Die wilde Jagd nach der Monströsen Dame
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Author Description
Theodora Goss ist gebürtige Ungarin und verbrachte ihre Kindheit in verschiedenen europäischen Ländern, bevor ihre Familie in die Vereinigten Staaten zog, wo sie in englischer Literatur promovierte. Als Autorin wurde sie bereits mit dem World-Fantasy-, Locus- und Mythopoeic-Award ausgezeichnet. Aus ihrer Feder stammen u. a. die Kurzgeschichten- und Gedichtbände "In the Forest of Forgetting" (2006), "Songs for Ophelia" (2014) und "Snow White learns Witchcraft" (2019) sowie die Novelle "The Thorn and the Blossom" (2012). Ihre Werke wurden in über fünfzehn Sprachen übersetzt. Sie unterrichtet literature & writing an der Boston University und im Stonecoast MFA-Programm. Sie freut sich über Besuch auf theodoragoss.com.
Posts
Die wilde Jagd nach der monströsen Dame ist ein ambitionierter, thematisch dichter Roman, der viel zu sagen hat – sich dabei aber nicht immer selbst im Zaum hält. Mit rund 750 Seiten ist das Buch deutlich länger, als es für seine eigentliche Handlung nötig wäre. Zwar entfaltet Theodora Goss ein vielschichtiges Figurenensemble und starke Motive rund um Verrat, patriarchale Wissenschaft und weibliche Selbstbestimmung, doch leidet der Roman spürbar unter seiner ausufernden Erzählweise. Die Geschichte wird in mehreren Handlungssträngen erzählt, von denen nicht alle gleichermaßen tragen. Während der Hauptplot um Mary Jekyll, den Athena-Club und die Aufarbeitung der „Schöpfungen“ ihrer Väter gut verständlich und in sich geschlossen bleibt, wirkt der Nebenstrang – insbesondere um Beatrice und Catherine – für die Haupthandlung verzichtbar. Selbst stark gekürzt oder weitgehend ausgelassen, geht dem Roman wenig Substanz verloren. Der Eindruck drängt sich auf, dass hier mehr erzählt wird, als dramaturgisch notwendig ist. Hinzu kommt eine bewusst altmodische, stark kommentierende Erzählweise: Die fünf Frauen unterbrechen die Handlung immer wieder mit Einschüben, Reflexionen und gegenseitigen Kommentaren. Diese Mehrstimmigkeit ist als Idee interessant, reißt aber häufig aus der Erzählung heraus und verliert über die Länge des Romans an Wirkung. Was im ersten Teil noch originell erscheint, wird mit der Zeit ermüdend. Stark bleibt der Roman dort, wo er sich auf seine Figuren konzentriert. Besonders Mary Jekyll und Diana Hyde bilden das emotionale Zentrum der Geschichte. Als Schwestern – erschaffen von demselben Vater in zwei Gestalten – stehen sie für zwei Extreme desselben Experiments: Kontrolle und Impuls, Anpassung und Widerstand. Ihre Beziehung wirkt trotz aller Künstlichkeit der Ausgangslage erstaunlich natürlich und glaubwürdig. Auch die anderen Mitglieder des Athena-Clubs überzeugen in ihren tragischen Grundkonstellationen: Beatrices erzwungene Einsamkeit, Catherines ewiges Dazwischensein und Justines Sehnsucht nach Ruhe und Ordnung gehören zu den stärksten Aspekten des Buches. Der Athena-Club selbst ist kein Ort der Heilung, sondern eine gefundene Familie – ein pragmatisches Überlebensmodell für Frauen, die von ihren Vätern bewusst geopfert wurden, nicht aus echtem Fortschrittswillen, sondern aus Eitelkeit und Geltungsdrang. Diese Idee trägt den Roman und verleiht ihm emotionale Tiefe. Insgesamt ist Die wilde Jagd nach der monströsen Dame kein schlechtes Buch, aber eines, das stark von persönlichem Geschmack abhängt. Wer klare, stringente Erzählungen bevorzugt, wird sich an Länge und Struktur reiben. Wer jedoch bereit ist, sich auf Unvollständigkeit, Ambivalenz und leise Tragik einzulassen, findet hier einen inhaltlich lohnenden, wenn auch erzählerisch überladenen Roman.
Ich mag die Story und die Idee echt gerne, aber die Geschichte entwickelt sich wirklich seeeehr langsam. An sich hätte dasselbe in gut der Hälfte der Seiten auch erzählt werden können. Die Figuren sind toll, aber irgendwann hat es mich nicht mehr interessiert, wie die Handlung weitergeht. Mal schauen, ob ich den dritten und letzten Teil noch lesen werde 🙈
Wiederkehrender Spannungsabfall
Die Spannung konnte sich im gesamten Buch nicht halten, da immer wieder belanglose Szenen dazwischengeworfen wurden, die das Tempo herausnahmen. Ebenso ist das lange vorbereitete Ende lasch gewesen. Mein Wille es abzuschließen allein, hat mich durch das zähe Buch gebracht. An den spannenden Auftakt des ersten Bandes konnte es leider leider nicht anknüpfen.
Ein sehr gelungener zweiter Teil, in dem die schon bekannten Heldinnen an Tiefe und Charakter gewinnen, aber auch zahlreiche neue, interessante Charaktere dazukommen. Die Geschichte hat mir sehr gefallen, eine abenteuerliche Reise durch Österreich-Ungarn, immer wieder verwoben mit Sagen und Legenden, wie zum Beispiel dem berühmten Graf Dracula. Hier und da hätte ich mir vielleicht etwas mehr Action gewünscht, einfach zur Auflockerung der doch teilweise etwas langen Geschichte. Sehr gelungen fand ich die Idee, schon während Band 2 die Handlung (oder zumindest einen Teil der Handlung) des nächsten Bandes anzudeuten, denn es bleibt ja noch zu klären: Wo steckt Sherlock Holmes?
Das ist der zweite Teil der Athena-Club-Reihe, der in einer Welt spielt, in der Dr. Moreau und Dr. Frankenstein ihre Experimente gemacht haben, Sherlock Holmes in London ermittelt und Dr. Jekyll zu Mr. Hyde wurde. Der Twist: Es sind ausschließlich Frauen, die hier im Mittelpunkt stehen – eben die Töchter von Jekyll und Hyde, eine Pumafrau, die Dr. Moreau entkommen konnte, etc. Da ich all diese klassischen Geschichten so liebe, macht der Mash-Up richtig viel Spaß! Dieses Mal schwebt die Tochter von Van Helsing in Gefahr und muss in Wien gerettet werden. Wir lernen Sigmund Freud kennen, Irene Adler und dann noch einen Grafen aus Transsilvanien ... Ach das war schön und ich hoffe, ich komme bald schon dazu, den letzten Band der Reihe zu lesen.
Gelungene Fortsetzung, die Lust auf mehr macht!
Worum geht's? Mary Jekylls Leben verläuft wieder in ruhigeren Bahnen, seit sie Sherlock Holmes und Dr. Watson geholfen hat, die Whitechapel-Morde aufzuklären. Beatrice Rappaccini, Catherine Moreau, Justine Frankenstein und Marys Schwester Diana Hyde haben sich in Marys Londoner Haushalt bestens eingelebt und kommen dabei so gut miteinander aus, wie es fünf junge Frauen mit derart unterschiedlichen Persönlichkeiten eben bewerkstelligen können. Doch Mary erfährt, dass Lucinda Van Helsing entführt wurde, bricht das ungewöhnliche Quintett umgehend nach Österreich-Ungarn auf, um eine weitere junge Frau zu retten, die grausamen Experimenten unterzogen wurde. Von Paris über Wien bis nach Budapest müssen Mary und ihre Freundinnen neue Verbündete finden und alte Feinde besiegen, um sich schließlich erneut der ruchlosen Alchemistengesellschaft zu stellen. Es ist an der Zeit, die Vergangenheit zu überwinden und das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen... Meine Meinung Ein weiteres mal bin ich mit den Mädels des Athena-Clubs auf ein Abenteuer gegangen. Es war wirklich eine gelungene Fortsetzung. Die Charaktere sind gut geschrieben und liebenswürdig. Vom Schreibstil her finde ich, dass sich einiges sehr wiederholt hat, was mich ein wenig gestört hat. Ansonsten gibt es auch hier wieder Figuren aus Klassikern - und wer diese gelesen hat und mag wied hier sicher seinen Spaß haben. An einigen Stellen fand ich, dass sich das Buch sehr in die Länge gezogen hat. Dennoch hab ich alles gelesen und kann es durchaus weiterempfehlen. Das Ende macht auf alle Fälle Lust auf Band 3! 4/5⭐️
Was hat es wieder Spaß gemacht mit dem Athena-Club! Ich liebe es, wie Goss Romanfiguren zu neuem Leben erweckt und den Töchtern von Moreau, Rappaccini, Jekyll, Hyde und van Helsing Held*innen-Rollen auf den oftmals monströsen Leib schneidert. Dabei reisen wir durch halb Europa, erkunden Wien, die Steiermark und Budapest, treffen Vampire und essen viel. Doch nun bleibt eine Frage: Wo ist Sherlock Holmes?
Description
Book Information
Author Description
Theodora Goss ist gebürtige Ungarin und verbrachte ihre Kindheit in verschiedenen europäischen Ländern, bevor ihre Familie in die Vereinigten Staaten zog, wo sie in englischer Literatur promovierte. Als Autorin wurde sie bereits mit dem World-Fantasy-, Locus- und Mythopoeic-Award ausgezeichnet. Aus ihrer Feder stammen u. a. die Kurzgeschichten- und Gedichtbände "In the Forest of Forgetting" (2006), "Songs for Ophelia" (2014) und "Snow White learns Witchcraft" (2019) sowie die Novelle "The Thorn and the Blossom" (2012). Ihre Werke wurden in über fünfzehn Sprachen übersetzt. Sie unterrichtet literature & writing an der Boston University und im Stonecoast MFA-Programm. Sie freut sich über Besuch auf theodoragoss.com.
Posts
Die wilde Jagd nach der monströsen Dame ist ein ambitionierter, thematisch dichter Roman, der viel zu sagen hat – sich dabei aber nicht immer selbst im Zaum hält. Mit rund 750 Seiten ist das Buch deutlich länger, als es für seine eigentliche Handlung nötig wäre. Zwar entfaltet Theodora Goss ein vielschichtiges Figurenensemble und starke Motive rund um Verrat, patriarchale Wissenschaft und weibliche Selbstbestimmung, doch leidet der Roman spürbar unter seiner ausufernden Erzählweise. Die Geschichte wird in mehreren Handlungssträngen erzählt, von denen nicht alle gleichermaßen tragen. Während der Hauptplot um Mary Jekyll, den Athena-Club und die Aufarbeitung der „Schöpfungen“ ihrer Väter gut verständlich und in sich geschlossen bleibt, wirkt der Nebenstrang – insbesondere um Beatrice und Catherine – für die Haupthandlung verzichtbar. Selbst stark gekürzt oder weitgehend ausgelassen, geht dem Roman wenig Substanz verloren. Der Eindruck drängt sich auf, dass hier mehr erzählt wird, als dramaturgisch notwendig ist. Hinzu kommt eine bewusst altmodische, stark kommentierende Erzählweise: Die fünf Frauen unterbrechen die Handlung immer wieder mit Einschüben, Reflexionen und gegenseitigen Kommentaren. Diese Mehrstimmigkeit ist als Idee interessant, reißt aber häufig aus der Erzählung heraus und verliert über die Länge des Romans an Wirkung. Was im ersten Teil noch originell erscheint, wird mit der Zeit ermüdend. Stark bleibt der Roman dort, wo er sich auf seine Figuren konzentriert. Besonders Mary Jekyll und Diana Hyde bilden das emotionale Zentrum der Geschichte. Als Schwestern – erschaffen von demselben Vater in zwei Gestalten – stehen sie für zwei Extreme desselben Experiments: Kontrolle und Impuls, Anpassung und Widerstand. Ihre Beziehung wirkt trotz aller Künstlichkeit der Ausgangslage erstaunlich natürlich und glaubwürdig. Auch die anderen Mitglieder des Athena-Clubs überzeugen in ihren tragischen Grundkonstellationen: Beatrices erzwungene Einsamkeit, Catherines ewiges Dazwischensein und Justines Sehnsucht nach Ruhe und Ordnung gehören zu den stärksten Aspekten des Buches. Der Athena-Club selbst ist kein Ort der Heilung, sondern eine gefundene Familie – ein pragmatisches Überlebensmodell für Frauen, die von ihren Vätern bewusst geopfert wurden, nicht aus echtem Fortschrittswillen, sondern aus Eitelkeit und Geltungsdrang. Diese Idee trägt den Roman und verleiht ihm emotionale Tiefe. Insgesamt ist Die wilde Jagd nach der monströsen Dame kein schlechtes Buch, aber eines, das stark von persönlichem Geschmack abhängt. Wer klare, stringente Erzählungen bevorzugt, wird sich an Länge und Struktur reiben. Wer jedoch bereit ist, sich auf Unvollständigkeit, Ambivalenz und leise Tragik einzulassen, findet hier einen inhaltlich lohnenden, wenn auch erzählerisch überladenen Roman.
Ich mag die Story und die Idee echt gerne, aber die Geschichte entwickelt sich wirklich seeeehr langsam. An sich hätte dasselbe in gut der Hälfte der Seiten auch erzählt werden können. Die Figuren sind toll, aber irgendwann hat es mich nicht mehr interessiert, wie die Handlung weitergeht. Mal schauen, ob ich den dritten und letzten Teil noch lesen werde 🙈
Wiederkehrender Spannungsabfall
Die Spannung konnte sich im gesamten Buch nicht halten, da immer wieder belanglose Szenen dazwischengeworfen wurden, die das Tempo herausnahmen. Ebenso ist das lange vorbereitete Ende lasch gewesen. Mein Wille es abzuschließen allein, hat mich durch das zähe Buch gebracht. An den spannenden Auftakt des ersten Bandes konnte es leider leider nicht anknüpfen.
Ein sehr gelungener zweiter Teil, in dem die schon bekannten Heldinnen an Tiefe und Charakter gewinnen, aber auch zahlreiche neue, interessante Charaktere dazukommen. Die Geschichte hat mir sehr gefallen, eine abenteuerliche Reise durch Österreich-Ungarn, immer wieder verwoben mit Sagen und Legenden, wie zum Beispiel dem berühmten Graf Dracula. Hier und da hätte ich mir vielleicht etwas mehr Action gewünscht, einfach zur Auflockerung der doch teilweise etwas langen Geschichte. Sehr gelungen fand ich die Idee, schon während Band 2 die Handlung (oder zumindest einen Teil der Handlung) des nächsten Bandes anzudeuten, denn es bleibt ja noch zu klären: Wo steckt Sherlock Holmes?
Das ist der zweite Teil der Athena-Club-Reihe, der in einer Welt spielt, in der Dr. Moreau und Dr. Frankenstein ihre Experimente gemacht haben, Sherlock Holmes in London ermittelt und Dr. Jekyll zu Mr. Hyde wurde. Der Twist: Es sind ausschließlich Frauen, die hier im Mittelpunkt stehen – eben die Töchter von Jekyll und Hyde, eine Pumafrau, die Dr. Moreau entkommen konnte, etc. Da ich all diese klassischen Geschichten so liebe, macht der Mash-Up richtig viel Spaß! Dieses Mal schwebt die Tochter von Van Helsing in Gefahr und muss in Wien gerettet werden. Wir lernen Sigmund Freud kennen, Irene Adler und dann noch einen Grafen aus Transsilvanien ... Ach das war schön und ich hoffe, ich komme bald schon dazu, den letzten Band der Reihe zu lesen.
Gelungene Fortsetzung, die Lust auf mehr macht!
Worum geht's? Mary Jekylls Leben verläuft wieder in ruhigeren Bahnen, seit sie Sherlock Holmes und Dr. Watson geholfen hat, die Whitechapel-Morde aufzuklären. Beatrice Rappaccini, Catherine Moreau, Justine Frankenstein und Marys Schwester Diana Hyde haben sich in Marys Londoner Haushalt bestens eingelebt und kommen dabei so gut miteinander aus, wie es fünf junge Frauen mit derart unterschiedlichen Persönlichkeiten eben bewerkstelligen können. Doch Mary erfährt, dass Lucinda Van Helsing entführt wurde, bricht das ungewöhnliche Quintett umgehend nach Österreich-Ungarn auf, um eine weitere junge Frau zu retten, die grausamen Experimenten unterzogen wurde. Von Paris über Wien bis nach Budapest müssen Mary und ihre Freundinnen neue Verbündete finden und alte Feinde besiegen, um sich schließlich erneut der ruchlosen Alchemistengesellschaft zu stellen. Es ist an der Zeit, die Vergangenheit zu überwinden und das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen... Meine Meinung Ein weiteres mal bin ich mit den Mädels des Athena-Clubs auf ein Abenteuer gegangen. Es war wirklich eine gelungene Fortsetzung. Die Charaktere sind gut geschrieben und liebenswürdig. Vom Schreibstil her finde ich, dass sich einiges sehr wiederholt hat, was mich ein wenig gestört hat. Ansonsten gibt es auch hier wieder Figuren aus Klassikern - und wer diese gelesen hat und mag wied hier sicher seinen Spaß haben. An einigen Stellen fand ich, dass sich das Buch sehr in die Länge gezogen hat. Dennoch hab ich alles gelesen und kann es durchaus weiterempfehlen. Das Ende macht auf alle Fälle Lust auf Band 3! 4/5⭐️
Was hat es wieder Spaß gemacht mit dem Athena-Club! Ich liebe es, wie Goss Romanfiguren zu neuem Leben erweckt und den Töchtern von Moreau, Rappaccini, Jekyll, Hyde und van Helsing Held*innen-Rollen auf den oftmals monströsen Leib schneidert. Dabei reisen wir durch halb Europa, erkunden Wien, die Steiermark und Budapest, treffen Vampire und essen viel. Doch nun bleibt eine Frage: Wo ist Sherlock Holmes?











