Das Flüstern der Bienen
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Description
Der internationale Bestseller, der hunderttausende Leserinnen verzaubert!
»Ein Roman, der Magie und den Duft von Honig verströmt.« ― Freundin
Ein einzigartiger Junge, der das Schicksal eines Dorfes für immer verändert
In der kleinen mexikanischen Stadt Linares erzählt man sich noch immer von dem Tag, an dem die alte Nana Reja ein Baby unter einer Brücke gefunden hat. Von einem Bienenschwarm umhüllt, erweckt der kleine Simonopio zunächst Misstrauen bei den abergläubischen Dorfbewohnern. Doch die Gutsbesitzer Francisco und Beatriz Morales nehmen den wilden stummen Jungen bei sich auf und lieben ihn wie ihr eigenes Kind.
Während die Spanische Grippe die Region trifft, und um sie herum die mexikanische Revolution wütet, lernen sie Simonopios Gabe zu vertrauen und können die Familie so vor dem größten Unheil bewahren. Doch nicht alle Bewohner der Hacienda meinen es gut mit dem Jungen …
»Das Flüstern der Bienen [ist] ein Buch voller Lebensfreude und Hoffnung. […] Ein großes Lesevergnügen.« ― WDR4
*** Ein Muss für alle Isabelle Allende Fans! Honig fürs Herz und Balsam für die Seele – diese magische Familiengeschichte erwärmt das Herz jeder Leserin und jedes Lesers. ***
Book Information
Author Description
Sofía Segovia, geboren in Monterrey, Mexiko, studierte Kommunikationswissenschaften in Monterrey und wollte eigentlich Journalistin werden, doch dann entdeckte sie ihre Liebe für fiktives Schreiben. Mit Das Flüstern der Bienen stand sie wochenlang auf den Bestsellerlisten in Mexiko und wurde international von den Kritikern hoch gelobt. Heute reist sie dorthin, wo ihre Romane sie hinführen, lebt aber mit ihrem Ehemann, drei Kindern und drei Haustieren in den Bergen von Monterrey.
Posts
Nicht ganz meins, trotz schöner Momente
Dieses Buch hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen. Der Einstieg war lange Zeit zäh, und ich habe mehrfach überlegt, ob ich weiterlesen möchte. Stellenweise fiel mir der Zugang schwer, sodass ich einige Passagen eher nur grob gelesen habe. Grundsätzlich ist es eine schöne Geschichte mit einer poetischen, märchenhaften Stimmung. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven fand ich an sich interessant, allerdings machten häufige Perspektivwechsel und Zeitsprünge das Lesen teilweise unnötig kompliziert. Zudem fehlte mir über weite Strecken eine klare Haupthandlung, und vieles hätte gekürzt werden können, um mehr Spannung zu erzeugen.
Der Roman spielt im Mexiko des frühen 20. Jahrhunderts und erzählt von Simonopio, einem stummen Jungen, der als Baby von Bienen umgeben gefunden wird und bei der Familie Morales aufwächst. Er besitzt eine besondere Verbindung zur Natur und scheint Gefahren oft früher zu spüren als andere. Während politischer Unruhen und der Spanischen Grippe begleitet man die Familie durch schwere Zeiten. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil wunderschön poetisch. Die Geschichte ist berührend und erinnert stellenweise an ein Märchen. „Sag ihnen, sie sollen mit den Augen hören, mit der Haut sehen und mit den Ohren fühlen, denn das Leben spricht zu uns allen; wir müssen einfach nur lernen, zuzuhören, es zu sehen, es zu fühlen.“ „Und trotzdem ging zu ihrer Verwunderung die Sonne jeden Tag auf und wieder unter. Das Leben ging weiter. Die Jahreszeiten folgten aufeinander in ihrem ewigen Kreislauf, der durch nichts unterbrochen wurde, nicht einmal durch den Kummer und die geplatzten Hoffnungen.“

Das Flüstern der Bienen von Sofia Segovia aus dem #listverlag 🐝 Dieses Buch hat mich gefordert. . Anfangs ungewohnt hineinzufinden. Mittig verschlingen. Zum Ende hin ein ungewolltes Ende. . Die Geschichte spielt in México und hat ihre eigene Art erzählt zu werden. Etwas phantastisch (eine Junge und seine Bienen) etwas historisch ( vor und zwischen den Weltkriegen … aber außen vor) etwas durch die Zeit ( wechselt innerhalb dieses Buches) etwas berührend und etwas mühsam ( herausfordernde Zeiten) . Es war teilweise interessant, aber alles in allem ist es kein wirklich fröhliches Buch. Es hat mich etwas runtergezogen. Das hat mir nicht so gut gefallen. Dafür ist es wahrscheinlich realistisch und ehrlich. . Nun muss ich es aber trotzdem einordnen. Würde ich es weiterempfehlen? . Historisch und kulturell ja. Stimmungsvoll ja. Unterhaltsam teilweise ja, da nicht immer leichte Kost. Gutes Gefühl nein. . Da das Buch mich traurig und etwas ungetröstet zurücklässt… ist es kein Buchtipp von mir für meine Mitmenschen… obwohl es bestimmt Liebhaber finden wird.
Märchenhaft, wunderschön
Das Buch besticht vor allem mit seinem wundervollen, bildgewaltigen und ein wenig poetischen Schreibstil. Vor meinem inneren Auge lief die ganze Geschichte ab wie ein Film, fast konnte ich das Summen der Bienen hören. Ich war von Anfang bis Ende gefesselt. Die Geschichte von Simonopio ist sehr einfühlsam erzählt und kommt einem vor wie aus einer anderen Welt. Es hat total Spaß gemacht, das Buch zu lesen, weil man sich einfach in die wundervolle Geschichte fallen lassen und sich wegträumen konnte. Die Charaktere sind dabei so liebevoll ausgearbeitet, dass man sich mit ihnen durch die Geschichte bewegt und sie sehr schnell ins Herz schließt. Das Buch ist ein wenig märchenhaft, ein wenig nostalgisch und geht vor allem unter die Haut.

Überwältigende Geschichte!
Um ehrlich zu sein, lag dieses Buch schon ziemlich lange auf meinem SuB und ich schlich immer wieder drumherum. Wie gut, dass ich es doch endlich gelesen habe: es ist ausgezeichnet! Der Schreibstil ist einfach fantastisch, die Geschichte überwältigend und die Charaktere so liebevoll und auch lebhaft beschrieben, dass ich mich sofort wohl fühlte. Ich persönlich hätte mir schon ein anderes Ende eher gewünscht, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich das Buch einfach grandios finde!

Mystisch, zauberhaft und Ruhe- ausstrahlend.
Ein wunderbares Buch über eine Familie auf dem Land in México. Ein interessanter Einblick in die Geschichte, der nicht langweilt, sondern den Menschen in ihre Mitte stellt. Die Mischung aus Familien- Geschichte, Natur- Bildern und dem etwas Magisch- Mystischem in Simonopios Figur ist spanend, interessant und nahbar. So viele sympathische Nebenfiguren, die die Geschichte reich machen und parallel gemächlich dahinfließen lassen. Man fühlt sich nie gehetzt, aber die leise Vorahnung von Tragik schleicht auf vielen Zeilen mit. Ich fand das Buch großartig!
Eine etwas andere Geschichte
Das war ein wirklich besonderes Buch. Tolles Setting, einzigartige Charaktere, etwas Familiendrama und ein Hauch fantastisches. Lange war mir nicht klar wo die Geschichte hin will, aber trotzdem war es nicht langatmig. Die unterschiedlichen Perspektiven haben Abwechslung und etwas Dynamik reingebracht. Mit einem sehr besonderen Blick aufs Detail wird von der spanischen Grippe, dem Bürgerkrieg und der Umstrukturierung der Landwirtschaft erzählt. Normalerweise bin ich kein Fan davon, wenn ein Buch aus der Erzählerperspektive geschrieben ist, hier passt es jedoch perfekt.

Eine schöne märchenhafte Geschichte über eine mexikanische Familie. Ich habe bisher noch keine Geschichte gelesen, die im historischen Mexiko spielt. Es ist immer sehr interessant Neues über ein Land zu lesen. Ich bin kein Fan von magischen Realismus. Hier fügt er sich aber so gut in die Geschichte ein, dass es mich überhaupt nicht gestört hat. Deshalb auch eine Empfehlung an diejenigen, die dem magischen Realismus eher skeptisch gegenüber stehen. Ich habe das Hörbuch gehört, welches ich auch sehr empfehlen kann.
Märchenhaft, aber nicht ganz mein Fall
„Das Flüstern der Bienen“ erzählt die Geschichte von Simonopio, einem stummen Findelkind, das von einer mexikanischen Familie aufgenommen wird und eine besondere Verbindung zur Natur und zu Bienen hat. Der Roman spielt im Mexiko des frühen 20. Jahrhunderts und begleitet die Familie durch persönliche Schicksale, politische Unruhen und schwere Zeiten. Der Schreibstil ist sehr poetisch und märchenhaft, was der Geschichte eine besondere, fast zeitlose Atmosphäre verleiht. Mir fiel der Einstieg recht schwer. Ich habe lange gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden, und auch im weiteren Verlauf wurde ich durch die häufigen Perspektivwechsel immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Dadurch konnte ich mich nicht durchgehend auf die Handlung einlassen. Insgesamt fehlte mir stellenweise etwas Spannung und eine klarere Struktur. Da dies das erste Buch dieser Art für mich war, kann es gut sein, dass mir dieser sehr ruhige, poetische Erzählstil einfach nicht ganz gelegen hat. Insgesamt fand ich das Buch in Ordnung und stellenweise schön, aber es hat mich nicht vollkommen überzeugt.

Die mexikanische Autorin schreibt über eine verzweigte Familiengeschichte, in deren Mittelpunkt das Findelkind Simonopio steht. Die alte Amme Reja, die ihre letzten Lebensjahre auf der Hazienda der Familie Morales verbringt, findet eines Tages ein mit einer Gaumenspalte behindertes Baby, umhüllt von einem Bienenschwarm. Der Junge Simonopio wird liebevoll von der Familie aufgenommen und großgezogen , bleibt jedoch stumm und fühlt die Natur viel intensiver als alle anderen, was bei einigen abergläubischen Dorfbewohnern zeitlebens für Misstrauen sorgt. Während die Spanische Grippe über das Land hinwegrollt und die mexikanische Revolution mit Chaos und Verwüstung wütet, vertraut die Familie der Gabe ihres Bienenflüsterers, der ein besonderes Gespür für sich entwickelnde Gefahren hat. Der sprachlich dichte Schreibstil offenbart viele Vorgänge und Verknüpfungen erst nach und nach, so dass sich vor dem Leser eine Fülle von Geschichten ausbreitet. Ein wunderbares Buch über Familie, Liebe, Trauer und Hoffnung mit einer klaren Leseempfehlung.
Solch ein schönes Buch! Wow! Die Geschichte ist herzergreifend und am liebsten hätte ich das Buch an einem Stück gelesen. Ein Buch, das ich gerne weiterempfehlen kann, allerdings wechseln die Erzähler kapitelweise, was zu Anfang nicht ganz einfach war, zu verstehen. Letztendlich aber hat vielleicht gerade diese Schreibweise die Geschichte so interessant gemacht
Eine wundervolle Geschichte
"Das Flüstern der Bienen" von Sofía Segovia ist ein ganz besonderer Roman über eine Familie und deren ganz besonderes Findelkind. Darum geht's: Die alte Nana Reja verbringt die letzten Jahre ihres Lebens fast ausschließlich in ihrem alten Schaukelstuhl auf der Veranda der Hacienda der Familie Morales. Doch eines Morgens ist sie plötzlich verschwunden. Als sie vom Herren des Hauses und seinen Arbeitern gefunden wird, hält sie nicht nur ein Bündel mit einem Baby im Arm, sondern auch eines mit einem Bienenschwarm, welches laut ihr zu dem Baby gehört. Das Baby ist missgestaltet und die Dorfbewohner sehr abergläubisch, aber due Familie Morales nimmt das Baby bei sich auf und wächst Simonopio, begleitet von seinen Bienen, auf der Hacienda der Morales auf. Simonopio kann zwar nicht mit den Menschen sprechen, aber er wird die Familie dank seiner Gabe vor einem schlimmen Unheil bewahren... Inspiriert wurde die Autorin Sofía Segovia von einer wahren Geschichte, die im Norden Mexikos passiert ist. Sie lässt uns die Geschichte vom Kleinen Francisco Morales erzählen, der zu diesem Zeitpunkt schon ein alter Mann ist und vieles aus Erzählungen und seiner Erinnerung wiedergibt. Mir hat der Stil dieser Erzählung wahnsinnig gut gefallen: Sie ist sehr zart und mitfühlend erzählt und über das Ende des Buches war ich sowohl traurig als auch glücklich. Ein wirklich wundervolles und magisches Buch, das ich gerne weiterempfehle.

Ein Buch voller Lebensfreude und Hoffnung Die Geschichte ist kurzweilig und zugleich tief berührend. Es wird das Leben von Familie Morales, ihrem Findelkind Simonopio (den sie wie ihr eigenes Kind lieben) und seinen Bienen erzählt. „Während die mexikanische Revolution wütet und die Spanische Grippe die Region trifft, rettet [Simonopio] die Familie mit seiner Gabe mehr als einmal vor Unheil“ Klappentext. Die meisten im Dorf haben sich nach kurzer Zeit an den Jungen gewöhnt doch nicht alle meinen es gut mit ihm und der Familie…
Die Erzählung erfolgt aus unterschiedlichen Perspektiven, was am Anfang etwas verwirrend sein kann. Aber im Laufe der Geschichte wird durchaus ersichtlich aus welcher Perspektive und welcher Zeit erzählt wird. In viele der einfühlsam beschriebenen Charaktere kann man sich hineinversetzen und möchte wissen wie es für sie am Ende ausgeht. Besonders Simonopio und seine Bienen muss man einfach lieben. Sowie den kleinen Francisco, der zu seinem „großen Bruder“ aufblickt. Für mich war dieses Buch ein wahres Highlight. Ich habe es genossen zu lesen, teilweise mit einem Schmunzeln im Gesicht oder einer Träne in den Augen. Durch den wunderschönen Schreibstil und die bildhafte Sprache wird das Buch zu einem großen Lesevergnügen. Es ist „ein Roman der Magie und den Duft von Honig [und Orangen] verströmt“ Freundin. Ein absolutes Lesehighlight!
![Ein Buch voller Lebensfreude und Hoffnung
Die Geschichte ist kurzweilig und zugleich tief berührend. Es wird das Leben von Familie Morales, ihrem Findelkind Simonopio (den sie wie ihr eigenes Kind lieben) und seinen Bienen erzählt. „Während die mexikanische Revolution wütet und die Spanische Grippe die Region trifft, rettet [Simonopio] die Familie mit seiner Gabe mehr als einmal vor Unheil“ Klappentext. Die meisten im Dorf haben sich nach kurzer Zeit an den Jungen gewöhnt doch nicht alle meinen es gut mit ihm und der Familie…](https://social-cdn.read-o.com/images/1679755250577-88.jpg)
Melancholisch, hoffnungsvoll, traurig, süß und witzig und voller kleiner und großer Wunder – ich glaube, es ist zu sehen, wie tief ich mit diesem Buch mitgefühlt habe und wie stark der Protagonist mein Herz berührt hat. Denn das hat er – das hat er wirklich. Der Roman ist eine Erinnerung – und diese Erzählstruktur bringt es mit sich, dass eben nicht schön und entspannt nach der Reihe erzählt wird. Der Leser springt im Leben des eigentlichen Protagonisten und der Erinnerung von ihm an Erzählungen an die Zeit davor hin und her und verliert trotzdem nicht den roten Faden, der sich klar mit Simonopio und seinen Bienen und seiner Gabe der Voraussicht durch das gesamte Buch zieht – das ist eine Gabe, die die Autorin so gut einzusetzen weiß und die neben anderen Dingen das Buch für mich zu einem kleinen Juwel macht. Ihr Schreibstil liest sich so flüssig und samtig wie guter Honig, und sie versteht es, den Leser zu fesseln und um den Finger zu wickeln. Das Buch spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Mexiko – Simonopio wird als Baby von einer Nana gefunden, über und über mit Bienen bedeckt. Er geht eine Symbiose mit ihnen ein, die im Buch nicht näher erläutert wird, die die Figuren mit anfänglichem Entsetzen, später mit zunehmendem Gleichmut hinnehmen. Gerade weil es nicht näher erläutert wird, hat das Buch für mich eine mystische Komponente und die Bienen werden spielend zu einem wichtigen Teil der Geschichte wie die menschlichen Figuren. Was hat mich nun so fasziniert? Es ist unglaublich schwer zu beschreiben: Simonopio und die Figuren um ihn herum, besonders der kleine Sohn des Hacienda-Besitzers Francisco, strahlten so viel Wärme und Lebensfreude aus, sie wirkten echt und real und mussten auf hartem oder leichtem Weg die Lektionen des Lebens lernen. Ich habe ihre Angst, ihre Trauer, ihre unbändige Lebensfreude und die feinen Misstöne des Zusammenlebens gespürt und die Dramatik, die das Leben manchmal schreibt, am heftig klopfenden Herzen gefühlt. Es war einfach so berührend, es fällt mir unglaublich schwer, es in andere Worte zu kleiden. Das Buch hält so viele Wahrheiten bereit, erhebt aber nicht den mahnenden Finger, nein, so nicht. Mir kamen Gedanken in den Sinn, die nur zwischen den Zeilen stehen: Gedanken über Vergebung, Freundschaft, Abschied, Verlust und lose Fäden, die am Ende wieder verknüpft werden. Sofia Segovia hat für mich ein tolles Setting erschaffen, ich fühlte mich zuhause auf der Hacienda zwischen den Orangenbäumen und Zuckerrohrfeldern, in der sengenden Hitze und dem Geruch nach Honig. Und das ist das wichtigste.
Lineares, ein Dorf am Fuße eines Berges in Mexico, mitten im Bürgerkrieg: Hier wird der kleine Simonopio eines morgens unter einer Brücke gefunden. ‚Der Teufel habe ihn geküsst‘, sagen die Bewohner des Dorfes, die die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte des Jungen als Unglücksboten sehen. Zusätzlich wird dieser Junge noch von unzähligen Bienen umschwärmt. Doch der Gutsbesitzer Francisco Morales und seine Ehefrau Beatriz kümmern sich nicht um dieses Gerede und nehmen den Jungen auf. Simonopio wächst heran und scheint eine Gabe zu haben: Er kommuniziert mit seinen Bienen und scheint so zu spüren wenn Unheil naht. Nicht nur die Spanische Grippe sucht das Dorf heim, sondern auch politische Umstürze bringen das Leben des Großgrundbesitzer ins Wanken. Eine wundervolle, einfühlsame und fast märchenhafte Geschichte, die Sofia Segovia hier geschrieben hat. 'Von einer realen Geschichte eines Dorfes im Norden Mexikos inspiriert‘ (Seite 477), schreibt Segovia dieses Buch, mit einem poetischen, fast magischen Schreibstil und bringt so den Duft von Orangenblüten und das Summen der Bienen zu einem nach Hause. 4½ Sterne
Spannende Darstellung einer intensiven Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Jungen, eingebettet in eine dramatische Familiengeschichte zur Zeit Mexikos vor gut hundert Jahren - eine Zeit, die den Menschen nicht nur die Spanische Grippe, sondern auch einen Bürgerkrieg zumutete und ihnen damit sehr viel abverlangt. Wer (anders als ich) bereit ist, sich auf viel Drama, auf die Mystik eines ständig von einem Bienenschwarm umgebenen Findelkinds, aber auch auf dauernde Perspektivwechsel einzulassen, dem bietet die Autorin ob ihrer wunderbaren Sprache einen packenden Roman. Mich haben der historische Hintergrund und die Sprache immerhin durchhalten lassen.
Ein gelungener Mix aus historischen Fakten, Fiktion und Mystik Worum geht’s? Nana Reja war ihr Leben lang als Amme tätig. Jetzt ist sie alt und verbringt ihren Lebensabend in einem Schaukelstuhl, bis sie den Ruf eines Babys hört. Sie steht auf und findet Simonopio, von Bienen umschwärmt. Ein Neugeborenes mit Hasenscharte, das in der Familie Morales herzlich aufgenommen wird, von einigen Dorfbewohnern jedoch als vom Teufel geküsstes Kind gefürchtet ist. Meine Meinung: Mit „Das Flüstern der Bienen“ schreibt Sofía Segovia einen wunderschönen Roman und erzählt eine unglaubliche Geschichte, die von der realen Geschichte eines Dorfes im Norden Mexikos inspiriert ist. So fantastisch und eindrucksvoll wie ihre Sprache, ist auch die Geschichte selbst. Wie die Autorin im Nachwort schreibt, hat sie bei den historischen Details überwiegend versucht, bei der Wahrheit zu bleiben, ein paar Daten jedoch der Fiktion angepasst und zugunsten ihrer Fantasie verschoben. Die Geschichte selbst wechselt in den einzelnen Kapiteln zwischen älterer und neuerer Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Meist wird aus der dritten Person oder aus der Sicht von Simonopio erzählt, ab und an jedoch auch aus der Ich-Perspektive des kleinen Francisco. Doch obwohl man nicht immer gleich weiß, in welcher Zeit man sich befindet, liest sich das Buch flüssig. Ich bin immer mitgekommen, war nie verwirrt oder verloren. Lediglich auf den ersten Seiten musste ich mich in den Schreibstil und die Erzählweise einfinden, aber einmal drin, war alles klar verständlich und wunderschön erzählt. Selbst die etwas mystisch anmutenden Visionen von Simonopio haben mich in der Geschichte nicht gestört, das hat genau hierher gepasst. Überhaupt der ganze Roman war einfach nur schön zu lesen. Er war voll von Geschichte, voll von Gefühl und voll von herzlichen Menschen und der Kraft und dem Zusammenhalt einer Familie und das Leben als Kind, das anders ist als andere. Bei den Teilen, die in der Zeit spielen, als die Spanische Grippe wütete, wurde ich sehr an die Pandemie heute erinnert. So lange her und doch so ähnlich. Dann die Agrar Reform, wie die Menschen gekämpft haben und Gesetze umgangen sind. Diese historischen Details und auch die Details der sich entwickelnden Technik, die ersten Eisenbahnen, Elektrizität, Traktoren. Alles perfekt in die Geschichte selbst eingebunden. Das Flüstern der Bienen ist ein Buch, das ich einfach nur genossen habe zu lesen. Die Entwicklung von Simonopio, seine Bienen aber auch das Leben von Francisco vom kleinen Baby bis zum alten Mann. Ein wunderschöner Kreislauf, der dort endete, wo alles begann. Und die Stationen dazwischen waren voll von Gefühlen, Erlebnissen, Geschichten. Wahren Geschichten und auch Legenden. Ein wunderschönes und herzerwärmendes Buch voller Fantasie. Fazit: Mit „Das Flüstern der Bienen“ schreibt Sofía Segovia einen Roman, der Historie und Fiktion, Geschichte und Legende in sich vereint. Der Sprachstil ist wunderschön und auch die Wechsel zwischen den jeweiligen Zeiten haben mich zu keinem Zeitpunkt gestört. Trotz der Zeitsprünge war ich immer mitten drin in der Geschichte. Der Geschichte von Simonopio und seinen Bienen und der Geschichte von Franciscos Leben als kleiner Junge bis hin zum alten Mann, der zurück zu seinen Wurzeln kehrt. Wir erleben die Spanische Grippe mit, die Entwicklung der Technik. Und lernen Menschen kennen, eine Familie, die zusammenhält und füreinander da ist. Am Anfang hat es kurz gedauert, bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, aber dann war es einfach nur herzerwärmend zu lesen, was Simonopio und der kleine Francisco alles erlebt haben. Miterleben zu dürfen, wie Simonopio trotz seinem Anderssein in diese herzliche Familie aufgenommen wurde und mitzuerleben, wie diese Familie sich weiterentwickelt hat. 4 Sterne für diese herzliche Mischung aus Geschichte und Legende, Historie und Fiktion und einem kleinen bisschen Mystik!
🐝 Höhere Mächte🐝 🐝Dieses Buch lässt mich zwei gespalten zurück. Die erste Hälfte des Buches war ich aufgrund der Erzählweise sehr oft verwirrt, da aus mehreren Perspektiven erzählt wird und mir nicht immer klar war in welcher Zeitlinie ich mich befinde. Besonders weil oft von Ereignissen erzählt wird, dann von was komplett anderem und dann wird wieder zurückgesprungen. Aber ab der zweiten Hälfte hat mich dann das Buch in seinen Bann gezogen. 🐝Wir verfolgen hier die Geschichte von Simonopio, der mit einer Hasenscharte und einen Schwarm Bienen auf die Welt gekommen ist. Die Bienen versorgen ihn mit allen möglichen Informationen und er weiß oft Dinge im Vorhinein, allerdings lernt er nie zu sprechen bzw spricht auf seine eigene Art. Als der kleine Francisco auf die Welt kommt, lernt dieser Simonopios Sprache und gemeinsam entdecken sie die Welt. Doch Simonopio weiß zwar viel, aber kann er auch alles was er vorhersieht verhindern? Was ich mich Frage ist warum Simonopio keiner das Schreiben beigebracht hat, damit er kommunizieren kann?! 🐝Es ist ein liebevoll aufgebauter Roman, der die Geschichte von einem besonderen Kind erzählt, welches sich im Einklang mit der Natur befindet. 🐝Manchmal frage ich mich, wie viel wir durch die heutige Schnellebigkeit verpassen. Ich denke schon, dass wir mehr könnten, wenn wir auf unsere Intuition hören würden und dieser vertrauen.

Dies ist die Geschichte der Familie Morales in der kleinen mexikanischen Stadt Linares zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es sind schwere Zeiten für die Menschen dort. Sie haben mit der mexikanischen Revolution zu kämpfen, mit der Landreform und dann auch noch mit der Spanischen Grippe. Man erlebt den Alltag mit all seinen Höhen und Tiefen, mit glücklichen Zeiten und schönen Momenten aber auch mit tragischen, traurigen Ereignissen. Man nimmt an den Gefühlen und Gedanken der Familie Morales teil, und auch wenn mir ihr Leben auf dem Landgut und die Atmosphäre völlig fremd waren, so wurde mir alles durch die plastischen Schilderungen sehr schnell vertraut. Francisco Morales ist ein Gutsherr mit Herz und Verstand. Er liebt seine Familie und sorgt gut für die Seinen. Es ist aber auch die Geschichte von Simonopio, der als Baby von der alten Nana Reja gefunden wurde, eingehüllt in einen Bienenschwarm. Francisco und Beatriz Morales nehmen das Findelkind bei sich auf, entgegen aller Bedenken in ihrer Umgebung. Viele meinen, der Kleine sei vom Teufel gezeichnet, denn er hat eine Gaumenspalte und sieht dadurch anders aus als andere Kinder. Seine Paten, Francisco und Beatriz, lieben ihn jedoch so wie er ist, und der Junge gibt diese Liebe zurück und dankt ihnen mit seiner besonderen Gabe, die die Familie immer wieder vor Gefahren beschützt. Simonopio lernt nie sprechen, zumindest nicht so wie wir Sprache verstehen. Er spricht seine eigene Sprache. Er ist eins mit der Natur und ihren Geschöpfen, ganz besonders aber mit seinen Bienen, die ihn beschützen und einhüllen. Der Schwarm flüstert ihm Geheimnisse zu und weist ihm seinen Weg im Leben. Simonopio ist ein außergewöhnlicher Mensch, und er nimmt Ereignisse über größere Entfernungen und im Voraus wahr. Man spürt die tiefe Verbundenheit, mit allem was er liebt, die keine Worte braucht und doch alles weiß. Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt. Da ist einmal der neutrale Erzähler, der alles aus einer gewissen Entfernung kommentiert und die Zusammenhänge erklärt, und dann ist da noch die Sichtweise des jüngeren Francisco, Beatriz und Francisco Morales‘ Sohn, der sich später an alles erinnern wird. Es ist der wunderbare Roman einer grandiosen Erzählerin, einerseits durch die poetische Sprache aber auch durch die vielschichtige Handlung und die ausdrucksvollen Charaktere so außergewöhnlich. Es ist eine bewegende Geschichte, die lange nachhallt, voller Magie und mit einem ganz besonderen Charme. Ich habe diesen Roman teilweise gelesen und zum Teil das Hörbuch gehört. Beides hat mir auf seine Weise außerordentlich gut gefallen. Die beiden Sprecher Uve Teschner (Erzähler) und Reinhard Kuhnert (Francisco) machen ihre Sache sehr gut. Beiden gelingt es wunderbar, den verschiedenen Charakteren Leben einzuhauchen und die Geschichte so zu erzählen, dass man mit- und hingerissen ist. Viele Szenen des Romans habe ich quasi doppelt „erlebt“. Ich konnte sie einerseits mit geschlossenen Augen hören und mich dadurch noch intensiver in die jeweilige Situation hinein versetzen, aber ich habe sie dann auch gerne nochmal im Buch nachgelesen und bei besonders schönen Zitaten Markierungen angebracht. Gerade bei dieser Geschichte fand ich es außerordentlich bereichernd, sie sowohl hören als auch lesen zu können.
Erzählt wird die Geschichte der Familie Morales, die im mexikanischen Linares wohnt, zusammen mit ihrem Findelkind Simonopio. Die Geschichte spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts und Familie Morales muss nicht nur der Spanischen Grippe, der mexikanischen Revolution und einer neuen Landreform trotzen. Als Simonopio von der Amme Nana Reja gefunden wurde, war er in Bienen eingehüllt. Und so außergewöhnlich diese Fundsituation war, so magisch geht es mit Simonopio weiter. Er hat nicht zu sprechen gelernt. Aber er ist in der Lage, Bienen zu verstehen, die ihm zuflüstern. Die Erzählweise ist ruhig und wirklich sehr schön. Ich habe es genossen, Segovias Worten zu folgen. Zudem empfand ich die Verbundenheit Simonopios zur Natur unglaublich natürlich und besonders. Ein Buch, das für alle empfehlenswert ist, die sich auf eine magische und ungewöhnlich ruhige, aber dennoch ereignisreiche Geschichte einlassen können.
Erstes abgebrochenes Buch 😕
Noch nie habe ich ein Buch nicht beendet, doch so schwer getan wie mit diesem habe ich mich auch noch nie. Dieses Buch lese ich seit dem ersten Corona Lockdown. Aber es hat nie Spaß gemacht. Die Story ist toll ABER - der Schreibstil ist einfach nicht meiner. Ich kann nicht mal sagen was es ist aber ich komme nicht in den Lesefluss. - ich bin immer nur damit beschäftigt zu überlegen ob ich die Namen und Eigennamen korrekt lese bzw im Kopf richtig ausspreche. Das wirft mich ständig so sehr raus, das ich mich kaum auf den Inhalt konzentrieren kann. - mich interessiert die geschichtliche Komponente des Buchs leider überhaupt nicht. Da das Buch zu einem großen Teil daraus besteht - schwierig. Ob ich dieses Buch jemals beenden werde, wer weiß.
"Ein Buch voller Lebensfreude und Hoffnung" steht im Klappentext. Ja, das lassen wir Mal so dahin gestellt, entpuppt sich die Geschichte doch als sehr Melancholisch und teilweise auch Brutal. Wir begleiten das Leben der Familie Morales, Gutsherren deren Ländereien von ihren Angestellten bewirtschaftet werden. Leider gibt es einen unter ihnen der lieber selbst ein Herr wäre als ein Angestellter und so nimmt das Unglück seinen Lauf. Der immer größer werdende Groll gegen die Familie beginnt ihn zu zerfressen, so tötet er ein Hausmädchen auf äußerst brutale weiße und schließlich auch den Gutsherren selbst, sein Sohn kann diesem Schicksal gerade noch entrinnen, Dank Simonopio und seinen Bienen. Und auch was am Schluss letzten Endes aus Simonopio und dem kleinen Francisco geworden ist, der als alter Mann in seine frühere Heimat zurück kehrt, bleibt offen. Man weiß nicht ob Simonopio noch lebt und sich die beiden als alte Herren wieder finden oder ob Francisco letzten Endes auch gestorben ist (Selbstmord?) und sie sich auf der anderen Seite wieder treffen. Auch tat mir das Schicksal der Kinder des Antagonisten Leid, sind sie doch mehr oder weniger unschuldig an der ganzen Geschichte, durften es aber genauso ausbaden bzw. bezahlte sein Sohn sogar mit dem Leben. Kurzum sehr viel Lebensfreude und Hoffnung hinterließ das Buch bei mir nicht, schon gegen Anfang bei der spanischen Grippe türmten sich die Leichen, wenn auch gut geschrieben ist es durchwegs doch eher ernst, melancholisch und traurig, der Tod und harte Schicksalsschläge sind hier unsere ständigen Begleiter. Hätte ich das von Anfang an gewusst, hätte ich es wohl nicht gelesen, da ich tatsächlich lieber Bücher mag die Lebensfreude und Hoffnung versprühen.
Berührende Familiengeschichte gespickt mit etwas Magie.
Klare Leseempfehlung für dieses Buch, wenn du Interesse an einem zeitgenössischen Versuch am magischen Realismus hast. Die Familie Morales gehört zu den mexikanischen Großgrundbesitzern und versucht das Familienerbe durch die Wirren von Bürgerkrieg und Diktatur zu manövrieren. Der Alltag auf einer landwirtschaftlichen Hazienda wird ausführlich beschrieben und gewährt einen schönen Einblick. Einer der Protagonisten auf der Hazienda ist der Ziehsohn der Morales. Simonopio, der Bienenjunge, verfügt über ungewöhliche Begabungen, kann mit den allgegenwärtigen Bienen sprechen und unheilvolle Begebenheiten voraussehen. 5 Sterne für eine kurzweilige, eindrückliche und berührende Geschichte. Zwischen den einzelnen, teilweise sehr kurzen Kapiteln gibt es häufig Zeitsprünge sowie Perspektiv- und Erzählerwechsel. Man muss sich darauf einlassen, dass zuweilen Hinweise gelegt, aber erst viel später aufgelöst werden.

Mir hat dieses Buch anfangs wirklich sehr gut gefallen. Ich mochte den Schreibstil der Autorin und fand die Geschichte um den Großgrundbesitzer Francisco und seine Familie, die den Jungen Simonopio (er hat eine Mund-Gaumen-Spalte und kann nicht reden und wird ständig von einem Schwarm Bienen begleitet) wir ein eigenes Kind bei sich aufnehmen und ihn so akzeptieren, wie er ist, wirklich gut. Besonders die historischen Ereignisse, wie der Ausbruch der spanischen Grippe, der Krieg und die Agrar-Reform, haben die Geschichte für mich sehr interessant gemacht. Aber zum Ende des Buches hin wurde es mir zu langweilig. Es war schon relativ schnell klar, in welche Richtugn es gehen und wie es enden würde. Und die Zeitsprünge und oft sehr kurzem Kapitel ließen das ganze Buch einfach nur sehr unruhig wirken. Ich habe es zu Ende gelesen, weil ich schon so weit gekommen war, wäre das Buch schon am Anfang so gewesen, hätte ich es abgebrochen. Im Großen und Ganzen war es okay für mich, aber die Begeisterung vieler anderer Leser kann ich leider nicht teilen.
Abgebrochen
Ich habe mir von dem Buch viel versprochen, weil die Geschichte und Thematik spannend klang. Nach 28% habe ich allerdings abgebrochen, da ich keinen roten Faden erkennen konnte und die Geschichte bis zu dem Punkt kein erkennbares Ziel hat. Leider wurde so bei mir keine Neugier geweckt um weiterzulesen. Der Schreibstil war auch nicht meins. Schade!
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Der internationale Bestseller, der hunderttausende Leserinnen verzaubert!
»Ein Roman, der Magie und den Duft von Honig verströmt.« ― Freundin
Ein einzigartiger Junge, der das Schicksal eines Dorfes für immer verändert
In der kleinen mexikanischen Stadt Linares erzählt man sich noch immer von dem Tag, an dem die alte Nana Reja ein Baby unter einer Brücke gefunden hat. Von einem Bienenschwarm umhüllt, erweckt der kleine Simonopio zunächst Misstrauen bei den abergläubischen Dorfbewohnern. Doch die Gutsbesitzer Francisco und Beatriz Morales nehmen den wilden stummen Jungen bei sich auf und lieben ihn wie ihr eigenes Kind.
Während die Spanische Grippe die Region trifft, und um sie herum die mexikanische Revolution wütet, lernen sie Simonopios Gabe zu vertrauen und können die Familie so vor dem größten Unheil bewahren. Doch nicht alle Bewohner der Hacienda meinen es gut mit dem Jungen …
»Das Flüstern der Bienen [ist] ein Buch voller Lebensfreude und Hoffnung. […] Ein großes Lesevergnügen.« ― WDR4
*** Ein Muss für alle Isabelle Allende Fans! Honig fürs Herz und Balsam für die Seele – diese magische Familiengeschichte erwärmt das Herz jeder Leserin und jedes Lesers. ***
Book Information
Author Description
Sofía Segovia, geboren in Monterrey, Mexiko, studierte Kommunikationswissenschaften in Monterrey und wollte eigentlich Journalistin werden, doch dann entdeckte sie ihre Liebe für fiktives Schreiben. Mit Das Flüstern der Bienen stand sie wochenlang auf den Bestsellerlisten in Mexiko und wurde international von den Kritikern hoch gelobt. Heute reist sie dorthin, wo ihre Romane sie hinführen, lebt aber mit ihrem Ehemann, drei Kindern und drei Haustieren in den Bergen von Monterrey.
Posts
Nicht ganz meins, trotz schöner Momente
Dieses Buch hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen. Der Einstieg war lange Zeit zäh, und ich habe mehrfach überlegt, ob ich weiterlesen möchte. Stellenweise fiel mir der Zugang schwer, sodass ich einige Passagen eher nur grob gelesen habe. Grundsätzlich ist es eine schöne Geschichte mit einer poetischen, märchenhaften Stimmung. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven fand ich an sich interessant, allerdings machten häufige Perspektivwechsel und Zeitsprünge das Lesen teilweise unnötig kompliziert. Zudem fehlte mir über weite Strecken eine klare Haupthandlung, und vieles hätte gekürzt werden können, um mehr Spannung zu erzeugen.
Der Roman spielt im Mexiko des frühen 20. Jahrhunderts und erzählt von Simonopio, einem stummen Jungen, der als Baby von Bienen umgeben gefunden wird und bei der Familie Morales aufwächst. Er besitzt eine besondere Verbindung zur Natur und scheint Gefahren oft früher zu spüren als andere. Während politischer Unruhen und der Spanischen Grippe begleitet man die Familie durch schwere Zeiten. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil wunderschön poetisch. Die Geschichte ist berührend und erinnert stellenweise an ein Märchen. „Sag ihnen, sie sollen mit den Augen hören, mit der Haut sehen und mit den Ohren fühlen, denn das Leben spricht zu uns allen; wir müssen einfach nur lernen, zuzuhören, es zu sehen, es zu fühlen.“ „Und trotzdem ging zu ihrer Verwunderung die Sonne jeden Tag auf und wieder unter. Das Leben ging weiter. Die Jahreszeiten folgten aufeinander in ihrem ewigen Kreislauf, der durch nichts unterbrochen wurde, nicht einmal durch den Kummer und die geplatzten Hoffnungen.“

Das Flüstern der Bienen von Sofia Segovia aus dem #listverlag 🐝 Dieses Buch hat mich gefordert. . Anfangs ungewohnt hineinzufinden. Mittig verschlingen. Zum Ende hin ein ungewolltes Ende. . Die Geschichte spielt in México und hat ihre eigene Art erzählt zu werden. Etwas phantastisch (eine Junge und seine Bienen) etwas historisch ( vor und zwischen den Weltkriegen … aber außen vor) etwas durch die Zeit ( wechselt innerhalb dieses Buches) etwas berührend und etwas mühsam ( herausfordernde Zeiten) . Es war teilweise interessant, aber alles in allem ist es kein wirklich fröhliches Buch. Es hat mich etwas runtergezogen. Das hat mir nicht so gut gefallen. Dafür ist es wahrscheinlich realistisch und ehrlich. . Nun muss ich es aber trotzdem einordnen. Würde ich es weiterempfehlen? . Historisch und kulturell ja. Stimmungsvoll ja. Unterhaltsam teilweise ja, da nicht immer leichte Kost. Gutes Gefühl nein. . Da das Buch mich traurig und etwas ungetröstet zurücklässt… ist es kein Buchtipp von mir für meine Mitmenschen… obwohl es bestimmt Liebhaber finden wird.
Märchenhaft, wunderschön
Das Buch besticht vor allem mit seinem wundervollen, bildgewaltigen und ein wenig poetischen Schreibstil. Vor meinem inneren Auge lief die ganze Geschichte ab wie ein Film, fast konnte ich das Summen der Bienen hören. Ich war von Anfang bis Ende gefesselt. Die Geschichte von Simonopio ist sehr einfühlsam erzählt und kommt einem vor wie aus einer anderen Welt. Es hat total Spaß gemacht, das Buch zu lesen, weil man sich einfach in die wundervolle Geschichte fallen lassen und sich wegträumen konnte. Die Charaktere sind dabei so liebevoll ausgearbeitet, dass man sich mit ihnen durch die Geschichte bewegt und sie sehr schnell ins Herz schließt. Das Buch ist ein wenig märchenhaft, ein wenig nostalgisch und geht vor allem unter die Haut.

Überwältigende Geschichte!
Um ehrlich zu sein, lag dieses Buch schon ziemlich lange auf meinem SuB und ich schlich immer wieder drumherum. Wie gut, dass ich es doch endlich gelesen habe: es ist ausgezeichnet! Der Schreibstil ist einfach fantastisch, die Geschichte überwältigend und die Charaktere so liebevoll und auch lebhaft beschrieben, dass ich mich sofort wohl fühlte. Ich persönlich hätte mir schon ein anderes Ende eher gewünscht, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich das Buch einfach grandios finde!

Mystisch, zauberhaft und Ruhe- ausstrahlend.
Ein wunderbares Buch über eine Familie auf dem Land in México. Ein interessanter Einblick in die Geschichte, der nicht langweilt, sondern den Menschen in ihre Mitte stellt. Die Mischung aus Familien- Geschichte, Natur- Bildern und dem etwas Magisch- Mystischem in Simonopios Figur ist spanend, interessant und nahbar. So viele sympathische Nebenfiguren, die die Geschichte reich machen und parallel gemächlich dahinfließen lassen. Man fühlt sich nie gehetzt, aber die leise Vorahnung von Tragik schleicht auf vielen Zeilen mit. Ich fand das Buch großartig!
Eine etwas andere Geschichte
Das war ein wirklich besonderes Buch. Tolles Setting, einzigartige Charaktere, etwas Familiendrama und ein Hauch fantastisches. Lange war mir nicht klar wo die Geschichte hin will, aber trotzdem war es nicht langatmig. Die unterschiedlichen Perspektiven haben Abwechslung und etwas Dynamik reingebracht. Mit einem sehr besonderen Blick aufs Detail wird von der spanischen Grippe, dem Bürgerkrieg und der Umstrukturierung der Landwirtschaft erzählt. Normalerweise bin ich kein Fan davon, wenn ein Buch aus der Erzählerperspektive geschrieben ist, hier passt es jedoch perfekt.

Eine schöne märchenhafte Geschichte über eine mexikanische Familie. Ich habe bisher noch keine Geschichte gelesen, die im historischen Mexiko spielt. Es ist immer sehr interessant Neues über ein Land zu lesen. Ich bin kein Fan von magischen Realismus. Hier fügt er sich aber so gut in die Geschichte ein, dass es mich überhaupt nicht gestört hat. Deshalb auch eine Empfehlung an diejenigen, die dem magischen Realismus eher skeptisch gegenüber stehen. Ich habe das Hörbuch gehört, welches ich auch sehr empfehlen kann.
Märchenhaft, aber nicht ganz mein Fall
„Das Flüstern der Bienen“ erzählt die Geschichte von Simonopio, einem stummen Findelkind, das von einer mexikanischen Familie aufgenommen wird und eine besondere Verbindung zur Natur und zu Bienen hat. Der Roman spielt im Mexiko des frühen 20. Jahrhunderts und begleitet die Familie durch persönliche Schicksale, politische Unruhen und schwere Zeiten. Der Schreibstil ist sehr poetisch und märchenhaft, was der Geschichte eine besondere, fast zeitlose Atmosphäre verleiht. Mir fiel der Einstieg recht schwer. Ich habe lange gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden, und auch im weiteren Verlauf wurde ich durch die häufigen Perspektivwechsel immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Dadurch konnte ich mich nicht durchgehend auf die Handlung einlassen. Insgesamt fehlte mir stellenweise etwas Spannung und eine klarere Struktur. Da dies das erste Buch dieser Art für mich war, kann es gut sein, dass mir dieser sehr ruhige, poetische Erzählstil einfach nicht ganz gelegen hat. Insgesamt fand ich das Buch in Ordnung und stellenweise schön, aber es hat mich nicht vollkommen überzeugt.

Die mexikanische Autorin schreibt über eine verzweigte Familiengeschichte, in deren Mittelpunkt das Findelkind Simonopio steht. Die alte Amme Reja, die ihre letzten Lebensjahre auf der Hazienda der Familie Morales verbringt, findet eines Tages ein mit einer Gaumenspalte behindertes Baby, umhüllt von einem Bienenschwarm. Der Junge Simonopio wird liebevoll von der Familie aufgenommen und großgezogen , bleibt jedoch stumm und fühlt die Natur viel intensiver als alle anderen, was bei einigen abergläubischen Dorfbewohnern zeitlebens für Misstrauen sorgt. Während die Spanische Grippe über das Land hinwegrollt und die mexikanische Revolution mit Chaos und Verwüstung wütet, vertraut die Familie der Gabe ihres Bienenflüsterers, der ein besonderes Gespür für sich entwickelnde Gefahren hat. Der sprachlich dichte Schreibstil offenbart viele Vorgänge und Verknüpfungen erst nach und nach, so dass sich vor dem Leser eine Fülle von Geschichten ausbreitet. Ein wunderbares Buch über Familie, Liebe, Trauer und Hoffnung mit einer klaren Leseempfehlung.
Solch ein schönes Buch! Wow! Die Geschichte ist herzergreifend und am liebsten hätte ich das Buch an einem Stück gelesen. Ein Buch, das ich gerne weiterempfehlen kann, allerdings wechseln die Erzähler kapitelweise, was zu Anfang nicht ganz einfach war, zu verstehen. Letztendlich aber hat vielleicht gerade diese Schreibweise die Geschichte so interessant gemacht
Eine wundervolle Geschichte
"Das Flüstern der Bienen" von Sofía Segovia ist ein ganz besonderer Roman über eine Familie und deren ganz besonderes Findelkind. Darum geht's: Die alte Nana Reja verbringt die letzten Jahre ihres Lebens fast ausschließlich in ihrem alten Schaukelstuhl auf der Veranda der Hacienda der Familie Morales. Doch eines Morgens ist sie plötzlich verschwunden. Als sie vom Herren des Hauses und seinen Arbeitern gefunden wird, hält sie nicht nur ein Bündel mit einem Baby im Arm, sondern auch eines mit einem Bienenschwarm, welches laut ihr zu dem Baby gehört. Das Baby ist missgestaltet und die Dorfbewohner sehr abergläubisch, aber due Familie Morales nimmt das Baby bei sich auf und wächst Simonopio, begleitet von seinen Bienen, auf der Hacienda der Morales auf. Simonopio kann zwar nicht mit den Menschen sprechen, aber er wird die Familie dank seiner Gabe vor einem schlimmen Unheil bewahren... Inspiriert wurde die Autorin Sofía Segovia von einer wahren Geschichte, die im Norden Mexikos passiert ist. Sie lässt uns die Geschichte vom Kleinen Francisco Morales erzählen, der zu diesem Zeitpunkt schon ein alter Mann ist und vieles aus Erzählungen und seiner Erinnerung wiedergibt. Mir hat der Stil dieser Erzählung wahnsinnig gut gefallen: Sie ist sehr zart und mitfühlend erzählt und über das Ende des Buches war ich sowohl traurig als auch glücklich. Ein wirklich wundervolles und magisches Buch, das ich gerne weiterempfehle.

Ein Buch voller Lebensfreude und Hoffnung Die Geschichte ist kurzweilig und zugleich tief berührend. Es wird das Leben von Familie Morales, ihrem Findelkind Simonopio (den sie wie ihr eigenes Kind lieben) und seinen Bienen erzählt. „Während die mexikanische Revolution wütet und die Spanische Grippe die Region trifft, rettet [Simonopio] die Familie mit seiner Gabe mehr als einmal vor Unheil“ Klappentext. Die meisten im Dorf haben sich nach kurzer Zeit an den Jungen gewöhnt doch nicht alle meinen es gut mit ihm und der Familie…
Die Erzählung erfolgt aus unterschiedlichen Perspektiven, was am Anfang etwas verwirrend sein kann. Aber im Laufe der Geschichte wird durchaus ersichtlich aus welcher Perspektive und welcher Zeit erzählt wird. In viele der einfühlsam beschriebenen Charaktere kann man sich hineinversetzen und möchte wissen wie es für sie am Ende ausgeht. Besonders Simonopio und seine Bienen muss man einfach lieben. Sowie den kleinen Francisco, der zu seinem „großen Bruder“ aufblickt. Für mich war dieses Buch ein wahres Highlight. Ich habe es genossen zu lesen, teilweise mit einem Schmunzeln im Gesicht oder einer Träne in den Augen. Durch den wunderschönen Schreibstil und die bildhafte Sprache wird das Buch zu einem großen Lesevergnügen. Es ist „ein Roman der Magie und den Duft von Honig [und Orangen] verströmt“ Freundin. Ein absolutes Lesehighlight!
![Ein Buch voller Lebensfreude und Hoffnung
Die Geschichte ist kurzweilig und zugleich tief berührend. Es wird das Leben von Familie Morales, ihrem Findelkind Simonopio (den sie wie ihr eigenes Kind lieben) und seinen Bienen erzählt. „Während die mexikanische Revolution wütet und die Spanische Grippe die Region trifft, rettet [Simonopio] die Familie mit seiner Gabe mehr als einmal vor Unheil“ Klappentext. Die meisten im Dorf haben sich nach kurzer Zeit an den Jungen gewöhnt doch nicht alle meinen es gut mit ihm und der Familie…](https://social-cdn.read-o.com/images/1679755250577-88.jpg)
Melancholisch, hoffnungsvoll, traurig, süß und witzig und voller kleiner und großer Wunder – ich glaube, es ist zu sehen, wie tief ich mit diesem Buch mitgefühlt habe und wie stark der Protagonist mein Herz berührt hat. Denn das hat er – das hat er wirklich. Der Roman ist eine Erinnerung – und diese Erzählstruktur bringt es mit sich, dass eben nicht schön und entspannt nach der Reihe erzählt wird. Der Leser springt im Leben des eigentlichen Protagonisten und der Erinnerung von ihm an Erzählungen an die Zeit davor hin und her und verliert trotzdem nicht den roten Faden, der sich klar mit Simonopio und seinen Bienen und seiner Gabe der Voraussicht durch das gesamte Buch zieht – das ist eine Gabe, die die Autorin so gut einzusetzen weiß und die neben anderen Dingen das Buch für mich zu einem kleinen Juwel macht. Ihr Schreibstil liest sich so flüssig und samtig wie guter Honig, und sie versteht es, den Leser zu fesseln und um den Finger zu wickeln. Das Buch spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Mexiko – Simonopio wird als Baby von einer Nana gefunden, über und über mit Bienen bedeckt. Er geht eine Symbiose mit ihnen ein, die im Buch nicht näher erläutert wird, die die Figuren mit anfänglichem Entsetzen, später mit zunehmendem Gleichmut hinnehmen. Gerade weil es nicht näher erläutert wird, hat das Buch für mich eine mystische Komponente und die Bienen werden spielend zu einem wichtigen Teil der Geschichte wie die menschlichen Figuren. Was hat mich nun so fasziniert? Es ist unglaublich schwer zu beschreiben: Simonopio und die Figuren um ihn herum, besonders der kleine Sohn des Hacienda-Besitzers Francisco, strahlten so viel Wärme und Lebensfreude aus, sie wirkten echt und real und mussten auf hartem oder leichtem Weg die Lektionen des Lebens lernen. Ich habe ihre Angst, ihre Trauer, ihre unbändige Lebensfreude und die feinen Misstöne des Zusammenlebens gespürt und die Dramatik, die das Leben manchmal schreibt, am heftig klopfenden Herzen gefühlt. Es war einfach so berührend, es fällt mir unglaublich schwer, es in andere Worte zu kleiden. Das Buch hält so viele Wahrheiten bereit, erhebt aber nicht den mahnenden Finger, nein, so nicht. Mir kamen Gedanken in den Sinn, die nur zwischen den Zeilen stehen: Gedanken über Vergebung, Freundschaft, Abschied, Verlust und lose Fäden, die am Ende wieder verknüpft werden. Sofia Segovia hat für mich ein tolles Setting erschaffen, ich fühlte mich zuhause auf der Hacienda zwischen den Orangenbäumen und Zuckerrohrfeldern, in der sengenden Hitze und dem Geruch nach Honig. Und das ist das wichtigste.
Lineares, ein Dorf am Fuße eines Berges in Mexico, mitten im Bürgerkrieg: Hier wird der kleine Simonopio eines morgens unter einer Brücke gefunden. ‚Der Teufel habe ihn geküsst‘, sagen die Bewohner des Dorfes, die die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte des Jungen als Unglücksboten sehen. Zusätzlich wird dieser Junge noch von unzähligen Bienen umschwärmt. Doch der Gutsbesitzer Francisco Morales und seine Ehefrau Beatriz kümmern sich nicht um dieses Gerede und nehmen den Jungen auf. Simonopio wächst heran und scheint eine Gabe zu haben: Er kommuniziert mit seinen Bienen und scheint so zu spüren wenn Unheil naht. Nicht nur die Spanische Grippe sucht das Dorf heim, sondern auch politische Umstürze bringen das Leben des Großgrundbesitzer ins Wanken. Eine wundervolle, einfühlsame und fast märchenhafte Geschichte, die Sofia Segovia hier geschrieben hat. 'Von einer realen Geschichte eines Dorfes im Norden Mexikos inspiriert‘ (Seite 477), schreibt Segovia dieses Buch, mit einem poetischen, fast magischen Schreibstil und bringt so den Duft von Orangenblüten und das Summen der Bienen zu einem nach Hause. 4½ Sterne
Spannende Darstellung einer intensiven Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Jungen, eingebettet in eine dramatische Familiengeschichte zur Zeit Mexikos vor gut hundert Jahren - eine Zeit, die den Menschen nicht nur die Spanische Grippe, sondern auch einen Bürgerkrieg zumutete und ihnen damit sehr viel abverlangt. Wer (anders als ich) bereit ist, sich auf viel Drama, auf die Mystik eines ständig von einem Bienenschwarm umgebenen Findelkinds, aber auch auf dauernde Perspektivwechsel einzulassen, dem bietet die Autorin ob ihrer wunderbaren Sprache einen packenden Roman. Mich haben der historische Hintergrund und die Sprache immerhin durchhalten lassen.
Ein gelungener Mix aus historischen Fakten, Fiktion und Mystik Worum geht’s? Nana Reja war ihr Leben lang als Amme tätig. Jetzt ist sie alt und verbringt ihren Lebensabend in einem Schaukelstuhl, bis sie den Ruf eines Babys hört. Sie steht auf und findet Simonopio, von Bienen umschwärmt. Ein Neugeborenes mit Hasenscharte, das in der Familie Morales herzlich aufgenommen wird, von einigen Dorfbewohnern jedoch als vom Teufel geküsstes Kind gefürchtet ist. Meine Meinung: Mit „Das Flüstern der Bienen“ schreibt Sofía Segovia einen wunderschönen Roman und erzählt eine unglaubliche Geschichte, die von der realen Geschichte eines Dorfes im Norden Mexikos inspiriert ist. So fantastisch und eindrucksvoll wie ihre Sprache, ist auch die Geschichte selbst. Wie die Autorin im Nachwort schreibt, hat sie bei den historischen Details überwiegend versucht, bei der Wahrheit zu bleiben, ein paar Daten jedoch der Fiktion angepasst und zugunsten ihrer Fantasie verschoben. Die Geschichte selbst wechselt in den einzelnen Kapiteln zwischen älterer und neuerer Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Meist wird aus der dritten Person oder aus der Sicht von Simonopio erzählt, ab und an jedoch auch aus der Ich-Perspektive des kleinen Francisco. Doch obwohl man nicht immer gleich weiß, in welcher Zeit man sich befindet, liest sich das Buch flüssig. Ich bin immer mitgekommen, war nie verwirrt oder verloren. Lediglich auf den ersten Seiten musste ich mich in den Schreibstil und die Erzählweise einfinden, aber einmal drin, war alles klar verständlich und wunderschön erzählt. Selbst die etwas mystisch anmutenden Visionen von Simonopio haben mich in der Geschichte nicht gestört, das hat genau hierher gepasst. Überhaupt der ganze Roman war einfach nur schön zu lesen. Er war voll von Geschichte, voll von Gefühl und voll von herzlichen Menschen und der Kraft und dem Zusammenhalt einer Familie und das Leben als Kind, das anders ist als andere. Bei den Teilen, die in der Zeit spielen, als die Spanische Grippe wütete, wurde ich sehr an die Pandemie heute erinnert. So lange her und doch so ähnlich. Dann die Agrar Reform, wie die Menschen gekämpft haben und Gesetze umgangen sind. Diese historischen Details und auch die Details der sich entwickelnden Technik, die ersten Eisenbahnen, Elektrizität, Traktoren. Alles perfekt in die Geschichte selbst eingebunden. Das Flüstern der Bienen ist ein Buch, das ich einfach nur genossen habe zu lesen. Die Entwicklung von Simonopio, seine Bienen aber auch das Leben von Francisco vom kleinen Baby bis zum alten Mann. Ein wunderschöner Kreislauf, der dort endete, wo alles begann. Und die Stationen dazwischen waren voll von Gefühlen, Erlebnissen, Geschichten. Wahren Geschichten und auch Legenden. Ein wunderschönes und herzerwärmendes Buch voller Fantasie. Fazit: Mit „Das Flüstern der Bienen“ schreibt Sofía Segovia einen Roman, der Historie und Fiktion, Geschichte und Legende in sich vereint. Der Sprachstil ist wunderschön und auch die Wechsel zwischen den jeweiligen Zeiten haben mich zu keinem Zeitpunkt gestört. Trotz der Zeitsprünge war ich immer mitten drin in der Geschichte. Der Geschichte von Simonopio und seinen Bienen und der Geschichte von Franciscos Leben als kleiner Junge bis hin zum alten Mann, der zurück zu seinen Wurzeln kehrt. Wir erleben die Spanische Grippe mit, die Entwicklung der Technik. Und lernen Menschen kennen, eine Familie, die zusammenhält und füreinander da ist. Am Anfang hat es kurz gedauert, bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, aber dann war es einfach nur herzerwärmend zu lesen, was Simonopio und der kleine Francisco alles erlebt haben. Miterleben zu dürfen, wie Simonopio trotz seinem Anderssein in diese herzliche Familie aufgenommen wurde und mitzuerleben, wie diese Familie sich weiterentwickelt hat. 4 Sterne für diese herzliche Mischung aus Geschichte und Legende, Historie und Fiktion und einem kleinen bisschen Mystik!
🐝 Höhere Mächte🐝 🐝Dieses Buch lässt mich zwei gespalten zurück. Die erste Hälfte des Buches war ich aufgrund der Erzählweise sehr oft verwirrt, da aus mehreren Perspektiven erzählt wird und mir nicht immer klar war in welcher Zeitlinie ich mich befinde. Besonders weil oft von Ereignissen erzählt wird, dann von was komplett anderem und dann wird wieder zurückgesprungen. Aber ab der zweiten Hälfte hat mich dann das Buch in seinen Bann gezogen. 🐝Wir verfolgen hier die Geschichte von Simonopio, der mit einer Hasenscharte und einen Schwarm Bienen auf die Welt gekommen ist. Die Bienen versorgen ihn mit allen möglichen Informationen und er weiß oft Dinge im Vorhinein, allerdings lernt er nie zu sprechen bzw spricht auf seine eigene Art. Als der kleine Francisco auf die Welt kommt, lernt dieser Simonopios Sprache und gemeinsam entdecken sie die Welt. Doch Simonopio weiß zwar viel, aber kann er auch alles was er vorhersieht verhindern? Was ich mich Frage ist warum Simonopio keiner das Schreiben beigebracht hat, damit er kommunizieren kann?! 🐝Es ist ein liebevoll aufgebauter Roman, der die Geschichte von einem besonderen Kind erzählt, welches sich im Einklang mit der Natur befindet. 🐝Manchmal frage ich mich, wie viel wir durch die heutige Schnellebigkeit verpassen. Ich denke schon, dass wir mehr könnten, wenn wir auf unsere Intuition hören würden und dieser vertrauen.

Dies ist die Geschichte der Familie Morales in der kleinen mexikanischen Stadt Linares zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es sind schwere Zeiten für die Menschen dort. Sie haben mit der mexikanischen Revolution zu kämpfen, mit der Landreform und dann auch noch mit der Spanischen Grippe. Man erlebt den Alltag mit all seinen Höhen und Tiefen, mit glücklichen Zeiten und schönen Momenten aber auch mit tragischen, traurigen Ereignissen. Man nimmt an den Gefühlen und Gedanken der Familie Morales teil, und auch wenn mir ihr Leben auf dem Landgut und die Atmosphäre völlig fremd waren, so wurde mir alles durch die plastischen Schilderungen sehr schnell vertraut. Francisco Morales ist ein Gutsherr mit Herz und Verstand. Er liebt seine Familie und sorgt gut für die Seinen. Es ist aber auch die Geschichte von Simonopio, der als Baby von der alten Nana Reja gefunden wurde, eingehüllt in einen Bienenschwarm. Francisco und Beatriz Morales nehmen das Findelkind bei sich auf, entgegen aller Bedenken in ihrer Umgebung. Viele meinen, der Kleine sei vom Teufel gezeichnet, denn er hat eine Gaumenspalte und sieht dadurch anders aus als andere Kinder. Seine Paten, Francisco und Beatriz, lieben ihn jedoch so wie er ist, und der Junge gibt diese Liebe zurück und dankt ihnen mit seiner besonderen Gabe, die die Familie immer wieder vor Gefahren beschützt. Simonopio lernt nie sprechen, zumindest nicht so wie wir Sprache verstehen. Er spricht seine eigene Sprache. Er ist eins mit der Natur und ihren Geschöpfen, ganz besonders aber mit seinen Bienen, die ihn beschützen und einhüllen. Der Schwarm flüstert ihm Geheimnisse zu und weist ihm seinen Weg im Leben. Simonopio ist ein außergewöhnlicher Mensch, und er nimmt Ereignisse über größere Entfernungen und im Voraus wahr. Man spürt die tiefe Verbundenheit, mit allem was er liebt, die keine Worte braucht und doch alles weiß. Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt. Da ist einmal der neutrale Erzähler, der alles aus einer gewissen Entfernung kommentiert und die Zusammenhänge erklärt, und dann ist da noch die Sichtweise des jüngeren Francisco, Beatriz und Francisco Morales‘ Sohn, der sich später an alles erinnern wird. Es ist der wunderbare Roman einer grandiosen Erzählerin, einerseits durch die poetische Sprache aber auch durch die vielschichtige Handlung und die ausdrucksvollen Charaktere so außergewöhnlich. Es ist eine bewegende Geschichte, die lange nachhallt, voller Magie und mit einem ganz besonderen Charme. Ich habe diesen Roman teilweise gelesen und zum Teil das Hörbuch gehört. Beides hat mir auf seine Weise außerordentlich gut gefallen. Die beiden Sprecher Uve Teschner (Erzähler) und Reinhard Kuhnert (Francisco) machen ihre Sache sehr gut. Beiden gelingt es wunderbar, den verschiedenen Charakteren Leben einzuhauchen und die Geschichte so zu erzählen, dass man mit- und hingerissen ist. Viele Szenen des Romans habe ich quasi doppelt „erlebt“. Ich konnte sie einerseits mit geschlossenen Augen hören und mich dadurch noch intensiver in die jeweilige Situation hinein versetzen, aber ich habe sie dann auch gerne nochmal im Buch nachgelesen und bei besonders schönen Zitaten Markierungen angebracht. Gerade bei dieser Geschichte fand ich es außerordentlich bereichernd, sie sowohl hören als auch lesen zu können.
Erzählt wird die Geschichte der Familie Morales, die im mexikanischen Linares wohnt, zusammen mit ihrem Findelkind Simonopio. Die Geschichte spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts und Familie Morales muss nicht nur der Spanischen Grippe, der mexikanischen Revolution und einer neuen Landreform trotzen. Als Simonopio von der Amme Nana Reja gefunden wurde, war er in Bienen eingehüllt. Und so außergewöhnlich diese Fundsituation war, so magisch geht es mit Simonopio weiter. Er hat nicht zu sprechen gelernt. Aber er ist in der Lage, Bienen zu verstehen, die ihm zuflüstern. Die Erzählweise ist ruhig und wirklich sehr schön. Ich habe es genossen, Segovias Worten zu folgen. Zudem empfand ich die Verbundenheit Simonopios zur Natur unglaublich natürlich und besonders. Ein Buch, das für alle empfehlenswert ist, die sich auf eine magische und ungewöhnlich ruhige, aber dennoch ereignisreiche Geschichte einlassen können.
Erstes abgebrochenes Buch 😕
Noch nie habe ich ein Buch nicht beendet, doch so schwer getan wie mit diesem habe ich mich auch noch nie. Dieses Buch lese ich seit dem ersten Corona Lockdown. Aber es hat nie Spaß gemacht. Die Story ist toll ABER - der Schreibstil ist einfach nicht meiner. Ich kann nicht mal sagen was es ist aber ich komme nicht in den Lesefluss. - ich bin immer nur damit beschäftigt zu überlegen ob ich die Namen und Eigennamen korrekt lese bzw im Kopf richtig ausspreche. Das wirft mich ständig so sehr raus, das ich mich kaum auf den Inhalt konzentrieren kann. - mich interessiert die geschichtliche Komponente des Buchs leider überhaupt nicht. Da das Buch zu einem großen Teil daraus besteht - schwierig. Ob ich dieses Buch jemals beenden werde, wer weiß.
"Ein Buch voller Lebensfreude und Hoffnung" steht im Klappentext. Ja, das lassen wir Mal so dahin gestellt, entpuppt sich die Geschichte doch als sehr Melancholisch und teilweise auch Brutal. Wir begleiten das Leben der Familie Morales, Gutsherren deren Ländereien von ihren Angestellten bewirtschaftet werden. Leider gibt es einen unter ihnen der lieber selbst ein Herr wäre als ein Angestellter und so nimmt das Unglück seinen Lauf. Der immer größer werdende Groll gegen die Familie beginnt ihn zu zerfressen, so tötet er ein Hausmädchen auf äußerst brutale weiße und schließlich auch den Gutsherren selbst, sein Sohn kann diesem Schicksal gerade noch entrinnen, Dank Simonopio und seinen Bienen. Und auch was am Schluss letzten Endes aus Simonopio und dem kleinen Francisco geworden ist, der als alter Mann in seine frühere Heimat zurück kehrt, bleibt offen. Man weiß nicht ob Simonopio noch lebt und sich die beiden als alte Herren wieder finden oder ob Francisco letzten Endes auch gestorben ist (Selbstmord?) und sie sich auf der anderen Seite wieder treffen. Auch tat mir das Schicksal der Kinder des Antagonisten Leid, sind sie doch mehr oder weniger unschuldig an der ganzen Geschichte, durften es aber genauso ausbaden bzw. bezahlte sein Sohn sogar mit dem Leben. Kurzum sehr viel Lebensfreude und Hoffnung hinterließ das Buch bei mir nicht, schon gegen Anfang bei der spanischen Grippe türmten sich die Leichen, wenn auch gut geschrieben ist es durchwegs doch eher ernst, melancholisch und traurig, der Tod und harte Schicksalsschläge sind hier unsere ständigen Begleiter. Hätte ich das von Anfang an gewusst, hätte ich es wohl nicht gelesen, da ich tatsächlich lieber Bücher mag die Lebensfreude und Hoffnung versprühen.
Berührende Familiengeschichte gespickt mit etwas Magie.
Klare Leseempfehlung für dieses Buch, wenn du Interesse an einem zeitgenössischen Versuch am magischen Realismus hast. Die Familie Morales gehört zu den mexikanischen Großgrundbesitzern und versucht das Familienerbe durch die Wirren von Bürgerkrieg und Diktatur zu manövrieren. Der Alltag auf einer landwirtschaftlichen Hazienda wird ausführlich beschrieben und gewährt einen schönen Einblick. Einer der Protagonisten auf der Hazienda ist der Ziehsohn der Morales. Simonopio, der Bienenjunge, verfügt über ungewöhliche Begabungen, kann mit den allgegenwärtigen Bienen sprechen und unheilvolle Begebenheiten voraussehen. 5 Sterne für eine kurzweilige, eindrückliche und berührende Geschichte. Zwischen den einzelnen, teilweise sehr kurzen Kapiteln gibt es häufig Zeitsprünge sowie Perspektiv- und Erzählerwechsel. Man muss sich darauf einlassen, dass zuweilen Hinweise gelegt, aber erst viel später aufgelöst werden.

Mir hat dieses Buch anfangs wirklich sehr gut gefallen. Ich mochte den Schreibstil der Autorin und fand die Geschichte um den Großgrundbesitzer Francisco und seine Familie, die den Jungen Simonopio (er hat eine Mund-Gaumen-Spalte und kann nicht reden und wird ständig von einem Schwarm Bienen begleitet) wir ein eigenes Kind bei sich aufnehmen und ihn so akzeptieren, wie er ist, wirklich gut. Besonders die historischen Ereignisse, wie der Ausbruch der spanischen Grippe, der Krieg und die Agrar-Reform, haben die Geschichte für mich sehr interessant gemacht. Aber zum Ende des Buches hin wurde es mir zu langweilig. Es war schon relativ schnell klar, in welche Richtugn es gehen und wie es enden würde. Und die Zeitsprünge und oft sehr kurzem Kapitel ließen das ganze Buch einfach nur sehr unruhig wirken. Ich habe es zu Ende gelesen, weil ich schon so weit gekommen war, wäre das Buch schon am Anfang so gewesen, hätte ich es abgebrochen. Im Großen und Ganzen war es okay für mich, aber die Begeisterung vieler anderer Leser kann ich leider nicht teilen.
Abgebrochen
Ich habe mir von dem Buch viel versprochen, weil die Geschichte und Thematik spannend klang. Nach 28% habe ich allerdings abgebrochen, da ich keinen roten Faden erkennen konnte und die Geschichte bis zu dem Punkt kein erkennbares Ziel hat. Leider wurde so bei mir keine Neugier geweckt um weiterzulesen. Der Schreibstil war auch nicht meins. Schade!













































