Mutter ohne Kind
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Description
Jede dritte Schwangerschaft endet in einer Fehlgeburt – und niemand spricht darüber
Eva Lindner ist in der sechzehnten Woche schwanger, als sie ihr Kind verliert, vollkommen unvorbereitet. Ihre Geschichte findet sich tausendfach in Deutschland. Schätzungsweise jede dritte schwangere Frau erlebt eine Fehlgeburt. Trotzdem wird darüber kaum gesprochen. Stattdessen befeuern Mythen über die Ursachen von Fehlgeburten die Schuldgefühle und das Leiden der Frauen. Was muss sich ändern? Die Journalistin Eva Lindner hat mit Expert*innen und Betroffenen geredet und zeigt, wie wichtig es für uns alle ist, dass wir einen
Weg aus dem Schweigen finden.
Eine Fehlgeburt ist die häufigste Schwangerschaftskomplikation. Statistisch gesehen kennt jede Person mindestens eine Frau, die während der Schwangerschaft eine Fehlgeburt erlebt hat – oder noch erleben wird. Warum kommt den meisten Betroffenen ihr Verlust dennoch wie ein katastrophaler Einzelfall vor? Die Journalistin Eva Lindner gibt Antwort: Weil wir nicht darüber sprechen. Fehlgeburten zählen zu den letzten Tabus in unserer Gesellschaft. Die Folge sind eine dürftige Studienlage, kaum Forschungsgelder, mangelnde medizinische Betreuung und fehlender rechtlicher Schutz für die Betroffenen. In ihrem Buch gibt Eva Lindner ihnen eine Stimme. Sie spricht mit langjährigen Hebammen, Gynäkolog*innen und Anwält*innen, zeigt Missstände auf und verdeutlicht die politische Relevanz von Schwangerschaftsverlusten. Sie stellt klar, was sich ändern muss, um einen längst überfälligen Diskurs in die Mitte unserer Gesellschaft zu holen.
»Eva Lindner findet Worte für etwas, wofür es eigentlich keine Worte gibt. Und bricht mit einem der letzten Tabus unserer Zeit. Endlich.« Alexandra Zykunov, Autorin des Spiegel-Bestsellers Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!
Book Information
Author Description
Eva Lindner, geboren 1983, arbeitet als Journalistin u. a. für ZEIT WISSEN, DIE ZEIT und die Süddeutsche Zeitung. Sie ist Absolventin der Axel-Springer-Akademie, erhielt für ihre Reportagen mehrere Auslandsstipendien und berichtete u. a. aus Indien, dem Iran und Israel. Nachdem sie selbst eine Fehlgeburt erlitt, begann sie sich mit der gesellschaftlichen Tabuisierung auseinanderzusetzen. Eva Lindner lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Valencia, Spanien.
Posts
"Statistisch gesehen kennt jede Person mindestens eine Frau, die während der Schwangerschaft eine Fehlgeburt erlebt hat - oder noch erleben wird. Warum kommt den meisten Betroffenen ihr Verlust dennoch wie ein katastrophaler Einzelfall vor?" Eva Lindner ist Journalistin und Betroffene, sie hatte selbst eine Fehlgeburt und hat so erfahren, wie dürftig die medizinische Versorgung und psychische Betreuung von Betroffenen oftmals ist, ganz abgesehen von fehlendem rechtlichen Schutz. Für das Buch hat Lindner mit anderen Betroffenen sowie Fachpersonal (z.B. Hebammen, Gynäkolog*innen und Anwält*innen) gesprochen und schafft ein Gesamtbild, das ernüchternd ist. Da ich selbst auch Betroffene bin, konnte ich gut nachempfinden, was Lindner hier beschreibt - sowohl den emotionalen Verlust, die körperlichen Beschwerden, als auch den Schock darüber, wie die medizinische Betreuung im Falle eine Fehlgeburt verläuft. Hilfsangebote sind zwar vorhanden, werden aber nur selten proaktiv vorgestellt. Oftmals fehlt dem medizinischen Personal schlicht die Zeit, um sich adäquat um Betroffene zu kümmern. Wenn es nach der Fehlgeburt weiterhin einen Kinderwunsch gibt, fehlt es manchen Fachkräften an Einfühlungsvermögen, die erlittene Fehlgeburt als das Trauma zu behandeln, das es nunmal oftmals ist. Das liegt in den meisten Fällen nicht an Ignoranz, sondern am Zeitmangel, fehlendem wissenschaftlichen Interesse an Frauengesundheit sowie einer anhaltenden Tabuisierung und damit verbundenen Hilflosigkeit im Umgang. Ich habe dank Eva Lindners Buch sehr viel gelernt - sowohl über medizinische Aspekte von Fehlgeburten, als auch über politische, rechtliche und historische. Es ist ein Thema, das so viele Menschen betrifft. Ich würde mir sehr wünschen, dass mehr Menschen dieses Buch lesen, auch und insbesondere solche, die nicht betroffen sind. Allerdings würde ich es nicht Schwangeren empfehlen, die zum ersten Mal schwanger sind - ich kann mir vorstellen, dass das Buch in der Situation eher Ängste schürt und besser zu einem anderen Zeitpunkt gelesen werden sollte. CN: Fehlgeburt, T0tgeburt, Trauer, Blut
Mit "Mutter ohne Kind" leistet Eva Lindner ohne Zweifel einen Beitrag zu unserer Gesellschaft, der ungeheuer wichtig ist. Sie scheut sich nicht, das Thema der stillen Geburt - das als Tabuthema behandelt wird, eigentlich aber keines sein sollte - anzupacken und verdient allein damit schon grossen Respekt. Viel wichtiger ist aber, dass trotz des sensiblen Themas und ihrem behutsamen Umgang damit, die Stimme der Autorin in den richtigen Momenten laut wird und so unglaublich eindringlich wirkt. "Mutter ohne Kind" hat mich beeindruckt, wegen des Gespürs, der Feinfühligkeit und der Persönlichkeit, die die Autorin an den Tag legt. Es hat mich aufgerüttelt, für medizinische Fakten, erschreckende Tatsachen und Vorwürfe an unsere Gesellschaft, die bitter nötig sind. Gleichzeitig ist "Mutter ohne Kind" ein wertvolles und wichtiges Buch. Ob es betroffenen Frauen den Trost und den Mut spenden kann, den es zu spenden versucht, kann ich nicht sagen, aber ich hoffe es. Was ich hingegen sagen kann ist, dass die Nüchternheit und der Tiefe, mit der Lindner die Faktenlage klärt, aber auch die Offenheit mit der sie über Persönliches spricht wertvoll und hilfreich sind für Frauen wie mich, die nicht persönlich betroffen sind, aber einen (wenn auch noch so kleinen) Beitrag zur Enttabuisierung dieses Themas leisten möchten. Eine klare Leseempfehlung, auch wenn es harte Kost ist. Sofern man ein solches Buch gerne lesen kann, ich habe es getan...
Ehrlich gesagt habe ich das Buch immer nur in wohldosierten Abschnitten gelesen. Das war notwendig, weil ich selbst betroffen bin. Mein Kind wäre heute 26 Jahre alt... Die Autorin stellt mehrere Frauen vor die ein Baby verloren haben. Jede dieser Frauen geht anders damit um. Die Autorin hat sehr viele Fakten gesammelt und erklärt alles sehr genau und gut. So habe ich nun von den drei unterschiedlichen Arten erfahren, wie man eine nicht mehr intakte Schwangerschaft beenden kann. Heute redet man sehr offen darüber, damals wurde man allein gelassen damit. Das Buch nimmt einen mit durch die unterschiedlichen Arten einen Verlust zu erleben und zu verkraften. Für mich ist dieses Buch ein wichtiges Zeichen zur Selbstbestimmung über den eigenen Körper und wie man mit dem Verlust umgegangen wird! Eine klare Leseempfehlung, auch wenn es nicht einfach ist. Die einzelnen Schicksale gehen einem doch ziemlich nahe.
“Sie sind überall, die betroffenen Frauen. Eine von dreien.”
Hui! Hui uiuiui! Habe das Buch immer wieder weglegen müssen, vor lauter Trauer, Wut und Emotionen, aber gleichzeitig hätte ich es gerne an einem Stück durchgelesen 😩 Bei all den Kinderwünschen in der Gesellschaft stellt sich auch immer die Frage: was wenn alles nicht so rosa abläuft, wie erträumt? So so arg viele wichtige Infos, ehrliche Einblicke, Gedankenanstöße und Studien in einem Buch, dass mich dazu verleitet, es jeder Person in die Hand zu drücken und zu sagen: LIES! Denn “statistisch gesehen kennt jede Person mindestens eine Frau, die während der Schwangerschaft eine Fehlgeburt erlebt hat - oder noch erleben wird.” Kennst du die (rechtlichen) Unterschiede zwischen Stillgeburt und “Fehlgeburt”? Wusstest du, dass jede Minute 44 Frauen auf der Welt ihre Schwangerschaft verlieren? Oder was für eine Rolle Cytotec spielte? Wenn Nein, dann ist dieses Buch hier der perfekte Anfang. Und wenn du dich nicht für dich informierst, dann für deine Freunde und Bekannten und für eine informierte Gesellschaft 🤞🏼 denn “sie sind überall, die betroffenen Frauen. Eine von dreien.”

Ein einzigartiges Buch, das betroffenen Familien und deren Sternenkinder eine Stimme gibt. Es ist höchste Zeit, dass wir das Thema um Fehl- und Stille Geburten aus dem Tabu holen und als Gesellschaft beleuchten. Jede dritte Schwangerschaft endet mit einem Sternenkind und Eva Lindner hat den Startschuss gegeben, um das Thema weiter zu normalisieren und den Betroffenen auf ihrem Weg Unterstützung zu geben, statt ihnen mit Vorurteilen zu begegnen.
»Weltweit kommt es jährlich zu 23 Millionen Fehlgeburten. In jeder Minute, die verstreicht, verlieren 44 Frauen auf dieser Welt ihre Schwangerschaft.« (S. 15) In ihrem Sachbuch »Mutter ohne Kind — Das Tabu Fehlgeburt und was sich daran ändern muss« schreibt die Autorin Eva Lindner über das Tabu zu Fehl- & Totgeburten. In insgesamt 11 Kapiteln, gerandet von Einleitung und Ausblick schreibt die Autorin über verschiedene Aspekte rund um diese Themen. Jede Kapitelüberschrift enthält einen Frauennamen einer Frau, die ihre persönliche Geschichte dazu geteilt hat und die begleitende Unterüberschrift, die das Thema framt. Über die Problematik von fehlender Gender-Medizin, über mangelnde Forschung, Weiterbildung und Schulungen sowie die Zulassung von Medikamenten und Problematik im Umgang mit den Gesetzen (wie bspw. §218 Abtreibung, aber auch dem Mutterschutz) werden hier zahlreiche Aspekte aufgegriffen, an persönlichen Beispielen verdeutlicht und anschließend wissenschaftlich und sachlich erläutert und mit Statistiken belegt. Bei diesem Thema zeigt sich wieder einmal, wie sehr das Patrichariat Frauen abwertet und schlechter stellt und wie dringend sich Missstände und Tabus ändern müssen in Bezug auf Fehlgeburten. Als Mutter, die ebenfalls ein Kind in der Schwangerschaft verloren hat, hat die Autorin eine sehr persönlichen Perspektive zu diesem Thema. Es gelingt Ihr hervorragend, dies in den Kontext einzubetten und ein sowohl sachliches als auch sehr einfühlsames Sachbuch zu schreiben. Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung! Das Sachbuch finde ich sehr gut formuliert, belegt und ausgearbeitet. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin am Ende 11 Forderungen passend aus jedem Kapitel eine ableitet und damit ganz konkret aufzeigt, wie sich dies verbessern ließe. Das macht Hoffnung — noch mehr, wenn dieses Buch und die Forderungen ganz viele Menschen lesen würden! Große Leseempfehlung 🩷

Must-Read 🤍
》 Jede dritte Schwangerschaft endet in einer Fehlgeburt - und niemand spricht darüber 《 Dieses Buch ist ein must-read für jede*n. Nicht nicht für Personen, die einen Kinderwunsch haben, gerade schwanger sind oder bereits eine Fehlgeburt hatten. Es ist auch ein must-read für die Väter, für Männer im Allgemeinen, für Menschen ohne Kinderwunsch und für alle, die nicht wissen sollen, wie sie mit dem Thema umgehen sollen oder wie sie andere unterstützen können, um das Gespräch über das "Tabuthema" Fehlgeburt anzuregen und es zu normalisieren darüber zu sprechen. Eva Lindner schildert in ihrem Buch "Mutter ohne Kind" anhand von Erfahrungsberichten wie mit dem Thema Fehlgeburt umgegangen wird. Sie klärt auf, dass der Begriff Fehlgeburt auf einen "Fehler" oder ein "Fehlverhalten" der Mutter umgeleitet werden kann, weshalb sie den Begriff "kleine Geburt" bevorzugt. Sie fordert, dass Personen bereits vor der Geburt ausreichend über das Thema "Fehlgeburt", die Statistiken und Zahlen und die nötigen psychologischen als auch medizinischen Hilfsangebote aufgeklärt werden, nämlich in der Schule, in Arztpraxen etc. Zudem wird die Abschaffung des in der Kritik stehenden § 218 StGB, welcher die Abtreibung einer Schwangerschaft unter Strafe stellt gefordert. Gerade an diesem Punkt hätte ich mir allerdings eine ausführlichere rechtliche Auseinandersetzung mit dem Paragraphen gewünscht, weshalb ich hier konkretisieren würde, dass eine Revolutionierung der Definition der Geburt und der Entstehung des Lebens gemeint und gewünscht ist (fand ich an der Stelle wirklich unzureichend). Die geschilderten persönlichen Erlebnisse waren heftig. Vor allem der Umgang des medizinischen Personals mit den Frauen, die gerade ihr Kind verloren hatte, genauso wie mit denen, die sich bewusst für eine Abtreibung entschieden haben, war wirklich erschreckend. Auch hier wird eine Schulung des medizinischen Personals im Bereich der Aufklärung und des respektvollen Umgangs mit Betroffenen gefordert. Große Empfehlung meinerseits für dieses Buch 🤍 Auch wenn man von der Thematik nicht persönlich betroffen ist: Seid aufmerksam, einfühlsam und versucht Gespräche nicht zu meiden (außer die betroffenen Person wünscht es ausdrücklich) ✨️

Fehlgeburt, etwas was leider normal ist und trotzdem weiß es niemand. Auch welche Ansprüche daraus abgeleitet werden können, ist eher unbekannt oder auch wichtige Forderungen, um die Stille Geburt sicher durchführen zu können. Dieses Buch zeigt einiges auf und rückt das wichtige Thema in den Vordergrund:)
Ich habe dieses Buch einen Tag nach meiner 2. Fehlgeburt entdeckt und musste es einfach kaufen. Es erklärt sachlich, nüchtern mögliche Gründe. Erzählt Geschichten von verschiedenen Müttern aus verschiedenen Perspektiven. Zeigt Missstände auf der Welt, in Europa, in Deutschland auf. Gibt Rat für diejenigen die das gleiche erlebt haben. Gibt Rat für diejenigen, die dies nicht erleben mussten. Ich empfehle es sehr gerne weiter.
Eva Lindners "Mutter ohne Kind" ist ein bemerkenswertes Buch, das ein Tabu bricht, von dem viele noch nicht einmal wissen, dass es existiert. Der Klappentext eröffnet einen Blick auf eine Realität, die oft übersehen wird: Jede dritte Schwangerschaft endet in einer Fehlgeburt, und dennoch wird darüber kaum gesprochen. Lindner, eine erfahrene Journalistin, die selbst durch dieses Leid gegangen ist, stellt sich dem Schweigen und bringt die Geschichten von Betroffenen und Experten ans Licht. Das Buch ist toll recherchiert und bietet einen eindringlichen Einblick in die Vielschichtigkeit des Themas. Lindner schafft es, die Angst vor diesem sensiblen Thema zu nehmen, besonders für junge Frauen, die oft von falschen Vorstellungen über Fehlgeburten geplagt werden. Durch die authentischen und einfühlsamen Geschichten verschiedener Frauen, einschließlich der Autorin selbst, wird deutlich, wie dringend es ist, über dieses Thema offen zu sprechen. Besonders beeindruckend ist, wie Lindner aufzeigt, was sich dringend ändern muss. Sie beleuchtet nicht nur die Mythen und Schuldgefühle, die oft mit Fehlgeburten einhergehen, sondern auch, wie andere Kulturen und Länder mit diesem Thema umgehen. Sie wirft sogar einen Blick auf mögliche Geschlechtsunterschiede im Umgang mit diesem Thema, was das Buch noch facettenreicher macht. Neben den Geschichten bietet das Buch auch wertvolle Tipps, die Betroffenen helfen können, mit ihrem Verlust umzugehen. Lindner macht deutlich, dass dieses Thema nicht nur persönlich, sondern auch in Forschung, Medizin und Politik mehr Aufmerksamkeit benötigt. Insgesamt ist "Mutter ohne Kind" ein großartiges Buch, das nicht nur toll geschrieben und recherchiert ist, sondern auch dringend gebraucht wird. Es ermutigt, zu sprechen, zu verstehen und zu verändern. Ein Muss für alle, die mit diesem Thema konfrontiert sind oder es besser verstehen wollen.
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Jede dritte Schwangerschaft endet in einer Fehlgeburt – und niemand spricht darüber
Eva Lindner ist in der sechzehnten Woche schwanger, als sie ihr Kind verliert, vollkommen unvorbereitet. Ihre Geschichte findet sich tausendfach in Deutschland. Schätzungsweise jede dritte schwangere Frau erlebt eine Fehlgeburt. Trotzdem wird darüber kaum gesprochen. Stattdessen befeuern Mythen über die Ursachen von Fehlgeburten die Schuldgefühle und das Leiden der Frauen. Was muss sich ändern? Die Journalistin Eva Lindner hat mit Expert*innen und Betroffenen geredet und zeigt, wie wichtig es für uns alle ist, dass wir einen
Weg aus dem Schweigen finden.
Eine Fehlgeburt ist die häufigste Schwangerschaftskomplikation. Statistisch gesehen kennt jede Person mindestens eine Frau, die während der Schwangerschaft eine Fehlgeburt erlebt hat – oder noch erleben wird. Warum kommt den meisten Betroffenen ihr Verlust dennoch wie ein katastrophaler Einzelfall vor? Die Journalistin Eva Lindner gibt Antwort: Weil wir nicht darüber sprechen. Fehlgeburten zählen zu den letzten Tabus in unserer Gesellschaft. Die Folge sind eine dürftige Studienlage, kaum Forschungsgelder, mangelnde medizinische Betreuung und fehlender rechtlicher Schutz für die Betroffenen. In ihrem Buch gibt Eva Lindner ihnen eine Stimme. Sie spricht mit langjährigen Hebammen, Gynäkolog*innen und Anwält*innen, zeigt Missstände auf und verdeutlicht die politische Relevanz von Schwangerschaftsverlusten. Sie stellt klar, was sich ändern muss, um einen längst überfälligen Diskurs in die Mitte unserer Gesellschaft zu holen.
»Eva Lindner findet Worte für etwas, wofür es eigentlich keine Worte gibt. Und bricht mit einem der letzten Tabus unserer Zeit. Endlich.« Alexandra Zykunov, Autorin des Spiegel-Bestsellers Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!
Book Information
Author Description
Eva Lindner, geboren 1983, arbeitet als Journalistin u. a. für ZEIT WISSEN, DIE ZEIT und die Süddeutsche Zeitung. Sie ist Absolventin der Axel-Springer-Akademie, erhielt für ihre Reportagen mehrere Auslandsstipendien und berichtete u. a. aus Indien, dem Iran und Israel. Nachdem sie selbst eine Fehlgeburt erlitt, begann sie sich mit der gesellschaftlichen Tabuisierung auseinanderzusetzen. Eva Lindner lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Valencia, Spanien.
Posts
"Statistisch gesehen kennt jede Person mindestens eine Frau, die während der Schwangerschaft eine Fehlgeburt erlebt hat - oder noch erleben wird. Warum kommt den meisten Betroffenen ihr Verlust dennoch wie ein katastrophaler Einzelfall vor?" Eva Lindner ist Journalistin und Betroffene, sie hatte selbst eine Fehlgeburt und hat so erfahren, wie dürftig die medizinische Versorgung und psychische Betreuung von Betroffenen oftmals ist, ganz abgesehen von fehlendem rechtlichen Schutz. Für das Buch hat Lindner mit anderen Betroffenen sowie Fachpersonal (z.B. Hebammen, Gynäkolog*innen und Anwält*innen) gesprochen und schafft ein Gesamtbild, das ernüchternd ist. Da ich selbst auch Betroffene bin, konnte ich gut nachempfinden, was Lindner hier beschreibt - sowohl den emotionalen Verlust, die körperlichen Beschwerden, als auch den Schock darüber, wie die medizinische Betreuung im Falle eine Fehlgeburt verläuft. Hilfsangebote sind zwar vorhanden, werden aber nur selten proaktiv vorgestellt. Oftmals fehlt dem medizinischen Personal schlicht die Zeit, um sich adäquat um Betroffene zu kümmern. Wenn es nach der Fehlgeburt weiterhin einen Kinderwunsch gibt, fehlt es manchen Fachkräften an Einfühlungsvermögen, die erlittene Fehlgeburt als das Trauma zu behandeln, das es nunmal oftmals ist. Das liegt in den meisten Fällen nicht an Ignoranz, sondern am Zeitmangel, fehlendem wissenschaftlichen Interesse an Frauengesundheit sowie einer anhaltenden Tabuisierung und damit verbundenen Hilflosigkeit im Umgang. Ich habe dank Eva Lindners Buch sehr viel gelernt - sowohl über medizinische Aspekte von Fehlgeburten, als auch über politische, rechtliche und historische. Es ist ein Thema, das so viele Menschen betrifft. Ich würde mir sehr wünschen, dass mehr Menschen dieses Buch lesen, auch und insbesondere solche, die nicht betroffen sind. Allerdings würde ich es nicht Schwangeren empfehlen, die zum ersten Mal schwanger sind - ich kann mir vorstellen, dass das Buch in der Situation eher Ängste schürt und besser zu einem anderen Zeitpunkt gelesen werden sollte. CN: Fehlgeburt, T0tgeburt, Trauer, Blut
Mit "Mutter ohne Kind" leistet Eva Lindner ohne Zweifel einen Beitrag zu unserer Gesellschaft, der ungeheuer wichtig ist. Sie scheut sich nicht, das Thema der stillen Geburt - das als Tabuthema behandelt wird, eigentlich aber keines sein sollte - anzupacken und verdient allein damit schon grossen Respekt. Viel wichtiger ist aber, dass trotz des sensiblen Themas und ihrem behutsamen Umgang damit, die Stimme der Autorin in den richtigen Momenten laut wird und so unglaublich eindringlich wirkt. "Mutter ohne Kind" hat mich beeindruckt, wegen des Gespürs, der Feinfühligkeit und der Persönlichkeit, die die Autorin an den Tag legt. Es hat mich aufgerüttelt, für medizinische Fakten, erschreckende Tatsachen und Vorwürfe an unsere Gesellschaft, die bitter nötig sind. Gleichzeitig ist "Mutter ohne Kind" ein wertvolles und wichtiges Buch. Ob es betroffenen Frauen den Trost und den Mut spenden kann, den es zu spenden versucht, kann ich nicht sagen, aber ich hoffe es. Was ich hingegen sagen kann ist, dass die Nüchternheit und der Tiefe, mit der Lindner die Faktenlage klärt, aber auch die Offenheit mit der sie über Persönliches spricht wertvoll und hilfreich sind für Frauen wie mich, die nicht persönlich betroffen sind, aber einen (wenn auch noch so kleinen) Beitrag zur Enttabuisierung dieses Themas leisten möchten. Eine klare Leseempfehlung, auch wenn es harte Kost ist. Sofern man ein solches Buch gerne lesen kann, ich habe es getan...
Ehrlich gesagt habe ich das Buch immer nur in wohldosierten Abschnitten gelesen. Das war notwendig, weil ich selbst betroffen bin. Mein Kind wäre heute 26 Jahre alt... Die Autorin stellt mehrere Frauen vor die ein Baby verloren haben. Jede dieser Frauen geht anders damit um. Die Autorin hat sehr viele Fakten gesammelt und erklärt alles sehr genau und gut. So habe ich nun von den drei unterschiedlichen Arten erfahren, wie man eine nicht mehr intakte Schwangerschaft beenden kann. Heute redet man sehr offen darüber, damals wurde man allein gelassen damit. Das Buch nimmt einen mit durch die unterschiedlichen Arten einen Verlust zu erleben und zu verkraften. Für mich ist dieses Buch ein wichtiges Zeichen zur Selbstbestimmung über den eigenen Körper und wie man mit dem Verlust umgegangen wird! Eine klare Leseempfehlung, auch wenn es nicht einfach ist. Die einzelnen Schicksale gehen einem doch ziemlich nahe.
“Sie sind überall, die betroffenen Frauen. Eine von dreien.”
Hui! Hui uiuiui! Habe das Buch immer wieder weglegen müssen, vor lauter Trauer, Wut und Emotionen, aber gleichzeitig hätte ich es gerne an einem Stück durchgelesen 😩 Bei all den Kinderwünschen in der Gesellschaft stellt sich auch immer die Frage: was wenn alles nicht so rosa abläuft, wie erträumt? So so arg viele wichtige Infos, ehrliche Einblicke, Gedankenanstöße und Studien in einem Buch, dass mich dazu verleitet, es jeder Person in die Hand zu drücken und zu sagen: LIES! Denn “statistisch gesehen kennt jede Person mindestens eine Frau, die während der Schwangerschaft eine Fehlgeburt erlebt hat - oder noch erleben wird.” Kennst du die (rechtlichen) Unterschiede zwischen Stillgeburt und “Fehlgeburt”? Wusstest du, dass jede Minute 44 Frauen auf der Welt ihre Schwangerschaft verlieren? Oder was für eine Rolle Cytotec spielte? Wenn Nein, dann ist dieses Buch hier der perfekte Anfang. Und wenn du dich nicht für dich informierst, dann für deine Freunde und Bekannten und für eine informierte Gesellschaft 🤞🏼 denn “sie sind überall, die betroffenen Frauen. Eine von dreien.”

Ein einzigartiges Buch, das betroffenen Familien und deren Sternenkinder eine Stimme gibt. Es ist höchste Zeit, dass wir das Thema um Fehl- und Stille Geburten aus dem Tabu holen und als Gesellschaft beleuchten. Jede dritte Schwangerschaft endet mit einem Sternenkind und Eva Lindner hat den Startschuss gegeben, um das Thema weiter zu normalisieren und den Betroffenen auf ihrem Weg Unterstützung zu geben, statt ihnen mit Vorurteilen zu begegnen.
»Weltweit kommt es jährlich zu 23 Millionen Fehlgeburten. In jeder Minute, die verstreicht, verlieren 44 Frauen auf dieser Welt ihre Schwangerschaft.« (S. 15) In ihrem Sachbuch »Mutter ohne Kind — Das Tabu Fehlgeburt und was sich daran ändern muss« schreibt die Autorin Eva Lindner über das Tabu zu Fehl- & Totgeburten. In insgesamt 11 Kapiteln, gerandet von Einleitung und Ausblick schreibt die Autorin über verschiedene Aspekte rund um diese Themen. Jede Kapitelüberschrift enthält einen Frauennamen einer Frau, die ihre persönliche Geschichte dazu geteilt hat und die begleitende Unterüberschrift, die das Thema framt. Über die Problematik von fehlender Gender-Medizin, über mangelnde Forschung, Weiterbildung und Schulungen sowie die Zulassung von Medikamenten und Problematik im Umgang mit den Gesetzen (wie bspw. §218 Abtreibung, aber auch dem Mutterschutz) werden hier zahlreiche Aspekte aufgegriffen, an persönlichen Beispielen verdeutlicht und anschließend wissenschaftlich und sachlich erläutert und mit Statistiken belegt. Bei diesem Thema zeigt sich wieder einmal, wie sehr das Patrichariat Frauen abwertet und schlechter stellt und wie dringend sich Missstände und Tabus ändern müssen in Bezug auf Fehlgeburten. Als Mutter, die ebenfalls ein Kind in der Schwangerschaft verloren hat, hat die Autorin eine sehr persönlichen Perspektive zu diesem Thema. Es gelingt Ihr hervorragend, dies in den Kontext einzubetten und ein sowohl sachliches als auch sehr einfühlsames Sachbuch zu schreiben. Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung! Das Sachbuch finde ich sehr gut formuliert, belegt und ausgearbeitet. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin am Ende 11 Forderungen passend aus jedem Kapitel eine ableitet und damit ganz konkret aufzeigt, wie sich dies verbessern ließe. Das macht Hoffnung — noch mehr, wenn dieses Buch und die Forderungen ganz viele Menschen lesen würden! Große Leseempfehlung 🩷

Must-Read 🤍
》 Jede dritte Schwangerschaft endet in einer Fehlgeburt - und niemand spricht darüber 《 Dieses Buch ist ein must-read für jede*n. Nicht nicht für Personen, die einen Kinderwunsch haben, gerade schwanger sind oder bereits eine Fehlgeburt hatten. Es ist auch ein must-read für die Väter, für Männer im Allgemeinen, für Menschen ohne Kinderwunsch und für alle, die nicht wissen sollen, wie sie mit dem Thema umgehen sollen oder wie sie andere unterstützen können, um das Gespräch über das "Tabuthema" Fehlgeburt anzuregen und es zu normalisieren darüber zu sprechen. Eva Lindner schildert in ihrem Buch "Mutter ohne Kind" anhand von Erfahrungsberichten wie mit dem Thema Fehlgeburt umgegangen wird. Sie klärt auf, dass der Begriff Fehlgeburt auf einen "Fehler" oder ein "Fehlverhalten" der Mutter umgeleitet werden kann, weshalb sie den Begriff "kleine Geburt" bevorzugt. Sie fordert, dass Personen bereits vor der Geburt ausreichend über das Thema "Fehlgeburt", die Statistiken und Zahlen und die nötigen psychologischen als auch medizinischen Hilfsangebote aufgeklärt werden, nämlich in der Schule, in Arztpraxen etc. Zudem wird die Abschaffung des in der Kritik stehenden § 218 StGB, welcher die Abtreibung einer Schwangerschaft unter Strafe stellt gefordert. Gerade an diesem Punkt hätte ich mir allerdings eine ausführlichere rechtliche Auseinandersetzung mit dem Paragraphen gewünscht, weshalb ich hier konkretisieren würde, dass eine Revolutionierung der Definition der Geburt und der Entstehung des Lebens gemeint und gewünscht ist (fand ich an der Stelle wirklich unzureichend). Die geschilderten persönlichen Erlebnisse waren heftig. Vor allem der Umgang des medizinischen Personals mit den Frauen, die gerade ihr Kind verloren hatte, genauso wie mit denen, die sich bewusst für eine Abtreibung entschieden haben, war wirklich erschreckend. Auch hier wird eine Schulung des medizinischen Personals im Bereich der Aufklärung und des respektvollen Umgangs mit Betroffenen gefordert. Große Empfehlung meinerseits für dieses Buch 🤍 Auch wenn man von der Thematik nicht persönlich betroffen ist: Seid aufmerksam, einfühlsam und versucht Gespräche nicht zu meiden (außer die betroffenen Person wünscht es ausdrücklich) ✨️

Fehlgeburt, etwas was leider normal ist und trotzdem weiß es niemand. Auch welche Ansprüche daraus abgeleitet werden können, ist eher unbekannt oder auch wichtige Forderungen, um die Stille Geburt sicher durchführen zu können. Dieses Buch zeigt einiges auf und rückt das wichtige Thema in den Vordergrund:)
Ich habe dieses Buch einen Tag nach meiner 2. Fehlgeburt entdeckt und musste es einfach kaufen. Es erklärt sachlich, nüchtern mögliche Gründe. Erzählt Geschichten von verschiedenen Müttern aus verschiedenen Perspektiven. Zeigt Missstände auf der Welt, in Europa, in Deutschland auf. Gibt Rat für diejenigen die das gleiche erlebt haben. Gibt Rat für diejenigen, die dies nicht erleben mussten. Ich empfehle es sehr gerne weiter.
Eva Lindners "Mutter ohne Kind" ist ein bemerkenswertes Buch, das ein Tabu bricht, von dem viele noch nicht einmal wissen, dass es existiert. Der Klappentext eröffnet einen Blick auf eine Realität, die oft übersehen wird: Jede dritte Schwangerschaft endet in einer Fehlgeburt, und dennoch wird darüber kaum gesprochen. Lindner, eine erfahrene Journalistin, die selbst durch dieses Leid gegangen ist, stellt sich dem Schweigen und bringt die Geschichten von Betroffenen und Experten ans Licht. Das Buch ist toll recherchiert und bietet einen eindringlichen Einblick in die Vielschichtigkeit des Themas. Lindner schafft es, die Angst vor diesem sensiblen Thema zu nehmen, besonders für junge Frauen, die oft von falschen Vorstellungen über Fehlgeburten geplagt werden. Durch die authentischen und einfühlsamen Geschichten verschiedener Frauen, einschließlich der Autorin selbst, wird deutlich, wie dringend es ist, über dieses Thema offen zu sprechen. Besonders beeindruckend ist, wie Lindner aufzeigt, was sich dringend ändern muss. Sie beleuchtet nicht nur die Mythen und Schuldgefühle, die oft mit Fehlgeburten einhergehen, sondern auch, wie andere Kulturen und Länder mit diesem Thema umgehen. Sie wirft sogar einen Blick auf mögliche Geschlechtsunterschiede im Umgang mit diesem Thema, was das Buch noch facettenreicher macht. Neben den Geschichten bietet das Buch auch wertvolle Tipps, die Betroffenen helfen können, mit ihrem Verlust umzugehen. Lindner macht deutlich, dass dieses Thema nicht nur persönlich, sondern auch in Forschung, Medizin und Politik mehr Aufmerksamkeit benötigt. Insgesamt ist "Mutter ohne Kind" ein großartiges Buch, das nicht nur toll geschrieben und recherchiert ist, sondern auch dringend gebraucht wird. Es ermutigt, zu sprechen, zu verstehen und zu verändern. Ein Muss für alle, die mit diesem Thema konfrontiert sind oder es besser verstehen wollen.

















