Jura not alone
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Description
Book Information
Author Description
Nora Markard, geb. 1978, ist eine deutsche Juristin, die auf den Gebieten Völkerrecht, Verfassungsrecht und Legal Gender Studies arbeitet. Sie ist Professorin an der Universität Münster und hat dort einen Lehrstuhl für Internationales Öffentliches Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz. Sie studierte Rechtswissenschaft an der FU Berlin, Master of Arts am King's Kollege London, Promotion an der HU Berlin. Nora Markard ist Mitgründerin und Mitglied im Vorstand der Organisation »Gesellschaft für Freiheitsrechte«, die bereits mehrere Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht gewonnen hat.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Wirklich informativ, Leseempfehlung ✨️
Jura Not Alone ist meines Erachtens ein sehr gelungenes Buch, welches in 12 spannenden Kapiteln die Bedeutung des Rechts in verschiedenen Gebieten darstellt. Jedes einzelne Kapitel wirkt ausgiebig recherchiert und hat mir neue wichtige Punkte aufgezeigt, die mich zum Nachdenken anregen konnten. Von mir gibt es daher eine große Leseempfehlung. Der einzige Kritikpunkt des Buches für mich: Das Buch besteht aus ca. 40 Seiten Fußnoten, welches zwar für eine gute Recherche sprechen, aber dem Lesefluss beim Nachschlagen der einzelnen Fußnoten schadet. Zudem reduziert sich dadurch die Länge das Buches auf knapp 210 Seiten, wofür der Preis dann mehr als happig erscheint.
In „Jura not alone“ (2024) zeigen Nora Markard und Ronen Steinke auf, dass Recht immer politisch ist. In verschiedenen Kapiteln werden die unterschiedlichsten Rechtsgebiete beleuchtet - vom Familien-, Arbeits- und Polizeirecht über das Klimaschutzrecht bis hin zum Völkerrecht und den Menschenrechten. Anhand vieler Beispiele zeigen die Autor*innen, wie Recht das Leben der Menschen strukturiert und zugleich gesellschaftliche Normen widerspiegelt. Wenn an Universitäten und Gerichten Recht als objektiv dargestellt wird, wird ausgeblendet, dass auch die „herrschende Meinung“ Ergebnis gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse ist. Im Fokus der Buchpremiere stand das Kapitel zur (wehrhaften) Demokratie. Aufgrund der Erfahrungen in der Weimarer Republik wurden in das Grundgesetz Sicherungsmechanismen aufgenommen, die verhindern sollen, dass die Demokratie mit ihren eigenen Mitteln ausgehebelt werden kann (z.B. das Parteiverbot nach Art. 21 GG und die Grundrechtsverwirkung nach Art. 18 GG). In einem demokratischen Rechtsstaat setzt jedoch selbst das beste Rechtssystem voraus, dass sich Politiker*innen und Bürger*innen an demokratischen Werten orientieren. Hier gilt das Böckenförde-Diktum: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“ Vor diesem Hintergrund liest sich das Buch weniger als Beschwerde über die aufgezeigten Mängel, sondern vielmehr als Einladung, sich an den notwendigen Aushandlungsprozessen zu beteiligen und demokratische Rechte wahrzunehmen. Das Buch zeigt auf, wie mit rechtlichen Mitteln für eine gerechtere Welt gekämpft werden kann. Aufgrund der Vielzahl der behandelten Themen handelt es sich eher um einen Überblick als um eine vertiefte Auseinandersetzung. Zielgruppe sind wohl interessierte Laien und Jurastudierende zu Beginn ihres Studiums - oder auch desillusionierte Jurist*innen, die sich daran erinnern wollen, warum sie ihren Job eigentlich machen. Das Buch zeigt auf, wie praxisnah Jura ist und wie wichtig es ist, dass sich auch progressive und idealistische Menschen - Jurist*innen und Nichtjurist*innen - mit dem Recht beschäftigen.
Großartig, Mut machend, informativ, toll geschrieben.
Und noch ein netter Bonus: Nach der Lektüre dieses Buches ist man dank der positiven Beispiele und gut verständlichen Erklärungen gewappnet für die nächste Diskussion mit Menschen, die meinen sie könnten ja eh nichts bewirken gegen ‚die da oben‘ und sich deshalb gar nicht erst für irgendwas engagieren.
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2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
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Author Description
Nora Markard, geb. 1978, ist eine deutsche Juristin, die auf den Gebieten Völkerrecht, Verfassungsrecht und Legal Gender Studies arbeitet. Sie ist Professorin an der Universität Münster und hat dort einen Lehrstuhl für Internationales Öffentliches Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz. Sie studierte Rechtswissenschaft an der FU Berlin, Master of Arts am King's Kollege London, Promotion an der HU Berlin. Nora Markard ist Mitgründerin und Mitglied im Vorstand der Organisation »Gesellschaft für Freiheitsrechte«, die bereits mehrere Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht gewonnen hat.
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Wirklich informativ, Leseempfehlung ✨️
Jura Not Alone ist meines Erachtens ein sehr gelungenes Buch, welches in 12 spannenden Kapiteln die Bedeutung des Rechts in verschiedenen Gebieten darstellt. Jedes einzelne Kapitel wirkt ausgiebig recherchiert und hat mir neue wichtige Punkte aufgezeigt, die mich zum Nachdenken anregen konnten. Von mir gibt es daher eine große Leseempfehlung. Der einzige Kritikpunkt des Buches für mich: Das Buch besteht aus ca. 40 Seiten Fußnoten, welches zwar für eine gute Recherche sprechen, aber dem Lesefluss beim Nachschlagen der einzelnen Fußnoten schadet. Zudem reduziert sich dadurch die Länge das Buches auf knapp 210 Seiten, wofür der Preis dann mehr als happig erscheint.
In „Jura not alone“ (2024) zeigen Nora Markard und Ronen Steinke auf, dass Recht immer politisch ist. In verschiedenen Kapiteln werden die unterschiedlichsten Rechtsgebiete beleuchtet - vom Familien-, Arbeits- und Polizeirecht über das Klimaschutzrecht bis hin zum Völkerrecht und den Menschenrechten. Anhand vieler Beispiele zeigen die Autor*innen, wie Recht das Leben der Menschen strukturiert und zugleich gesellschaftliche Normen widerspiegelt. Wenn an Universitäten und Gerichten Recht als objektiv dargestellt wird, wird ausgeblendet, dass auch die „herrschende Meinung“ Ergebnis gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse ist. Im Fokus der Buchpremiere stand das Kapitel zur (wehrhaften) Demokratie. Aufgrund der Erfahrungen in der Weimarer Republik wurden in das Grundgesetz Sicherungsmechanismen aufgenommen, die verhindern sollen, dass die Demokratie mit ihren eigenen Mitteln ausgehebelt werden kann (z.B. das Parteiverbot nach Art. 21 GG und die Grundrechtsverwirkung nach Art. 18 GG). In einem demokratischen Rechtsstaat setzt jedoch selbst das beste Rechtssystem voraus, dass sich Politiker*innen und Bürger*innen an demokratischen Werten orientieren. Hier gilt das Böckenförde-Diktum: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“ Vor diesem Hintergrund liest sich das Buch weniger als Beschwerde über die aufgezeigten Mängel, sondern vielmehr als Einladung, sich an den notwendigen Aushandlungsprozessen zu beteiligen und demokratische Rechte wahrzunehmen. Das Buch zeigt auf, wie mit rechtlichen Mitteln für eine gerechtere Welt gekämpft werden kann. Aufgrund der Vielzahl der behandelten Themen handelt es sich eher um einen Überblick als um eine vertiefte Auseinandersetzung. Zielgruppe sind wohl interessierte Laien und Jurastudierende zu Beginn ihres Studiums - oder auch desillusionierte Jurist*innen, die sich daran erinnern wollen, warum sie ihren Job eigentlich machen. Das Buch zeigt auf, wie praxisnah Jura ist und wie wichtig es ist, dass sich auch progressive und idealistische Menschen - Jurist*innen und Nichtjurist*innen - mit dem Recht beschäftigen.
Großartig, Mut machend, informativ, toll geschrieben.
Und noch ein netter Bonus: Nach der Lektüre dieses Buches ist man dank der positiven Beispiele und gut verständlichen Erklärungen gewappnet für die nächste Diskussion mit Menschen, die meinen sie könnten ja eh nichts bewirken gegen ‚die da oben‘ und sich deshalb gar nicht erst für irgendwas engagieren.







