Gott hassen

Gott hassen

Ebook
3.111

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Description

Gott hassen ist ein kompromissloser, nachdenklicher, spielerischer und zutiefst faszinierender Roman über Black Metal und weiß getünchte Idylle, über Untergrundbewegungen, Magie und Rebellion. Das Erzählerische, das Essayistische und das Magische sind organisch miteinander verwoben zu einem literarischen Text, der sich sowohl genremäßig als auch inhaltlich nicht einordnen lässt. Norwegen in den 90ern: Weiße Lattenzäune stehen in Reih und Glied, die junge Erzählerin leidet an der Eintönigkeit und am christlichen Konservatismus. Als erwachsene Frau beginnt sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, hinterfragt ihre künstlerische Praxis und dekonstruiert die Maßstäbe, nach denen wir Kunst definieren. Sie sucht nach Befreiung im Untergrund und zieht ihre Energie aus dem Hass – einem Gefühl, mit dessen Hilfe sie sich produktiv einem jahrhundertealten Genie-Kult entgegenstellen kann.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Ebook
Pages
236
Price
16.99 €

Author Description

Jenny Hval, geboren 1980 in Oslo, hat Kreatives Schreiben und Performance in Melbourne, Australien studiert. 2006 ist ihre erste EP »Cigars« erschienen. Seither hat sie fast ein Dutzend Platten aufgenommen, die mit allen wichtigen nordischen Musikpreisen ausgezeichnet wurden. Zuletzt erschien ihr Roman »Perlenbrauerei« bei MÄRZ.

Posts

2
All
3.5

Ich notiere: "Ich hasse Gott" . Was für eine arrogante Aussage, aber ich habe einen arroganten Charakter ("Ich" - ist das nicht auch nur ein anderes Wort für "Gott" ?). Im Jahr 1990 hasse ich Gott.

Sehr lange bin ich jetzt an diesem Buch gesessen. Ich musste es mehrmals neu beginnen, weil ich es mehrmals abgebrochen hab. Gar nicht mal, weil es schlecht ist, sondern weil es so eigen ist. Jenny Hval beschreibt in ihrem Roman eine Kindheit, ein Aufwachsen, ein Erwachsenwerden in mitten von Hass im Süden Norwegens. Selbsthass, Hass auf die Trostlosigkeit, Hass auf amerikanische Schreibkurse, Hass auf das Wertesystem, Hass auf die Objektifizierung durch Männer. Hass auf Rassismus, Sexismus und Faschismus. Hass darauf Zuflucht im Black Metal zu finden, was aber nur eine absolute chauvenistische Männerdomäne ist. Der Roman ist feministisch, aggressiv, wirr, radikal. Und fesselnd und klug, wenn man es schafft am Ball zu bleiben und an den Ketten entlang zu ziehen. Und teilweise einfach ungeheuerlich faszinierend, gerade wenn es in nahezu surrealistische Bildsprache abgeleitet.

2

Strange. I don't know what more to say. Strange - in kind of a good way but still it didn't catch me like I hoped it would.

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