Fenster ins Gehirn
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Description
Zu wissen, was im Kopf eines anderen vor sich geht, gehört zu den ältesten Sehnsüchten der Menschheit. Längst sind Wissenschaftler dabei, Gedanken aus der Hirnaktivität auszulesen. Der renommierte Neurowissenschaftler John-Dylan Haynes hat es geschafft, verborgene Absichten in den Hirnen seiner Probanden zu entschlüsseln. Seine Forschungen ergeben provokante Fragen: Sind unsere Gedanken wirklich sicher? Wird man irgendwann per Gehirnscan unsere Wünsche und Gefühle oder gar unsere PINs auslesen können? Kann die Werbung unsere Hirnprozesse gezielt beeinflussen, um uns bestimmte Produkte kaufen zu lassen – sogar gegen unseren Willen? Haben wir überhaupt einen freien Willen oder sind wir durch unser Gehirn vorherbestimmt? Noch ist es bis zum Lesen beliebiger Gedanken ein weiter Weg. Aber das kann sich vielleicht schneller ändern, als uns lieb ist.
Book Information
Author Description
JOHN-DYLANHAYNES, geboren 1971, Psychologe und Neurowissenschaftler, ist Direktor des Berlin Center for Advanced Neuroimaging und Professor am Bernstein Center for Computational Neuroscience der Charité Berlin. Er war wesentlich daran beteiligt, das Thema Gedankenlesen für die Hirnforschung zu erschließen. Über seine Arbeit wurde international berichtet, darunter im Guardian, auf CNN, in der ZEIT, im Spiegel und in National Geographic.
Posts
Wenn ich als Kind mit Freunden darüber diskutiert habe, welche Superkraft wir gerne hätten, kam immer mindestens einmal "Gedankenlesen". Ich persönlich bin kein Fan dieser Gabe und würde sie eher als Fluch empfinden. Will ich wirklich wissen, was andere gerade denken? Lieber nicht! Ich vertraue lieber darauf, dass die Menschen in meiner Umgebung mich wirklich mögen und mir die Wahrheit oder zumindest nur Notlügen erzählen. Meine Wunschsuperkraft war immer "Fliegen können" oder "Wahrscheinlichkeiten manipulieren". In den letzten Jahren tendiere ich aber zu den Wahrscheinlichkeiten, denn dann könnte ich auch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass mir über Nacht voll funktionstüchtige Flügel wachsen. Zwei Fliegen mit einer Klatsche! Aber egal: Offensichtlich sind meine Freunde nicht die Einzigen, die Gedanken lesen möchten. Dieser Wunsch hat sogar die Wissenschaft erobert. Und darum geht es in diesem Buch. Wie könnte man mit Technik die Gedanken eines Menschen erkennen? Interessant finde ich, dass in diesem Buch sehr viele Beispiele für aktuelle oder bereits abgeschlossene Experimente genannt werden. Die Autoren bleiben dabei immer kritisch und erzählen auch, mit welchen Problemen die Wissenschaft dabei konfrontiert werden. Das reicht von technischen Problemen (auch bei toten Fischen kann man mit einem Computer mit etwas Glück Gehirnaktivität nachweisen) bis hin zu ethischen Bedenken (Wollen wir, dass große Firmen unsere Wünsche kennen? Und wäre es nicht gefährlich, wenn jede Regierung weltweit deine politische Einstellung auslesen kann?). Dass auch auf Probleme aufmerksam gemacht wird, finde ich gut. Das zeigt, dass die Autoren sich wirklich mit diesem Thema befasst haben und die Entwicklung der Gedankenleserei auch zu Ende denken. Die Thematik wird in diesem Buch einfach erklärt, sodass auch Laien wie ich alles verstehen können. Trotzdem war der Schreibstil schön und machte das Buch spannend. Leider gab es auf meinem Tolino Probleme mit der Darstellung der Bilder. Die meisten waren leider auf einer Seite abgeschnitten. Ich hoffe, dass der Verlag diesen Fehler noch beheben wird. Ich finde es einfach schade, wenn diese Bilder, die an sich wirklich schön gemacht sind, dann auf Readern nur fehlerhaft angezeigt werden. Mein Fazit? Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Anzeige der Bilder nicht ganz funktioniert. Ansonsten: Ein großartiges Sachbuch!
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Zu wissen, was im Kopf eines anderen vor sich geht, gehört zu den ältesten Sehnsüchten der Menschheit. Längst sind Wissenschaftler dabei, Gedanken aus der Hirnaktivität auszulesen. Der renommierte Neurowissenschaftler John-Dylan Haynes hat es geschafft, verborgene Absichten in den Hirnen seiner Probanden zu entschlüsseln. Seine Forschungen ergeben provokante Fragen: Sind unsere Gedanken wirklich sicher? Wird man irgendwann per Gehirnscan unsere Wünsche und Gefühle oder gar unsere PINs auslesen können? Kann die Werbung unsere Hirnprozesse gezielt beeinflussen, um uns bestimmte Produkte kaufen zu lassen – sogar gegen unseren Willen? Haben wir überhaupt einen freien Willen oder sind wir durch unser Gehirn vorherbestimmt? Noch ist es bis zum Lesen beliebiger Gedanken ein weiter Weg. Aber das kann sich vielleicht schneller ändern, als uns lieb ist.
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JOHN-DYLANHAYNES, geboren 1971, Psychologe und Neurowissenschaftler, ist Direktor des Berlin Center for Advanced Neuroimaging und Professor am Bernstein Center for Computational Neuroscience der Charité Berlin. Er war wesentlich daran beteiligt, das Thema Gedankenlesen für die Hirnforschung zu erschließen. Über seine Arbeit wurde international berichtet, darunter im Guardian, auf CNN, in der ZEIT, im Spiegel und in National Geographic.
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Wenn ich als Kind mit Freunden darüber diskutiert habe, welche Superkraft wir gerne hätten, kam immer mindestens einmal "Gedankenlesen". Ich persönlich bin kein Fan dieser Gabe und würde sie eher als Fluch empfinden. Will ich wirklich wissen, was andere gerade denken? Lieber nicht! Ich vertraue lieber darauf, dass die Menschen in meiner Umgebung mich wirklich mögen und mir die Wahrheit oder zumindest nur Notlügen erzählen. Meine Wunschsuperkraft war immer "Fliegen können" oder "Wahrscheinlichkeiten manipulieren". In den letzten Jahren tendiere ich aber zu den Wahrscheinlichkeiten, denn dann könnte ich auch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass mir über Nacht voll funktionstüchtige Flügel wachsen. Zwei Fliegen mit einer Klatsche! Aber egal: Offensichtlich sind meine Freunde nicht die Einzigen, die Gedanken lesen möchten. Dieser Wunsch hat sogar die Wissenschaft erobert. Und darum geht es in diesem Buch. Wie könnte man mit Technik die Gedanken eines Menschen erkennen? Interessant finde ich, dass in diesem Buch sehr viele Beispiele für aktuelle oder bereits abgeschlossene Experimente genannt werden. Die Autoren bleiben dabei immer kritisch und erzählen auch, mit welchen Problemen die Wissenschaft dabei konfrontiert werden. Das reicht von technischen Problemen (auch bei toten Fischen kann man mit einem Computer mit etwas Glück Gehirnaktivität nachweisen) bis hin zu ethischen Bedenken (Wollen wir, dass große Firmen unsere Wünsche kennen? Und wäre es nicht gefährlich, wenn jede Regierung weltweit deine politische Einstellung auslesen kann?). Dass auch auf Probleme aufmerksam gemacht wird, finde ich gut. Das zeigt, dass die Autoren sich wirklich mit diesem Thema befasst haben und die Entwicklung der Gedankenleserei auch zu Ende denken. Die Thematik wird in diesem Buch einfach erklärt, sodass auch Laien wie ich alles verstehen können. Trotzdem war der Schreibstil schön und machte das Buch spannend. Leider gab es auf meinem Tolino Probleme mit der Darstellung der Bilder. Die meisten waren leider auf einer Seite abgeschnitten. Ich hoffe, dass der Verlag diesen Fehler noch beheben wird. Ich finde es einfach schade, wenn diese Bilder, die an sich wirklich schön gemacht sind, dann auf Readern nur fehlerhaft angezeigt werden. Mein Fazit? Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Anzeige der Bilder nicht ganz funktioniert. Ansonsten: Ein großartiges Sachbuch!




