In Liebe, Dein Vaterland I
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Description
Book Information
Author Description
RYŪ MURAKAMI, Jahrgang 1952, ist neben seiner Tätigkeit als Filmemacher einer der interessantesten japanischen Schriftsteller der Gegenwart. Mit dem Akutagawa-Preis ist er Inhaber des wichtigsten Japanischen Literaturpreises. Ryū Murakami prägte mit seinem Roman "Coin Locker Babys" (Septime, 2015) die Popkultur Japans der vergangenen 30 Jahre mit und inspirierte u.a. Künstler und Schriftsteller wie seinen Namensvetter Haruki Murakami. Sein Roman "Das Casting" erschien ebenfalls bei Septime.
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Dieses Buch war ein Zufallsfund in der Bibliothek und was bin ich froh, dass ich es mitgenommen habe! Denn Ryu Murakami vereint alles in sich, was ich mir nur wünschen kann. Ursula Gräfe, die auch Haruki Murakami übersetzt hat, hat auch hier sehr gute Arbeit geleistet. Das Werk lässt sich flüssig, fast schon süffig lesen. Bleibt dabei aber dem Genre der Literatur treu. Es ist eine literarische Dystopie. Also keine Monster, sondern knallharte Realität. Denn was Muakami hier beschreibt, ist so greifbar, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. Der Autor schreibt derart informiert und detailgetreu, dass man meinen könnte, es mit einem Sachbuch zu tun zu haben, das tatsächlich Geschehenes schildert. Aber wir haben es -zum Glück!- noch mit einem Roman zu tun. Die vielen Figuren waren manchmal schwierig auseinanderzuhalten, aber man kann sich die wichtigsten merken. All die Politiker etc. vermischen sich sowieso in eine grosse Masse und ich gehe davon aus, dass Murakami genau das darstellen wollte. Mit klaren Blick erzählt der Autor, was geschehen würde, was geschehen könnte und wie er sich die Reaktion darauf vorstellt. Es handelt sich um eine Dystopie, also ist es definitiv nichts Gutes. Wenn man dieses Buch auch im Hinblick auf die aktuelle Krisenzeit liest, muss man gleich wieder leer schlucken. Was, wenn Nordkorea tatsächlich auch die Idee käme, Japan zu besetzen? Was würde Japan tun? Was Amerika? Die Politiker? Murakami wirft uns Fragen zu, gibt Antwort. Aber es sind keine einfachen. Manche Szenen sind auch nicht einfach zu lesen, aber das will Literatur auch nicht. Gut geschriebene Literatur will aufzeigen, aufwecken, aufdecken. Das tut Murakami hier mit von mir unerwartetem Können. Nachdem ich Haruki Murakami aus der Liste der Lieblingsautoren gekippt habe, könnte sich nun ein anderer Murakami diesen Posten holen. Die Chancen stehen nach dieser beeindruckenden Lektüre definitiv gut.
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RYŪ MURAKAMI, Jahrgang 1952, ist neben seiner Tätigkeit als Filmemacher einer der interessantesten japanischen Schriftsteller der Gegenwart. Mit dem Akutagawa-Preis ist er Inhaber des wichtigsten Japanischen Literaturpreises. Ryū Murakami prägte mit seinem Roman "Coin Locker Babys" (Septime, 2015) die Popkultur Japans der vergangenen 30 Jahre mit und inspirierte u.a. Künstler und Schriftsteller wie seinen Namensvetter Haruki Murakami. Sein Roman "Das Casting" erschien ebenfalls bei Septime.
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Dieses Buch war ein Zufallsfund in der Bibliothek und was bin ich froh, dass ich es mitgenommen habe! Denn Ryu Murakami vereint alles in sich, was ich mir nur wünschen kann. Ursula Gräfe, die auch Haruki Murakami übersetzt hat, hat auch hier sehr gute Arbeit geleistet. Das Werk lässt sich flüssig, fast schon süffig lesen. Bleibt dabei aber dem Genre der Literatur treu. Es ist eine literarische Dystopie. Also keine Monster, sondern knallharte Realität. Denn was Muakami hier beschreibt, ist so greifbar, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. Der Autor schreibt derart informiert und detailgetreu, dass man meinen könnte, es mit einem Sachbuch zu tun zu haben, das tatsächlich Geschehenes schildert. Aber wir haben es -zum Glück!- noch mit einem Roman zu tun. Die vielen Figuren waren manchmal schwierig auseinanderzuhalten, aber man kann sich die wichtigsten merken. All die Politiker etc. vermischen sich sowieso in eine grosse Masse und ich gehe davon aus, dass Murakami genau das darstellen wollte. Mit klaren Blick erzählt der Autor, was geschehen würde, was geschehen könnte und wie er sich die Reaktion darauf vorstellt. Es handelt sich um eine Dystopie, also ist es definitiv nichts Gutes. Wenn man dieses Buch auch im Hinblick auf die aktuelle Krisenzeit liest, muss man gleich wieder leer schlucken. Was, wenn Nordkorea tatsächlich auch die Idee käme, Japan zu besetzen? Was würde Japan tun? Was Amerika? Die Politiker? Murakami wirft uns Fragen zu, gibt Antwort. Aber es sind keine einfachen. Manche Szenen sind auch nicht einfach zu lesen, aber das will Literatur auch nicht. Gut geschriebene Literatur will aufzeigen, aufwecken, aufdecken. Das tut Murakami hier mit von mir unerwartetem Können. Nachdem ich Haruki Murakami aus der Liste der Lieblingsautoren gekippt habe, könnte sich nun ein anderer Murakami diesen Posten holen. Die Chancen stehen nach dieser beeindruckenden Lektüre definitiv gut.





