Gewalt im Haus

Gewalt im Haus

Softcover
4.15

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Description

Alle drei Tage wird in Deutschland eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet – doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Barbara Peveling schreibt auch über all die Formen häuslicher Gewalt, die darunter liegen, die eng verbunden sind mit traditionellen Geschlechterrollen, ökonomischer Ungleichheit und dem Haus als intimer Arena der Dominanz. Dabei spricht sie als Betroffene: Sie hat als Kind zwischen ihren Eltern und als Erwachsene in ihren Beziehungen Gewalt erlebt. Sie zeigt auf, dass die Strukturen der Dominanz allen schaden, auch Männern wie ihrem Vater, der als Täter die Gewalt letztlich gegen sich selbst richtete. Ein aufrüttelnder Essay über die Zyklen der Gewalt, über Schweigen und Scham, Gegenwehr und Hoffnung.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Softcover
Pages
320
Price
22.70 €

Author Description

Barbara Peveling, geboren 1974 in Siegen, ist promovierte Ethnologin, Autorin und Journalistin. Mit Nikola Richter gab sie 2021 die Flugschrift »Kinderkriegen. Reproduktion reloaded« heraus. Sie lebt bei Paris und in Köln.

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Ich habe vorgestern angefangen zu lesen. Auf den ersten Seiten gab es Formulierungen, die mich gestört haben. Peveling führt sehr viele Referenzen auf. Das find ich eigentlich ganz gut. Einige der Bücher habe ich auch schon gelesen und kann somit teilweise gut greifen, worauf sie damit anspielt. Ich bin gespannt, welche Facetten häuslicher Gewalt sie beleuchten wird. Aktuell habe ich das Gefühl, dass es ein gutes Buch für mich wird.

Nun bin ich fast am Ende des Buches angekommen. Bevor ich vergessen meine Gedanken zu dem Werk von Peveling festzuhalten, hier noch ein paar weitere Eindrücke: Die Autorin verarbeitet ihre eigene Erfahrung mit häuslicher Gewalt, sie die durch ihren Ehemann erfahren hat. Sie macht gesellschaftliche Gendererwartungen sehr deutlich. Sie schreibt aber auch von der langjährigen Hoffnung auf Besserung, ihren Wunsch, den Kindern und ihrem Umfeld eine "perfekte" Familie zu performen. Sie schreibt viel darüber, was sie investiert hat, um das Gewaltverhältnis zu beenden. Sie schreibt von ihren (Paar-) Therapie Erfahrungen. Dabei bezieht sie sehr viele gegenwärtige Referenzen (Literatur, Theater, social Media, gesellschaftliche Entwicklungen..) mit ein, aber auch Simone de Beauvoir. Ich kann mir dieses Buch als sehr empowernd für Frauen in Gewaltbeziehungen vorstellen - doch wird dieses Buch wahrscheinlich nicht unbedingt dazu führen, diese zu beenden (das interpretiere ich aus dem persönlichen Trennungsprozess von Peveling). Dennoch sehe ich diese Lektüre als eine sehr wichtige, um weitere Einblicke in "intime Formen der Dominanz" zu bekommen.

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