Die andere Stadt
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Description
»Der Autor […] schildert in einer hochkultivierten Form die Abenteuer des Erzählens und des halluzinatorischen Bewusstseins, des Phantasierens und Denkens.« Kindlers Literaturlexikon
In einem Prager Antiquariat kauft der Erzähler ein sonderbares Buch. Es ist in einer obskuren Schrift verfasst und scheint aus einer unbekannten, anderen Stadt zu stammen, die sich in einer undurchsichtigen Symbiose mit Prag befindet. Langsam dringt der Erzähler in diese Stadt ein, die sich an Rändern, in Schatten und Spiegelungen des Alltags, gleichzeitig an bekannten Orten Prags befindet. Der Namenlose müht sich, das Wesen dieser Stadt zu ergründen und in ihr Zentrum vorzudringen. Dieses jedoch scheint zurückzuweichen, je ungestümer er sich ihm zu nähern versucht. Je tiefer er in die Geheimnisse der anderen Stadt eintaucht, desto mehr wird er selbst zum Getriebenen, Wahrnehmungen und Gewissheiten lösen sich auf; schließlich gerät seine nackte Existenz ins Wanken.
Die andere Stadt ist eine faszinierende Mischung aus philosophischer Tiefe, surrealer Erzählkunst, abenteuerlicher Fabulierlust, skurrilem Witz und kafkaesker Odyssee. Ajvaz’ Prag-Roman stellt Fragen zum Wesen der Wirklichkeit und lädt ein, über die Oberfläche des Alltäglichen hinauszuschauen. Wer wagemutig genug ist, sich auf diese fordernde Reise einzulassen, wird die andere Stadt am Ende finden – und sie vielleicht nie mehr ganz verlassen.
Book Information
Author Description
Michal AJVAZ (*1949) studierte 1967–1974 Tschechisch und Ästhetik an der Karls-Universität in Prag und promovierte dort 1977 über Richard Weiner und Karel Čapek. Während des kommunistischen Regimes zog er sich in eine »innere Emigration« zurück, schrieb ohne Aussicht auf Veröffentlichung und arbeitete als Hausmeister, Nachtwächter und Pumpenwart. Seit 1994 ist er freischaffender Autor, 1996–1999 war er als Redakteur der Literární noviny [Literaturzeitung] tätig. Seit 2003 ist er im Zentrum für theoretische Studien der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und der Karls-Universität angestellt. Seine Gedichte, Erzählungen, Romane, Essays und theoretischen Studien wurden bislang in 24 Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erscheint sein umfangreiches Prosawerk im Allee Verlag. Auszeichnungen: Tschechischer Staatspreises für Literatur (2020) Prix Utopiales (2015) Magnesia-Litera-Preis (2012) Jaroslav-Seifert-Preis (2005)
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»Der Autor […] schildert in einer hochkultivierten Form die Abenteuer des Erzählens und des halluzinatorischen Bewusstseins, des Phantasierens und Denkens.« Kindlers Literaturlexikon
In einem Prager Antiquariat kauft der Erzähler ein sonderbares Buch. Es ist in einer obskuren Schrift verfasst und scheint aus einer unbekannten, anderen Stadt zu stammen, die sich in einer undurchsichtigen Symbiose mit Prag befindet. Langsam dringt der Erzähler in diese Stadt ein, die sich an Rändern, in Schatten und Spiegelungen des Alltags, gleichzeitig an bekannten Orten Prags befindet. Der Namenlose müht sich, das Wesen dieser Stadt zu ergründen und in ihr Zentrum vorzudringen. Dieses jedoch scheint zurückzuweichen, je ungestümer er sich ihm zu nähern versucht. Je tiefer er in die Geheimnisse der anderen Stadt eintaucht, desto mehr wird er selbst zum Getriebenen, Wahrnehmungen und Gewissheiten lösen sich auf; schließlich gerät seine nackte Existenz ins Wanken.
Die andere Stadt ist eine faszinierende Mischung aus philosophischer Tiefe, surrealer Erzählkunst, abenteuerlicher Fabulierlust, skurrilem Witz und kafkaesker Odyssee. Ajvaz’ Prag-Roman stellt Fragen zum Wesen der Wirklichkeit und lädt ein, über die Oberfläche des Alltäglichen hinauszuschauen. Wer wagemutig genug ist, sich auf diese fordernde Reise einzulassen, wird die andere Stadt am Ende finden – und sie vielleicht nie mehr ganz verlassen.
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Michal AJVAZ (*1949) studierte 1967–1974 Tschechisch und Ästhetik an der Karls-Universität in Prag und promovierte dort 1977 über Richard Weiner und Karel Čapek. Während des kommunistischen Regimes zog er sich in eine »innere Emigration« zurück, schrieb ohne Aussicht auf Veröffentlichung und arbeitete als Hausmeister, Nachtwächter und Pumpenwart. Seit 1994 ist er freischaffender Autor, 1996–1999 war er als Redakteur der Literární noviny [Literaturzeitung] tätig. Seit 2003 ist er im Zentrum für theoretische Studien der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und der Karls-Universität angestellt. Seine Gedichte, Erzählungen, Romane, Essays und theoretischen Studien wurden bislang in 24 Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erscheint sein umfangreiches Prosawerk im Allee Verlag. Auszeichnungen: Tschechischer Staatspreises für Literatur (2020) Prix Utopiales (2015) Magnesia-Litera-Preis (2012) Jaroslav-Seifert-Preis (2005)



