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Description
»Es tut mir leid, deine Mutter wurde getötet.« Mit diesen Worten beginnt Filas Odyssee zwischen Lebenden und Toten: Von der Schweiz, in der sie aufgewachsen ist, nach Italien, das ihre Großmutter als junge Frau verlassen hat und wohin ihre Mutter verschwunden ist. Fila zeichnet die Wege der beiden Frauen nach, begleitet von den Gestalten, denen sie unterwegs begegnet: revolutionäre Amazonen, faschistische Deserteure und der Geist einer jungen Bäuerin mit durchschnittener Kehle. Der Roadtrip auf den Spuren ihrer geheimnisvollen Mutter führt sie zum mutmaßlichen Mörder – und mitten ins Herz des Zirkels, der das Land kontrolliert. Fila sitzt in der Falle. Aber sie ist nicht allein.
»Ein Geistertanz durch Italien, so wild und schön gemalt, wie es nur Michelle Steinbeck kann.« Mercedes Lauenstein
Book Information
Author Description
Michelle Steinbeck, geboren 1990, aufgewachsen in Zürich, schreibt Prosa, Lyrik, und für Theater, Magazine und Zeitungen. Ihr Debütroman Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch war nominiert für den Schweizer sowie den Deutschen Buchpreis 2016; 2018 folgte der Gedichtband Eingesperrte Vögel singen mehr. Ihre Bücher und Reportagen wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Sie ist Kolumnistin der WOZ – Die Wochenzeitung und Mitbegründerin des Autorinnenkollektivs RAUF in Zürich. Nach längeren Aufenthalten in Rom, Paris, Hamburg lebt sie zurzeit in Basel.
Posts
Lesenswert!
👍👍👍👍 Fila begibt sich auf eine Reise nach Italien und erforscht - mit deren Urne im Gepäck - die Geschichte ihrer eigenen Mutter. Feministischer Widerstand aus einer alten Salamifabrik, Sexarbeit, Patriarchat, Mord und Mafia: Die Autorin mäandert zwischen Traum und erzählerischer Wirklichkeit und macht es der Leserin nicht einfach, der Geschichte zu folgen. Aber sie ist gut, die Geschichte, trotz ihrer Schwere. Die 450 Seiten lesen sich zügig und bildlich - wer es sich zeitlich leisten kann, liest das Buch vielleicht besser vor dem Mittag als vor dem Schlafen. Lesenswert!
Der erste Teil des Buches reißt einem den Boden unter den Füßen weg - ein Generationsroman über Macht, den Male Gaze, Scham und Wut. Immer in der Hoffnung, die nächste Generation würde es besser haben. Auch der Erzählstil ist super! Episoden, teilweise surreal-verträumt und viele Analepsen, gesalzen mit reichlich Sarkasmus. Sehr besonders. Der zweite Teil hingegen hat sich so ewig gezogen, den konnte ich nur noch quer lesen, um zum Ende zu kommen. Habe starke, gemischte Gefühle!

Abgedrehte Story mit True-Crime-Elementen
Sprechende Statuen, feministische Kollektive, Geisterbeschwörungen, Kampf gegen den Faschismus und Frauenhass - wem das nicht zu abgedreht klingt, der*die kommt bei diesem Buch auf seine*ihre Kosten. Wir begleiten Fila nach Italien, wo offenbar ihre Mutter, die sie kaum gekannt hat, ermordet wurde. Die Story ist streckenweise ziemlich wild wild und abgedreht, aber sehr gut erzählt. Der Schreibstil ist derb und zwischendrin immer wieder einfach super witzig. Manchmal konnte ich beim Lesen aber auch nur den Kopf schütteln ob der Absurdität mancher Aussagen, weil Fila immer wieder auch Antifeminismus und Faschismus begegnet (entsprechende Aussagen von anderen Figuren werden aber immer eingeordnet und vor allem: nicht so stehen gelassen). Ich habe das Buch über eine Lesung mit der Autorin kennengelernt und war direkt angefixt. Spannend fand ich insbesondere den True-Crime-Anteil im zweiten Teil, zu der die Autorin bei der Lesung etwas mehr Kontext gegeben hat. Es geht um einen realen Fall aus den 1940er Jahren, den die Autorin nachzeichnet und mit in ihre Story einflechtet. Damals wurde in einem italienischen Dorf eine junge Frau beim Wasser holen getötet. Der Fall hatte eine hohe Medienpräsenz, konnte aber bis heute nicht gelöst werden.
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»Es tut mir leid, deine Mutter wurde getötet.« Mit diesen Worten beginnt Filas Odyssee zwischen Lebenden und Toten: Von der Schweiz, in der sie aufgewachsen ist, nach Italien, das ihre Großmutter als junge Frau verlassen hat und wohin ihre Mutter verschwunden ist. Fila zeichnet die Wege der beiden Frauen nach, begleitet von den Gestalten, denen sie unterwegs begegnet: revolutionäre Amazonen, faschistische Deserteure und der Geist einer jungen Bäuerin mit durchschnittener Kehle. Der Roadtrip auf den Spuren ihrer geheimnisvollen Mutter führt sie zum mutmaßlichen Mörder – und mitten ins Herz des Zirkels, der das Land kontrolliert. Fila sitzt in der Falle. Aber sie ist nicht allein.
»Ein Geistertanz durch Italien, so wild und schön gemalt, wie es nur Michelle Steinbeck kann.« Mercedes Lauenstein
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Michelle Steinbeck, geboren 1990, aufgewachsen in Zürich, schreibt Prosa, Lyrik, und für Theater, Magazine und Zeitungen. Ihr Debütroman Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch war nominiert für den Schweizer sowie den Deutschen Buchpreis 2016; 2018 folgte der Gedichtband Eingesperrte Vögel singen mehr. Ihre Bücher und Reportagen wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Sie ist Kolumnistin der WOZ – Die Wochenzeitung und Mitbegründerin des Autorinnenkollektivs RAUF in Zürich. Nach längeren Aufenthalten in Rom, Paris, Hamburg lebt sie zurzeit in Basel.
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Lesenswert!
👍👍👍👍 Fila begibt sich auf eine Reise nach Italien und erforscht - mit deren Urne im Gepäck - die Geschichte ihrer eigenen Mutter. Feministischer Widerstand aus einer alten Salamifabrik, Sexarbeit, Patriarchat, Mord und Mafia: Die Autorin mäandert zwischen Traum und erzählerischer Wirklichkeit und macht es der Leserin nicht einfach, der Geschichte zu folgen. Aber sie ist gut, die Geschichte, trotz ihrer Schwere. Die 450 Seiten lesen sich zügig und bildlich - wer es sich zeitlich leisten kann, liest das Buch vielleicht besser vor dem Mittag als vor dem Schlafen. Lesenswert!
Der erste Teil des Buches reißt einem den Boden unter den Füßen weg - ein Generationsroman über Macht, den Male Gaze, Scham und Wut. Immer in der Hoffnung, die nächste Generation würde es besser haben. Auch der Erzählstil ist super! Episoden, teilweise surreal-verträumt und viele Analepsen, gesalzen mit reichlich Sarkasmus. Sehr besonders. Der zweite Teil hingegen hat sich so ewig gezogen, den konnte ich nur noch quer lesen, um zum Ende zu kommen. Habe starke, gemischte Gefühle!

Abgedrehte Story mit True-Crime-Elementen
Sprechende Statuen, feministische Kollektive, Geisterbeschwörungen, Kampf gegen den Faschismus und Frauenhass - wem das nicht zu abgedreht klingt, der*die kommt bei diesem Buch auf seine*ihre Kosten. Wir begleiten Fila nach Italien, wo offenbar ihre Mutter, die sie kaum gekannt hat, ermordet wurde. Die Story ist streckenweise ziemlich wild wild und abgedreht, aber sehr gut erzählt. Der Schreibstil ist derb und zwischendrin immer wieder einfach super witzig. Manchmal konnte ich beim Lesen aber auch nur den Kopf schütteln ob der Absurdität mancher Aussagen, weil Fila immer wieder auch Antifeminismus und Faschismus begegnet (entsprechende Aussagen von anderen Figuren werden aber immer eingeordnet und vor allem: nicht so stehen gelassen). Ich habe das Buch über eine Lesung mit der Autorin kennengelernt und war direkt angefixt. Spannend fand ich insbesondere den True-Crime-Anteil im zweiten Teil, zu der die Autorin bei der Lesung etwas mehr Kontext gegeben hat. Es geht um einen realen Fall aus den 1940er Jahren, den die Autorin nachzeichnet und mit in ihre Story einflechtet. Damals wurde in einem italienischen Dorf eine junge Frau beim Wasser holen getötet. Der Fall hatte eine hohe Medienpräsenz, konnte aber bis heute nicht gelöst werden.






