Die stille Gewalt Wie der Staat Frauen alleinlässt
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Description
Gewalt gegen Frauen ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit, sie hat sich in den letzten Jahren noch einmal deutlich verschärft. Jede vierte Frau ist einmal in ihrem Leben von Gewalt in ihrer Partnerschaft betroffen; mit großer Sicherheit haben wir alle im Bekannten- und Freundeskreis sowohl Betroffene als auch Täter. Asha Hedayati ist Anwältin für Familienrecht und macht immer wieder die Erfahrung, dass die staatlichen Strukturen Frauen nicht nur unzureichend vor Gewalt schützen, sondern sogar selbst Teil eines gewaltvollen Systems sind. Partnerschaftsgewalt ist wie ein blinder Fleck bei Familiengerichten, Polizei und Jugendämtern, in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren. Hedayati beschreibt in ihrem Buch, wie diese Praxis funktioniert, die die betroffenen Frauen alleinlässt, und zeigt auf, was sich ändern muss, damit die zuständigen Institutionen wirklich den Schutz bieten, den sie leisten sollten.
Book Information
Posts
JEDER sollte dieses Buch lesen.
Es lässt einen unheimlich wütend zurück. Während des Lesens wollte man so oft helfen, aber man ist, genau wie alle anderen auch machtlos. Diese harten überwältigenden Zahlen und Fakten. Diese krassen Schicksale. Diese festen, irrsinnigen patriarchalen Strukturen der Institutionen. Es zeigt wie viel noch getan werden muss. Das Gleichberechtigung vor dem Gesetz nicht gleich Gleichstellung bedeutet. Jeden dritten Tag stirbt eine Frau durch die Hand ihres (Ex-)Mannes. Das muss aufhören. Lest dieses Buch. Sprecht offen über Feminismus und toxische patriarchale Strukturen. Erzieht eure Söhne. Sensibilität die Männer in eurem Umfeld. Es ist so, so wichtig. ♥️🫶 Und an all die Frauen da draußen: Ihr seid nicht allein. Ich hoffe ihr werdet endlich gesehen und könnt Heilung finden. #metoo
Wir kämpfen für die Freiheit, unser Leben selbstbestimmt zu wählen.
Am Freitag, den 31. Janaur 2024 hat der Deutsche Bundestag das Gewalthilfegesetz verabschiedet. Trotzdem sind wir noch lange nicht am Ziel. Ich finde es gut, dass dieses Gesetz endlich verabschiedet wurde, da es ein wichtiger Meilenstein ist. Das zeigt auch dieses Buch. Physische, psychische, sexualisierte und wirtschaftliche Gewalt trifft Frauen in Partnerschaften sehr häufig. Die (Generations-)Traumata, die da entstehen, kosten nicht nur den einzelnen Personen viele Ressourcen, sondern der gesamten Gesellschaft. Als Psychologin kann ich jedem nur empfehlen diese Buch zu lesen um sich mit der Gewalt an Frauen in Partnerschaften auseinander zu setzen. Es ist ein hochsensibles Thema, dass jedoch nicht nur in einer Partnerschaft wichtig ist, sondern die gesamte Gesellschaft betrifft.
WOW
Immer wieder musste ich Absätze neu lesen, weil ich nicht glauben konnte was ich gelesen habe. Unverständnis für die Gerichte und alles was daran hängt machen ich sprachlos. Ein wiederfertiges Buch (Im besten Sinne), welches ganz klar aufzeigt wo die Probleme liegen und dazu noch Lösungen Vorschlägt.
Dieses Buch macht dich nicht traurig, es macht dich wütend. Wenn ein System, das schützen soll, selbst zur Gefahr wird, läuft offensichtlich einiges schief. Die stille Gewalt ist keine leichte Lektüre… aber eine verdammt wichtige.
Ich habe diesem Buch 5 Sterne gegeben und war selten nach dem Lesen so wütend. Die stille Gewalt ist kein Buch, das man einfach „konsumiert“ und danach zur Tagesordnung übergeht. Es ist ein Schlag ins Gesicht, der vor allem eines deutlich macht: Gewalt endet nicht beim Täter, sie setzt sich im System fort. Asha Hedayati zeigt anhand realer Fälle, wie Frauen, die eigentlich Schutz suchen, stattdessen erneut traumatisiert werden. Gerichte relativieren Gewalt, Institutionen schauen weg oder, noch schlimmer, treffen Entscheidungen, die Täter indirekt stärken. Und man sitzt da als Leser:in und denkt sich: Das kann doch nicht wahr sein. Aber leider ist es genau das. Was mich besonders getroffen hat, war diese lähmende Ohnmacht. Diese Wut richtet sich nicht nur gegen einzelne Personen, sondern gegen ein ganzes strukturelles Versagen, das Frauen immer wieder im Stich lässt. Ein System, das schützen soll, wird selbst zur Belastung, fast schon zynisch, wenn man darüber nachdenkt. Dieses Buch ist unbequem, aufrüttelnd und absolut notwendig. Es tut weh, aber genau deshalb sollte es jede:r lesen.
4.5 // Vor allem die detaillierten Aufschlüsselungen über den Machtmissbrauch und die Ignoranz verschiedener staatlicher Organe gepaart mit Erfahrungserzählungen der Autorin fand ich sehr eindrucksvoll. Einzelschicksale erschüttern mich immer wieder, aber die Wucht an statistischer Häufung macht mich jedes mal einfach nur wütend. Wann und wie können wir dieses patriarchale System, das am Ende niemandem außer sich selbst dient, endlich begraben?
„Wir müssen wütender werden“
Es ist erdrückend, welches Schicksal Frauen widerfährt. Beängstigend, wie wir Frauen alleine gelassen werde. Oft musste ich das Buch zur Seite legen, nachdenken, verarbeiten und die Fassung wahren. Was im Kopf bleibt, ist für mich letztlich ein Fazit: wir müssen wütender werden…

Dieses Buch „enttäuscht“ auf allen Ebenen. Nie hätte ich gedacht (vermutlich absolut naiv), dass der deutsche Staat in all seiner Macht patriarchale Gewalt gegenüber Frauen und marginalisierte Gruppen zementiert und unterstützt. Asha Hedayati führt auf, wie stille Gewalt beispielsweise durch Polizei und Gericht ausgeübt wird und was es bräuchte, damit diese nicht mehr auftritt (vor allem Präventionsarbeit). Absolut empfehlenswert und augenöffnend.

Wir sind alle dafür verantwortlich, dass ALLE Frauen in unserer Gesellschaft keine Gewalt erfahren 🫶🏻✊🏻
Das Buch macht am Anfang so wütend und zeigt sehr klar, wie die Politik und der deutsche Staat Gewalt an Frauen verharmlosen und wie widersprüchlich deutsche Familiengerichte entscheiden. Diese Buch sollte Pflichtlektüre werden und von mehr Menschen - egal welchen Geschlechtes - gelesen werden. Der Schreibstil war flüssig, wenn auch in einem Part etwas zäh. Dennoch ein sehr gutes, informatives und auch lehrreiches Buch was mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.
Gewalt gegen Frauen•Patriarchale Strukturen
„Die Stille Gewalt - Wie der Staat Frauen alleinlässt“ von Asha Hedayati ist ein eindringliches Werk, das die systemischen Mängel des deutschen Rechtssystems im Umgang mit Gewalt gegen Frauen beleuchtet. Die Autorin, eine erfahrene Anwältin, kombiniert fundiertes Fachwissen mit bewegenden Fallbeispielen, um aufzuzeigen, wie häufig Frauen trotz rechtlicher Schutzmechanismen im Stich gelassen werden. Hedayati analysiert die Rolle von Polizei, Justiz und sozialen Institutionen und deckt auf, wie tief verwurzelte gesellschaftliche Vorurteile und patriarchale Strukturen die effektive Unterstützung von Gewaltopfern behindern. Ihre Kritik ist prägnant und gut begründet. Das Buch ist klar und fesselnd geschrieben und schafft es, sowohl juristische Details verständlich zu machen als auch eine emotionale Verbindung zum Lesenden herzustellen. Mit einer Bewertung von 5/5 ist „Die Stille Gewalt“ ein aufrüttelnder Aufruf zur Veränderung und ein unverzichtbarer Beitrag zur Debatte über den Schutz von Frauenrechten.
Das Buch ist eine absolute Empfehlung! Asha Hedayati beschreibt leicht verständlich, intersektional, wissenschaftlich und erfahrungsbasiert über die tiefgreifenden institutionellen misogynen Gewaltstrukturen. Es macht unglaublich wütend, aber es ist so unglaublich wichtig das Private endlich öffentlich zu machen!
Ich denke, ich lehne mich nicht allzu sehr aus dem Fenster, wenn ich sage, dass ich wünschte, einige meiner Kolleg*innen wären bereit sich mal mit den klugen Gedanken in diesem Buch auseinander zu setzen. Das gilt gleichermaßen auch fur das Buch „Gegen Frauenhass" von Christina Clemm (siehe ein paar Posts zuvor). Und hier wie dort lasse ich am Besten das Buch für sich sprechen: „Um nachhaltig und wirklich präventiv erfolgreich zu sein, reicht es aber nicht, wenn nur Frauen für ihr Recht auf ein gewaltfreies Leben kämpfen. Viele engagieren sich bereits ehrenamtlich, gründen Schutzeinrichtungen, organisieren Demos, machen auf das Thema aufmerksam, versuchen, laut zu sein. Um endlich auch mal gehört zu werden, bräuchten sie Männer, die sich mit ihnen und für sie engagieren. Ich frage mich, woher dieses ohrenbetäubende Schweigen der Männer kommt." „Eine Gesellschaft muss ihre Freiheit daran bemessen, wie frei die verwundbarsten Personen in ihr sind. Und Männer müssen damit beginnen, männliche Gewalt in öffentlichen und privaten Diskursen als solche zu benennen und eine Sprache für sie zu finden, sich immer wieder mit falsch verstandener Männlichkeit und patriarchalen Männerbildern auseinanderzusetzen, sie anzugreifen und radikal neu zu denken. Mit dem Ziel, eine Männlichkeit zu leben, die kein Synonym für Herrschaft ist, sondern Gerechtigkeit mehr liebt als Macht und Dominanz."
Sehr eindrückliches Buch über Gewalt an Frauen und der (ziemlich wütend machende) Umgang damit im Justizsystem. Darüberhinaus wird auch generell auf patriarchale Strukturen in der Gesellschaft eingegangen, dabei immer intersektional denkend. Toll fand ich, dass Lösungsvorschläge gemacht wurden. Prävention ist hier das Stichwort. Aber auch Aufklärungsarbeit. Große Leseempfehlung für dieses wichtige, leicht verständliche Sachbuch.
"Die Gesellschaft sagt also Frauen auf unterschiedlichste Weise, eines ihrer wichtigsten Ziele im Leben sei es, den richtigen Partner oder Ehemann zu finden - den Menschen, der sie statistisch gesehen am wahrscheinlichsten töten wird." Starkes Buch, das ein so wichtiges Thema verdeutlicht. Ich habe viel neues gelernt über Prozesse nach häuslicher Gewalt und wie Frauen strukturell von Familiengerichten, anderen Behörden und der Rechtsprechung allgemein benachteiligt werden. Besonders ist mir das folgende Zitat im Gedächtnis geblieben: "In 38 Fällen amtlich bestätigter häuslicher Gewalt der Expartner gegenüber ihren Expartnerinnen vertraten Jugendamt und Familiengericht die Auffassung, dass diese Väter besonderes Verantwortungsbewusstsein dadurch gezeigt hätten, dass sie nur ihre Frauen, aber nicht ihre Kinder geschlagen hätten. Auf dieser Basis wurde dann den Anträgen der Väter auf eine Ausweitung der Besuchsregelungen oder eine Übertragung des Sorgerechts entsprochen."

Asha Hedayati hat ein so wichtiges Buch geschrieben, , welches aufzeigt, wie vielfältig und tief Gewalt gegen Frauen wirkt und wie ignorant Institutionen agieren, die sie eigentlich schützen müssten. Sie ordnet ihre Beobachtungen ein, erklärt und begründet. Für alle, die als Sozialarbeiter:innen, Jurist:innen etc. arbeiten wollen, sollte dieses Buch eine Pflichtlektüre sein.
In „Die stille Gewalt“ (2023) schreibt Asha Hedayati aus Anwältinnenperspektive über geschlechtsspezifische Gewalt und die Rolle des Staates. Sie unterscheidet drei Formen von Gewalt: körperliche, psychische und wirtschaftliche. Sie sind miteinander verschränkt und begünstigen sich gegenseitig. Hedayati beobachtet, dass geschlechtsspezifische Gewalt mit zunehmender feministischer Emanzipation nicht ab-, sondern zunimmt. Das führt sie darauf zurück, dass Partner einen Kontrollverlust erleben, den sie durch Gewalt auszugleichen versuchen. Die zur Zeit viel zitierten Statistiken, nach denen in Deutschland fast jeden Tag ein Mann versucht, seine (Ex-)Partnerin zu töten und alle drei Tage eine Frau dabei stirbt, sind erschreckend genug. Sie betreffen zudem nur die offiziellen Zahlen, während die Dunkelziffer wohl deutlich höher ist. Nur diese individuellen Akte geschlechtsspezifischer Gewalt werden statistisch erfasst. Sie sind aber Symptom misogyner gesellschaftlicher Strukturen. Schockierend sind die Einblicke in die Arbeit von Polizei und Justiz. Das betrifft zum einen strafrechtliche Verfahren gegen die gewalttätigen Partner, zum anderen familiengerichtliche Verfahren betreffend Unterhaltszahlungen und - wenn es gemeinsame Kinder gibt - das Sorge- und Umgangsrecht. Hedayati beschreibt, wie immer wieder eine Täter-Opfer-Umkehr geschieht. So kann die Einstellung eines strafrechtlichen Verfahrens (die ja gerade kein Freispruch ist) dazu führen, dass häusliche Gewalt im familiengerichtlichen Verfahren unbeachtet bleibt. Zugleich können sich die Partner häufig eine intensive und taktische rechtliche Vertretung leisten. So werden etwa psychische Folgeerscheinungen körperlicher Gewalt in familiengerichtlichen Verfahren gegen die Betroffenen vorgebracht, um zu begründen, warum diese ungeeignet zur Ausübung des Sorgerechts seien. Hedayati schreibt sehr klar, bestimmt und mit vielen eindrücklichen Praxisbeispielen. Dass sie viele konkrete Ansatzpunkte für gesellschaftliche und politische Veränderungen aufzeigt, macht das Buch umso wichtiger und hilft auch, die Wut, die man beim Lesen empfindet, in politisches Interesse und Aktivität umzusetzen. Instagram: _pensandbrushes_
Ich war wütend und bin es immer noch
Pflichtlektüre? Ich bin so, so sauer. Ich war so unfassbar wütend beim lesen das ich geweint habe, da ich nicht wusste wohin mit mir. Und das, obwohl mir diese Missstände zum großen Teil bekannt waren. Wie kann der Staat, "er", nur weiterhin die Augen verschließen?
Ein zwingend notwendiges und brandaktuelles Werk, welches ich durchweg gehasst und geliebt habe. Mein Textmarker hat geglüht, meine Wangen auch. Ich musste das Buch zeitweise beenden, weil ich so wütend war. Gleichzeitig verspüre ich den tiefen Wunsch, diese Zeilen jede:n ins Gesicht zu brüllen und es zur Pflichtlektüre zu machen. Bitte lest dieses Buch. ALLE.
Ein wichtiges Buch, das alle - insbesondere Jurist*innen, Polizist*innen und Beschäftigte im Jugendamt - lesen sollten. Asha Hedayati beschreibt eindrucksvoll, wie der Staat (vor allem) Frauen und Kinder bei häuslicher Gewalt allein lässt bzw. durch Urteile und Rechtssprechung sogar noch zusätzlich gefährdet. Die Autorin untermauert ihre Analyse nicht nur mit eigenen Erfahrungen aus ihrer Praxis als Anwältin für Familienrecht, sondern auch mit (den viel zu wenig verfügbaren) Studien und sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen. Besonders gut gefallen hat mir, dass hier verschiedene Dimensionen von (Mehrfach-) Marginalisierung Raum haben. Es wird deutlich, wie sehr Rassismus und Klassismus das bestehende System tragen.
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Gewalt gegen Frauen ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit, sie hat sich in den letzten Jahren noch einmal deutlich verschärft. Jede vierte Frau ist einmal in ihrem Leben von Gewalt in ihrer Partnerschaft betroffen; mit großer Sicherheit haben wir alle im Bekannten- und Freundeskreis sowohl Betroffene als auch Täter. Asha Hedayati ist Anwältin für Familienrecht und macht immer wieder die Erfahrung, dass die staatlichen Strukturen Frauen nicht nur unzureichend vor Gewalt schützen, sondern sogar selbst Teil eines gewaltvollen Systems sind. Partnerschaftsgewalt ist wie ein blinder Fleck bei Familiengerichten, Polizei und Jugendämtern, in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren. Hedayati beschreibt in ihrem Buch, wie diese Praxis funktioniert, die die betroffenen Frauen alleinlässt, und zeigt auf, was sich ändern muss, damit die zuständigen Institutionen wirklich den Schutz bieten, den sie leisten sollten.
Book Information
Posts
JEDER sollte dieses Buch lesen.
Es lässt einen unheimlich wütend zurück. Während des Lesens wollte man so oft helfen, aber man ist, genau wie alle anderen auch machtlos. Diese harten überwältigenden Zahlen und Fakten. Diese krassen Schicksale. Diese festen, irrsinnigen patriarchalen Strukturen der Institutionen. Es zeigt wie viel noch getan werden muss. Das Gleichberechtigung vor dem Gesetz nicht gleich Gleichstellung bedeutet. Jeden dritten Tag stirbt eine Frau durch die Hand ihres (Ex-)Mannes. Das muss aufhören. Lest dieses Buch. Sprecht offen über Feminismus und toxische patriarchale Strukturen. Erzieht eure Söhne. Sensibilität die Männer in eurem Umfeld. Es ist so, so wichtig. ♥️🫶 Und an all die Frauen da draußen: Ihr seid nicht allein. Ich hoffe ihr werdet endlich gesehen und könnt Heilung finden. #metoo
Wir kämpfen für die Freiheit, unser Leben selbstbestimmt zu wählen.
Am Freitag, den 31. Janaur 2024 hat der Deutsche Bundestag das Gewalthilfegesetz verabschiedet. Trotzdem sind wir noch lange nicht am Ziel. Ich finde es gut, dass dieses Gesetz endlich verabschiedet wurde, da es ein wichtiger Meilenstein ist. Das zeigt auch dieses Buch. Physische, psychische, sexualisierte und wirtschaftliche Gewalt trifft Frauen in Partnerschaften sehr häufig. Die (Generations-)Traumata, die da entstehen, kosten nicht nur den einzelnen Personen viele Ressourcen, sondern der gesamten Gesellschaft. Als Psychologin kann ich jedem nur empfehlen diese Buch zu lesen um sich mit der Gewalt an Frauen in Partnerschaften auseinander zu setzen. Es ist ein hochsensibles Thema, dass jedoch nicht nur in einer Partnerschaft wichtig ist, sondern die gesamte Gesellschaft betrifft.
WOW
Immer wieder musste ich Absätze neu lesen, weil ich nicht glauben konnte was ich gelesen habe. Unverständnis für die Gerichte und alles was daran hängt machen ich sprachlos. Ein wiederfertiges Buch (Im besten Sinne), welches ganz klar aufzeigt wo die Probleme liegen und dazu noch Lösungen Vorschlägt.
Dieses Buch macht dich nicht traurig, es macht dich wütend. Wenn ein System, das schützen soll, selbst zur Gefahr wird, läuft offensichtlich einiges schief. Die stille Gewalt ist keine leichte Lektüre… aber eine verdammt wichtige.
Ich habe diesem Buch 5 Sterne gegeben und war selten nach dem Lesen so wütend. Die stille Gewalt ist kein Buch, das man einfach „konsumiert“ und danach zur Tagesordnung übergeht. Es ist ein Schlag ins Gesicht, der vor allem eines deutlich macht: Gewalt endet nicht beim Täter, sie setzt sich im System fort. Asha Hedayati zeigt anhand realer Fälle, wie Frauen, die eigentlich Schutz suchen, stattdessen erneut traumatisiert werden. Gerichte relativieren Gewalt, Institutionen schauen weg oder, noch schlimmer, treffen Entscheidungen, die Täter indirekt stärken. Und man sitzt da als Leser:in und denkt sich: Das kann doch nicht wahr sein. Aber leider ist es genau das. Was mich besonders getroffen hat, war diese lähmende Ohnmacht. Diese Wut richtet sich nicht nur gegen einzelne Personen, sondern gegen ein ganzes strukturelles Versagen, das Frauen immer wieder im Stich lässt. Ein System, das schützen soll, wird selbst zur Belastung, fast schon zynisch, wenn man darüber nachdenkt. Dieses Buch ist unbequem, aufrüttelnd und absolut notwendig. Es tut weh, aber genau deshalb sollte es jede:r lesen.
4.5 // Vor allem die detaillierten Aufschlüsselungen über den Machtmissbrauch und die Ignoranz verschiedener staatlicher Organe gepaart mit Erfahrungserzählungen der Autorin fand ich sehr eindrucksvoll. Einzelschicksale erschüttern mich immer wieder, aber die Wucht an statistischer Häufung macht mich jedes mal einfach nur wütend. Wann und wie können wir dieses patriarchale System, das am Ende niemandem außer sich selbst dient, endlich begraben?
„Wir müssen wütender werden“
Es ist erdrückend, welches Schicksal Frauen widerfährt. Beängstigend, wie wir Frauen alleine gelassen werde. Oft musste ich das Buch zur Seite legen, nachdenken, verarbeiten und die Fassung wahren. Was im Kopf bleibt, ist für mich letztlich ein Fazit: wir müssen wütender werden…

Dieses Buch „enttäuscht“ auf allen Ebenen. Nie hätte ich gedacht (vermutlich absolut naiv), dass der deutsche Staat in all seiner Macht patriarchale Gewalt gegenüber Frauen und marginalisierte Gruppen zementiert und unterstützt. Asha Hedayati führt auf, wie stille Gewalt beispielsweise durch Polizei und Gericht ausgeübt wird und was es bräuchte, damit diese nicht mehr auftritt (vor allem Präventionsarbeit). Absolut empfehlenswert und augenöffnend.

Wir sind alle dafür verantwortlich, dass ALLE Frauen in unserer Gesellschaft keine Gewalt erfahren 🫶🏻✊🏻
Das Buch macht am Anfang so wütend und zeigt sehr klar, wie die Politik und der deutsche Staat Gewalt an Frauen verharmlosen und wie widersprüchlich deutsche Familiengerichte entscheiden. Diese Buch sollte Pflichtlektüre werden und von mehr Menschen - egal welchen Geschlechtes - gelesen werden. Der Schreibstil war flüssig, wenn auch in einem Part etwas zäh. Dennoch ein sehr gutes, informatives und auch lehrreiches Buch was mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.
Gewalt gegen Frauen•Patriarchale Strukturen
„Die Stille Gewalt - Wie der Staat Frauen alleinlässt“ von Asha Hedayati ist ein eindringliches Werk, das die systemischen Mängel des deutschen Rechtssystems im Umgang mit Gewalt gegen Frauen beleuchtet. Die Autorin, eine erfahrene Anwältin, kombiniert fundiertes Fachwissen mit bewegenden Fallbeispielen, um aufzuzeigen, wie häufig Frauen trotz rechtlicher Schutzmechanismen im Stich gelassen werden. Hedayati analysiert die Rolle von Polizei, Justiz und sozialen Institutionen und deckt auf, wie tief verwurzelte gesellschaftliche Vorurteile und patriarchale Strukturen die effektive Unterstützung von Gewaltopfern behindern. Ihre Kritik ist prägnant und gut begründet. Das Buch ist klar und fesselnd geschrieben und schafft es, sowohl juristische Details verständlich zu machen als auch eine emotionale Verbindung zum Lesenden herzustellen. Mit einer Bewertung von 5/5 ist „Die Stille Gewalt“ ein aufrüttelnder Aufruf zur Veränderung und ein unverzichtbarer Beitrag zur Debatte über den Schutz von Frauenrechten.
Das Buch ist eine absolute Empfehlung! Asha Hedayati beschreibt leicht verständlich, intersektional, wissenschaftlich und erfahrungsbasiert über die tiefgreifenden institutionellen misogynen Gewaltstrukturen. Es macht unglaublich wütend, aber es ist so unglaublich wichtig das Private endlich öffentlich zu machen!
Ich denke, ich lehne mich nicht allzu sehr aus dem Fenster, wenn ich sage, dass ich wünschte, einige meiner Kolleg*innen wären bereit sich mal mit den klugen Gedanken in diesem Buch auseinander zu setzen. Das gilt gleichermaßen auch fur das Buch „Gegen Frauenhass" von Christina Clemm (siehe ein paar Posts zuvor). Und hier wie dort lasse ich am Besten das Buch für sich sprechen: „Um nachhaltig und wirklich präventiv erfolgreich zu sein, reicht es aber nicht, wenn nur Frauen für ihr Recht auf ein gewaltfreies Leben kämpfen. Viele engagieren sich bereits ehrenamtlich, gründen Schutzeinrichtungen, organisieren Demos, machen auf das Thema aufmerksam, versuchen, laut zu sein. Um endlich auch mal gehört zu werden, bräuchten sie Männer, die sich mit ihnen und für sie engagieren. Ich frage mich, woher dieses ohrenbetäubende Schweigen der Männer kommt." „Eine Gesellschaft muss ihre Freiheit daran bemessen, wie frei die verwundbarsten Personen in ihr sind. Und Männer müssen damit beginnen, männliche Gewalt in öffentlichen und privaten Diskursen als solche zu benennen und eine Sprache für sie zu finden, sich immer wieder mit falsch verstandener Männlichkeit und patriarchalen Männerbildern auseinanderzusetzen, sie anzugreifen und radikal neu zu denken. Mit dem Ziel, eine Männlichkeit zu leben, die kein Synonym für Herrschaft ist, sondern Gerechtigkeit mehr liebt als Macht und Dominanz."
Sehr eindrückliches Buch über Gewalt an Frauen und der (ziemlich wütend machende) Umgang damit im Justizsystem. Darüberhinaus wird auch generell auf patriarchale Strukturen in der Gesellschaft eingegangen, dabei immer intersektional denkend. Toll fand ich, dass Lösungsvorschläge gemacht wurden. Prävention ist hier das Stichwort. Aber auch Aufklärungsarbeit. Große Leseempfehlung für dieses wichtige, leicht verständliche Sachbuch.
"Die Gesellschaft sagt also Frauen auf unterschiedlichste Weise, eines ihrer wichtigsten Ziele im Leben sei es, den richtigen Partner oder Ehemann zu finden - den Menschen, der sie statistisch gesehen am wahrscheinlichsten töten wird." Starkes Buch, das ein so wichtiges Thema verdeutlicht. Ich habe viel neues gelernt über Prozesse nach häuslicher Gewalt und wie Frauen strukturell von Familiengerichten, anderen Behörden und der Rechtsprechung allgemein benachteiligt werden. Besonders ist mir das folgende Zitat im Gedächtnis geblieben: "In 38 Fällen amtlich bestätigter häuslicher Gewalt der Expartner gegenüber ihren Expartnerinnen vertraten Jugendamt und Familiengericht die Auffassung, dass diese Väter besonderes Verantwortungsbewusstsein dadurch gezeigt hätten, dass sie nur ihre Frauen, aber nicht ihre Kinder geschlagen hätten. Auf dieser Basis wurde dann den Anträgen der Väter auf eine Ausweitung der Besuchsregelungen oder eine Übertragung des Sorgerechts entsprochen."

Asha Hedayati hat ein so wichtiges Buch geschrieben, , welches aufzeigt, wie vielfältig und tief Gewalt gegen Frauen wirkt und wie ignorant Institutionen agieren, die sie eigentlich schützen müssten. Sie ordnet ihre Beobachtungen ein, erklärt und begründet. Für alle, die als Sozialarbeiter:innen, Jurist:innen etc. arbeiten wollen, sollte dieses Buch eine Pflichtlektüre sein.
In „Die stille Gewalt“ (2023) schreibt Asha Hedayati aus Anwältinnenperspektive über geschlechtsspezifische Gewalt und die Rolle des Staates. Sie unterscheidet drei Formen von Gewalt: körperliche, psychische und wirtschaftliche. Sie sind miteinander verschränkt und begünstigen sich gegenseitig. Hedayati beobachtet, dass geschlechtsspezifische Gewalt mit zunehmender feministischer Emanzipation nicht ab-, sondern zunimmt. Das führt sie darauf zurück, dass Partner einen Kontrollverlust erleben, den sie durch Gewalt auszugleichen versuchen. Die zur Zeit viel zitierten Statistiken, nach denen in Deutschland fast jeden Tag ein Mann versucht, seine (Ex-)Partnerin zu töten und alle drei Tage eine Frau dabei stirbt, sind erschreckend genug. Sie betreffen zudem nur die offiziellen Zahlen, während die Dunkelziffer wohl deutlich höher ist. Nur diese individuellen Akte geschlechtsspezifischer Gewalt werden statistisch erfasst. Sie sind aber Symptom misogyner gesellschaftlicher Strukturen. Schockierend sind die Einblicke in die Arbeit von Polizei und Justiz. Das betrifft zum einen strafrechtliche Verfahren gegen die gewalttätigen Partner, zum anderen familiengerichtliche Verfahren betreffend Unterhaltszahlungen und - wenn es gemeinsame Kinder gibt - das Sorge- und Umgangsrecht. Hedayati beschreibt, wie immer wieder eine Täter-Opfer-Umkehr geschieht. So kann die Einstellung eines strafrechtlichen Verfahrens (die ja gerade kein Freispruch ist) dazu führen, dass häusliche Gewalt im familiengerichtlichen Verfahren unbeachtet bleibt. Zugleich können sich die Partner häufig eine intensive und taktische rechtliche Vertretung leisten. So werden etwa psychische Folgeerscheinungen körperlicher Gewalt in familiengerichtlichen Verfahren gegen die Betroffenen vorgebracht, um zu begründen, warum diese ungeeignet zur Ausübung des Sorgerechts seien. Hedayati schreibt sehr klar, bestimmt und mit vielen eindrücklichen Praxisbeispielen. Dass sie viele konkrete Ansatzpunkte für gesellschaftliche und politische Veränderungen aufzeigt, macht das Buch umso wichtiger und hilft auch, die Wut, die man beim Lesen empfindet, in politisches Interesse und Aktivität umzusetzen. Instagram: _pensandbrushes_
Ich war wütend und bin es immer noch
Pflichtlektüre? Ich bin so, so sauer. Ich war so unfassbar wütend beim lesen das ich geweint habe, da ich nicht wusste wohin mit mir. Und das, obwohl mir diese Missstände zum großen Teil bekannt waren. Wie kann der Staat, "er", nur weiterhin die Augen verschließen?
Ein zwingend notwendiges und brandaktuelles Werk, welches ich durchweg gehasst und geliebt habe. Mein Textmarker hat geglüht, meine Wangen auch. Ich musste das Buch zeitweise beenden, weil ich so wütend war. Gleichzeitig verspüre ich den tiefen Wunsch, diese Zeilen jede:n ins Gesicht zu brüllen und es zur Pflichtlektüre zu machen. Bitte lest dieses Buch. ALLE.
Ein wichtiges Buch, das alle - insbesondere Jurist*innen, Polizist*innen und Beschäftigte im Jugendamt - lesen sollten. Asha Hedayati beschreibt eindrucksvoll, wie der Staat (vor allem) Frauen und Kinder bei häuslicher Gewalt allein lässt bzw. durch Urteile und Rechtssprechung sogar noch zusätzlich gefährdet. Die Autorin untermauert ihre Analyse nicht nur mit eigenen Erfahrungen aus ihrer Praxis als Anwältin für Familienrecht, sondern auch mit (den viel zu wenig verfügbaren) Studien und sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen. Besonders gut gefallen hat mir, dass hier verschiedene Dimensionen von (Mehrfach-) Marginalisierung Raum haben. Es wird deutlich, wie sehr Rassismus und Klassismus das bestehende System tragen.


































