Der Papierpalast
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Description
Der weltweite Bestseller und Debütroman von Miranda Cowley Heller: fesselnd, atmosphärisch und ergreifend!
»...so atmosphärisch dicht und fesselnd beschrieben, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann.« Freundin
Was ist, wenn ein Abend alles verändert?
Elle Bishop, 50, glücklich verheiratet, steht vor einer großen Entscheidung: Bleibt sie bei ihrem Ehemann oder verlässt sie ihn und ihre Familie für ihren Jugendfreund, mit dem sie eine unvergessliche Nacht verbracht hat. Sie hat nur einen Tag Zeit, um herauszufinden, wer sie im Leben sein will und mit wem sie es verbringen möchte. Im Papierpalast, dem Sommerhaus der Familie, steht sie vor der Frage, welche Art des Glücks sie wählen wird.
Ein großer Roman über die Sommer unseres Lebens ― und darüber, was es heute bedeutet, eine Frau zu sein.
»Ein starkes Debüt. Beste Erzähltradition im Geiste von Updike und Cheever.« The Times
»Ein Familiendrama, eine geheime Liebe, eine andauernde Tragödie. Der Papierpalast ist ein überwältigendes literarisches Debüt.« The Independent
***Ein Buch, das unter die Haut geht! Dieses Buch werden Sie nicht aus der Hand legen können. Für verregnete Nachmittage, den nächsten Sommerurlaub und für alle, die ein ganz besonderes Geschenk suchen! ***
Book Information
Author Description
Miranda Cowley Heller war Senior Vice President und Head of Drama Series bei HBO. Sie hat Serien entwickelt und verantwortet, u.a. Die Sopranos, Six Feet Under, The Wire, Deadwood, Big Love. Als Heranwachsende hat sie jeden Sommer auf Cape Cod verbracht, inzwischen lebt sie überwiegend in London und in Kalifornien.
Posts
Der Klappentext verspricht etwas anderes als was in der Geschichte passiert.
Elle Bishop, 50, glücklich verheiratet, steht vor einer großen Entscheidung:Bleibt sie bei ihrem Ehemann, oder verlässt sie ihn und ihre Familie für ihren Jugendfreund, mit dem sie eine unvergessliche Nacht verbracht hat. Sie hat nur einen Tag Zeit, um herauszufinden, wer sie im Leben sein will und mit wem sie es verbringen möchte. Im Papierpalast, dem Sommerhaus der Familie, steht sie vor der Frage, welche Art des Glücks sie wählen wird. ISBN:978-3-548-06775-9 Ullstein Verlag
SuB Abbau Nr.89 🤗👭 als Buddyread 💗 Erstmal Danke Liebe Kristina 💝 Alleine hätte ich es entweder ,abgebrochen oder mindestens 1 Jahr dran gelesen 😅🫣 Hat Spass gemacht 🤗🥰 Ja für dieses Buch bin ich extra in ein Buchladen gegangen und hab es bestellen lassen ....😐 Irgendwann letztes Jahr. Ich wollte dieses Buch lesen weil es darum geht, sich zu entscheiden ,auch vllt gegen das was schon Jahre so ist. Und dachte vllt sagt mir die Geschichte ja was😃💗 Aber das ist in dem Buch überhaupt nicht drin ... Es ist eine Aneinanderreihung von Vergewaltigungen und das gibt das Cover und auch der Klappentext überhaupt nicht vor und es sollten definitiv Trigger!vorhanden sein. Warum gibt man sowas nicht an ?? Ich möchte sowas nicht lesen und viele andere auch nicht,gerade Betroffene könnte sowas arg treffen! Dann Die Liebesgeschichte .... Ja also Nein!😅 Es ist fremdgehen, vorallem wie !! .... das hier so von statten geht 🤨,hat mir gar nicht gefallen. Und sonst mag ich schon moralisch graue Zone und kann über vieles hinweg sehen (also in Büchern 😅) aber das hier geht gar nicht für mich. Ja die Protagonistin und auch ihre Familie musste viel durchmachen ja ,wirklich traurig zu lesen aber trotzdem,kein Grund so egoistisch zu sein 🤷🏼♀️ Auch finde ich einfach ,das man sovieles hätte weg lassen können...so in den Erzählungen verloren und es hat auch gedauert bis ich begriffen habe ..... Vergangenheit Gegenwart Vergangenheit Gegenwart 😅😅😅🙈🙈🙈 Kristina hatte das allerdings sofort auf dem Schirm 🌂 😅🙌 Auch sehr oft neue Teilnehmer ... Männer,Tanten,Onkel ,Freunde usw. >Fazit: ganz schön viele ?!🥴💭 Und das Ende? Ja das fand ich viel zu offen .....soll ich mir jetzt aussuchen welches Ende ich möchte? Schade das Buch ist ein echter Hingucker aber konnte meine Erwatungen leider so gar nicht erfüllen . Das einzige ,ich habe schon schlechtere gelesen .... und es wurde hier kein Blatt vor den Mund genommen ,das fand ich an der Story wirklich echt und machte sie dadurch lebendig und mal was anderes, deshalb 2 Sterne, ansonsten leider für mich nicht lesenwert. 😌💛💜Keine Leseempfehlung

Buddyread yay 🫶🏻 Inhalte eher neinnnn 🫠
✨SuB Abbau✨ Zuerst möchte ich sagen, dass ich dieses Buch als Buddyread gelesen habe und das war richtig toll. Es hat viel Spaß gemacht, dass man direkt Herz ausschütten und sich besprechen konnte. Danke schön liebe Pia! ❤️ Dieses Buch hatte auf jeden Fall einige Inhalte, die man besprechen musste bzw. die uns aufgeregt haben. Ich fühle mich schon wie eine kaputte Schallplatte, aber es fehlte mal wieder eine Triggerwarnung! Es gibt bestimmte Dinge, die ich nicht lesen möchte, noch nicht mal, weil sie mich triggern (ich kann mir nicht ausmalen, was in Menschen vorgeht, die solche Bücher aufschlagen und wirklich getriggert werden), sondern weil sie einfach ekelhaft sind. Das Buch fokussiert sich auf sex. Gewalt gegen Kinder und Frauen. Ein wichtiges Thema, welches aber nicht gut aufgearbeitet wird. Ehrlich gesagt wird es gar nicht aufgearbeitet, es kommt einfach immer wieder vor und die Darstellung kommt einem schon fast sensationslüstern vor. Als ob die Autorin absichtlich schockieren möchte, was doch für Inhalte da lauern hinter dem nichtssagenden Titel und Cover. Mir hat es nicht gefallen und ich fand es verstörend. Die Autorin wollte wohl Generationentraumata aufbrechen, aber es ist nicht gelungen. Erst mal ein paar Sätze zum Plot: Elle ist eigentlich verheiratet, aber sie kann ihre Jugendliebe (ebenfalls verheiratet) nicht vergessen. Sie hat nur einen Tag Zeit, sich zu entscheiden… Die Geschichte ist schon interessant aufgebaut, dafür und für den Schreibstil vergebe ich meine Sterne. Wir lesen ausschließlich aus Elles Perspektive, aber auf mehreren zeitlichen Ebenen. Insbesondere die Rückblicke, die ohne abscheuliche Momente ausgekommen sind, fand ich zeitweise recht gelungen. Mitunter war es schwierig, die vielen Personen auseinanderzuhalten. Es gab permanent neue Partner, neue Großeltern etc. Je weiter das Buch hingegen voranschritt und wir uns der Gegenwart näherten, desto langweiliger und nerviger wurde es. Ich hatte zu den Charakteren leider keine emotionale Bindung. Allen voran Elle fand ich schrecklich. Ja, ihr ist etwas Schlimmes widerfahren. Und ihrer Mutter auch. Und anderen in dem Buch auch. Das steht auf einem Blatt für sich. Aber Elle innerhalb des restlichen Plots ging für mich absolut nicht klar. Die „Liebesgeschichte“ ist Fremdgehen, da hatte ich gar keine Emotionen. Abschließende Meinung: Elle ist eine manipulative, sehr unsichere, zweigesichtige pick me Person, die mit den Gefühlen aller spielt und vornehmlich an sich selbst denkt. Wenn man Freunde hat wie sie, dann braucht man keine Feinde mehr. Sie fühlt sich dabei auch noch richtig richtig toll. Die anderen Charaktere waren mir im Großen und Ganzen egal. Elles Affärenpartner war bei mir auch unten durch. Insgesamt habe ich ein komplett anderes Buch erwartet und bin nun froh, es vom SuB weg zu haben. Macht gern Eure eigene Erfahrung! 2/5 ⭐️⭐️

Gehen oder bleiben? Ein Buch über Lebensentscheidungen, Familienschicksale und Liebe...
Elle ist Ende 40, als sie sich die Frage stellt, ob sie ihren Mann Peter verlassen soll, um das Leben endlich mit ihrer Kindheits- und Jugendliebe zu verbringen. Die Lesenden werden sofort in die Handlung hineingezogen, indem sie erfahren, dass Elle am Rande eines geselligen und alkohollastigen Abends ihren Mann Peter mit Jonas betrügt. Dieser Betrug ist so von Leidenschaft und Begehren durchzogen, dass ich im ersten Moment irritiert war. Wo kam das her? Sie kannten sich ja schon sehr lange... Warum jetzt? In Rückblenden in die Kindheit und Jugend der beiden werden diese Fragen dann beantwortet und man erfährt, dass Jonas und Elle ein düsteres Geheimnis haben, dass sie für immer miteinander verbindet und das sie über eine sehr lange Zeit niemanden Preis geben. Jonas ist sehr schnell bereit, sein bisheriges Leben für Elle aufzugeben. Aber wie wird sie sich entscheiden? Ihre Liebe zu Peter ist echt. Bei ihm fühlt sie sich geborgen und sicher. Wie wid sie sich entscheiden? Die Autorin schafft es sehr gut, die Zerrissenheit von Elle zu beschreiben. Mehr und mehr verstehen wir ihr Handeln, trauern mit ihr um eine verlorene Kindheit, Geliebten Menschen und Leiden aufgrund verpasster Chancen. Eingebettet ist die Handlung in die Lebensgeschichte der Frauen der Familie. So erfahren wir auch vieles über ihre Großmutter und die Mutter Wallace und können Entscheidungenund Verhaltensweisen besser einordnen. Letztere fand ich sehr glaubhaft beschrieben, eine kleine Tyranin, die ihre Tochter liebt, es aber nicht geschafft hat, sie in wichtigen Situationen zu schützen. Triggerwarnung: sexuelle Gewalt, Kindstod, Krebserkrankung Zitat S. 400: Dann entstand auf seinen Lippen ein Lächeln der Erleichterung und des Bedauerns und des Bewusstseins von den absurden und traurigen Unvermeidbarkeiten. Wir haben von Anfang an zusammen gehört.
Fesselnd und ganz anders als der Klappentext suggeriert
Beim Klappentext war ich mir zunächst unsicher, ob die Geschichte was für mich ist. Aber wie von anderen auch festgestellt, ist die Geschichte viel tragischer/ tiefgreifender, es ist KEIN seichter Sommerroman mit super-happy Lovestory. Anfangs war ich von den verschiedenen Zeitsprüngen verwirrt und habe mich bei den Gewchichten der Großeltern etwas lost gefühlt, das hat sich aber schnell gegeben und war letztlich sehr spannend und hat für einen abwechslungsreichen, spannenden Lesefluss gesorgt und ermöglicht, die dysfunktionalen Verhaltensweisen innerhalb der Familie zu erklären. Auch Elles Gedankengänge werden immer greifbarer und es kristallisiert sich deutlich heraus, was sie an Jonas und was an ihrem Mann Peter hält. Und auch, wie sie sich selbst bewertet und warum sie sich so sieht. Ich verstehe, dass TW (sexueller Missbrauch, auch von Kindern) oder zumindest ein Hinweis auf den wirklichen Romaninhalt nötig gewesen wären. Ich wurde aber keinesfalls enttäuscht, die Story hat mich in ihrem Verlauf gefesselt und ich kann das Buch weiterempfehlen. Mini-Spoiler: Hätte gern kein offenes Ende gehabt, gleichzeitig ist es aber auch das perfekte Ende für diese Geschichte und der die Interpretation, wie Elle sich entscheidet, bleibt jedem/jeder Leser:in selbst überlassen.
Abbruch auf Seite 100 ‼️ Normalerweise quäle ich mich durch jedes Buch, aber dieses ist ja wohl eine absolute Mogelpackung! Versprochen wurde eine "sinnliche, witzige und ergreifende" Geschichte - bekommen habe ich einen vulgären und ordinären Schreibstil, eine Atmosphäre in der man sich nicht wohlfühlen kann, sexuellen, gewalttätigen und psychischen Missbrauch von Kindern und Frauen. Und das alles ohne den kleinsten Hinweis!
Ein literarisch sehr starkes, emotionales Buch, das lange nachhallt und definitiv lesenswert ist.
Was mir besonders gefallen hat, ist, wie ehrlich und ungeschönt die Beziehungen dargestellt werden. Nichts wirkt kitschig oder konstruiert, sondern menschlich und verletzlich. Ein kleiner Abzug für mich allerdings das offene Ende. Es passt zwar zur nachdenklichen, realistischen Erzählweise, hat mich aber etwas unbefriedigt und traurig zurückgelassen, weil ich mir mehr Klarheit oder Abschluss gewünscht hätte. Deshalb „nur“ vier statt fünf Sterne.

Der Papierpalast - wenn auch nur aus dünnen Pressspanplatten gebaut - ist das Sommerhaus der Familie trotzdem der Safe Space der Protagonistin Elle.
Hier wächst sie auf, erlebt sich selbst, ihre Schwester und ihre Mutter entspannt- verbunden mit der Natur. Es ist ihr Ort. Und so wird sie dort erwachsen und so wird sie auch dort vor die Frage gestellt, wie sie ihr Leben weiterleben will. Während sie dieser Frage auf den Grund geht, lesen wir in Rückblenden die Zusammenfassung ihres Lebens. Spoiler Und hier wären eindeutig Triggerwarnungen angebracht. In einer Rezebsuon hier steht, mindestens eine Einordnung der Geschehnisse wäre wichtig und dem schließe ich mich zu 100% an. Denn wer hier ein nettes Sonmerbuch erwartet, den werden die Szenen, in den sexualisierte Gewalt beschrieben wird, sicher unerwartet treffen. Ich mag das Buch. Schöne Sprache, der Papierpalast ist ein wundervoller Ort, an den ich mich sofort hinträumen konnte. Aber das Ende? Naja. 🐢
Diese Geschichte🥹🤐🌩️
Was soll ich sagen? Das war eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich jemals gelesen habe. Keine Seite zu viel, nicht zu wenig, genau richtig, um Elles traumatisches Familienleben, das die Liebe ihres Lebens in sich verschlang, zu repräsentieren. Ob der Cliffhanger, der eigentlich gar keiner ist, der Geschichte etwas anhaben konnte? Ganz und gar nicht. Ein Genuss auf Papier!
Was ist das wert, eine Ehe zu zerstören?
Wenn man mit jemandem für immer zusammen bleiben möchte, dann ist das eine wichtige Entscheidung. Manchmal kann man nicht anders und manchmal ist es nur die einfachere, bequemere oder logischere. Doch das Herz will, was das Herz will! Und das merkt man manchmal erst nach Jahren. Elle ist schon lange, glücklich verheiratet. Ihre Kinder verhalten sich ihr gegenüber oft, wie wahre Pubertierende, mit wenig Respekt und so, als wäre man absolut dumm. Peter, ihr Mann, der meist sehr liebevoll mit ihr umgeht, ist ihr eine große Stütze und sie ist sich sicher, dass sie ihn in ihrem Leben braucht. Auch noch, als sie mit ihrem Freund aus Kindertagen, Jonas, in einem gemeinsamen Urlaub schläft. Er gesteht ihr, dass er sie schon immer geliebt hat und Elle sieht sich mit der Frage konfrontiert, ob sie das scheinbar perfektes Leben durch das transparent machen, ihrer außerehelichen Umtriebe , mehrere Leben zerstören soll. Reicht das, was sie ihm gegenüber fühlt aus um mit Jonas neu anzufangen? In solchen Lebensphasen haben schon viele Personen gestanden und das ist jedes Mal wieder spannend, wenn man sich rückblickend damit beschäftigt, in welche absurde und schwere Situationen man geraten kann, nur weil Herz und Hormone durchdrehen. Das ganze spielt vor der wunderschönen Kulisse von Cape Cod in einem Haus, das schon länger zur Familie gehört und aus besonderen Gründen der Papierpalast genannt wird. In Rückblicken schauen wir nun in die Kindheit von Elle, die alles andere als einfach war und von egoistischen Erwachsenen, Instabilität und extrem übergriffigem Verhalten geprägt war. Und dann gibt es noch das große Geheimnis, dass Elle und Jonas seit vielen Jahrzehnten nicht loslässt. Es sind viele Themen, die die Autorin hier aufgreift, neben der existenziellen Frage danach was wirkliche Liebe bedeutet, dem Ehebruch und der problematischen Konstellation geht es hier auch um Missbrauch, die Rolle von Eltern, die sich nicht wirklich binden können, wechselnde Partnerschaften und was das mit Kindern macht. Der Erzählstil ist süffig und fesselnd, wenn auch sehr explizit und stellenweise ziemlich vulgär. Ich habe mir beim Lesen ab und an die Frage gestellt: „Wie würde ich handeln?“ Elle scheint schon sehr reflektiert, doch sind ihre Handlungen selten durchdacht und selbstsicher. In ihr scheint das instabile Konstrukt, dass in ihrer bindungsschwachen Kindheit wurzelt, jeden Moment ins Wanken zu geraten, und man weiß nie so genau, woran man bei ihr ist. Doch genauso ist es wahrscheinlich, wenn der sichere Rahmen, in dem dann lebt, zusammen zu fallen droht und man selber die größte Schuld daran zu tragen scheint. Die Figurenzeichnung ist sehr deutlich und klar. Ich hatte beim Lesen schnell das Gefühl, die einzelnen Personen gut zu kennen, auch wenn sie sich zwischendurch oft wandelten. Das ganze war sehr spannend zu lesen. Zwei Punkte sind mir am Ende ein bisschen zu offen geblieben. Da hätte man mehr Emotionen herausholen können. Aber abgesehen davon ist der Roman ein interessantes Familiendrama, bei dem man bis zur letzten Seite nicht weiß wie sich Elle entscheidet. Ich empfehle euch das, wenn ihr die Thematik des Ehebruchs gut aushalten könnt und euch mit den vielschichtigen Gefühlen, die das nach sich zieht, auseinandersetzen möchtet.
Bewegende Thematik aber manch unrealistische Dialoge
Die Thematik hat mir sehr gut gefallen und ich fand sie sehr authentisch. Allerdings scheint es etwas unrealistisch, dass die Protagonistin in beide Männer dermaßen verliebt ist. Manche Dialoge waren mir zu ausgesetzt, sodass ich einen halben Punkt abziehe.
Es war ein Auf und Ab..
Ja., was soll ich sagen. Gekauft habe ich mir das Buch aufgrund der Empfehlung einer Booktokerin die ich mag. Das Buch war allerdings nicht das, was ich mir gewünscht hatte. Mir geht es hier wie vielen anderen, ich erwartete eine Geschichte über eine Frau die sich entscheiden muss… erhalten habe ich davon allerdings recht wenig… Es gab viel Gewalt, sexuell und psychisch und ehrlich gesagt war mir das einfach too much. Zu viele Traumata und Schicksalsschläge die die Familie überwinden musste.. und ja, diese Rückblicke erklären sicherlich das Verhalten der einzelnen (im übrigen sehr vielen verschiedenen) Charaktere. Aber mit der Entscheidungsfindung hat das für mich gar nicht so viel zutun gehabt. Es gab für mich dahingehend zu wenig Gedanken und Abwägungen. Peter und die Kinder blieben blass, aus ihrem alltäglichen Leben hat man gar nichts weiter erfahren sodass man sich beim Lesen vielleicht hätte für eine Seite entscheiden können. Passt dann aber zu dem eher unbefriedigenden Ende. Triggerwarnung wäre auf jeden Fall angebracht.
„Wenn man einen Mann loslässt, heißt das, dass man alles, was man hat, verliert, oder gewinnt man all das, was man nie hatte?“
Wie jedes Jahr im Sommer kehrt Elle mit ihrer Familie nach Back Woods in den Papierpalast zurück. Dort trifft sie auf ihre Jugendliebe Jonas. Die beiden verbindet ein großes Geheimnis, welches dafür gesorgt hat dass aus ihnen nie etwas ernstes geworden ist. Elle muss sich entscheiden, bleibt sie bei ihrem Ehemann Peter, den sie über alles liebt & mit dem sie 3 wunderbare Kinder hat oder geht sie zu Jonas, mit dem sie weit mehr verbindet. Eine bewegende Geschichte, die mit ihren Sprüngen in die Vergangenheit immer mehr schlimme Erfahrungen von Elle ans Licht bringt. Zu Beginn des Buches fehlt eine Triggerwarnung, denn anders als man erwarten würde behandelt die Geschichte Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch, was aus dem romantisch geschrieben Klappentext nicht hervorgeht!
Ich kann mich schon fragen, warum ich 450 Seiten darüber lese, ob die Hauptperson - eine verheiratete Frau mit drei Kindern - bei ihrem Ehemann bleibt oder mit der Jugendliebe durchbrennt. Ich habe zu Ende gelesen, da dieser Plot der Rahmen, aber nicht der Kern der Geschichte ist. In Rückblenden wird die Familiengeschichte aufgerollt und dabei begegnen einem eine ganze Menge Tod und Trauma. Mitunter ein schlimmes Ereignis nach dem nächsten und manchmal auch recht plump erzählt. Ein Motiv zieht sich durch das Buch: immer wieder sind die verschiedenen Personen kurz davor, sich anderen zu offenbaren und anzuvertrauen, und immer wieder kommt etwas dazwischen. Es sind die falschen Zeitpunkte, es ist das knappe Zu-Spät-Kommen, aber auch bewusstes Wegschauen. Hierauf wird das Augenmerk der Lesenden gerichtet und manchmal scheint es im Buch echt unreflektiert weiter zu gehen, aber die Reflexion findet vielleicht einfach während des Lesens statt.
Ganz arg bewegende Lebensgeschichte…
Es geht um Elle, ihre Mutter, ihren Mann Peter, und Jonas, ihren langjährigen besten Freund - oder? Elle ist in den 50igern und erzählt in diversen Zeitetappen ihre Geschichte und die ihrer Mutter, Großmutter und ihrer Schwester, im Mittelpunkt stehen die sommerlichen Aufenthalte im Haus am See. Das ist alles sehr tragisch, traurig, schön, liebevoll, furchtbar und schrecklich zugleich. Das Buch hat mich durch viele Emotionen geschickt. Am Anfang fand ich es schrecklich, dass Elle sich mit Jonas draußen trifft, während ihr Mann betrunken auf der Couch schläft. Doch dann erfährt man, wann das mit Elle und Jonas eigentlich begann und warum es dann stoppte. Und dann versteht man es besser. Man wird hin und hergerissen, soll sie in der Ehe bleiben? Soll sie sich trennen? Eine Gefühls-Achterbahn mit offenem Ende. 4,5/5
Ein intensives, schmerzhaft schönes Buch über menschliche Abgründe, über Überleben, Schuld, Familie und die Macht von Freundschaft und Liebe. Es ist nichts für schwache Nerven, keine seichte Strandlektüre – aber genau darin liegt auch seine Tiefe und sein bleibender Eindruck.
„Der Papierpalast" ist eines der Bücher, über das ich schon unzählige Male gestolpert bin, immer begleitet von begeisterten Stimmen. Besonders aufmerksam wurde ich, als es im Bücherpodcast „Eat, Read, Sleep“ von NDR Kultur vorgestellt wurde. Dort wurde es als Sommerlektüre deklariert mit dem Hinweis, dass es keine bloße Leichtigkeit verspricht. So lag dieses Buch bereits seit dem letzten Sommer bei mir bereit, um nun endlich gelesen zu werden. Was soll ich sagen?! Es war so viel mehr als das, was ich erwartet hatte. Tatsächlich wirkt das Setting auf den ersten Blick wie gemacht für ein leichtes Urlaubsbuch - ein ruhiger See, Segelboote, Lagerfeuer, Hüttchen im Grünen, abendliches Weintrinken. Doch schnell merkt man, dass hier die Sonne fehlt und die Handlung vielmehr die Schatten beleuchtet. Im Zentrum der Geschichte steht Elle, die gleich zu Beginn einen Moment schildert, der ihr ganzes Leben aus den Angeln hebt - ein Seitensprung mit ihrem ältesten Freund Jonas. Es ist kein banaler Seitensprung, sondern das Resultat einer tiefen Verbindung. In Rückblenden erfahren wir nicht nur, wie Elle und Jonas sich kennengelernt haben, sondern auch, welche erschütternden Erfahrungen Elle in ihrer Kindheit machen musste. Es sind Kapitel, die mich teilweise sprachlos gemacht haben. Sexuelle Übergriffe, familiäre Gewalt, eine ambivalente Mutterfigur, die selbst schwer traumatisiert ist und diese Muster ungewollt an ihre Töchter weitergibt. Trotzdem findet die Autorin Worte, die metaphorisch und sehr einfühlsam sind. Der Stil ist literarisch, klar und emotional. Was mich besonders bewegt hat, ist die Sprachlosigkeit, mit der Elle durch ihr Leben geht. Wie sie all das, was ihr widerfahren ist, nie laut aussprechen konnte, außer gegenüber Jonas. Es ist tragisch und wütend machend zugleich, wie sehr ihre Mutter – selbst eine von patriarchalen Strukturen und eigenen Traumata geprägte Frau – Schuld nicht bei den Tätern, sondern bei sich selbst sucht. Die psychologischen Verstrickungen, die daraus entstehen, sind eindringlich dargestellt. Das Buch leistet darüber hinaus ein deutliches, kluges Statement zu weiblicher Selbstbestimmung, zu patriarchalen Denkmustern, zu Schweigen und Sichtbarkeit. Ich hätte mir noch mehr gewünscht, dass die Handlung mehr dazu auffordert, hinzusehen und laut zu werden. Zudem wäre es schön gewesen, wenn auch die Perspektive des Täters ein wenig aufgegriffen worden wäre. Ein klein wenig erfährt man als Leser:in durch die familiären Interaktionen, dennoch hätte es etwas mehr Einordnung bedurft. Hier bleibt die Figur eher schemenhaft, was das Verstörende betont. Alles in allem ist "Der Papierpalast" ein intensives, schmerzhaft schönes Buch über menschliche Abgründe, über Überleben, Schuld, Familie und die Macht von Freundschaft und Liebe. Es ist nichts für schwache Nerven, keine seichte Strandlektüre – aber genau darin liegt auch seine Tiefe und sein bleibender Eindruck.
Im ersten Drittel habe ich tatsächlich überlegt, ob ich das Buch abbreche. So eine richtige Handlung gab es nicht und der rote Faden ergab sich nur aus dem Klappentext. Aber es wurde besser. Elle muss sich zwischen ihrem Ehemann und ihrem Jugendfreund entscheiden. Durch Sprünge in die Vergangenheit erfährt man, warum ihr die Entscheidung so schwer fällt. Jede Menge tragische Ereignisse aus früheren Zeiten führen zu ihrer jetzigen Situation. Käme nicht zwischendurch immer wieder das Gefühl von Sommerferien auf, wäre es ganz schön schwere Kost. Ein gutes Buch, aber am Ende Geschmacksache.
Mirana Cowley Heller erzählt die Geschichte einer amerikanischen Familie, die in den 1950er Jahren ihren Anfang nimmt und bis beinahe in die Gegenwart führt. Die Familie genießt einen Alltag mit Niveau, ohne reich zu sein; sie erlebt Scheidungen, Geburten, Krisen. Die Ich-Erzählerin Elle ist fünfzig Jahre alt, Mutter dreier Kinder und mit Peter, einem aus feiner, britischer Familie kommenden erfolgreichen Journalisten verheiratet. Die Erzählung spielt vorrangig in der Gegenwart. Darum baut die Autorin in chronologischen Rückblenden wie in einem Puzzle das Bild der Familie. Damit wird das Verhalten der Akteure in der Gegenwart verständlich. Der Erzählstil ist trotz der häufigen Zeitsprünge eher ruhig. Die Verfasserin nimmt sich viel Zeit für die Beschreibung der Natur, die in ruhiger und blumiger Sprache erfolgt. Im Kontrast dazu werden die Sexszenen knapp und in derber Sprache geschildert. Ich habe mit dem Buch zwei grundlegende Probleme: Zum einen fehlt mir in dem Buch ein Spannungsbogen. Die Erzählung plätschert so vor sich hin, ohne dass eine Entwicklung erkennbar wäre. Zum anderen fehlt mir ein Sympathieträger, eine Identifikationsfigur. Ganz sicher ist es nicht Elle, die ihren Mann Peter belügt, in seiner Gegenwart betrügt und erniedrigt. Aber auch er erscheint mir als sarkastischen Langweiler. Nachdem ich mich bis zur Hälfte durchgequält habe, habe ich aufgegeben.
Eine Entscheidung über Liebe – und die Geschichte eines ganzen Lebens
Der Papierpalast hat mir insgesamt gut gefallen. Das Buch liest sich sehr leicht und flüssig, gleichzeitig steckt viel mehr Tiefe darin, als ich zunächst erwartet hätte. Besonders gut gefallen hat mir die Dramaturgie der Geschichte. Im Zentrum steht zwar die Frage, ob Elle – eine verheiratete Frau mit drei Kindern – bei ihrem Mann bleibt oder mit ihrer Jugendliebe durchbrennt. Für mich war das aber gar nicht der eigentliche Kern des Buches. Viel spannender fand ich die vielen Rückblicke auf Elles Leben. Stück für Stück wird ihre Vergangenheit erzählt und man versteht immer besser, warum sie denkt und handelt, wie sie es tut. Gerade der Blick auf ihre Kindheit fand ich sehr interessant. Man merkt, wie stark diese unsicheren und teilweise schwierigen Erfahrungen sie geprägt haben. Viele Themen werden dabei berührt: Liebe, Familie, Bindung, Trauma und auch die Frage, was das Verhalten von Erwachsenen eigentlich mit Kindern macht. Der Schreibstil ist sehr zugänglich und teilweise ziemlich direkt. Gleichzeitig fand ich das Buch insgesamt sehr fesselnd, weil die Figuren so lebendig wirken. Was mir außerdem gefallen hat: Immer wieder stehen Figuren kurz davor, sich wirklich zu öffnen oder etwas Wichtiges auszusprechen, und dann passiert doch wieder etwas, das dazwischenkommt. Dieses Spiel mit verpassten Momenten und falschen Zeitpunkten zieht sich durch das ganze Buch und macht einen großen Teil der Spannung aus. Ein bisschen mehr emotionale Tiefe am Ende hätte ich mir noch gewünscht. Trotzdem fand ich die Geschichte insgesamt sehr spannend zu lesen. Fazit: Ein leicht zu lesender Roman mit viel emotionaler und psychologischer Tiefe. Besonders die Rückblicke auf Elles Leben machen das Buch interessant und regen immer wieder dazu an, sich zu fragen: Wie hätte ich selbst entschieden?
Ich bin mir nicht sicher, was das Buch mit mir gemacht hat.
Viele sehr extreme Situationen. Abgründe der Menschen. Ich finde das Buch gut. Aber so wirklich komme ich nicht mit der Story klar und was ich mir daraus ziehen kann. Was mir etwas negativ aufgefallen ist, sind die doch recht häufigen Rechtschreib-Fehler im Buch. Eine nette Geschichte mit vielen Tabu-Themen zum Diskutieren. Mit dem Ende habe ich zugegebener maßen nicht gerechnet.
Eingebettet in die Schilderung eines Tages wird in Rückblenden das Leben von Eleanor erzählt. Fünfzig Jahre Leben mit einer verborgenen Liebe und einem düsteren Geheimnis. Wieder einmal verbringt sie mit ihrer Familie den Sommer im Ferienhaus ( ein paar altersschwache Hütten, der Papierpalast!) am See in der Nähe des Meeres auf der Halbinsel Cape Code Gehen oder bleiben, bleiben bei ihren Kindern und ihrem Mann Peter oder gehen zu ihrer Jugendliebe Jonas? Die Geschichte ging nicht wirklich an mich ran, die erste zwei Drittel des Buches hat es mich oft genervt, das letzte Drittel war besser, aber dann gings aus wie das berühmte Hornberger Schießen …. Echt jetzt, ich kann den Hype nicht so ganz nachvollziehen 🤷🏻♀️
Highlight!
Mein bisheriges Jahreshighlight! Großartiger Schreibstil, wunderbare Metaphern, spannende Handlung durchwebt mit einem leicht komplexen, aber ansprechenden Aufbau durch viele Zeitsprünge und einige Protagonisten. Ein Spiel mit Moral und Tabus und einer gewissen Düsternis auf Grund von mehreren Dramen und einer großen Jugendliebe! Ich fand es absolut fantastisch und habe die Sprache der Schriftstellerin total genossen und das Buch süchtig verschlungen!
Gehen oder bleiben? Zwischen Vergangenheit und dem, was eigentlich “richtig” ist
Der Papierpalast von Miranda Cowley Heller hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Die Geschichte ist auf vielen Ebenen erschreckend und emotional schwer zu lesen. Vor allem das, was Elle und auch die Frauen vor ihr erleben mussten, hat mich sehr mitgenommen. Die Darstellung über mehrere Generationen hinweg zeigt eindringlich, wie sich Gewalt und Machtstrukturen immer wieder wiederholen. Gerade Conrad war für mich eine der schlimmsten Figuren im Buch. Die Angst, die er auslöst, ist beim Lesen richtig spürbar und hat mich oft sehr unwohl fühlen lassen. Die Art, wie er Macht ausübt und Grenzen überschreitet, ist einfach erschreckend und schwer auszuhalten. Diese Passagen haben mich emotional am meisten getroffen und sind mir besonders im Kopf geblieben. Auch die Dynamik zwischen Anna und Elle fand ich sehr interessant. Man merkt, wie eng ihre Verbindung als Schwestern ist, aber gleichzeitig auch, wie viel Ungesagtes und Belastendes zwischen ihnen steht. Diese Mischung aus Nähe und Distanz hat sich sehr real angefühlt und zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit denselben Erfahrungen umgehen. Die Beziehung zu Jonas bringt eine ganz andere, ruhigere Ebene in die Geschichte. Sie ist stark mit Elles Vergangenheit verknüpft und zeigt, wie sehr alte Gefühle und Erlebnisse einen auch Jahre später noch beeinflussen können. »Kolibris sind die einzigen Vögel, die rückwärts fliegen können«, sagte Jonas. »Eine Tatsache, die nie aufhört, mich zu erstaunen. Sie können rückwärts genauso schnell fliegen wie vorwärts. Vierundfünfzig Meilen pro Stunde.« »Könnte ich rückwärts fliegen, würde ich es tun«, sagte ich. In den Schutz der Bäume, zu einer Zeit zurück, als mein Herz für ihn schlug wie das eines Kolibris, mit fünfhundert Schlägen in der Minute. Und er sagte, wie er es jedes Mal tat: »Ich weiß.« - S. 439 Was mich zusätzlich gestört hat, war, wie Peter Elle anspricht – dieses „Weib“ (oder ähnliche Begriffe) fand ich wirklich unangenehm zu lesen. Vielleicht wirkt es in der deutschen Übersetzung auch noch härter, aber es hat bei mir auf jeden Fall ein ungutes Gefühl hinterlassen. Beim Ende war ich ehrlich gesagt etwas verwirrt. Ich glaube, sie hat sich für Jonas entschieden… aber irgendwie bin ich mir trotzdem nicht zu 100% sicher? Es war für mich nicht ganz eindeutig. Vielleicht ist das auch extra so gemacht, aber mich hat es eher ein bisschen ratlos zurückgelassen. Trotz der schweren Themen hat mir der Schreibstil gut gefallen. Er ist ruhig, aber sehr eindringlich und passt gut zur Geschichte. Auch die Zeitsprünge fand ich persönlich nicht störend, sondern passend umgesetzt. Insgesamt ein Buch, das sehr viel auslöst, aber auch kein leichtes Buch ist.
Okay….
….das habe ich so gar nicht erwartet. Ich wollte keine Geschichte mit den Themen Vergewaltigung und Mord lesen. Der Text auf dem Buchrücken hat mich etwas ganz anderes erwarten lassen. Für das neue Jahr nehme ich mir vor, besser zu recherchieren bevor ich ein Buch kaufe. (Auch wenn es über Rebuy ist!)
Dieses Buch kann mitreißen und im nächsten Moment deprimieren.
Es ist wunderbar geschrieben, so detailliert und mit viel Liebe zur Natur. 🐢🪺🐚🪸 Deshalb erinnerte es mich an „Gesang der Flusskrebse“. Die Geschichte von Elle ist nicht so leicht zu verdauen. Sie hatte eine schwierige Kindheit, Schicksalsschläge und man lernt ihre Bezugspersonen kennen, die zum Glück genau dann für sie da waren. Einige Personen eroberten mein Herz, andere verabscheute ich so sehr, dass sie es mir schwer machten, weiterzulesen. Alles wird sehr detailliert, oftmals auch enthemmt und so zum Greifen nah beschrieben. Die Geschichte hat viel Tiefgang und wirkt sehr authentisch. Es puzzelt sich alles nach und nach durch die vielen Zeitsprünge zusammen. Die Trigger-warnungen sind wichtig zu beachten und dennoch lohnt sich das Buch sehr! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Eine Story die mir nichts sagt und nichts gibt. Zu viele Personen, zu viele Frauen, die heiraten, Kinder bekommen, sich scheiden lassen und wieder wen anderes heiraten und der Trott geht von vorne los. Mir ist keiner der Protagonisten nah gekommen und irgendwie hat mich kein Lebenslauf interessiert. Vielleicht bin ich auch zu dumm und habe den Sinn des Buches nicht verstanden. 🤭
Hätte ich es nicht in einem Buddyread gelesen, hätte ich es abgebrochen.
Ich fand das Buch sehr anstrengend. War mir ein bisschen zu viel und am Ende zu abrupt. Elle kam mir zwischendurch vor wie ein Teenager. Ihre Erfahrungen in ihrer Kindheit waren die Hölle, keine Frage. Sie hatte eine Mutter, die ebenfalls ähnliche Erfahrungen gemacht und dadurch auch vermutlich psychisch nicht die Stütze sein konnte, damit man sich vertrauensvoll öffnet. Die Einstellungen der Frauen, hier besonders Elle und ihrer Mutter, zu sich selbst und ihrem direkten Umfeld war für mich schwer auszuhalten. Leider fand ich es persönlich nicht gut umgesetzt, auch wenn es Potential hatte.
Gehen oder bleiben?
Elle, eine 50jährige Frau, verheiratet, drei Kinder, besucht das Ferienhaus ihrer Familie in Cape Cod. Dort war sie schon als Kind, gemeinsam mit ihrer Schwester, ihrer Mutter und deren Männer. Dort am See lernt sie Jonas kennen. Die beiden werden unzertrennlich. Sie trifft ihn jedes Jahr im Sommer wieder. Doch in einem Sommer passiert etwas, was sie voneinander trennt und sie prägt. Als Erwachsene treffen sie sich in Cape Cod wieder, alte Gefühle und schmerzhafte Erinnerungen werden geweckt. Die Anziehungskraft ist noch immer so stark, dass Elle sich fragt, ob sie bei ihrem Mann bleibt oder ihrer Sehnsucht nach Jonas nach gibt. Unglaublich gut geschrieben. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Das Buch ist in Vergangenheit und Gegenwart geschrieben, dadurch versteht man Elles Verhalten und Gefühlslage besser. Die Autorin greift Themen, wie z.B. Missbrauch und Vergewaltigung auf. Daher keine leichte Kost, was das Cover vermuten lässt. Ein sehr bewegender und realistischer Roman. Klare Leseempfehlung.

Sternenvergabe so gut wie nicht möglich. Da das Buch den Lesenden bewusst provoziert. Es fordert heraus. Kein normal denkender Mensch kann das gelesene als gut bewerten. Den dies ist an misogynie nicht zu überbieten. Ich hätte seitenweise ins Buch brechen müssen. Mein größtes Problem war das nichts davon reflektiert wurde. Es kam unteranderem mehrfacher Missbrauch, auch an Minderjährigen, zur Sprache. Die einzige Reflektion war: "wie hast du XY dazu provoziert?" Diese Situation gibt es durchaus in der Realität, tagtäglich. Wenn schon nicht im Roman selber, so hätte ich mir unter anderem ein Nachwort gewünscht. So aber war das Buch einfach nur vulgär, obszön und ich nehme mir nichts daraus mit. Außer die Frage wie ich das gelesene unter diesem Kontext als gut bewerten kann
Eigentlich wollte ich das Buch nach der 1 Seite weg legen... Zu lange schwülstige Beschreibungen. Aber ich hab auf Empfehlung weitergelesen. Die Hauptfigur Elle wirkt mal Unsicher, mal unglaubwürdig, mal armselig. Eigentlich möchte sie gern eine Marionettenspielerin sein, die die Fäden ihres Lebens in der Hand hält. Aber diesen Plan hat sie ohne die Männer ihres Lebens gemacht. Zwischen Peter ihrem Mann und Jonas ihrer Jugendliebe/Affäre will oder kann sie sich nicht entscheiden. Dazu die Rückblickende Geschichte über Abhängigkeit und Missbrauch. Die Beschreibung des Urlaubsortes ist gut gelungen.
🌊💔🇺🇲 Dieser Roman erzählt eine sehr intensive Familiengeschichte von Sommer zu Sommer und verbindet in Rückblenden Vergangenheit und Gegenwart miteinander. Zwischendurch hatte die Handlung ein paar Längen und es gab wirklich viele Nebencharaktere und Namen, bei denen ich Zuordnungsschwierigkeiten hatte, aber die Liebesgeschichte an sich, um die sich die Familiengeschichte der Protagonistin "herumstrickt", ist bittersüß, poetisch und wunderschön. Alles in allem hat mich der Schreibstil der Autorin ein bisschen an "Der Gesang der Flusskrebse" erinnert. Auf jeden Fall lesenswert.
Nach einem zweiten Anlauf kann ich immer noch nicht den Hype um dieses Buch verstehen. Es ist nicht schlecht, aber nicht das, was ich erwartet oder erhofft hatte. Diese Melancholie, die die ganze Zeit mitschwingt, plus dass die Protagonist:innen für mich nicht greifbar waren, hat mich vermutlich am meisten gestört, warum ich nicht mehr gerne zu diesem Buch gegriffen habe. Ich konnte manches auch nicht nachvollziehen, geschweige denn die dazugehörige Liebesgeschichte irgendwie fühlen. Dabei bin ich, nach dem zweiten Versuch, mit vollerEuphorie, in die Geschichte gestartet, aber vielleicht war meine Erwartung auch einfach zu hoch, nach den vielen positiven Stimmen. Deswegen war ich froh, zu erfahren, dass es doch auch einigen Lesern, ähnlich wie mir erging.
Ein Buch zum Versinken. Und genau das habe ich getan, ich bin versunken und habe es verschlungen. Eine Familiengeschichte über mehrere Generationen. Eine Liebesgeschichte. Eine Geschichte über das Leben. Mitreissend, teilweise wirklich brutal - ich wolte mir die Augen zu halten - und trotzdem verstehe ich voll und ganz das Handeln der Protagonistin. Uneingeschränkte unbedingte Leseempfehlung!! Für mich das beste Buch seit Langem.
Definitiv heftiger als das schöne Buchcover oder der Klappentext vermuten lässt.
Ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten reinzukommen. Sowohl thematisch als auch mit den Zeitsprüngen und dem (teils derben) Sprachstil der Autorin. Vielleicht aber auch, weil ich anhand des Covers etwas anderes erwartet hatte. Ich bin jedoch froh, dran geblieben zu sein und konnte es dann nach kurzer Zeit schon nicht mehr aus der Hand legen! Die Story hat mich dann sehr schnell in ihren Bann gezogen und ich war richtig süchtig, es weiter zu lesen. Einfach ein wirklich toller Roman, voller Spannung, Tiefe & Gefühl. Teils jedoch auch sehr heftig! (Triggerwarnung - sexuelle Gewalt)

Description
Der weltweite Bestseller und Debütroman von Miranda Cowley Heller: fesselnd, atmosphärisch und ergreifend!
»...so atmosphärisch dicht und fesselnd beschrieben, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann.« Freundin
Was ist, wenn ein Abend alles verändert?
Elle Bishop, 50, glücklich verheiratet, steht vor einer großen Entscheidung: Bleibt sie bei ihrem Ehemann oder verlässt sie ihn und ihre Familie für ihren Jugendfreund, mit dem sie eine unvergessliche Nacht verbracht hat. Sie hat nur einen Tag Zeit, um herauszufinden, wer sie im Leben sein will und mit wem sie es verbringen möchte. Im Papierpalast, dem Sommerhaus der Familie, steht sie vor der Frage, welche Art des Glücks sie wählen wird.
Ein großer Roman über die Sommer unseres Lebens ― und darüber, was es heute bedeutet, eine Frau zu sein.
»Ein starkes Debüt. Beste Erzähltradition im Geiste von Updike und Cheever.« The Times
»Ein Familiendrama, eine geheime Liebe, eine andauernde Tragödie. Der Papierpalast ist ein überwältigendes literarisches Debüt.« The Independent
***Ein Buch, das unter die Haut geht! Dieses Buch werden Sie nicht aus der Hand legen können. Für verregnete Nachmittage, den nächsten Sommerurlaub und für alle, die ein ganz besonderes Geschenk suchen! ***
Book Information
Author Description
Miranda Cowley Heller war Senior Vice President und Head of Drama Series bei HBO. Sie hat Serien entwickelt und verantwortet, u.a. Die Sopranos, Six Feet Under, The Wire, Deadwood, Big Love. Als Heranwachsende hat sie jeden Sommer auf Cape Cod verbracht, inzwischen lebt sie überwiegend in London und in Kalifornien.
Posts
Der Klappentext verspricht etwas anderes als was in der Geschichte passiert.
Elle Bishop, 50, glücklich verheiratet, steht vor einer großen Entscheidung:Bleibt sie bei ihrem Ehemann, oder verlässt sie ihn und ihre Familie für ihren Jugendfreund, mit dem sie eine unvergessliche Nacht verbracht hat. Sie hat nur einen Tag Zeit, um herauszufinden, wer sie im Leben sein will und mit wem sie es verbringen möchte. Im Papierpalast, dem Sommerhaus der Familie, steht sie vor der Frage, welche Art des Glücks sie wählen wird. ISBN:978-3-548-06775-9 Ullstein Verlag
SuB Abbau Nr.89 🤗👭 als Buddyread 💗 Erstmal Danke Liebe Kristina 💝 Alleine hätte ich es entweder ,abgebrochen oder mindestens 1 Jahr dran gelesen 😅🫣 Hat Spass gemacht 🤗🥰 Ja für dieses Buch bin ich extra in ein Buchladen gegangen und hab es bestellen lassen ....😐 Irgendwann letztes Jahr. Ich wollte dieses Buch lesen weil es darum geht, sich zu entscheiden ,auch vllt gegen das was schon Jahre so ist. Und dachte vllt sagt mir die Geschichte ja was😃💗 Aber das ist in dem Buch überhaupt nicht drin ... Es ist eine Aneinanderreihung von Vergewaltigungen und das gibt das Cover und auch der Klappentext überhaupt nicht vor und es sollten definitiv Trigger!vorhanden sein. Warum gibt man sowas nicht an ?? Ich möchte sowas nicht lesen und viele andere auch nicht,gerade Betroffene könnte sowas arg treffen! Dann Die Liebesgeschichte .... Ja also Nein!😅 Es ist fremdgehen, vorallem wie !! .... das hier so von statten geht 🤨,hat mir gar nicht gefallen. Und sonst mag ich schon moralisch graue Zone und kann über vieles hinweg sehen (also in Büchern 😅) aber das hier geht gar nicht für mich. Ja die Protagonistin und auch ihre Familie musste viel durchmachen ja ,wirklich traurig zu lesen aber trotzdem,kein Grund so egoistisch zu sein 🤷🏼♀️ Auch finde ich einfach ,das man sovieles hätte weg lassen können...so in den Erzählungen verloren und es hat auch gedauert bis ich begriffen habe ..... Vergangenheit Gegenwart Vergangenheit Gegenwart 😅😅😅🙈🙈🙈 Kristina hatte das allerdings sofort auf dem Schirm 🌂 😅🙌 Auch sehr oft neue Teilnehmer ... Männer,Tanten,Onkel ,Freunde usw. >Fazit: ganz schön viele ?!🥴💭 Und das Ende? Ja das fand ich viel zu offen .....soll ich mir jetzt aussuchen welches Ende ich möchte? Schade das Buch ist ein echter Hingucker aber konnte meine Erwatungen leider so gar nicht erfüllen . Das einzige ,ich habe schon schlechtere gelesen .... und es wurde hier kein Blatt vor den Mund genommen ,das fand ich an der Story wirklich echt und machte sie dadurch lebendig und mal was anderes, deshalb 2 Sterne, ansonsten leider für mich nicht lesenwert. 😌💛💜Keine Leseempfehlung

Buddyread yay 🫶🏻 Inhalte eher neinnnn 🫠
✨SuB Abbau✨ Zuerst möchte ich sagen, dass ich dieses Buch als Buddyread gelesen habe und das war richtig toll. Es hat viel Spaß gemacht, dass man direkt Herz ausschütten und sich besprechen konnte. Danke schön liebe Pia! ❤️ Dieses Buch hatte auf jeden Fall einige Inhalte, die man besprechen musste bzw. die uns aufgeregt haben. Ich fühle mich schon wie eine kaputte Schallplatte, aber es fehlte mal wieder eine Triggerwarnung! Es gibt bestimmte Dinge, die ich nicht lesen möchte, noch nicht mal, weil sie mich triggern (ich kann mir nicht ausmalen, was in Menschen vorgeht, die solche Bücher aufschlagen und wirklich getriggert werden), sondern weil sie einfach ekelhaft sind. Das Buch fokussiert sich auf sex. Gewalt gegen Kinder und Frauen. Ein wichtiges Thema, welches aber nicht gut aufgearbeitet wird. Ehrlich gesagt wird es gar nicht aufgearbeitet, es kommt einfach immer wieder vor und die Darstellung kommt einem schon fast sensationslüstern vor. Als ob die Autorin absichtlich schockieren möchte, was doch für Inhalte da lauern hinter dem nichtssagenden Titel und Cover. Mir hat es nicht gefallen und ich fand es verstörend. Die Autorin wollte wohl Generationentraumata aufbrechen, aber es ist nicht gelungen. Erst mal ein paar Sätze zum Plot: Elle ist eigentlich verheiratet, aber sie kann ihre Jugendliebe (ebenfalls verheiratet) nicht vergessen. Sie hat nur einen Tag Zeit, sich zu entscheiden… Die Geschichte ist schon interessant aufgebaut, dafür und für den Schreibstil vergebe ich meine Sterne. Wir lesen ausschließlich aus Elles Perspektive, aber auf mehreren zeitlichen Ebenen. Insbesondere die Rückblicke, die ohne abscheuliche Momente ausgekommen sind, fand ich zeitweise recht gelungen. Mitunter war es schwierig, die vielen Personen auseinanderzuhalten. Es gab permanent neue Partner, neue Großeltern etc. Je weiter das Buch hingegen voranschritt und wir uns der Gegenwart näherten, desto langweiliger und nerviger wurde es. Ich hatte zu den Charakteren leider keine emotionale Bindung. Allen voran Elle fand ich schrecklich. Ja, ihr ist etwas Schlimmes widerfahren. Und ihrer Mutter auch. Und anderen in dem Buch auch. Das steht auf einem Blatt für sich. Aber Elle innerhalb des restlichen Plots ging für mich absolut nicht klar. Die „Liebesgeschichte“ ist Fremdgehen, da hatte ich gar keine Emotionen. Abschließende Meinung: Elle ist eine manipulative, sehr unsichere, zweigesichtige pick me Person, die mit den Gefühlen aller spielt und vornehmlich an sich selbst denkt. Wenn man Freunde hat wie sie, dann braucht man keine Feinde mehr. Sie fühlt sich dabei auch noch richtig richtig toll. Die anderen Charaktere waren mir im Großen und Ganzen egal. Elles Affärenpartner war bei mir auch unten durch. Insgesamt habe ich ein komplett anderes Buch erwartet und bin nun froh, es vom SuB weg zu haben. Macht gern Eure eigene Erfahrung! 2/5 ⭐️⭐️

Gehen oder bleiben? Ein Buch über Lebensentscheidungen, Familienschicksale und Liebe...
Elle ist Ende 40, als sie sich die Frage stellt, ob sie ihren Mann Peter verlassen soll, um das Leben endlich mit ihrer Kindheits- und Jugendliebe zu verbringen. Die Lesenden werden sofort in die Handlung hineingezogen, indem sie erfahren, dass Elle am Rande eines geselligen und alkohollastigen Abends ihren Mann Peter mit Jonas betrügt. Dieser Betrug ist so von Leidenschaft und Begehren durchzogen, dass ich im ersten Moment irritiert war. Wo kam das her? Sie kannten sich ja schon sehr lange... Warum jetzt? In Rückblenden in die Kindheit und Jugend der beiden werden diese Fragen dann beantwortet und man erfährt, dass Jonas und Elle ein düsteres Geheimnis haben, dass sie für immer miteinander verbindet und das sie über eine sehr lange Zeit niemanden Preis geben. Jonas ist sehr schnell bereit, sein bisheriges Leben für Elle aufzugeben. Aber wie wird sie sich entscheiden? Ihre Liebe zu Peter ist echt. Bei ihm fühlt sie sich geborgen und sicher. Wie wid sie sich entscheiden? Die Autorin schafft es sehr gut, die Zerrissenheit von Elle zu beschreiben. Mehr und mehr verstehen wir ihr Handeln, trauern mit ihr um eine verlorene Kindheit, Geliebten Menschen und Leiden aufgrund verpasster Chancen. Eingebettet ist die Handlung in die Lebensgeschichte der Frauen der Familie. So erfahren wir auch vieles über ihre Großmutter und die Mutter Wallace und können Entscheidungenund Verhaltensweisen besser einordnen. Letztere fand ich sehr glaubhaft beschrieben, eine kleine Tyranin, die ihre Tochter liebt, es aber nicht geschafft hat, sie in wichtigen Situationen zu schützen. Triggerwarnung: sexuelle Gewalt, Kindstod, Krebserkrankung Zitat S. 400: Dann entstand auf seinen Lippen ein Lächeln der Erleichterung und des Bedauerns und des Bewusstseins von den absurden und traurigen Unvermeidbarkeiten. Wir haben von Anfang an zusammen gehört.
Fesselnd und ganz anders als der Klappentext suggeriert
Beim Klappentext war ich mir zunächst unsicher, ob die Geschichte was für mich ist. Aber wie von anderen auch festgestellt, ist die Geschichte viel tragischer/ tiefgreifender, es ist KEIN seichter Sommerroman mit super-happy Lovestory. Anfangs war ich von den verschiedenen Zeitsprüngen verwirrt und habe mich bei den Gewchichten der Großeltern etwas lost gefühlt, das hat sich aber schnell gegeben und war letztlich sehr spannend und hat für einen abwechslungsreichen, spannenden Lesefluss gesorgt und ermöglicht, die dysfunktionalen Verhaltensweisen innerhalb der Familie zu erklären. Auch Elles Gedankengänge werden immer greifbarer und es kristallisiert sich deutlich heraus, was sie an Jonas und was an ihrem Mann Peter hält. Und auch, wie sie sich selbst bewertet und warum sie sich so sieht. Ich verstehe, dass TW (sexueller Missbrauch, auch von Kindern) oder zumindest ein Hinweis auf den wirklichen Romaninhalt nötig gewesen wären. Ich wurde aber keinesfalls enttäuscht, die Story hat mich in ihrem Verlauf gefesselt und ich kann das Buch weiterempfehlen. Mini-Spoiler: Hätte gern kein offenes Ende gehabt, gleichzeitig ist es aber auch das perfekte Ende für diese Geschichte und der die Interpretation, wie Elle sich entscheidet, bleibt jedem/jeder Leser:in selbst überlassen.
Abbruch auf Seite 100 ‼️ Normalerweise quäle ich mich durch jedes Buch, aber dieses ist ja wohl eine absolute Mogelpackung! Versprochen wurde eine "sinnliche, witzige und ergreifende" Geschichte - bekommen habe ich einen vulgären und ordinären Schreibstil, eine Atmosphäre in der man sich nicht wohlfühlen kann, sexuellen, gewalttätigen und psychischen Missbrauch von Kindern und Frauen. Und das alles ohne den kleinsten Hinweis!
Ein literarisch sehr starkes, emotionales Buch, das lange nachhallt und definitiv lesenswert ist.
Was mir besonders gefallen hat, ist, wie ehrlich und ungeschönt die Beziehungen dargestellt werden. Nichts wirkt kitschig oder konstruiert, sondern menschlich und verletzlich. Ein kleiner Abzug für mich allerdings das offene Ende. Es passt zwar zur nachdenklichen, realistischen Erzählweise, hat mich aber etwas unbefriedigt und traurig zurückgelassen, weil ich mir mehr Klarheit oder Abschluss gewünscht hätte. Deshalb „nur“ vier statt fünf Sterne.

Der Papierpalast - wenn auch nur aus dünnen Pressspanplatten gebaut - ist das Sommerhaus der Familie trotzdem der Safe Space der Protagonistin Elle.
Hier wächst sie auf, erlebt sich selbst, ihre Schwester und ihre Mutter entspannt- verbunden mit der Natur. Es ist ihr Ort. Und so wird sie dort erwachsen und so wird sie auch dort vor die Frage gestellt, wie sie ihr Leben weiterleben will. Während sie dieser Frage auf den Grund geht, lesen wir in Rückblenden die Zusammenfassung ihres Lebens. Spoiler Und hier wären eindeutig Triggerwarnungen angebracht. In einer Rezebsuon hier steht, mindestens eine Einordnung der Geschehnisse wäre wichtig und dem schließe ich mich zu 100% an. Denn wer hier ein nettes Sonmerbuch erwartet, den werden die Szenen, in den sexualisierte Gewalt beschrieben wird, sicher unerwartet treffen. Ich mag das Buch. Schöne Sprache, der Papierpalast ist ein wundervoller Ort, an den ich mich sofort hinträumen konnte. Aber das Ende? Naja. 🐢
Diese Geschichte🥹🤐🌩️
Was soll ich sagen? Das war eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich jemals gelesen habe. Keine Seite zu viel, nicht zu wenig, genau richtig, um Elles traumatisches Familienleben, das die Liebe ihres Lebens in sich verschlang, zu repräsentieren. Ob der Cliffhanger, der eigentlich gar keiner ist, der Geschichte etwas anhaben konnte? Ganz und gar nicht. Ein Genuss auf Papier!
Was ist das wert, eine Ehe zu zerstören?
Wenn man mit jemandem für immer zusammen bleiben möchte, dann ist das eine wichtige Entscheidung. Manchmal kann man nicht anders und manchmal ist es nur die einfachere, bequemere oder logischere. Doch das Herz will, was das Herz will! Und das merkt man manchmal erst nach Jahren. Elle ist schon lange, glücklich verheiratet. Ihre Kinder verhalten sich ihr gegenüber oft, wie wahre Pubertierende, mit wenig Respekt und so, als wäre man absolut dumm. Peter, ihr Mann, der meist sehr liebevoll mit ihr umgeht, ist ihr eine große Stütze und sie ist sich sicher, dass sie ihn in ihrem Leben braucht. Auch noch, als sie mit ihrem Freund aus Kindertagen, Jonas, in einem gemeinsamen Urlaub schläft. Er gesteht ihr, dass er sie schon immer geliebt hat und Elle sieht sich mit der Frage konfrontiert, ob sie das scheinbar perfektes Leben durch das transparent machen, ihrer außerehelichen Umtriebe , mehrere Leben zerstören soll. Reicht das, was sie ihm gegenüber fühlt aus um mit Jonas neu anzufangen? In solchen Lebensphasen haben schon viele Personen gestanden und das ist jedes Mal wieder spannend, wenn man sich rückblickend damit beschäftigt, in welche absurde und schwere Situationen man geraten kann, nur weil Herz und Hormone durchdrehen. Das ganze spielt vor der wunderschönen Kulisse von Cape Cod in einem Haus, das schon länger zur Familie gehört und aus besonderen Gründen der Papierpalast genannt wird. In Rückblicken schauen wir nun in die Kindheit von Elle, die alles andere als einfach war und von egoistischen Erwachsenen, Instabilität und extrem übergriffigem Verhalten geprägt war. Und dann gibt es noch das große Geheimnis, dass Elle und Jonas seit vielen Jahrzehnten nicht loslässt. Es sind viele Themen, die die Autorin hier aufgreift, neben der existenziellen Frage danach was wirkliche Liebe bedeutet, dem Ehebruch und der problematischen Konstellation geht es hier auch um Missbrauch, die Rolle von Eltern, die sich nicht wirklich binden können, wechselnde Partnerschaften und was das mit Kindern macht. Der Erzählstil ist süffig und fesselnd, wenn auch sehr explizit und stellenweise ziemlich vulgär. Ich habe mir beim Lesen ab und an die Frage gestellt: „Wie würde ich handeln?“ Elle scheint schon sehr reflektiert, doch sind ihre Handlungen selten durchdacht und selbstsicher. In ihr scheint das instabile Konstrukt, dass in ihrer bindungsschwachen Kindheit wurzelt, jeden Moment ins Wanken zu geraten, und man weiß nie so genau, woran man bei ihr ist. Doch genauso ist es wahrscheinlich, wenn der sichere Rahmen, in dem dann lebt, zusammen zu fallen droht und man selber die größte Schuld daran zu tragen scheint. Die Figurenzeichnung ist sehr deutlich und klar. Ich hatte beim Lesen schnell das Gefühl, die einzelnen Personen gut zu kennen, auch wenn sie sich zwischendurch oft wandelten. Das ganze war sehr spannend zu lesen. Zwei Punkte sind mir am Ende ein bisschen zu offen geblieben. Da hätte man mehr Emotionen herausholen können. Aber abgesehen davon ist der Roman ein interessantes Familiendrama, bei dem man bis zur letzten Seite nicht weiß wie sich Elle entscheidet. Ich empfehle euch das, wenn ihr die Thematik des Ehebruchs gut aushalten könnt und euch mit den vielschichtigen Gefühlen, die das nach sich zieht, auseinandersetzen möchtet.
Bewegende Thematik aber manch unrealistische Dialoge
Die Thematik hat mir sehr gut gefallen und ich fand sie sehr authentisch. Allerdings scheint es etwas unrealistisch, dass die Protagonistin in beide Männer dermaßen verliebt ist. Manche Dialoge waren mir zu ausgesetzt, sodass ich einen halben Punkt abziehe.
Es war ein Auf und Ab..
Ja., was soll ich sagen. Gekauft habe ich mir das Buch aufgrund der Empfehlung einer Booktokerin die ich mag. Das Buch war allerdings nicht das, was ich mir gewünscht hatte. Mir geht es hier wie vielen anderen, ich erwartete eine Geschichte über eine Frau die sich entscheiden muss… erhalten habe ich davon allerdings recht wenig… Es gab viel Gewalt, sexuell und psychisch und ehrlich gesagt war mir das einfach too much. Zu viele Traumata und Schicksalsschläge die die Familie überwinden musste.. und ja, diese Rückblicke erklären sicherlich das Verhalten der einzelnen (im übrigen sehr vielen verschiedenen) Charaktere. Aber mit der Entscheidungsfindung hat das für mich gar nicht so viel zutun gehabt. Es gab für mich dahingehend zu wenig Gedanken und Abwägungen. Peter und die Kinder blieben blass, aus ihrem alltäglichen Leben hat man gar nichts weiter erfahren sodass man sich beim Lesen vielleicht hätte für eine Seite entscheiden können. Passt dann aber zu dem eher unbefriedigenden Ende. Triggerwarnung wäre auf jeden Fall angebracht.
„Wenn man einen Mann loslässt, heißt das, dass man alles, was man hat, verliert, oder gewinnt man all das, was man nie hatte?“
Wie jedes Jahr im Sommer kehrt Elle mit ihrer Familie nach Back Woods in den Papierpalast zurück. Dort trifft sie auf ihre Jugendliebe Jonas. Die beiden verbindet ein großes Geheimnis, welches dafür gesorgt hat dass aus ihnen nie etwas ernstes geworden ist. Elle muss sich entscheiden, bleibt sie bei ihrem Ehemann Peter, den sie über alles liebt & mit dem sie 3 wunderbare Kinder hat oder geht sie zu Jonas, mit dem sie weit mehr verbindet. Eine bewegende Geschichte, die mit ihren Sprüngen in die Vergangenheit immer mehr schlimme Erfahrungen von Elle ans Licht bringt. Zu Beginn des Buches fehlt eine Triggerwarnung, denn anders als man erwarten würde behandelt die Geschichte Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch, was aus dem romantisch geschrieben Klappentext nicht hervorgeht!
Ich kann mich schon fragen, warum ich 450 Seiten darüber lese, ob die Hauptperson - eine verheiratete Frau mit drei Kindern - bei ihrem Ehemann bleibt oder mit der Jugendliebe durchbrennt. Ich habe zu Ende gelesen, da dieser Plot der Rahmen, aber nicht der Kern der Geschichte ist. In Rückblenden wird die Familiengeschichte aufgerollt und dabei begegnen einem eine ganze Menge Tod und Trauma. Mitunter ein schlimmes Ereignis nach dem nächsten und manchmal auch recht plump erzählt. Ein Motiv zieht sich durch das Buch: immer wieder sind die verschiedenen Personen kurz davor, sich anderen zu offenbaren und anzuvertrauen, und immer wieder kommt etwas dazwischen. Es sind die falschen Zeitpunkte, es ist das knappe Zu-Spät-Kommen, aber auch bewusstes Wegschauen. Hierauf wird das Augenmerk der Lesenden gerichtet und manchmal scheint es im Buch echt unreflektiert weiter zu gehen, aber die Reflexion findet vielleicht einfach während des Lesens statt.
Ganz arg bewegende Lebensgeschichte…
Es geht um Elle, ihre Mutter, ihren Mann Peter, und Jonas, ihren langjährigen besten Freund - oder? Elle ist in den 50igern und erzählt in diversen Zeitetappen ihre Geschichte und die ihrer Mutter, Großmutter und ihrer Schwester, im Mittelpunkt stehen die sommerlichen Aufenthalte im Haus am See. Das ist alles sehr tragisch, traurig, schön, liebevoll, furchtbar und schrecklich zugleich. Das Buch hat mich durch viele Emotionen geschickt. Am Anfang fand ich es schrecklich, dass Elle sich mit Jonas draußen trifft, während ihr Mann betrunken auf der Couch schläft. Doch dann erfährt man, wann das mit Elle und Jonas eigentlich begann und warum es dann stoppte. Und dann versteht man es besser. Man wird hin und hergerissen, soll sie in der Ehe bleiben? Soll sie sich trennen? Eine Gefühls-Achterbahn mit offenem Ende. 4,5/5
Ein intensives, schmerzhaft schönes Buch über menschliche Abgründe, über Überleben, Schuld, Familie und die Macht von Freundschaft und Liebe. Es ist nichts für schwache Nerven, keine seichte Strandlektüre – aber genau darin liegt auch seine Tiefe und sein bleibender Eindruck.
„Der Papierpalast" ist eines der Bücher, über das ich schon unzählige Male gestolpert bin, immer begleitet von begeisterten Stimmen. Besonders aufmerksam wurde ich, als es im Bücherpodcast „Eat, Read, Sleep“ von NDR Kultur vorgestellt wurde. Dort wurde es als Sommerlektüre deklariert mit dem Hinweis, dass es keine bloße Leichtigkeit verspricht. So lag dieses Buch bereits seit dem letzten Sommer bei mir bereit, um nun endlich gelesen zu werden. Was soll ich sagen?! Es war so viel mehr als das, was ich erwartet hatte. Tatsächlich wirkt das Setting auf den ersten Blick wie gemacht für ein leichtes Urlaubsbuch - ein ruhiger See, Segelboote, Lagerfeuer, Hüttchen im Grünen, abendliches Weintrinken. Doch schnell merkt man, dass hier die Sonne fehlt und die Handlung vielmehr die Schatten beleuchtet. Im Zentrum der Geschichte steht Elle, die gleich zu Beginn einen Moment schildert, der ihr ganzes Leben aus den Angeln hebt - ein Seitensprung mit ihrem ältesten Freund Jonas. Es ist kein banaler Seitensprung, sondern das Resultat einer tiefen Verbindung. In Rückblenden erfahren wir nicht nur, wie Elle und Jonas sich kennengelernt haben, sondern auch, welche erschütternden Erfahrungen Elle in ihrer Kindheit machen musste. Es sind Kapitel, die mich teilweise sprachlos gemacht haben. Sexuelle Übergriffe, familiäre Gewalt, eine ambivalente Mutterfigur, die selbst schwer traumatisiert ist und diese Muster ungewollt an ihre Töchter weitergibt. Trotzdem findet die Autorin Worte, die metaphorisch und sehr einfühlsam sind. Der Stil ist literarisch, klar und emotional. Was mich besonders bewegt hat, ist die Sprachlosigkeit, mit der Elle durch ihr Leben geht. Wie sie all das, was ihr widerfahren ist, nie laut aussprechen konnte, außer gegenüber Jonas. Es ist tragisch und wütend machend zugleich, wie sehr ihre Mutter – selbst eine von patriarchalen Strukturen und eigenen Traumata geprägte Frau – Schuld nicht bei den Tätern, sondern bei sich selbst sucht. Die psychologischen Verstrickungen, die daraus entstehen, sind eindringlich dargestellt. Das Buch leistet darüber hinaus ein deutliches, kluges Statement zu weiblicher Selbstbestimmung, zu patriarchalen Denkmustern, zu Schweigen und Sichtbarkeit. Ich hätte mir noch mehr gewünscht, dass die Handlung mehr dazu auffordert, hinzusehen und laut zu werden. Zudem wäre es schön gewesen, wenn auch die Perspektive des Täters ein wenig aufgegriffen worden wäre. Ein klein wenig erfährt man als Leser:in durch die familiären Interaktionen, dennoch hätte es etwas mehr Einordnung bedurft. Hier bleibt die Figur eher schemenhaft, was das Verstörende betont. Alles in allem ist "Der Papierpalast" ein intensives, schmerzhaft schönes Buch über menschliche Abgründe, über Überleben, Schuld, Familie und die Macht von Freundschaft und Liebe. Es ist nichts für schwache Nerven, keine seichte Strandlektüre – aber genau darin liegt auch seine Tiefe und sein bleibender Eindruck.
Im ersten Drittel habe ich tatsächlich überlegt, ob ich das Buch abbreche. So eine richtige Handlung gab es nicht und der rote Faden ergab sich nur aus dem Klappentext. Aber es wurde besser. Elle muss sich zwischen ihrem Ehemann und ihrem Jugendfreund entscheiden. Durch Sprünge in die Vergangenheit erfährt man, warum ihr die Entscheidung so schwer fällt. Jede Menge tragische Ereignisse aus früheren Zeiten führen zu ihrer jetzigen Situation. Käme nicht zwischendurch immer wieder das Gefühl von Sommerferien auf, wäre es ganz schön schwere Kost. Ein gutes Buch, aber am Ende Geschmacksache.
Mirana Cowley Heller erzählt die Geschichte einer amerikanischen Familie, die in den 1950er Jahren ihren Anfang nimmt und bis beinahe in die Gegenwart führt. Die Familie genießt einen Alltag mit Niveau, ohne reich zu sein; sie erlebt Scheidungen, Geburten, Krisen. Die Ich-Erzählerin Elle ist fünfzig Jahre alt, Mutter dreier Kinder und mit Peter, einem aus feiner, britischer Familie kommenden erfolgreichen Journalisten verheiratet. Die Erzählung spielt vorrangig in der Gegenwart. Darum baut die Autorin in chronologischen Rückblenden wie in einem Puzzle das Bild der Familie. Damit wird das Verhalten der Akteure in der Gegenwart verständlich. Der Erzählstil ist trotz der häufigen Zeitsprünge eher ruhig. Die Verfasserin nimmt sich viel Zeit für die Beschreibung der Natur, die in ruhiger und blumiger Sprache erfolgt. Im Kontrast dazu werden die Sexszenen knapp und in derber Sprache geschildert. Ich habe mit dem Buch zwei grundlegende Probleme: Zum einen fehlt mir in dem Buch ein Spannungsbogen. Die Erzählung plätschert so vor sich hin, ohne dass eine Entwicklung erkennbar wäre. Zum anderen fehlt mir ein Sympathieträger, eine Identifikationsfigur. Ganz sicher ist es nicht Elle, die ihren Mann Peter belügt, in seiner Gegenwart betrügt und erniedrigt. Aber auch er erscheint mir als sarkastischen Langweiler. Nachdem ich mich bis zur Hälfte durchgequält habe, habe ich aufgegeben.
Eine Entscheidung über Liebe – und die Geschichte eines ganzen Lebens
Der Papierpalast hat mir insgesamt gut gefallen. Das Buch liest sich sehr leicht und flüssig, gleichzeitig steckt viel mehr Tiefe darin, als ich zunächst erwartet hätte. Besonders gut gefallen hat mir die Dramaturgie der Geschichte. Im Zentrum steht zwar die Frage, ob Elle – eine verheiratete Frau mit drei Kindern – bei ihrem Mann bleibt oder mit ihrer Jugendliebe durchbrennt. Für mich war das aber gar nicht der eigentliche Kern des Buches. Viel spannender fand ich die vielen Rückblicke auf Elles Leben. Stück für Stück wird ihre Vergangenheit erzählt und man versteht immer besser, warum sie denkt und handelt, wie sie es tut. Gerade der Blick auf ihre Kindheit fand ich sehr interessant. Man merkt, wie stark diese unsicheren und teilweise schwierigen Erfahrungen sie geprägt haben. Viele Themen werden dabei berührt: Liebe, Familie, Bindung, Trauma und auch die Frage, was das Verhalten von Erwachsenen eigentlich mit Kindern macht. Der Schreibstil ist sehr zugänglich und teilweise ziemlich direkt. Gleichzeitig fand ich das Buch insgesamt sehr fesselnd, weil die Figuren so lebendig wirken. Was mir außerdem gefallen hat: Immer wieder stehen Figuren kurz davor, sich wirklich zu öffnen oder etwas Wichtiges auszusprechen, und dann passiert doch wieder etwas, das dazwischenkommt. Dieses Spiel mit verpassten Momenten und falschen Zeitpunkten zieht sich durch das ganze Buch und macht einen großen Teil der Spannung aus. Ein bisschen mehr emotionale Tiefe am Ende hätte ich mir noch gewünscht. Trotzdem fand ich die Geschichte insgesamt sehr spannend zu lesen. Fazit: Ein leicht zu lesender Roman mit viel emotionaler und psychologischer Tiefe. Besonders die Rückblicke auf Elles Leben machen das Buch interessant und regen immer wieder dazu an, sich zu fragen: Wie hätte ich selbst entschieden?
Ich bin mir nicht sicher, was das Buch mit mir gemacht hat.
Viele sehr extreme Situationen. Abgründe der Menschen. Ich finde das Buch gut. Aber so wirklich komme ich nicht mit der Story klar und was ich mir daraus ziehen kann. Was mir etwas negativ aufgefallen ist, sind die doch recht häufigen Rechtschreib-Fehler im Buch. Eine nette Geschichte mit vielen Tabu-Themen zum Diskutieren. Mit dem Ende habe ich zugegebener maßen nicht gerechnet.
Eingebettet in die Schilderung eines Tages wird in Rückblenden das Leben von Eleanor erzählt. Fünfzig Jahre Leben mit einer verborgenen Liebe und einem düsteren Geheimnis. Wieder einmal verbringt sie mit ihrer Familie den Sommer im Ferienhaus ( ein paar altersschwache Hütten, der Papierpalast!) am See in der Nähe des Meeres auf der Halbinsel Cape Code Gehen oder bleiben, bleiben bei ihren Kindern und ihrem Mann Peter oder gehen zu ihrer Jugendliebe Jonas? Die Geschichte ging nicht wirklich an mich ran, die erste zwei Drittel des Buches hat es mich oft genervt, das letzte Drittel war besser, aber dann gings aus wie das berühmte Hornberger Schießen …. Echt jetzt, ich kann den Hype nicht so ganz nachvollziehen 🤷🏻♀️
Highlight!
Mein bisheriges Jahreshighlight! Großartiger Schreibstil, wunderbare Metaphern, spannende Handlung durchwebt mit einem leicht komplexen, aber ansprechenden Aufbau durch viele Zeitsprünge und einige Protagonisten. Ein Spiel mit Moral und Tabus und einer gewissen Düsternis auf Grund von mehreren Dramen und einer großen Jugendliebe! Ich fand es absolut fantastisch und habe die Sprache der Schriftstellerin total genossen und das Buch süchtig verschlungen!
Gehen oder bleiben? Zwischen Vergangenheit und dem, was eigentlich “richtig” ist
Der Papierpalast von Miranda Cowley Heller hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Die Geschichte ist auf vielen Ebenen erschreckend und emotional schwer zu lesen. Vor allem das, was Elle und auch die Frauen vor ihr erleben mussten, hat mich sehr mitgenommen. Die Darstellung über mehrere Generationen hinweg zeigt eindringlich, wie sich Gewalt und Machtstrukturen immer wieder wiederholen. Gerade Conrad war für mich eine der schlimmsten Figuren im Buch. Die Angst, die er auslöst, ist beim Lesen richtig spürbar und hat mich oft sehr unwohl fühlen lassen. Die Art, wie er Macht ausübt und Grenzen überschreitet, ist einfach erschreckend und schwer auszuhalten. Diese Passagen haben mich emotional am meisten getroffen und sind mir besonders im Kopf geblieben. Auch die Dynamik zwischen Anna und Elle fand ich sehr interessant. Man merkt, wie eng ihre Verbindung als Schwestern ist, aber gleichzeitig auch, wie viel Ungesagtes und Belastendes zwischen ihnen steht. Diese Mischung aus Nähe und Distanz hat sich sehr real angefühlt und zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit denselben Erfahrungen umgehen. Die Beziehung zu Jonas bringt eine ganz andere, ruhigere Ebene in die Geschichte. Sie ist stark mit Elles Vergangenheit verknüpft und zeigt, wie sehr alte Gefühle und Erlebnisse einen auch Jahre später noch beeinflussen können. »Kolibris sind die einzigen Vögel, die rückwärts fliegen können«, sagte Jonas. »Eine Tatsache, die nie aufhört, mich zu erstaunen. Sie können rückwärts genauso schnell fliegen wie vorwärts. Vierundfünfzig Meilen pro Stunde.« »Könnte ich rückwärts fliegen, würde ich es tun«, sagte ich. In den Schutz der Bäume, zu einer Zeit zurück, als mein Herz für ihn schlug wie das eines Kolibris, mit fünfhundert Schlägen in der Minute. Und er sagte, wie er es jedes Mal tat: »Ich weiß.« - S. 439 Was mich zusätzlich gestört hat, war, wie Peter Elle anspricht – dieses „Weib“ (oder ähnliche Begriffe) fand ich wirklich unangenehm zu lesen. Vielleicht wirkt es in der deutschen Übersetzung auch noch härter, aber es hat bei mir auf jeden Fall ein ungutes Gefühl hinterlassen. Beim Ende war ich ehrlich gesagt etwas verwirrt. Ich glaube, sie hat sich für Jonas entschieden… aber irgendwie bin ich mir trotzdem nicht zu 100% sicher? Es war für mich nicht ganz eindeutig. Vielleicht ist das auch extra so gemacht, aber mich hat es eher ein bisschen ratlos zurückgelassen. Trotz der schweren Themen hat mir der Schreibstil gut gefallen. Er ist ruhig, aber sehr eindringlich und passt gut zur Geschichte. Auch die Zeitsprünge fand ich persönlich nicht störend, sondern passend umgesetzt. Insgesamt ein Buch, das sehr viel auslöst, aber auch kein leichtes Buch ist.
Okay….
….das habe ich so gar nicht erwartet. Ich wollte keine Geschichte mit den Themen Vergewaltigung und Mord lesen. Der Text auf dem Buchrücken hat mich etwas ganz anderes erwarten lassen. Für das neue Jahr nehme ich mir vor, besser zu recherchieren bevor ich ein Buch kaufe. (Auch wenn es über Rebuy ist!)
Dieses Buch kann mitreißen und im nächsten Moment deprimieren.
Es ist wunderbar geschrieben, so detailliert und mit viel Liebe zur Natur. 🐢🪺🐚🪸 Deshalb erinnerte es mich an „Gesang der Flusskrebse“. Die Geschichte von Elle ist nicht so leicht zu verdauen. Sie hatte eine schwierige Kindheit, Schicksalsschläge und man lernt ihre Bezugspersonen kennen, die zum Glück genau dann für sie da waren. Einige Personen eroberten mein Herz, andere verabscheute ich so sehr, dass sie es mir schwer machten, weiterzulesen. Alles wird sehr detailliert, oftmals auch enthemmt und so zum Greifen nah beschrieben. Die Geschichte hat viel Tiefgang und wirkt sehr authentisch. Es puzzelt sich alles nach und nach durch die vielen Zeitsprünge zusammen. Die Trigger-warnungen sind wichtig zu beachten und dennoch lohnt sich das Buch sehr! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Eine Story die mir nichts sagt und nichts gibt. Zu viele Personen, zu viele Frauen, die heiraten, Kinder bekommen, sich scheiden lassen und wieder wen anderes heiraten und der Trott geht von vorne los. Mir ist keiner der Protagonisten nah gekommen und irgendwie hat mich kein Lebenslauf interessiert. Vielleicht bin ich auch zu dumm und habe den Sinn des Buches nicht verstanden. 🤭
Hätte ich es nicht in einem Buddyread gelesen, hätte ich es abgebrochen.
Ich fand das Buch sehr anstrengend. War mir ein bisschen zu viel und am Ende zu abrupt. Elle kam mir zwischendurch vor wie ein Teenager. Ihre Erfahrungen in ihrer Kindheit waren die Hölle, keine Frage. Sie hatte eine Mutter, die ebenfalls ähnliche Erfahrungen gemacht und dadurch auch vermutlich psychisch nicht die Stütze sein konnte, damit man sich vertrauensvoll öffnet. Die Einstellungen der Frauen, hier besonders Elle und ihrer Mutter, zu sich selbst und ihrem direkten Umfeld war für mich schwer auszuhalten. Leider fand ich es persönlich nicht gut umgesetzt, auch wenn es Potential hatte.
Gehen oder bleiben?
Elle, eine 50jährige Frau, verheiratet, drei Kinder, besucht das Ferienhaus ihrer Familie in Cape Cod. Dort war sie schon als Kind, gemeinsam mit ihrer Schwester, ihrer Mutter und deren Männer. Dort am See lernt sie Jonas kennen. Die beiden werden unzertrennlich. Sie trifft ihn jedes Jahr im Sommer wieder. Doch in einem Sommer passiert etwas, was sie voneinander trennt und sie prägt. Als Erwachsene treffen sie sich in Cape Cod wieder, alte Gefühle und schmerzhafte Erinnerungen werden geweckt. Die Anziehungskraft ist noch immer so stark, dass Elle sich fragt, ob sie bei ihrem Mann bleibt oder ihrer Sehnsucht nach Jonas nach gibt. Unglaublich gut geschrieben. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Das Buch ist in Vergangenheit und Gegenwart geschrieben, dadurch versteht man Elles Verhalten und Gefühlslage besser. Die Autorin greift Themen, wie z.B. Missbrauch und Vergewaltigung auf. Daher keine leichte Kost, was das Cover vermuten lässt. Ein sehr bewegender und realistischer Roman. Klare Leseempfehlung.

Sternenvergabe so gut wie nicht möglich. Da das Buch den Lesenden bewusst provoziert. Es fordert heraus. Kein normal denkender Mensch kann das gelesene als gut bewerten. Den dies ist an misogynie nicht zu überbieten. Ich hätte seitenweise ins Buch brechen müssen. Mein größtes Problem war das nichts davon reflektiert wurde. Es kam unteranderem mehrfacher Missbrauch, auch an Minderjährigen, zur Sprache. Die einzige Reflektion war: "wie hast du XY dazu provoziert?" Diese Situation gibt es durchaus in der Realität, tagtäglich. Wenn schon nicht im Roman selber, so hätte ich mir unter anderem ein Nachwort gewünscht. So aber war das Buch einfach nur vulgär, obszön und ich nehme mir nichts daraus mit. Außer die Frage wie ich das gelesene unter diesem Kontext als gut bewerten kann
Eigentlich wollte ich das Buch nach der 1 Seite weg legen... Zu lange schwülstige Beschreibungen. Aber ich hab auf Empfehlung weitergelesen. Die Hauptfigur Elle wirkt mal Unsicher, mal unglaubwürdig, mal armselig. Eigentlich möchte sie gern eine Marionettenspielerin sein, die die Fäden ihres Lebens in der Hand hält. Aber diesen Plan hat sie ohne die Männer ihres Lebens gemacht. Zwischen Peter ihrem Mann und Jonas ihrer Jugendliebe/Affäre will oder kann sie sich nicht entscheiden. Dazu die Rückblickende Geschichte über Abhängigkeit und Missbrauch. Die Beschreibung des Urlaubsortes ist gut gelungen.
🌊💔🇺🇲 Dieser Roman erzählt eine sehr intensive Familiengeschichte von Sommer zu Sommer und verbindet in Rückblenden Vergangenheit und Gegenwart miteinander. Zwischendurch hatte die Handlung ein paar Längen und es gab wirklich viele Nebencharaktere und Namen, bei denen ich Zuordnungsschwierigkeiten hatte, aber die Liebesgeschichte an sich, um die sich die Familiengeschichte der Protagonistin "herumstrickt", ist bittersüß, poetisch und wunderschön. Alles in allem hat mich der Schreibstil der Autorin ein bisschen an "Der Gesang der Flusskrebse" erinnert. Auf jeden Fall lesenswert.
Nach einem zweiten Anlauf kann ich immer noch nicht den Hype um dieses Buch verstehen. Es ist nicht schlecht, aber nicht das, was ich erwartet oder erhofft hatte. Diese Melancholie, die die ganze Zeit mitschwingt, plus dass die Protagonist:innen für mich nicht greifbar waren, hat mich vermutlich am meisten gestört, warum ich nicht mehr gerne zu diesem Buch gegriffen habe. Ich konnte manches auch nicht nachvollziehen, geschweige denn die dazugehörige Liebesgeschichte irgendwie fühlen. Dabei bin ich, nach dem zweiten Versuch, mit vollerEuphorie, in die Geschichte gestartet, aber vielleicht war meine Erwartung auch einfach zu hoch, nach den vielen positiven Stimmen. Deswegen war ich froh, zu erfahren, dass es doch auch einigen Lesern, ähnlich wie mir erging.
Ein Buch zum Versinken. Und genau das habe ich getan, ich bin versunken und habe es verschlungen. Eine Familiengeschichte über mehrere Generationen. Eine Liebesgeschichte. Eine Geschichte über das Leben. Mitreissend, teilweise wirklich brutal - ich wolte mir die Augen zu halten - und trotzdem verstehe ich voll und ganz das Handeln der Protagonistin. Uneingeschränkte unbedingte Leseempfehlung!! Für mich das beste Buch seit Langem.
Definitiv heftiger als das schöne Buchcover oder der Klappentext vermuten lässt.
Ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten reinzukommen. Sowohl thematisch als auch mit den Zeitsprüngen und dem (teils derben) Sprachstil der Autorin. Vielleicht aber auch, weil ich anhand des Covers etwas anderes erwartet hatte. Ich bin jedoch froh, dran geblieben zu sein und konnte es dann nach kurzer Zeit schon nicht mehr aus der Hand legen! Die Story hat mich dann sehr schnell in ihren Bann gezogen und ich war richtig süchtig, es weiter zu lesen. Einfach ein wirklich toller Roman, voller Spannung, Tiefe & Gefühl. Teils jedoch auch sehr heftig! (Triggerwarnung - sexuelle Gewalt)























































