Der große Wind der Zeit
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Description
Book Information
Author Description
Joshua Sobol, 1939 in Tel Mond geboren, lebte in einem Kibbuz und studierte u.a. in Paris Philosophie. Als einer der führenden israelischen Dramatiker lehrte er u. a. an der Universität in Tel Aviv. Weltweit bekannt wurde er mit den Theaterstücken »Weiningers Nacht« (1982) und »Ghetto« (1984), inzwischen hat er über 50 Stücke geschrieben und ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Bei Luchterhand erschienen die Romane »Schweigen« (2001) und »Whisky ist auch in Ordnung« (2005).
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"Der große Wind der Zeit” hat mich ein bisschen ratlos zurückgelassen. Einerseits bin ich mir sicher, dass ich nicht alle der historischen und politischen Ereignisse richtig einordnen konnte. Andererseits habe ich nie richtig Zugang gefunden zu der Geschichte. Die komplexe politische Ebene ist dafür nur teilweise ein Grund. Der Autor Joshua Sobol ist ein bekannter israelischer Dramatiker und das merkt man. Zu Beginn eine mehrseitige Figurenliste der sehr verzweigten zentralen Familie, die aber im Text nie mehr wirklich erläutert werden. Kapitelübergänge fehlen, es wirkt häufig wie ein Szenenwechsel auf der Bühne. Hinzu kommt eine gewisse emotionale Distanz des Textes, die es mir schwer machte, Interesse an den Figuren und der Handlung zu haben (obwohl einige der zahlreichen Erzählstränge und die dargebotene Vielzahl an Einstellungen zu unterschiedlichsten Thematiken mich grundsätzlich wirklich interessierten; zum Beispiel die Beziehung der Verhörspezialistin Libby und dem vermeintlichen Terroristen Adib – oder auch die Geschichte von Libbys Urgroßmutter Eva, die allerdings ein paar Wendungen zu viel hatte für meinen Geschmack). Die Dialoge wirken häufig sehr hölzern und unnatürlich, wobei ich nicht weiß, ob das an der Übersetzung aus dem Hebräischen liegt oder einfach nur am Stil des Autors. Tatsächlich denke ich, dass eine abgespecktere Version des Stoffes als Bühnenversion viel interessanter und zugänglicher sein könnte als dieser Mehrgenerationen-Roman es war – zumindest für mich. Es fällt mir daher auch wirklich schwer, eine Sterne-Bewertung abzugeben.
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Joshua Sobol, 1939 in Tel Mond geboren, lebte in einem Kibbuz und studierte u.a. in Paris Philosophie. Als einer der führenden israelischen Dramatiker lehrte er u. a. an der Universität in Tel Aviv. Weltweit bekannt wurde er mit den Theaterstücken »Weiningers Nacht« (1982) und »Ghetto« (1984), inzwischen hat er über 50 Stücke geschrieben und ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Bei Luchterhand erschienen die Romane »Schweigen« (2001) und »Whisky ist auch in Ordnung« (2005).
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"Der große Wind der Zeit” hat mich ein bisschen ratlos zurückgelassen. Einerseits bin ich mir sicher, dass ich nicht alle der historischen und politischen Ereignisse richtig einordnen konnte. Andererseits habe ich nie richtig Zugang gefunden zu der Geschichte. Die komplexe politische Ebene ist dafür nur teilweise ein Grund. Der Autor Joshua Sobol ist ein bekannter israelischer Dramatiker und das merkt man. Zu Beginn eine mehrseitige Figurenliste der sehr verzweigten zentralen Familie, die aber im Text nie mehr wirklich erläutert werden. Kapitelübergänge fehlen, es wirkt häufig wie ein Szenenwechsel auf der Bühne. Hinzu kommt eine gewisse emotionale Distanz des Textes, die es mir schwer machte, Interesse an den Figuren und der Handlung zu haben (obwohl einige der zahlreichen Erzählstränge und die dargebotene Vielzahl an Einstellungen zu unterschiedlichsten Thematiken mich grundsätzlich wirklich interessierten; zum Beispiel die Beziehung der Verhörspezialistin Libby und dem vermeintlichen Terroristen Adib – oder auch die Geschichte von Libbys Urgroßmutter Eva, die allerdings ein paar Wendungen zu viel hatte für meinen Geschmack). Die Dialoge wirken häufig sehr hölzern und unnatürlich, wobei ich nicht weiß, ob das an der Übersetzung aus dem Hebräischen liegt oder einfach nur am Stil des Autors. Tatsächlich denke ich, dass eine abgespecktere Version des Stoffes als Bühnenversion viel interessanter und zugänglicher sein könnte als dieser Mehrgenerationen-Roman es war – zumindest für mich. Es fällt mir daher auch wirklich schwer, eine Sterne-Bewertung abzugeben.




