Dieses Meer, dieses unerbittliche Meer

Dieses Meer, dieses unerbittliche Meer

Hardback
3.922

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Description

Zeno ist fünfzehn und sitzt im berüchtigten Jugendgefängnis auf der Insel Nisida vor Neapel, weil er einen Jungen, der ihn umbringen sollte, erschossen hat. Seine Lehrerin dort fordert ihn auf, sein Leben und seine Gedanken zu Papier zu bringen, dann bekommt er vielleicht an Weihnachten zwei Tage Ausgang. Dies ist sein Bericht. Zeno ist in Forcella aufgewachsen, einem der Quartieri Neapels, in denen die Camorra so allgegenwärtig ist, wie die Armut. Als sein krimineller und prügelnder Vater ins Gefängnis kommt, wird der Zehnjährige zum Mann im Haus. Denn obwohl seine Mutter anschaffen geht, reicht das Geld nicht aus, um ihn und seine Schwester durchzubringen. Zeno fängt an zu klauen und bald bietet ihm ein kleiner Capo an, für ihn zu arbeiten. Also fährt der zwölfjährige Zeno auf seinem geklauten Roller durch die Stadt und liefert die »Päckchen« aus. Doch die Revierkämpfe der Familien in den Quartieri sind unerbittlich und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Zeno zwischen die Fronten gerät. Dem Jungen auf dem Roller, den sie geschickt haben, um ihn umzubringen, verpasst Zeno drei Kugeln. Jetzt sitzt er in Nisida, dem berüchtigten Jugendgefängnis vor Neapel, umgeben von einem unerbittlichen Meer und den anderen jugendlichen Straftätern, und träumt vom »Draußen«. Von seiner geliebten Mutter und seiner Freundin Natalina. Seine Lehrerin hat ihm versprochen, ein gutes Wort für ihn einzulegen, wenn er sein Leben und seine Gedanken zu Papier bringt. Also fängt Zeno an zu schreiben …

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
176
Price
22.70 €

Author Description

Francesca Maria Benvenuto, geb. 1986 in Neapel, schloss ihr Jurastudium mit einer Promotion in Internationalem Strafrecht ab. 2012 setzte sie ihre Ausbildung an der Sorbonne fort und arbeitet seitdem als Anwältin in Paris. Dieses Meer, dieses unerbittliche Meer ist ihr erstes Buch.

Posts

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All
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Eine Geschichte über Liebe und Hoffnung im Jugendgefängnis Neapels 💔

„Dieses Meer, dieses unerbittliche Meer“ ist eine Geschichte im Jugendgefängnis Neapels, die wir durch die Augen Zenos sehen, dem inhaftierten Jungen, der mit fünfzehn Jahren bereits die schlimmsten Seiten des Lebens kennengelernt hat. Also träumt er sich nach „Draußen“ zu seiner geliebten Mutter und zu seiner Freundin Natalina. In den Augen anderer war er ein Kind, das ohne Liebe und ohne Führung aufwuchs und im Gefängnis landete, weil er eine Person tötete - ohne Schuld und Reue, weil alternativ er der Tote gewesen wäre. Er wuchs in einem berüchtigten Stadtteil Neapels auf, in dem sich die Camorra und die Armut die Klinke in die Hand geben. Schon zehnjährig wurde er zum Mann im Haus, da sein Vater inhaftiert wurde - der Startpunkt seiner eigenen kriminellen Machenschaften. Im Gefängnis erlauben sie ihm, die Schule zu besuchen und durch Ansporn seiner Lehrerin beginnt er seine Gedanken aufzuschreiben, indem er über sein Leben außerhalb des Gefängnisses spricht, über seine Familie und die Freundschaften, die er im Gefängnis schloss - im Gegenzug verspricht sie, ein gutes Wort für ihn einzulegen um Weihnachten zwei Tage Ausgang zu bekommen. Zeno ist ein Charakter, der nicht wegen, sondern trotz seines Alters beeindruckt - er hat mich erstaunt, bewegt und teilweise gedanklich auf den Kopf gestellt. Ein Junge, der sich der Dramen seines Lebens vollkommen bewusst ist: ein Vater im Gefängnis, eine Mutter, die gezwungen ist, sich zu prostituieren, um ihre Familie zu unterstützen, und er, der mit nur zehn Jahren Geschäfte und Raubüberfälle unternimmt. Er schämt sich für nichts - für Zeno ist es normal, was immer er getan hat. Aber wehe denen, die ihm sagen, dass es ihm an Liebe fehlt; ihm fehlte es an allem, aber nicht an der Liebe seiner Familie. Ein Roman, der einem lehrt, wie wichtig Hoffnung ist und dass es sich lohnt, an die Liebe zu glauben - danke Francesca Maria Benvenuto!

5

Berührend und eindringlich wird hier ein Leben auf 176 seziert. Der Hauptcharakter schleicht erst, dann galoppiert er in mein Herz!

Zeno sitzt mit gerade mal 15 im Jugendknast… mitten auf einer Insel im Meer. Er hat einen Jungen erschossen, der ihn erschiessen wollte. Seine Lehrerin bittet ihn, Gedanken über sein Leben zu Papier zu bringen. Im Gegenzug soll er zwei Tage Ausgang an Weihnachten bekommen. Und so lernen wir Zeno kennen, einen Jungen, der nicht perfekt schreiben kann und im Gefängnis auch nicht viel erlebt. Er träumt sich nach draußen, erzählt von seiner Mamma und seiner liebsten, Natalina. Eindringlich und berührend verleiht die Autorin Zeno eine Stimme. Er stürmte in mein Herz und wird dort wohl noch eine ganze Weile bleiben. Der Text ist gespickt mit Rechtschreibfehlern und Kraftausdrücken sowie Umgangssprache. Die Übersetzung von Christine Ammann ist genial, denn Zeno wirkt dadurch so wahnsinnig authentisch. In nur 176 Seiten lesen wir von der Kindheit, dem tristen und lieblosen Elternhaus, in dem das Geld nie reichte. Von kriminellen Vätern, Müttern, die anschaffen gehen und Freunden, die keine sind. Die eigenen Kriminalität ist vorprogrammiert. Und dennoch steckt in den Zeilen so viel Liebe für das Leben, so viele Träume, dass es mir das Herz zuschnürt. Ich kann das Buch nur empfehlen!

5

Ein absolutes Herzensbuch. Eine intensive Geschichte, die auf wenigen Seiten mitten ins Herz trifft , um dann nicht mehr aus dem Kopf zu gehen. Bitte lest dieses Buch!

2

Hier sticht zu allererst einmal der Schreibstil raus. Der war, für meinen Geschmack, eher holprig. Was aber durchaus gewollt ist, um mehr Authentizität reinzubringen. Aus Sicht eines inhaftierten 15 jährigen, der keine allzugute Schulbildung genossen hat, werden die Sätze gebildet, die meistens auch mit "Ich" beginnen. Dazu wurden bewusst Fehler eingebaut (Beispiel: Einzigste, "als" wird immer zu "wie", besser wie, größer wie, und viele andere) Das hat mich beim Lesen wirklich sehr gestört und da ging es noch nicht einmal um die eigentliche Story. Aber auch die konnte mich leider nicht packen. Vielleicht lag es am Stilmittel, vielleicht, an der hohen Erwartung, aber vielleicht auch einfach an der Geschichte, mit all seinen Charakteren, die ich, auch mit Beenden, nicht so richtig greifen konnte.

4

Nein, natürlich habe ich nicht mehrere Bücher mit in den Urlaub mitgenommen, nur weil das Wort "Meer" mit im Titel war. Natürlich nicht. Warum sollte ich denn sowas verrücktes tun? Etwa um diese Bücher dann am Meer zu lesen? Pffft! Lächerlich! ... und ja, natürlich ist dieses Buch eines der Bücher, die ich aus genau diesem Grund eingepackt habe. Auch wenn die Stimmung in diesem Buch jetzt nicht unbedingt so locker flockig ist, wie man es von einer Urlaubslektüre erwarten würde. Aber das war mir bewusst und es stört mich selbst ja auch nicht besonders, auch mal was ernsteres zu lesen. Als Ausgleich muss ich danach halt wieder Schund konsumieren - was ich in diesem Urlaub auch zur Genüge getan habe. Aber diese Rezensionen kommen auch noch, wenn ich dann mal dazu komme. Es geht hier um den 15 Jahre alten Zeno. Er ist Gefängnisinsasse auf der Insel Nisida, denn er hat jemanden umgebracht. Zeno ist im Drogenmilieu und als Kleinkrimineller aufgewachsen, seine Mutter ist Sexarbeiterin und sein Vater sitzt in einem anderen Gefängnis. Die große Schwester hat den Kontakt zur Familie abgebrochen. Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für ein Kind, nicht? Ich denke, wir sind uns da alle einig, dass es so nicht unbedingt einfach für ein Kind ist, unbescholten groß zu werden. Und jetzt wurde Zeno halt verurteilt. Doch zumindest im Gefängnis geht es ihm nicht besonders schlecht: Er hat einen guten Ruf bei den anderen Insassen und wird für seine Anwesenheit in der Gefängnisschule bezahlt. Seine Italienisch-Lehrerin hat ihm sogar zwei Tage Ausgang in Aussicht gestellt - und zwar zu Weihnachten - wenn er über sein Leben schreibt. Also tut er genau das. Ich habe ordentlich Redebedarf zu diesem Buch und weiß daher auch, dass ich dieses Buch bei nächster Gelegenheit meiner Oma in die Hand drücken werde. Es handelt sich hier nicht unbedingt um eine einfache Lektüre. Da ist einerseits das Thema, natürlich, das wohl niemanden kalt lassen wird. Andererseits ist aber auch der Stil nichts Alltägliches. Die Art, wie ein Kind wie Zeno wohl schreiben würde, wurde auch in meiner Übersetzung gut nachgeahmt - was die Lesbarkeit aber erschwert. Der Satzbau entspricht exakt der gesprochenen Sprache, die Rechtschreibung ist oft kreativ. Beides sind Aspekte, mit denen ein Zeno wohl tatsächlich Probleme haben könnte. Ob es eine gute Idee war, beides in einen Roman einzubauen? Ich bin mir nicht sicher. Einerseits hat das die Glaubwürdigkeit des Textes erhöht, finde ich. Andererseits irritierte mich diese Entscheidung aber auch, denn es ist genau das, was ich bei einem gedruckten Buch normalerweise eigentlich nicht will. Ich schreibe "normalerweise" weil ich mir noch nicht sicher bin, ob ich diese Entscheidung gut finde oder nicht. [Spoiler] Das Ende hat mich persönlich schockiert. Ich wollte ein gutes Ende für Zeno oder zumindest einen Hoffnungsschimmer. Ja, er ist definitiv kein Heiliger. Ja, er hat es definitiv verdient, im Gefängnis zu sitzen. Aber er ist trotz allem noch ein Kind. Ich halte das Ende, das hier gewählt wurde, zwar für glaubwürdig - aber das heißt nicht, dass ich dieses Buch nicht am liebsten im Meer ertränken wollte. [Spoiler Ende] Mein Fazit? Ganz ehrlich? Ich bin mir weiter unsicher, was ich von diesem Buch halte. Es lässt mich ratlos zurück und regte mich auf jeden Fall zu denken an. Dieser Roman ist eigenwillig und etwas ganz Besonderes - ob ihn das zu einem besonders guten oder besonders schlechten Buch macht, muss wohl jede Person selbst entscheiden. Ich bin aber trotz der Eigenheiten froh, diesen Roman gelesen zu haben.

3.5

"Meine Familie hab ich mir nicht ausgesucht, das is hier ja kein Supermarkt. Man kommt per Zufall auf die Welt, da entscheidet keiner was."

Klappentext: Zeno ist fünfzehn und sitzt im berüchtigten Jugendgefängnis auf der Insel Nisida vor Neapel, weil er einen Jungen, der ihn umbringen sollte, erschossen hat. Seine Lehrerin dort fordert ihn auf, sein Leben und seine Gedanken zu Papier zu bringen, dann bekommt er vielleicht an Weihnachten zwei Tage Ausgang. Dies ist sein Bericht. "Ich bin mir nicht sicher, ob wir im Knast hier noch Sohn und Bruder und Onkel sind oder nichts mehr davon. Mamma hat mich wie ein normales Kind erzogen, aber das hätte sie vielleicht besser nicht getan. Hätte sie mir beigebracht, wie ich bekloppt und bescheuert werde, wär ich jetzt nicht schuldfähig und der Richter würd sagen, ich bin unfähig, und man würd mich ins Irrenhaus stecken.

"Meine Familie hab ich mir nicht ausgesucht, das is hier ja kein Supermarkt. Man kommt per Zufall auf die Welt, da entscheidet keiner was."
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