Das Versprechen des Bienenhüters
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Description
Nuri ist Bienenhüter, mit seiner Familie führt er ein einfaches, aber erfülltes Leben im syrischen Aleppo. Bis das Undenkbare passiert und der Krieg ihr Zuhause erreicht. Nuris kleiner Sohn Sami wird bei einem Bombenanschlag getötet, seine Frau Afra erblindet. Sie müssen fliehen, um zumindest ihr eigenes Leben zu retten. Die Trauer um Sami und Erinnerungen an das einst glückliche Leben begleiten sie auf dem langen, gefährlichen Weg durch eine Welt, die nicht auf sie gewartet hat und selbst die Mutigsten in die Knie zwingt. Doch in England wartet Nuris Cousin Mustafa mit einem Bienenstock, der neuen Honig und neues Leben verspricht. Aber die größte Herausforderung liegt noch vor Nuri und Afra: wieder zueinander zu finden und gemeinsam die Hoffnung an ein neues Leben zu bewahren.
Sie haben alles verloren und glauben dennoch an einen Neuanfang: Diese Geschichte wird Sie berühren, mitreißen und doch hoffnungsvoll zurücklassen.
Book Information
Author Description
Christy Lefteri wuchs als Tochter zypriotischer Geflüchteter in London auf. Sie unterrichtet Kreatives Schreiben an der Brunel University. 2016 und 2017 verbrachte sie die Sommermonate als Freiwillige in einem von der Unicef unterstützten Geflüchtetenlager in Athen. Die Geschichten, die die Menschen ihr dort erzählten, inspirierten sie dazu, »Das Versprechen des Bienenhüters« zu schreiben.
Posts
📚 Inhalt Nuri lebt mit seiner Familie in Aleppo. Er ist Bienenhüter, glücklich verheiratet und Vater eines Sohnes. Ihr Leben ist einfach, aber erfüllt. Bis der Krieg ausbricht. Durch einen Bombenanschlag stirbt Nuris Sohn und seine Frau verliert ihr Augenlicht. Um sich und seine Frau zu retten, müssen sie fliehen. Auf der beschwerlichen Reise werden sie immer wieder von der Trauer und der Angst eingeholt, immer im Unwissen, was als nächstes passieren würde. Nuri kann niemandem trauen, auch nicht den Behörden. Den niemand hat auf weitere Flüchtlinge aus dem Nahen Osten gewartet. Aber eine Person wartet doch, nämlich Nuris Cousin in England. Und ein Bienenstock. 📖 Meinung Auch eine hochaktuelle Geschichte, die unbedingt mehr Aufmerksamkeit verdient. Durch die Medien wird der Eindruck vermittelt, dass die Flüchtenden gerne nach Europa kommen. Doch bei vielen stimmt das nicht. Sie lassen alles hinter sich: ihre Familien, ihre Leben, ihre Kulturen. Sie landen in einer fremden Welt, die ihnen mit Hass und Vorurteilen begegnet. Und als wäre das nicht genug, müssen sie noch die Traumata des Krieges verarbeiten und in ständiger Angst leben, aus der vermeintlichen Sicherheit abgeschoben zu werden. Klingt doch gar nicht mehr so attraktiv oder? Nuris Geschichte hat mich sehr berührt. Er hat alles verloren, seine Frau vielleicht sogar noch mehr. Neben dem Verlust ihres Sohnes haben sie auch die Nähe zueinander verloren und doch müssen sie sich aufeinander verlassen können. Aber sie geben nicht auf und kämpfen für ihre Ehe und ihre Liebe. Mir hat das Buch auf ganzer Ebene gefallen. Die verschiedenen Aspekte die angesprochen werden, haben sich sehr echt angefühlt und verleihen dem Buch einen realen Bezug. Ich kann es wirklich nur jeder:m ans Herz legen – es lohnt sich.
"The Beekeeper of Aleppo" erzählt die Geschichte von Nuris und Afras Flucht aus Syrien. Ein sehr wichtiges Thema und ein Buch, dass mich berührt hat. Ich bin Nuris Erzählung gerne gefolgt und mochte es sehr, wie er von seiner Frau, seinen Bienen und dem Leben in Aleppo vor dem Bürgerkrieg erzählt hat. Mir hat es wieder deutlicher bewusst gemacht, dass diese Menschen nicht freiwillig ihre Heimat verlassen. Der Weg um nach Europa zu kommen, ist so beschwerlich und von so vielen Unwägbarkeiten geprägt. Dieser Roman erzählt von der zermürbenden Wirkung des Krieges, erzählt von Traumata, Träumen, der Sehnsucht nach der Heimat und er erzählt von den verschiedenen Menschen, denen man auf einer Flucht begegnen kann. Zum Glück schwingt immer auch etwas Hoffnung im Buch mit, sonst hätte es mich glaube ich sehr runtergezogen. Wenn ihr ein Buch zum Thema Flucht lesen möchtet, dann kann ich dieses Buch empfehlen. Habt ihr diesen Roman bereits gelesen? Oder könnt ihr mir ähnliche Bücher empfehlen?

Unglaublich, erschütternd, berührend, ermutigend - eine bewegende Geschichte über den Verlust von Heimat und die Kraft der Liebe
Ich lese gerne Bücher, die von menschlichen Schicksalen erzählen. The Beekeeper of Aleppo ist so eine Geschichte. Sie führt uns von Aleppo, der Heimat von Afra und Nuri, in die Türkei, über das Mittelmeer nach Griechenland bis nach England - dort warten beide darauf, dass ihr Asylantrag bewilligt wird und ihren Strapazen ein Ende setzt. Nuri und Afra sind geflohen. Der Krieg in Syrien hat ihnen über Nacht ihr Leben und ihre Heimat genommen. Aus Nuris Sicht erfahren wir abwechselnd Episoden aus ihrer Vergangenheit in Aleppo, wo Nuri mit seinem Cousin Mustafa Bienen züchtete, und sie mit ihrem Sohn Sami ein einfaches, aber glückliches Leben führten und aua verschiedenen Stationen ihrer Flucht in der Gegenwart. Unglaublich, was beide durchleben. Erschütternd, welche Verluste sie machen und welchen Preis sie zahlen. Berührend, wie sie beim jeweils anderen Halt suchen. Beeindruckend, wie sie nicht aufgeben. Ermutigend, wie Mustafa Nuri in vielen E-Mails Kraft und Hoffnung gibt auf eine gemeinsame Zukunft in England. Die Bienen sind dabei ein starkes Symbol und verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Welche Rolle die Murmel und ein kleiner Junge in einem roten T-Shirt und blauen Shorts dabei spielen, das müsst ihr selbst lesen. Es lohnt sich - das Buch rührt zu Tränen und führt einem vor Augen, wie kostbar ein sicheres Zuhause ist. Für mich ein absolutes Must Read - winziger „Kritikpunkt“: ich hätte gerne Afras Perspektive gelesen.

"Where there are bees there are flowers, and where there are flowers there is new life and hope." Ich wusste fast nichts über die Handlung, als ich das Buch angefangen habe, und weiß immer noch nicht so genau, wie ich es beschreiben soll. Wir kriegen ungeschönte Einblicke in die gefährliche Reise von Syrer*innen auf der Suche nach Zuflucht in Europa. Ich fand besonders die Einblicke in das Syrien vor dem Krieg sehr schön und hoffe einfach, dass bald Frieden in Syrien herrschen kann.
Nuri, der Bienenhüter und Afra, seine Frau, sind auf ihrer Flucht in England angekommen. In einem Land, dass sie nicht kennen, das ihnen Fremd ist, mit seinen Menschen und deren Leben und Gepflogenheiten. Nuri hofft, seinen Cousin in England zu treffen. Mit ihm zusammen wieder Bienen zu züchten. Denn Nuri war/ist ein Bienenhüter. Er versteht die kleinen pelzigen Honigsammler. Noch nie ist er ernsthaft von einer Biene gestochen worden. Das Leben hat ihm da schon übler mitgespielt. Er hat seinen Sohn verloren, in seinem Heimatland Syrien. In einer Stadt, die es zwar noch auf Landkarten gibt und Aleppo genannt wird, aber in Wirklichkeit nur noch aus Häusergerippe und staubigen, zerbombten Straßen besteht. Afra, seine Frau hat früher, vor dem Krieg, Bilder gemalt. Wunderschöne Bilder. Ihre Kunst wurde bewundert. Aber nun ist ihr Blick leer, sie kann tatsächlich, seit dem Tod ihres kleinen Jungen, nichts mehr sehen. Sie lebt in ihrer dunklen Welt. Still und schweigsam ist sie geworden. Auf ihrer Flucht, weg von dem Grab ihres kleinen Sohnes, hat das Paar einiges erlebt, das die Liebe zueinander auf eine harte Probe gestellt hat. Und das Leben in dem fremden Land, stellt sie erneut vor Probleme. „Sie hat diesen Ausdruck im Gesicht, … Er verleiht meiner Traurigkeit Substanz, macht sie spürbar, wie ein Pulsieren, aber es jagt mir auch Angst ein, Angst vor dem Schicksal und vor dem Zufall, vor Verletzung und Leid, vor der Willkür des Schmerzes und vor dem Wissen dass das Leben einem von einem Moment zum nächsten alles nehmen kann. ...“ (Seite 128) Christy Lefteri schreibt ihren Roman in etwas eckiger Weise. Es fällt nicht immer leicht dem Verlauf zu folgen. Aber vermutlich spiegelt der Text, das Chaos im Kopf des Erzählers Nuri, dem Bienenhüter, wieder. Manchmal verfängt man sich in einem Traum des Erzählers. Und dann schwimmt man wieder mit ihm und seiner Frau auf einem Meer, oder streift durch die zerstörte Stadt Aleppo. Erst beim Lesen wurde mir bewusst, unter welchen Umständen die Menschen, die den Krieg nicht wollten, leben müssen und wie schwer est ist, seine Heimat verlassen zu müssen wollen. Alle Bilder, die ich schon gesehen habe, waren nichts gegen die Worte der Schriftstellerin. Ab und zu musste ich schwer schlucken, bevor ich weiterlesen konnte. Nie wieder werde ich einen Geflüchteten ansehen können, ohne die Geschichte des Bienenhüters im Hinterkopf zu haben. Welche Schwierigkeiten diese Menschen auf sich nehmen, um in Frieden leben zu können. Was haben diese Menschen auf der Flucht erlebt, das ihr Ankommen in den friedvollen Ländern, nicht einfach macht?
(3,5 Sterne) Meine Meinung Die Autorin nimmt die Leser*innen in ersten Handlungsstrang mit nach Syrien, in die Vergangenheit der Protagonisten bis zum Punkt des schrecklichen Krieges und der unumgänglichen Flucht. Mit dem zweiten Handlungsstrang gibt es einen kleine Erzählstopp in Istanbul und dann wieder in Griechenland. Dort lernen wir Hoffnungslosigkeit, Elend und Gewalt kennen, die verschiedene Flüchtlinge aus Syrien, dem afrikanischen Kontinent, Afghanistan usw. erleben. Es ist niederschmetternd und schrecklich! Gleichzeitig fragt man sich mit Nuri, welche Möglichkeiten noch bleiben, damit er und Afra noch nach England entkommen können. Es gibt wenige und der Preis ist hoch! Der dritte Handlungsstrang spielt in England, im Flüchtlingsheim bzw. einer Pension, in der Nuri und Afra mit anderen Flüchtlingen untergekommen sind und mitten im Asyl-Beantragungsverfahren stecken. Diese drei Perspektiven wechseln das ganze Buch über und machten es mir nicht so leicht emotional am Ball zu bleiben. Kaum war ich in einer “Geschichte” drin, wurde ich herausgerissen und in die nächste katapultiert. Leider weiß man von Beginn an, dass Nuri und Afra es nach England schaffen. Diese Information tötet das Spannungsmoment. Denn nun gibt es nichts mehr, das einen so richtig am Ball bleiben lässt. Es gibt lediglich das “Dazwischen”, also, wie die Reise verlief und was ihnen dabei so alles widerfährt. Ja, auch das ist schlimm genug, wie oben bereits angerissen. Ich hätte mir jedoch noch etwas mehr Spannung gewünscht. Sprachlich schön erzählt Christy Lefteri die Geschichte und nicht nur einmal ertappte ich mich bei dem Gedanken, dass die Sprache nicht an den Inhalt der Erzählung ranreicht. Dieser Gegensatz hat mich oftmals innehalten und überlegen lassen, was denn gerade passiert. Ein interessanter und spannender Kunstgriff, um Distanz zum Gesagten zu schaffen. Leider konnten mich die Protagonisten nicht so ganz überzeugen. Ein schweres Leben, schwere Schicksale, die ihnen widerfahren und doch berührten sie mich nicht so richtig. Woran genau das lag, kann ich nicht genau sagen. Ich war dem Buch nicht so ganz verfallen, wie ich es eigentlich erwartet hatte. Nuri als auch Afra waren mir nicht nah genug. Ihre Charakterisierung hätte noch viel mehr Tiefe verdient. Fazit Eine traurige Fluchtgeschichte, die sich aus vielen echten Erlebnissen speist, denn die Autorin hat als freiwillige Helferin eine Zeit lang in Athen in einem Flüchtlingscamp ausgeholfen und so viele Geflüchtete kennengelernt, die ihr ihre Geschichten erzählt haben. Diese Echtheit und Kraft spürt man deutlich im Handlungsstrang in Griechenland, wo Nuri und Afra eine Weile festsitzen. Obwohl mich das Buch nicht voll und ganz überzeugen konnte, empfehle ich es weiter. Denn die im Buch beschriebenen Schicksale erleiden täglich auch heute noch sehr viele Menschen. Und es darf nicht vergessen werden, was so vielen Menschen passiert und was sie durchleben und erleiden müssen!
Ich mag es sehr, wie Lefteri zwischen Gegenwart und Erinnerung den Weg - die Flucht - von Nuri und Afra von Syrien nach Großbritannien beschreibt. Mir gefällt die Authentizität der Figuren und ihrer Geschichten, die inspiriert sind durch ein Freiwilligenjahr, das die Autorin in einem Flüchtlingslager in Athen verbrachte.
Ein besonderes Buch, das thematisch herausfordert. Obwohl die Fluchtgeschichte von Nuri und Afra aus Syrien nicht linear erzählt ist, war ich immer gut orientiert. Das Springen in der Geschichte hat nicht nur zur zerstückelten Erinnerung von Nuri gepasst, sondern hat auch geholfen, die einzelnen traumatischen Strapazen der Fluchtetappen überhaupt verdauen zu können. Die Nebenfiguren, die den beiden entlang des Weges begegnen, waren trotz ihrer oft nur kurzen Auftritte, super spürbar. Großartig fand ich, wie Lefteri zum einen Heimweh eingewoben hat, immer verbunden mit intensiven Sinneseindrücken. Und zum anderen Hoffnung erzeugt, ohne jeglichen Anflug von Schmalz. Inhaltswarnungen: Kriegsgewalt, Bombenangriffe, Kindstod, sexuelle Gewalt
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Nuri ist Bienenhüter, mit seiner Familie führt er ein einfaches, aber erfülltes Leben im syrischen Aleppo. Bis das Undenkbare passiert und der Krieg ihr Zuhause erreicht. Nuris kleiner Sohn Sami wird bei einem Bombenanschlag getötet, seine Frau Afra erblindet. Sie müssen fliehen, um zumindest ihr eigenes Leben zu retten. Die Trauer um Sami und Erinnerungen an das einst glückliche Leben begleiten sie auf dem langen, gefährlichen Weg durch eine Welt, die nicht auf sie gewartet hat und selbst die Mutigsten in die Knie zwingt. Doch in England wartet Nuris Cousin Mustafa mit einem Bienenstock, der neuen Honig und neues Leben verspricht. Aber die größte Herausforderung liegt noch vor Nuri und Afra: wieder zueinander zu finden und gemeinsam die Hoffnung an ein neues Leben zu bewahren.
Sie haben alles verloren und glauben dennoch an einen Neuanfang: Diese Geschichte wird Sie berühren, mitreißen und doch hoffnungsvoll zurücklassen.
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Author Description
Christy Lefteri wuchs als Tochter zypriotischer Geflüchteter in London auf. Sie unterrichtet Kreatives Schreiben an der Brunel University. 2016 und 2017 verbrachte sie die Sommermonate als Freiwillige in einem von der Unicef unterstützten Geflüchtetenlager in Athen. Die Geschichten, die die Menschen ihr dort erzählten, inspirierten sie dazu, »Das Versprechen des Bienenhüters« zu schreiben.
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📚 Inhalt Nuri lebt mit seiner Familie in Aleppo. Er ist Bienenhüter, glücklich verheiratet und Vater eines Sohnes. Ihr Leben ist einfach, aber erfüllt. Bis der Krieg ausbricht. Durch einen Bombenanschlag stirbt Nuris Sohn und seine Frau verliert ihr Augenlicht. Um sich und seine Frau zu retten, müssen sie fliehen. Auf der beschwerlichen Reise werden sie immer wieder von der Trauer und der Angst eingeholt, immer im Unwissen, was als nächstes passieren würde. Nuri kann niemandem trauen, auch nicht den Behörden. Den niemand hat auf weitere Flüchtlinge aus dem Nahen Osten gewartet. Aber eine Person wartet doch, nämlich Nuris Cousin in England. Und ein Bienenstock. 📖 Meinung Auch eine hochaktuelle Geschichte, die unbedingt mehr Aufmerksamkeit verdient. Durch die Medien wird der Eindruck vermittelt, dass die Flüchtenden gerne nach Europa kommen. Doch bei vielen stimmt das nicht. Sie lassen alles hinter sich: ihre Familien, ihre Leben, ihre Kulturen. Sie landen in einer fremden Welt, die ihnen mit Hass und Vorurteilen begegnet. Und als wäre das nicht genug, müssen sie noch die Traumata des Krieges verarbeiten und in ständiger Angst leben, aus der vermeintlichen Sicherheit abgeschoben zu werden. Klingt doch gar nicht mehr so attraktiv oder? Nuris Geschichte hat mich sehr berührt. Er hat alles verloren, seine Frau vielleicht sogar noch mehr. Neben dem Verlust ihres Sohnes haben sie auch die Nähe zueinander verloren und doch müssen sie sich aufeinander verlassen können. Aber sie geben nicht auf und kämpfen für ihre Ehe und ihre Liebe. Mir hat das Buch auf ganzer Ebene gefallen. Die verschiedenen Aspekte die angesprochen werden, haben sich sehr echt angefühlt und verleihen dem Buch einen realen Bezug. Ich kann es wirklich nur jeder:m ans Herz legen – es lohnt sich.
"The Beekeeper of Aleppo" erzählt die Geschichte von Nuris und Afras Flucht aus Syrien. Ein sehr wichtiges Thema und ein Buch, dass mich berührt hat. Ich bin Nuris Erzählung gerne gefolgt und mochte es sehr, wie er von seiner Frau, seinen Bienen und dem Leben in Aleppo vor dem Bürgerkrieg erzählt hat. Mir hat es wieder deutlicher bewusst gemacht, dass diese Menschen nicht freiwillig ihre Heimat verlassen. Der Weg um nach Europa zu kommen, ist so beschwerlich und von so vielen Unwägbarkeiten geprägt. Dieser Roman erzählt von der zermürbenden Wirkung des Krieges, erzählt von Traumata, Träumen, der Sehnsucht nach der Heimat und er erzählt von den verschiedenen Menschen, denen man auf einer Flucht begegnen kann. Zum Glück schwingt immer auch etwas Hoffnung im Buch mit, sonst hätte es mich glaube ich sehr runtergezogen. Wenn ihr ein Buch zum Thema Flucht lesen möchtet, dann kann ich dieses Buch empfehlen. Habt ihr diesen Roman bereits gelesen? Oder könnt ihr mir ähnliche Bücher empfehlen?

Unglaublich, erschütternd, berührend, ermutigend - eine bewegende Geschichte über den Verlust von Heimat und die Kraft der Liebe
Ich lese gerne Bücher, die von menschlichen Schicksalen erzählen. The Beekeeper of Aleppo ist so eine Geschichte. Sie führt uns von Aleppo, der Heimat von Afra und Nuri, in die Türkei, über das Mittelmeer nach Griechenland bis nach England - dort warten beide darauf, dass ihr Asylantrag bewilligt wird und ihren Strapazen ein Ende setzt. Nuri und Afra sind geflohen. Der Krieg in Syrien hat ihnen über Nacht ihr Leben und ihre Heimat genommen. Aus Nuris Sicht erfahren wir abwechselnd Episoden aus ihrer Vergangenheit in Aleppo, wo Nuri mit seinem Cousin Mustafa Bienen züchtete, und sie mit ihrem Sohn Sami ein einfaches, aber glückliches Leben führten und aua verschiedenen Stationen ihrer Flucht in der Gegenwart. Unglaublich, was beide durchleben. Erschütternd, welche Verluste sie machen und welchen Preis sie zahlen. Berührend, wie sie beim jeweils anderen Halt suchen. Beeindruckend, wie sie nicht aufgeben. Ermutigend, wie Mustafa Nuri in vielen E-Mails Kraft und Hoffnung gibt auf eine gemeinsame Zukunft in England. Die Bienen sind dabei ein starkes Symbol und verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Welche Rolle die Murmel und ein kleiner Junge in einem roten T-Shirt und blauen Shorts dabei spielen, das müsst ihr selbst lesen. Es lohnt sich - das Buch rührt zu Tränen und führt einem vor Augen, wie kostbar ein sicheres Zuhause ist. Für mich ein absolutes Must Read - winziger „Kritikpunkt“: ich hätte gerne Afras Perspektive gelesen.

"Where there are bees there are flowers, and where there are flowers there is new life and hope." Ich wusste fast nichts über die Handlung, als ich das Buch angefangen habe, und weiß immer noch nicht so genau, wie ich es beschreiben soll. Wir kriegen ungeschönte Einblicke in die gefährliche Reise von Syrer*innen auf der Suche nach Zuflucht in Europa. Ich fand besonders die Einblicke in das Syrien vor dem Krieg sehr schön und hoffe einfach, dass bald Frieden in Syrien herrschen kann.
Nuri, der Bienenhüter und Afra, seine Frau, sind auf ihrer Flucht in England angekommen. In einem Land, dass sie nicht kennen, das ihnen Fremd ist, mit seinen Menschen und deren Leben und Gepflogenheiten. Nuri hofft, seinen Cousin in England zu treffen. Mit ihm zusammen wieder Bienen zu züchten. Denn Nuri war/ist ein Bienenhüter. Er versteht die kleinen pelzigen Honigsammler. Noch nie ist er ernsthaft von einer Biene gestochen worden. Das Leben hat ihm da schon übler mitgespielt. Er hat seinen Sohn verloren, in seinem Heimatland Syrien. In einer Stadt, die es zwar noch auf Landkarten gibt und Aleppo genannt wird, aber in Wirklichkeit nur noch aus Häusergerippe und staubigen, zerbombten Straßen besteht. Afra, seine Frau hat früher, vor dem Krieg, Bilder gemalt. Wunderschöne Bilder. Ihre Kunst wurde bewundert. Aber nun ist ihr Blick leer, sie kann tatsächlich, seit dem Tod ihres kleinen Jungen, nichts mehr sehen. Sie lebt in ihrer dunklen Welt. Still und schweigsam ist sie geworden. Auf ihrer Flucht, weg von dem Grab ihres kleinen Sohnes, hat das Paar einiges erlebt, das die Liebe zueinander auf eine harte Probe gestellt hat. Und das Leben in dem fremden Land, stellt sie erneut vor Probleme. „Sie hat diesen Ausdruck im Gesicht, … Er verleiht meiner Traurigkeit Substanz, macht sie spürbar, wie ein Pulsieren, aber es jagt mir auch Angst ein, Angst vor dem Schicksal und vor dem Zufall, vor Verletzung und Leid, vor der Willkür des Schmerzes und vor dem Wissen dass das Leben einem von einem Moment zum nächsten alles nehmen kann. ...“ (Seite 128) Christy Lefteri schreibt ihren Roman in etwas eckiger Weise. Es fällt nicht immer leicht dem Verlauf zu folgen. Aber vermutlich spiegelt der Text, das Chaos im Kopf des Erzählers Nuri, dem Bienenhüter, wieder. Manchmal verfängt man sich in einem Traum des Erzählers. Und dann schwimmt man wieder mit ihm und seiner Frau auf einem Meer, oder streift durch die zerstörte Stadt Aleppo. Erst beim Lesen wurde mir bewusst, unter welchen Umständen die Menschen, die den Krieg nicht wollten, leben müssen und wie schwer est ist, seine Heimat verlassen zu müssen wollen. Alle Bilder, die ich schon gesehen habe, waren nichts gegen die Worte der Schriftstellerin. Ab und zu musste ich schwer schlucken, bevor ich weiterlesen konnte. Nie wieder werde ich einen Geflüchteten ansehen können, ohne die Geschichte des Bienenhüters im Hinterkopf zu haben. Welche Schwierigkeiten diese Menschen auf sich nehmen, um in Frieden leben zu können. Was haben diese Menschen auf der Flucht erlebt, das ihr Ankommen in den friedvollen Ländern, nicht einfach macht?
(3,5 Sterne) Meine Meinung Die Autorin nimmt die Leser*innen in ersten Handlungsstrang mit nach Syrien, in die Vergangenheit der Protagonisten bis zum Punkt des schrecklichen Krieges und der unumgänglichen Flucht. Mit dem zweiten Handlungsstrang gibt es einen kleine Erzählstopp in Istanbul und dann wieder in Griechenland. Dort lernen wir Hoffnungslosigkeit, Elend und Gewalt kennen, die verschiedene Flüchtlinge aus Syrien, dem afrikanischen Kontinent, Afghanistan usw. erleben. Es ist niederschmetternd und schrecklich! Gleichzeitig fragt man sich mit Nuri, welche Möglichkeiten noch bleiben, damit er und Afra noch nach England entkommen können. Es gibt wenige und der Preis ist hoch! Der dritte Handlungsstrang spielt in England, im Flüchtlingsheim bzw. einer Pension, in der Nuri und Afra mit anderen Flüchtlingen untergekommen sind und mitten im Asyl-Beantragungsverfahren stecken. Diese drei Perspektiven wechseln das ganze Buch über und machten es mir nicht so leicht emotional am Ball zu bleiben. Kaum war ich in einer “Geschichte” drin, wurde ich herausgerissen und in die nächste katapultiert. Leider weiß man von Beginn an, dass Nuri und Afra es nach England schaffen. Diese Information tötet das Spannungsmoment. Denn nun gibt es nichts mehr, das einen so richtig am Ball bleiben lässt. Es gibt lediglich das “Dazwischen”, also, wie die Reise verlief und was ihnen dabei so alles widerfährt. Ja, auch das ist schlimm genug, wie oben bereits angerissen. Ich hätte mir jedoch noch etwas mehr Spannung gewünscht. Sprachlich schön erzählt Christy Lefteri die Geschichte und nicht nur einmal ertappte ich mich bei dem Gedanken, dass die Sprache nicht an den Inhalt der Erzählung ranreicht. Dieser Gegensatz hat mich oftmals innehalten und überlegen lassen, was denn gerade passiert. Ein interessanter und spannender Kunstgriff, um Distanz zum Gesagten zu schaffen. Leider konnten mich die Protagonisten nicht so ganz überzeugen. Ein schweres Leben, schwere Schicksale, die ihnen widerfahren und doch berührten sie mich nicht so richtig. Woran genau das lag, kann ich nicht genau sagen. Ich war dem Buch nicht so ganz verfallen, wie ich es eigentlich erwartet hatte. Nuri als auch Afra waren mir nicht nah genug. Ihre Charakterisierung hätte noch viel mehr Tiefe verdient. Fazit Eine traurige Fluchtgeschichte, die sich aus vielen echten Erlebnissen speist, denn die Autorin hat als freiwillige Helferin eine Zeit lang in Athen in einem Flüchtlingscamp ausgeholfen und so viele Geflüchtete kennengelernt, die ihr ihre Geschichten erzählt haben. Diese Echtheit und Kraft spürt man deutlich im Handlungsstrang in Griechenland, wo Nuri und Afra eine Weile festsitzen. Obwohl mich das Buch nicht voll und ganz überzeugen konnte, empfehle ich es weiter. Denn die im Buch beschriebenen Schicksale erleiden täglich auch heute noch sehr viele Menschen. Und es darf nicht vergessen werden, was so vielen Menschen passiert und was sie durchleben und erleiden müssen!
Ich mag es sehr, wie Lefteri zwischen Gegenwart und Erinnerung den Weg - die Flucht - von Nuri und Afra von Syrien nach Großbritannien beschreibt. Mir gefällt die Authentizität der Figuren und ihrer Geschichten, die inspiriert sind durch ein Freiwilligenjahr, das die Autorin in einem Flüchtlingslager in Athen verbrachte.
Ein besonderes Buch, das thematisch herausfordert. Obwohl die Fluchtgeschichte von Nuri und Afra aus Syrien nicht linear erzählt ist, war ich immer gut orientiert. Das Springen in der Geschichte hat nicht nur zur zerstückelten Erinnerung von Nuri gepasst, sondern hat auch geholfen, die einzelnen traumatischen Strapazen der Fluchtetappen überhaupt verdauen zu können. Die Nebenfiguren, die den beiden entlang des Weges begegnen, waren trotz ihrer oft nur kurzen Auftritte, super spürbar. Großartig fand ich, wie Lefteri zum einen Heimweh eingewoben hat, immer verbunden mit intensiven Sinneseindrücken. Und zum anderen Hoffnung erzeugt, ohne jeglichen Anflug von Schmalz. Inhaltswarnungen: Kriegsgewalt, Bombenangriffe, Kindstod, sexuelle Gewalt


















