Das zwölfte Haus
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Description
Molli ist zum ersten Mal seit mehreren Jahren wieder in ihrer Heimatstadt. Ihr Bruder Bill liegt im Koma, nachdem er schwer verletzt neben der Leiche seines Freundes Ib gefunden wurde.
An Bills Bett sitzend, erinnert sich Molli an ihre Kindheit. Alles beginnt viele Jahre zuvor, als ihre Mutter Karla sich in Frank verliebt und mit ihm zusammenzieht, zusammen mit Molli und Bill. Von einem Tag auf den anderen wird ihr relativ armes, aber ansonsten normales Leben durch das strenge Regime des kontrollsüchtigen, tyrannischen Frank ersetzt.
Als Karla und Frank über den Sommer verreisen und die Kinder unter der unfähigen Aufsicht ihres Onkels zu Hause zurücklassen, treten Chaos und die Gefahren uneingeschränkter Freiheit an die Stelle rigider Kontrolle.
Eindringlich und zart beschreibt Malin C. M. Rønning diese Sommerwochen in Rückblenden der erwachsenen Molli, deren ungesicherte Umgebung und ihren Willen, sich hieraus zu befreien.
Book Information
Author Description
Malin C. M. Rønning, geboren in Porsgrunn (Norwegen), hat creative writing und literarische Gestaltung studiert. Ihr erster Roman Skabelon wurde für den Tarjei-Vesaas-Debütantenpreis nominiert. Sie lebt und arbeitet in Oslo.
Posts
Ein richtig intensives und trauriges Buch zugleich.
„Wir sind die Schöpfer unseres Lebens und tragen den Schlüssel zu unserem Schicksal, solange wir unser Potenzial annehmen und offen sind für Veränderung und Wachstum,“ Eine sehr tiefgründige Geschichte über Molli, die 6 Sommer bei dem neuen Freund ihrer Mutter verbracht hatte und dort Sachen erfahren musste, die ein junges Mädchen in so einem jungen Alter sehr prägen für das ganze Leben begleiten. Ich fand es zutiefst traurig was Sie alles erfahren musste und habe den Freund der Mutter zutiefst verabscheut. Das Psychologische Setting steht hier im Vodergrund, aber auch Vernachlässigung, Unterwerfung und zuletzt Hoffnung. Wer solche Settings mag, der soll es unbedingt lesen.

Molli sitzt am Krankenbett ihres Bruders Bill. Er liegt im Koma und Molli wartet, dass er wieder aufwacht. Dabei erinnert sie sich an ihre Kindheit und ganz besonders an einen Sommer, der so viel verändert hat. Sie lebte damals mit ihrem Bruder, ihrer Mutter und deren Freund Frank zusammen. Frank waren die Kinder zu viel. Sie mussten gehorchen und still sein. Die Mutter war da auch keine große Hilfe. Als Frank für eine Weile woanders arbeiten muss, geht die Mutter mit und überlässt die Kinder sich selbst. Ein sehr eindringlicher Roman über Kindheit und Vernachlässigung. Aber auch über ein Mädchen, das über sich selbst hinauswächst und eine große Widerstandskraft entwickelt. Durch Frank herrscht im Haus immer eine angespannte Atmosphäre, niemand weiß, was als nächstes passiert. Er kontrolliert die Mutter und auch die Kinder. Durch den Weggang der beiden haben die Kinder auf einmal eine unheimliche Freiheit, die ganz krass im Gegensatz zur Kontrolle des Stiefvaters steht. Die Stimmung ist durchgehend beklemmend und auch ich hatte Angst, was als nächstes passiert. Bruder Bill darf im Keller wohnen, aber er ist selten bei der Familie. Die Kinder hatten keine Stütze, waren auf sich gestellt. Die Mutter war damit beschäftigt für Frank alles richtig zu machen. Sie selbst ist ähnlich aufgewachsen. Traurig und verstörend wirkte die Geschichte auf mich, großartig erzählt. Der Roman wird definitiv noch sehr lange in meinem Kopf bleiben. Es arbeitet nach. Doch es gibt auch Hoffnung. Molli entwickelt eine große innere Stärke und hat immer mehr den Wunsch sich aus diesem Leben zu befreien. Ein tiefgründiger, beklemmender und intensiver Roman für Leser von psychologisch geprägten Geschichten. Hat mir richtig gut gefallen (wenn man das bei dem Thema überhaupt so schreiben kann). Empfehle ich euch sehr gern weiter.
Ausgesprochene Leseempfehlung!
Norwegen. Molli kehrt nach Jahren zum ersten Mal in ihre Heimatstadt zurück. Ein Ort, der mehr Erinnerungen als Trost bereithält. Ihr Bruder Bill liegt reglos im Krankenhaus, gefangen zwischen Leben und Nichtsein, nachdem man ihn schwer verletzt neben der Leiche seines Freundes Ib gefunden hat. Während sie an seinem Bett wacht, beginnt sich in ihr die Vergangenheit zu entfalten, Schicht für Schicht, wie ein lange verdrängter Traum. Alles nimmt seinen Anfang viele Jahre zuvor: In den 1990er Jahren – Damals, als ihre Mutter Karla sich in Frank verliebte. Mit ihm zog eine neue Ordnung in ihr Leben ein, zunächst unscheinbar und beinahe verheißungsvoll. Doch was als Hoffnung begann, verwandelte sich bald in ein enges Geflecht aus Kontrolle und Strenge. Im Haus stank es nach Zigarettenrauch und Aquarium. Die Schrotflinte und ein Pornokalender hingen an der Wand. Außerhalb eine trostlose Einöde. Frank bestimmte den Rhythmus ihres Alltags, ließ keinen Raum für Unbeschwertheit, und aus einem einfachen, wenn auch bescheidenen Zuhause wurde ein Ort der ständigen Anspannung. Dann kam jener Sommer, der alles veränderte. Karla und Frank verreisten, ließen die Kinder zurück. Unter der kaum vorhandenen Aufsicht eines überforderten Onkels. Plötzlich brach die strenge Ordnung weg, und an ihre Stelle trat eine Freiheit, die ebenso verlockend wie gefährlich war. Grenzen lösten sich auf, Regeln verloren ihre Bedeutung, und das, was wie ein Aufatmen begann, kippte bald in Ungewissheit und Chaos. Während Molli nun neben Bill sitzt, wird ihr klar, wie eng Gegenwart und Vergangenheit miteinander verwoben sind und dass die Schatten jener Tage noch immer in ihr Leben hineinreichen. In eindringlicher, fein nuancierter Sprache entfaltet sich das Erleben der fünfzehnjährigen Molli. Ein Geflecht aus stiller Vernachlässigung und den zäh dahinfließenden Tagen eines endlosen Sommers, der zugleich verheißungsvoll und beklemmend über ihrer Jugend liegt. Auch in ihrem zweiten Roman, nach dem Debüt Skabelon, widmet sich Malin C. M. Rønning mit beklemmender Intensität einem Thema, das unter die Haut geht: Eltern, die keine Grenzen kennen und ihre Verantwortung gegenüber den eigenen Kindern in erschütternder Weise missachten. Und doch durchzieht ihr Schreiben stets ein leiser Gegenklang. Ein zarter Keim von Hoffnung, der sich unaufdringlich in die Dunkelheit einschreibt. Ausgesprochene Leseempfehlung!
DAS ZWÖLFTE HAUS Malin C. M. Rønning ET: 17.03.26 Molli erreicht ein Anruf ihrer Mutter: Ihr Bruder Bill ist schwer verletzt an einem Fluss aufgefunden worden und liegt seitdem im Koma, sein Freund Ib lag tot neben ihm. Molli nimmt kurzerhand Urlaub und reist zurück in die Stadt, in die sie als Zehnjährige gemeinsam mit ihrem Bruder und ihrer Mutter zog – in das blaue Haus, das Frank gehörte, dem neuen Freund ihrer Mutter. Ein Mann, der keine Kinder mochte und sie demütigte und drangsalierte. Ihre Mutter hingegen wollte das Gute in ihm sehen und stellte sich nicht schützend vor ihre Kinder. Molli nimmt uns mit zurück in dieses Haus, in dem sie und ihr Bruder Vernachlässigung erfahren mussten. Dieses Buch schmerzt. In Rückblicken erzählt Molli von ihrem ersten Sommer – von insgesamt sechs –, den sie bei dem neuen Freund ihrer Mutter verbrachte. Wir begleiten das junge Mädchen dabei, wie sie wächst, an Stärke gewinnt, aber auch, wie sie ihre unbeschwerte Kindheit verliert und sich immer mehr in sich selbst zurückzieht. Fazit: Ein unglaublich intensives und fesselndes Buch, das tief unter die Haut geht. Ich habe es sehr gern gelesen und empfehle es euch von Herzen weiter. Besonders hervorheben möchte ich auch das wunderschön gestaltete, hochwertige Cover – die Bücher aus dem Karl Rauch Verlag sind einfach immer ganz besonders und diese matte Eleganz fühlt sich wunderbar an. 5/5

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Molli ist zum ersten Mal seit mehreren Jahren wieder in ihrer Heimatstadt. Ihr Bruder Bill liegt im Koma, nachdem er schwer verletzt neben der Leiche seines Freundes Ib gefunden wurde.
An Bills Bett sitzend, erinnert sich Molli an ihre Kindheit. Alles beginnt viele Jahre zuvor, als ihre Mutter Karla sich in Frank verliebt und mit ihm zusammenzieht, zusammen mit Molli und Bill. Von einem Tag auf den anderen wird ihr relativ armes, aber ansonsten normales Leben durch das strenge Regime des kontrollsüchtigen, tyrannischen Frank ersetzt.
Als Karla und Frank über den Sommer verreisen und die Kinder unter der unfähigen Aufsicht ihres Onkels zu Hause zurücklassen, treten Chaos und die Gefahren uneingeschränkter Freiheit an die Stelle rigider Kontrolle.
Eindringlich und zart beschreibt Malin C. M. Rønning diese Sommerwochen in Rückblenden der erwachsenen Molli, deren ungesicherte Umgebung und ihren Willen, sich hieraus zu befreien.
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Malin C. M. Rønning, geboren in Porsgrunn (Norwegen), hat creative writing und literarische Gestaltung studiert. Ihr erster Roman Skabelon wurde für den Tarjei-Vesaas-Debütantenpreis nominiert. Sie lebt und arbeitet in Oslo.
Posts
Ein richtig intensives und trauriges Buch zugleich.
„Wir sind die Schöpfer unseres Lebens und tragen den Schlüssel zu unserem Schicksal, solange wir unser Potenzial annehmen und offen sind für Veränderung und Wachstum,“ Eine sehr tiefgründige Geschichte über Molli, die 6 Sommer bei dem neuen Freund ihrer Mutter verbracht hatte und dort Sachen erfahren musste, die ein junges Mädchen in so einem jungen Alter sehr prägen für das ganze Leben begleiten. Ich fand es zutiefst traurig was Sie alles erfahren musste und habe den Freund der Mutter zutiefst verabscheut. Das Psychologische Setting steht hier im Vodergrund, aber auch Vernachlässigung, Unterwerfung und zuletzt Hoffnung. Wer solche Settings mag, der soll es unbedingt lesen.

Molli sitzt am Krankenbett ihres Bruders Bill. Er liegt im Koma und Molli wartet, dass er wieder aufwacht. Dabei erinnert sie sich an ihre Kindheit und ganz besonders an einen Sommer, der so viel verändert hat. Sie lebte damals mit ihrem Bruder, ihrer Mutter und deren Freund Frank zusammen. Frank waren die Kinder zu viel. Sie mussten gehorchen und still sein. Die Mutter war da auch keine große Hilfe. Als Frank für eine Weile woanders arbeiten muss, geht die Mutter mit und überlässt die Kinder sich selbst. Ein sehr eindringlicher Roman über Kindheit und Vernachlässigung. Aber auch über ein Mädchen, das über sich selbst hinauswächst und eine große Widerstandskraft entwickelt. Durch Frank herrscht im Haus immer eine angespannte Atmosphäre, niemand weiß, was als nächstes passiert. Er kontrolliert die Mutter und auch die Kinder. Durch den Weggang der beiden haben die Kinder auf einmal eine unheimliche Freiheit, die ganz krass im Gegensatz zur Kontrolle des Stiefvaters steht. Die Stimmung ist durchgehend beklemmend und auch ich hatte Angst, was als nächstes passiert. Bruder Bill darf im Keller wohnen, aber er ist selten bei der Familie. Die Kinder hatten keine Stütze, waren auf sich gestellt. Die Mutter war damit beschäftigt für Frank alles richtig zu machen. Sie selbst ist ähnlich aufgewachsen. Traurig und verstörend wirkte die Geschichte auf mich, großartig erzählt. Der Roman wird definitiv noch sehr lange in meinem Kopf bleiben. Es arbeitet nach. Doch es gibt auch Hoffnung. Molli entwickelt eine große innere Stärke und hat immer mehr den Wunsch sich aus diesem Leben zu befreien. Ein tiefgründiger, beklemmender und intensiver Roman für Leser von psychologisch geprägten Geschichten. Hat mir richtig gut gefallen (wenn man das bei dem Thema überhaupt so schreiben kann). Empfehle ich euch sehr gern weiter.
Ausgesprochene Leseempfehlung!
Norwegen. Molli kehrt nach Jahren zum ersten Mal in ihre Heimatstadt zurück. Ein Ort, der mehr Erinnerungen als Trost bereithält. Ihr Bruder Bill liegt reglos im Krankenhaus, gefangen zwischen Leben und Nichtsein, nachdem man ihn schwer verletzt neben der Leiche seines Freundes Ib gefunden hat. Während sie an seinem Bett wacht, beginnt sich in ihr die Vergangenheit zu entfalten, Schicht für Schicht, wie ein lange verdrängter Traum. Alles nimmt seinen Anfang viele Jahre zuvor: In den 1990er Jahren – Damals, als ihre Mutter Karla sich in Frank verliebte. Mit ihm zog eine neue Ordnung in ihr Leben ein, zunächst unscheinbar und beinahe verheißungsvoll. Doch was als Hoffnung begann, verwandelte sich bald in ein enges Geflecht aus Kontrolle und Strenge. Im Haus stank es nach Zigarettenrauch und Aquarium. Die Schrotflinte und ein Pornokalender hingen an der Wand. Außerhalb eine trostlose Einöde. Frank bestimmte den Rhythmus ihres Alltags, ließ keinen Raum für Unbeschwertheit, und aus einem einfachen, wenn auch bescheidenen Zuhause wurde ein Ort der ständigen Anspannung. Dann kam jener Sommer, der alles veränderte. Karla und Frank verreisten, ließen die Kinder zurück. Unter der kaum vorhandenen Aufsicht eines überforderten Onkels. Plötzlich brach die strenge Ordnung weg, und an ihre Stelle trat eine Freiheit, die ebenso verlockend wie gefährlich war. Grenzen lösten sich auf, Regeln verloren ihre Bedeutung, und das, was wie ein Aufatmen begann, kippte bald in Ungewissheit und Chaos. Während Molli nun neben Bill sitzt, wird ihr klar, wie eng Gegenwart und Vergangenheit miteinander verwoben sind und dass die Schatten jener Tage noch immer in ihr Leben hineinreichen. In eindringlicher, fein nuancierter Sprache entfaltet sich das Erleben der fünfzehnjährigen Molli. Ein Geflecht aus stiller Vernachlässigung und den zäh dahinfließenden Tagen eines endlosen Sommers, der zugleich verheißungsvoll und beklemmend über ihrer Jugend liegt. Auch in ihrem zweiten Roman, nach dem Debüt Skabelon, widmet sich Malin C. M. Rønning mit beklemmender Intensität einem Thema, das unter die Haut geht: Eltern, die keine Grenzen kennen und ihre Verantwortung gegenüber den eigenen Kindern in erschütternder Weise missachten. Und doch durchzieht ihr Schreiben stets ein leiser Gegenklang. Ein zarter Keim von Hoffnung, der sich unaufdringlich in die Dunkelheit einschreibt. Ausgesprochene Leseempfehlung!
DAS ZWÖLFTE HAUS Malin C. M. Rønning ET: 17.03.26 Molli erreicht ein Anruf ihrer Mutter: Ihr Bruder Bill ist schwer verletzt an einem Fluss aufgefunden worden und liegt seitdem im Koma, sein Freund Ib lag tot neben ihm. Molli nimmt kurzerhand Urlaub und reist zurück in die Stadt, in die sie als Zehnjährige gemeinsam mit ihrem Bruder und ihrer Mutter zog – in das blaue Haus, das Frank gehörte, dem neuen Freund ihrer Mutter. Ein Mann, der keine Kinder mochte und sie demütigte und drangsalierte. Ihre Mutter hingegen wollte das Gute in ihm sehen und stellte sich nicht schützend vor ihre Kinder. Molli nimmt uns mit zurück in dieses Haus, in dem sie und ihr Bruder Vernachlässigung erfahren mussten. Dieses Buch schmerzt. In Rückblicken erzählt Molli von ihrem ersten Sommer – von insgesamt sechs –, den sie bei dem neuen Freund ihrer Mutter verbrachte. Wir begleiten das junge Mädchen dabei, wie sie wächst, an Stärke gewinnt, aber auch, wie sie ihre unbeschwerte Kindheit verliert und sich immer mehr in sich selbst zurückzieht. Fazit: Ein unglaublich intensives und fesselndes Buch, das tief unter die Haut geht. Ich habe es sehr gern gelesen und empfehle es euch von Herzen weiter. Besonders hervorheben möchte ich auch das wunderschön gestaltete, hochwertige Cover – die Bücher aus dem Karl Rauch Verlag sind einfach immer ganz besonders und diese matte Eleganz fühlt sich wunderbar an. 5/5








