Niemand

Niemand

Ebook
4.84
FindelkindKriegsgefangenschaftVoreifelNachkriegsgeschichte

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Description

Langsam kriechen die Schatten der Vergangenheit heran Als an einem Wintertag ein ausgesetzter Säugling auf den verschneiten Feldern am Nordrand der Eifel gefunden wird, tauft man den Jungen auf den Namen Martin Niemand – sein Schicksal scheint vorherbestimmt. Doch dank seines unbändigen Willens und der fürsorglichen Zuwen-dung einiger Dörfler gelingt es ihm, zu einem erfolgreichen Mann heranzuwachsen und eine Familie zu gründen. Dann fallen die Bomben, und das Glück findet ein jähes Ende. Als Martins Sohn Kaspar Jahre später aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft zurück-kehrt, steht er fassungslos vor den Trümmern seines Elternhauses, und obwohl auch er sich bemüht, sein Leben zum Guten zu wenden, gerät es zu einer Achterbahnfahrt: Er betätigt sich als Schwarzmarkthändler, schuftet in der Brikettfabrik und verfällt als Brauereiarbeiter dem Alkohol. Eine Leiche, die eines Tages vor seinem Wohnhaus gefunden wird, weckt grausame Erinnerun-gen. Es ist nicht der erste geheimnisvolle Tote im Umfeld seiner Familie. Kaspar sieht keinen anderen Ausweg, als im zwielichtigen Milieu der Dürener Nordstadt unterzutauchen …

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
N/A
Format
Ebook
Pages
352
Price
10.30 €

Posts

2
All
5

Wenn einem das Schicksal fast keine Chance lässt 1899. In einem kleinen Dorf am Rande der Eifel wird ein Findelkind in der eisigen Kälte gefunden. Um es vor dem Leben im Waisenhaus zu bewahren, wird es dem Tagelöhner Gerald Kroppen und seiner Familie übergeben. Der kleine Martin Niemand, wie er fortan genannt wird, wächst in Armut und Gewalt auf. Doch er ist ein kluger und fleißiger Junge und so wird er Schuster, gründet eine Familie. Doch der zweite Weltkrieg ändert alles. Als Kaspar, Martins Sohn, nach dem Krieg aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, ist seine Familie tot und Kaspar erfährt, dass sein Vater ein Mörder war. Auf sich alleine gestellt, versucht Kaspar, über die Runden zu kommen. Und gerät dabei unter die Räder – er rutscht ab in das finstere Milieu Dürens. Mit der Geschichte der „Niemand“- Männer hat Herbert Pelzer wieder einen zutiefst berührenden Roman über das schwere Leben in der Eifel in den schwierigen Zeiten rund um die beiden Weltkriege erschaffen. Dabei sind die Charakter wieder absolut authentisch, man fühlt mit ihnen, den Schmerz, die Verzweiflung, die Mutlosigkeit von Menschen, denen das Schicksal und die Herkunft von vornherein jede Chance verbauen. Die Atmosphäre ist düster und kalt, genau wie die Zeit damals war. Das ist ein wichtiges Stück deutsche Geschichte und ein Roman, der einen sehr nachdenklich werden lässt. Mein Fazit: Ein außergewöhnlicher Roman mit Tiefgang, Absolut lesenswert!

5

Hallo ihr Lieben, in diesem Buch lernen wir zunächst Martin kennen. Martin Niemand. Aber Martin heißt nicht von Geburt an so, denn er wird gefunden. Ein Säugling am Straßenrand. Er wird in eine Familie gegeben, in der er es nicht leicht hat. Sein ganzes Leben ist geprägt, von Kämpfen. Im weiteren Verlauf lernen wir Martins Sohn Kaspar besser kennen. Ein junger Mann, welcher aus dem Krieg kommt und vor den Trümmern seines Lebens steht. Ihn begleiten wir durch schwere Zeiten. Geprägt von Missgunst. Das Buch ist mir doch an einigen Stellen sehr nah gegangen. Ich saß mit der Familie im Keller und habe mit ihnen gebangt und gehofft. Ich wollte Kaspars Hand halten, als die Verzweiflung unerträglich wurde. Der Schreibstil hat mir unheimlich gefallen. Ich war nicht nur dabei, sondern mitten drin. Ganz klare Empfehlung

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