Und dann springen wir
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Description
»Irgendwann kommen wir wieder, und dann springen wir.« Dieses Versprechen hatten sich Mutter und Tochter auf der Alten Brücke in Mostar gegeben, dieser herzzerreißend schönen Stadt mit der schmerzvollen Geschichte, in der die Mutter das letzte Mal glücklich gewesen war. Doch dann stirbt Elise unerwartet und ihre Tochter Rosa steht mit Mitte zwanzig vor den Scherben einer zerrütteten Familiengeschichte. Als ihr Vater, der mit seiner neuen Familie zusammenlebt, plötzlich wieder Kontakt sucht, fasst Rosa einen Entschluss: Sie will weg, das Versprechen von damals einlösen. So beginnt ihre Reise durch Osteuropa, eine Spurensuche nach den Brüchen im bewegten Leben ihrer Mutter. Ihr Abenteuer nimmt eine unvorhergesehene Wendung, als sie auf Emma trifft, die aus ganz anderen, aber ebenso existenziellen Gründen nach Mostar unterwegs ist.
»Und dann springen wir« ist ein wunderbar anrührender Roman über eine intensive Mutter-Tochter-Beziehung, ein Roman über Trauer, Trost und die Liebe in all ihren Farben, eine Suche nach der Bedeutung von Familie, eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die Herzegowina und das Leben.
»Ein starkes Debüt von poetischer Bildsprache und erzählerischer Sogkraft. Gianna Lange hat einen atmosphärischen und berührenden Roman über das geschrieben, was wir Leben nennen.« ELIZA MAUREEN ALTENHOF, DUSSMANN DAS KULTURKAUFHAUS
»Ein kluges und liebevolles Buch über die Frage, was Familie eigentlich bedeutet. Geschickt komponiert, klar, poetisch und spannend erzählt. Und ganz nebenbei hat diese begabte Autorin das Herz des Balkans erspürt und es ins Deutsche übertragen.« ANTONIA BONTSCHEVA
Book Information
Author Description
Gianna Lange, geboren 1988 in Bremen, studierte Journalistik und Transnationale Literaturwissenschaft in Bremen und London. Sie ist Gründungsmitglied des Lyrikkollektivs gabrieleschreibtgedichte sowie des Kollektivs für junge Literatur Kollit und Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift Koller. Für die ersten Seiten ihres Manuskripts »Und dann springen wir« erhielt sie das Bremer Autor:innenstipendium vom Bremer Literaturkontor. Die Autorin lebt in Bremen und arbeitet im Konzerthaus Die Glocke sowie beim Musikfest Bremen.
Posts
Rosa ist Mitte 20 als ihre Mutter Elise stirbt und natürlich total überfordert. Sie meldet sich bei ihrem Vater, zu dem sie kaum noch Kontakt hatte und der eine neue Familie hat. Auch er wirkt überfordert, bemüht sich aber Rosa zu helfen. Rosas Verhältnis zu ihrer Mutter war eng, aber auch kompliziert, da Elise Alkoholikerin war. Rosa reist nach Mostar, wo sie einmal mit Elise war, und nun hofft, Elises Tod verarbeiten zu können. Auf der Reise trifft sie Emma wieder. Eine Frau ihres Alters, die sie kurz zuvor getroffen hat. Emma ist auf der Reise nach Mostar, um ihre Familie kennen zu lernen. In diesem Buch geht es um die Themen Tod und Trauer, familiäre Bindungen, Liebe, Heimat. Viele essentielle, schwer wiegende Themen, die hier auf 190 S. aufgemacht werden. Das könnte überfrachtet wirken, doch ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass es an der nötigen Tiefe fehlt. Gianna Lange hat eine Art, an der Oberfläche zu bleiben und dabei die vielen Ebenen bewusst zu machen. Vieles wird nur angedeutet, doch dadurch entsteht Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Dennoch fühlte ich mich nicht alleine gelassen von der Autorin, sondern geführt. Ziemlich beeindruckend!
Hat mir sehr gut gefallen
Als Elisa, Rosas Mutter, stirbt wirft sie das erstmal total aus der Bahn. Alles kommt wieder hoch. Die verkorkste Kindheit, weil Elisa einfach nicht von den Drogen und dem Alkohol lassen konnte. Ihr Vater der sie mit der Mutter allein lässt und nun einen neue Familie hat. Aber auch die schönen Momente, wenn Elisa mal wieder in der Spur war. Darunter auch eine lange Reise in den Osten. Über Prag bis nach Mostar, der Stadt im Herzen Bosnien-Herzegowinas mit der berühmten Brücke Stari Most. Von hier springen die jungen Leute in den Fluss und auch Elisa und Rosa wollen springen, trauen sich aber nicht. Aber sie versprechen sich: wir kommen wieder und dann springen wir. Bei einer Party im Studentenheim trifft Rosa auf Emma. Die 2 spüren gleich eine Verbundenheit und als Rosa beschließt nach Mostar zu fahren trifft sie unterwegs auch Emma wieder. Diese ist auch auf dem Weg dorthin um ihre Familie kennenzulernen. Durch den Krieg damals kam sie mit ihren Adoptiveltern nach Deutschland und als sie aber im Waisenhaus nachforscht stellt sich raus, daß sie dort noch Familie hat. Gemeinsam erkunden sie Mostar und dann stellt Rosa sich die Frage: springe ich nun von der Brücke? Das Buch behandelt die Themen verkorkste Kindheit, Trauer, Wut und Liebe auf eine wunderbare Weise in schönem Schreibstil. Immer wieder gibt es Rückblicke durch die man die Kindheit von Rosa erfährt und gleichzeitig versteht man auch, wieso sie in der Gegenwart ist wer sie ist. Ein schönes Buch, das ich in einem Rutsch gelesen habe und das bestimmt noch lange in meinem Gedächtnis bleibt.
"Irgendwann kommen wir wieder, und dann springen wir." "Ich habe Angst vor den Erinnerungen, die ich nie hatte " sagte sie schließlich, und die Sätze klangen, als lägen sie ihr schon lange auf der Zunge, nur darauf wartend, endlich raus zu dürfen. "Ich habe Angst davor, sie zu wollen, wenn sie plötzlich näherrücken. Ich glaub, ich werde sie haben wollen, aber ich weiß, dass das nicht geht. Und wenn ich lange genug darüber nachdenke, frag ich mich, warum ich es überhaupt riskiere." "Und dann springen wir", das ist das Versprechen, das sich die 24jährige Rosa und ihre Mutter Elisa auf der Alten Brücke in Mostar geben. Aber der Tod von Elisa, deren Sehnsuchtsort Mostar gewesen ist, lässt diesen Sprung nie stattfinden. Rosa begibt sich nach ihrem Tod auf eine Reise in den Balkan, um das Glück zu finden, das ihre Mutter nie gefunden hat. Ein leises, melancholisches Buch, das durch seine behutsame und bildhafte Erzählweise die Stimmungen wechseln lässt. Ein Buch über Abschied, Trauer zulassen und loslassen können, der Suche nach der Vergangenheit und dem Glück. Das Ende hat genau die richtige Dosis Kitsch, um die Geschichte komplett zu machen und abzuschließen. Dieses Debüt hat mich begeistert und ich empfehle es allen, die leicht lesbare Romane mögen, die auch Tiefgang haben ⭐
Ein gutes, solides Buch zu mütterlichem Alkoholismus, Liebe, Verlust und Neuanfang. Ich empfehle es weiter.
🧡UND DANN SPRINGEN WIR🧡 von Gianna Lange, erschienen bei der Frankfurter Verlagsanstalt, ET 13.03.2025, 192 Seiten ✨Leseempfehlung ✨ »Ein starkes Debüt von poetischer Bildsprache und erzählerischer Sogkraft. Gianna Lange hat einen atmosphärischen und berührenden Roman über das geschrieben, was wir Leben nennen.« EUZA MAUREEN ALTENHOF, DUSSMANN DAS KULTURKAUFHAUS „Irgendwann kommen wir wieder, und dann springen wir“ Intensive Mutter-Tochter-Beziehung nach Trennung, Trauerbewältigung, Bedeutung von Familie, Suche und Neuanfang, Herzegowina, Alkoholismus, Sucht Mein Leseeindruck: Die Geschichte handelt von Rosa, Mitte Zwanzig die nach jahrelangem unmittelbarem Alkoholismus und anschließender tödlich verlaufender Krankheit ihrer Mutter Elise zur Halbwaise wird. Zu ihrem Vater hatte sie bis dato keinen Kontakt. Da die Mutter eher eine Lebenskünstlerin war, ist sie nun gezwungen wieder Kontakt zum Vater aufzunehmen, der die Familie für eine neue Frau und Kind verlassen hat als sie 6 Jahre alt war. Ziemlich „lost“ nach dem Tod der Mutter entschließt sie sich dem Ruf der Vergangenheit und dem gegebenen Versprechen zu folgen und reist zurück in das warme Licht der Herzegowina, die ihre Mutter so liebte. Teil dieses Unterfangens wird Emma, die ein ähnliches Schicksal teilt und so finden sich die Frauen und Familien. Ich mochte das Buch, es lies sich flott lesen, für meinen Geschmack wurde etwas zu viel geraucht, und die Sprache war mir an manchen Stellen zu derb. Insbesondere drei Wörter fanden sich immer wieder im Buch, die man hätte wunderbar ersetzen können, und gerade in Zusammenhang mit Frauen hätte ich mir eine gehobenere Wortwahl gewünscht. Cover und Titel finde ich schön und gut gewählt. Fazit: Ein gutes, solides Buch zu mütterlichem Alkoholismus, Liebe, Verlust und Neuanfang. Ich empfehle es weiter. Eure, Claudia
Gianna Langes Debüt „Und dann springen wir“ ist ein stilles literarisches Kleinod – eine feinfühlige, poetische Reise durch Trauer, Erinnerung und das Ringen um inneren Halt. Mit großer erzählerischer Klarheit und einer zarten Melancholie begleitet der Roman die junge Protagonistin Rosa auf ihrem Weg zurück zu einem Versprechen, das sich sie und ihre Mutter einst auf der Alten Brücke in Mostar gegeben haben: „Irgendwann kommen wir wieder. Und dann springen wir.“ Der Tod der Mutter trifft Rosa unvorbereitet und schmerzhaft direkt. Zurück bleibt eine Leere, ein nicht aufgearbeitetes Leben voller Risse und Fragen. Um Antworten zu finden – und vielleicht auch sich selbst – begibt sie sich auf eine Reise, die sie durch das östliche Europa bis in die Herzegowina führt. Die Landschaften, die Städte, die Begegnungen sind dabei nicht bloß Kulisse, sondern Spiegel ihrer inneren Bewegung. Besonders eindrucksvoll ist die Begegnung mit Emma, deren eigene Suche nach Identität und Herkunft eine zweite Erzählebene öffnet, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht. Gianna Langes Sprache ist dabei von außergewöhnlicher Qualität. Sie schreibt mit einer fast schwerelosen Präzision, lässt Szenen und Stimmungen entstehen, ohne sie zu erklären. Ihre Worte tragen eine emotionale Wucht in sich, gerade weil sie sich zurücknehmen. Es ist ein Schreiben, das Raum lässt – für Gedanken, für Erinnerungen, für das, was zwischen den Zeilen steht. „Und dann springen wir“ ist kein dramatischer Roman, sondern einer, der leise Töne anschlägt und gerade dadurch unter die Haut geht. Er handelt von der Suche nach Heimat – im geografischen wie im emotionalen Sinn –, von den Spuren, die andere in uns hinterlassen, und vom Mut, alte Wunden zu betrachten, um neuen Schritten zu vertrauen. Ein beeindruckendes Debüt, das zeigt, wie viel Kraft in leiser Literatur steckt. Für Leserinnen und Leser, die auf der Suche nach Tiefe, Gefühl und einem feinen Gespür für Sprache sind, ist dieser Roman eine große Bereicherung. Ein Buch, das einen ganz eigenen Platz im Herzen hinterlässt.

„Irgendwann kommen wir wieder.. und dann springen wir“
Ein sprachlich wunderschöner kurzer Roman, der die Geschichte um eine komplizierte Familie und die Trauer um eine verstorbene Mutter, die mit einer Sucht zu kämpfen hatte, bildlich untermalt. Man reist in dem Buch mit der Protagonistin in verschiedenen Ortschaften mit und erlebt ihre Gefühlswelt hautnah. Das Ende war wundervoll kitschig und hat mich kurz gerührt.
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»Irgendwann kommen wir wieder, und dann springen wir.« Dieses Versprechen hatten sich Mutter und Tochter auf der Alten Brücke in Mostar gegeben, dieser herzzerreißend schönen Stadt mit der schmerzvollen Geschichte, in der die Mutter das letzte Mal glücklich gewesen war. Doch dann stirbt Elise unerwartet und ihre Tochter Rosa steht mit Mitte zwanzig vor den Scherben einer zerrütteten Familiengeschichte. Als ihr Vater, der mit seiner neuen Familie zusammenlebt, plötzlich wieder Kontakt sucht, fasst Rosa einen Entschluss: Sie will weg, das Versprechen von damals einlösen. So beginnt ihre Reise durch Osteuropa, eine Spurensuche nach den Brüchen im bewegten Leben ihrer Mutter. Ihr Abenteuer nimmt eine unvorhergesehene Wendung, als sie auf Emma trifft, die aus ganz anderen, aber ebenso existenziellen Gründen nach Mostar unterwegs ist.
»Und dann springen wir« ist ein wunderbar anrührender Roman über eine intensive Mutter-Tochter-Beziehung, ein Roman über Trauer, Trost und die Liebe in all ihren Farben, eine Suche nach der Bedeutung von Familie, eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die Herzegowina und das Leben.
»Ein starkes Debüt von poetischer Bildsprache und erzählerischer Sogkraft. Gianna Lange hat einen atmosphärischen und berührenden Roman über das geschrieben, was wir Leben nennen.« ELIZA MAUREEN ALTENHOF, DUSSMANN DAS KULTURKAUFHAUS
»Ein kluges und liebevolles Buch über die Frage, was Familie eigentlich bedeutet. Geschickt komponiert, klar, poetisch und spannend erzählt. Und ganz nebenbei hat diese begabte Autorin das Herz des Balkans erspürt und es ins Deutsche übertragen.« ANTONIA BONTSCHEVA
Book Information
Author Description
Gianna Lange, geboren 1988 in Bremen, studierte Journalistik und Transnationale Literaturwissenschaft in Bremen und London. Sie ist Gründungsmitglied des Lyrikkollektivs gabrieleschreibtgedichte sowie des Kollektivs für junge Literatur Kollit und Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift Koller. Für die ersten Seiten ihres Manuskripts »Und dann springen wir« erhielt sie das Bremer Autor:innenstipendium vom Bremer Literaturkontor. Die Autorin lebt in Bremen und arbeitet im Konzerthaus Die Glocke sowie beim Musikfest Bremen.
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Rosa ist Mitte 20 als ihre Mutter Elise stirbt und natürlich total überfordert. Sie meldet sich bei ihrem Vater, zu dem sie kaum noch Kontakt hatte und der eine neue Familie hat. Auch er wirkt überfordert, bemüht sich aber Rosa zu helfen. Rosas Verhältnis zu ihrer Mutter war eng, aber auch kompliziert, da Elise Alkoholikerin war. Rosa reist nach Mostar, wo sie einmal mit Elise war, und nun hofft, Elises Tod verarbeiten zu können. Auf der Reise trifft sie Emma wieder. Eine Frau ihres Alters, die sie kurz zuvor getroffen hat. Emma ist auf der Reise nach Mostar, um ihre Familie kennen zu lernen. In diesem Buch geht es um die Themen Tod und Trauer, familiäre Bindungen, Liebe, Heimat. Viele essentielle, schwer wiegende Themen, die hier auf 190 S. aufgemacht werden. Das könnte überfrachtet wirken, doch ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass es an der nötigen Tiefe fehlt. Gianna Lange hat eine Art, an der Oberfläche zu bleiben und dabei die vielen Ebenen bewusst zu machen. Vieles wird nur angedeutet, doch dadurch entsteht Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Dennoch fühlte ich mich nicht alleine gelassen von der Autorin, sondern geführt. Ziemlich beeindruckend!
Hat mir sehr gut gefallen
Als Elisa, Rosas Mutter, stirbt wirft sie das erstmal total aus der Bahn. Alles kommt wieder hoch. Die verkorkste Kindheit, weil Elisa einfach nicht von den Drogen und dem Alkohol lassen konnte. Ihr Vater der sie mit der Mutter allein lässt und nun einen neue Familie hat. Aber auch die schönen Momente, wenn Elisa mal wieder in der Spur war. Darunter auch eine lange Reise in den Osten. Über Prag bis nach Mostar, der Stadt im Herzen Bosnien-Herzegowinas mit der berühmten Brücke Stari Most. Von hier springen die jungen Leute in den Fluss und auch Elisa und Rosa wollen springen, trauen sich aber nicht. Aber sie versprechen sich: wir kommen wieder und dann springen wir. Bei einer Party im Studentenheim trifft Rosa auf Emma. Die 2 spüren gleich eine Verbundenheit und als Rosa beschließt nach Mostar zu fahren trifft sie unterwegs auch Emma wieder. Diese ist auch auf dem Weg dorthin um ihre Familie kennenzulernen. Durch den Krieg damals kam sie mit ihren Adoptiveltern nach Deutschland und als sie aber im Waisenhaus nachforscht stellt sich raus, daß sie dort noch Familie hat. Gemeinsam erkunden sie Mostar und dann stellt Rosa sich die Frage: springe ich nun von der Brücke? Das Buch behandelt die Themen verkorkste Kindheit, Trauer, Wut und Liebe auf eine wunderbare Weise in schönem Schreibstil. Immer wieder gibt es Rückblicke durch die man die Kindheit von Rosa erfährt und gleichzeitig versteht man auch, wieso sie in der Gegenwart ist wer sie ist. Ein schönes Buch, das ich in einem Rutsch gelesen habe und das bestimmt noch lange in meinem Gedächtnis bleibt.
"Irgendwann kommen wir wieder, und dann springen wir." "Ich habe Angst vor den Erinnerungen, die ich nie hatte " sagte sie schließlich, und die Sätze klangen, als lägen sie ihr schon lange auf der Zunge, nur darauf wartend, endlich raus zu dürfen. "Ich habe Angst davor, sie zu wollen, wenn sie plötzlich näherrücken. Ich glaub, ich werde sie haben wollen, aber ich weiß, dass das nicht geht. Und wenn ich lange genug darüber nachdenke, frag ich mich, warum ich es überhaupt riskiere." "Und dann springen wir", das ist das Versprechen, das sich die 24jährige Rosa und ihre Mutter Elisa auf der Alten Brücke in Mostar geben. Aber der Tod von Elisa, deren Sehnsuchtsort Mostar gewesen ist, lässt diesen Sprung nie stattfinden. Rosa begibt sich nach ihrem Tod auf eine Reise in den Balkan, um das Glück zu finden, das ihre Mutter nie gefunden hat. Ein leises, melancholisches Buch, das durch seine behutsame und bildhafte Erzählweise die Stimmungen wechseln lässt. Ein Buch über Abschied, Trauer zulassen und loslassen können, der Suche nach der Vergangenheit und dem Glück. Das Ende hat genau die richtige Dosis Kitsch, um die Geschichte komplett zu machen und abzuschließen. Dieses Debüt hat mich begeistert und ich empfehle es allen, die leicht lesbare Romane mögen, die auch Tiefgang haben ⭐
Ein gutes, solides Buch zu mütterlichem Alkoholismus, Liebe, Verlust und Neuanfang. Ich empfehle es weiter.
🧡UND DANN SPRINGEN WIR🧡 von Gianna Lange, erschienen bei der Frankfurter Verlagsanstalt, ET 13.03.2025, 192 Seiten ✨Leseempfehlung ✨ »Ein starkes Debüt von poetischer Bildsprache und erzählerischer Sogkraft. Gianna Lange hat einen atmosphärischen und berührenden Roman über das geschrieben, was wir Leben nennen.« EUZA MAUREEN ALTENHOF, DUSSMANN DAS KULTURKAUFHAUS „Irgendwann kommen wir wieder, und dann springen wir“ Intensive Mutter-Tochter-Beziehung nach Trennung, Trauerbewältigung, Bedeutung von Familie, Suche und Neuanfang, Herzegowina, Alkoholismus, Sucht Mein Leseeindruck: Die Geschichte handelt von Rosa, Mitte Zwanzig die nach jahrelangem unmittelbarem Alkoholismus und anschließender tödlich verlaufender Krankheit ihrer Mutter Elise zur Halbwaise wird. Zu ihrem Vater hatte sie bis dato keinen Kontakt. Da die Mutter eher eine Lebenskünstlerin war, ist sie nun gezwungen wieder Kontakt zum Vater aufzunehmen, der die Familie für eine neue Frau und Kind verlassen hat als sie 6 Jahre alt war. Ziemlich „lost“ nach dem Tod der Mutter entschließt sie sich dem Ruf der Vergangenheit und dem gegebenen Versprechen zu folgen und reist zurück in das warme Licht der Herzegowina, die ihre Mutter so liebte. Teil dieses Unterfangens wird Emma, die ein ähnliches Schicksal teilt und so finden sich die Frauen und Familien. Ich mochte das Buch, es lies sich flott lesen, für meinen Geschmack wurde etwas zu viel geraucht, und die Sprache war mir an manchen Stellen zu derb. Insbesondere drei Wörter fanden sich immer wieder im Buch, die man hätte wunderbar ersetzen können, und gerade in Zusammenhang mit Frauen hätte ich mir eine gehobenere Wortwahl gewünscht. Cover und Titel finde ich schön und gut gewählt. Fazit: Ein gutes, solides Buch zu mütterlichem Alkoholismus, Liebe, Verlust und Neuanfang. Ich empfehle es weiter. Eure, Claudia
Gianna Langes Debüt „Und dann springen wir“ ist ein stilles literarisches Kleinod – eine feinfühlige, poetische Reise durch Trauer, Erinnerung und das Ringen um inneren Halt. Mit großer erzählerischer Klarheit und einer zarten Melancholie begleitet der Roman die junge Protagonistin Rosa auf ihrem Weg zurück zu einem Versprechen, das sich sie und ihre Mutter einst auf der Alten Brücke in Mostar gegeben haben: „Irgendwann kommen wir wieder. Und dann springen wir.“ Der Tod der Mutter trifft Rosa unvorbereitet und schmerzhaft direkt. Zurück bleibt eine Leere, ein nicht aufgearbeitetes Leben voller Risse und Fragen. Um Antworten zu finden – und vielleicht auch sich selbst – begibt sie sich auf eine Reise, die sie durch das östliche Europa bis in die Herzegowina führt. Die Landschaften, die Städte, die Begegnungen sind dabei nicht bloß Kulisse, sondern Spiegel ihrer inneren Bewegung. Besonders eindrucksvoll ist die Begegnung mit Emma, deren eigene Suche nach Identität und Herkunft eine zweite Erzählebene öffnet, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht. Gianna Langes Sprache ist dabei von außergewöhnlicher Qualität. Sie schreibt mit einer fast schwerelosen Präzision, lässt Szenen und Stimmungen entstehen, ohne sie zu erklären. Ihre Worte tragen eine emotionale Wucht in sich, gerade weil sie sich zurücknehmen. Es ist ein Schreiben, das Raum lässt – für Gedanken, für Erinnerungen, für das, was zwischen den Zeilen steht. „Und dann springen wir“ ist kein dramatischer Roman, sondern einer, der leise Töne anschlägt und gerade dadurch unter die Haut geht. Er handelt von der Suche nach Heimat – im geografischen wie im emotionalen Sinn –, von den Spuren, die andere in uns hinterlassen, und vom Mut, alte Wunden zu betrachten, um neuen Schritten zu vertrauen. Ein beeindruckendes Debüt, das zeigt, wie viel Kraft in leiser Literatur steckt. Für Leserinnen und Leser, die auf der Suche nach Tiefe, Gefühl und einem feinen Gespür für Sprache sind, ist dieser Roman eine große Bereicherung. Ein Buch, das einen ganz eigenen Platz im Herzen hinterlässt.

„Irgendwann kommen wir wieder.. und dann springen wir“
Ein sprachlich wunderschöner kurzer Roman, der die Geschichte um eine komplizierte Familie und die Trauer um eine verstorbene Mutter, die mit einer Sucht zu kämpfen hatte, bildlich untermalt. Man reist in dem Buch mit der Protagonistin in verschiedenen Ortschaften mit und erlebt ihre Gefühlswelt hautnah. Das Ende war wundervoll kitschig und hat mich kurz gerührt.









