Nur 6 Tage
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Zitat „’Aber es gibt niemanden sonst! Ehrlich, Sie müssen diese Leute in Ruhe lassen. Die wissen rein gar nichts über das Artefakt.’ Ich habe dermaßen weiche Knie, ich würde mich am liebsten in den Modder werfen und Serowa anflehen. Ich darf die Leute nicht im Stich lassen.“ Inhalt Cass lebt mit ihrem Vater und ihrem Bruder Wilbur in London. Sie ist eine Räumerin, so wie ihre ganze Familie vor ihr auch. Tag ein Tag aus ist sie damit beschäftigt die Gebäude in London zu durchforsten und Stück für Stück abzutragen, auf der Suche nach dem Artefakt. Was genau das ist? Das weiß niemand, doch die Russen, die nach dem Krieg die Macht an sich gerissen haben, wollen es um jeden Preis haben. Deshalb räumen seit Generationen die Menschen in London ein Stadtgebiet nach dem anderen, um es zu finden. Wilbur ist ein aufgeweckter Junge und er ist der Meinung, dass er weiß, wo sich das geheimnisvolle Artefakt befindet. Ein Comic gibt ihm dabei Hinweise, wo er suchen muss. Als der Junge bei einer Schicht verschwindet muss Cass ihn suchen, ehe dem Kommandanten irgendetwas vom Verschwinden auffällt. Sie gerät in das Abenteuer ihres Lebens, bei dem am Ende nicht nur ihr eigenes Überleben auf dem Spiel steht, sondern das Fortbestehen der Menschheit und der Erde selbst. Zum Buch Das Äußere des Buches wirkt ziemlich geheimnisvoll und das war es auch was mich an diesem Buch so angezogen hat. Die Skyline mit den zum Teil gerosteten Hochhäusern zeigt wohl das London, wie es Cass kennt und das verlassen da steht und immer mehr zerfällt und abgetragen wird. Über der Stadt prangt wie eine Leuchtreklame der Titel. „Nur 6 Tage“ Eine passende Darstellung als hell leuchtende Erinnerung, denn mehr Zeit bleibt Cass nicht, um die Welt zu retten. Aus diesem Grund finde ich nicht nur die Covergestaltung, sondern auch den Titel sehr passend. Im Inneren wird der Eindruck aber gleich etwas getrübt. Die gewählte Schriftgröße und Aufteilung der Seiten ist zwar für ein Jugendbuch recht typisch und auch wenig störend, doch die Schriftart sagt mir persönlich gar nicht zu. Die Seiten wirken dadurch so abgehakt und weniger flüssig, als wäre das Buch in Times New Roman gedruckt, wie die meisten Bücher. Auf der anderen Seite passt sich diese Schrift an das Thema an. Sie ist eben etwas anderes und verkörpert das Leben in einer anderen Welt. Die Charaktere muss ich sehr unterschiedlich bewerten. Cass war zu Anfang ein eher platter Charakter, der Power hatte, die aber bei dem Geschriebenen nicht wirklich zu mir durchgedrungen ist. Erst im laufe der Geschichte wurde das besser vermittelt. Die anderen Charaktere erschienen mir ebenfalls etwas flach und ohne Tiefe. Auch bei ihnen musste erst ein Schicksalsschlag oder eine persönliche Geschichte eingebaut werden, damit sie mehr Leben erhielten. Daran ging für mich die emotionale Tiefe auch etwas verloren. Es ist schwer sich mitgenommen zu fühlen, wenn die Gefühle gar nicht wirklich ankommen. Die Idee und das Thema sind zumindest für mich etwas Neues und auch durchaus gelungen, nur an einigen Stellen für meinen Geschmack etwas zu abgedreht umgesetzt worden. Spätestens als das Raumschiff auftauchte, dachte ich, ich wäre im falschen Buch gelandet. Beginnt die Geschichte ganz so wie die momentan so beliebten Dystopiegeschichten, ist spätestens ab dem Buch eher eine Science Fiction Handlung zu erkennen, die auch im weiteren Verlauf nicht abklingt. Die Idee des Schiffes, das über die Jahre einfach durchdreht finde ich genial, aber irgendwie im Zusammenhang mit dem Rest der Geschichte und vor allem mit den seltsamen Faltern, die dann die Menschen geschaffen haben sollen etwas too much. Spannung wird während dem Plot durchaus aufgebaut, aber da ich vom Alter her wohl nicht mehr ganz in die Zielgruppe für das Buch falle, fand ich einige Wendungen sehr vorhersehbar. So zum Beispiel die Tatsache, dass ihr Großvater für die Russen spioniert und dann erschossen wird. Trotzdem war ein Spannungsbogen zu erkennen, der sich zum Ende hin weiter zuspitzte. Der Schreibstil des Autors war für mich hingegen wieder eher gewöhnungsbedürftig. Zwar waren die lockeren Ausdrücke in der Jugendsprache für die Thematik und für den Charakter von Cass passend, aber an manchen Stellen hat genau diese Schreibweise Momente eher zerstört. Wenn ihr Kopf bei einer Annährung mit Peyto Alarmstufe Rot hat, dann ist diese Ausdrucksweise für mich der Romantik eher abträglich. Trotzdem lässt sich das Buch flüssig lesen und gerade die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man die Lust am Lesen nicht verliert. Fazit Insgesamt eine runde Geschichte, die durch die Umsetzung der etwas anderen und ungewohnten Thematik überzeugt. Vielleicht nicht unbedingt etwas für Ältere, doch Jüngere, mit Spaß an Abenteuer und neuen Welten, werden ganz sicher Freude beim lesen haben. Aussehen: ♥♥♥♥ Charaktere: ♥♥♥ Spannung: ♥♥♥ Humor: ♥♥♥ Schlüssigkeit: ♥♥♥ Originalität: ♥♥♥♥ Emotionale Tiefe: ♥♥♥ Schreibstil: ♥♥ Gesamt:♥♥♥
English Review: Right at the beginning I‘ve thought to myself ‘oh no, this won’t be something for me’ because it is written very youthfully. And with that I literally mean not only like other YA books, but really a young YA book! I would say that the book is exactly for the recommended age, which is on the threshold of children’s book to YA book. So approximately 12-13 years, if I can properly rank it, and therefore the age information with 12-15 fits quite well. After I’ve got over the first shock regarding the sloppy writing manner, I must admit, that it was really a nice and thrilling entrance, into this postal-apocalyptic world. I got directly thrown into the life of Cass and her brother Wilbur and there I also got to know her surroundings and her hard fight to survive in a hopelessly appearing world. I had no idea what this book really is about, before I started to read it, but the further I read, the more I could find out about the background story. I got some answers of the questions, like: “Why it has come to this dystopischen world? Why was there a war with the Russians which they won and which lead the new circumstances, which are now ruling in London, where Cass lives?” Cass, her brother and her father are scavengers and they have to find something special for the Vlads, the so-called Russians, a certain, very powerful artifact and nobody knows exactly what it looks like or how it works. Only her younger brother Wilbur comes up over and over again with new ideas, where to find the artifact and irritates with his chimeras especially his big sister Cass, because he often goes on his own investigations and then endangers himself with that. Till one day Cass and Wilbur meets Peyto, and later also Erin, and now Wilbur’s chimeras are all out of a sudden not at all so impossible anymore, but they perhaps even can lead them to the mysterious artifact – which would be great, because without it, this world will be destroyed in the next 6 days. Sounds quite well and interesting at this point, I think and I must admit that I’ve liked it surprisingly much and better than I’ve thought at the beginning, although the language was really written for very young readers. But it was throughout the story very gripping and I could get well into the story and have felt with the characters. What I’ve like most was at the beginning the representation of this new future and how the life is for the people who are living in London. Also up to the middle it was still very good, I’ve liked the idea and I also would have almost rated the book with 4 stars, but then the plot has changed more and more into a Sci-Fiction story, what I’ve not liked so much, but here everybody must decide for themselves if they like that or not. Another reason for the decreased rating was that though there was a concluded end without leaving open really important questions, it happened too fast for me and out of a sudden. Though the end was finished and nice, but for me too laxly and without getting answers to some open questions, which would have interested me, because I wanted to know what becomes of the characters afterwards. Now we are at the right subject –the characters, which were there throughout the story very likeable. They were great and partially they have also fitted to the descriptions of their age. Cass was the central figure and was of course developed the best, but also Peyto or Wilbur could shine and belong to my favorites. Of course the characters are younger than in other YA books and therefore there isn’t a real love story in it, because the focus is laid on the exciting part – the rescue of the world and the artifact – but, nevertheless, there is also a briefly excursion to the world of the feelings and‚ flirtation‘. This wasn’t really necessary or important for the plot, but I found it suitable and cute described and I’ve liked that much because I’m just the romantic type. For more Infos: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/08/08/review-six-days/ Deutsche Rezension: Gleich zu Beginn habe ich mir gedacht ‚ Oh nein, das wird jetzt nichts‘, weil es wirklich sehr jugendlich geschrieben ist. Und damit meine ich jetzt nicht für Jugendliche, sondern für wirklich junge Jugendliche! Ich würde sagen das Buch ist genau für jenes Alter, das auf der Schwelle von Kinderbuch zu Jugendbuch über geht. Also ca. 12-13 Jahre, wenn ich es richtig einschätzen kann, und so ist auch die Altersangabe 12-15 ganz gut getroffen. Nachdem ich den ersten Schock bezüglich der saloppen Schreibweise überstanden hatte, muss ich zugeben, dass es ein wirklich schöner und spannender Einstieg, in diese post-apokalyptische Welt einzusteigen. Man wird direkt in das Leben von Cass und ihrem Bruder Wilbur hineingestoßen und lernt ihre Umgebung und ihren harten Kampf kennen, um ihr eigenes überleben zu sichern, in einer trostlos erscheinenden Welt. Ich hatte keine Ahnung um was es sich hier genau handelt, aber je weiter man im Buch liest, desto mehr erfährt man die Hintergründe. Warum es zu dieser dystopischen Welt gekommen ist, vom Krieg mit den Russen, deren Sieg und zu den neuen Umständen, die nun in London herrschen, wo Cass lebt. Sie, ihr Bruder und ihr Vater sind Räumer und müssen für die Vlads, die sogenannten Russen, ein bestimmtes Artefakt finden, wobei aber niemand weiß um was es sich genau handelt. Nur ihr kleiner Bruder Wilbur kommt immer wieder mit neuen Ideen wo sich das Artefakt befinden könnte und nervt mit seinen angeblichen Hirngespinsten seine große Schwester Cass, besonders weil er gerne auf Eigenerkundung geht und sich damit selber in Gefahr bringt. Solange bis Cass und er auf Peyto und später auch auf Erin stoßen und plötzlich sind Wilburs Hirngespinste gar nicht mehr so unglaubwürdig, sondern können sie eventuell sogar zum mysteriösen Artefakt führen – was auch gut wäre, dann ohne diesem wird die Welt in den nächsten 6 Tagen untergehen. Klingt doch ganz gut an dieser Stelle, finde ich und ich muss zugeben, es hat mir überaschenderweise auch viel besser gefallen als ganz am Anfang gedacht, obwohl die Sprache wirklich für sehr junge Leser angepasst wurde. Ab es war durchwegs immer spannend und man konnte sich gut in die Geschichte einfinden und mit fiebern. Was ich zu Beginn ganz toll gefunden habe, war die Darstellung dieser neuen Zukunft und wie das Leben der dort in London lebenden Menschen aussieht. Auch bis zum Mittelteil war es noch immer sehr gut, mir hat die Idee gefallen und ich hätte auch fast 4 Sterne für das Buch vergeben, aber dann hat sich die Handlung immer mehr in eine Sci-Fiction Story gewandelt, was mir persönlich nicht so gefallen hat, aber das muss dann jeder für sich entscheiden, ob das etwas für einem ist. Ebenfalls zur verminderten Bewertung hat geführt, dass es zwar ein abgeschlossenes Ende war, ohne wirklich wichtige Fragen offen zu lassen, es aber trotzdem sehr rasch und plötzlich passierte. Zwar war es abgeschlossen, aber doch war es für mich zu locker beendet, ohne noch einige Antworten zu bekommen, die mich interessiert hätten, um zu erfahren was dann aus den Charakteren wird. Wo wir auch schon beim Thema wären – und zwar bei den Charakteren, die durchwegs dazu da waren, um sie ins Herz zu schließen. Sie waren wirklich sympathisch und teilweise haben sie auch von den Beschreibungen gut zur Altersangabe gepasst. Cass ist natürlich die Hauptfigur und wurde am besten entwickelt, aber auch Peyto oder Wilbur konnten heraus stechen und gehören zu meinen Lieblingen. Natürlich sind die Charaktere jünger als in anderen Jugendbüchern und es kommt keine richtige Liebesgeschichte vor, weil der Fokus auf den spannenden Teil – der Rettung der Welt und das Artefakt – gelegt ist, aber trotzdem gibt es auch kurz einen Abstecher zur Welt der Gefühle und ‚Liebelei‘. Das hätte jetzt nicht unbedingt sein müssen, aber ich fand es passend und lieb beschrieben und es hat mir als Romantikerin natürlich speziell gefallen. :) Für mehr Informationen: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/08/06/rezension-nur-6-tage/
English Review: Right at the beginning I‘ve thought to myself ‘oh no, this won’t be something for me’ because it is written very youthfully. And with that I literally mean not only like other YA books, but really a young YA book! I would say that the book is exactly for the recommended age, which is on the threshold of children’s book to YA book. So approximately 12-13 years, if I can properly rank it, and therefore the age information with 12-15 fits quite well. After I’ve got over the first shock regarding the sloppy writing manner, I must admit, that it was really a nice and thrilling entrance, into this postal-apocalyptic world. I got directly thrown into the life of Cass and her brother Wilbur and there I also got to know her surroundings and her hard fight to survive in a hopelessly appearing world. I had no idea what this book really is about, before I started to read it, but the further I read, the more I could find out about the background story. I got some answers of the questions, like: “Why it has come to this dystopischen world? Why was there a war with the Russians which they won and which lead the new circumstances, which are now ruling in London, where Cass lives?” Cass, her brother and her father are scavengers and they have to find something special for the Vlads, the so-called Russians, a certain, very powerful artifact and nobody knows exactly what it looks like or how it works. Only her younger brother Wilbur comes up over and over again with new ideas, where to find the artifact and irritates with his chimeras especially his big sister Cass, because he often goes on his own investigations and then endangers himself with that. Till one day Cass and Wilbur meets Peyto, and later also Erin, and now Wilbur’s chimeras are all out of a sudden not at all so impossible anymore, but they perhaps even can lead them to the mysterious artifact – which would be great, because without it, this world will be destroyed in the next 6 days. Sounds quite well and interesting at this point, I think and I must admit that I’ve liked it surprisingly much and better than I’ve thought at the beginning, although the language was really written for very young readers. But it was throughout the story very gripping and I could get well into the story and have felt with the characters. What I’ve like most was at the beginning the representation of this new future and how the life is for the people who are living in London. Also up to the middle it was still very good, I’ve liked the idea and I also would have almost rated the book with 4 stars, but then the plot has changed more and more into a Sci-Fiction story, what I’ve not liked so much, but here everybody must decide for themselves if they like that or not. Another reason for the decreased rating was that though there was a concluded end without leaving open really important questions, it happened too fast for me and out of a sudden. Though the end was finished and nice, but for me too laxly and without getting answers to some open questions, which would have interested me, because I wanted to know what becomes of the characters afterwards. Now we are at the right subject –the characters, which were there throughout the story very likeable. They were great and partially they have also fitted to the descriptions of their age. Cass was the central figure and was of course developed the best, but also Peyto or Wilbur could shine and belong to my favorites. Of course the characters are younger than in other YA books and therefore there isn’t a real love story in it, because the focus is laid on the exciting part – the rescue of the world and the artifact – but, nevertheless, there is also a briefly excursion to the world of the feelings and‚ flirtation‘. This wasn’t really necessary or important for the plot, but I found it suitable and cute described and I’ve liked that much because I’m just the romantic type. For more Infos: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/08/08/review-six-days/ Deutsche Rezension: Gleich zu Beginn habe ich mir gedacht ‚ Oh nein, das wird jetzt nichts‘, weil es wirklich sehr jugendlich geschrieben ist. Und damit meine ich jetzt nicht für Jugendliche, sondern für wirklich junge Jugendliche! Ich würde sagen das Buch ist genau für jenes Alter, das auf der Schwelle von Kinderbuch zu Jugendbuch über geht. Also ca. 12-13 Jahre, wenn ich es richtig einschätzen kann, und so ist auch die Altersangabe 12-15 ganz gut getroffen. Nachdem ich den ersten Schock bezüglich der saloppen Schreibweise überstanden hatte, muss ich zugeben, dass es ein wirklich schöner und spannender Einstieg, in diese post-apokalyptische Welt einzusteigen. Man wird direkt in das Leben von Cass und ihrem Bruder Wilbur hineingestoßen und lernt ihre Umgebung und ihren harten Kampf kennen, um ihr eigenes überleben zu sichern, in einer trostlos erscheinenden Welt. Ich hatte keine Ahnung um was es sich hier genau handelt, aber je weiter man im Buch liest, desto mehr erfährt man die Hintergründe. Warum es zu dieser dystopischen Welt gekommen ist, vom Krieg mit den Russen, deren Sieg und zu den neuen Umständen, die nun in London herrschen, wo Cass lebt. Sie, ihr Bruder und ihr Vater sind Räumer und müssen für die Vlads, die sogenannten Russen, ein bestimmtes Artefakt finden, wobei aber niemand weiß um was es sich genau handelt. Nur ihr kleiner Bruder Wilbur kommt immer wieder mit neuen Ideen wo sich das Artefakt befinden könnte und nervt mit seinen angeblichen Hirngespinsten seine große Schwester Cass, besonders weil er gerne auf Eigenerkundung geht und sich damit selber in Gefahr bringt. Solange bis Cass und er auf Peyto und später auch auf Erin stoßen und plötzlich sind Wilburs Hirngespinste gar nicht mehr so unglaubwürdig, sondern können sie eventuell sogar zum mysteriösen Artefakt führen – was auch gut wäre, dann ohne diesem wird die Welt in den nächsten 6 Tagen untergehen. Klingt doch ganz gut an dieser Stelle, finde ich und ich muss zugeben, es hat mir überaschenderweise auch viel besser gefallen als ganz am Anfang gedacht, obwohl die Sprache wirklich für sehr junge Leser angepasst wurde. Ab es war durchwegs immer spannend und man konnte sich gut in die Geschichte einfinden und mit fiebern. Was ich zu Beginn ganz toll gefunden habe, war die Darstellung dieser neuen Zukunft und wie das Leben der dort in London lebenden Menschen aussieht. Auch bis zum Mittelteil war es noch immer sehr gut, mir hat die Idee gefallen und ich hätte auch fast 4 Sterne für das Buch vergeben, aber dann hat sich die Handlung immer mehr in eine Sci-Fiction Story gewandelt, was mir persönlich nicht so gefallen hat, aber das muss dann jeder für sich entscheiden, ob das etwas für einem ist. Ebenfalls zur verminderten Bewertung hat geführt, dass es zwar ein abgeschlossenes Ende war, ohne wirklich wichtige Fragen offen zu lassen, es aber trotzdem sehr rasch und plötzlich passierte. Zwar war es abgeschlossen, aber doch war es für mich zu locker beendet, ohne noch einige Antworten zu bekommen, die mich interessiert hätten, um zu erfahren was dann aus den Charakteren wird. Wo wir auch schon beim Thema wären – und zwar bei den Charakteren, die durchwegs dazu da waren, um sie ins Herz zu schließen. Sie waren wirklich sympathisch und teilweise haben sie auch von den Beschreibungen gut zur Altersangabe gepasst. Cass ist natürlich die Hauptfigur und wurde am besten entwickelt, aber auch Peyto oder Wilbur konnten heraus stechen und gehören zu meinen Lieblingen. Natürlich sind die Charaktere jünger als in anderen Jugendbüchern und es kommt keine richtige Liebesgeschichte vor, weil der Fokus auf den spannenden Teil – der Rettung der Welt und das Artefakt – gelegt ist, aber trotzdem gibt es auch kurz einen Abstecher zur Welt der Gefühle und ‚Liebelei‘. Das hätte jetzt nicht unbedingt sein müssen, aber ich fand es passend und lieb beschrieben und es hat mir als Romantikerin natürlich speziell gefallen. :) Für mehr Informationen: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/08/06/rezension-nur-6-tage/
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Book Information
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Zitat „’Aber es gibt niemanden sonst! Ehrlich, Sie müssen diese Leute in Ruhe lassen. Die wissen rein gar nichts über das Artefakt.’ Ich habe dermaßen weiche Knie, ich würde mich am liebsten in den Modder werfen und Serowa anflehen. Ich darf die Leute nicht im Stich lassen.“ Inhalt Cass lebt mit ihrem Vater und ihrem Bruder Wilbur in London. Sie ist eine Räumerin, so wie ihre ganze Familie vor ihr auch. Tag ein Tag aus ist sie damit beschäftigt die Gebäude in London zu durchforsten und Stück für Stück abzutragen, auf der Suche nach dem Artefakt. Was genau das ist? Das weiß niemand, doch die Russen, die nach dem Krieg die Macht an sich gerissen haben, wollen es um jeden Preis haben. Deshalb räumen seit Generationen die Menschen in London ein Stadtgebiet nach dem anderen, um es zu finden. Wilbur ist ein aufgeweckter Junge und er ist der Meinung, dass er weiß, wo sich das geheimnisvolle Artefakt befindet. Ein Comic gibt ihm dabei Hinweise, wo er suchen muss. Als der Junge bei einer Schicht verschwindet muss Cass ihn suchen, ehe dem Kommandanten irgendetwas vom Verschwinden auffällt. Sie gerät in das Abenteuer ihres Lebens, bei dem am Ende nicht nur ihr eigenes Überleben auf dem Spiel steht, sondern das Fortbestehen der Menschheit und der Erde selbst. Zum Buch Das Äußere des Buches wirkt ziemlich geheimnisvoll und das war es auch was mich an diesem Buch so angezogen hat. Die Skyline mit den zum Teil gerosteten Hochhäusern zeigt wohl das London, wie es Cass kennt und das verlassen da steht und immer mehr zerfällt und abgetragen wird. Über der Stadt prangt wie eine Leuchtreklame der Titel. „Nur 6 Tage“ Eine passende Darstellung als hell leuchtende Erinnerung, denn mehr Zeit bleibt Cass nicht, um die Welt zu retten. Aus diesem Grund finde ich nicht nur die Covergestaltung, sondern auch den Titel sehr passend. Im Inneren wird der Eindruck aber gleich etwas getrübt. Die gewählte Schriftgröße und Aufteilung der Seiten ist zwar für ein Jugendbuch recht typisch und auch wenig störend, doch die Schriftart sagt mir persönlich gar nicht zu. Die Seiten wirken dadurch so abgehakt und weniger flüssig, als wäre das Buch in Times New Roman gedruckt, wie die meisten Bücher. Auf der anderen Seite passt sich diese Schrift an das Thema an. Sie ist eben etwas anderes und verkörpert das Leben in einer anderen Welt. Die Charaktere muss ich sehr unterschiedlich bewerten. Cass war zu Anfang ein eher platter Charakter, der Power hatte, die aber bei dem Geschriebenen nicht wirklich zu mir durchgedrungen ist. Erst im laufe der Geschichte wurde das besser vermittelt. Die anderen Charaktere erschienen mir ebenfalls etwas flach und ohne Tiefe. Auch bei ihnen musste erst ein Schicksalsschlag oder eine persönliche Geschichte eingebaut werden, damit sie mehr Leben erhielten. Daran ging für mich die emotionale Tiefe auch etwas verloren. Es ist schwer sich mitgenommen zu fühlen, wenn die Gefühle gar nicht wirklich ankommen. Die Idee und das Thema sind zumindest für mich etwas Neues und auch durchaus gelungen, nur an einigen Stellen für meinen Geschmack etwas zu abgedreht umgesetzt worden. Spätestens als das Raumschiff auftauchte, dachte ich, ich wäre im falschen Buch gelandet. Beginnt die Geschichte ganz so wie die momentan so beliebten Dystopiegeschichten, ist spätestens ab dem Buch eher eine Science Fiction Handlung zu erkennen, die auch im weiteren Verlauf nicht abklingt. Die Idee des Schiffes, das über die Jahre einfach durchdreht finde ich genial, aber irgendwie im Zusammenhang mit dem Rest der Geschichte und vor allem mit den seltsamen Faltern, die dann die Menschen geschaffen haben sollen etwas too much. Spannung wird während dem Plot durchaus aufgebaut, aber da ich vom Alter her wohl nicht mehr ganz in die Zielgruppe für das Buch falle, fand ich einige Wendungen sehr vorhersehbar. So zum Beispiel die Tatsache, dass ihr Großvater für die Russen spioniert und dann erschossen wird. Trotzdem war ein Spannungsbogen zu erkennen, der sich zum Ende hin weiter zuspitzte. Der Schreibstil des Autors war für mich hingegen wieder eher gewöhnungsbedürftig. Zwar waren die lockeren Ausdrücke in der Jugendsprache für die Thematik und für den Charakter von Cass passend, aber an manchen Stellen hat genau diese Schreibweise Momente eher zerstört. Wenn ihr Kopf bei einer Annährung mit Peyto Alarmstufe Rot hat, dann ist diese Ausdrucksweise für mich der Romantik eher abträglich. Trotzdem lässt sich das Buch flüssig lesen und gerade die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man die Lust am Lesen nicht verliert. Fazit Insgesamt eine runde Geschichte, die durch die Umsetzung der etwas anderen und ungewohnten Thematik überzeugt. Vielleicht nicht unbedingt etwas für Ältere, doch Jüngere, mit Spaß an Abenteuer und neuen Welten, werden ganz sicher Freude beim lesen haben. Aussehen: ♥♥♥♥ Charaktere: ♥♥♥ Spannung: ♥♥♥ Humor: ♥♥♥ Schlüssigkeit: ♥♥♥ Originalität: ♥♥♥♥ Emotionale Tiefe: ♥♥♥ Schreibstil: ♥♥ Gesamt:♥♥♥
English Review: Right at the beginning I‘ve thought to myself ‘oh no, this won’t be something for me’ because it is written very youthfully. And with that I literally mean not only like other YA books, but really a young YA book! I would say that the book is exactly for the recommended age, which is on the threshold of children’s book to YA book. So approximately 12-13 years, if I can properly rank it, and therefore the age information with 12-15 fits quite well. After I’ve got over the first shock regarding the sloppy writing manner, I must admit, that it was really a nice and thrilling entrance, into this postal-apocalyptic world. I got directly thrown into the life of Cass and her brother Wilbur and there I also got to know her surroundings and her hard fight to survive in a hopelessly appearing world. I had no idea what this book really is about, before I started to read it, but the further I read, the more I could find out about the background story. I got some answers of the questions, like: “Why it has come to this dystopischen world? Why was there a war with the Russians which they won and which lead the new circumstances, which are now ruling in London, where Cass lives?” Cass, her brother and her father are scavengers and they have to find something special for the Vlads, the so-called Russians, a certain, very powerful artifact and nobody knows exactly what it looks like or how it works. Only her younger brother Wilbur comes up over and over again with new ideas, where to find the artifact and irritates with his chimeras especially his big sister Cass, because he often goes on his own investigations and then endangers himself with that. Till one day Cass and Wilbur meets Peyto, and later also Erin, and now Wilbur’s chimeras are all out of a sudden not at all so impossible anymore, but they perhaps even can lead them to the mysterious artifact – which would be great, because without it, this world will be destroyed in the next 6 days. Sounds quite well and interesting at this point, I think and I must admit that I’ve liked it surprisingly much and better than I’ve thought at the beginning, although the language was really written for very young readers. But it was throughout the story very gripping and I could get well into the story and have felt with the characters. What I’ve like most was at the beginning the representation of this new future and how the life is for the people who are living in London. Also up to the middle it was still very good, I’ve liked the idea and I also would have almost rated the book with 4 stars, but then the plot has changed more and more into a Sci-Fiction story, what I’ve not liked so much, but here everybody must decide for themselves if they like that or not. Another reason for the decreased rating was that though there was a concluded end without leaving open really important questions, it happened too fast for me and out of a sudden. Though the end was finished and nice, but for me too laxly and without getting answers to some open questions, which would have interested me, because I wanted to know what becomes of the characters afterwards. Now we are at the right subject –the characters, which were there throughout the story very likeable. They were great and partially they have also fitted to the descriptions of their age. Cass was the central figure and was of course developed the best, but also Peyto or Wilbur could shine and belong to my favorites. Of course the characters are younger than in other YA books and therefore there isn’t a real love story in it, because the focus is laid on the exciting part – the rescue of the world and the artifact – but, nevertheless, there is also a briefly excursion to the world of the feelings and‚ flirtation‘. This wasn’t really necessary or important for the plot, but I found it suitable and cute described and I’ve liked that much because I’m just the romantic type. For more Infos: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/08/08/review-six-days/ Deutsche Rezension: Gleich zu Beginn habe ich mir gedacht ‚ Oh nein, das wird jetzt nichts‘, weil es wirklich sehr jugendlich geschrieben ist. Und damit meine ich jetzt nicht für Jugendliche, sondern für wirklich junge Jugendliche! Ich würde sagen das Buch ist genau für jenes Alter, das auf der Schwelle von Kinderbuch zu Jugendbuch über geht. Also ca. 12-13 Jahre, wenn ich es richtig einschätzen kann, und so ist auch die Altersangabe 12-15 ganz gut getroffen. Nachdem ich den ersten Schock bezüglich der saloppen Schreibweise überstanden hatte, muss ich zugeben, dass es ein wirklich schöner und spannender Einstieg, in diese post-apokalyptische Welt einzusteigen. Man wird direkt in das Leben von Cass und ihrem Bruder Wilbur hineingestoßen und lernt ihre Umgebung und ihren harten Kampf kennen, um ihr eigenes überleben zu sichern, in einer trostlos erscheinenden Welt. Ich hatte keine Ahnung um was es sich hier genau handelt, aber je weiter man im Buch liest, desto mehr erfährt man die Hintergründe. Warum es zu dieser dystopischen Welt gekommen ist, vom Krieg mit den Russen, deren Sieg und zu den neuen Umständen, die nun in London herrschen, wo Cass lebt. Sie, ihr Bruder und ihr Vater sind Räumer und müssen für die Vlads, die sogenannten Russen, ein bestimmtes Artefakt finden, wobei aber niemand weiß um was es sich genau handelt. Nur ihr kleiner Bruder Wilbur kommt immer wieder mit neuen Ideen wo sich das Artefakt befinden könnte und nervt mit seinen angeblichen Hirngespinsten seine große Schwester Cass, besonders weil er gerne auf Eigenerkundung geht und sich damit selber in Gefahr bringt. Solange bis Cass und er auf Peyto und später auch auf Erin stoßen und plötzlich sind Wilburs Hirngespinste gar nicht mehr so unglaubwürdig, sondern können sie eventuell sogar zum mysteriösen Artefakt führen – was auch gut wäre, dann ohne diesem wird die Welt in den nächsten 6 Tagen untergehen. Klingt doch ganz gut an dieser Stelle, finde ich und ich muss zugeben, es hat mir überaschenderweise auch viel besser gefallen als ganz am Anfang gedacht, obwohl die Sprache wirklich für sehr junge Leser angepasst wurde. Ab es war durchwegs immer spannend und man konnte sich gut in die Geschichte einfinden und mit fiebern. Was ich zu Beginn ganz toll gefunden habe, war die Darstellung dieser neuen Zukunft und wie das Leben der dort in London lebenden Menschen aussieht. Auch bis zum Mittelteil war es noch immer sehr gut, mir hat die Idee gefallen und ich hätte auch fast 4 Sterne für das Buch vergeben, aber dann hat sich die Handlung immer mehr in eine Sci-Fiction Story gewandelt, was mir persönlich nicht so gefallen hat, aber das muss dann jeder für sich entscheiden, ob das etwas für einem ist. Ebenfalls zur verminderten Bewertung hat geführt, dass es zwar ein abgeschlossenes Ende war, ohne wirklich wichtige Fragen offen zu lassen, es aber trotzdem sehr rasch und plötzlich passierte. Zwar war es abgeschlossen, aber doch war es für mich zu locker beendet, ohne noch einige Antworten zu bekommen, die mich interessiert hätten, um zu erfahren was dann aus den Charakteren wird. Wo wir auch schon beim Thema wären – und zwar bei den Charakteren, die durchwegs dazu da waren, um sie ins Herz zu schließen. Sie waren wirklich sympathisch und teilweise haben sie auch von den Beschreibungen gut zur Altersangabe gepasst. Cass ist natürlich die Hauptfigur und wurde am besten entwickelt, aber auch Peyto oder Wilbur konnten heraus stechen und gehören zu meinen Lieblingen. Natürlich sind die Charaktere jünger als in anderen Jugendbüchern und es kommt keine richtige Liebesgeschichte vor, weil der Fokus auf den spannenden Teil – der Rettung der Welt und das Artefakt – gelegt ist, aber trotzdem gibt es auch kurz einen Abstecher zur Welt der Gefühle und ‚Liebelei‘. Das hätte jetzt nicht unbedingt sein müssen, aber ich fand es passend und lieb beschrieben und es hat mir als Romantikerin natürlich speziell gefallen. :) Für mehr Informationen: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/08/06/rezension-nur-6-tage/
English Review: Right at the beginning I‘ve thought to myself ‘oh no, this won’t be something for me’ because it is written very youthfully. And with that I literally mean not only like other YA books, but really a young YA book! I would say that the book is exactly for the recommended age, which is on the threshold of children’s book to YA book. So approximately 12-13 years, if I can properly rank it, and therefore the age information with 12-15 fits quite well. After I’ve got over the first shock regarding the sloppy writing manner, I must admit, that it was really a nice and thrilling entrance, into this postal-apocalyptic world. I got directly thrown into the life of Cass and her brother Wilbur and there I also got to know her surroundings and her hard fight to survive in a hopelessly appearing world. I had no idea what this book really is about, before I started to read it, but the further I read, the more I could find out about the background story. I got some answers of the questions, like: “Why it has come to this dystopischen world? Why was there a war with the Russians which they won and which lead the new circumstances, which are now ruling in London, where Cass lives?” Cass, her brother and her father are scavengers and they have to find something special for the Vlads, the so-called Russians, a certain, very powerful artifact and nobody knows exactly what it looks like or how it works. Only her younger brother Wilbur comes up over and over again with new ideas, where to find the artifact and irritates with his chimeras especially his big sister Cass, because he often goes on his own investigations and then endangers himself with that. Till one day Cass and Wilbur meets Peyto, and later also Erin, and now Wilbur’s chimeras are all out of a sudden not at all so impossible anymore, but they perhaps even can lead them to the mysterious artifact – which would be great, because without it, this world will be destroyed in the next 6 days. Sounds quite well and interesting at this point, I think and I must admit that I’ve liked it surprisingly much and better than I’ve thought at the beginning, although the language was really written for very young readers. But it was throughout the story very gripping and I could get well into the story and have felt with the characters. What I’ve like most was at the beginning the representation of this new future and how the life is for the people who are living in London. Also up to the middle it was still very good, I’ve liked the idea and I also would have almost rated the book with 4 stars, but then the plot has changed more and more into a Sci-Fiction story, what I’ve not liked so much, but here everybody must decide for themselves if they like that or not. Another reason for the decreased rating was that though there was a concluded end without leaving open really important questions, it happened too fast for me and out of a sudden. Though the end was finished and nice, but for me too laxly and without getting answers to some open questions, which would have interested me, because I wanted to know what becomes of the characters afterwards. Now we are at the right subject –the characters, which were there throughout the story very likeable. They were great and partially they have also fitted to the descriptions of their age. Cass was the central figure and was of course developed the best, but also Peyto or Wilbur could shine and belong to my favorites. Of course the characters are younger than in other YA books and therefore there isn’t a real love story in it, because the focus is laid on the exciting part – the rescue of the world and the artifact – but, nevertheless, there is also a briefly excursion to the world of the feelings and‚ flirtation‘. This wasn’t really necessary or important for the plot, but I found it suitable and cute described and I’ve liked that much because I’m just the romantic type. For more Infos: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/08/08/review-six-days/ Deutsche Rezension: Gleich zu Beginn habe ich mir gedacht ‚ Oh nein, das wird jetzt nichts‘, weil es wirklich sehr jugendlich geschrieben ist. Und damit meine ich jetzt nicht für Jugendliche, sondern für wirklich junge Jugendliche! Ich würde sagen das Buch ist genau für jenes Alter, das auf der Schwelle von Kinderbuch zu Jugendbuch über geht. Also ca. 12-13 Jahre, wenn ich es richtig einschätzen kann, und so ist auch die Altersangabe 12-15 ganz gut getroffen. Nachdem ich den ersten Schock bezüglich der saloppen Schreibweise überstanden hatte, muss ich zugeben, dass es ein wirklich schöner und spannender Einstieg, in diese post-apokalyptische Welt einzusteigen. Man wird direkt in das Leben von Cass und ihrem Bruder Wilbur hineingestoßen und lernt ihre Umgebung und ihren harten Kampf kennen, um ihr eigenes überleben zu sichern, in einer trostlos erscheinenden Welt. Ich hatte keine Ahnung um was es sich hier genau handelt, aber je weiter man im Buch liest, desto mehr erfährt man die Hintergründe. Warum es zu dieser dystopischen Welt gekommen ist, vom Krieg mit den Russen, deren Sieg und zu den neuen Umständen, die nun in London herrschen, wo Cass lebt. Sie, ihr Bruder und ihr Vater sind Räumer und müssen für die Vlads, die sogenannten Russen, ein bestimmtes Artefakt finden, wobei aber niemand weiß um was es sich genau handelt. Nur ihr kleiner Bruder Wilbur kommt immer wieder mit neuen Ideen wo sich das Artefakt befinden könnte und nervt mit seinen angeblichen Hirngespinsten seine große Schwester Cass, besonders weil er gerne auf Eigenerkundung geht und sich damit selber in Gefahr bringt. Solange bis Cass und er auf Peyto und später auch auf Erin stoßen und plötzlich sind Wilburs Hirngespinste gar nicht mehr so unglaubwürdig, sondern können sie eventuell sogar zum mysteriösen Artefakt führen – was auch gut wäre, dann ohne diesem wird die Welt in den nächsten 6 Tagen untergehen. Klingt doch ganz gut an dieser Stelle, finde ich und ich muss zugeben, es hat mir überaschenderweise auch viel besser gefallen als ganz am Anfang gedacht, obwohl die Sprache wirklich für sehr junge Leser angepasst wurde. Ab es war durchwegs immer spannend und man konnte sich gut in die Geschichte einfinden und mit fiebern. Was ich zu Beginn ganz toll gefunden habe, war die Darstellung dieser neuen Zukunft und wie das Leben der dort in London lebenden Menschen aussieht. Auch bis zum Mittelteil war es noch immer sehr gut, mir hat die Idee gefallen und ich hätte auch fast 4 Sterne für das Buch vergeben, aber dann hat sich die Handlung immer mehr in eine Sci-Fiction Story gewandelt, was mir persönlich nicht so gefallen hat, aber das muss dann jeder für sich entscheiden, ob das etwas für einem ist. Ebenfalls zur verminderten Bewertung hat geführt, dass es zwar ein abgeschlossenes Ende war, ohne wirklich wichtige Fragen offen zu lassen, es aber trotzdem sehr rasch und plötzlich passierte. Zwar war es abgeschlossen, aber doch war es für mich zu locker beendet, ohne noch einige Antworten zu bekommen, die mich interessiert hätten, um zu erfahren was dann aus den Charakteren wird. Wo wir auch schon beim Thema wären – und zwar bei den Charakteren, die durchwegs dazu da waren, um sie ins Herz zu schließen. Sie waren wirklich sympathisch und teilweise haben sie auch von den Beschreibungen gut zur Altersangabe gepasst. Cass ist natürlich die Hauptfigur und wurde am besten entwickelt, aber auch Peyto oder Wilbur konnten heraus stechen und gehören zu meinen Lieblingen. Natürlich sind die Charaktere jünger als in anderen Jugendbüchern und es kommt keine richtige Liebesgeschichte vor, weil der Fokus auf den spannenden Teil – der Rettung der Welt und das Artefakt – gelegt ist, aber trotzdem gibt es auch kurz einen Abstecher zur Welt der Gefühle und ‚Liebelei‘. Das hätte jetzt nicht unbedingt sein müssen, aber ich fand es passend und lieb beschrieben und es hat mir als Romantikerin natürlich speziell gefallen. :) Für mehr Informationen: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/08/06/rezension-nur-6-tage/








