Wider die Verrohung

Wider die Verrohung

Hardback
4.520

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Wer am lautesten und aggressivsten auftritt, bekommt am meisten Reichweite. Öffentliche Debatten werden gezielt emotionalisiert, polarisiert und manipuliert, die Stimmung wird dadurch feindseliger. Das ist nicht nur im persönlichen Alltag extrem frustrierend, sondern auch brandgefährlich für unsere Gesellschaft und Demokratie. Bestsellerautorin Ingrid Brodnig zeigt, wie diese Verrohung des Klimas bewusst herbeigeführt wird – zum Beispiel durch Bullshit-Debatten, populistische Diskussionsmuster, Diffamierung und Hetze gegen öffentliche Personen, Fake News und rechtsextreme Kampagnen, angetrieben von Mechanismen sozialer Medien. Sie gibt zahlreiche Tipps und zeigt Strategien, wie wir solche Eskalationsmuster erkennen und mit Klarheit darauf reagieren können. Auch, damit wir wieder Wege finden, respektvoll miteinander zu sprechen und Diskussionen über Meinungsunterschiede hinweg zu führen – online ebenso wie im Umgang mit dem persönlichen Umfeld. Denn davon lebt unsere Demokratie: gemeinsam Lösungen finden zu können. Dieses Buch liefert das Rüstzeug für politisch erhitzte Zeiten. Es hilft uns, selbst einen klaren Kopf zu bewahren, strategisch zu entscheiden, in welche Diskussionen wir Zeit und Energie investieren wollen, und uns selbst politisch nicht entmutigen zu lassen. Und es baut auf der Überzeugung auf, dass jede und jeder Einzelne von uns positiv mitbeeinflussen kann, wie in unserer Gesellschaft miteinander gesprochen wird.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Hardback
Pages
176
Price
22.00 €

Author Description

Ingrid Brodnig ist Expertin für die gesellschaftlichen Auswirkungen von Digitalisierung und Debattenkultur. Die Autorin und Journalistin hält Vorträge und Workshops und gibt Tipps, wie man auf Phänomene wie Hassrede oder Desinformation reagieren kann. Zuletzt erschien ihre Bestseller „Einspruch! Fake News und Verschwörungsmythen kontern“ sowie „Wider die Verrohung. Über die gezielte Zerstörung öffentlicher Debatten“. Für ihre Arbeit erhielt Ingrid Brodnig zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bruno-Kreisky-Sonderpreis für das politische Buch.

Posts

5
All
5

Auch nach der Wahl lohnt sich dieses Buch bestimmt. "Wider die Verrohung" von Ingrid Broding hat mir gut gefallen. Es hat mich ein bisschen geerdet und die Spannung etwas herausgenommen. Es war teilweise Wiederholung für mich, aber ich habe auch von einer neuen Emotion namens Kama Muta erfahren. Hier sind einige gute Tipps enthalten, manches davon mache ich tatsächlich bereits, das ein oder andere kann ich in zukünftigen Diskussionen vielleicht anwenden.

Post image
5

Ein sehr wichtiges Buch, alles was da drin steht sollte an jeder Schule Thema sein!

4

Wichtig und topaktuell

Ein wirklich informatives und sachlich hervorragend aufgearbeitetes Buch. Gut verständlich mit aktuellen Beispielen bekommt man einen guten Überblick über Emotionalisierung und Fake News in digitalen Diskurs. Tipps und Empfehlungen der Autorin machen alles praxisnah.

4

Dieser kurze Read bietet eine Anleitung zum Klarkommen in der heutigen hitzigen und oftmals hasserfüllten Diskussionskultur - überwiegend online, aber auch mit Tipps für schwierige face to face Gespräche.

Ich persönlich habe für mich einige wertvolle Aha-Momente aus dem Buch ziehen können: Dass vor allem Social Media Netzwerke wunderbar über Rage Bait-Beiträge funktionieren, ist nicht neu. Dass allerdings vor allem das Gefühl der Wut am besten und schnellsten (!) mobilisiert werden kann und am Meisten zum Teilen von Postings führt, war mir einigermaßen neu. Dass grundsätzlich nur 25% der Nutzer:innen knapp 85% aller Inhalte verfassen, war für mich nochmal mehr mind-blowing - zu häufig habe ich mich gefragt, ob das, was online geteilt wird und der Hass, den man aus rechten Winkeln des Internets liest, die Einstellung unserer Gesellschaft wirklich widerspiegelt. Diese Statistik hat mich nochmal darin bestätigt, dass zum einen, nein, der Querschnitt der Gesellschaft nicht radikal rechts ist (sondern nur einige wenige Trolls im Internet, die den Großteil von Postings und Hasskommentaren verfassen) und zum anderen, hat mich das Ganze nochmal mehr darin bestärkt, mich mehr offline zu engagieren in gleichgesinnten Communities, um etwas der Ohnmacht, die man so häufig spürt, wenn man vermehrt online unterwegs ist, etwas entgegenzuwirken. Wenn man doch in den Austausch oder die Konfrontation (online oder offline) treten möchte, so teilt die Autorin einige Tipps, wie man Menschen mit radikaleren Ansichten am besten begegnen kann, ohne zu viel von sich selbst zu verlieren - bspw. kann ein emphatischer Zugang oder ein einfacher Hinweis, dass Aussagen diskriminierend sind, schon helfen, Situationen zu entschärfen. Insgesamt ein empfehlenswerter Read, wenn ich auch zwei Punkte zu kritisieren habe: 1) Während Brodnig Rassismus oder Sexismus als solche benennt, bezeichnet sie Begriffe wie "Idiot" als Beleidigung statt den Ableismus dahinter als solchen zu identifizieren. Generell findet Ableismus keinen Platz in der Lektüre, obwohl in hitzigen Debatten sehr schnell so ableistischen Begrifflichkeiten gegriffen wird und Menschen mit sichtbarer Behinderung auch häufig Opfer von Online-Hass werden können. 2) Der Autorin ist anzurechnen, dass sie das Gendern in ihrem Buch ernst nimmt, allerdings bleibt es oftmals bei dem binären Benennen von Begrifflichkeiten (bspw. Politikerinnen und Politiker). Dabei geht es beim Gendern nicht nur darum, zwei Geschlechter zu benennen, sondern alle. Einige Male nutzt die Autorin auch den Doppelpunkt zum Gendern, daher entzieht es sich mir, warum das nicht in allen Situationen angewandt wurde. Alles in allem 4 von 5 ⭐ (Vielen Dank an Netgalley und den Christian Brandstätter Verlag für das Rezensionsexemplar)

5

Nicht nur im politischen Kontext hilfreich, sondern (und mMn vor allem!) im Kontext von Content Creator* aller Art.

Brodnigs Schreibstil ist sehr erfrischend, einfach zu folgend und leicht verständlich - alles Eigenschaften, die einem eigentlich schon eher komplexen Thema sehr entgegen kommen. Ich finde das Buch ist nicht nur im Kontext von politischem Content, Wahlwerbung und der Social Media Präsenz von Politiker*innen wichtig, sondern generell ein guter Anhaltspunkt, wenn man sich in digitalen Sphären bewegt. Da es ein Sachbuch ist, kann es selbstverständlich keine so detaillierte Abhandlung einzelner Themen in Angriff nehmen. Dennoch sind Strukturen und Strategien sehr gut dargestellt und erörtert worden, auch wenn ich mir an einigen Stellen mehr Tiefgang gewünscht hätte. Wer Brodnigs Newsletter kennt, der wird mit dem Buch einen sehr guten Überblick in ähnlicher Manier bekommen. Wer den Newsletter noch nicht kennt, findet in diesem Buch einen guten Anreiz, ihn zu abonnieren.

Create Post