Amokalarm

Amokalarm

Softcover
4.329

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Ein Coming-of-Age-Roman über Wut, Sprachlosigkeit, Machtmissbrauch - und den Moment, in dem alles kippt. H.C. Nachtnebel ist sechzehn, ein Mathegenie, ein Basketball-Ass - und nach einem Verlust tief traumatisiert. Zwischen Leistungsdruck und Identitätssuche, Nähe und Rückzug, depressiven Episoden und Hochstimmung, versucht er, seinen Platz zu finden. Als Keira auftaucht - unangepasst, direkt, faszinierend - fühlt sich H.C. zum ersten Mal gesehen und geliebt, aber anders als von seinen Eltern. Doch was wie Rettung aussieht, wird schnell zum weiteren Riss im fragilen Gefüge seiner Welt. Von allen im Stich gelassen, gibt es für ihn nur noch einen Ausweg. AMOKALARM ist das Psychogramm eines Jugendlichen am Rand des Zusammenbruchs - eine eindringliche Erzählung über Traumatisierung, überforderte Erwartungen und einen Gewaltausbruch, der sich lange angebahnt hat. Ein radikales Coming-of-Age über das Bedürfnis, gehört zu werden - und was passiert, wenn niemand mehr zuhört und Vertrauen missbraucht wird.

Book Information

Main Genre
Young Adult Books
Sub Genre
School
Format
Softcover
Pages
296
Price
18.40 €

Posts

23
All
4.5

Ein toller, authentischer Roman über das Erwachsenwerden mit den Ecken und Kanten des Lebens!

H.C. Nachtnebel ist sechzehn, ein Mathegenie, ein Basketball-Ass - und nach einem Verlust tief traumatisiert. Zwischen Leistungsdruck und Identitätssuche, Nähe und Rückzug, depressiven Episoden und Hochstimmung, versucht er, seinen Platz zu finden. Als Keira auftaucht - unangepasst, direkt, faszinierend - fühlt sich H.C. zum ersten Mal gesehen und geliebt, aber anders als von seinen Eltern. Doch was wie Rettung aussieht, wird schnell zum weiteren Riss im fragilen Gefüge seiner Welt. Von allen im Stich gelassen, gibt es für ihn nur noch einen Ausweg. Dies war das erste Buch des Autors, welches ich gelesen habe und es hat mir sehr gut gefallen! Der Schreibstil war toll, humorvoll, authentisch und sehr fesselnd. Eine perfekte Mischung zwischen Ernsthaftigkeit und Lockerheit. Wenn ich angefangen habe zu lesen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn der Schreibstil macht es einem sehr leicht, einfach dauerhaft weiterlesen zu wollen. Ich konnte mich durch die Schreibweise gut in die Charaktere hineinversetzen und ihre Denkweisen nachvollziehen, was ich persönlich immer sehr gut finde. H.C. ist ein spannender Charakter und es ist interessant mit jeder Seite mehr über ihn zu erfahren. Man merkt, wie sehr einen das Verhalten anderer, gerade in dem Alter und in der Schule, doch beeinflusst. Auch die emotionalen Auf und Abs sind sehr authentisch. Die anderen Charaktere passen perfekt zu dieser Story, seien es Lehrer, Eltern oder Mitschüler und Freunde. Das Thema finde ich sehr wichtig, da man doch gerade in diesem Alter viel zweifelt und unsicher ist. Bisher habe ich noch kein Buch über diese Thematik gelesen und ich finde es toll, dass dies nun anders ist. Es gibt viele wichtige Botschaften in dem Roman, was ich ebenfalls sehr toll finde. Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Es ist abwechslungsreich, emotional und behandelt ein wichtiges Thema, welches sich auch im realen Leben so oder so ähnlich wiederfinden lässt. Ich kannte die Art des Schreibens so noch nicht, aber sie hat mich direkt überzeugt und gefesselt!

4

Ein intensiver Blick in die Gedanken eines verletzten Jungen – emotional, psychologisch stark und überraschend spannend. ⭐⭐⭐⭐

🖤 Eine Geschichte, die nachhallt Meine Rezension ist diesmal tatsächlich etwas länger geworden 🫣😅 – aber dieses Buch hat einfach viel Stoff zum Nachdenken gegeben. Manchmal gibt es Bücher, bei denen man schon während des Lesens merkt, dass sie einen noch eine Weile begleiten werden. Manche Bücher liest man und legt sie danach einfach wieder zur Seite. Amoklauf von Uli Black gehört für mich nicht dazu. Dieses Buch bleibt noch eine Weile im Kopf, weil es weniger um eine klassische Handlung geht – sondern viel mehr um das, was in einem Menschen vorgeht. Von Anfang an sitzt man praktisch mitten in den Gedanken von H.C. Nachtnebel. Der Schreibstil ist bewusst sehr nah an ihm dran und teilweise stark in Jugendsprache gehalten. Am Anfang musste ich mich kurz darauf einlassen, aber ziemlich schnell merkt man, dass genau das diese Geschichte so authentisch macht. Man fühlt sich dadurch sehr direkt in seine Gedankenwelt gezogen. Besonders spannend fand ich auch die Struktur des Buches. Die Geschichte wird nicht einfach chronologisch erzählt, sondern setzt sich aus verschiedenen Ebenen zusammen. Es gibt Kapitel aus dem „Jetzt“, die sich wie eine Befragung anfühlen, während andere Kapitel immer weiter in die Vergangenheit führen und Stück für Stück zeigen, wie es überhaupt zu allem kommen konnte. Dazu kommen die intensiven „Raum 24“-Kapitel, die sich ganz anders lesen und die Situation immer weiter zuspitzen. Im Laufe der Geschichte wechseln außerdem immer wieder die Perspektiven. Neben H.C. kommen auch andere Figuren zu Wort, wodurch sich das Gesamtbild langsam zusammensetzt. Gerade diese Mischung aus verschiedenen POVs und Zeitebenen hat mir sehr gut gefallen, weil man als Leser immer mehr versteht, wie komplex diese ganze Situation eigentlich ist. Was mir am Anfang kurz aufgefallen ist: Einige Kapitel sind sehr, sehr kurz. Gerade zu Beginn hat mich das ein paar Mal etwas aus dem Lesefluss gebracht, weil man sich erst an die besondere Kapitelstruktur gewöhnen muss. Mit der Zeit ergibt das aber immer mehr Sinn und später hat mich das überhaupt nicht mehr gestört. Ein interessantes Detail im Buch ist außerdem die immer wieder auftauchende Zahl 24. Sie begegnet einem an mehreren Stellen der Geschichte und scheint bewusst als wiederkehrendes Element eingebaut zu sein. Welche genaue Bedeutung sie hat, bleibt ein Stück weit offen, aber sie zieht sich wie ein kleiner roter Faden durch die Handlung. Was mich beim Lesen aber am meisten berührt hat, ist H.C. selbst. Er ist ein Junge, der innerlich unglaublich viel mit sich herumträgt. Man merkt sehr deutlich, wie sehr ihn seine Vergangenheit geprägt hat und wie groß seine Angst ist, Menschen zu verlieren oder nicht gesehen zu werden. Viele seiner Entscheidungen wirken auf den ersten Blick vielleicht impulsiv oder unüberlegt – aber je weiter man liest, desto mehr versteht man, dass dahinter vor allem eines steckt: der Wunsch nach Nähe, Verständnis und Liebe. Eine besondere Rolle spielt dabei auch Kira. Durch sie bekommt man immer wieder Momente von Hoffnung und Nähe, gleichzeitig merkt man aber auch, wie unsicher H.C. innerlich ist und wie sehr ihn seine Verlustangst begleitet. Gerade diese Dynamik macht viele Szenen emotional sehr intensiv. Das Buch zeigt sehr eindrücklich, wie schnell sich Situationen zuspitzen können, wenn jemand ohnehin schon innerlich kämpft. Gleichzeitig wird auch deutlich, wie gefährlich es sein kann, wenn Vertrauen missbraucht wird und Erwachsene ihre Machtposition ausnutzen. Zum Ende hin bekommt das Buch sogar stellenweise leichte Thriller-Vibes, weil einige Wendungen kommen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Gerade dadurch wird die Geschichte nochmal richtig spannend. Das Ende hat mich nachdenklich zurückgelassen. Nicht, weil alles offen bleibt, sondern weil man über manche Dinge erst im Nachhinein richtig nachdenkt. Für mich war Amoklauf eine intensive, psychologisch starke Geschichte über einen jungen Menschen, der versucht, mit seinen inneren Kämpfen zurechtzukommen. Ein Buch über Trauma, über Missverständnisse, über die Suche nach Liebe und darüber, wie schnell sich Dinge zuspitzen können, wenn jemand innerlich schon lange kämpft. Und genau deshalb ist es auch kein Buch, das man einfach zuklappt und vergisst.

Ein intensiver Blick in die Gedanken eines verletzten Jungen – emotional, psychologisch stark und überraschend spannend. ⭐⭐⭐⭐
5

Großartiger Coming-of-Age Roman der lange nachwirkt!

Das war mal ein Roman, der abseits meiner sonstigen Lesegewohnheit lag und ich so froh bin, ihn gelesen zu haben! Ein so großartiger Coming-of-Age Roman, der mich sicher noch lange beschäftigen wird. Dieses Buch sollte in der Oberstufe gelesen werden, als Schullektüre, denn hier werden so wichtige Themen beleuchteten, mit denen sich vor allem junge Erwachsene beschäftigen sollten. Wir begleiten H.C. Nachtnebel 16 Jahre, Mathe- und Basketball Ass, der durch ein schlimmes Ereignis traumatisiert ist. Er trifft auf Keira und das erste Mal fühlt er sich geliebt und gesehen, doch dann kommt alles anders... Am Anfang muss man sich an den Schreibstil etwas gewöhnen, da wir hier viele Kapitel aus H.C.'s Sicht haben oder auch später Keira oder Freunde von H.C. und diese Kapitel enthalten sehr viel Jugendsprache, doch das macht das Buch einfach auch so mitreißend und authentisch, man hat wirklich das Gefühl mitten drin zu sein und die Geschichte live zu erleben. Ich hab von Anfang bis Ende einfach so mit gelitten und gefiebert und musste einfach wissen wie es aus geht. Unfassbar gutes Buch, große Empfehlung von mir!

4

ergreifender Coming-of-Age Roman 🏀

Teenager zu sein war für so manchen unter uns schon hart genug - wir erinnern uns - aber wenn du dann zusätzlich unter anderem noch mit Erwachsenen zu tun hast, die sich ihrer Verantwortung kein Stück bewusst sind, könnte sich eine ähnliche Geschichte zutragen, wie der Protagonist dieses Buches sie erlebt. Der Autor zeichnet hier ein erschreckend präzises Bild davon, wie Machtmissbrauch zu Tage treten kann und wie tiefgreifend die daraus entstehenden Folgen sein können. Dieses Buch überzeugt mit herrlich kurzen Kapiteln und ständig wechselnden Perspektiven, was mir persönlich sowieso sehr gut gefällt. Der Erzählstil ist angenehm, H.C. schildert seine Sicht der Dinge teils im Dialekt und in ungeschönter Jugendsprache. Mich hat letzteres teils etwas gestört, es passt aber perfekt zur Geschichte. Zwischendurch hat mir ein wenig Emotion gefehlt: Auf dem Papier zwar vorhanden, ist sie bei mir nicht immer zu 100% angekommen. Das Ende kam dann für mich etwas abrupt, beinahe überstürzt - auch wenn alles gesagt war. Das Buch hat mich überrascht, weil es anders und unerwartet ist. Wenn du bereit bist, dich mit realen und wichtigen Themen auseinanderzusetzen, kann ich es unbedingt empfehlen.

ergreifender Coming-of-Age Roman 🏀
4.5

Ein ergreifender Coming Of Age Roman.

Wow, war das spannend und ergreifend! Die Geschichte handelt von H.C Nachtnebel, er erzählt die Geschichte gleichzeitig auch. Sie ist unterteilt in Vorher, Raum 24 und Gegenwart. In dieser Geschichte merkt man schnell, wie fragil die Psyche eines jungen Menschen sein kann und das es manchmal nicht viel braucht zumindest in den Augen von Außenstehenden, um etwas zu zerstören. Uli Black schafft es hier gekonnt Themen wie Trauma Verarbeitung, Einsamkeit und Machtmissbrauch sehr einfühlsam zu behandeln. Geschrieben ist es sehr kurzweilig und flüssig. Ich habe es innerhalb weniger Stunden ausgelesen, weil ich unbedingt wissen musste wie es weitergeht. Ich war zeitweise so unfassbar wütend auf manche Personen .. AMOKALARM ist keine leichte Kost, allerdings lohnt es sich und berührt tief. Das Nachwort des Autors fand ich auch nochmal sehr wichtig. Eine große Leseempfehlung für diejenigen, die gerne Coming of Age Romane mit psychologischem Tiefgang lesen möchten.

3

„Amok Alarm“ von Uli Black ist ein Jugendroman, der sich mit einem extrem sensiblen und aktuellen Thema auseinandersetzt: Gewalt an Schulen, Ausgrenzung, Überforderung und die Frage, wie es zu einer Eskalation kommen kann. Im Mittelpunkt steht ein Jugendlicher, der sich zunehmend isoliert fühlt, in Konflikte mit seinem Umfeld gerät und schließlich in eine dramatische Situation hineinschlittert. Das Buch versucht dabei, die Gedankenwelt und Dynamiken junger Menschen möglichst nah und schonungslos darzustellen. Gleich vorweg: Ich bin mit 38 vermutlich nicht die Zielgruppe. Und genau das merkt man beim Lesen deutlich. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Buch für Jugendliche – vielleicht sogar im Schulkontext mit anschließender Analyse – sinnvoll und diskussionswürdig ist. Themen wie Mobbing, fehlende Orientierung und Machtmissbrauch durch Autoritätspersonen werden aufgegriffen und bieten durchaus Gesprächsstoff. Was mich allerdings zunehmend gestört hat, war die Sprache. Der Autor wollte offensichtlich möglichst authentisch wirken, aber irgendwann war es einfach drüber. Formulierungen wie „Bro, das keep ich safe für mich“ wirken nicht nur überzogen, sondern reißen einen eher aus der Geschichte raus, als dass sie Nähe schaffen. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen. Auch die Handlung war mir persönlich zu überzeichnet. Klar, das Thema verlangt nach Zuspitzung – aber an manchen Stellen wirkte es einfach zu konstruiert. Dass jemand quasi „plötzlich“ durchdreht, weil ein Idol stirbt, fand ich schwer nachvollziehbar. Die zusätzlichen Faktoren wie Probleme mit einem Lehrer, Machtmissbrauch und fehlende Perspektiven sind zwar wichtige Aspekte, aber in der Masse wirkte es eher wie „zu viel des Guten“, statt wie eine glaubwürdige Entwicklung. Ein Punkt, der mich wirklich rausgebracht hat: die Szene mit dem Loriot-Gag. Dass eine Gruppe Jugendlicher, die ansonsten konsequent im „Digger/Bro“-Modus unterwegs ist, plötzlich kollektiv darüber lacht, wirkt einfach unrealistisch. Woher sollen die alle Loriot kennen – und dann auch noch feiern? Unterm Strich ist „Amok Alarm“ ein Buch mit wichtigen Themen und klarer Intention, das aber für mich in der Umsetzung nicht ganz aufgeht. Für jüngere Leser oder im schulischen Kontext kann es definitiv funktionieren – für mich war es stellenweise einfach zu gewollt, zu laut und zu wenig glaubwürdig.

5

"Amok Alarm" stellt ein herausragendes Werk dar, das durch die differenzierten Erzählstränge einen vertieften Einblick in die Herausforderungen und Emotionen von Jugendlichen bietet. Der JETZT-Strang beschreibt die dramatisierte Situation eines Schülers, der mehrere Lehrkräfte im "Raum 24" mit einer Bombe konfrontiert, während der VORHER-Strang die Ursachen dieser beunruhigenden Lage analysiert. Der Autor, H.C. Nachtnebel, präsentiert die Geschichte zunächst aus seiner Ich-Perspektive, was dem Leser eine unvermittelte Verbindung zu seinen Gefühlen und Gedanken ermöglicht. Im Verlauf des Buches kommen zusätzlich andere Perspektiven zu Wort, was die Entwicklung der Handlung erheblich vertieft. Zentrale Themen des Buches umfassen Wut, Traumatisierung, Machtmissbrauch und Einsamkeit. Diese Aspekte werden nachdrücklich behandelt und laden die Leserschaft dazu ein, über Empathie und das eigene Verhaltensrepertoire nachzudenken. Der Autor schließt mit einem Nachwort, das eine zusätzliche Dimension verleiht und als essenziell für das Verständnis der behandelten Thematik betrachtet werden muss. Die Jugendsprache des Buches spricht die angestrebte Hauptzielgruppe effektiv an, während sie gleichzeitig auch ältere Leser nicht exkludiert. Die Tragweite der angesprochenen Themen macht "Amok Alarm" zu einer empfehlenswerten Lektüre für alle Altersgruppen. Das Buch regt zutiefst dazu an, empathischer zu sein und ermutigt die Leser, die Ursprünge von Konflikten und emotionalen Ausbrüchen besser zu verstehen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass intensivere Dialoge über diese Themen geführt werden, und das Werk spielt eine bedeutende Rolle dabei, das Bewusstsein und die Sensibilität hierfür zu schärfen.

5

Aufwühlend und authentisch

Es ist die Geschichte von H.C. Nachtnebel. Er ist 16 Jahre alt, ein absolutes Mathegenie, spielt für sein Leben gern Basketball mit seinen Freunden und ein typischer Teenager. Sein großes Vorbild ist der amerikanische NBA-Star Kobe Bryant, den er verehrt wie sonst niemanden. Als Kobe Bryant bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kommt, bricht für H.C. eine Welt zusammen und bei ihm wird ein Schocktrauma diagnostiziert. Sein Lichtblick ist nur das tägliche Basketballspiel mit seinen Freunden. Auch hier besitzt H.C. ein außergewöhnliches Talent und im Spiel kann er mal einfach abschalten. In der Schule nervt es ihn unwahrscheinlich, dass er immer als Genie dargestellt wird und bittet seinen Lehrer mehrfach darum, es zu unterlassen. Sein Mathelehrer ist absolut übergriffig und instrumentalisiert HC gegen seine Klassenkameraden. Schon im Prolog spürt man die Zerrissenheit und Ohnmacht von HC. Er hat Angst, dass seine dunklen Gedanken ihn überrennen. Trotz psychologischer Hilfe fällt er immer wieder in depressive Stimmungen. Als mit Keira eine neue Schülerin in seine Klasse kommt, verändert sich etwas für Ihn. Kira ist ihm anfangs ein Rätsel, er kann sie nicht richtig einschätzen. Aber er fühlt sich wohl bei ihr und verbringt viel Zeit mit ihr. Er entdeckt Gefühle, die ihm bisher fremd waren. Ja, er hat sich verliebt. Doch bei einer Klassenfahrt macht HC eine Entdeckung, die ihn vollkommen aus der Bahn wirft. Als er dann auch noch von seinem Lehrer als Lügner dargestellt wird und alles auf seine psychische Erkrankung geschoben wird, verliert er die Kontrolle. Mehr möchte ich nicht verraten. Das geht nicht, ohne zu spoilern. Dieser Coming-of-Age-Roman wird in extremer Jugendsprache erzählt. Aber das hat mich nicht gestört. Im Gegenteil, in diesem Fall fand ich das wirklich authentisch. Erzählt wird aus der Sicht von HC. Man erlebt mit, wie es in ihm brodelt, welche Gedanken er hat und was ihn beschäftigt. Er wird von seinen Gefühlen und Emotionen komplett überrannt. Am Ende war es pure Verzweiflung, er fühlt sich verraten. Keira ist auch eine starke Figur. Sie vertritt kompromisslos ihre Meinung und legt sich unerschrocken mit den Lehrern an. Das hat auch HC zunächst fasziniert. Doch er ist von seinen Gefühlen überfordert. Er möchte sie beeindrucken und hat Angst, im Umgang mit ihr Fehler zu machen. Das Verhältnis zwischen HC und seinen Eltern fand ich liebevoll und zugewandt. Aber ihre Hilflosigkeit kam sehr gut zum Ausdruck. Sie versuchen alles, um HC zu helfen, sind aber bei seinen psychischen Zusammenbrüchen einfach überfordert. In Rückblicken erfährt man, wie sich alles entwickelt hat. In einigen Kapiteln machen verschiedene Personen Aussagen bei der Polizei. Das hat mir sehr gut gefallen. Denn hier kam zum Ausdruck, wie diese die verschiedenen Situationen und Vorfälle gesehen haben. Insbesondere auch, welche Meinung sie von HC hatten. Diese Coming-of-Age-Roman hat mich emotional sehr gepackt. Er schildert sehr eindrucksvoll wie sich eine Spirale aus Traumata, Angstzuständen, Hilflosigkeit und Machtmissbrauch zu einer Eskalation entwickelt. Aber auch die Aufarbeitung des Geschehens war beeindruckend. Hier wurde klar, dass es nicht soweit hätte kommen müssen, wenn früher gehandelt oder genauer hingeschaut worden wäre. Ich gebe meine klare Leseempfehlung.

Aufwühlend und authentisch
5

"Amokalarm" ist ein Coming-of-Age Roman und puh, das Buch war mal etwas völlig anderes in vielerlei Hinsicht! Der Schreibstil kam mir zwar zunächst etwas gewöhnungsbedürftig vor aufgrund der Jugendsprache, aber zum einen hab ich mich daran recht fix gewöhnt und zum anderen passt es einfach zum Inhalt und ist außerdem konsequent durchgezogen worden. Die Story ist in verschiedene Zeitstränge aufgeteilt: mal lesen wir im "Jetzt", mal geht es um "davor" und "vorher", und dann gibt es noch "Raum 24", was quasi dem "Währenddessen" entspricht. Klingt vielleicht auf den ersten Blick verwirrend, aber ist es überhaupt nicht, im Gegenteil. So erhalten wir einen regelrechten Rundumblick über alle Ereignisse, die zur Eskalation führen. Erzählt wird hauptsächlich in der Ich-Perspektive von H. C. Nachtnebel, was die emotionale Ebene verstärkt greifbar macht. Ab und zu lesen wir aber auch aus der Sicht von anderen beteiligten Personen. Die Charaktere sind zwar fiktiv, aber allesamt sehr ausführlich ausgearbeitet, es sind Figuren mit Tiefgang. Es ist ein starkes Buch, das nichts für zwischendurch ist, denn der Inhalt ist harter Stoff. Es kommen zwischendurch Sachen ans Licht, da verschlägt es einem die Sprache. Mir ist es schwer gefallen, das Buch aus der Hand zu legen, weil ich natürlich wissen wollte, wie sich alles so dramatisch zuspitzen konnte. Auch die Cliffhanger in den Erzählungen an den Kapitelenden haben dazu beigetragen, dass ich mit dem Lesen nicht aufhören wollte. Phasenweise hatte ich sogar vor innerlicher Anspannung schwitzige Hände. Die Story ist intensiv und lässt einen nicht mehr los, auch dann nicht, wenn das Buch schon beendet ist, es regt zum Nachdenken und Reflektieren an.

5

Ein überraschendes Highlight, dass nachdem ich angefangen habe zu lesen, nicht mehr aufhören konnte.

Man sollte ein Buch nicht an Hand seines Cover verurteilen. In diesem Fall spricht mich das Cover null an, obwohl es auf diese Geschichte so gut passt. Der Inhalt ist das, was hier zählt! Ich habe das Buch angefangen und konnte nicht mehr aufhören. Wir lesen vorallem aus der Sicht von H. C. und dann auch so, als würden wir gerade H.C. gegenübersitzen und er erzählt diese uns. Ein Coming-of-age Roman der mich mitgenommen hat und es auch geschafft hat, authentisch und realistisch zu sein. Die Emotionen, egal ob Wut, Verzweiflung oder das pure Adrenalin war so greifbar. In diesem Buch geht es zwar um mehr, als man auf den ersten Blick sieht und das dennoch nicht so, als wäre es künstlich und konstruiert. Eine absolute Überraschung und kann es wirklich nur empfehlen!

5

Intensiv, unverblümt, real - endlich KEIN MAINSTREAM, sondern ein Weckruf des Aufwachens. Pflichtlektüre, welche lange nachhallt.

AMOKALARM ist ein emotionales Meisterwerk, welches durch die unverblümte Wahrheit mich in den Bann gezogen hat und nicht mehr los lässt. Es geht um die Geschichte eines Jugendlichen, der die Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens durchlebt. Zwischen Druck und Selbstfindung werden wir Leser*innen auf diese wilde Achterbahnfahrt des Lebens mitgenommen. Hierbei meistert der Autor Uli Black durch Liebe zum Detail innerhalb intensiver Charakterdarstellung inkl. Authentischen Schreibstil von Herausforderungen und Emotionen zu berichten, welche auf Jugendliche wirken (keine leere Versprechung, sondern googelt einfach den Hintergrund dieses außergewöhnlichen Autoren). Die Geschichte ist weit entfernt von konstruierten leeren Worten, sondern hebt sich von dem Mainstream ab und lässt uns Leser*innen ein kompliziertes Leben durchleben. Alle Charaktere haben „Tiefganggarantie“, welche aus der wahren Welt entsprungen sind - obwohl sie eine Fiktion darstellen. Genau dadurch habe ich von Anfang an bis Ende mit gefiebert und durchlebte ein Gefühlschaos zwischen Lächeln, Schock und Freudentränen. Ebenfalls kann durch die fesselnde Dramaturgie dieses Buch NICHT NUR gelesen werden, sondern man MUSS endlich seine Kopf wieder anstrengen und kurz nach jeden Kapitel innehalten um nachzudenken. Es gibt keine unnötigen Aufklärungsversuche bzw. Belehrungen bezüglich gewisser Thematiken, sondern einen Aufweckruf zum genauer hinschauen. Auch wie die Details des Covers während der Handlung aufgefasst werden, ist einfach fabelhaft (Ja - nicht nur ein interessantes Cover, sondern pure EMOTIONEN, GÄNSEHAUT und MEHRDEUTIGKEIT)! Kurz und knapp: wenn ihr es leid seid, den nächsten Hype nach zu jagen, das nächste „schöne“ Werk mit Farbschnitt ohne Tiefgang überteuert zu kaufen und endlich mal wieder LESEN ERLEBEN wollt, so ist dieses Buch ein MUSS! Interessante und mitreißende Charaktere, in welch eine*r sich wieder findet. Fesselnde Handlungen, welche nicht mehr los lassen und Redebedarf wecken! Kurze Kapitel mit authentischen Schreibstil zum Miterleben, OHNE unnötiges Aufbauschen und faden Plottwists! Dies Alles und viel mehr verbirgt sich hinter AMOKALARM! Nun empfehle ich genau DIR (welche*r bis hierhin gelesen hat), aufzuhören über den Kauf nachzudenken, sondern den Schritt zum Bestellen zu wagen! Ab hier bleibt mir nur noch zu sagen: viel Spaß bei meinem Must-Read 2025, Handy weg und genieße die rührende Geschichte von H.C. Nachtnebel!

5

„Amokalarm“ ist ein wirklich klasse und fesselnder Coming‑of‑Age‑Roman, der mich viel stärker gepackt hat, als ich erwartet hätte.

Das Buch wurde mir vom Autor als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, und ich bin so dankbar dafür: Ohne diese Chance hätte ich es wahrscheinlich nie entdeckt – und das wäre ein echter Verlust gewesen. Am Anfang brauchte ich ein paar Seiten, um richtig reinzukommen und mich an den einzigartigen, direkten Sprachstil zu gewöhnen, der so nah an der Psyche des Protagonisten H. C. dran ist. Sobald ich aber im Flow war, konnte ich es buchstäblich nicht mehr weglegen: Die Geschichte über die wachsende Traumatisierung, den familiären Druck, Mobbing und den inneren Abstieg in den Abgrund ist so intensiv und authentisch erzählt, dass sie unter die Haut geht. Besonders beeindruckend ist, wie Black die Psychologie eines Jugendlichen einfängt, der mit Gewalt und Isolation ringt, ohne je voyeuristisch zu werden – stattdessen regt es zum Nachdenken über Prävention und Hilfe an. Am Ende hat mich das Buch lange beschäftigt, und ich kann es jedem empfehlen, der tiefgehende, emotionale Geschichten mag.

„Amokalarm“ ist ein wirklich klasse und fesselnder Coming‑of‑Age‑Roman, der mich viel stärker gepackt hat, als ich erwartet hätte.
4

Hat Klassenlektüren-Potential

Klassenlektüren-Potential Krokussinevon Krokussine H.C., Schüler in der 10 Klasse, liebt Basketball und schreibt in Mathe nur Einsen, ansonsten ein durchschnittlicher Schüler. Seit sein Idol bei einem Unglück verstorben ist, ist H.C. ziemlich lost, hat Panikattacken, depressive Phasen und eine Heidenangst vor Verlusten. Beim Bastekball mit seinem Vater oder seinen Bros kann er abschalten, sich auspowern, dort fühlt er sich sicher. Bis Keira kommt. Zum ersten Mal spürt er dieses flattern in der Magengegend, Basketball, seine Bros und auch seine Eltern müssen den Platz nun mit Keira teilen. H.C. fühlt sich von ihr gesehen, ist in ihrer Anwesenheit glücklich und lebensfroh. Bis zu jener Nacht während eines Klassenausflugs… Ein Coming-of-Age Roman der nicht durch die rosarote Brille geschrieben worden ist, in dem nichts wie am Schnürchen läuft, sondern so echt ist wie das Leben. Dank meiner eigenen Teenager-Tochter bin ich täglich mit der Jugendsprache konfrontiert und fand es grosse Klasse, dass der Roman in diesem Jugend Slang geschrieben ist. Das macht die Geschichte authentisch und nahbar. Nicht nur der Körper, sondern auch die Psyche ist in der Teenager Zeit im Umbruch und labiler, Gedanken fahren Achterbahn und die Stimmung und Gefühlswelt kann von jetzt auf gleich kippen, all das transportiert dieser Roman sehr deutlich und echt. Die Geschichte spricht wichtige Themen wie Machtmissbrauch, Depression, Angst, Wut und auch sexueller Missbrauch an. Tatsachen die oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind und es daher umso wichtiger ist, Jugendliche auf ihrem Weg ins Erwachsensein auf Augenhöhe zu begleiten, ohne Belehrungen und ohne Vorwürfe. Das Buch ist packend geschrieben mit psychologischem Tiefgang und kann als Vorlage zu Diskussionen über Themen dienen, mit denen Jugendliche tagtäglich konfrontiert werden. Hat definitiv Klassenlektüren-Potential.

Hat Klassenlektüren-Potential
3.5

Besonders am Anfang hatte ich Schwierigkeiten mit dem Buch, hat sich dann glücklicherweise gebessert

Rezension ( kann Spoiler enthalten) : Amokalarm von Uli Black Meinung : Besonders am Anfang gatte ich es schwer mit dem Buch, ich habe mehrmals unterbrochen, da ich es nicht geschafft habe, etwas länger am Stück darin zu lesen. Das lag aber nicht an der Geschichte, nein, die war großartig, es lag an dem Schreibstil und der Häufung an Anglizismen und Jugendwörtern, ich selber bin Gen Z/A und trotzdem war es wirklich schwer für mich, da eine derartige Masse sehr überzogen wirkt. Viele der Wörter sind einfach "nur" Englisch, und werden von der Jugend gar nicht verwendet, man kennt sie nur aus dem Englischunterricht, andere werden nicht mehr verwendet, einfach weil sie zu alt sind, denn keiner nutzt mehr das Jugendwort von 2020. Die Tatsache, dass 15 jährige Jungs so reden entspricht nicht ganz der Realität, und anders als in dem Buch dargestellt spricht die Jugend auch noch deutsch, es ist keine andere Sprache. Nach einiger Zeit ändert sich das, weiß der Geier warum, ist eigentlich auch egal, denn man kann das Buch nun endlich in einem Rutsch lesen. Zudem kommen auch einige erwachsende Personen ins Spiel, die den Schreibstil auch noch etwas beeinflussen. Zum Ende hin war mein Kritikpunkt, der am Anfang mich an dem Buch zweifeln lassen hat, nicht mehr existent. Die Geschichte hat mir an sich gut gefallen, die Sache mit dem Idol, und den Verlustängsten, aber auch die Tatsache, dass Menschen die man nicht kennt, Prominente wie Familie für einen werden. Das ist sehr realitätsnah. Basketball, NBA, natürlich sind auch viele Fans davon, es ist nichts ungewöhnliches wenn Freunde gemeinsam Basketball spielen, aber auch hier wurde das Talent von H.C etwas überzogen, ohne ihn können seine Freunde nicht gewinnen, damit stellt man besagte Freunde total schlecht dar, und bei so einem Talent spielt er nicht im Verein, das ist auch ziemlich unrealistisch, genauso wie seine Mathebegabung, es würde zumindest einmal gefragt werden ob er nicht bei der Matheolympiade, beim Känguru-Wettbewerb, oder beim Bundeswettbewerb Mathematik mitmachen will, und es gibt sicher noch andere Veranstaltung dieser Art. H.C an sich, ist ein guter Charakter, der sich im Laufe des Buches auch ein wenig entwickelt, meine Kritikpunkte an ihm habe ich oben schon genannt, seine Freunde sind sogar noch etwas realistischer als H.C, denn wer ist bitte nicht schlecht in Mathe ? Genauso hat mir Keira gefallen, auch sie ist ein Charakter der gut in die jetzige Zeit passt, und leider auch Moreno passt in die Gegenwart. Fazit : Schlussendlich kann ich einfach sagen, dass die Geschichte sehr gut war und im Großen und Ganzen haben mir die Charaktere auch alle sehr gut gefallen, aber besonders am Anfang war ich kurz davor das Buch abzubrechen, deshalb kommen 5 Sterne für mich nicht in Frage.

5

Ein bewegender Roman

„Amokalarm“ ist ein Buch, das mich tief bewegt hat. Auch wenn es „nur“ Fiktion ist, wirkt die Geschichte erschreckend real – denn sie könnte jederzeit so passieren. Schon das Vorwort des Autors hat mich neugierig gemacht, und ich war sehr gespannt auf die Story. Seine Schreibweise ist leicht zugänglich und dennoch eindringlich – bereits auf den ersten Seiten hat er mich gepackt. Im Mittelpunkt steht H. C. Nachtnebel, ein ganz normaler Teenager, der aus der Bahn gerät, als sein großes Basketballvorbild Kobe Bryant bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kommt. Der Verlust trifft ihn so schwer, dass er in einen Schockzustand gerät und psychologisch betreut werden muss. Nach einiger Zeit, einem Schulwechsel und vielen inneren Kämpfen scheint er sich langsam zu stabilisieren. Er findet sogar drei enge Freunde – Mateo, Julian und Linus. Gemeinsam verbringen sie viel Zeit auf dem Basketballplatz, nennen sich „Homies“ und halten fest zusammen. Doch dann kommt Keira neu in die Klasse – und plötzlich verändert sich alles … Dieser Roman wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben, denn der Autor greift ein wichtiges und sensibles Thema auf. Schule, Leistungsdruck, Freundschaft, erste Liebe und persönliche Veränderungen – all das muss ein junger Mensch verarbeiten. Nicht jedem gelingt das problemlos, und manchmal gerät die Psyche schneller ins Wanken, als man denkt. Unbedingt auch das Nachwort lesen! Ich kann dieses Buch von Herzen empfehlen ❤️📖

4

H.C. liebt Basketball. Eines Tages ist sein Idol gestorben, und das war für ihn so schlimm, dass er davon ein Trauma getragen hat und deswegen auch die Schule gewechselt hat. Irgendwann haben sie eine neue Schülerin bekommen, die er ganz nett fand, und seitdem ist dann alles bergab gegangen für ihn.

3

[Rezensionsexemplar] H.C., 16, Mathegenie und Basketballfan, verliert nach dem Tod seines Idols den Halt. Als er sich dann noch verliebt, wird alles zu viel für ihn. Der Coming-of-Age-Roman zeigt eindrücklich die Gefühlswelt Jugendlicher, das Machtgefälle zwischen Lehrern und Schülern - und was passieren kann, wenn niemand hinsieht. Spannendes Thema, starke Botschaft - jedoch der durchgängige Sprachslang war nicht ganz meins. Fazit: Ein lesenswertes Buch, das daran erinnert: Hört euren Kindern zu und nehmt sie ernst.

4

Dieses Buch hat mich nicht einfach nur beschäftigt, es hat mich beim Lesen immer wieder innehalten lassen. Amokalarm ist kein leichtes Buch. Es ist eines dieser Bücher, die einen still zurücklassen, nachdenklich machen und einem noch lange im Kopf bleiben. Im Mittelpunkt steht der Jugendliche H.C. Nachtnebel. Während des Lesens hatte ich immer wieder das Gefühl, als würde er direkt mit mir sprechen und mir seine Geschichte erzählen. Fast wie ein Gespräch, roh, ehrlich und manchmal auch schwer auszuhalten. Genau das hat der Geschichte für mich eine sehr persönliche Note gegeben. Besonders auffällig ist die authentisch gefasste Jugendsprache, die sehr direkt und real wirkt. Dadurch fühlt sich vieles nah an der Lebenswelt junger Menschen an. Man spürt den Druck, der auf ihnen lastet, schulische Erwartungen, soziale Konflikte und der eigene innere Druck, der immer weiter wächst. Der Roman zeigt eindrücklich, wie Jugendliche am schulischen, sozialen oder auch am eigenen Druck zerbrechen können. Dabei bleibt die Geschichte nicht nur bei H.C. selbst. Auch sein Umfeld wird immer wieder einbezogen. So entsteht ein vielschichtiges Bild darüber, wie sich psychische Belastungen bei Heranwachsenden langsam aufbauen und irgendwann eskalieren können. Spannend fand ich auch die Struktur des Buches: Die Kapitel springen immer wieder in der Zeit, sodass sich die Geschichte Stück für Stück zusammensetzt. Nach und nach kristallisiert sich heraus, was den Jungen letztlich an diesen Punkt gebracht hat. Diese Art des Erzählens erzeugt eine unterschwellige Spannung und gleichzeitig ein Gefühl von Beklemmung, weil man ahnt, wohin alles führt. Trotz der intensiven Thematik muss ich ehrlich sagen, dass ich keine ganz tiefe emotionale Bindung zu den Figuren aufbauen konnte. Irgendetwas hat mir persönlich gefehlt, um mich noch stärker mit ihnen verbunden zu fühlen. Trotzdem hat mich die Geschichte zum Nachdenken gebracht und genau das macht das Buch in meinen Augen wertvoll. Fazit: Amokalarm ist ein nachdenklich stimmender Roman über Druck, Überforderung und die psychischen Belastungen junger Menschen. Auch wenn mir emotional ein kleines Stück Verbindung gefehlt hat, ist es dennoch ein lesenswertes Buch, das ein wichtiges Thema aus der Perspektive des Betroffenen und seines Umfeldes beleuchtet.

4

Ein sensibler Jugendroman, der eine wichtige Botschaft enthält und zum richtigen Zuhören anregt.

5

Wichtig, vorallem für Jugendliche

Zuerst einmal: sehr wichtiges und spannendes Buch. Es werden sehr wichtige Themen aufgegriffen, wie zum Beispiel der Druck von Schülern und mentale Probleme im Jugendlichen Alter. "Amokalarm" von Uli Black startet mit einem Prolog, wo man den mentalen Zustand des Protagonisten H.C. Nachtnebel nähergeführt bekommt, der von Druck, Überforderung und Wut geprägt ist. Er ist Einserschüler, Talentiert in Basketball und wird unter anderem von Lehrern bevorzugt. Nachdem sein Lieblingsbasketballspieler stirbt, zerbricht H.C.'s Welt und er bricht zusammen. In dem Buch hat man das Gefühl, direkt angesprochen zu werden und wird emotional oft mitgerissen. Ich konnte mich immer wieder gut in H.C. rein versetzten, vorallem weil ich gerade selber noch in die Schule gehe und das Leben, rund um Noten und auch zerbrechende Freundschaften und die erste Liebe, tagtäglich miterlebe. Mich hat vorallem berührt, dass der Hauptcharakter selber ein unfassbar guter Schüler ist und trotzdem diese psychischen Probleme durchstehen muss. Er ist stark und schwach zugleich und wirkt dadurch sehr sympathisch. Uli Black hat am Anfang viel jugendliche Sprache verwendet, was natürlich den Realitätsfaktor unterstützt, aber mir irgendwann zu viel wurde. Doch mit der Zeit kamen andere Erzählperspektiven rein, was mir sehr gefallen hat. Zusätzlich springt man alle paar Seiten zu einem anderen Zeitpunkt, und erfährt somit die Hintergründe für das Ursprungsproblem, was angenehm zu lesen war. Zusammengefasst kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Es ist mal etwas anderes, als die normalen Lektüren, die man so kennt. Ich persönlich finde, man sollte "Amokalarm" unbedingt im Schulunterricht lesen, weil mich die kritische Sichtweise sehr mitgenommen hat und es sehr wichtige Themen spezialisiert.

3

HIER WIRD ES ZU SPOILERN KOMMEN Ich bin ganz ehrlich, ich bin hin- und hergerissen. Für mich gibt es den Teil vor „Pause“ und den Teil nach „Pause“. Den Teil vor „Pause“, das muss ungefähr bei der Hälfte gewesen sein, fand ich langatmig. Ich hatte das Gefühl, dass nicht wirklich was passiert, dass immer mehr Text kommt, aber kein Ende in Sicht ist – trotz dessen, dass das namensgebende Ereignis bereits im ersten Viertel des Buches stattfand. Oder der Geburtstag. Zeitweise habe ich wirklich gedacht: „Kann mich bitte jemand erlösen?“ Das Schicksal hatte das wohl ein bisschen zu wörtlich genommen, denn dann kam mir etwas Privates dazwischen, sodass ich selbst Pausen machen musste. Als ich an Ostern den Teil nach „Pause“ gelesen hatte, hatte ich gefühlt ein anderes Buch vor mir. Ab da kam endlich Spannung auf. Der Ausflug, die Aussagen, die anderen Ereignisse, die alles ausgelöst hatten – da habe ich wirklich angefangen, Spaß mit dem Buch zu haben. Von da an konnte ich mich richtig darauf einlassen und wurde auch wirklich gefesselt. Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht, aber mir hat am Ende noch ein bisschen Aufklärung gefehlt. Ist Keira auf der Schule geblieben? Hat sie gewechselt? Welche Strafe hat Fatih bekommen? Welche Strafe hat H. C. bekommen? Für mich sind offene Fragen immer ziemlich unbefriedigend. Der Schreibstil war überhaupt nicht meins. Es gibt bestimmt Jugendliche, die so sprechen, aber ich kenne es nicht so stark. Für mich persönlich hat sich das nicht ganz so authentisch angefühlt. Liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich es nicht gewohnt bin, beziehungsweise war, denn meine Schulzeit liegt jetzt auch schon ein paar Jahre zurück. Vielleicht bin ich einfach nicht die Zielgruppe für diese Ausdrucksweise, was natürlich auch gut möglich ist. Was mir gefallen hat, waren die Aussagen der anderen Personen wie von Keira, Fatih, Dr. Fischer und den anderen. Zu sehen, was sie während des Geschehens gedacht oder gefühlt haben, war echt eine Bereicherung. Mein Fazit: Das Buch hatte echt starke Momente, auch wenn es zeitweise etwas holprig war.

Mit seinem Buch „Amokalarm“ greift der Autor Uli Black ein sehr ernste und gesellschaftlich relevante Themen auf und setzt dies in einer Geschichte um, die ich in kürzester Zeit verschlungen habe. Der Schreibstil des Autors ist angenehm und flüssig zu lesen. So dauerte es auch nicht allzu lange, bis man von der Story vereinnahmt wurde. Die Sprache im Roman ist zu großen Teilen im Jugendslang verfasst, was ich für den Protagonisten der Geschichte H. C. Nachtnebel als sehr passend empfand und seine Gedankenwelt so sehr gut widerspiegelt. Teilweise übertrug sich dieser Sprachstil jedoch auch auf Lehrer und Elternfiguren, was für mich persönlich nicht ganz stimmig war. Sehr interessant empfand ich auch den Aufbau der Geschichte. Die Handlung wird über mehrere Handlungsstränge erzählt, die sich nach und nach miteinander verweben und die Tragweise der Ereignisse immer deutlicher werden. So gibt es eine Gegenwart, die wie eine Befragung anmutet, das eskalierende Ereignis, die Geschehnisse, die vor dieser Befragung und der Eskalation stattgefunden haben und eine auch einen Blick in H.C.s Vergangenheit davor. So konnte man sich ein wirklich gutes und umfassendes Bild machen und nach und nach miterleben, was zur Eskalation geführt hat. Neben der Perspektive von H.C. kommen nach und nach weitere Sichtweisen hinzu, die das Geschehen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten und ein umfassendes Bild entstehen lassen. Der Protagonist H.C. wurde vom Autor sehr treffend dargestellt. Nach außen wirkt er wie ein ganz normaler Jugendlicher. Seine große Leidenschaft ist Basketball, in der Schule ist er eher durchschnittlich, nur in Mathe zeigt er ein außergewöhnliches Talent. Doch im inneren kämpft er mit ganz anderen Problemen, wie die Angst vor Verlusten, Unsicherheit, Unverständnis, die er verzweifelt versucht, nicht nach außen zu tragen. Die Nebenfiguren bleiben mir persönlich teilweise etwas blass und eher im Hintegrund. Nur einige besonders extreme Charaktere stechen hervor, die der Autor meines Erachtens bewusst so darstellt, um bestimmte Dynamiken und Konflikte innerhalb der Geschichte deutlicher hervorzuheben. Das Buch spricht insgesamt wichtige und aktuelle Themen an, die einen nachdenklich zurücklassen. Schulischer Druck, soziale Erwartungen, persönliche Unsicherheiten und Ängste sind nur einige davon mit denen viele Jugendliche zu kämpfen haben. Es zeigt, wie sich diese Faktoren zu einem gefährlichen Gemisch entwickeln können, das einen Menschen immer weiter an den Rand drängen, bis er schließlich keinen Ausweg mehr sieht. Mir hat „Amokalarm“ insgesamt gut gefallen und ist ein Roman, der sich mit schwierigen Themen auseinandersetzt, Einblicke in die Gedankenwelt eines Jugendlichen unter enormen Druck gibt und einen nachdenklich zurücklässt. Neben diesen Themen gab es durch die sich überschlagenen Ereignissen noch eine gute Portion Spannung Und die Geschichte bleibt insgesamt einen noch lange im Gedächtnis. Von mir gibt es daher vier Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Post image
Create Post