Die Karte des Kitsune
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Description
Kehre zurück nach Japan, dem Schauplatz der »Thron der Chrysanthemen«-Trilogie, wo Mythologie und Realität verschwimmen. Im zweiten Teil der Reihe erwartet Leo ein Abenteuer, das ihn quer durch Japan reisen und auf weitere Yokai treffen lässt.
Das Buch ist für alle, die gerne die Fortsetzung von »Der Tengu von Tokio« lesen möchten. In »Die Karte des Kitsune« rücken die kaiserlichen Throninsignien und eine ominöse Gruppe stärker in den Fokus. Leo muss sich einer Mission anschließen, um seine Widersacher aufzuhalten. Doch die Aufgabe könnte schwieriger nicht sein …
Book Information
Author Description
Nicolas Mueller ist Geschichtenerzähler und Welt(en)reisender, der in Köln gestrandet ist. Er schreibt Fantasy-Bücher für Kinder und Jugendliche, aber auch für erwachsene Leser. Mit seinen Büchern möchte er sie in fremde Welten voller Phantasie und Zauber entführen, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Seine Inspirationen nimmt er unter anderem aus zahlreichen Reisen, die ihn schon (fast) in jede Ecke der Welt gebracht haben – von der amerikanischen Westküste über Neuseeland bis nach Japan. In seiner Freizeit versucht Nicolas Mueller, durch Sport einen Ausgleich zu seiner Arbeit am Schreibtisch zu schaffen. Wenn das Wetter jedoch schlecht ist, macht er es sich auf seinem Ohrensessel gemütlich und liest. Ansonsten ist er stets auf der Suche nach neuen Rätselspielen, die so manch längere Zugfahrt wie im Flug vergehen lassen. Seit seiner Zeit in Japan fährt er - so oft er kann – nach Düsseldorf nach »Little Tokyo« und Grüner Tee ist sein täglicher Begleiter.
Posts
Die Karte des Kitsune von Nicolas Müller erzählt die Geschichte von Leo, der sich – getrieben von offenen Fragen, inneren Konflikten und einer geheimnisvollen Verbindung zur japanischen Mythologie – auf eine Reise begibt, die ihn weit über seinen bisherigen Alltag hinausführt. Im Zentrum steht weniger eine klassische Abenteuergeschichte als vielmehr eine suche nach Identität, Zugehörigkeit und Sinn, eingebettet in ein Setting, das stark von japanischen Gottheiten, Yōkai und spirituellen Konzepten geprägt ist. Die titelgebende Kitsune-Karte fungiert dabei nicht nur als äußeres Handlungselement, sondern auch als Symbol für Täuschung, Wandel und die vielen Ebenen von Wahrheit, mit denen Leo konfrontiert wird. Der Roman verbindet Coming-of-Age-Elemente mit mythologischer Fantasy. Romance ist klar nebensächlich, aber dennoch präsent – punktuell und eher zurückhaltend an etwa drei Stellen. Sie dient mehr als Spiegel für Leos emotionale Entwicklung denn als treibende Kraft der Handlung. Viel stärker stehen Freundschaften, neue Begegnungen und spirituelle Erfahrungen im Vordergrund. Besonders die Auseinandersetzung mit Gottheiten und mythologischen Figuren verleiht der Geschichte Tiefe und hebt sie von typischer Urban-Fantasy ab. Der Mittelteil, der stark von der Reise geprägt ist, wirkt stellenweise zäh und repetitiv, während andere Passagen – insbesondere jene mit mythologischem Fokus – deutlich spannender und atmosphärischer ausfallen. Gerade Leser:innen ohne Vorkenntnisse zur japanischen Mythologie müssen jedoch häufig Begriffe, Wesen und Konzepte nachschlagen. Das vorhandene Glossar hilft nur bedingt, da es sich auf ausgewählte Begriffe beschränkt. Ein umfassenderes Glossar wäre wünschenswert gewesen, um den Lesefluss zu unterstützen. Dass es vorne im Buch platziert ist, könnte darauf hindeuten, dass der Autor Spoiler vermeiden wollte – allerdings wird ein solches Glossar von vielen ohnehin übersprungen, was den praktischen Nutzen zusätzlich schmälert. Kritisch fällt auch auf, dass Leos Freunde aus Deutschland kaum Erwähnung finden. Besonders der ungelöste Konflikt zwischen Leo und Henry bleibt offen. Bereits im ersten Teil wurde diese Beziehung in der Schwebe gelassen – damals endete sie lediglich mit der vagen Frage, ob man gemeinsam essen gehen wolle. Auch Leos Vergangenheit mit Naomi ist emotional nicht vollständig abgeschlossen. Trotz dieser offenen Fäden gelingt es Leo jedoch, neue Freundschaften zu knüpfen und sich vorsichtig für neue Liebe zu öffnen, was seine persönliche Entwicklung glaubwürdig widerspiegelt, auch wenn nicht alle alten Konflikte aufgelöst werden. Insgesamt ist Die Karte des Kitsune ein atmosphärischer, ambitionierter Roman, der besonders durch seine mythologische Tiefe und spirituellen Themen überzeugt, dabei aber erzählerisch nicht immer ausgewogen ist. Wer sich für japanische Folklore interessiert und bereit ist, selbst nachzulesen, findet hier eine lohnende Geschichte. Wer hingegen auf stringente Konfliktauflösungen und ein hohes Erzähltempo hofft, könnte stellenweise enttäuscht werden.
Zurück nach Japan 🇯🇵
Für Leo geht es zurück nach Japan - dieses Mal für ein vermeintliches Praktikum. Jedoch rekrutiert ihn S.U.M.M.I.T. für eine geheime Mission. Hierbei soll Leo den Anführer aller Yokai finden - den neunschwänzigen Kitsune. Der Fuchs soll helfen, die roten Astern aufzuspüren und aufzuhalten. Während der Reise stellt sich aber heraus, dass es scheinbar einen Verräter in den eigenen Reihen gibt. Aber wem kann Leo denn jetzt noch trauen? Für mich ein gelungener zweiter Band (ich liebe diese Reihe! 😍). Wir begleiten Leo auf seiner Reise durch Japan und treffen auf altbekannte oder auch neue Yokai (den Kawauso kannte ich selbst noch nicht, aber wie cool ist dieser Otter bitte? 🦦). Die Geschichte beschreibt auch Leos Weg zur Identitäts- und Selbstfindung. Nebensächlich, aber dennoch wichtig für die Geschichte, ist die sich langsam aufbauende Liebe zu Yumi (und das alles ohne Spice! 🤩). Vor allem, da der Verlust von Naomi immernoch schmerzt. Auch bekommen wir hier wieder das volle Japan-Programm und man fühlt sich während des Lesens, als wäre man direkt mit vor Ort (hat man während des Lesens Fernweh? Definitiv! 🥲) und man spürt, wie sehr dem Autor die japanische Kultur am Herzen liegt. Auch hier wieder eine dicke Empfehlung, die Reihe zu lesen! Ihr bekommt tolles Japan-Setting, mit einer guten und nicht langweiligen Story, gaaanz viel japanische Mythologie und keinen Spice! 🤭🦦 Und wenn ihr jetzt anfangt zu Lesen, könnt ihr pünktlich zum dritten Band auch fertig sein. 🤭
In Band 2 der Trilogie entfaltet der Autor ein tolles Fantasy-Abenteuer, das Motive der japanischen Mythologie gekonnt in ein klassisches Quest-Szenario einbettet. Durch die Präsenz von teils skurrilen Yokai & Co., einer durchgehend mysteriösen Atmosphäre gepaart mit einem realistischen Setting wirkt die Welt lebendig und einladend. Besonders hervorzuheben ist die komplexe Verwebung von Symbolik und Handlung. Die Darstellung der Kitsune sowie von Leos stetigen Grenzüberschreitungen sind gut ausgearbeitet. Die Interaktionen der Charaktere, geprägt von Misstrauen, Wagnissen, wachsender Loyalität und Opfern, verleihen der Geschichte ihre emotionale Tiefe. Zum Ende hin gipfelt dies in Leos spürbarer Verunsicherung bezüglich Wohlwollen und Hinterlist-Plottwist – die Konfusion darüber, wer ihn nun wirklich verraten hat, was Wahrheit und was Gut und Böse ist, sorgt für enorme Spannung. Generell wirkt der zweite Band hinsichtlich der Handlungsdynamik und Figurentiefe deutlich ausgereifter als Band 1. Leos innere Konflikte und seine sich entwickelnde Liebesbeziehung zu Yumi nehmen viel Platz ein. Dennoch vermittelt der Text trotz empfindsamem Spice subtil das Gefühl, dass Leo sich im Kern kompensatorisch nach einer emotionalen Nähe sehnt, wie er sie zu Naomi ganz abseits vom SUMMIT hatte (Bd. 1: "Eine Person, die ihm die Zeit erträglicher machte. Die ihn zum Lachen brachte. Die ihn manchmal neckte. Die genau in diesem Moment neben ihm saß."). Insofern hat er mein absolutes Mitgefühl. Dabei lohnt sich auch ein näherer Blick auf die Semantik der Namen (z. B. Naomi = aufrichtige, japanische Leichtigkeit; Wahrheitssuche etc.). Das Pacing ist von der ersten bis zur letzten Seite nahezu perfekt. Das Erzähltempo ist durchweg hoch; etwaige ruhigere Passagen sind absolut notwendig, da der Text durch ununterbrochene Action an Realismus einbüßen würde. Der einzige inhaltliche Kritikpunkt ist Leos schwere Beinverletzung. Diese macht die physische Fortsetzung seines Abenteuers unter logischen Gesichtspunkten eigentlich unmöglich und hätte dramaturgisch anders gelöst werden müssen. Letztlich darf man gespannt sein, wohin uns der Tenguflug in Band 3 führt!
Was soll ich sagen - ich hab’s geliebt!!!
Der zweite Teil der „Thron der Chrysanthemen“ - Trilogie hat mich, wie schon ihr Vorgänger, von Anfang bis Ende fasziniert. Wir begleiten Leo auf seiner weiteren Reise durch die japanische Mythologie und lernen dabei nicht nur mehr magische Wesen und Geschichten, sondern auch Japan als Land und als Herzensgefühl wieder. Nach einem Anfang, der meiner Meinung nach minimal zu lang war, aber absolut notwendig, um wieder in die Welt der Yokai abzutauchen, nimmt die Geschichte spätestens ab Mitte des Buches ordentlich an Fahrt auf und lädt dazu ein, in einem Rutsch gelesen zu werden. Das Ende kam für mich zwar nicht in dieser Form, aber in groben Zügen zwar nicht gänzlich unerwartet, trotzdem habe ich jetzt schon große Lust auf Band 3 und verspüre eine gewisse Sehnsucht nach einem Land, dass ich noch nicht erleben durfte. Man spürt deutlich, dass der Autor dies allerdings schon erleben durfte und sich zu Recht in die Landschaft, die Kultur und die Menschen Japans verliebt hat. Ganz große Empfehlung an dieser Stelle von meiner Seite!
Der zweite Teil der Thron der Chrysanthemen-Reihe startet etwas schleppend, doch das empfinde ich als nachvollziehbar, da sich die Geschichte erst wieder aufbauen und an den ersten Band anschließen muss. Viele Elemente aus Teil eins tauchen erneut auf, einige offene Fragen werden endlich beantwortet - gleichzeitig entstehen aber auch neue Rätsel, die einen weiter neugierig machen. Ab etwa der Mitte nimmt die Handlung spürbar Fahrt auf, und von da an fällt es einem schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die letzten Kapitel sind so spannend, dass Weglegen schlicht unmöglich wird. Als großer Fan von Geschichten, die auf Mythen basieren, hat mich besonders, wie schon im ersten Teil, die Einbindung der japanischen Mythologie begeistert. Sie ist so umfangreich, faszinierend und Stimmungsvoll umgesetzt, dass man komplett in diese Welt eintaucht. Ich kann diese Reihe allen empfehlen, die Japan lieben, Fantasy mögen und Freude an mythologischen Elementen haben. Für mich war das ein absolut überzeugender zweiter Teil - und ich freue mich schon jetzt riesig auf das Finale der Reihe.
Description
Kehre zurück nach Japan, dem Schauplatz der »Thron der Chrysanthemen«-Trilogie, wo Mythologie und Realität verschwimmen. Im zweiten Teil der Reihe erwartet Leo ein Abenteuer, das ihn quer durch Japan reisen und auf weitere Yokai treffen lässt.
Das Buch ist für alle, die gerne die Fortsetzung von »Der Tengu von Tokio« lesen möchten. In »Die Karte des Kitsune« rücken die kaiserlichen Throninsignien und eine ominöse Gruppe stärker in den Fokus. Leo muss sich einer Mission anschließen, um seine Widersacher aufzuhalten. Doch die Aufgabe könnte schwieriger nicht sein …
Book Information
Author Description
Nicolas Mueller ist Geschichtenerzähler und Welt(en)reisender, der in Köln gestrandet ist. Er schreibt Fantasy-Bücher für Kinder und Jugendliche, aber auch für erwachsene Leser. Mit seinen Büchern möchte er sie in fremde Welten voller Phantasie und Zauber entführen, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Seine Inspirationen nimmt er unter anderem aus zahlreichen Reisen, die ihn schon (fast) in jede Ecke der Welt gebracht haben – von der amerikanischen Westküste über Neuseeland bis nach Japan. In seiner Freizeit versucht Nicolas Mueller, durch Sport einen Ausgleich zu seiner Arbeit am Schreibtisch zu schaffen. Wenn das Wetter jedoch schlecht ist, macht er es sich auf seinem Ohrensessel gemütlich und liest. Ansonsten ist er stets auf der Suche nach neuen Rätselspielen, die so manch längere Zugfahrt wie im Flug vergehen lassen. Seit seiner Zeit in Japan fährt er - so oft er kann – nach Düsseldorf nach »Little Tokyo« und Grüner Tee ist sein täglicher Begleiter.
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Die Karte des Kitsune von Nicolas Müller erzählt die Geschichte von Leo, der sich – getrieben von offenen Fragen, inneren Konflikten und einer geheimnisvollen Verbindung zur japanischen Mythologie – auf eine Reise begibt, die ihn weit über seinen bisherigen Alltag hinausführt. Im Zentrum steht weniger eine klassische Abenteuergeschichte als vielmehr eine suche nach Identität, Zugehörigkeit und Sinn, eingebettet in ein Setting, das stark von japanischen Gottheiten, Yōkai und spirituellen Konzepten geprägt ist. Die titelgebende Kitsune-Karte fungiert dabei nicht nur als äußeres Handlungselement, sondern auch als Symbol für Täuschung, Wandel und die vielen Ebenen von Wahrheit, mit denen Leo konfrontiert wird. Der Roman verbindet Coming-of-Age-Elemente mit mythologischer Fantasy. Romance ist klar nebensächlich, aber dennoch präsent – punktuell und eher zurückhaltend an etwa drei Stellen. Sie dient mehr als Spiegel für Leos emotionale Entwicklung denn als treibende Kraft der Handlung. Viel stärker stehen Freundschaften, neue Begegnungen und spirituelle Erfahrungen im Vordergrund. Besonders die Auseinandersetzung mit Gottheiten und mythologischen Figuren verleiht der Geschichte Tiefe und hebt sie von typischer Urban-Fantasy ab. Der Mittelteil, der stark von der Reise geprägt ist, wirkt stellenweise zäh und repetitiv, während andere Passagen – insbesondere jene mit mythologischem Fokus – deutlich spannender und atmosphärischer ausfallen. Gerade Leser:innen ohne Vorkenntnisse zur japanischen Mythologie müssen jedoch häufig Begriffe, Wesen und Konzepte nachschlagen. Das vorhandene Glossar hilft nur bedingt, da es sich auf ausgewählte Begriffe beschränkt. Ein umfassenderes Glossar wäre wünschenswert gewesen, um den Lesefluss zu unterstützen. Dass es vorne im Buch platziert ist, könnte darauf hindeuten, dass der Autor Spoiler vermeiden wollte – allerdings wird ein solches Glossar von vielen ohnehin übersprungen, was den praktischen Nutzen zusätzlich schmälert. Kritisch fällt auch auf, dass Leos Freunde aus Deutschland kaum Erwähnung finden. Besonders der ungelöste Konflikt zwischen Leo und Henry bleibt offen. Bereits im ersten Teil wurde diese Beziehung in der Schwebe gelassen – damals endete sie lediglich mit der vagen Frage, ob man gemeinsam essen gehen wolle. Auch Leos Vergangenheit mit Naomi ist emotional nicht vollständig abgeschlossen. Trotz dieser offenen Fäden gelingt es Leo jedoch, neue Freundschaften zu knüpfen und sich vorsichtig für neue Liebe zu öffnen, was seine persönliche Entwicklung glaubwürdig widerspiegelt, auch wenn nicht alle alten Konflikte aufgelöst werden. Insgesamt ist Die Karte des Kitsune ein atmosphärischer, ambitionierter Roman, der besonders durch seine mythologische Tiefe und spirituellen Themen überzeugt, dabei aber erzählerisch nicht immer ausgewogen ist. Wer sich für japanische Folklore interessiert und bereit ist, selbst nachzulesen, findet hier eine lohnende Geschichte. Wer hingegen auf stringente Konfliktauflösungen und ein hohes Erzähltempo hofft, könnte stellenweise enttäuscht werden.
Zurück nach Japan 🇯🇵
Für Leo geht es zurück nach Japan - dieses Mal für ein vermeintliches Praktikum. Jedoch rekrutiert ihn S.U.M.M.I.T. für eine geheime Mission. Hierbei soll Leo den Anführer aller Yokai finden - den neunschwänzigen Kitsune. Der Fuchs soll helfen, die roten Astern aufzuspüren und aufzuhalten. Während der Reise stellt sich aber heraus, dass es scheinbar einen Verräter in den eigenen Reihen gibt. Aber wem kann Leo denn jetzt noch trauen? Für mich ein gelungener zweiter Band (ich liebe diese Reihe! 😍). Wir begleiten Leo auf seiner Reise durch Japan und treffen auf altbekannte oder auch neue Yokai (den Kawauso kannte ich selbst noch nicht, aber wie cool ist dieser Otter bitte? 🦦). Die Geschichte beschreibt auch Leos Weg zur Identitäts- und Selbstfindung. Nebensächlich, aber dennoch wichtig für die Geschichte, ist die sich langsam aufbauende Liebe zu Yumi (und das alles ohne Spice! 🤩). Vor allem, da der Verlust von Naomi immernoch schmerzt. Auch bekommen wir hier wieder das volle Japan-Programm und man fühlt sich während des Lesens, als wäre man direkt mit vor Ort (hat man während des Lesens Fernweh? Definitiv! 🥲) und man spürt, wie sehr dem Autor die japanische Kultur am Herzen liegt. Auch hier wieder eine dicke Empfehlung, die Reihe zu lesen! Ihr bekommt tolles Japan-Setting, mit einer guten und nicht langweiligen Story, gaaanz viel japanische Mythologie und keinen Spice! 🤭🦦 Und wenn ihr jetzt anfangt zu Lesen, könnt ihr pünktlich zum dritten Band auch fertig sein. 🤭
In Band 2 der Trilogie entfaltet der Autor ein tolles Fantasy-Abenteuer, das Motive der japanischen Mythologie gekonnt in ein klassisches Quest-Szenario einbettet. Durch die Präsenz von teils skurrilen Yokai & Co., einer durchgehend mysteriösen Atmosphäre gepaart mit einem realistischen Setting wirkt die Welt lebendig und einladend. Besonders hervorzuheben ist die komplexe Verwebung von Symbolik und Handlung. Die Darstellung der Kitsune sowie von Leos stetigen Grenzüberschreitungen sind gut ausgearbeitet. Die Interaktionen der Charaktere, geprägt von Misstrauen, Wagnissen, wachsender Loyalität und Opfern, verleihen der Geschichte ihre emotionale Tiefe. Zum Ende hin gipfelt dies in Leos spürbarer Verunsicherung bezüglich Wohlwollen und Hinterlist-Plottwist – die Konfusion darüber, wer ihn nun wirklich verraten hat, was Wahrheit und was Gut und Böse ist, sorgt für enorme Spannung. Generell wirkt der zweite Band hinsichtlich der Handlungsdynamik und Figurentiefe deutlich ausgereifter als Band 1. Leos innere Konflikte und seine sich entwickelnde Liebesbeziehung zu Yumi nehmen viel Platz ein. Dennoch vermittelt der Text trotz empfindsamem Spice subtil das Gefühl, dass Leo sich im Kern kompensatorisch nach einer emotionalen Nähe sehnt, wie er sie zu Naomi ganz abseits vom SUMMIT hatte (Bd. 1: "Eine Person, die ihm die Zeit erträglicher machte. Die ihn zum Lachen brachte. Die ihn manchmal neckte. Die genau in diesem Moment neben ihm saß."). Insofern hat er mein absolutes Mitgefühl. Dabei lohnt sich auch ein näherer Blick auf die Semantik der Namen (z. B. Naomi = aufrichtige, japanische Leichtigkeit; Wahrheitssuche etc.). Das Pacing ist von der ersten bis zur letzten Seite nahezu perfekt. Das Erzähltempo ist durchweg hoch; etwaige ruhigere Passagen sind absolut notwendig, da der Text durch ununterbrochene Action an Realismus einbüßen würde. Der einzige inhaltliche Kritikpunkt ist Leos schwere Beinverletzung. Diese macht die physische Fortsetzung seines Abenteuers unter logischen Gesichtspunkten eigentlich unmöglich und hätte dramaturgisch anders gelöst werden müssen. Letztlich darf man gespannt sein, wohin uns der Tenguflug in Band 3 führt!
Was soll ich sagen - ich hab’s geliebt!!!
Der zweite Teil der „Thron der Chrysanthemen“ - Trilogie hat mich, wie schon ihr Vorgänger, von Anfang bis Ende fasziniert. Wir begleiten Leo auf seiner weiteren Reise durch die japanische Mythologie und lernen dabei nicht nur mehr magische Wesen und Geschichten, sondern auch Japan als Land und als Herzensgefühl wieder. Nach einem Anfang, der meiner Meinung nach minimal zu lang war, aber absolut notwendig, um wieder in die Welt der Yokai abzutauchen, nimmt die Geschichte spätestens ab Mitte des Buches ordentlich an Fahrt auf und lädt dazu ein, in einem Rutsch gelesen zu werden. Das Ende kam für mich zwar nicht in dieser Form, aber in groben Zügen zwar nicht gänzlich unerwartet, trotzdem habe ich jetzt schon große Lust auf Band 3 und verspüre eine gewisse Sehnsucht nach einem Land, dass ich noch nicht erleben durfte. Man spürt deutlich, dass der Autor dies allerdings schon erleben durfte und sich zu Recht in die Landschaft, die Kultur und die Menschen Japans verliebt hat. Ganz große Empfehlung an dieser Stelle von meiner Seite!
Der zweite Teil der Thron der Chrysanthemen-Reihe startet etwas schleppend, doch das empfinde ich als nachvollziehbar, da sich die Geschichte erst wieder aufbauen und an den ersten Band anschließen muss. Viele Elemente aus Teil eins tauchen erneut auf, einige offene Fragen werden endlich beantwortet - gleichzeitig entstehen aber auch neue Rätsel, die einen weiter neugierig machen. Ab etwa der Mitte nimmt die Handlung spürbar Fahrt auf, und von da an fällt es einem schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die letzten Kapitel sind so spannend, dass Weglegen schlicht unmöglich wird. Als großer Fan von Geschichten, die auf Mythen basieren, hat mich besonders, wie schon im ersten Teil, die Einbindung der japanischen Mythologie begeistert. Sie ist so umfangreich, faszinierend und Stimmungsvoll umgesetzt, dass man komplett in diese Welt eintaucht. Ich kann diese Reihe allen empfehlen, die Japan lieben, Fantasy mögen und Freude an mythologischen Elementen haben. Für mich war das ein absolut überzeugender zweiter Teil - und ich freue mich schon jetzt riesig auf das Finale der Reihe.








