Der Horror der frühen Medizin
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Description
Grausig sind die Anfänge der Medizin: Leichenraub, blutige Operationen wie Kirmesspektakel, Arsen, Quecksilber, Heroin als verschriebene Heilmittel. Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Unwissen der Ärzte sagenhaft, wie sie praktizieren, ein einziger Albtraum. Bis ein junger Student aus London mit seinen Entdeckungen alles verändert … Lindsey Fitzharris erzählt vom Leben dieses Mannes und vom Horror, den ein einfacher Arztbesuch damals bedeutete – schaurig, unterhaltsam, erhellend.
Als Joseph Lister 1844 sein Studium in London beginnt, ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung desaströs: Die Krankenhäuser sind überfüllt und verseucht. Um aufgenommen zu werden, müssen Patienten genug Geld für die eigene Beerdigung mitbringen. In den Operationssälen arbeiten Chirurgen in Straßenklamotten vor schaulustigem Publikum. Warum fast alle Patienten sterben, wie sich Krankheiten ausbreiten, darüber herrscht nicht die geringste Einigkeit, nur hanebüchene Theorien. Joseph Lister wird dann Chirurg, er will ganz praktisch helfen. Und von Neugier und hellem Verstand geleitet, entwickelt er eine Methode, die das Sterben vielleicht beenden kann …
Book Information
Author Description
Lindsey Fitzharris promovierte in Oxford in Medizingeschichte. Ihre YouTube-Serie Under the Knife über Wissenswertes und Gruseliges aus der Welt der Chirurgie verhalf Fitzharris zu größerer Bekanntheit. Sie schreibt regelmäßig für The Guardian, The Huffington Post, The Lancet und New Scientist . Ihr Buch Der Horror der frühen Medizin war ein internationaler Erfolg, wurde in 15 Sprachen übersetzt und stand 19 Wochen lang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
Posts
Chirurgie und Wundbehandlung im 19.Jh
🔪Amputationen 🔪Eiter 🔪Tod🔪 Ein sehr informatives und interessantes Buch über die Chirurgie und die Zustände in Spitälern des 19 Jahrhunderts. Und diese Zustände waren mehr als Haarsträubend! Wer mit einer Wunde in einem Spital war, überlebte nur mit Glück. Denn man wusste noch nichts über die Ursache für Infektionen. In diesem Buch begleitet man Lister auf seinem Weg diese Ursachen zu ergründen und sie zu bekämpfen. Wobei er sehr auf Widerstand stösst. Der Schreibstil lässt dieses Buch auch ohne medizinisches Wissen gut lesen. Es hat aber zum Teil seine Längen.
Ein Buch über einen Wegbereiter der modernen Chirurgie!
Oft habe ich beim Lesen gedacht, wie froh ich bin 200 Jahre später zu leben und dazu noch in einem Land mit funktionierendem Gesundheitssystem. Das Buch gibt Einblick in das Leben von Joseph Lister einem Chirurgen aus England. Er hat sich aufgrund seiner Forschungen zur Wundbehandlung während und nach operativen Eingriffen einen Namen gemacht. Lindsey Fitzharris schildert sehr eindrücklich die Zustände, die um 1850 in den Hospitälern geherrscht haben. Hygienische Standards existierten nicht, so dass es völlig normal war, dassÄrzte zwischen medizinischen Eingriffen oder nach der Obduktion einer Leiche ihre Hände nicht desinfizieren oder gar ihre Kleidung wechselten. Mit dem Wissen von heute wissen wir, welche verheerenden Folgen das hatte. Damals tappte man völlig im Dunkeln. Lister führte die Desinfektion mit Kabolsäure ein, was ihm nicht nur Bewunderung, sondern auch Ablehnung einbrachte. Eine interessantes Detail... Der Name der Mundspülung Listerine ist eine Hommage an den bedeutenden Chirurgen, der nicht nur unsagbar klug und fleißig war, sondern auch sehr einfühlsam und hilfsbereit.
Ein Blick in die düsteren Anfänge der Medizin – spannend, aber nicht immer fesselnd
- Worum gehts? - Der Horror der frühen Medizin von Lindsey Fitzharris beleuchtet die medizinische Welt des 19. Jahrhunderts – eine Zeit, in der Operationen ohne Hygiene, Schmerzen ohne Narkose und Ärzte ohne Verständnis für Infektionen den Alltag bestimmten. Im Zentrum steht Joseph Lister, der mit seiner bahnbrechenden Forschung zur Antisepsis die moderne Chirurgie revolutionierte. Fitzharris erzählt von seinen Errungenschaften, aber auch von den Widerständen, die er überwinden musste – in einer Ära, in der wissenschaftlicher Fortschritt oft als Verrücktheit abgetan wurde. - Meine Meinung - Das Buch ist ohne Zweifel informativ und historisch äußerst faszinierend. Vor allem die Erkenntnisse Listers und sein unermüdlicher Kampf für sterile Operationsbedingungen sind beeindruckend – und lassen uns die heutige Medizin tatsächlich in einem ganz neuen Licht sehen. Allerdings war mir der Stil zu trocken. Das Buch widmet sehr viel Raum dem persönlichen Leben und detaillierten Karriereweg Listers, was mein Interesse nicht durchgehend halten konnte. Die wissenschaftlichen Inhalte hingegen fand ich wirklich spannend und aufschlussreich – schade, dass sie im Vergleich etwas untergehen. - Fazit - Wer sich für Medizingeschichte interessiert, starke Nerven hat und gerne tief in historische Entwicklungen eintaucht, wird an diesem Buch definitiv Freude haben. Für Leserinnen und Leser, die etwas lockerer erzählte Sachbücher bevorzugen, könnte es jedoch zu wissenschaftlich wirken. Trotzdem ein wichtiges Werk, das zeigt, wie revolutionär Dinge waren, die wir heute für selbstverständlich halten. 📚✨
Blut, Eiter, Erkenntnis – Der Horror der frühen Medizin 🩸⚕️📖
Wenn man „Der Horror der frühen Medizin“ liest, vergisst man schnell, dass es sich um ein Sachbuch handelt. Lindsey Fitzharris schreibt mit der Wucht eines Romans – bildgewaltig, präzise und so plastisch, dass einem beim Lesen gelegentlich der Magen umdreht. Und doch kann man nicht aufhören, weiterzulesen. Im Zentrum steht Joseph Lister, ein junger Londoner Arzt im 19. Jahrhundert, der beschließt, das Sterben in den Krankenhäusern nicht länger hinzunehmen. In einer Zeit, in der Chirurgen mit blutverkrusteten Kitteln vor Publikum amputieren, in der der Gestank von Eiter als Zeichen erfolgreicher Heilung gilt und Operationen ohne Betäubung stattfinden, wirkt Lister wie ein Fremdkörper – ein Quäker, Forscher, Idealist. Fitzharris begleitet ihn durch die Krankenhäuser des viktorianischen Londons, Edinburghs und Glasgows, durch Vorlesungssäle voller Schaulustiger, durch den zähen Kampf gegen Ignoranz, Aberglaube und akademische Eitelkeit. Dabei gelingt der Autorin etwas Erstaunliches: Sie verknüpft wissenschaftliche Geschichte mit erzählerischer Spannung. Man liest von Robert Liston, der schneller amputiert, als man „Skalpell“ sagen kann – und dabei versehentlich auch mal einen Hoden mitentfernt. Von Ärzten, deren Operationskittel buchstäblich von selbst in der Ecke stehen. Von Semmelweis und Pasteur, die Lister den Weg bereiteten, und von einer ganzen Generation, die Hygiene noch für überbewertet hielt. So grotesk, brutal und faszinierend das alles ist – Fitzharris schafft es, den Horror nie effekthascherisch, sondern mit historischem Feingefühl zu schildern. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Man taucht in diese morbide, blutgetränkte Welt ein und begreift, wie viel menschliches Leid nötig war, damit Medizin zu einer Wissenschaft werden konnte. Gerade weil Fitzharris nicht beschönigt, entsteht eine Sogwirkung, die einen fesselt. Und während man Seite um Seite die grausamen Details liest, wächst auch die Bewunderung – für Lister, der sich gegen Spott und Widerstand durchsetzte, und für all jene, die den Mut hatten, bestehende Überzeugungen zu hinterfragen. „Der Horror der frühen Medizin“ ist kein Buch für Zartbesaitete, aber eines für alle, die verstehen wollen, wie Fortschritt entsteht: aus Neugier, Mut und einer gehörigen Portion Ekelresistenz. Packend erzählt (auch für Nicht-Mediziner wie mich), exzellent recherchiert und so lebendig geschrieben, dass man das 19. Jahrhundert fast riechen kann. Protipp: Besser nicht beim Kochen lesen oder hören 😅 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Für mich ein absolutes Highlight. Ich bin selbst im medizinischen Bereich tätig. Ich fand dieses Buch unheimlich interessant aufbereitet und sehr spannend geschrieben. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Natürlich habe ich mir gleich „Der Horror der frühen Chirurgie“ zugelegt und hoffe, dass mich auch dieser Band wieder fesseln kann. Erzählt wird der Werdegang des Mediziners und Wissenschaftlers Joseph Listers und wie außergewöhnlich wichtig seine Forschungen bzw. die Anfänge von Forschung für die Medizin waren. Über Lister habe ich bewusst noch nichts gelesen, bin nie aufmerksam geworden auf ihn. Doch während des Lesens kam es mir langsam und er begegnet uns heute noch . Jeder hat mit Sicherheit von Listerine gehört oder die Mundspüllösung schon selbst benutzt. Und Tatsache. In dem Buch findet es dann auch Erwähnung. Dieses Buch hat mich demütig werden lassen. Denn nur solch engagierten und unermüdlichen Menschen haben wir diese Fortschritte in der Medizin zu verdanken. Lister hatte Leidenschaft für diesen Beruf und den steten Willen, allen Kranken zu helfen. Ihm wurden Steine in den Weg gelegt, seine Forschungsergebnisse belächelt und seine Arbeit wurde von manch anderen Medizinern/ Chirurgen seiner Zeit nicht anerkannt. Aber nur, weil diese entweder zu engstirnig waren oder ein zu großes Ego hatten. Lister war wohl also ein außergewöhnlicher Mensch und Arzt, der nicht aufgegeben hat und somit in seiner Zeit unheimlich viele Leben rettete und für die medizinische Zukunft einen wahnsinnig wichtigen Grundstein legte. Heutzutage geht man selbstverständlich zum Arzt, bekommt -wenn notwendig- sein Antibiotikum und ist nach 1-2 Wochen wieder vollständig auskuriert. Es gibt Hygienestandards, die dafür sorgen, dass wir gesund leben können und in Krankenhäusern ordentlich versorgt werden. Schon der Umstand, dass Krankenhäuser im 19. Jahrhundert noch Totenhaus genannt wurden, sagt wohl schon alles. Ein extrem gut recherchiertes Buch über eine sehr wichtige historische Persönlichkeit. Großartig !
Hui, das Buch ist…..anders. Was als wirklich spannendes Sachbuch mit Beschreibungen der Medizin des 19. Jahrhunderts startete und mir stellenweise die Haare zu Berge stehen ließ, flachte im Laufe des Buches immer mehr zu einer dahinplätschernden Biographie über Joseph Lister ab. Anfangs konnte ich es kaum aus der Hand legen, ab der Mitte musste ich mich zwingen, es in die Hand zu nehmen. Klar, steht ja auch vorne drauf, dass es sich um eine Biographie handelt und somit nicht nur Medizinfakten abhandelt, aber trotzdem fand ich das Buch in seinem Verlauf stellenweise etwas langatmig und langweilig.
Ein unglaublich gutes Buch😍
~Wow!😍 Dieses Buch war ein super spontaner Kauf, sodass ich nicht gedacht hätte, dass es mir so sehr gefallen würde! Es war kein trockenes und langweiliges Sachbuch, sondern sehr interessant geschrieben und gestaltet, bloß in der Mitte hatte es ein paar Längen. Außerdem fand ich es super verständlich, auch für Laien wie mich. Ich habe vielleicht nicht 100% verstanden, aber mehr als genug, um dem ganzen folgen zu können. Vor allem zum Ende hin wurde es richtig spannend und ich war fasziniert, was Joseph Lister alles entdeckt hat und mit welcher Leidenschaft und Selbstlosigkeit er für bessere Bedingungen in Krankenhäusern im 19. Jahrhundert gekämpft hat. Das hat mir gezeigt, dass alles, was für uns heute selbstverständlich ist, ja auch erstmal entdeckt und erforscht werden musste. Wenn man sich für das Thema interessiert, eine große Empfehlung🤗 Das "wenn" ist hier aber wichtig, denn sonst könnte es langweilig werden. Und es ist auch nichts für schwache Nerven🤭~ Follow me for more content on Instagram: @anna_amalia_reads 🤍
~Der Horror der frühen Medizin~ von @drlindseyfitzharris Da habe ich wohl eine kleine Medizinreihe angestoßen. Nach Anatomy habe ich mich an dieses schöne Stück gemacht und ich hätte es nicht besser auswählen können. Bereits in Anatomy lernen wir die Anfänge der Chirurgie im Rahmen eines Romans kennen. "Der Horror der frühen Medizin" beleuchtet das ganze auf der Sachebene, dabei aber kein bisschen langweilig. Auch dieses Buch spielt zum Teil in Schottland, was die Verbindung noch ein bisschen schöner gemacht hat. Dr. Fitzharris erzählt die Geschichte von Joseph Lister, der getrieben von Neugier und dem Wunsch Menschenleben zu retten eine bahnbrechende Entdeckung macht, ohne die heute kein Krankenhaus mehr funktioniert. Das Buch führt einem vor Augen, wie weit die Medizin gekommen ist, das es allerdings noch gar nicht so lange her ist, als in OP-Sälen alles andere als steril gearbeitet wurde, steriles arbeiten gar abgelehnt wurde. Für mich mit etwas OP-Erfahrung unvorstellbar! Dieses Buch kann ich jedem empfehlen der Interesse an Medizingeschichte hat. Wer bereits etwas Vorwissen mitbringt tut sich leichter, aber auch ohne kommt man gut mit. Kennt Ihr die Bücher von Dr. Lindsey Fitzharris schon?

Eine Zeitreise in ein altertümliches medizinischesHorrorzeitalter! Super aufschlussreich!
Erstmals sollten wir uns alle verdammt glücklich schätzen, in diesem Zeitalter des "Medizinwunders"zu leben. Im Buch schreiben wir die Anfänge bis Mitte des 19. Jh. Der junge Lister sitzt mit vielen anderen Studierenden ungeduldig im Operationssaal der University of Edingburgh, wartend auf die Vorstellung einer live Operation, unter dem Versuch den Patienten mit Äther zu betäuben. Das bis dahin unmöglich gesagte, wird an diesem Tag möglich gemacht. In diesem Moment fasst der junge Lister einen Entschluss, den das Leben einer gesamten Spezies, deutlich verbessern wird. Er wird Todesqualen lindern können und die Medizin einen Meilenstein voranbringen. Das Buch zeigt die geschichtliche Entwicklung der Medizin, von den Anfängen der Chirurgie, von der Zeit in dem Narkosemittel noch nicht entdeckt waren, erste Erfolge konnten die damaligen Forscher mit Äther erlangen. Vorher wurden vor allem Amputationen ohne Sterilisierung und ohne Betäubung durchgeführt. Zu dieser Zeit luden viele Chirurgen das männliche Volk ein, einer solchen beizuwohnen. Hygienische Vorschriften gab es noch nicht.Ein Patient, der krank wurde, durchlebte die feinste Hölle und nicht wenige wünschten sich auf der Stelle zu sterben. Die Autorin verwendet den reinen Erzählstil, es fehlt leider an Dialogen, und/oder kleinen Ausflügen in die Gedankenwelten sowohl der Wissenschaftler, als auch der Patienten. So bleibt es leider am Ende ein zwar genial interessantes Sachbuch, aber ohne Einblicke in Emotionen, Empfindungen oder Wertvorstellungen. Finde ich persönlich sehr schade Klare Empfehlung 4🌟🌟🌟🌟/5

Ein sehr interessantes und für mich bewegendes Buch. Man sollte schon einen hang zur (vergangenen) Medizin haben. Nicht vorstellbar wie damals praktiziert wurde und vorallem durch wen. Chirurgen waren "nur" Handwerker.... Wenn man dann aber sieht in was für einer relativ kurzen Zeit wir den heutigen Stand der Medizin erreicht haben finde ich es mehr als faszinierend. Ein Buch was einen stocken lässt, überrascht und auch mitfühlen lässt. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.
Zu Anfang dachte ich aufgrund des Titels das es eine allgemein gehaltene Erzählung über die Medizin der früheren Jahre ist. Das kleingedruckte, das es sich m einen bestimmten Mann dreht, hab ich gekonnt überlesen ;) nichts desto trotz war das buch sehr unterhaltsam, lehrreich und faszinierend. nicht ganz so Horrormäßig wie gedacht, aber doch erschreckend engstirnig. Vor allem der Gedanke der doch so intelligenten Männer "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht". Nach dieser Lektüre frag ich mich wie die Wissenschaft eigentlich so weit vorankommen konnte, wenn es doch so viele engstirnige verklemmte dumme Menschen gab. Welche der Entwicklung und Verbesserung so sehr im Weg standen. Diese buch gab dies sehr eindrucksvoll wieder. Zwar ein Sachbuch, aber definitiv nicht langweilig. Sondern mit den kurzen privaten Anekdoten wurde es gut aufgelockert. Wobei es gut möglich ist das einige welche medizinische Begriffe nicht so gut verstehen eventuell Probleme bekommen können. Aber ich fande es sehr unterhaltsam und würde gerne mehr aus diesem Bereich lesen. Eventuell wirklich einmal aus dem Mittelalter.
Das Buch war unglaublich interessant und informativ. Ich bin sehr froh, mit meinen Erkrankungen nicht im 19. Jahrhundert gelebt zu haben. Es ist immer wieder beeindruckend und wichtig, dass Menschen nicht zwanghaft an Bestehendem festhalten, sondern sich gegen alle Widerstände weiterentwickeln wollen. Joseph Lister hat wirklich unglaubliches geleistet.
Voller Fakten und Wissen!
Ich kann dieses Buch jenen empfehlen, die sich für die Anfänge der Medizin und Chirurgie interessieren. Das Buch ist voll mit Zahlen, Fakten und auch Gefühlen. Die Figuren, wurden nicht nur auf ihr ehemaliges Dasein begrenzt oder auf ihre Erfolge, sondern auch ihre private Natur wurde einbezogen. Das Buch ist sehr gut ausgearbeitet. Ich persönlich konnte nie länger als eine halbe Stunde darin lesen, weil mich das ganze Neugelernte sonst erschlagen hätte :) Es ist definitiv nichts für zwischendurch! Des Weiteren empfehle ich ein gewisses Grundwissen über medizinische Fachbegriffe und Methoden. Das Einzige was mich etwas am Buch gestört hat, sind die Abschweifungen. Es wird ein Fallbeispiel angefangen (zB Frau kommt mit Stichwunde in die Klinik, ihr Mann hat sie abgestochen) und man will einfach nur wissen wie es weitergeht, ob sie überlebt und wie sie behandelt wird, aber die Autorin schweift seitenlang ab wie die Ehen zur damaligen Zeit abgelaufen sind, was Grund für eine Scheidung sein durfte und was nicht, etc. Das ist alles sehr interessant und hat geholfen einige Dinge nachzuvollziehen, aber ich denke, diese Art der Erklärung hätte auch nach dem Beispiel sein können une nicht mittendrin. Vielleicht ist es aber auch gewollt gewesen, weil man so automatisch weiterliest. Schließlich ist man ja interessiert am Wohlergehen besagter Patienten :)
Habe mir etwas mehr von dem Buch erhofft! Es ging fast ausschließlich um die Chirurgie (zumal es hierzu noch ein weiteres Buch gibt). An Jahreszahlen wird auch nicht gespart. Leider nicht so meins. Hatte gehofft, noch tiefer in die früheren medizinischen Ereignisse zu blicken. Trotz allem war es sehr interessant!
Ich hatte ein halbwegs wissenschaftliche Buch mit dem Thema Medizin erwartet. Bekommen habe ich eine wunderschön umschriebe Biographie eines beeindruckenden Mannes. Auch, wenn das Buch manchmal etwas tief in die Medizinkiste greift, so war es doch immer verständlich. Dieser Teil macht definitiv Lust auf den zweiten Band.
Wer kennt nicht den Spruch „Früher war alles besser!“ Gilt das auch für die Medizin? Frau Fitzharris, lädt in diesem Buch zu einer Zeitreise ein und legt ganz klar da, dass es auch Themen gibt, bei denen früher garantiert nicht alles besser war. Schon nach kurzer Zeit, zeigte mir das Buch, was es ist, nämlich ein lehrreicher Exkurs in die Anfänge der Medizin. Hätte ich mir auch denken können, aber ich fühlte mich schon sehr wie im Geschichtsunterricht. Fand ich aber nicht weiter schlimm, den es war ein Hochinteressanter Unterricht für mich. Mit Medizin hab ich so ziemlich gar nichts am Hut, demzufolge war die Gefahr groß, dass ich mich schnell langweile. Wir haben aber hier aber ein Buch, das keine Langeweile aufgekommen lässt, wenn man gewillt ist ein wenig dazuzulernen. Ich bekam, spannenden Fakten und Einblicke in die damalige Zeit, sei es von den stümperhaften Methoden die meistens „Learning by Doing“ war oder dem Gegenwind, der den innovativen Methoden eigentlich ständig entgegenwehte. Interessant fand ich auch, wie viel „Glück“ teilweise in Entdeckungen lagen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn hier nicht das spannenden Mord und Totschlag, die Ereignisse überschlagen sich Buch auf mich wartete. Mit ca.275 Seiten, die das Buch hat, fand ich es auch gar nicht schlimm, wenn es hier und da mal ein wenig ruhiger und geschichtsträchtiger war.

Das interessante Leben von Joseph Listers
In diesem Buch geht es, wie der Titel schon verrät, auf jeden Fall um Medizin, besonders um den Chirurgen Listers. Listers entdeckte nämlich, dass Keime nicht über die verpestete Luft der Krankenhäuser übertragen wurde, sondern durch unhygienische Zustände, womit er auf viel Ablehnung stieß. Sein Weg, wie er seine Kollegen dennoch überzeugen konnte wird hier spannend erklärt.
Der Horror der frühen Medizin von Lindsey Fitzharris Grausig sind die Anfänge der Medizin: Leichenraub, blutige Operationen wie Kirmesspektakel, Arsen, Quecksilber, Heroin als verschriebene Heilmittel. Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Unwissen der Ärzte sagenhaft, wie sie praktizieren ein einziger Albtraum. Bis ein junger Student aus London mit seinen Entdeckungen alles verändert..... Lindsay Fitzharris erzählt vom Leben dieses Mannes und vom Horror, den ein einfacher Arztbesuch damals bedeutete - schaurig, unterhaltsam, erhellend. Ein für mich unglaubliches Buch über einen wirklich faszinierenden Menschen, den man gerne kennen gelernt hätte.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)
„Der Horror der früheren Medizin" ist ein faszinierender und zugleich erschreckender Einblick in die dunklen Kapitel der Medizingeschichte. Das Buch beleuchtet schonungslos, mit welch grausamen und unvorstellbaren Methoden in früheren Jahrhunderten behandelt wurde - sei es durch Unwissen, Experimentierfreude oder schlichtweg Verzweiflung. Ich fand das Buch von Anfang an sehr interessant - die Kombination aus historischen Fakten, schaurigen Details und medizinischem Wahnsinn ist nicht nur lehrreich, sondern auch unglaublich spannend aufbereitet. Besonders zum Ende hin konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Es steigert sich in seiner Intensität und schafft es, mit jeder Seite noch mehr zu fesseln. Wer sich für Geschichte, Medizin oder einfach gut erzählte Sachbücher interessiert, dem kann ich dieses Werk nur wärmstens empfehlen. Es ist gleichermaßen schockierend wie lehrreich - und definitiv nichts für schwache Nerven,

Ich hatte ein halbwegs wissenschaftliche Buch mit dem Thema Medizin erwartet. Bekommen habe ich eine wunderschön umschriebe Biographie eines beeindruckenden Mannes. Auch, wenn das Buch manchmal etwas tief in die Medizinkiste greift, so war es doch immer verständlich. Dieser Teil macht definitiv Lust auf den zweiten Band.
Mal etwas ganz anderes für mich. Dieses Buch hat mich echt fasziniert. Der Schreibstil der Autorin ist herrlich - trotz einiger Fremdwörter, kommt man beim lesen gut mit. Man erfährt so viel über die Chirurgie im 19. Jahrhundert. Wie die Menschen doch eingeschränkt in ihrem denken waren/sind. Wie man viel Zeit und Kraft investieren muss, um Menschen von Dingen zu überzeugen, die doch so klar auf der Hand liegen. Außerdem erfährt man auch viel über Glasgow, London und Edinburgh im 19. Jahrhundert. Wie sich die Städte entwickelt haben - wie sie damals waren - wie die Menschen damals waren und gelebt haben. Ich fand das Buch sehr sehr gut, aber ich denke, dass es nicht etwas für jeden ist. Man sollte sich schon etwas für Medizin, Keime und Amputationen interessieren. ;)
Für Fans von "The artful Dodger"
Ich musste in den ersten Kapitel sofort an die o.g. Serie denken. Obwohl es sich hier um ein Sachbuch/Biografie handelt, habe ich zu keinem Moment Langeweile empfunden. Die Schilderungen waren äußerst konkret und detailreich, was am Frühstückstisch nicht immer appetitlich ist. Für angehende Chirurgen und Ärzte bestimmt noch interessanter. Da ich jedoch keine größeren Berührungspunkte mit dem Thema habe, musste ich ein ums andere Mal Begrifflichkeiten googlen. Alles in allem jedoch äußerst spannend und humorvoll geschrieben.
Sehr interessant!
Absolutes must read, vorallem fur alle die im Gesundheitswesen arbeiten (wollen) oder gearbeitet haben. Auch so, sehr gut geschrieben, da es so viele Charaktere der damaligen Zeit, die großes geschaffen haben umfasst, ohne vom eigentlichen Thema anzukommen. Lister war wirklich ein beeindruckender Mensch, dem wir allen viel zu verdanken haben. Die Recherche war bestimmt zermürbend. Einige Berichte waren wirklich schlimm vorzustellen, aber es ist wichtig, dass wir uns vor Augen halten, was man erreichen kann und man nicht auf den Zug aufspringen sollte, alles unbekannte oder neue abzulehnen.
Was für eine grandiose Biographie, immer spannend, interessant und informativ geschrieben. Obwohl ich Lister natürlich kannte, habe ich mitgefiebert, wie seine wissenschaftliche Arbeit, die ja als solche lange nicht anerkannt wurde, weitergeht und welche Hindernisse ihn begleitet haben. Die Autorin schafft es durch ihre Erzählweise und der Geschichte immer das Interesse aufrechtzuerhalten. Sie schreibt über die überfüllten und verdreckten Krankensäle in denen Patienten dahinsiechten, über Operation zu Hause auf dem Esstisch, Chirurgen, die ihr Handwerk nicht gelernt haben, also keine Ausbildung, kein Studium...,ebenso über schmutzige Instrumente, beschmierte Kleidung, und mit Fäkalien besudelte Operationtische in den Krankenhäusern, die für entsetzlichen Gestank über all im Krankenhaus sorgten... "Mit der Übernahme von von Listers antiseptischen System, (welches eine lebenslange Überzeugung der Chirurgen für ihn bedeutete), gab die Ärzteschaft zu erkennen, dass sie ihre Vorbehalte gegenüber der Keimtheorie aufgegeben hatte: die Wissenschaft hatte endgültig Einzug in die Medizin gehalten." Endlich wurde aus dem Haus des Todes ein Ort, an dem Menschen geheilt wurden... Über viele andere wissenschaftliche Personen, u.a. Louis Pasteur, Robert Koch, Ignaz Semmelweis... erfährt man im Zusammenhang mit dieser gelungenen Biographie. Ich kann dieses Buch sehr gut für an Medizin und Pflege interessierten Menschen empfehlen, aber auch für alle Anderen...
Innerhalb von zwei Tagen - obwohl ich eigentlich kaum Zeit fürs lesen hab - las ich dieses Buch begeistert durch und bekam einfach nicht genug. Ich liebe es wenn Bücher Wissen vermitteln und gleichzeitig so sympathisch (und nicht trocken) geschrieben sind, dass sie einfach nicht so wirken als wolle man neues Wissen in einen hinein prügeln. Vor allem bin ich aber jetzt so neugierig auf Lister, dass ich noch mehr über diese Person wissen will (und dabei studiere ich Pädagogik und nicht Medizin xD )
Spannender als so mancher Krimi
Eigentlich bin ich kein Fan von Sachbüchern oder Biografien, aber das Buch packte mich von der ersten bis zur letzten Seite. Nicht nur dass Listers Leben unfassbar interessant und inspirierend ist, auch Fitzharris' Schreibstil ist enorm unterhaltsam und lässt keine müden Momente zu.
Spannend, Humorvoll und Wissenswert zugleich
Das Lebenswerk von Dr. Lister ließt sich, wie ein spannender informativer und zeitweise lustige Autobiographie Verfilmung. Schade das immer noch viel zu wenig bekannt ist über diesen hervorragenden Chirurgen der mit Herz und Seele Bahnbrechende Entdeckungen für das Wohl seiner Patienten gemacht hat. Tolles Buch auf ganzer Linie.
Ich habe so viel gelernt und dabei hat es Spaß gemacht über Dr. Lister zu lesen, der im Victorianischen England die Chirurgie zum Besseren wendete und das gegen Widerstände. Bei manchen Methoden lief es mir eiskalt den Rücken runter und ich bin froh das so kluge Köpfe wie Dr. Lister dazu beigetragen haben, das heute weniger Menschen an Sepsis und Krankenhauskeimen sterben.
Schon nach den ersten paar Sätzen war mir klar, dass ich dem deutschen Gesundheitssystem danken würde nach der Lektüre dieses Buches. Lindsey Fitzharris beschreibt einen Zeitraum der das 19 Jahrhundert betrifft. Sie verwebt geschichtlichen Hintergrund mit ganz vielen Fallbeispielen aus der Ärztlichen Praxis der damaligen Zeit. Dadurch war das Buch spannend und man wurde von der Geschichte nicht erschlagen. Der Schreibstil ist locker aber gespickt mit vielen Namen und Daten. Allein knapp 40 Seiten berufen sich auf Quellen die die Autorin genutzt hat. Dafür bekommen wir ein spannendes Sachbuch mit unglaublich vielen Fallbeispielen aus der Medizinischen Praxis und Informationen aus Briefen von Lister an seinen Vater – die die Geschichte und auch den Charakter Lister sehr greifbar machten. Ich war entsetzt wie man damals behandelt hat und mit welcher Gleichgültigkeit zb Gliedmaßen einfach amputiert wurden. Die hygienischen Zustände waren desaströs und im Grunde war es reiner Zufall wenn jemand nach einer Operation überlebt hat. Der Beruf des Chirurgen war total schlecht angesehen und er stand auf einer Stufe mit den Handwerkern. Mitten unter ihnen lebte Joseph Lister. Der Junge von Quäker Eltern wuchs behütet auf und lernte von Kindesbeinen an Interesse für die Medizin zu entwickeln. Sein Vater hat Mikroskope entwickelt und so eröffneten sich dem jungen Lister schnell neue spannende Welten. Lister war unglaublich fleißig und ausdauernd und hat für seine Prinzipien gekämpft und das in einer Zeit wo man lieber das komplette Krankenhaus abgerissen und neugebaut hätte als seinen Theorien über die Keimvermehrung Glauben zu schenken. Mein Mann hat gerade mit riesen Wunden nach einer Operation zu tun und so ging mir dieses Buch noch dreimal näher als es das normalerweise wäre. Ohne Listers Ehrgeiz und festen Glauben an sich und sein Wissen könnten wir heute solche Wunden zb. nicht reinigen. Ohne ihn und seinen sturen Willen sein Wissen überall auf der Welt zu verteilen wäre die Menschheit nicht da wo wir jetzt sind! Auch war Lister der erste, der sich dafür eingesetzt hat, dass in England ein Krankenhaus gebaut wird, wo auch mittellose Menschen eine Behandlung erfahren durften. Zu der damaligen Zeit ging nichts ohne Geld oder Verbindungen. Lister wollte das selbe Recht für alle und hat hart dafür gekämpft! Ich bleibe tief beeindruckt zurück und ziehe meinen virtuellen Hut. Das Buch hat mich wachgerüttelt und mich noch dankbarer gemacht, dass ich nun 100 Jahre später lebe und die Folter und Ignoranz der damaligen Menschen nicht miterleben musste. Ich bin dankbar, dass Hygiene und Sauberkeit im Krankenhaus heutzutage Standard ist und dass das Gelingen einer Operation nicht mehr vom Zufall abhängt! Dankbar, dass Lister niemals aufgeben hat, egal wie ausweglos sein Weg auch schien! Da meine Sterne Bewertungsbox hier bei diesem Sachbuch nicht greift gibt es die 5 Sterne auf die altmodische Art. Das Buch ist eine Absolute Empfehlung, es ist manchmal etwas brutal – auch mit einigen Tierversuchen, aber so war die Forschung damals und die Behandlungen auch. Ich finde jeder sollte wissen wo wir herkommen und dankbar für das sein wo wir medizinisch mittlerweile stehen!
Ich kann das Buch nur eingeschränkt empfehlen, da es doch inhaltlich anders gelagert war als ich erwartet hatte. Es geht mir persönlich viel zu sehr um die Lebensgeschichte eines einzelnen Mannes als um den eigentlichen "Horror der frühen Medizin". Letzteres kam mir viel zu kurz. Trotzdem finden sich immer wieder interessante Fakten und Einblicke, die zu weiterer Recherche anregen.
Es ist ein dunkles Zeitalter für die Medizin, in dem der junge Student Joseph Lister sein Handwerk erlernt. Die hygienischen Zustände und seine starrköpfigen Kollegen lassen ihn häufig an seine Grenzen geraten, so dass der gläubige Quäker zeitweise sogar lieber den Weg des Priesters einschlagen will. Bestärkt durch die Briefe seines Vaters und die Unterstützung seines langjährigen Mentors James Syme wirft er zum Glück dann doch nicht das Handtuch und soll der Welt eine der wichtigsten Errungenschaften der Medizingeschichte bringen: die antiseptische Methode. Der Autorin Lindsey Fitzharris gelingt es, die Lebensgeschichte Joseph Listers anschaulich und spannend zu verpacken. "Der Horror der frühen Medizin" ist dabei eine Mischung aus Biografie und Roman. Eingestreute medizinische Fallbeispiele und Schilderungen aus dem Privatleben des begabten Chirurgen ergeben im Ganzen ein gut ausbalanciertes Sachbuch, das auch für Laien flüssig zu lesen ist. Die Beschreibungen der damaligen Methoden sind dabei recht detailreich und manchmal auch grausig - dennoch sind sie wichtig um zu verstehen, welche große Aufgabe Lister hier vor sich hatte und wie bedeutsam sein Schaffen vor diesem Hintergrund ist. Der Leser kann eine Vielzahl von Fakten aus diesen Buch lernen, zum Beispiel, dass es die landläufige Meinung der Zeitgenossen Listers war, Krankheiten entstünden allein aus Schmutz und schlechter Luft. Oder das Lister Namensgeber einer gewissen Mundspülung war, die Zahnärzten auf der ganzen Welt ihren Beruf erleichtern sollte. Oder dass Lister und der berühmte Louis Pasteur im Prinzip zwei Seiten derselben Medaille waren und sich gegenseitig inspirierten. Fazit: An keiner Stelle liest sich dieses Sachbuch langweilig, es ist sowohl unterhaltsam, als auch lehrreich.
Ich hab das Buch sehr faszinierend, wenn auch sehr blutig (nichts für zarte Gemüter) gefunden. Es ist lehrreich wie ein Sachbuch und spannend wie ein Thriller geschrieben.
✨ Der Leser*in sollte sich in groben Zügen schon für Medizin und deren frühen Geschichte interessieren. Ein wenig medizinischer Terminus schadet ebenfalls nicht. Ich finde das Buch perfekt für (angehende) Ärzte oder interessierte Leihen.
Description
Grausig sind die Anfänge der Medizin: Leichenraub, blutige Operationen wie Kirmesspektakel, Arsen, Quecksilber, Heroin als verschriebene Heilmittel. Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Unwissen der Ärzte sagenhaft, wie sie praktizieren, ein einziger Albtraum. Bis ein junger Student aus London mit seinen Entdeckungen alles verändert … Lindsey Fitzharris erzählt vom Leben dieses Mannes und vom Horror, den ein einfacher Arztbesuch damals bedeutete – schaurig, unterhaltsam, erhellend.
Als Joseph Lister 1844 sein Studium in London beginnt, ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung desaströs: Die Krankenhäuser sind überfüllt und verseucht. Um aufgenommen zu werden, müssen Patienten genug Geld für die eigene Beerdigung mitbringen. In den Operationssälen arbeiten Chirurgen in Straßenklamotten vor schaulustigem Publikum. Warum fast alle Patienten sterben, wie sich Krankheiten ausbreiten, darüber herrscht nicht die geringste Einigkeit, nur hanebüchene Theorien. Joseph Lister wird dann Chirurg, er will ganz praktisch helfen. Und von Neugier und hellem Verstand geleitet, entwickelt er eine Methode, die das Sterben vielleicht beenden kann …
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Author Description
Lindsey Fitzharris promovierte in Oxford in Medizingeschichte. Ihre YouTube-Serie Under the Knife über Wissenswertes und Gruseliges aus der Welt der Chirurgie verhalf Fitzharris zu größerer Bekanntheit. Sie schreibt regelmäßig für The Guardian, The Huffington Post, The Lancet und New Scientist . Ihr Buch Der Horror der frühen Medizin war ein internationaler Erfolg, wurde in 15 Sprachen übersetzt und stand 19 Wochen lang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
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Chirurgie und Wundbehandlung im 19.Jh
🔪Amputationen 🔪Eiter 🔪Tod🔪 Ein sehr informatives und interessantes Buch über die Chirurgie und die Zustände in Spitälern des 19 Jahrhunderts. Und diese Zustände waren mehr als Haarsträubend! Wer mit einer Wunde in einem Spital war, überlebte nur mit Glück. Denn man wusste noch nichts über die Ursache für Infektionen. In diesem Buch begleitet man Lister auf seinem Weg diese Ursachen zu ergründen und sie zu bekämpfen. Wobei er sehr auf Widerstand stösst. Der Schreibstil lässt dieses Buch auch ohne medizinisches Wissen gut lesen. Es hat aber zum Teil seine Längen.
Ein Buch über einen Wegbereiter der modernen Chirurgie!
Oft habe ich beim Lesen gedacht, wie froh ich bin 200 Jahre später zu leben und dazu noch in einem Land mit funktionierendem Gesundheitssystem. Das Buch gibt Einblick in das Leben von Joseph Lister einem Chirurgen aus England. Er hat sich aufgrund seiner Forschungen zur Wundbehandlung während und nach operativen Eingriffen einen Namen gemacht. Lindsey Fitzharris schildert sehr eindrücklich die Zustände, die um 1850 in den Hospitälern geherrscht haben. Hygienische Standards existierten nicht, so dass es völlig normal war, dassÄrzte zwischen medizinischen Eingriffen oder nach der Obduktion einer Leiche ihre Hände nicht desinfizieren oder gar ihre Kleidung wechselten. Mit dem Wissen von heute wissen wir, welche verheerenden Folgen das hatte. Damals tappte man völlig im Dunkeln. Lister führte die Desinfektion mit Kabolsäure ein, was ihm nicht nur Bewunderung, sondern auch Ablehnung einbrachte. Eine interessantes Detail... Der Name der Mundspülung Listerine ist eine Hommage an den bedeutenden Chirurgen, der nicht nur unsagbar klug und fleißig war, sondern auch sehr einfühlsam und hilfsbereit.
Ein Blick in die düsteren Anfänge der Medizin – spannend, aber nicht immer fesselnd
- Worum gehts? - Der Horror der frühen Medizin von Lindsey Fitzharris beleuchtet die medizinische Welt des 19. Jahrhunderts – eine Zeit, in der Operationen ohne Hygiene, Schmerzen ohne Narkose und Ärzte ohne Verständnis für Infektionen den Alltag bestimmten. Im Zentrum steht Joseph Lister, der mit seiner bahnbrechenden Forschung zur Antisepsis die moderne Chirurgie revolutionierte. Fitzharris erzählt von seinen Errungenschaften, aber auch von den Widerständen, die er überwinden musste – in einer Ära, in der wissenschaftlicher Fortschritt oft als Verrücktheit abgetan wurde. - Meine Meinung - Das Buch ist ohne Zweifel informativ und historisch äußerst faszinierend. Vor allem die Erkenntnisse Listers und sein unermüdlicher Kampf für sterile Operationsbedingungen sind beeindruckend – und lassen uns die heutige Medizin tatsächlich in einem ganz neuen Licht sehen. Allerdings war mir der Stil zu trocken. Das Buch widmet sehr viel Raum dem persönlichen Leben und detaillierten Karriereweg Listers, was mein Interesse nicht durchgehend halten konnte. Die wissenschaftlichen Inhalte hingegen fand ich wirklich spannend und aufschlussreich – schade, dass sie im Vergleich etwas untergehen. - Fazit - Wer sich für Medizingeschichte interessiert, starke Nerven hat und gerne tief in historische Entwicklungen eintaucht, wird an diesem Buch definitiv Freude haben. Für Leserinnen und Leser, die etwas lockerer erzählte Sachbücher bevorzugen, könnte es jedoch zu wissenschaftlich wirken. Trotzdem ein wichtiges Werk, das zeigt, wie revolutionär Dinge waren, die wir heute für selbstverständlich halten. 📚✨
Blut, Eiter, Erkenntnis – Der Horror der frühen Medizin 🩸⚕️📖
Wenn man „Der Horror der frühen Medizin“ liest, vergisst man schnell, dass es sich um ein Sachbuch handelt. Lindsey Fitzharris schreibt mit der Wucht eines Romans – bildgewaltig, präzise und so plastisch, dass einem beim Lesen gelegentlich der Magen umdreht. Und doch kann man nicht aufhören, weiterzulesen. Im Zentrum steht Joseph Lister, ein junger Londoner Arzt im 19. Jahrhundert, der beschließt, das Sterben in den Krankenhäusern nicht länger hinzunehmen. In einer Zeit, in der Chirurgen mit blutverkrusteten Kitteln vor Publikum amputieren, in der der Gestank von Eiter als Zeichen erfolgreicher Heilung gilt und Operationen ohne Betäubung stattfinden, wirkt Lister wie ein Fremdkörper – ein Quäker, Forscher, Idealist. Fitzharris begleitet ihn durch die Krankenhäuser des viktorianischen Londons, Edinburghs und Glasgows, durch Vorlesungssäle voller Schaulustiger, durch den zähen Kampf gegen Ignoranz, Aberglaube und akademische Eitelkeit. Dabei gelingt der Autorin etwas Erstaunliches: Sie verknüpft wissenschaftliche Geschichte mit erzählerischer Spannung. Man liest von Robert Liston, der schneller amputiert, als man „Skalpell“ sagen kann – und dabei versehentlich auch mal einen Hoden mitentfernt. Von Ärzten, deren Operationskittel buchstäblich von selbst in der Ecke stehen. Von Semmelweis und Pasteur, die Lister den Weg bereiteten, und von einer ganzen Generation, die Hygiene noch für überbewertet hielt. So grotesk, brutal und faszinierend das alles ist – Fitzharris schafft es, den Horror nie effekthascherisch, sondern mit historischem Feingefühl zu schildern. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Man taucht in diese morbide, blutgetränkte Welt ein und begreift, wie viel menschliches Leid nötig war, damit Medizin zu einer Wissenschaft werden konnte. Gerade weil Fitzharris nicht beschönigt, entsteht eine Sogwirkung, die einen fesselt. Und während man Seite um Seite die grausamen Details liest, wächst auch die Bewunderung – für Lister, der sich gegen Spott und Widerstand durchsetzte, und für all jene, die den Mut hatten, bestehende Überzeugungen zu hinterfragen. „Der Horror der frühen Medizin“ ist kein Buch für Zartbesaitete, aber eines für alle, die verstehen wollen, wie Fortschritt entsteht: aus Neugier, Mut und einer gehörigen Portion Ekelresistenz. Packend erzählt (auch für Nicht-Mediziner wie mich), exzellent recherchiert und so lebendig geschrieben, dass man das 19. Jahrhundert fast riechen kann. Protipp: Besser nicht beim Kochen lesen oder hören 😅 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Für mich ein absolutes Highlight. Ich bin selbst im medizinischen Bereich tätig. Ich fand dieses Buch unheimlich interessant aufbereitet und sehr spannend geschrieben. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Natürlich habe ich mir gleich „Der Horror der frühen Chirurgie“ zugelegt und hoffe, dass mich auch dieser Band wieder fesseln kann. Erzählt wird der Werdegang des Mediziners und Wissenschaftlers Joseph Listers und wie außergewöhnlich wichtig seine Forschungen bzw. die Anfänge von Forschung für die Medizin waren. Über Lister habe ich bewusst noch nichts gelesen, bin nie aufmerksam geworden auf ihn. Doch während des Lesens kam es mir langsam und er begegnet uns heute noch . Jeder hat mit Sicherheit von Listerine gehört oder die Mundspüllösung schon selbst benutzt. Und Tatsache. In dem Buch findet es dann auch Erwähnung. Dieses Buch hat mich demütig werden lassen. Denn nur solch engagierten und unermüdlichen Menschen haben wir diese Fortschritte in der Medizin zu verdanken. Lister hatte Leidenschaft für diesen Beruf und den steten Willen, allen Kranken zu helfen. Ihm wurden Steine in den Weg gelegt, seine Forschungsergebnisse belächelt und seine Arbeit wurde von manch anderen Medizinern/ Chirurgen seiner Zeit nicht anerkannt. Aber nur, weil diese entweder zu engstirnig waren oder ein zu großes Ego hatten. Lister war wohl also ein außergewöhnlicher Mensch und Arzt, der nicht aufgegeben hat und somit in seiner Zeit unheimlich viele Leben rettete und für die medizinische Zukunft einen wahnsinnig wichtigen Grundstein legte. Heutzutage geht man selbstverständlich zum Arzt, bekommt -wenn notwendig- sein Antibiotikum und ist nach 1-2 Wochen wieder vollständig auskuriert. Es gibt Hygienestandards, die dafür sorgen, dass wir gesund leben können und in Krankenhäusern ordentlich versorgt werden. Schon der Umstand, dass Krankenhäuser im 19. Jahrhundert noch Totenhaus genannt wurden, sagt wohl schon alles. Ein extrem gut recherchiertes Buch über eine sehr wichtige historische Persönlichkeit. Großartig !
Hui, das Buch ist…..anders. Was als wirklich spannendes Sachbuch mit Beschreibungen der Medizin des 19. Jahrhunderts startete und mir stellenweise die Haare zu Berge stehen ließ, flachte im Laufe des Buches immer mehr zu einer dahinplätschernden Biographie über Joseph Lister ab. Anfangs konnte ich es kaum aus der Hand legen, ab der Mitte musste ich mich zwingen, es in die Hand zu nehmen. Klar, steht ja auch vorne drauf, dass es sich um eine Biographie handelt und somit nicht nur Medizinfakten abhandelt, aber trotzdem fand ich das Buch in seinem Verlauf stellenweise etwas langatmig und langweilig.
Ein unglaublich gutes Buch😍
~Wow!😍 Dieses Buch war ein super spontaner Kauf, sodass ich nicht gedacht hätte, dass es mir so sehr gefallen würde! Es war kein trockenes und langweiliges Sachbuch, sondern sehr interessant geschrieben und gestaltet, bloß in der Mitte hatte es ein paar Längen. Außerdem fand ich es super verständlich, auch für Laien wie mich. Ich habe vielleicht nicht 100% verstanden, aber mehr als genug, um dem ganzen folgen zu können. Vor allem zum Ende hin wurde es richtig spannend und ich war fasziniert, was Joseph Lister alles entdeckt hat und mit welcher Leidenschaft und Selbstlosigkeit er für bessere Bedingungen in Krankenhäusern im 19. Jahrhundert gekämpft hat. Das hat mir gezeigt, dass alles, was für uns heute selbstverständlich ist, ja auch erstmal entdeckt und erforscht werden musste. Wenn man sich für das Thema interessiert, eine große Empfehlung🤗 Das "wenn" ist hier aber wichtig, denn sonst könnte es langweilig werden. Und es ist auch nichts für schwache Nerven🤭~ Follow me for more content on Instagram: @anna_amalia_reads 🤍
~Der Horror der frühen Medizin~ von @drlindseyfitzharris Da habe ich wohl eine kleine Medizinreihe angestoßen. Nach Anatomy habe ich mich an dieses schöne Stück gemacht und ich hätte es nicht besser auswählen können. Bereits in Anatomy lernen wir die Anfänge der Chirurgie im Rahmen eines Romans kennen. "Der Horror der frühen Medizin" beleuchtet das ganze auf der Sachebene, dabei aber kein bisschen langweilig. Auch dieses Buch spielt zum Teil in Schottland, was die Verbindung noch ein bisschen schöner gemacht hat. Dr. Fitzharris erzählt die Geschichte von Joseph Lister, der getrieben von Neugier und dem Wunsch Menschenleben zu retten eine bahnbrechende Entdeckung macht, ohne die heute kein Krankenhaus mehr funktioniert. Das Buch führt einem vor Augen, wie weit die Medizin gekommen ist, das es allerdings noch gar nicht so lange her ist, als in OP-Sälen alles andere als steril gearbeitet wurde, steriles arbeiten gar abgelehnt wurde. Für mich mit etwas OP-Erfahrung unvorstellbar! Dieses Buch kann ich jedem empfehlen der Interesse an Medizingeschichte hat. Wer bereits etwas Vorwissen mitbringt tut sich leichter, aber auch ohne kommt man gut mit. Kennt Ihr die Bücher von Dr. Lindsey Fitzharris schon?

Eine Zeitreise in ein altertümliches medizinischesHorrorzeitalter! Super aufschlussreich!
Erstmals sollten wir uns alle verdammt glücklich schätzen, in diesem Zeitalter des "Medizinwunders"zu leben. Im Buch schreiben wir die Anfänge bis Mitte des 19. Jh. Der junge Lister sitzt mit vielen anderen Studierenden ungeduldig im Operationssaal der University of Edingburgh, wartend auf die Vorstellung einer live Operation, unter dem Versuch den Patienten mit Äther zu betäuben. Das bis dahin unmöglich gesagte, wird an diesem Tag möglich gemacht. In diesem Moment fasst der junge Lister einen Entschluss, den das Leben einer gesamten Spezies, deutlich verbessern wird. Er wird Todesqualen lindern können und die Medizin einen Meilenstein voranbringen. Das Buch zeigt die geschichtliche Entwicklung der Medizin, von den Anfängen der Chirurgie, von der Zeit in dem Narkosemittel noch nicht entdeckt waren, erste Erfolge konnten die damaligen Forscher mit Äther erlangen. Vorher wurden vor allem Amputationen ohne Sterilisierung und ohne Betäubung durchgeführt. Zu dieser Zeit luden viele Chirurgen das männliche Volk ein, einer solchen beizuwohnen. Hygienische Vorschriften gab es noch nicht.Ein Patient, der krank wurde, durchlebte die feinste Hölle und nicht wenige wünschten sich auf der Stelle zu sterben. Die Autorin verwendet den reinen Erzählstil, es fehlt leider an Dialogen, und/oder kleinen Ausflügen in die Gedankenwelten sowohl der Wissenschaftler, als auch der Patienten. So bleibt es leider am Ende ein zwar genial interessantes Sachbuch, aber ohne Einblicke in Emotionen, Empfindungen oder Wertvorstellungen. Finde ich persönlich sehr schade Klare Empfehlung 4🌟🌟🌟🌟/5

Ein sehr interessantes und für mich bewegendes Buch. Man sollte schon einen hang zur (vergangenen) Medizin haben. Nicht vorstellbar wie damals praktiziert wurde und vorallem durch wen. Chirurgen waren "nur" Handwerker.... Wenn man dann aber sieht in was für einer relativ kurzen Zeit wir den heutigen Stand der Medizin erreicht haben finde ich es mehr als faszinierend. Ein Buch was einen stocken lässt, überrascht und auch mitfühlen lässt. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.
Zu Anfang dachte ich aufgrund des Titels das es eine allgemein gehaltene Erzählung über die Medizin der früheren Jahre ist. Das kleingedruckte, das es sich m einen bestimmten Mann dreht, hab ich gekonnt überlesen ;) nichts desto trotz war das buch sehr unterhaltsam, lehrreich und faszinierend. nicht ganz so Horrormäßig wie gedacht, aber doch erschreckend engstirnig. Vor allem der Gedanke der doch so intelligenten Männer "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht". Nach dieser Lektüre frag ich mich wie die Wissenschaft eigentlich so weit vorankommen konnte, wenn es doch so viele engstirnige verklemmte dumme Menschen gab. Welche der Entwicklung und Verbesserung so sehr im Weg standen. Diese buch gab dies sehr eindrucksvoll wieder. Zwar ein Sachbuch, aber definitiv nicht langweilig. Sondern mit den kurzen privaten Anekdoten wurde es gut aufgelockert. Wobei es gut möglich ist das einige welche medizinische Begriffe nicht so gut verstehen eventuell Probleme bekommen können. Aber ich fande es sehr unterhaltsam und würde gerne mehr aus diesem Bereich lesen. Eventuell wirklich einmal aus dem Mittelalter.
Das Buch war unglaublich interessant und informativ. Ich bin sehr froh, mit meinen Erkrankungen nicht im 19. Jahrhundert gelebt zu haben. Es ist immer wieder beeindruckend und wichtig, dass Menschen nicht zwanghaft an Bestehendem festhalten, sondern sich gegen alle Widerstände weiterentwickeln wollen. Joseph Lister hat wirklich unglaubliches geleistet.
Voller Fakten und Wissen!
Ich kann dieses Buch jenen empfehlen, die sich für die Anfänge der Medizin und Chirurgie interessieren. Das Buch ist voll mit Zahlen, Fakten und auch Gefühlen. Die Figuren, wurden nicht nur auf ihr ehemaliges Dasein begrenzt oder auf ihre Erfolge, sondern auch ihre private Natur wurde einbezogen. Das Buch ist sehr gut ausgearbeitet. Ich persönlich konnte nie länger als eine halbe Stunde darin lesen, weil mich das ganze Neugelernte sonst erschlagen hätte :) Es ist definitiv nichts für zwischendurch! Des Weiteren empfehle ich ein gewisses Grundwissen über medizinische Fachbegriffe und Methoden. Das Einzige was mich etwas am Buch gestört hat, sind die Abschweifungen. Es wird ein Fallbeispiel angefangen (zB Frau kommt mit Stichwunde in die Klinik, ihr Mann hat sie abgestochen) und man will einfach nur wissen wie es weitergeht, ob sie überlebt und wie sie behandelt wird, aber die Autorin schweift seitenlang ab wie die Ehen zur damaligen Zeit abgelaufen sind, was Grund für eine Scheidung sein durfte und was nicht, etc. Das ist alles sehr interessant und hat geholfen einige Dinge nachzuvollziehen, aber ich denke, diese Art der Erklärung hätte auch nach dem Beispiel sein können une nicht mittendrin. Vielleicht ist es aber auch gewollt gewesen, weil man so automatisch weiterliest. Schließlich ist man ja interessiert am Wohlergehen besagter Patienten :)
Habe mir etwas mehr von dem Buch erhofft! Es ging fast ausschließlich um die Chirurgie (zumal es hierzu noch ein weiteres Buch gibt). An Jahreszahlen wird auch nicht gespart. Leider nicht so meins. Hatte gehofft, noch tiefer in die früheren medizinischen Ereignisse zu blicken. Trotz allem war es sehr interessant!
Ich hatte ein halbwegs wissenschaftliche Buch mit dem Thema Medizin erwartet. Bekommen habe ich eine wunderschön umschriebe Biographie eines beeindruckenden Mannes. Auch, wenn das Buch manchmal etwas tief in die Medizinkiste greift, so war es doch immer verständlich. Dieser Teil macht definitiv Lust auf den zweiten Band.
Wer kennt nicht den Spruch „Früher war alles besser!“ Gilt das auch für die Medizin? Frau Fitzharris, lädt in diesem Buch zu einer Zeitreise ein und legt ganz klar da, dass es auch Themen gibt, bei denen früher garantiert nicht alles besser war. Schon nach kurzer Zeit, zeigte mir das Buch, was es ist, nämlich ein lehrreicher Exkurs in die Anfänge der Medizin. Hätte ich mir auch denken können, aber ich fühlte mich schon sehr wie im Geschichtsunterricht. Fand ich aber nicht weiter schlimm, den es war ein Hochinteressanter Unterricht für mich. Mit Medizin hab ich so ziemlich gar nichts am Hut, demzufolge war die Gefahr groß, dass ich mich schnell langweile. Wir haben aber hier aber ein Buch, das keine Langeweile aufgekommen lässt, wenn man gewillt ist ein wenig dazuzulernen. Ich bekam, spannenden Fakten und Einblicke in die damalige Zeit, sei es von den stümperhaften Methoden die meistens „Learning by Doing“ war oder dem Gegenwind, der den innovativen Methoden eigentlich ständig entgegenwehte. Interessant fand ich auch, wie viel „Glück“ teilweise in Entdeckungen lagen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn hier nicht das spannenden Mord und Totschlag, die Ereignisse überschlagen sich Buch auf mich wartete. Mit ca.275 Seiten, die das Buch hat, fand ich es auch gar nicht schlimm, wenn es hier und da mal ein wenig ruhiger und geschichtsträchtiger war.

Das interessante Leben von Joseph Listers
In diesem Buch geht es, wie der Titel schon verrät, auf jeden Fall um Medizin, besonders um den Chirurgen Listers. Listers entdeckte nämlich, dass Keime nicht über die verpestete Luft der Krankenhäuser übertragen wurde, sondern durch unhygienische Zustände, womit er auf viel Ablehnung stieß. Sein Weg, wie er seine Kollegen dennoch überzeugen konnte wird hier spannend erklärt.
Der Horror der frühen Medizin von Lindsey Fitzharris Grausig sind die Anfänge der Medizin: Leichenraub, blutige Operationen wie Kirmesspektakel, Arsen, Quecksilber, Heroin als verschriebene Heilmittel. Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Unwissen der Ärzte sagenhaft, wie sie praktizieren ein einziger Albtraum. Bis ein junger Student aus London mit seinen Entdeckungen alles verändert..... Lindsay Fitzharris erzählt vom Leben dieses Mannes und vom Horror, den ein einfacher Arztbesuch damals bedeutete - schaurig, unterhaltsam, erhellend. Ein für mich unglaubliches Buch über einen wirklich faszinierenden Menschen, den man gerne kennen gelernt hätte.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)
„Der Horror der früheren Medizin" ist ein faszinierender und zugleich erschreckender Einblick in die dunklen Kapitel der Medizingeschichte. Das Buch beleuchtet schonungslos, mit welch grausamen und unvorstellbaren Methoden in früheren Jahrhunderten behandelt wurde - sei es durch Unwissen, Experimentierfreude oder schlichtweg Verzweiflung. Ich fand das Buch von Anfang an sehr interessant - die Kombination aus historischen Fakten, schaurigen Details und medizinischem Wahnsinn ist nicht nur lehrreich, sondern auch unglaublich spannend aufbereitet. Besonders zum Ende hin konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Es steigert sich in seiner Intensität und schafft es, mit jeder Seite noch mehr zu fesseln. Wer sich für Geschichte, Medizin oder einfach gut erzählte Sachbücher interessiert, dem kann ich dieses Werk nur wärmstens empfehlen. Es ist gleichermaßen schockierend wie lehrreich - und definitiv nichts für schwache Nerven,

Ich hatte ein halbwegs wissenschaftliche Buch mit dem Thema Medizin erwartet. Bekommen habe ich eine wunderschön umschriebe Biographie eines beeindruckenden Mannes. Auch, wenn das Buch manchmal etwas tief in die Medizinkiste greift, so war es doch immer verständlich. Dieser Teil macht definitiv Lust auf den zweiten Band.
Mal etwas ganz anderes für mich. Dieses Buch hat mich echt fasziniert. Der Schreibstil der Autorin ist herrlich - trotz einiger Fremdwörter, kommt man beim lesen gut mit. Man erfährt so viel über die Chirurgie im 19. Jahrhundert. Wie die Menschen doch eingeschränkt in ihrem denken waren/sind. Wie man viel Zeit und Kraft investieren muss, um Menschen von Dingen zu überzeugen, die doch so klar auf der Hand liegen. Außerdem erfährt man auch viel über Glasgow, London und Edinburgh im 19. Jahrhundert. Wie sich die Städte entwickelt haben - wie sie damals waren - wie die Menschen damals waren und gelebt haben. Ich fand das Buch sehr sehr gut, aber ich denke, dass es nicht etwas für jeden ist. Man sollte sich schon etwas für Medizin, Keime und Amputationen interessieren. ;)
Für Fans von "The artful Dodger"
Ich musste in den ersten Kapitel sofort an die o.g. Serie denken. Obwohl es sich hier um ein Sachbuch/Biografie handelt, habe ich zu keinem Moment Langeweile empfunden. Die Schilderungen waren äußerst konkret und detailreich, was am Frühstückstisch nicht immer appetitlich ist. Für angehende Chirurgen und Ärzte bestimmt noch interessanter. Da ich jedoch keine größeren Berührungspunkte mit dem Thema habe, musste ich ein ums andere Mal Begrifflichkeiten googlen. Alles in allem jedoch äußerst spannend und humorvoll geschrieben.
Sehr interessant!
Absolutes must read, vorallem fur alle die im Gesundheitswesen arbeiten (wollen) oder gearbeitet haben. Auch so, sehr gut geschrieben, da es so viele Charaktere der damaligen Zeit, die großes geschaffen haben umfasst, ohne vom eigentlichen Thema anzukommen. Lister war wirklich ein beeindruckender Mensch, dem wir allen viel zu verdanken haben. Die Recherche war bestimmt zermürbend. Einige Berichte waren wirklich schlimm vorzustellen, aber es ist wichtig, dass wir uns vor Augen halten, was man erreichen kann und man nicht auf den Zug aufspringen sollte, alles unbekannte oder neue abzulehnen.
Was für eine grandiose Biographie, immer spannend, interessant und informativ geschrieben. Obwohl ich Lister natürlich kannte, habe ich mitgefiebert, wie seine wissenschaftliche Arbeit, die ja als solche lange nicht anerkannt wurde, weitergeht und welche Hindernisse ihn begleitet haben. Die Autorin schafft es durch ihre Erzählweise und der Geschichte immer das Interesse aufrechtzuerhalten. Sie schreibt über die überfüllten und verdreckten Krankensäle in denen Patienten dahinsiechten, über Operation zu Hause auf dem Esstisch, Chirurgen, die ihr Handwerk nicht gelernt haben, also keine Ausbildung, kein Studium...,ebenso über schmutzige Instrumente, beschmierte Kleidung, und mit Fäkalien besudelte Operationtische in den Krankenhäusern, die für entsetzlichen Gestank über all im Krankenhaus sorgten... "Mit der Übernahme von von Listers antiseptischen System, (welches eine lebenslange Überzeugung der Chirurgen für ihn bedeutete), gab die Ärzteschaft zu erkennen, dass sie ihre Vorbehalte gegenüber der Keimtheorie aufgegeben hatte: die Wissenschaft hatte endgültig Einzug in die Medizin gehalten." Endlich wurde aus dem Haus des Todes ein Ort, an dem Menschen geheilt wurden... Über viele andere wissenschaftliche Personen, u.a. Louis Pasteur, Robert Koch, Ignaz Semmelweis... erfährt man im Zusammenhang mit dieser gelungenen Biographie. Ich kann dieses Buch sehr gut für an Medizin und Pflege interessierten Menschen empfehlen, aber auch für alle Anderen...
Innerhalb von zwei Tagen - obwohl ich eigentlich kaum Zeit fürs lesen hab - las ich dieses Buch begeistert durch und bekam einfach nicht genug. Ich liebe es wenn Bücher Wissen vermitteln und gleichzeitig so sympathisch (und nicht trocken) geschrieben sind, dass sie einfach nicht so wirken als wolle man neues Wissen in einen hinein prügeln. Vor allem bin ich aber jetzt so neugierig auf Lister, dass ich noch mehr über diese Person wissen will (und dabei studiere ich Pädagogik und nicht Medizin xD )
Spannender als so mancher Krimi
Eigentlich bin ich kein Fan von Sachbüchern oder Biografien, aber das Buch packte mich von der ersten bis zur letzten Seite. Nicht nur dass Listers Leben unfassbar interessant und inspirierend ist, auch Fitzharris' Schreibstil ist enorm unterhaltsam und lässt keine müden Momente zu.
Spannend, Humorvoll und Wissenswert zugleich
Das Lebenswerk von Dr. Lister ließt sich, wie ein spannender informativer und zeitweise lustige Autobiographie Verfilmung. Schade das immer noch viel zu wenig bekannt ist über diesen hervorragenden Chirurgen der mit Herz und Seele Bahnbrechende Entdeckungen für das Wohl seiner Patienten gemacht hat. Tolles Buch auf ganzer Linie.
Ich habe so viel gelernt und dabei hat es Spaß gemacht über Dr. Lister zu lesen, der im Victorianischen England die Chirurgie zum Besseren wendete und das gegen Widerstände. Bei manchen Methoden lief es mir eiskalt den Rücken runter und ich bin froh das so kluge Köpfe wie Dr. Lister dazu beigetragen haben, das heute weniger Menschen an Sepsis und Krankenhauskeimen sterben.
Schon nach den ersten paar Sätzen war mir klar, dass ich dem deutschen Gesundheitssystem danken würde nach der Lektüre dieses Buches. Lindsey Fitzharris beschreibt einen Zeitraum der das 19 Jahrhundert betrifft. Sie verwebt geschichtlichen Hintergrund mit ganz vielen Fallbeispielen aus der Ärztlichen Praxis der damaligen Zeit. Dadurch war das Buch spannend und man wurde von der Geschichte nicht erschlagen. Der Schreibstil ist locker aber gespickt mit vielen Namen und Daten. Allein knapp 40 Seiten berufen sich auf Quellen die die Autorin genutzt hat. Dafür bekommen wir ein spannendes Sachbuch mit unglaublich vielen Fallbeispielen aus der Medizinischen Praxis und Informationen aus Briefen von Lister an seinen Vater – die die Geschichte und auch den Charakter Lister sehr greifbar machten. Ich war entsetzt wie man damals behandelt hat und mit welcher Gleichgültigkeit zb Gliedmaßen einfach amputiert wurden. Die hygienischen Zustände waren desaströs und im Grunde war es reiner Zufall wenn jemand nach einer Operation überlebt hat. Der Beruf des Chirurgen war total schlecht angesehen und er stand auf einer Stufe mit den Handwerkern. Mitten unter ihnen lebte Joseph Lister. Der Junge von Quäker Eltern wuchs behütet auf und lernte von Kindesbeinen an Interesse für die Medizin zu entwickeln. Sein Vater hat Mikroskope entwickelt und so eröffneten sich dem jungen Lister schnell neue spannende Welten. Lister war unglaublich fleißig und ausdauernd und hat für seine Prinzipien gekämpft und das in einer Zeit wo man lieber das komplette Krankenhaus abgerissen und neugebaut hätte als seinen Theorien über die Keimvermehrung Glauben zu schenken. Mein Mann hat gerade mit riesen Wunden nach einer Operation zu tun und so ging mir dieses Buch noch dreimal näher als es das normalerweise wäre. Ohne Listers Ehrgeiz und festen Glauben an sich und sein Wissen könnten wir heute solche Wunden zb. nicht reinigen. Ohne ihn und seinen sturen Willen sein Wissen überall auf der Welt zu verteilen wäre die Menschheit nicht da wo wir jetzt sind! Auch war Lister der erste, der sich dafür eingesetzt hat, dass in England ein Krankenhaus gebaut wird, wo auch mittellose Menschen eine Behandlung erfahren durften. Zu der damaligen Zeit ging nichts ohne Geld oder Verbindungen. Lister wollte das selbe Recht für alle und hat hart dafür gekämpft! Ich bleibe tief beeindruckt zurück und ziehe meinen virtuellen Hut. Das Buch hat mich wachgerüttelt und mich noch dankbarer gemacht, dass ich nun 100 Jahre später lebe und die Folter und Ignoranz der damaligen Menschen nicht miterleben musste. Ich bin dankbar, dass Hygiene und Sauberkeit im Krankenhaus heutzutage Standard ist und dass das Gelingen einer Operation nicht mehr vom Zufall abhängt! Dankbar, dass Lister niemals aufgeben hat, egal wie ausweglos sein Weg auch schien! Da meine Sterne Bewertungsbox hier bei diesem Sachbuch nicht greift gibt es die 5 Sterne auf die altmodische Art. Das Buch ist eine Absolute Empfehlung, es ist manchmal etwas brutal – auch mit einigen Tierversuchen, aber so war die Forschung damals und die Behandlungen auch. Ich finde jeder sollte wissen wo wir herkommen und dankbar für das sein wo wir medizinisch mittlerweile stehen!
Ich kann das Buch nur eingeschränkt empfehlen, da es doch inhaltlich anders gelagert war als ich erwartet hatte. Es geht mir persönlich viel zu sehr um die Lebensgeschichte eines einzelnen Mannes als um den eigentlichen "Horror der frühen Medizin". Letzteres kam mir viel zu kurz. Trotzdem finden sich immer wieder interessante Fakten und Einblicke, die zu weiterer Recherche anregen.
Es ist ein dunkles Zeitalter für die Medizin, in dem der junge Student Joseph Lister sein Handwerk erlernt. Die hygienischen Zustände und seine starrköpfigen Kollegen lassen ihn häufig an seine Grenzen geraten, so dass der gläubige Quäker zeitweise sogar lieber den Weg des Priesters einschlagen will. Bestärkt durch die Briefe seines Vaters und die Unterstützung seines langjährigen Mentors James Syme wirft er zum Glück dann doch nicht das Handtuch und soll der Welt eine der wichtigsten Errungenschaften der Medizingeschichte bringen: die antiseptische Methode. Der Autorin Lindsey Fitzharris gelingt es, die Lebensgeschichte Joseph Listers anschaulich und spannend zu verpacken. "Der Horror der frühen Medizin" ist dabei eine Mischung aus Biografie und Roman. Eingestreute medizinische Fallbeispiele und Schilderungen aus dem Privatleben des begabten Chirurgen ergeben im Ganzen ein gut ausbalanciertes Sachbuch, das auch für Laien flüssig zu lesen ist. Die Beschreibungen der damaligen Methoden sind dabei recht detailreich und manchmal auch grausig - dennoch sind sie wichtig um zu verstehen, welche große Aufgabe Lister hier vor sich hatte und wie bedeutsam sein Schaffen vor diesem Hintergrund ist. Der Leser kann eine Vielzahl von Fakten aus diesen Buch lernen, zum Beispiel, dass es die landläufige Meinung der Zeitgenossen Listers war, Krankheiten entstünden allein aus Schmutz und schlechter Luft. Oder das Lister Namensgeber einer gewissen Mundspülung war, die Zahnärzten auf der ganzen Welt ihren Beruf erleichtern sollte. Oder dass Lister und der berühmte Louis Pasteur im Prinzip zwei Seiten derselben Medaille waren und sich gegenseitig inspirierten. Fazit: An keiner Stelle liest sich dieses Sachbuch langweilig, es ist sowohl unterhaltsam, als auch lehrreich.
Ich hab das Buch sehr faszinierend, wenn auch sehr blutig (nichts für zarte Gemüter) gefunden. Es ist lehrreich wie ein Sachbuch und spannend wie ein Thriller geschrieben.
✨ Der Leser*in sollte sich in groben Zügen schon für Medizin und deren frühen Geschichte interessieren. Ein wenig medizinischer Terminus schadet ebenfalls nicht. Ich finde das Buch perfekt für (angehende) Ärzte oder interessierte Leihen.





















































