Hunger

Hunger

Hardback
4.427

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Description

Tine Høegs "Hunger" zählt zweifellos zu den intensivsten, drastischsten und aufwühlendsten Romanen des Jahres. Mia und Emil versuchen seit einem Jahr vergeblich ein Kind zu bekommen. Jetzt beginnen sie mit der Fruchtbarkeitsbehandlung, und ihr Leben ist bestimmt von Terminen in der Klinik, Fruchtbarkeitszyklen und der Herausforderung, einfach nur zu funktionieren. Die Schriftstellerin Mia schreibt von nun an für neun Monate in ihrem Tagebuch eine Chronik über die heftige Achterbahnfahrt ihres Lebens: über die Zerreißprobe ihrer Beziehung mit Emil und die Konflikte, die sie mit sich selbst ausficht, über die Zerrissenheit zwischen dem eigenen unbändigen Kinderwunsch und der gleichzeitigen liebevollen Fürsorge für Emils zwei Kinder aus dessen vorheriger Ehe und über Frauenbilder in der heutigen Zeit. Hunger ist ein Buch über die existenzielle Sehnsucht nach absolutem Leben und bedingungsloser Liebe. Der Roman verflicht menschliches Drama und Autofiktion. Er ist aus einem Zustand des inneren Aufruhrs, des ungefilterten Augenblicks geschrieben – ein Zustand des Verlangens, des Schmerzes, der Verzweiflung und der Hoffnung.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
400
Price
26.00 €

Posts

7
All
5

"ich denke: dieser Hunger, dieser Wahnsinn, diese Bereitschaft, den eigenen Körper zu zerstören um neues Leben zu schaffen sollte von der ganzen Welt geadelt, gekrönt und geehrt werden." Was für ein intensives Buch voller Schmerz, Hoffnung und Angst. Tine Høeg lässt uns in diesem autofiktionalen Buch an 9 Monaten teilhaben, in denen Mia und ihr Lebensgefährte Emil versuchen ein Kind zu zeugen. Es ist in kurzen Sätzen, oft ohne Satzzeichen, hingeschrieben, hingeschrieen, hingeweint. So viel Tränen und Wut, weil ihr Körper nicht das tut, was sie sich sehnlichst wünscht, schwanger werden. Es ist die intensive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten, die die moderne Medizin bietet, dem zu begegnen. Aber was bedeutet das vor allem für die Frau? Die Behandlung mit Hormonen, das Gefühlschaos, das ständige in sich hineinhorchen. "du sollst sein wie du bist. Traurig, froh, hoffnungsvoll, wütend du sollst sein wie du bist" Kritisch wird auch der gesellschaftliche Druck hinterfragt, das den Wert einer Frau daran misst, ob sie gebähren kann. Mich hat dieses Buch sehr mitgenommen. Es war so herzzerreissend, wie Mia und Emil auch um ihre Beziehung gefürchtet und gekämpft haben. Und es steckt auch so viel Poesie darin und Leidenschaft. Große Leseempfehlung! "tausend Vögel fliegen aus meiner Brust"

Aufgrund der Thematik keine Bewertung: Unerfüllter Kinderwunsch, Behandlung Kinderwunschklinik

Mich hat dieses Buch sehr berührt. Es war sehr intensiv, ergreifend und aufwühlend. Mia schreibt schonungslos ehrlich und ungefiltert ihre Gedanken nieder über ihre Zeit und Behandlung in einer Kinderwunschklinik. Aber auch über die zwiegespaltenen Gefühle in ihrer Beziehung zu ihren Stiefkindern und der Rolle als Bonusmama. Dabei durchlebt sie vielerlei Gefühle, die einen sehr berühren und mitfühlen lassen. Der Roman ist als Tagebuch aufgebaut und die Einträge über 9 Monate geben einen detaillierten Einblick in Mias Gedanken, aber auch die Konflikte, die in dieser intensiven Zeit in ihrer Partnerschaft entstehen. Ich musste immer mal wieder Pause machen, weil es so gewaltig ist und man die komplette Gefühlsladung abbekommt und durchlebt. Für mich war es ein guter Einblick in die Thematik. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, jedoch mit dem Verweis, dass es sehr (gefühls)intensiv werden kann.

„Hunger“ ist ein beeindruckender Roman, der mit literarischer Raffinesse und emotionaler Wucht in das Leben einer Frau eintaucht, die an den Herausforderungen des unerfüllten Kinderwunsches fast zu zerbrechen droht. In einer einzigartigen Mischung aus Autofiktion und Poesie erzählt die Autorin die Geschichte von Mia, deren Tagebuchaufzeichnungen einen ungeschönt und direkt in die tiefsten Abgründe ihrer Gefühlswelt ziehen. Mia, eine Schriftstellerin, wählt einen radikalen Weg: Sie dokumentiert neun Monate ihres Lebens in einem Zustand des Verlangens, des Schmerzes und der Hoffnung. Høeg gelingt es, diese existenzielle Sehnsucht nach Leben und bedingungsloser Liebe in eine Sprache zu übersetzen, die wie ein pulsierender Herzschlag wirkt. In einer unvergleichlich poetischen Sprache schildert die Autorin das Leben von Mia, einer Frau, die sich inmitten der emotionalen und körperlichen Herausforderungen eines unerfüllten Kinderwunsches befindet. Der Roman besticht durch seine Form – als tagebuchartige Chronik geschrieben, die wie ein langes Gedicht mit kurzen, eindringlichen Zeilen daherkommt. Diese fragmentierte Struktur spiegelt die zerrissenen Gefühle der Protagonistin wider und zieht die Lesenden unmittelbar in ihre Gefühlswelt hinein. Høeg versteht es meisterhaft, den Schmerz, die Hoffnung und die Verzweiflung ihrer Figur so greifbar zu machen, dass man sich kaum entziehen kann. Gezeichnet wird ein erschütternd ehrliches Bild von der Zerreißprobe, die eine Beziehung und ein Selbstverständnis durchlaufen, wenn der Wunsch nach einem Kind unerfüllt bleibt. Dabei stehen nicht nur die körperlichen und psychischen Belastungen der Fruchtbarkeitsbehandlung im Fokus, sondern auch die komplexen Beziehungen in Mias Leben – zu Emil, ihrem Partner, zu seinen Kindern aus einer früheren Ehe und zu sich selbst. Høeg stellt nicht nur Mias Sehnsucht nach einem eigenen Kind dar, sondern auch die Ambivalenz und die Spannungen, die durch die Konfrontation mit traditionellen und modernen Rollenbildern entstehen. Was diesen Roman so besonders macht, ist seine Sprache. Die poetische Form, mit der Høeg arbeitet, verleiht der Erzählung eine Intensität und Intimität, die oft überwältigend wirkt. Das Buch ist ein emotionaler Drahtseilakt, der mit Bildern und Worten spielt, die mal schmerzhaft, mal zärtlich und immer tief berührend sind. Besonders beeindruckend ist dabei die schonungslose Ehrlichkeit, mit der Høeg Mias Innenleben beschreibt. Als Leser*in wird man Zeuge eines unverblümten Kampfes mit der eigenen Unzulänglichkeit, mit den Erwartungen der Gesellschaft und den Spannungen in Mias Beziehung zu ihrem Partner Emil. Die Frage, was es bedeutet, Mutter zu sein – biologisch oder emotional – wird in all ihrer Komplexität behandelt. Dabei beleuchtet Høeg nicht nur die Sehnsucht nach eigenen Kindern, sondern auch die Herausforderungen, die das Leben mit Emils Kindern aus seiner früheren Ehe mit sich bringt. Tine Høegs „Hunger“ ist ein literarisches Meisterwerk, das sich auf eindringliche Weise mit den existenziellen Themen Sehnsucht, Mutterschaft und Identität auseinandersetzt. Ein kraftvoller, bewegender Roman, der die Leser*innen mit seiner Intensität und Ehrlichkeit in den Bann zieht, herausfordert, berührt und zugleich inspiriert. Ein Buch, das man nicht so schnell vergisst. Aus dem Dänischen von Gerd und Ingrid Weinreich.

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4.5

Bewegend, aufwühlend, schonungslos ehrlich

Mia ist 35 und wünscht sich sehnlichst ein Kind mit ihrem Freund Emil (der bereits 2 Kinder hat). Nur hat ihr Körper andere Pläne, sodass sie schließlich eine Fruchtbarkeitsbehandlung startet und uns als Leser in Tagebucheinträgen daran teilhaben lâsst. Es beginnt ein Auf und Ab, ein Sinnfragen und Hinterfragen. Schonungslos und ungeschönt. Das nimmt mit, das wühlt auf, das macht stellenweise auch wahnsinnig wütend. Die Texte sind teils fragmentarisch, voller Gedankenfetzen, dann wieder ausführlicher. Ein sehr dynamischer und moderner Mix, der gut zur Geschichte passt “Das kann nicht nur Aufgabe der Frau sein in einer Partnerschaft schwanger zu werden – wo beide Partner gern Eltern sein wollen.” “Die Sehnsucht nach einem Kind ist nicht rational. Die kommt von einem Ort in mir, der nicht das Gehirn ist.”

Bewegend, aufwühlend, schonungslos ehrlich
5

Oft liest man, man solle dieses Buch nicht während einer Kinderwunschbehandlung lesen – und genau das ärgert mich. Ja, manche könnten sich getriggert fühlen, aber mir hat das Buch im Gegenteil Hoffnung gegeben. Ich habe mich selten so verstanden gefühlt wie hier: die Wut, der Frust, sogar der Hass, die in dieser Situation aufkommen, werden ehrlich und ohne Wertung gezeigt. Diese Gefühle sind normal, und es tut gut, dass das Buch ihnen Raum gibt. Für mich ist das Buch sehr authentisch geschrieben.

4.5

Mia ist 35 und will ein Kind! Ihr Partner Emil hat bereits zwei Kinder mit seiner Exfrau. Weil Mia nicht schwanger wird gehen die beiden zur einer Kinderwunschklinik. Mia schildert tagebuchartig wie sie die Behandlung erlebt und was das mit ihr und ihrer Beziehung macht. Ein starkes Buch!

4.5

Ein eindrucksvoller Roman zu einem emotionalen Thema. Besonders gut haben mir die Alltagssituationen zwischen Mia und Emil gefallen, in denen man spürt, was für eine Belastung ein unerfüllter Kinderwunsch für eine Beziehung sein kann. Eine absolute Leseempfehlung.

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