Die an den Tod nicht glauben - Ein Fall für die Totenleserin

Die an den Tod nicht glauben - Ein Fall für die Totenleserin

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Description

Spektakuläre Morde und ein hinreißendes Ermittler-Paar im historischen Berlin Die an den Tod nicht glauben ist der 1. Band einer schillernden historischen Krimi-Reihe für Hörer:innen von René Anour oder Anne Stern. Berlin, 1910. Als eine weibliche Leiche aus der Spree gezogen wird, wird ihr Fall vom zuständigen Rechtsmediziner schnell und nachlässig abgehandelt: Vermutlich hat die bitterarme ledige Mutter schlicht Selbstmord begangen. Ganz anders sieht das die angehende Gerichtsmedizinerin Perdita Menke. Ein Detail an der Leiche hat ihre Aufmerksamkeit geweckt. Und weil ihre Mutter sich ebenfalls das Leben genommen haben soll - was Perdita bis heute nicht glaubt -, nimmt sie den Fall persönlich. Bei ihren Ermittlungen stößt sie bald auf den ebenso geheimnisumwitterten wie charmanten Bestatter Charon Czerny. Perdita misstraut ihm zutiefst, scheint er doch aus dem Tod eine Show für sein Geschäft zu machen. Versucht Charon gar, den Mörder zu decken? Erst als es für sie beide gefährlich wird, erkennen Perdita und Charon, dass sie auf derselben Seite stehen ... Der historische Kriminalroman basiert auf einem echten Mord in Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts Für ihre Krimi-Reihe lässt sich Cleo Sternberg von mysteriösen wahren Begebenheiten und medizinischen Kuriositäten inspirieren. Die resolute Gerichtsmedizinerin Perdita Menke und der rätselhafte Leichenbestatter Charon Czerny schwanken zwischen Ablehnung und Anziehung und geben ein großartiges Ermittler-Paar ab. Zu diesem Hörbuch gibt es Zusatzmaterial. Eine Anleitung zum Download finden Sie im FAQ des Shops und der argon-Webseite.

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
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Pages
N/A
Price
33.99 €

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Der Menschenflüsterer „Ich bin Gerichtsmedizinerin, auch wenn mir das verfluchte Zertifikat, um es nachzuweisen, fehlt.“ (S. 173) Berlin 1910: Perdita ist im gerichtsmedizinischen Institut Berlin aufgewachsen, wo ihr Vater Hausmeister ist. Seit ihrer Geburt ist sie vom Tod umgeben und fasziniert. Ihr Traum, Gerichtsmedizinerin zu werden, scheitert jedoch am fehlenden Schulabschluss. Also lernt sie das Handwerk praktisch, indem sie den Rechtsmedizinern assistiert. Als die angebliche Selbstmörderin Frauke Walther obduziert wird, fällt ihr die stark vergrößerte Leber der jungen Frau auf. War die halbverhungerte Mutter eines wenige Monate alten Babys wirklich Alkoholikerin? Wo sollte sie das Geld dafür herhaben, und hätte sie ihr Kind wirklich allein zurückgelassen? Perdita möchte die Leiche am nächsten Tag noch einmal heimlich untersuchen, doch die ist verschwunden! Als sie den Fall bei der Kripo meldet, landet sie bei Kriminalanwärter Dieter Schulz. Der hat Fraukes Akte bearbeitet und ebenfalls Unstimmigkeiten bemerkt. Warum wurde die Leiche so schnell von Charon Czerny abgeholt, dem teuersten Bestatter Berlins, und wer hat ihn bezahlt? Perdita berichtet ihm von einem weiteren Fall von vor 2 Jahren. Eine junge Frau, arm und ohne Angehörige, mit deutlichen Anzeichen einer Vergiftung; auch sie wurde als Selbstmörderin eingestuft und von Czerny bestattet. Das kann kein Zufall sein! Gemeinsam beginnen Perdita und Schulz zu ermitteln. „Dieses „Schwarze Ferkel“ war offenbar ein Schmelztiegel, indem die Heimatlosen eine Heimat fanden.“ (S. 235) Ihre Nachforschungen führen sie ins Schwarze Ferkel, eine üble Spelunke, in der Tadeú, der Vater von Fraukes Kind, Hof hält und alle in seinen Bann zieht. Er bezeichnet sich selbst als Satan, losgelöst vom Gesetz und Herrscher über Leben und Tod, allein durch die Macht seiner Gedanken. Er lebt von den Gaben anderer, findet stets jemanden, der ihn einlädt, und Frauen, die ihm zu Füßen liegen. Frauke war nur eine von vielen. Ein perfekter Verdächtiger, doch er hat ein Alibi und verweist stattdessen auf Czerny: „Der hat den Tod in den Augen, wenn Sie da reingucken, erstarrt Ihnen das Herz zu Eis …“ (S. 15) „Die an den Tod nicht glauben“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe und hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Cleo Sternberg erschafft einen spannenden Kosmos, in dem man nie weiß, wem man glauben kann. Besonders überzeugt hat mich das historische Setting: Es erinnert zwar an andere Krimireihen, zeigt aber dennoch neue Facetten. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und wirken realistisch. Perdita ist für eine Frau ihrer Zeit und gesellschaftlichen Stellung ungewöhnlich klug und entschlossen. Sie will unbedingt Gerichtsmedizinerin werden, ohne nochmal die Schulbank zu drücken. Ihr Vater hat sie allein großgezogen und ihr, ebenso wie der Institutsleiter, viele Freiheiten gelassen. Sie kennt kaum Angst, bis sie Czerny begegnet. Der Bestatter mit den eisigen Augen ist ihr unheimlich. Kann sie ihm wirklich trauen? Auf der Suche nach der Wahrheit riskiert sie ihr Leben und erschrickt über ihre eigene Courage. Czerny ist sehr schwer zu durchschauen. Er wurde früh zum Waisen und für den Tod seiner Familie verantwortlich gemacht, obwohl ihm nichts nachgewiesen werden konnte. Um seinen Ruf kümmert er sich nicht – es scheint ihn nicht zu interessieren. Und dennoch wirkt es, als sei auch er ein Anhänger Tadeús. Dieter Schultz hat sich aus Liebe zu seiner Isolde vom einfachen Schutzmann zum Kriminalanwärter hochgearbeitet. Chancen, weiter aufzusteigen, rechnet er sich kaum aus – außer, er löst einen spektakulären Fall auf. Für mich ist der Krimi so kurz vor Jahresende noch mal ein echtes Lesehighlight und ein klarer Tipp für Fans von Anne Stern, Alex Beer und Volker Kutscher.

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Dieser Roman hat mich sofort abgeholt und in das Berlin der späten Kaiserzeit entführt. Das Setting wirkte unglaublich lebendig; ich hatte wirklich das Gefühl, es mit allen Sinnen wahrnehmen zu können. Es stellte für mich eine gelungene Mischung aus bekannten und unbekannten Facetten der Zeit und vor allem der Stadt Berlin dar. Zu vertrauten Orten wie zum Beispiel dem Aschinger gesellten sich interessante neue Orte wie das Schwarze Ferkel. Die Figuren fand ich durchweg gelungen. Perdita schien mir ein sehr glaubwürdiges Produkt ihrer für die damalige Zeit doch sehr ungewöhnlichen Jugend zu sein. Sie hat hochfliegende Pläne und sicher auch den Kopf und das Talent dazu, muss aber noch lernen, mit den Widerständen der Welt, denen sie als Frau leider ausgesetzt ist, klarzukommen. Und mit ihrer Impulsivität bringt sie sich selbst häufig in gefährliche Situationen oder schafft Probleme für ihr Umfeld, weil sie die Konsequenzen ihres Handelns nicht vorher durchdenkt. Auch die anderen Figuren sind mir sehr ans Herz gewachsen, bis hin zu Nebenfiguren wie die Mutter des Polizeianwärters Dieter Schulz (und Perditas Vater sowieso). Jede schien mit Stärken und Schwächen glaubhaft und man konnte erkennen, was die einzelnen Personen antreibt, wofür sie brennen. Der Fall selbst blieb durchweg spannend. Man konnte zwar erahnen, wer letzten Endes die Tat begangen hat, allerdings blieb bis zum Schluss ein gewisser Zweifel. Auch die Tatsache, dass Charon Czerny (allein dieser Name ist eine brillante Idee) bis in die zweite Hälfte des Buches ziemlich undurchsichtig blieb, sorgte dafür, dass man nicht zu früh auf die richtige Spur kam. Ich freue mich schon auf weitere Bände der Reihe, es gibt genug offene Fragen, auf deren Lösung ich jetzt schon gespannt bin und setze fest darauf, dass die Autorin uns wieder einen brillant konstruierten Kriminalfall liefern wird.

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