Jane Eyre: Roman (dtv Klassik) ( 1. Oktober 2014 )
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So glücklich, so dankbar war ich über diese Bereicherung meines Lebens, dass meine Sehnsucht nach eigenen Angehörigen schwand. Die dünne Mondsichel meines Lebens schien voller zu werden; die leeren Stellen in meinem Dasein wurden ausgefüllt; mein körperliches Wohlbefinden verbesserte sich; ich nahm zu an Gewicht und an Lebenskraft. Ob ich Mr Rochester hässlich fand? Nein, liebe Leser: Ich war so dankbar und verband so viele, ausnahmslos angenehme und herzliche Gedanken mit ihm, dass mir sein Gesicht das Liebste wurde, das ich betrachten wollte. Seine Anwesenheit in einem Raum war herzerwärmender als das lodernste Feuer. - Zitat, Seite 209 Jane Eyre ist die vielleicht bekannteste Waise der Literatur - auf jeden Fall aber im englischsprachigen Raum. Der Roman wurde 1847 erstmals unter einem eher männlich klingenden Pseudonym veröffentlicht und erst später, als wilde Spekulationen über die Identitäten hinter den drei Romanen der Bronteschwestern kursierten, klärte sie die Urheberschaft auf. Der Roman, der aus der Sicht der mutigen und charakterfesten Ich-Erzählerin geschrieben ist, zeichnet sich durch prägnante Szenen und durch starke Charaktere (im guten wie im schlechten) aus. Die sehr verbindliche Art, mit der Jane Eyre ihr Leben, ihre Umwelt, aber auch ihre Gefühlswelt schildert, holt einem bei der Lektüre sofort ab. Durch die zahlreichen Verfilmungen des Klassikers wird der Fokus häufig auf die Romanze zwischen der kleinen, aber tapferen Gouvernante und dem temperamentvollen Gutsherrn mit dem düsteren Geheimnis gerichtet. Tatsächlich aber ist die Geschichte vielmehr von der Sehnsucht der Protagonistin nach einer Familie geprägt, nach Verbundenheit und einem Platz, wo das Herz ein Zuhause findet. Außerdem macht die Autorin kein Geheimnis daraus, dass für sie eine Beziehung, wo sich die Partner auf Augenhöhe begegnen, unbedingt erstrebenswert ist, was für die damalige Zeit schon fast revolutionär geklungen haben muss. Hierbei spielen Äußerlichkeiten eine untergeordnete Rolle, wahren Gefühlen und der Übereinstimmung von Werten werden dagegen ein hoher Stellenwert beigemessen. Es ist also kein Wunder, dass dieser Geschichte etwas Zeitloses anhaftet. Die dtv Ausgabe enthält die Übersetzung von Gottfried Röckelein. FAZIT Das einzige Bedauern, welches man bei dieser Lektüre empfinden mag, ist das Gefühl der Trauer darüber, nicht eher zu dem Buch gegriffen zu haben. Ein absolutes Herzensbuch und eine klare Leseempfehlung!
Das Buch hat mich komplett in den Bann gezogen
Als jemand der eigentlich echt wenig liest habe ich mich nach langem pausieren wieder an den Klassiker ran gewagt und es hat mich nicht mehr los gelassen. Obwohl die Geschichte von einer längst vergangenen Zeit handelt und auch in dieser geschrieben wurde, konnte ich Janes Denkweise und Handeln nachvollziehen und habe mich in ihrem Charakter selbst wiedererkannt.
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So glücklich, so dankbar war ich über diese Bereicherung meines Lebens, dass meine Sehnsucht nach eigenen Angehörigen schwand. Die dünne Mondsichel meines Lebens schien voller zu werden; die leeren Stellen in meinem Dasein wurden ausgefüllt; mein körperliches Wohlbefinden verbesserte sich; ich nahm zu an Gewicht und an Lebenskraft. Ob ich Mr Rochester hässlich fand? Nein, liebe Leser: Ich war so dankbar und verband so viele, ausnahmslos angenehme und herzliche Gedanken mit ihm, dass mir sein Gesicht das Liebste wurde, das ich betrachten wollte. Seine Anwesenheit in einem Raum war herzerwärmender als das lodernste Feuer. - Zitat, Seite 209 Jane Eyre ist die vielleicht bekannteste Waise der Literatur - auf jeden Fall aber im englischsprachigen Raum. Der Roman wurde 1847 erstmals unter einem eher männlich klingenden Pseudonym veröffentlicht und erst später, als wilde Spekulationen über die Identitäten hinter den drei Romanen der Bronteschwestern kursierten, klärte sie die Urheberschaft auf. Der Roman, der aus der Sicht der mutigen und charakterfesten Ich-Erzählerin geschrieben ist, zeichnet sich durch prägnante Szenen und durch starke Charaktere (im guten wie im schlechten) aus. Die sehr verbindliche Art, mit der Jane Eyre ihr Leben, ihre Umwelt, aber auch ihre Gefühlswelt schildert, holt einem bei der Lektüre sofort ab. Durch die zahlreichen Verfilmungen des Klassikers wird der Fokus häufig auf die Romanze zwischen der kleinen, aber tapferen Gouvernante und dem temperamentvollen Gutsherrn mit dem düsteren Geheimnis gerichtet. Tatsächlich aber ist die Geschichte vielmehr von der Sehnsucht der Protagonistin nach einer Familie geprägt, nach Verbundenheit und einem Platz, wo das Herz ein Zuhause findet. Außerdem macht die Autorin kein Geheimnis daraus, dass für sie eine Beziehung, wo sich die Partner auf Augenhöhe begegnen, unbedingt erstrebenswert ist, was für die damalige Zeit schon fast revolutionär geklungen haben muss. Hierbei spielen Äußerlichkeiten eine untergeordnete Rolle, wahren Gefühlen und der Übereinstimmung von Werten werden dagegen ein hoher Stellenwert beigemessen. Es ist also kein Wunder, dass dieser Geschichte etwas Zeitloses anhaftet. Die dtv Ausgabe enthält die Übersetzung von Gottfried Röckelein. FAZIT Das einzige Bedauern, welches man bei dieser Lektüre empfinden mag, ist das Gefühl der Trauer darüber, nicht eher zu dem Buch gegriffen zu haben. Ein absolutes Herzensbuch und eine klare Leseempfehlung!
Das Buch hat mich komplett in den Bann gezogen
Als jemand der eigentlich echt wenig liest habe ich mich nach langem pausieren wieder an den Klassiker ran gewagt und es hat mich nicht mehr los gelassen. Obwohl die Geschichte von einer längst vergangenen Zeit handelt und auch in dieser geschrieben wurde, konnte ich Janes Denkweise und Handeln nachvollziehen und habe mich in ihrem Charakter selbst wiedererkannt.





