Selbstreflexion bereit sind, nur empfehlen. Es ist der Denkanstoß, den wir alle hier und da mal gebrauchen können. Ein Buch, das man zwar wunderbar leicht und schnell lesen kann, aber schlussendlich ein ewiger Begleiter sein wird. :-)
There will be an answer, let it be. Dieses Buch von Lori Gottlieb lesen zu dürfen, hat mir sehr viel gegeben. Für mich ist es absolut einzigartig. Ich bin ganz beseelt und ich hatte über Wochen hinweg wunderschöne Leseerlebnisse. Vor allem, wenn ich an die Lebensgeschichte von Julie, John, oder aber auch Rita denke. Wie Lori selbst von ihren eigenen Erfahrungen mit Wendell berichtet. Die Kraft der Sprache. Diese Tiefe und Wärme innerhalb der Zusammenarbeit von TherapeutIn und PatientIn. Dieses Buch werde ich definitiv weiterempfehlen und auch selbst immer mal wieder rein sehen. ❤️
Noch besser als erhofft
Als Mensch mit Therapieerfahrung war es für mich umso spannender, eine Sicht von der anderen Seite zu lesen, bzw. von einer Seite, die die Rollen als Therapeutin UND Patientin übernehmen. Ich habe relativ lange für das Buch gebraucht, was daran liegt, dass mich viele Geschichten berührt und viele wissenswerten Hintergrundinfos zum Nachdenken gebracht haben. Ich habe unheimlich viel markiert, was ich sonst eigentlich nicht unbedingt tue. Das ist ein Buch, was definitiv lesenswert ist, auch mehrmals.
Mich haben die Geschichten in diesem Buch sehr berührt. Auch nachdem ich es beendet hatte, konnte ich nicht direkt nach einem neuen Buch greifen, da ich es erst einmal "sacken lassen musste". Vor allem die Erzählungen über Julie und John haben mich sehr bewegt. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und meiner Meinung nach wurde dadurch auch kurzweilig aber dennoch interessant viel Wissenswertes über Therapiesitzungen im Allgemeinen aber auch über die Therapeuten-Patienten-Beziehung vermittelt. Einen Stern Abzug gebe ich, da ich die Erzählung in manchen Abschnitten als etwas zäh und aufgebauscht empfunden habe. Alles in allem dennoch ein tolles Buch, wenn man generell gerne mehr über Psychotherapien erfahren möchte oder sich aber auch einfach nur für die Thematik interessiert und gerne emotionale Erzählungen liest.
Ein wirklich herausragendes Buch voller Weisheit und Mitgefühl. Das Buch beruht auf wahren Begebenheiten und handelt von der Psychotherapeutin Lori Gottlieb, die sich in Folge einer Lebenskrise selbst in Psychotherapie begibt. Lori Gottlieb schreibt in ihrem Buch über Ihre Erfahrungen als Therapeutin aber auch über Ihren eigenen Therapieprozess. Ich habe immer mal wieder Pausen beim Lesen gebraucht, denn das Buch ist sehr tiefsinnig und manchmal brauche ich dann doch eher leichte Lektüre. Gleichzeitig wollte ich immer wissen wie es weitergeht. Das Buch ist einfach wunderschön und ich kann es jedem nur empfehlen.
Gleich vorneweg muss ich zugeben, dass ich bei diesem Buch voreingenommen war. Und das deshalb, weil ich denselben Beruf ausübe wie die Autorin. Aber genau aus diesem Grund war ich gerade so gespannt auf dieses Buch, das schon lange auf meiner Wunschliste gestanden hat. Lori Gottlieb hat eine beachtliche und abwechslungsreiche Karriere hinter sich. Ursprünglich war sie TV-Produzentin bei mehreren berühmten amerikanischen Fernsehserien, bis sie aufgrund ihrer Recherche für eine Arztserie mit der Arbeit von echten Ärzten in Berührung gekommen ist und gemerkt hat, dass sie selbst gerne in diesem Bereich tätig sein wollte. Aus diesem Grund hat sich Gottlieb dazu entschlossen, ihren ursprünglichen Beruf an den Nagel zu hängen und Medizin zu studieren. Eine mutige Entscheidung, wenn man bedenkt, dass sie damals bereits in ihren 30ern war (wenn ich es richtig in Erinnerung habe). Während des Medizinstudiums hat sie dann aber gemerkt, dass sie sich doch eher für Psychologie interessiert und ihr Fachgebiet noch einmal gewechselt, bis schliesslich in der Psychotherapie gelandet ist. Das alles hat sie noch dazu als alleinerziehende Mutter unter einen Hut gebracht. Gottlieb hat bereits mehrere Bücher geschrieben und dieses hier befasst sich einerseits mit Patient*innengeschichten aus ihrer Tätigkeit als Psychotherapeutin, und andererseits mit Anekdoten aus ihrer eigenen Therapie, die sie nach einer Trennung von ihrem Ex-Freund in Anspruch genommen hat. Dabei ist die Autorin erfrischend ehrlich und zögert auch nicht damit, ihre eigenen Schwächen in den Mittelpunkt zu stellen, was ich äusserst sympathisch fand. Denn ich habe manchmal auch den Eindruck, dass Patient*innen den Eindruck haben, wir Therapeut*innen seien eine Art Übermensch, die immer alles im Griff haben. Und das dem nicht so ist und jeder Mensch mal professionelle Hilfe in Anspruch nehmen kann und sollte, finde ich eine sehr wichtige Botschaft. Das Buch ist insgesamt sehr unterhaltsam geschrieben und bereits nach wenigen Kapiteln habe ich mich in vielen Szenen wiedererkannt, die Gottlieb aus ihrer beruflichen Tätigkeit beschrieben hat. Sehr positiv fand ich, dass ich das erste Mal ein Sachbuch aus dem Bereich der Psychotherapie gelesen habe, das wirklich sehr gut recherchiert war und adäquat abbildet, was in der Therapie vor sich geht und welche Theorien in den Behandlungen herangezogen werden, weil sie evidenzbasiert sind. Bis auf einen kleinen Schnitzer, bei dem zwei Begriffe nicht ganz richtig übersetzt wurden (es heisst ich-dyston und ich-synton und nicht ich-syntonisch und ich-dystonisch), war ich wirklich erfreut über das realistische Bild unserer psychotherapeutischen Arbeit, das Gottlieb hier dargestellt hat. Bei vielen ihren Aussagen musste ich sogar schmunzeln, weil sie genauso gut von mir stammen könnten. Nichtsdestotrotz gab es aber auch ein, zwei Schwächen, die ich an dieser Stelle erwähnen muss. Das war zum einen der fehlende rote Faden, der dazu geführt hat, dass ich gegen Ende des Buches allmählich ein bisschen mein Interesse an der Handlung verloren habe. Vielleicht ist aber mein Interesse auch dadurch verflogen, weil mir so vieles bekannt vorkam und es für mich deshalb weniger "aufregend" ist, einen Einblick in die Arbeit einer Psychotherapeutin zu bekommen. Da kann ich natürlich nicht mit Sicherheit beantworten. Bei mir hat aber dieses Gefühl, dass ich unbedingt weiterlesen möchte, gefehlt. Ein weiterer kleiner "Kritik"punkt bezog sich bei mir auf die therapeutische Arbeit von Gottlieb, hinter der ich nicht immer ganz stehen konnte. Obwohl sich der narzisstische John zu meinem Lieblingspatienten aus dem Buch entwickelt hat (und das wahrscheinlich deshalb, weil er mir in meiner praktischen Tätigkeit bisher selbst schon so oft begegnet ist), war ich manchmal erstaunt darüber, was Gottlieb ihm alles durchgehen lässt. Würde mich ein Patient mit einer Prostituierten vergleichen, zu der er jede Woche hingeht, oder mir sagen, dass ich "Fick-Mich"-Stiefel trage, dann hätte ich ihn schon längst damit konfrontiert, dass mir das zu weit gehen würde. Und das darf man bei Narzissten trotz ihrer leichten Kränkbarkeit auch mal machen ;). Eine letzte Überlegung, die bei mir entstanden ist, war die Frage, inwiefern sich dieses Buch negativ auf Gottliebs Arbeit auswirken könnte. Ich finde es gut und wichtig, dass sie darauf hingewiesen hat, dass wir Therapeut*innen selbst alles andere als perfekt sind und es auch für uns gilt, dass wir "vielleicht mal mit jemandem darüber reden sollte", aber gleichzeitig verrät sie doch sehr viel Privates über sich, dass ihre ganzen Patient*innen lesen können. Mir persönlich wäre damit ehrlich gesagt nicht sehr wohl. Aber das ist wahrscheinlich eher eine Entscheidung, die sie für sich persönlich treffen musste. Fazit: In "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden" erzählt Lori Gottlieb aus ihrer beruflichen Tätigkeit als Psychotherapeutin und teilt gleichzeitig Anekdoten mit uns, als sie sich selbst nach einer Trennung in eine Therapie begeben hat. Das Buch ist erfrischend ehrlich und schildert auf sehr realitätsgetreue Weise die Arbeit von uns Psychotherapeut*innen. Wer einen Einblick in diese Tätigkeit bekommen will, ist hier richtig. Obwohl das Buch kurzweilig ist, hat mir aber insgesamt ein roter Faden gefehlt, der mich dazu gebracht hätte, das Buch unbedingt weiterlesen zu wollen. Dennoch ein empfehlenswertes Buch, dem ich 3.5 Sterne vergeben kann.
Schönes Buch
Ich fand das Buch sehr nahbar und gut zu lesen. Ich denke es gefällt (angehenden) Psychotherapeuten oder Sozialarbeitenden am Besten, da sie ähnlich beide Situationen erleben können im Laufe des Lebens. Die Autorin hat sehr nahbar und realistisch geschrieben und ich war tatsächlich traurig als das Buch vorbei war da es mir wirklich gefallen hat.
Am Anfang gut, ab der Mitte wurde es mitunter zäh. Insgesamt finde ich es zu lang. Dass die Autorin Kolumnen schreibt, merkt man. Der Erzählton ist locker flockig, aber mir hat irgendwas gefehlt. Mir erschien vielleicht auch wegen des Kolumnenhaften manches als Geplapper. Ein deutliche Kürzung hätte dem Buch meiner Meinung nach gut getan.
Das Buch ist gut, wichtig und warmherzig und ich bin froh, dass es auf dem Markt ist und sich gut verkauft. Ich habe mir aber mehr erwartet. Inhaltlich habe ich nichts auszusetzen, es fühlte sich nur immer wieder langatmig an. Mehr Struktur hätte dem Text gut getan. Das Buch verfolgt verschiedene Stränge: Die Therapiesitzungen von vier Patient*innen, den Weg der Autorin zur Psychotherapeutin und die Therapiesitzungen der Autorin bei einem anderen Psychotherapeuten. Zwischendurch werden immer wieder allgemeine Fakten und Erklärungen zur Psychotherapie, verschiedene bekannte Theorien oder Konzepte (z.B. von Freud, Frankl, Yalom oder Erikson) sowie Erinnerungen der Autorin an verschiedene Patient*innen eingewoben. Grundsätzlich waren alle Stränge interessant und hatte ihre Daseinsberechtigung. Für mich war das jedoch etwas viel und zu durcheinander. Ich hätte das Ganze lieber kürzer, kompakter und geordneter gelesen.
I can't believe that I actually loved this book! “We tend to think that the future happens later, but we're creating it in our minds every day. When the present falls apart, so does the future we had associated with it. And having the future taken away is the mother of all plot twists.” I cried, I laughed, I cheered for everyone mentioned in this, for everyone I know…this book helped me understand different perspectives, mindsets of people and how and why people behave the way they do… To put it in kind words… This book might have made me more compassionate and empathetic and when I picked it up — I thought hmm, I don’t think I will like it.. but what the hell, let’s give this one a try. Shoving this book in everyone’s faces! JUST READ IT. “We tend to think that the future happens later, but we're creating it in our minds every day. When the present falls apart, so does the future we had associated with it. And having the future taken away is the mother of all plot twists.”
This book takes an interesting approach to teach us about psychology. The author takes us through episodes of her life, reflecting her actions and emotions, both from a personal and professional view. She uses specific stories of her clients to exemplify things. And, by telling her own story, she shows how therapy works and what therapists do and also how they struggle sometimes. The book made me reflect on my own actions a lot and also taught me new things about the human psyche and also about therapie. I think the author manages to give new insights to people who never been to therapy and also to reflect therapists and people who see them regularly. So basically I would refer this book to everyone interested in the topic. And maybe to some who are still acting like they don't need any help but obviously do.
⤷‧₊˚3⭑ “but part of getting to know yourself is to unknown yourself- to let go of the limiting stories you’ve told yourself about who you are so that you aren’t trapped by them, so you can live your life and not the story you’ve been telling yourself about your life.” a huge surprise for me, i liked it a lot more than i thought i would be. i still think it’s a little too long and i needed a bit till i really got into the book but it’s still a really good book which hit me too hard at some points because they’re too real.
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Ein Buch über den Zauber der Therapie 💓
Ich habe mit Anfang 20 eine Therapie begonnen & dadurch einen ganz anderen Blick auf das Leben gewonnen. Seit Beginn war meine Therapeutin eine große Inspiration, was dafür sorgte, dass ich mein ganzes Leben umwarf. Heute mit 28, mitten im Studium sozialer Arbeit (welches mir ohne Therapie sicherlich nicht in den Sinn gekommen wäre) & dem Gefühl alles im Leben zu schaffen (ebenfalls ohne Therapie niemals vorhanden gewesen), war die Therapie die bislang beste Entscheidung meines Lebens. Das Buch hat mir die Möglichkeit gegeben mehr über die Gefühlswelt als Therapeut*in zu erfahren & hat irgendwie bestätigt, dass die Verbundenheit die man spürt wirklich nicht einseitig war. Ich habe mitgefühlt, mitgelacht & war zum Ende des Buches auch mal dolle traurig. Ein so schönes Buch...

Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Es ist kein klassisches Selbsthilfebuch, vielmehr begleitet man die Autorin bei ihrer Arbeit als Psychologin sowie in ihrer eigenen Therapie und erlebt hautnah ihre „Aha-Momente“ und Erkenntnisse, sowohl ihre eignen als auch die ihrer Klienten. Besonders schön fand ich die Vielfalt an unterschiedlichen Charakteren und Problemen. Dadurch findet sich vermutlich jeder an der einen oder anderen Stelle selbst wieder. Einige Passagen haben mich wirklich tief berührt, sodass ich an manchen Stellen sogar ein Tränchen verdrücken musste. Ich habe mir direkt im Anschluss das Arbeitsbuch zum Hörbuch gekauft und bin gespannt, ob ich daraus noch weitere Erkenntnisse für mich mitnehmen kann.
Es ist rückblickend bedauerlich, dass ich mir für dieses Buch so viel Zeit gelassen habe und es so lange ungelesen in meinem Regal stand. "Maybe You Should Talk to Someone" erweist sich als ebenso klug wie berührend und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck. Lori Gottlieb verbindet Memoir und psychologische Fallgeschichten auf bemerkenswert reflektierte Weise. Sie gewährt Einblick in ihre Arbeit als Psychotherapeutin und begleitet gleichzeitig ihre eigene therapeutische Auseinandersetzung nach einer persönlichen Krise. Diese doppelte Perspektive verleiht dem Buch eine besondere Tiefe: Es entsteht ein vielschichtiges Bild davon, wie universell menschliche Unsicherheiten, Verlustängste und Beziehungsmuster sind; unabhängig von Ausbildung oder beruflicher Rolle. Die Porträts ihrer Patient:innen sind differenziert und respektvoll gezeichnet. Gottlieb gelingt es, komplexe psychologische Prozesse verständlich darzustellen, ohne sie zu simplifizieren. Dabei wahrt sie eine Balance zwischen fachlicher Einordnung und erzählerischer Nähe. Der Ton bleibt durchgehend empathisch, gelegentlich humorvoll, aber stets ernsthaft im Umgang mit existenziellen Fragen. Statt konkrete Ratschläge zu erteilen, lädt das Buch zur Selbstreflexion ein. Es zeigt, dass Veränderung selten gradlinig verläuft und dass Erkenntnis häufig aus dem Aushalten von Ambivalenzen entsteht. Gerade diese Zurückhaltung macht das Werk überzeugend. "Maybe You Should Talk to Someone" ist ein ebenso literarisch gelungenes wie psychologisch fundiertes Buch, das Einblick in therapeutische Prozesse gewährt und zugleich die universelle Suche nach Sinn und Verbindung thematisiert. Eine eindrucksvolle Lektüre, die ich deutlich früher hätte entdecken sollen.
»Was macht es schon, wie alt ihr seid, wenn es so weit ist? Das Heute bekommt ihr ohnehin nicht zurück.«
Ein wunderbares Buch über den Alltag einer Psychologin mit verschiedenen Facetten, verschiedensten Charakteren, Patienten mit jeglichen persönlichen Problemen bis hin zu den eigenen Aspekte , die es zu betrachten gibt. Sich immer wieder auf neue Leute einzulassen, nebenbei das eigene Leben bewältigen und von alldem auch persönlich lernen und wachsen. Lori Gottlieb schreibt inspiriert von eigenen Situationen eine abwechslungsreiche Geschichte, wie nur das Leben sie schreiben kann. Sehr empfehlenswert und lehrreich für jeden, dass die Dinge nicht immer so laufen, wie man es sich erträumt aber dennoch immer etwas Gutes haben.
Was passiert, wenn eine Therapeutin zum Therapeuten geht? Lori Gottlieb schreibt mit Mitgefühl, Wärme, Emotionen und Humor über ihr Erleben auf den „beiden Seiten“ der Psychotherapie. Sie lässt uns teilhaben an der Entwicklung ihrer Patienten und ihrer eigenen, begleitet von informativen und persönlichen Details. Ein berührendes Buch!
I started this book because I read online that reading this feels like therapy. While I couldn’t understand that sentiment in the first half of the book, I definitely felt it in the later half. I listened to the audio book and found many things so helpful that I want to get a physical copy to look things up now and again. Whether you’ve been to therapy before or not, I think you can take things away from this book, especially if you’re having a not so good time currently. Highly recommend for anyone interested in psychology and mental health.
Einblicke ins Leben einer Psychotherapeutin
Ein launig geschriebenes Buch, was irgendwie alles beinhaltet: man lacht, man weint, man denkt nach, man reflektiert, man erwischt sich selbst. Und "man" ist in diesem Fall definitiv ich. Knapp 600 Seiten innerhalb weniger Tage habe ich lange nicht mehr geschafft. Aber hier hat es unheimlich viel Spaß gemacht. Als Therapieerfahrene konnte ich vieles nachvollziehen, sah mich selbst, sah meinen Therapeuten, habe viel auch für mich rausziehen können. Der Schreibstil ist flott, launig, teils kolumnenhaft. Was auch in der Natur der Autorin liegt, da sie auch üblicherweise Kolumnen schreibt. Deshalb ist dieses Buch auch definitiv für diejenigen lesbar, die nicht unbedingt was mit Psychotherapie zu tun haben, aber einfach neugierig sind und einen Einblick haben wollen
Original title: Maybe you should talk to someone I actually dont know exactly how I feel about this book. Don't get me wrong it wasnt bad at all! I liked the characters (well,most of them) and felt with them trough their journeys. The writing was good and not 'dry' at all. But there wasn't that feeling that it was so good that I want to read it again or that I would've missed something if I wouldn't have read it. It was a good read and I enjoyed the book as well (I actually liked the client chapters better than the ones about the author,even though the author seems to have a lovely character) and I would also recommend it.Maybe it was just not what I really wanted to read in that time. So,this is not a book that will heal you in any way. Its more about ending stigmas about therapy and the people that go there.It gives you a closer look into therapy,therapists and 'clients'. 3,5⭐
Meinung: Lori Gottlieb hat ein unglaubliches Buch zu einem wichtigen Thema geschrieben. Therapie - sie kann nur funktionieren wenn Patient und Therapeut zusammenarbeiten, sich vertrauen. Und doch ist es der Patient, der die eigentliche Arbeit zu tun hat. Die Autorin erzählt in dem Buch über einige Fälle ihrer Patienten, deren Therapieverlauf man mitverfolgen kann aber auch über ihrer eigene Therapie, die sie nach einer schweren Trennung beginnt. So schlüpft sie quasi in eine Doppelrolle und man liest von ihren Gedanken und Gefühlen als Therapeutin aber auch als Patientin. Sie beschreibt alles sehr genau, ohne langatmig zu werden. Ihr Schreibstil hat viel Humor und ist absolut realitätsnah und einfach menschlich. So hatte ich oft das Gefühl, ich lese das Buch einer Freundin. Die Autorin beschönigt nichts und zeigt, dass jeder Mensch durch Höhen und Tiefen geht - und man das von außen nicht immer sehen kann. Dadurch konnte ich mich emotional in die Geschichten fallen lassen und hatte mehr als nur einmal den Gedanken "Ja, so ähnlich geht es mir auch manchmal!". Fazit: Mit diesem Buch bekommt man 3 in 1 - Sachbuch und Roman mit einem Hauch von Ratgeber. Es gibt einen tiefen Einblick in die menschliche Psyche, viele Informationen über den Beruf Psychotherapeut/in, vor allem in den Bereich der Gesprächstherapie, und die Einsicht, dass auch Therapeuten einfach nur Menschen sind, die mit ihren Problemen und Ängsten zu kämpfen haben. Wenn man sich für das Thema interessiert, kann ich es absolut empfehlen. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.
Kein „schnelles Buch für zwischendurch“
Lori Gottlieb nimmt einen mit auf eine Reise durch die Leben ihre Klient:innen, ihr eigenes Leben, aber - und das vor allem - zu uns selbst. All den Themen die uns bewegen, Ängste, Sorgen, Traurigkeit, aber auch fröhliche Momente, Schlüsselerlebnisse. Während man das Buch, welches einem die gesamte Bandbreite an Emotionen darbietet, liest und all die Geschichten durchlebt, nimmt man sich doch auch viele Gedanken selbst mit. Das Buch ist authentisch, leicht und mitreisend geschrieben. Ich habe all die Emotionen durchlebt, sei es weinen, lachen, verwirrt drein schauen, oder auch genervt sein. Doch am Ende bleiben vor allem die Erkenntnisse und Fragen, die wir für unser eigenes Leben mitnehmen können. Die einen nicht nur kurz danach, sondern auch noch viele Tage und Wochen später bewegen. Deshalb kann ich dieses Buch allen die zur Selbstreflexion bereit sind, nur empfehlen. Es ist der Denkanstoß, den wir alle hier und da mal gebrauchen können. Ein Buch, das man zwar wunderbar leicht und schnell lesen kann, aber schlussendlich ein ewiger Begleiter sein wird. :-)
There will be an answer, let it be. Dieses Buch von Lori Gottlieb lesen zu dürfen, hat mir sehr viel gegeben. Für mich ist es absolut einzigartig. Ich bin ganz beseelt und ich hatte über Wochen hinweg wunderschöne Leseerlebnisse. Vor allem, wenn ich an die Lebensgeschichte von Julie, John, oder aber auch Rita denke. Wie Lori selbst von ihren eigenen Erfahrungen mit Wendell berichtet. Die Kraft der Sprache. Diese Tiefe und Wärme innerhalb der Zusammenarbeit von TherapeutIn und PatientIn. Dieses Buch werde ich definitiv weiterempfehlen und auch selbst immer mal wieder rein sehen. ❤️
Noch besser als erhofft
Als Mensch mit Therapieerfahrung war es für mich umso spannender, eine Sicht von der anderen Seite zu lesen, bzw. von einer Seite, die die Rollen als Therapeutin UND Patientin übernehmen. Ich habe relativ lange für das Buch gebraucht, was daran liegt, dass mich viele Geschichten berührt und viele wissenswerten Hintergrundinfos zum Nachdenken gebracht haben. Ich habe unheimlich viel markiert, was ich sonst eigentlich nicht unbedingt tue. Das ist ein Buch, was definitiv lesenswert ist, auch mehrmals.
Mich haben die Geschichten in diesem Buch sehr berührt. Auch nachdem ich es beendet hatte, konnte ich nicht direkt nach einem neuen Buch greifen, da ich es erst einmal "sacken lassen musste". Vor allem die Erzählungen über Julie und John haben mich sehr bewegt. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und meiner Meinung nach wurde dadurch auch kurzweilig aber dennoch interessant viel Wissenswertes über Therapiesitzungen im Allgemeinen aber auch über die Therapeuten-Patienten-Beziehung vermittelt. Einen Stern Abzug gebe ich, da ich die Erzählung in manchen Abschnitten als etwas zäh und aufgebauscht empfunden habe. Alles in allem dennoch ein tolles Buch, wenn man generell gerne mehr über Psychotherapien erfahren möchte oder sich aber auch einfach nur für die Thematik interessiert und gerne emotionale Erzählungen liest.
Ein wirklich herausragendes Buch voller Weisheit und Mitgefühl. Das Buch beruht auf wahren Begebenheiten und handelt von der Psychotherapeutin Lori Gottlieb, die sich in Folge einer Lebenskrise selbst in Psychotherapie begibt. Lori Gottlieb schreibt in ihrem Buch über Ihre Erfahrungen als Therapeutin aber auch über Ihren eigenen Therapieprozess. Ich habe immer mal wieder Pausen beim Lesen gebraucht, denn das Buch ist sehr tiefsinnig und manchmal brauche ich dann doch eher leichte Lektüre. Gleichzeitig wollte ich immer wissen wie es weitergeht. Das Buch ist einfach wunderschön und ich kann es jedem nur empfehlen.
Gleich vorneweg muss ich zugeben, dass ich bei diesem Buch voreingenommen war. Und das deshalb, weil ich denselben Beruf ausübe wie die Autorin. Aber genau aus diesem Grund war ich gerade so gespannt auf dieses Buch, das schon lange auf meiner Wunschliste gestanden hat. Lori Gottlieb hat eine beachtliche und abwechslungsreiche Karriere hinter sich. Ursprünglich war sie TV-Produzentin bei mehreren berühmten amerikanischen Fernsehserien, bis sie aufgrund ihrer Recherche für eine Arztserie mit der Arbeit von echten Ärzten in Berührung gekommen ist und gemerkt hat, dass sie selbst gerne in diesem Bereich tätig sein wollte. Aus diesem Grund hat sich Gottlieb dazu entschlossen, ihren ursprünglichen Beruf an den Nagel zu hängen und Medizin zu studieren. Eine mutige Entscheidung, wenn man bedenkt, dass sie damals bereits in ihren 30ern war (wenn ich es richtig in Erinnerung habe). Während des Medizinstudiums hat sie dann aber gemerkt, dass sie sich doch eher für Psychologie interessiert und ihr Fachgebiet noch einmal gewechselt, bis schliesslich in der Psychotherapie gelandet ist. Das alles hat sie noch dazu als alleinerziehende Mutter unter einen Hut gebracht. Gottlieb hat bereits mehrere Bücher geschrieben und dieses hier befasst sich einerseits mit Patient*innengeschichten aus ihrer Tätigkeit als Psychotherapeutin, und andererseits mit Anekdoten aus ihrer eigenen Therapie, die sie nach einer Trennung von ihrem Ex-Freund in Anspruch genommen hat. Dabei ist die Autorin erfrischend ehrlich und zögert auch nicht damit, ihre eigenen Schwächen in den Mittelpunkt zu stellen, was ich äusserst sympathisch fand. Denn ich habe manchmal auch den Eindruck, dass Patient*innen den Eindruck haben, wir Therapeut*innen seien eine Art Übermensch, die immer alles im Griff haben. Und das dem nicht so ist und jeder Mensch mal professionelle Hilfe in Anspruch nehmen kann und sollte, finde ich eine sehr wichtige Botschaft. Das Buch ist insgesamt sehr unterhaltsam geschrieben und bereits nach wenigen Kapiteln habe ich mich in vielen Szenen wiedererkannt, die Gottlieb aus ihrer beruflichen Tätigkeit beschrieben hat. Sehr positiv fand ich, dass ich das erste Mal ein Sachbuch aus dem Bereich der Psychotherapie gelesen habe, das wirklich sehr gut recherchiert war und adäquat abbildet, was in der Therapie vor sich geht und welche Theorien in den Behandlungen herangezogen werden, weil sie evidenzbasiert sind. Bis auf einen kleinen Schnitzer, bei dem zwei Begriffe nicht ganz richtig übersetzt wurden (es heisst ich-dyston und ich-synton und nicht ich-syntonisch und ich-dystonisch), war ich wirklich erfreut über das realistische Bild unserer psychotherapeutischen Arbeit, das Gottlieb hier dargestellt hat. Bei vielen ihren Aussagen musste ich sogar schmunzeln, weil sie genauso gut von mir stammen könnten. Nichtsdestotrotz gab es aber auch ein, zwei Schwächen, die ich an dieser Stelle erwähnen muss. Das war zum einen der fehlende rote Faden, der dazu geführt hat, dass ich gegen Ende des Buches allmählich ein bisschen mein Interesse an der Handlung verloren habe. Vielleicht ist aber mein Interesse auch dadurch verflogen, weil mir so vieles bekannt vorkam und es für mich deshalb weniger "aufregend" ist, einen Einblick in die Arbeit einer Psychotherapeutin zu bekommen. Da kann ich natürlich nicht mit Sicherheit beantworten. Bei mir hat aber dieses Gefühl, dass ich unbedingt weiterlesen möchte, gefehlt. Ein weiterer kleiner "Kritik"punkt bezog sich bei mir auf die therapeutische Arbeit von Gottlieb, hinter der ich nicht immer ganz stehen konnte. Obwohl sich der narzisstische John zu meinem Lieblingspatienten aus dem Buch entwickelt hat (und das wahrscheinlich deshalb, weil er mir in meiner praktischen Tätigkeit bisher selbst schon so oft begegnet ist), war ich manchmal erstaunt darüber, was Gottlieb ihm alles durchgehen lässt. Würde mich ein Patient mit einer Prostituierten vergleichen, zu der er jede Woche hingeht, oder mir sagen, dass ich "Fick-Mich"-Stiefel trage, dann hätte ich ihn schon längst damit konfrontiert, dass mir das zu weit gehen würde. Und das darf man bei Narzissten trotz ihrer leichten Kränkbarkeit auch mal machen ;). Eine letzte Überlegung, die bei mir entstanden ist, war die Frage, inwiefern sich dieses Buch negativ auf Gottliebs Arbeit auswirken könnte. Ich finde es gut und wichtig, dass sie darauf hingewiesen hat, dass wir Therapeut*innen selbst alles andere als perfekt sind und es auch für uns gilt, dass wir "vielleicht mal mit jemandem darüber reden sollte", aber gleichzeitig verrät sie doch sehr viel Privates über sich, dass ihre ganzen Patient*innen lesen können. Mir persönlich wäre damit ehrlich gesagt nicht sehr wohl. Aber das ist wahrscheinlich eher eine Entscheidung, die sie für sich persönlich treffen musste. Fazit: In "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden" erzählt Lori Gottlieb aus ihrer beruflichen Tätigkeit als Psychotherapeutin und teilt gleichzeitig Anekdoten mit uns, als sie sich selbst nach einer Trennung in eine Therapie begeben hat. Das Buch ist erfrischend ehrlich und schildert auf sehr realitätsgetreue Weise die Arbeit von uns Psychotherapeut*innen. Wer einen Einblick in diese Tätigkeit bekommen will, ist hier richtig. Obwohl das Buch kurzweilig ist, hat mir aber insgesamt ein roter Faden gefehlt, der mich dazu gebracht hätte, das Buch unbedingt weiterlesen zu wollen. Dennoch ein empfehlenswertes Buch, dem ich 3.5 Sterne vergeben kann.
Schönes Buch
Ich fand das Buch sehr nahbar und gut zu lesen. Ich denke es gefällt (angehenden) Psychotherapeuten oder Sozialarbeitenden am Besten, da sie ähnlich beide Situationen erleben können im Laufe des Lebens. Die Autorin hat sehr nahbar und realistisch geschrieben und ich war tatsächlich traurig als das Buch vorbei war da es mir wirklich gefallen hat.
Am Anfang gut, ab der Mitte wurde es mitunter zäh. Insgesamt finde ich es zu lang. Dass die Autorin Kolumnen schreibt, merkt man. Der Erzählton ist locker flockig, aber mir hat irgendwas gefehlt. Mir erschien vielleicht auch wegen des Kolumnenhaften manches als Geplapper. Ein deutliche Kürzung hätte dem Buch meiner Meinung nach gut getan.
Das Buch ist gut, wichtig und warmherzig und ich bin froh, dass es auf dem Markt ist und sich gut verkauft. Ich habe mir aber mehr erwartet. Inhaltlich habe ich nichts auszusetzen, es fühlte sich nur immer wieder langatmig an. Mehr Struktur hätte dem Text gut getan. Das Buch verfolgt verschiedene Stränge: Die Therapiesitzungen von vier Patient*innen, den Weg der Autorin zur Psychotherapeutin und die Therapiesitzungen der Autorin bei einem anderen Psychotherapeuten. Zwischendurch werden immer wieder allgemeine Fakten und Erklärungen zur Psychotherapie, verschiedene bekannte Theorien oder Konzepte (z.B. von Freud, Frankl, Yalom oder Erikson) sowie Erinnerungen der Autorin an verschiedene Patient*innen eingewoben. Grundsätzlich waren alle Stränge interessant und hatte ihre Daseinsberechtigung. Für mich war das jedoch etwas viel und zu durcheinander. Ich hätte das Ganze lieber kürzer, kompakter und geordneter gelesen.
I can't believe that I actually loved this book! “We tend to think that the future happens later, but we're creating it in our minds every day. When the present falls apart, so does the future we had associated with it. And having the future taken away is the mother of all plot twists.” I cried, I laughed, I cheered for everyone mentioned in this, for everyone I know…this book helped me understand different perspectives, mindsets of people and how and why people behave the way they do… To put it in kind words… This book might have made me more compassionate and empathetic and when I picked it up — I thought hmm, I don’t think I will like it.. but what the hell, let’s give this one a try. Shoving this book in everyone’s faces! JUST READ IT. “We tend to think that the future happens later, but we're creating it in our minds every day. When the present falls apart, so does the future we had associated with it. And having the future taken away is the mother of all plot twists.”
This book takes an interesting approach to teach us about psychology. The author takes us through episodes of her life, reflecting her actions and emotions, both from a personal and professional view. She uses specific stories of her clients to exemplify things. And, by telling her own story, she shows how therapy works and what therapists do and also how they struggle sometimes. The book made me reflect on my own actions a lot and also taught me new things about the human psyche and also about therapie. I think the author manages to give new insights to people who never been to therapy and also to reflect therapists and people who see them regularly. So basically I would refer this book to everyone interested in the topic. And maybe to some who are still acting like they don't need any help but obviously do.
⤷‧₊˚3⭑ “but part of getting to know yourself is to unknown yourself- to let go of the limiting stories you’ve told yourself about who you are so that you aren’t trapped by them, so you can live your life and not the story you’ve been telling yourself about your life.” a huge surprise for me, i liked it a lot more than i thought i would be. i still think it’s a little too long and i needed a bit till i really got into the book but it’s still a really good book which hit me too hard at some points because they’re too real.



















































