Alles gut

Alles gut

Ebook
3.9166

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Description

Jess bekommt einen begehrten Job bei Goldman Sachs in New York. Zu blöd, dass ihr dort ausgerechnet Josh über den Weg läuft, der ihr mit seinen reaktionären Ansichten schon in der Uni auf die Nerven gegangen ist. Doch er entwickelt sich bald zu ihrem engsten Verbündeten im Büro - und den kann sie als einzige Frau und einzige Schwarze dort gut gebrauchen.

Aus den Kontrahenten werden Freunde - die dennoch beherzt weiterstreiten. Bis sich in die täglichen Grabenkämpfe der alles unnötig komplizierende Faktor namens Liebe einschleicht.

Es ist die alte Geschichte von Gegensätzen, die sich anziehen - und zugleich ein Plädoyer für Toleranz, Neugierde und dafür, miteinander im Gespräch zu bleiben.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Ebook
Pages
429
Price
23.99 €

Author Description

Cecilia Rabess hat als Data Scientist bei Google gearbeitet und war Associate bei Goldman Sachs. Ihre Artikel sind u. a. in McSWEENEYS, FIVETHIRTYEIGHT, FAST COMPANY und FLOWING DATA erschienen. »EVERYTHING'S FINE« ist ihr erster Roman.

Posts

39
All
4.5

⭐️⭐️⭐️⭐️,5

Alles gut ist eines dieser Bücher, die man nicht einfach weglegt und vergisst – es bleibt, es wirkt nach und das vor allem in der heutigen politischen Zeit…. Die Geschichte von Jess, einer jungen Schwarzen Frau, die sich in einer Welt voller unausgesprochener (und ausgesprochener) Vorurteile behaupten muss, hat mich tief berührt. Besonders beeindruckend fand ich, wie authentisch ihre Gefühlswelt beschrieben wird. Ihre Herkunft, ihre Hautfarbe – all das beeinflusst nicht nur ihre Entscheidungen, sondern auch, wie sie von anderen gesehen wird. Das hat mir eine neue Perspektive eröffnet, mich zum Nachdenken gebracht und manchmal auch traurig gestimmt. Auch die Liebesgeschichte hat mich bewegt – gerade weil sie nicht perfekt ist. Es gibt kein klares „richtig“ oder „falsch“, kein einfaches Happy End. Stattdessen zeigt Cecilia Rabess, dass Liebe kompliziert sein kann, voller Zweifel und Widersprüche. Das hat sich so viel echter angefühlt als viele andere Romane. Der Schreibstil war ebenfalls ein Highlight für mich – flüssig, lebendig und mit genau der richtigen Mischung aus Tiefgang und Leichtigkeit. Ein Buch, das bewegt, herausfordert und noch lange nachhallt. Absolute Leseempfehlung!

5

Ein wirklich unbeschreibliches Buch.💖

Alles gut ist weit mehr als eine klassische Liebesgeschichte. Der Roman begleitet Jess, eine hochintelligente junge Frau, die sich in der männerdominierten Finanzwelt New Yorks behaupten muss – und dabei nicht nur mit Karrierefragen, sondern auch mit Identität, Herkunft und gesellschaftlichen Erwartungen ringt. Besonders faszinierend ist die Beziehung zwischen Jess und Josh: voller Reibung, politischer Gegensätze und emotionaler Widersprüche. Rabess zeigt eindrucksvoll, wie Liebe gleichzeitig verbinden und herausfordern kann. Themen wie Rassismus, Privilegien und persönliche Werte werden dabei klug und überraschend ehrlich verhandelt, ohne je belehrend zu wirken. Der Schreibstil liest sich leicht und zugänglich, während die Geschichte lange nachhallt. Alles gut ist ein moderner, nachdenklicher Roman über Beziehungen in einer komplexen Welt – unbequem, emotional und absolut diskussionswürdig. Für mich ein wirklich tolles Buch und eine Herzensempfehlung.❤️

3

Hab mir mehr gewünscht

Wie man den Roman bewertet hängt definitiv von der Betrachtungsweise ab. Einerseits werden hier sozialkritische und politische Themen aufgegriffen. Eine Frau, die einer ethnischen Minderheit angehört versucht, sich in der männerdominierten Finanzbranche durchzusetzen, während sie sich im Herzen eigentlich nach Gerechtigkeit und Gleichstellung sehnt und sich politisch entsprechend einsetzt. Einerseits zeigt sie einen starken Willen und wird als sehr intelligente Figur beschrieben, auf der anderen Seite steht sie zu keinem Zeitpunkt für sich selbst ein, sondern nimmt die offensichtliche Diskriminierung und systematische Benachteiligung besonders im beruflichen Umfeld einfach hin. Mit ihrem Trump-supportenden Partner gerät sie regelmäßig aneinander, weil sie politisch wirklich null auf einen Nenner kommen. Aber auch auf der romantischen Ebene habe ich die Beziehung der beiden als extrem anstrengend empfunden. Ich habe mich wirklich 90% der Zeit gefragt wieso sie sich das antut, mal abgesehen von ihren Meinungsverschiedenheiten lügt er sie an, steht nicht 100% zu ihrer Beziehung und sie fragt sich sogar, ob er nicht ein kleines bisschen rassistisch ist. WTF? Außerdem ging es bei den beiden fast nur um S*x, was ja auch schon viel über die „Beziehung“ aussagt. Von ihm kommt zwar viel schönes, romantisches Gerede, aber man kauft es ihm leider nicht ab. Letztendlich kommt sie nach einigem on/off wieder bei ihm an und damit endet das Buch. Was ist das für eine Message? Es ist insgesamt leider null empowering (obwohl es genau das hätte sein können) und einfach nervig, weil man bis zum Ende hofft dass sie sich irgendwie weiterentwickelt und endlich mal Exempel statuiert. Ich würde sagen einiges Potenzial wurde hier liegen gelassen. Trotzdem war es sehr unterhaltsam geschrieben und bestimmt kein schlechtes Buch. Ich habe auch definitiv sehr mitgefühlt. Optimistische 3 Sterne <3

5

So aktuell, so berührend, so wichtig! 🍓

Zwei Menschen aus völlig verschiedenen Welten und mit ebenso verschiedenen Ansichten lernen sich in der Uni kennen. Einige Zeit später treffen sie sich bei ihrem ersten Job in der Finanzbranche in New York wieder und müssen zusammenarbeiten. Jess ist weiblich und schwarz und kämpft jeden Tag aufs Neue für ihre Rechte. Josh ist männlich und weiß und hat ein ziemlich konservatives Mindset. Trotzdem finden die beiden zueinander, beginnen zu sprechen und werden Freunde. Und dann wird die Anziehungskraft immer größer. 🍓🍓🍓 „Alles gut“ hat irgendetwas in mir ausgelöst, das ich bis heute nicht genau erklären kann. Es hat einen Nerv getroffen, es hat Themen aufgegriffen, die mir wichtig sind, es hat so sehr berührt und mich zum Weinen gebracht und es hat getröstet und versöhnt. Ich bin schockverliebt und habe ein Jahreshighlight für mich gefunden. Eigentlich greife ich nicht zu Liebensromanen und trotzdem habe ich es bei diesem Buch getan. Jetzt weiß ich, dass dieses Buch von so viel mehr als Liebe handelt. Und trotzdem sagt es etwas über die Liebe aus, was mich tief bewegt hat: Wir müssen nicht gleich sein, um zu lieben, wir müssen nicht immer einer Meinung sein und manchmal dürfen wir uns sogar hassen. Auf welchem instabilen Fundament Jess und Josh ihre Beziehung aufbauen, ist erstaunlich. Und andauernd geraten die Wände ins Wanken, doch trotzdem ist da eine unsichtbare Kraft, die die beiden verbindet. Ich bin fasziniert, wie es der Autorin gelingt, so wichtige Themen wie Rassismus, Gleichberechtigung und toxische Männlichkeit auf die Alltagsebene zu bringen – ganz genau dorthin, wo sie entsteht und wo wir immer wieder damit konfrontiert werden. Dieses Buch ist überall auf der Welt so wichtig und aktuell. Es schreit uns die Probleme schonungslos ins Gesicht und erzählt dabei eine Geschichte, die wir alle nachfühlen können. Dieses Buch müsste ein Pflichtbuch sein – ich bin sicher, es kann so vieles (aus-)lösen! Riesige Empfehlung aus tiefstem Herzen!

So aktuell, so berührend, so wichtig! 🍓
5

Schlägt die Liebe politische Einstellungen?

Die Thematik des Romans regt unglaublich zum nachdenken an. Kann die Liebe der Protagonistin größer sein als die unterschiedlichen politischen Gesinnungen des Pärchens? Inwiefern spielt Rassismus hier eine Rolle? Unglaublich interessant und trotzdem eine angenehme Sprache, so dass man dem Inhalt super folgen kann.

4

Als einzige Schwarze versucht sich Jess im Finanzwesen bei Goldman Sachs einen Namen zu machen. Als wäre das nicht schwer genug, verliebt sie sich auch noch in Josh, der nicht nur weiß, sondern auch Republikaner ist. Genremäßig eine Mischung aus Liebesroman und Gesellschaftskritik fand ich den Roman in erster Linie unterhaltend. Es werden viele Themen eingeflochten (Rassismus, Misogynie, Trauer) was ich gut fand, dass Ende allerdings (auch mit Blick auf die derzeitige Entwicklung in den USA) konnte mich nicht überzeugen und würde gerade im Moment wahrscheinlich auch anders geschrieben werden. Ist auf alle Fälle einen Blick wert.

3

Jess ist eine sehr lauter Protagonistin, die man nicht überhören kann! Wichtige Themen in einem soliden Buch gepackt.

Ist wirklich alles gut? Nein ist es nicht und wie schnell belügen wir uns. Und hier kommt Jess, unsere Protagonistin, die laut ist und auf wichtige Themen anspricht. Sie hat eine ganz besondere Art und das ist wirklich gut gemacht. Schade fand ich nur, dass ich irgendwie keine Beziehung zu unsere Charaktere aufbauen und es mich nicht einnehmen konnte. Solide Geschichte die mal was ganz anderes ist.

4

Was, wenn Liebe nicht ausreicht?

In „Alles gut“ von Cecilia Rabess begleiten wir Jess – jung, klug, Schwarz – die ihren ersten Job in einer Investmentbank in New York antritt. Dort trifft sie auf Josh: weiß, konservativ, privilegiert. Ihr ehemaliger Studienkollege wird plötzlich zum Kollegen… und mehr. 💼🤍 Was sich nach einer klassischen Gegensätze-ziehen-sich-an-Story anhört, entpuppt sich schnell als vielschichtige, gesellschaftspolitische Geschichte. Zwischen hitzigen Diskussionen, schmerzhaften Aha-Momenten und einem Beziehungsdynamik, die unter der Oberfläche brodelt, stellt sich die Frage: Kann man jemanden lieben, der nicht versteht, wer man ist? Ich fand die Geschichte emotional packend und unbequem ehrlich. Jess’ Innenleben ist so klug erzählt, dass man ihre Zerrissenheit förmlich spürt – besonders in Momenten, in denen Schweigen lauter ist als jedes Streitgespräch. 🎧🗯️ Einige Szenen haben mich richtig wütend gemacht (auf die Figuren, auf das System und manchmal auch auf mich selbst). Und genau das macht dieses Buch so stark: Es unterhält nicht nur, es regt zum Nachdenken an. ✨ Für alle, die keine klassische Liebesgeschichte suchen, sondern ein Buch über Identität, Machtverhältnisse und die Frage, wie politisch Liebe sein darf eine absolute Empfehlung!

Was, wenn Liebe nicht ausreicht?

Abbruch auf S. 50.

Ich wollte es wirklich mögen, aber ich fand es anstrengend. Möglicherweise bin ich nicht klug genug für diese Börsenthematik zu Anfang, es interessierte mich aber auch nicht. Ich hatte auf die Liebesgeschichte spekuliert, aber leider waren mir auch die Protagonisten gänzlich unsympathisch. Ich wollte mich da einfach nicht durchbeissen.

Abbruch auf S. 50.
5

Serienvorlage

Ein Buch, das sich in rasantem Tempo liest wie eine Serienvorlage. Jess und Josh könnten kaum unterschiedlicher sein: Sie schwarz und liberal. Er weiß und konservativ. Er wedelt an einigen Stellen kräftig mit der Redflag (was Jess allerdings kein bisschen zu stören scheint). Sie hingegen struggelt ordentlich mit sich selbst, was sie nicht minder anstrengend erscheinen lässt. Ein spannendes Paar! Es bleibt zwischen beiden trotz großer Liebesbekundungen doch erstaunlich oberflächlich. Über die relevanten Unterschiede, die beiden Seiten viel gegenseitiges Verständnis abverlangen wird nur gestritten, konstruktive Lösungen scheint es nicht zu geben. Reicht das am Ende für ein gemeinsames Leben? Der Schreibstil konnte mich absolut abholen und einige Male hatte ich tatsächlich das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Ich bin gespannt ob und wann sich die Bilder auf dem Serien-Bildschirm wiederfinden!

5

Jess & Josh 🍓 Zwischen Investmentfonds, Gesellschaftskritik & Rassenwahrnehmung zwei Seelen, die sich mal abstoßen, mal anziehen … und am Ende? Unbedingt lesen!!!

4

Mal etwas anderes! Es ist keine Standard Rom-Com, auch wenn es eine Lovestory, die meist im Vordergrund steht. Jess bekommt nach dem Studium einen guten Job bei Goldman Sachs. Als einzige Frau zwischen lauter männlichen Analysten hat sie es schwer. Sie kommt nicht aus einer reichen Familie und hat keine Verbindungen. Dagegen hat Josh es vergleichsweise einfach, die beiden haben sich schon während dem Studium kennengelernt , allerdings nicht auf positive Art - sie liberal und als schwarze Frau glücklich über die Wahl von Obama, während er sehr konservativ eingestellt ist und sich kritisch äußert. Gut gelungen sind die Dialoge, die unterschiedlichen Ansichten werden nicht einfach hingenommen und „alles ist gut“, sondern es entstehen viele Konflikte aber auch gute Diskussionen. Leider hat es sich im ersten Drittel etwas gezogen, trotzdem interessanter Roman mit wichtigen Themen.

4

Wie eine kleine Zeitreise fühlt es sich an, wenn man dieses Buch beendet. 2017, Trump wird vereidigt. Die Welt ist ne Mischung zwischen geschockt und „Es wird schon nicht so schlimm werden“. Im Kontrast zu diesem Jahr: Eine Debatte des jetzigen Präsidenten Biden und des ehemaligen Präsidenten Trump der als Kandidat der Republikaner für eine zweite Amtszeit kandidiert. Zwischen diesen 7 Jahren liegen unzählige Skandale eines ehemaligen Präsidenten die man so nicht für möglich gehalten hätte. „Alles gut“ erzählt die Geschichte von Jess und Josh, die sich im Studium kennenlernen und später gemeinsam als Analysten am Finanzmarkt tätig sind. Die sehr unterschiedlich politischen Ansichten (sie liberal, er konservativ), Rassismus, die gläserne Decke sind einige Themen die das Buch behandelt. Ich hab das Buch gerne gelesen, vorallem weil ich das Buch in NY begonnen habe, konnte ich etwas den vibe dieser Stadt nachvollziehen. Ich mochte Jess und Josh, und wie Rabess ihre Beziehung beleuchtet. Trotzdem frage ich mich, ob sie jetzt - in dieser politischen Situation nach 4 Jahren Trump und einer möglichen Wiederwahl - noch zusammen wären. ### Achtung Spoiler ### Jess berufliche Entwicklung hat mir nicht gefallen. Letztendlich findet sie zwar ihre „Berufung“, aber nichtsdestotrotz ist sie gescheitert. Ich hätte mir hier ne Empowernde Richtung gewünscht, in dem Sie woanders das große Geld macht und nicht für wenig Geld für ihre Überzeugungen arbeitet.

5

Den eigenen Platz finden

Jess ist Mitte 20 und bekommt nach ihrem Studium in New York einen tollen Job in der Finanzbranche bei dem Investmentbanking-Unternehmen Goldmann Sachs. Jess kämpft schon immer für sich für ihre Herkunft und fällt auf. Sie fühlt sich verpflichtet für afroamerikanische Menschen zu kämpfen und in Diskussionen über politische Themen Stellung zu beziehen. So auch oft in der Uni und auch in ihrem neuen Job. Dort läuft sie Josh über den Weg. Der konservative Josh, mit dem sie in der Uni schon aufgrund seiner politischen Einstellung aneinander geraten ist. Doch die beiden freunden sich an, sie verlieben sich. Sie begleiten sich gemeinsam auf ihren Wegen durch den Beruf, bei dem Josh Jess zur Seite steht, und durch ihr Privatleben, in dem sie immer wieder aneinander geraten - schwarz vs. weiß. „Mädchen wie du.“ Das Buch ist super und flüssig geschrieben. Man begleitet Jess in einem System, in dem sie ihren Platz noch nicht gefunden hat. Sie ist sehr angreifbar im Bezug auf das Thema Rassismus und verteidigt ihre Herkunft sehr stark. Egal wer ihr gegenüber sitzt. Sie hat eine innige Liebe zu ihrem Vater, aber auch eine große Schuld. Eine Schuld, dass sie nicht genügt aufgrund seiner Ansprüche, wie afroamerikanische Menschen zu leben haben. Sie erzählt ihrem Vater von ihrem Leben in New York nicht viel, geschweige denn von ihrem weißen Freund Josh. Es ist super witzig geschrieben, die Dialoge sind manchmal total platt, dass ich laut auflachen musste. Es hat aber auch super viel Tiefgang und hat mir einen Einblick in die Gedanken afroamerikanischer Menschen gegeben. Ich bin dankbar, dass Menschen diese mit Hilfe von Büchern teilen. Es ist sehr mutig geschrieben und beinhaltet eine berührende Liebesgeschichte. Ein tolles Highlight, passend zum Monat Juni. 🌈

5

Ein Wow-Roman über Liebe, Macht und Rassismus

„Alles gut“ erzählt von Jess, einer jungen Schwarzen Frau, die nach dem Studium einen begehrten Job bei Goldman Sachs in New York bekommt und dort prompt als einzige Frau und einzige Schwarze in einer Eliten-Arbeitswelt landet.  Schon bei ihrem ersten Tag wird klar: Jess muss sich gegen subtile und offene Formen von Differenzierung wehren.  Als ob das nicht genug wäre, begegnet sie Josh, einem alten Bekannten aus der Uni mit konservativen, teils reaktionären Ansichten. Anfangs funkt’s heftig zwischen ihnen, doch aus Konkurrenz und Reibung wird Freundschaft — und bald mehr.  Die Liebesgeschichte zwischen Jess und Josh ist alles andere als ein rosarotes Märchen: Sie bringt ständig ihre politischen und sozialen Differenzen an den Tag und zwingt beide, sich mit Vorurteilen, Loyalitäten und Privilegien auseinanderzusetzen.  Gleichzeitig wirft der Roman grundlegende Fragen auf: Was bedeutet Erfolg in einer Welt, die nicht für dich gebaut ist? Und wie viel musst du verändern oder aufgeben um dazuzugehören? „Alles gut“ ist damit auch ein Plädoyer für Selbstbestimmung, Identität und die Macht des Dialogs. Insgesamt ein super gut geschriebenes, spannendes, politisches Buch einer Schwarzen Autorin, das gerade so treffend den Zeitgeist wiedergibt!

Ein Wow-Roman über Liebe, Macht und Rassismus
4

Jess wollte eigentlich nie in der Finanzbranche arbeiten, da sie von ihrem Gehalt bei einer kleinen feministischen Zeitschrift aber nicht leben kann, bemüht sie sich um einen begehrten Job bei Goldman Sachs in New York - und erhält die Zusage! Gleich an ihrem ersten Arbeitstag trifft sie auf ihren ehemaligen Kommilitonen Josh, dessen reaktionäre Ansichten ihr schon im Studium auf die Nerven gegangen sind. Doch bereits nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass Jess in ihrem Job als Schwarze Frau sämtliche Steine, die zu finden sind, in den Weg gelegt werden und ihr Josh als wichtiger - und einziger - Verbündeter zur Seite steht. Die beiden diskutieren, werden Freunde und verlieben sich, was keinesfalls geplant war - und noch mehr Probleme mit sich bringt. Jess und Josh - allein dem Namen nach sind die beiden ein perfektes Paar. Auch die Chemie stimmt, es herrscht eine kaum zu übersehende Anziehungskraft zwischen ihnen, der sie sich nicht entziehen können, auch wenn sie sonst ungefähr alles trennt, was das Leben zu bieten hat. Sie bewegen sich in ungleichen finanziellen Sphären, umgeben sich mit unterschiedlich gesinnten Menschen und wählen verschiedene Parteien. Kann eine Beziehung, die sich mit so vielen Gegensätzen konfrontiert sieht, funktionieren? Dieser Frage geht Cecilia Rabess in ihrem Debütroman "Alles gut", in der Übersetzung von Simone Jakob, mit viel Charme und Witz auf den Grund. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen, es ist super kurzweilig und zugänglich geschrieben und bietet dabei viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren, weshalb ich den Roman vor allem auch als Buchclublektüre empfehlen würde. Romance trifft hier auf Gesellschaftskritik - clever, fesselnd und sehr unterhaltsam!

5

Modernes Zeitzeugnis der jungen Amerikaner Der Roman von Cecilia Rabess ist ein Roman über zwei sehr unterschiedliche Menschen, die sich leidenschaftlich und eher widerwillig über einen geraumen Zeitraum verlieben. Zu Beginn steigen wir mit Jess als Analystin bei Goldman & Sachs ein. Ein schweres Unterfangen in einer männerdominierten, toxischen und frauenfeindlichen Branche. Dort trifft sie auf Josh, der ihr Kommilitone an der Universität war und nicht viel von seiner konservativen Haltung hält. Während die beiden mit der Zeit miteinander auftauen und sich eine Freundschaft zwischen den beiden Entwickelt, hat Jess tagtäglich mit den Launen ihrer Arbeitskollegen zu kämpfen, die ihr weder Aufgaben zutrauen noch sie sonst in irgendeiner Form respektieren. Jess ist eine junge intelligente schwarze liberale Frau, die schlagfertig, temperamentvoll und sarkastisch durch und durch ist. Während sie sich nichts bieten lässt und standhaft auf ihre Rechte beruht, dabei dann auch schonungslos vorgeht, ist Josh ihr kompletter Gegensatz. Weiß, konservativ und ein Mensch, der nach den vorgegeben Regeln handelt. Der Roman bietet einen Einblick in die Sichtweise einer schwarzen Frau deren Karriereweg und ihr erbitterter Kampf für ihre Rechte und Fähigkeiten. Ebenso ist die Thematisierung der politischen Meinung in einer Beziehung ein großer Punk. Die unterschiedlichen (und teilweise nicht nachvollziehbaren) Denk- und Handlungsweise des anderen. Was als ein „Störfaktor“ in der Beziehung wahrgenommen wird und zu immer währenden Problemen und Streit führt. Der Leser hinterfragt sich selbst über die bereits gesagten oder noch bevorstehenden Aussagen. Eine gewisse Selbstreflexion wird hier durch die Autorin angeregt, was ich sehr raffiniert finde um ein Gespür für die eigene Haltung zu gewinnen. Was besonders erfrischend und realistisch zu lesen ist, ist die nackte Darlegung der Fehlerhaftigkeit der Protagonisten. Die Autorin legt wie mit einem Skalpell, die hintersten Gedanken und Gefühle dar, was den Roman in die Tiefe verhilft. Das Cover hat kein übergeordnetes Motiv, jedoch wird die Erdbeere ein wichtiges Element sein, dass Jess die Augen innerhalb ihrer Blase der Glückseligkeit öffnen lässt und sich selbst und ihren aktuellen Stand im Leben hinterfragt. Die zerquetschte Form, stellt die veränderte Wahrnehmung von Jess dar. Der Schreibstil ist unglaublich. Er hat einen gewissen Sog mit einer solchen Leichtigkeit, dass der Leser gar nicht anders kann als endlos weiter zu lesen. Der Roman hat mich vollkommen überzeugt und lässt mich auf weitere Werke der Autorin mit Neugier und Ungeduld warten. Definitiv ein Juwel und ein absolutes Jahreshighlight.

4.5

Was und wer ist gut? - Gefällt mir👍

Für mich lässt sich dieses Buch nirgendwo richtig einordnen und genau das hats mich so gern lesen lassen. Spielt inhaltlich und strukturell mit Extremen und vielen Polarisierungen, die sich weder auflösen noch einfach in richtig oder falsch einordnen lassen. Hab mich an vielen Stellen wiedererkannt beim vermeintlich " recht haben müssen - mag ich, wenn man ins Grübeln kommt. Irgendwas zwischen größtem Kitsch und bestem Realismus💜

2

Ganz wichtiges Thema. Aber leider hat es mir so gar nicht gefallen.

4

Romance in Kombi mit (Alltags-)Rassismus

Man muss am Anfang erstmal reinkommen (weil es viel um Finanzthemen und Mathe geht), aber dann fand ich das Buch sehr unterhaltsam - auch wenn nicht viel passiert. Das Ende fand ich etwas unbefriedigend, habe es aber trz gerne gelesen.

3

Ein Buch, dass sich mit wirklich wichtigen Themen befasst, vor allem auch mit Rassismus. Trotzdem teilweise etwas langatmig.

Bei dem Titel und dem Cover war ich zu aller erst sehr verwirrt, aber auch neugierig. Für mich jedoch passen Cover und Klappentext nicht zusammen und es hat länger gedauert, bis ich den Zusammenhang von Buch Inhalt und Cover verstanden habe. Aber das werde ich natürlich nicht vorweg nehmen 😁. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und dadurch lässt sich das Buch trotz den wichtigen und auch schweren Themen angenehm lesen. Für mich war das Buch aber ein Buch, dass sich etwas aus meiner normalen Lesegewohnheit raus begeben hat, aber warum nicht mal was anderes probieren? Leider musste ich aber ziemlich schnell feststellen, dass ich mit der Protagonistin Jess nicht so warm wurde. Ihre ganze Art war nicht immer greifbar und nachvollziehbar für mich. Aber in diesem Fall erstmal nicht so schlimm, da das Buch für mich einen anderen Schwerpunkt hatte. In dem Buch wird eine Menge in Richtung Rassismus und auch Diskriminierung angesprochen und diese Teile des Buches empfand ich als sehr interessant. Trotzdem hatte das Buch oftmals einige Längen. Mir ist bewusst, dass ein Buch nicht immer spannend sein kann, aber hier und da hat es sich leider sehr gezogen. Vor allem als sich die Beziheung zwischen Jess und Josh (ihrem Arbeitskollegen) intensiviert hat. Im Ganzen würde ich trotzdem sagen, dass es ein Buch ist, dass an einigen Stellen zum Nachdenken anregt.

2.5

Wer sich einen Liebesroman mit viel Gefühl und Romantik wünscht, ist hier falsch

Irgendwie hatte ich etwas anderes von der Geschichte erwartet. Erstens wurde ich bis zum Schluss nicht mit den Charakteren warm. Sie waren mir erstens nicht sonderlich sympathisch und zweitens war die Beziehung zwischen den beiden schwer zu greifen. Besonders zu Josh konnte ich garkeinen Bezug schaffen, da über sein Innenleben kaum etwas erwähnt wird. Auch waren mir die zeitlichen Sprünge teilweise etwas zu krass. Einmal wird bis ins kleinste Detail alles geschrieben, dann vergehen wieder mehrere Monate innerhalb einer halben Seite, wo man eher das Gefühl hat dies wurde nur schnell schnell abgekanzelt. Auch die zentralen Themen wie Rassismus, Benachteiligung, toxische Männlichkeit, soziale Ungerechtigkeit etc wurden nur sehr oberflächlich angekratzt. Es hat für mich gewirkt, wie gewollt und nicht gekonnt. Von mir keine Empfehlung…

2

2,5⭐️ Leider absolut nichts für mich, es hat mich einfach nur wütend gemacht. Die Prämisse des Buchs fand ich tatsächlich sehr interessant - die beiden Protagonist*innen arbeiten zusammen, haben aber nicht nur völlig verschiedene Erfahrungen in ihrem Leben gemacht (Jess ist schwarz, Josh nicht), sondern haben auch absolut gegensätzliche politische Standpunkte (Josh pro Trump, Jess nicht). Trotzdem fangen die beiden dann an zu daten (warum habe ich bis zum Ende nicht verstanden). Im gesamten Buch begleiten wir also die Beziehung der beiden - zeitlich endet das Buch mit der US Wahl 2016, also genau mit der Wahl von Trump. Meine Kritik an dem Buch ist eigentlich die gesamte Beziehung. Ich hätte das Buch tatsächlich spannender gefunden, wenn wir einfach nur Jess begleitet hätten und hätte auf ihren rassistischen Partner Josh verzichten können. Der hat sie so hart gegaslighted die ganze Zeit, es hat mich wütend gemacht. Vielleicht war das auch genau der Punkt der Autorin, damit man auch nur im Ansatz versteht wie sich Rassismus anfühlen muss. Ich weiß es nicht. Ich habe nur einfach nicht verstanden was die Beziehung für einen Mehrwert für das Buch gebracht hat. Noch dazu fand ich es teilweise einfach etwas verwirrend und nie so wirklich spannend. Ich glaube das Problem liegt für mich darin, wie es vermarktet wurde. Vom Klappentext her liest es sich wie ein Romance Buch, am Ende ist es das aber wirklich absolut nicht. Und das offene Ende hat mich letztendlich nur frustriert. Also mir persönlich hat es leider nicht gefallen, was ich aber positiv hervorheben möchte ist, dass ich als weiße Person auf jeden Fall einen guten Einblick in den Alltagsrassismus in den USA hatte und es auf jeden Fall zu schätzen weiß, dass die Autorin ihre persönlichen Erfahrungen in der Geschichte verarbeitet hat. Nachtrag: nachdem ich einige andere Bewertungen gelesen habe, möchte ich anerkennen, dass die Autorin das Buch wahrscheinlich so geschrieben hat, wie es im echten Leben ist: frustrierend, messy, nicht geradelinig und voller Rassismus. An sich hat sie damit auf jeden Fall geschafft, in mir Emotionen auszulösen! Fazit: Ich glaube mit den richtigen Erwartungen und mit einem gesunden Interesse an der Politik in den USA von 2016 ist es ein solides Buch, für mich persönlich war es aber leider nicht wirklich was.

4

Obwohl nichts spannendes passiert, passiert so viel anderes. Alltagsrassismus, politische Meinungen, Liebe, Freundschaft, Trauer und Verlust. Ich hab’s geliebt.

3.5

Eine etwas andere from Enemies to Friends to Lovers Geschichte. Wieder einmal fand ich keine der Hauptfiguren richtig sympathisch. Doch Dank der packenden Schreibweise wollte ich dann doch wissen, was mit Jess und Josh passiert und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen

4.5

In „Alles gut“ von Cecilia Rabess geht es um Jess und Josh, die sich seit ihrer Unizeit kennen. Nun begegnen sie sich bei Goldman Sachs, als Jess einen der begehrten Jobs als Analystin erhält. Ausgerechnet Josh, der ihr auf der Uni schon immer auf die Nerven gegangen ist, wird ihr als Mentor zur Seite gestellt. Die Gegensätze der beiden könnten nicht deutlicher sein. Jess ist Schwarz, hat sich ihren Uni-Abschluss hat erarbeiten und ist Befürworterin der Demokraten und damit von Obama. Josh ist weiß, ihm scheint alles in den Schoß zu fallen und er ist ein Anhänger der Republikaner und damit von Trump. Gegensätze ziehen sich bekanntermaßen an - oder nicht? Die vermeintliche Enemies to Lovers Story entpuppt sich als deutlich tiefer gehend. Die Story spielt zu der Zeit des Amtswechsels von Obama zu Trump und setzt sich mit wichtigen Fragen auseinander. Können Freundschaften und Beziehungen entstehen, wenn die Ansichten so gegensätzlich sind? Werden Frauen, insbesondere Schwarze Frauen automatisch anders betrachtet als weiße Männer auch wenn ihr Wissen und ihre Bildung die selben sind? Der Schreibstil von Cecilia Rabess ist sehr nüchtern, mit wenig drum herum. Ich brauche einen Moment, um mich daran zu gewöhnen, fand das dann aber total besonders und auch die Übersetzung von Simone Jakob betont diesen nüchternen Stil der Autorin sehr. Ich mochte das Zusammenspiel von Jess und Josh sehr, sie scheinen einfach für einander gemacht zu sein, auch wenn sie so unterschiedlich sind. Insgesamt mochte ich das Buch total gerne und kann es nur empfehlen zu lesen, da es neben der klassischen Romance Story auch ernstere Themen behandelt.

3

Alles gut…oder doch nicht?

Grundsätzlich habe ich nach der Leseprobe ein starkes Buch erwartet - vielleicht eine Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen. Und die gab es tatsächlich. Die Protagonisten und die Konversationen finden auf einem sehr hohen intellektuellen Hintergrund statt. Manchmal war mir das beim Lesen einfach zu viel und das, obwohl ich in der Bankenbranche arbeitet. Das Thema Rassismus spielt ebenfalls eine sehr übergeordnete Rolle und genau darin verstrickt sich Jess sehr. Ewige Benachteiligung und falsche Behandlung durch die Mitmenschen sind immer wieder an der Tagesordnung. Grundsätzlich hätte das Buch sicher gut werden können, aber die Umsetzung finde ich nicht gelungen.

4

Slow burn Liebesgeschichte zwischen Rassismus, Chauvinismus und gesellschaftlicher Ungleichheit. Die Protagonistin kämpft mit den Schwierigkeiten als einzig schwarze Frau in einer Männerdomäne und verliebt sich dabei in ihren ehemaligen Widersacher vom College.

Inhalt: Jess kommt frisch von der Uni und fängt ihren ersten Job bei Goldman Sachs an. Sie ist dort die einzige Frau. Vor allem ist sie aber auch die einzige schwarze Frau. Nicht nur, dass ihr Arbeitsplatz bei den Telefonistinnen ist und nicht bei den anderen Tradern, sie bekommt keinerlei Aufgaben zugeteilt und ihre Existenz wird schlichtweg ignoriert. Ausgerechnet Josh, den sie noch aus der Uni kennt, wird ihr als Mentor zugeteilt. Josh ist das Paradebeispiel des priviligierten weisen Mannes. Was anfänglich unmöglich erscheint, entwickelt sich jedoch nach und nach zu einer echten Freundschaft. Und zu Liebe. Schreibstil: Die Geschichte fliegt nur so dahin. Kurz, unverschachtelte Sätze machen es leicht Jess durch ihre Gedanken zu folgen. Die Autorin schafft es sehr gut, dem Leser die Problematik äen nahezu bringen, die sich für dunkelhäutige Bürger in alltäglichen Situationen ergeben. Nur so dahin gesagte Äußerungen, die Ängste und Sorgen auslösen. Die Streitgespräche zwischen Jess und Josh sind immer wieder aufs Neue bewegend. Er versucht zu ihr durchzudringen, ihr zu erklären, dass die Welt nicht immer schwarz und weiß, sondern manchmal auch grau ist. Chataktere: Jess ist grundsätzlich eine taffe Person, die ihren Mund auf macht und ihre Meinung jederzeit (manchmal auch in ungünstigen Momenten) kund tut. Auf der anderen Seite ist sie bezüglich ihrer Position in der Gesellschaft aber auch sehr unsicher. Sie hat ständig das Gefühl, sie müsse die Last der gesamten schwarzen Bevölkerung mit tragen, dürfe keinen weißen Mann lieben und sich nicht über finanziellen Erfolg freuen. Viel mehr noch, dürfe sie diesen Erfolg gar nicht erst anstreben, da sie somit sofort zur Kapitalistin wird. Man spürt ihre ständige Zerissenheit und begleitet sie auf der Suche nach sich selbst. Josh fand ich richtig toll. Er hat seit dem College eine starke Entwicklung durchgemacht. Und ja, er ist konservativ und Republikaner. Aber gerade der Konflikt zwischen Jess und Josh macht die Geschichte so interessant. Und das die Autorin aufzeigt, dass man auch Republikaner sein und wirtschaftsorientiert leben kann und trotzdem liebenswert und absolut nicht rassistisch ist. Er ist so voller Liebe für Jess, dass es immer wieder herzzerreißend ist, wenn sie ihn weg stößt. Meist, weil sie etwas überinterpretiert hat. Verständlich bei ihrem Hintergrund, aber dennoch bewegend und traurig. Eine weitere tragende Rolle hat definitiv Jess' Vater. Er liebt seine Tochter über alles und versucht sie vor der Welt zu beschützen. Er ist aktiv im Kampf für die Gleichberechtigung und vermittelt Jess von Klein auf wichtige Werte hinsichtlich ihrer Stellung und Verantwortung in der Gesellschaft. Vielleicht eine etwas zu große Bürde als Kind und Teenager. Sicher hat das auch dazu beigetragen, dass sie als Erwachsene Frau alles und jeden hinterfragt. Meine Meinung: Ich mochte die Geschichte sehr gern. Die Dynamik zwischen Jess und Josh ist toll. Die Streitgespräche haben mich immer wieder dazu veranlasst mein eigenes Verhalten und meine Ausdrucksweise zu hinterfragen. Sehr spannend. Das Buch ist sehr emotional auf eine manchmal trockene Art und Weise. Was dem Ganzen, meiner Meinung nach, noch mehr Nachdruck verliehen hat. Einige Geschichten aus Jess Jugend und Kindheit fand ich unfassbar bewegend. Und auch die Storyline um ihren Vater hat mich wirklich berührt. Alles in allem fand ich das war ein wirklich tolles Buch. Ich mochte den Schreibstil, die Charsktere und konnte sehr gut in Jess' Welt abtauchen.

5

Großartig! Ich wollte gar nicht, dass es endet.

4

°•° Nichts ist gut •°•

Mich hat das Buch ziemlich beschäftigt. Es ist nämlich gar nichts gut. Was soll man als andere Meinung hinnehmen und wo hört diese Toleranz auf? Ein Buch mit Denkanstoß.

4

Eine intelligente Lovestory mit viel Potenzial zum Nachdenken

4

„»Sie dich einfach vor. Anfangs geht‘s nur um Zahlen und Portfolios, und ehe du dich versiehst, hockst du mit dem Arsch auf dem Fotokopierer und schreist« - sie pustet ihre Fingernägel trocken - »in reiner Ekstase seinen Namen.«“ S.171 Spicy Debütroman von Cecilia Rabess, mit wirklich großartiger Übersetzung von Simone Jakob. Spicy aber nicht nur wegen der Szenen, die sich manchmal in Jess‘ Kopf, manchmal in der Realität abspielen. Spicy auch im Hinblick auf all die Themen, die in ‚Alles gut‘ angesprochen werden. Als Barack Obama zum ersten schwarzen Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wird, ist Jess eine junge Studentin voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft für alle marginalisierten Gruppen, für sich, für ihren Vater. Sie lernt Josh in dieser Zeit als eher republikanischen, konservativen Mitstudenten kennen und kann sich nicht wirklich vorstellen, Sympathie für ihn zu entwickeln. Ein, zwei Zufälle später arbeiten beide für Goldman Sachs, werden Freunde, werden mehr. Jess Leben verläuft auf einmal ganz anders, als sie es sich vorgestellt hat und muss nun auch noch mit ihrem Partner über grunlegende, für sie, ganz klare Themen diskutieren und dass die US Wahlen zu Trumps Gunsten ausfallen, scheint dafür kein förderlicher Aspekt zu sein. In den Gesprächen der beiden erfährt man viel über die inneramerikanischen Konflikte, die viele junge Leute in sich tragen. Davon ordentliches Geld verdienen zu wollen, aber dafür einige moralische Einbüßen machen zu müssen, von der (andauernden) Unterdrückung von BIPOC und den Kampf, welcher im täglichen Leben auch bei eher mittelständischen Familien damit einhergeht. Und das alles verbunden mit einer mehr oder weniger ungleichen, doch cuten, aber auch wie-oft-ich-mir-die-Hand-an-den-Kopf-schlagen-will Lovestory. Simone Jakob übersetzt hier Rabess‘ Ironie und auch die ernsten Stellen so gut, ohne dass es auch nur einmal „cringe“ anfühlt weiterzulesen. „Um die vielen Jahrhunderte der Unterdrückung wettzumachen, lädt Josh Jess zum Essen ein.“ S.83

3

3⭐️⭐️⭐️ Alles Gut von Cecilia Rabess "Alles Gut" von Cecilia Rabess ist eine Geschichte, die sich circa 2008-2016 in der Welt der Finanzwelt New York Citys von Goldman Sachs bewegt und dabei Einblicke in die Beziehung zwischen Jess und Josh bietet. Anfangs wirkte ihre Beziehung nicht wirklich überzeugend und realitätsnah für mich und die Rivalität zwischen den Charakteren schien wie aufgezwungen. Sie ist schwarz und Liberal, Er ist weiß und Republikaner, was in dem ganzen Verlauf der Geschichte aufgegriffen wird und sich als Mittelpunkt der Konflike in ihrer Beziehung aufweist. Sowohl Jess als auch Josh zeigen in verschiedenen Situationen Eigenschaften, die es schwierig machen, eine starke Bindung zu ihnen aufzubauen. Jess kann selbstsüchtig und unsicher wirken, während Josh mit seinen politischen Ansichten und seiner arroganten Haltung eine totale Red Flag für mich war. Versteht mich nicht falsch, ich liebe es über Charaktere zu lesen die Fehler machen und klassisch „unlikeable“ sind, aber ich konnte mich leider in der Ersten Hälfte des Buchs nicht mit den beiden anfreunden. Jedoch nahm die Geschichte eine aufregende Wendung, als mehr über Jess' Vater enthüllt wurde und sie begann, über ihre eigenen Fehler nachzudenken. Was mir noch gefallen hat war, als Jess schließlich erkannte, dass ihr Streben nach Recht haben weniger bedeutend war als ihr Wunsch, glücklich mit Josh zu sein - Ob das das richtige war, weiß nicht nicht. Aber genau das verlieh dem Buch eine besondere Tiefe und machte es schließlich doch noch zu einer lohnenden Lektüre, trotz anfänglicher Schwierigkeiten. Mir hat das Setting sehr gut gefallen, mit New York City als Zentrum der Ereignisse, die Dinner und Coffee Dates, Partys, dass man in seinen 20er noch nicht alles festgelegt haben muss und die Suche nach seiner Identität in einer aufregenden Stadt.

2.5

Ende war nicht gut

5

An amazing book that will make you want to overanalyze and re-read it until you can recite it from memory. The subtle hints it gives towards Jess‘ loss of identity and shift to a more passive role are brilliant. Until the very end, you are still hoping for a different outcome, despite having seen the signs. 

2

„Du solltest deine eigenen Regeln schreiben. Brauchen wir wirklich noch einen reichen alten, weißen Mann, der seine Meinungen in die Welt hinausejakuliert?“ – Buchzitat, S. 139 (E-Book) „Alles gut“ ist der erste Roman der Autorin Cecilia Rabess, die als Data Scientist bei Google und als Associate bei Goldman Sachs gearbeitet hat. Sie bringt darin bringt in ihrem ihre Erfahrung aus der Finanzwelt ein. Zum Inhalt: Jess bekommt einen begehrten Job bei Goldman Sachs in New York. Zu ihrer Überraschung trifft sie dort auf Josh, der ihr mit seinen reaktionären Ansichten bereits während der Uni auf die Nerven ging. Trotz ihrer Differenzen entwickelt sich Josh bald zu ihrem engsten Verbündeten im Büro - eine wichtige Stütze, denn Jess ist die einzige Frau und die einzige Schwarze in ihrer Abteilung. Aus den einstigen Kontrahent:innen werden Freund:innen, die sich weiterhin hitzige Debatten liefern. Doch bald mischt sich der komplizierende Faktor der Liebe in ihre Beziehung, was die Geschichte zu einem Plädoyer für Toleranz, Neugier und Kommunikation macht. Das Buch wurde im Vorfeld ziemlich gehypt, doch leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich hätte mir gewünscht, dass mehr auf die Situation und Probleme von Jess als schwarze Frau eingegangen wird. Stattdessen wurde für meinen Geschmack der Fokus zu stark auf die Liebesgeschichte gelegt, die mir mit ihrem ständigen Hin und Her zu viel Raum einnahm. Die ersten 50 Seiten zogen sich extrem, und ich überlegte kurz, das Buch abzubrechen, doch danach wurde es besser und das Tempo zog an. Interessant war für mich der Einblick in die Welt der Investmentbanker:innen, da ich keinerlei Erfahrung oder Berührungspunkte damit habe. Es wird gut dargestellt, wie Frauen und insbesondere Schwarze Frauen in der Finanzwelt als inkompetent abgestempelt, übergangen und nicht unterstützt werden, wie beispielsweise in der Szene, in der Jess von ihrem Mentor um Kaffee gebeten wird, statt echte Unterstützung zu erhalten. Grafisch hätte man definitiv mehr herausholen können, zum Beispiel die Chatverläufe grafisch hervorheben – diese gingen leider unter. Teilweise irritierten mich auch Schreibweisen wie "M-hm" statt einfach "mhm". Das Cover kann man nur halbwegs deuten, wenn man den Inhalt des Buches kennt, da es eine Anspielung ist. Jess war für mich eine sehr widersprüchliche und ambivalente Figur. Einerseits will sie wie alle anderen behandelt werden, regt sich dann aber in bestimmten Situationen auf, etwa als die Kinder in der Firma zu Besuch kommen und sie ihre Entscheidung geändert hätte, wenn sie gewusst hätte, dass die Kinder schwarz sind. Ihr Verhalten ist wohl nur für Betroffene wirklich nachvollziehbar. Da ich selbst aus der Sicht einer privilegierten Person betrachte, was das Schwarz-Sein betrifft, kann ich hierzu nicht wirklich eine Aussage treffen. Trotz der Kritik enthält das Buch auch einige gute Stellen. Ich würde es jedoch aus den genannten gründen bedingt empfehlen, insbesondere für Leser:innen, die sich sowohl für Romance als auch für Antidiskriminierung interessieren. Mein persönliches Highlight im Roman war die Freundschaft der "Weingirls". Solche Freundinnen sollte jede:r haben! Abschließend kann ich sagen, dass "Alles gut" hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist. Die interessanten Einblicke in die Finanzwelt und die wichtigen Themen rund um Diskriminierung und Antirassismus gingen in der Liebesgeschichte zu oft unter. Daher gebe ich dem Buch 2 von 5 Sternen. „Obwohl die Führungsebene die im Artikel vorgebrachten Anschuldigungen vehement bestreitet, wird eine verpflichtende Antidiskriminierungsschulung anberaumt…. Alle aus ihrer Etage funkeln Jess an, als wäre es ihre Schuld. Nicht, weil sie sie für eine der anonymen Quellen halten – zumindest hofft Jess das –, sondern weil sie denken, wenn es Jess nicht gäbe, müsste keiner von ihnen mitten am Tag eine Stunde lang seinen Schreibtisch verlassen und sich bevormunden lassen.“ – Buchzitat, S. 56 (E-Book) „In der Liebe gibt es nichts zu verurteilen. Du hast das erkannt. Aber ich habe länger gebraucht, um das zu begreifen. Ich war … ich hatte das Gefühl, etwas Falsches zu tun. Und ich empfinde immer noch so. Ich will dich nicht enttäuschen. Aber ich habe gelernt, Jessie, dass es manchmal besser ist, glücklich zu sein, als recht zu haben.“ – Buchzitat, S. 254 (E-Book)

4

In dieser Geschichte begleiten wir Jess bei ihrem Einstieg ins Arbeitsleben und dem navigieren von Job, Familie und Beziehung. Allgegenwärtig hierbei: Sowohl der tiefsitzende und für weiße Menschen komplett unsichtbare Alltagsrassismus (und -sexismus), dem Jess permanent ausgesetzt ist, als auch ihr eigener internalisierter Rassismus, der auch ihr selbst nicht bewusst ist. Ein Buch, das für mich gleichermaßen augenöffnend wie frustrierend war, und dessen Ende mich eher resigniert zurückgelassen hat. Jess ist eine coole Protagonistin: Sie weiß auch als Berufseinsteigerin um ihren Wert und ihre Fähigkeiten, ist aber gleichzeitig bereit, sich anfangs einiges gefallen zu lassen, in der Hoffnung, dadurch irgendwann im Ansehen und auch im Unternehmen aufsteigen zu können. Ihr enemies-to-lovers-love-interest: Josh, der schon ein paar Monate Vorsprung in der gleichen Firma hat, den sie jedoch aus dem Studium kennt; vor allem für seine privilegierte white-ass Weltsicht. Trotzdem ist er für sie auf irgendeine Weise interessant, und in der sich anbahnenden Beziehung mit Josh wird Jess tagtäglich mit als "nett gemeint"/"stell dich nicht so an" getarnten Rassismen konfrontiert. Als Jess dann in eine Situation gebracht wird, in der sie sich ihrer Familie und ihrer ethnischen Zugehörigkeit stellen muss, beginnt sie schließlich, auch eigene Gedankenmuster zu hinterfragen. Dieses Buch war augenöffnend, weil ich zwar als Frau (leider) einige der Diskriminierungsformen gut kenne, die Jess durchlebt, andererseits natürlich keine Ahnung habe, wie es ist, eine schwarze Frau zu sein und dadurch direkt mehrfach marginalisiert. Hier fand ich vor allem erschreckend, wie Josh einfach gar nicht zu versuchen scheint, sich auch nur einen Milimeter mit Jess' Perspektive zu beschäftigen und alle seine Zugeständnisse und sein "Verständnis" nur vermeintlich und oberflächlich wirken. Dass Jess mit ihm so lange zusammenbleibt, hat vermutlich viel damit zu tun, was sie als erstrebenswert ansieht, und dass sie gelernt hat, Rassismus auszuhalten, weil de facto gar nichts, das sie sagt oder tut, irgendeine Veränderung zeigt. Frustrierend - und ich habe lediglich das Buch gelesen.

3

**"Alles Gut" - Eine Geschichte von Liebe, Konflikt und Selbstfindung** Cecilia Rabess' Roman "Alles Gut" verspricht eine fesselnde Erzählung über die unerwarteten Verbindungen, die sich inmitten von Gegensätzen und Konflikten entfalten. Der Klappentext verspricht eine dynamische Handlung, in der die Protagonistin Jess einen spannenden Job bei Goldman Sachs in New York annimmt, nur um festzustellen, dass ausgerechnet ihr alter Bekannter Josh dort ebenfalls arbeitet. Was zunächst als eine Begegnung zwischen Kontrahenten beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Partnerschaft, die Jess in den turbulenten Büroalltag benötigt. Doch die Geschichte geht weit über Bürointrigen hinaus, wenn Liebe und Vorurteile ihren Weg kreuzen. Rabess' Erzählstil ist präzise und einfühlsam, was es dem Leser ermöglicht, sich in die Welt der Hauptfiguren einzufühlen. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Jess und Josh ist glaubwürdig und berührend, und Jess' fortwährender Kampf gegen Vorurteile und Rassismus verleiht der Liebesgeschichte eine zusätzliche Tiefe und Dringlichkeit. Allerdings offenbart der Roman auch einige Schwächen. Zu Beginn gestaltet sich die Handlung etwas zäh und es dauert eine Weile, bis sie Fahrt aufnimmt. Dies könnte potenziell einige Leser abschrecken, bevor die eigentliche Geschichte in Gang kommt. Darüber hinaus ist die Verwendung vieler Fachbegriffe aus der Finanzbranche zwar realistisch, kann jedoch dazu führen, dass sich einige Leser überfordert fühlen und die Handlung verwirrend erscheint. Obwohl die Liebesgeschichte in "Alles Gut" in gewisser Weise vorhersehbar ist, gelingt es Rabess, durch die thematische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Rassismus eine relevante und spannende Geschichte zu erzählen. Letztendlich ist "Alles Gut" ein Plädoyer für Toleranz, Neugierde und den Wert des Dialogs, der auch über scheinbar unüberwindbare Unterschiede hinweg Verbindungen schaffen kann.

4

Even though Jess and Josh weren't the most relatable characters to me personally, and it being something very different from what I usually read, it made me turn the page over and over again. It felt never boring or dragging. Talking about Josh, he's someone I'm still unable to form a proper idea of his character. On one hand, he was indeed problematic sometimes: made Jess feel small, was maybe even ashamed of her and sad difficult things. On the other hand, I assume he didn't said it with the intention of hurting Jess. It were just his opinion and beliefs he was puerly convinced of. Also in his favor spoke his love to Jess. Even after she left for so long and blocked him out of her life he waited for her and still wanted her to come back. Does that mean he realized that his words were a mistake? Idk. Because at the end he did choose the republicans anyway and probably kept his head. Talking about Jess, I admire her strong beliefs in her values and how she kept them throughout the book (or did she?). But in some other way she let them fade a little and just accept that "everything's fine". And shout down about some of her opinions for the sake of her relationship with Josh. The whole relationship of them both is still kind of a puzzle for me. Was it the "right thing" to return to NYC for her? Would she have been better off without Josh? Likewise it contained quite a few lines that stuck with me, such as not having a problem with the system itself, as with your own place in it. Or how our souls need relationships where there's no need to explain anything. Though, the most painful part of the book to me was, the progressive death of Jess dad (even tough it wasn't that big of a part in the book itself). Probably because I love my dad so much and it is one of the number one worst things that could happen to me tbh. It demonstrated how quickly life can turn around, and that life's meant to be appreciated in the moment.

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