Die letzten Männer des Westens

Die letzten Männer des Westens

Paperback
4.3110
MännerbündeNeue RechteAntifeminismusMaskulinismus

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Description

„Der westliche Mann wird unterdrückt und verweiblicht, er ist vom Aussterben bedroht.» So klingt der immer lauter werdende Kriegsschrei der Antifeministen, der zu einem Mantra der wieder erstarkenden Rechten geworden ist. Man hört ihn von hyperaggressiven Maskulisten und hasszerfressenen Internet-Hetzern, von testosteronverklebten Sexisten und neurechten Frauenhassern. Tobias Ginsburg hat sich ihnen ein Jahr lang undercover angeschlossen, um herauszufinden, wo diese Ängste und all der Hass herrühren.

Seine Recherche führt ihn quer durch Deutschland und das Internet, in die USA und nach Polen. Er trifft auf rechtsradikale Burschenschafter und faschistische Rapper, auf Online-Trolle und Offline-Schläger, Incels und Identitäre, lässt sich zum «wahren Mann-Sein» anleiten und begleitet muskelbepackte Neonazis bei der Rekrutierung junger Männer. Und schließlich stößt er auf ein international agierendes Netzwerk antifeministischer Fundamentalisten.

Eine so beklemmende wie komische Reise in eine zutiefst gefährliche Welt mitten unter uns.


»Ein leidenschaftlicher Aufklärer.« MDR Sachsenspiegel

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Paperback
Pages
336
Price
18.50 €

Author Description

Tobias Ginsburg, Jahrgang 1986, ist Autor und Regisseur. Er studierte Dramaturgie, Literaturwissenschaft und Philosophie. 2016 war er Fellow des Hanse-Wissenschaftskollegs, 2020 erhielt er das Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung.

Posts

17
All
4.5

Tobias Ginsburg ist einfach ein krasser Typ und hat mal wieder einen richtig guten Einblick in den (männlichen) Abgrund gegeben. Er geht undercover in die Reihen von Rechtsextremisten, Frauenhassern und Neuen Rechten. Wahnsinn, ich will mir nicht vorstellen, was passieren würde, wenn er mal auffliegen sollte… 😳 Ich habe unglaublich viel Respekt vor der Arbeit und der Recherche, die der Autor betreibt. Er macht das zur Aufklärung, damit wir - die, die sich nicht trauen, in diese faschistischen Reihen zu gehen - daraus lernen können. Und mal wieder saß ich ganz oft vor dem Buch mit den folgenden Gedanken: „Das kann doch nicht wahr sein!“ oder „Ist das wirklich deren ernst?!“ oder auch „Ich habe noch nie gehört, dass irgendwer das christliche Abendland zerstören will.“ Und ganz ganz oft war ich einfach nur sprachlos. Ich weiß, dass die Menschen, die ernsthaft in diesen Kreisen verkehren, gar nicht mal so dumm sind. Mir kommt es aber immer mehr so vor. Ein Trugschluss, denn es ist bittere Realität. Wir brauchen viel mehr, noch so viel mehr Aufklärung. Vor allem das Kapitel über Menschen aus der LGBTQ+ Community tat unglaublich weh… Ich könnte noch so viel mehr dazu schreiben, zum Beispiel wie toll Tobias Ginsburg schreiben kann und sogar humorvolle Anekdoten in dieses Thema bekommt, aber ich bin müde. Lest bitte „Die letzten Männer des Westens" von Tobias Ginsburg. Vielleicht versteht ihr dann meine Müdigkeit - und ich war nicht mal live dabei.

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5

Ich weiß nicht, ob ihr das auch fühlt, aber ich bin in Sachsen zu Hause und am Sonntag sind hier Landtagswahlen. Ein unendlich lang erscheinender Wahlkampf mit wöchentlichen Prognosen, wilden Vereinnahmungen von Themen, die sich auf Landesebene gar nicht lösen lassen, aber der eigenen Agenda dienen und ein erschreckender Zuspruch für Parteien des konservativen und rechten Spektrums, waren meine Realität der letzten Wochen. Ein Buch wie „Die letzten Männer des Westens“ von Tobias Ginsburg sollte im Hinblick auf die aktuelle Lage Pflichtlektüre sein. In seiner durchaus nicht ungefährlichen Reportage von 2021 nimmt er uns mit in die absurde Welt von Incels, Identitären, Schlagenden Verbindungen und christlichen Fundamentalisten. Es wird mehr als deutlich, dass wir ein Problem in dieser Gesellschaft haben und es heißt ANTIFEMINISMUS. Irgendwie klingt das Wort in meinen Ohren immer etwas zu harmlos, wenn man bedenkt, was es tatsächlich bezeichnet. Vielleicht liegt es daran, dass seine Ausprägungen so vielfältig sind und es antifeministische Strömungen gibt, die gesellschaftlich durchaus anschlussfähig sind. FDP-nahe Männerrechtler zum Beispiel, die mehrmals am Tag „Superlustiges über Frauen, die dumm sind, nackt oder, ganz besonders witzig: dick“ (S. 66) sind, in ihre WhatsApp-Gruppen senden. Das extreme Ende des Spektrums sind Rechtsterroristen, die wir hierzulande gern als Amokläufer oder Einzeltäter labeln, damit wir uns nicht mit diesem schwerwiegenden Problem von Misogynie und Antifeminismus auseinandersetzen müssen. Wir kennen die bestürzenden Femizid-Statistiken und wir haben über die Anschläge in Halle und in Oslo/Utøya in den Nachrichten gelesen. Antifeminismus ist der gemeinsame Nenner von Alphamännern, Pick-up Artists, Rechtsterroristen und rechten Rappern. Ihre Geschlechter-Zuschreibungen, ihre überbordende Identifikation mit dem „männlich sein“ und der unendliche Hass gegen Frauen bildet die direkte Verbindung zum Rechtsextremismus. Das eine kommt ohne das andere nicht aus. Tobias Ginsburg schafft es mit seiner Art der Berichterstattung, dass wir ihm zuhören, dass wir uns auf diese Absurdität einlassen und dass wir irgendwie auch mit ihm mitfiebern, weil ständig die Gefahr besteht, dass er auffliegt, wenn er da so am Grill steht und mit Männerrechtlern witzelt. Sein Mut zu dieser Arbeit verdient Respekt und Anerkennung und für mich persönlich war dieses Buch ein echter Eye-Opener.

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4

Das Buch ist jetzt etwa zwei Jahre alt. Vermutlich überraschen die dargestellten Positionen nun schon wieder etwas weniger als bei Erscheinen. Die Recherche ist erschütternd und gut lesbar dargelegt. Und eine gute Erinnerung: das mindeste, was wir dieses und die kommenden Jahre machen müssen ist wählen zu gehen, um entsprechenden Positionen nicht die vollständige Macht zu verleihen.

5

Beeindruckende Arbeit, die mich ab der ersten Seite erschreckt und leider trotzdem nicht überrascht hat

4

Viele und vor allem erschreckende Informationen!

5

Sehr gutes Buch, obwohl ich den ersten Band besser fand.

5

Großartiges Buch, welches mich sprachlos zurückgelassen hat.

Dass das Buch keine einfache Kost werden würde, dachte ich mir schon vorher. Jedes Kapitel hat mich entsetzt und sprachlos zurückgelassen. Und mir tun alle Leute leid, die sich fernab jeglicher Realität und Menschenwürde darin bewegen.

5

Super interessant, verstörend, traurig, aber hier und da gibt es einen Schenkelklopfer. Mochte ich doll!

Super interessant, verstörend, traurig, aber hier und da gibt es einen Schenkelklopfer.
Mochte ich doll!
4.5

Spannendes Thema aber teilweise Schleudertrauma vom Kopfschütteln weil ich nicht verstehen kann, dass es solche Männer gibt.

5

Ein Buch das Angst macht…

“Und während ich auf dem Klavier ein lustiges Lied über Nazis sang, stieg Tobias Ginsburg in die Höhle des Löwen hinab, um die wirkliche Drecksarbeit zu erledigen. Vielleicht das wichtigste Buch, das man gerade schreiben konnte.” Danger Dan Ich weiß nicht was ich zu diesem Buch sagen soll, außer das ich es erschreckend finde, dass es Männer, als auch Frauen, gibt, die vor lauter Angst vor Gleichberechtigung keinerlei Berührungsängste davor haben, Hass in die Welt zu säen und diesen leider erfolgreich in die Mitte der Gesellschaft tragen. Danke, Tobias Ginsburg für den Mut und die Aufklärung! “Der Angriff auf Demokratie und offene Gesellschaften richtet sich nicht zufällig so oft zunächst gegen Feminismus, Frauen und sexuelle Minderheiten. Damit lassen sich gekränkte Männer zu Kriegern formen. Und das kostet Menschenleben.” Tobias Ginsburg

5

Ich schätze Tobias Ginsburg und seine Arbeit sehr. Wichtiges Buch, um Strukturen gewisser Netzwerke und Männer zu verstehen.

5

Tobias Ginsburg hat sich in die Höhle des Löwen gewagt und berichtet in seiner Reportage eingehend darüber. Nun ist vieles für Interessierte bekannt und trotzdem ist dieses Buch sehr empfehlenswert, denn es ist nicht nur sorgfältig recherchiert, sondern auch nachvollziehbar geschrieben. Schön herausgearbeitet ist der Weg, den Ginsburg genommen hat. Angefangen bei deutschen Burschenschaften über die so genannte Neue Rechte rein in die "Mitte der Gesellschaft". Frauenhass bildet eine Basis, die eben - leider - nicht nur Rechtsextreme vereint, sondern eine Brücke bildet, durch die sich der Diskurs nach rechts verschiebt. Ginsburg hat sich direkt zu den Akteuren gewagt, hat sich mit ihnen verbrüdert, um an Informationen zu gelangen, hat versucht, die Ursachen des (Frauen-) Hasses herauszufinden, ist verzweifelt, hat sich vor sich selbst geekelt, hat immer wieder auch die Menschen hinter dem Hass gesehen und sich gefragt, wie der damit umgehen soll. Das sind ganz menschliche Regungen und ich bin froh, dass er sie auch in seinem Buch beschreibt, denn dadurch wird es erlebbar. Allerdings stehen die Fakten im Vordergrund und die sind erschreckend. Wird von Politikern und Sicherheitsbehörden gern immer wieder auf "Einzelfälle" verwiesen, findet Ginsburg ein (teilweise lose verbundenes) Netzwerk vor, dessen Ziel es ist, nicht nur den Diskurs nach rechts zu verschieben, sondern auch viele gesellschaftliche Errungenschaften rückgängig zu machen. Das fängt bei Abtreibungsrechten an, hört da aber noch lange nicht auf. Interessant ist diesbezüglich auch, wie willig sich insbesondere Konservative vor diesen reaktionären und hasserfüllten Karren spannen lassen. Und hasserfüllt, das wird klar herausgearbeitet von Tobias Ginsburg, sind die Menschen, die von der insbesondere konservativ-christlichen Politik gerne mal als "besorgte Bürger" bezeichnet werden. Wie dem auch sei: Was das Buch auch sehr gut herausarbeitet, ist der Kampf, der sich aus dem Frauenhass ergibt: Einerseits der Angriff auf die bereits errungenen Fortschritte (Frauenrechte, queere Rechte, Rechte der Menschen mit Behinderungen und so weiter), andererseits die Verteidigung seitens derer, denen die errungenen Rechte wieder genommen werden sollen. Tobias Ginsburgs Buch ist auch dann erschreckend, wenn man sich bereits mit der Thematik beschäftigt hat. Und auch wenn es keine leichte Lektüre ist, empfehle ich das Buch dringend weiter, denn es ist nicht nur gut recherchiert und gut geschrieben, sondern arbeitet wie gesagt heraus, wie scheinbar grundverschiedene Strömungen ineinanderfließen.

4

Tobias Ginsburg beschreibt in seinem Buch verschiedene Treffen mit Menschen aus rechten Männerbünden, Burschenschaften, NGOs, Parteien, der Pick-up-Bubble und der rechten Hip Hop Szene. Wir erfahren viel über die persönlichen Umstände dieser Personen und deren Verhalten im direkten Gespräch. Natürlich beschreibt Ginsburg auch die aktuellen Fakten zum Thema, bleibt in seinem Buch aber konsequent bei der Charakterstudie der oben genannten Personen. Es ist an für sich unterhaltsam geschrieben aber es fühlt sich (leider) sehr nah an. Ich war oft wütend oder ängstlich aber manchmal überkam mich auch das Mitleid. Es ist spannend zu sehen, welche Art von Menschen, sich dieser rechten, antifeministischen Ideologie zuwenden oder sie mit vollem Elan fördern. Es zeigt wieder, wie wichtig es ist, sich für eine pluralistische und menschenfreundliche Gesellschaft einzusetzen, damit uns nicht genommen wird, was viele Menschen in der Vergangenheit für uns erkämpft haben.

3

Bei etwa 60% abgebrochen An Form und Stil gescheitert Habe das Hörbuch gehört Was führte zum Abbruch? Das Hörbuch wird von 2 Personen gesprochen. Die interviewten Personen bekommen einen anderen Sprecher, der allerdings nie die Stimmlage ändert, weshalb jede Person dieselbe ätzende, nicht sonderlich ansprechende Stimme bekommt. Das macht das Ganze irgendwann nervig und monoton. Ich behaupte, dass man die 60%, die ich bisher hörte( ca. 170 Seiten), auf 50 Seiten zusammenraffen kann. Der Rest ist genau das was mich zum Abbruch bewegt hat. Tobias Ginsburg schwafelt, schwätzt, wertet, spekuliert wie wer noch was hätte sagen oder tun können, kommentiert wirklich jede, jede Situation aus. Das mag ja bei der ersten, vielleicht auch noch bei der zweiten Story ganz unterhaltsam sein und man bekommt ein Feeling für die Szene. Wenn wir dann bei Station 5-6 angelangt sind und sich nicht viel Neues ergibt, eigentlich alle immer in einer etwas anderen Form dasselbe sagen, wirds zäh. Ich will mich durch dieses Buch nicht unterhalten lassen- ich will Fakten, ich will was Neues erfahren, ich will tief in die Abgründe eintauchen! Schade, schade. Insbesondere da Ginsburg so viel Arbeit und Passion in die Recherche gesteckt hat. Gut dass ich eine der Wenigen bin, die das Buch so empfinden. Werde mich der Thematik dann in anders aufgearbeiteter Form widmen müssen.

5

Sehr wichtiges und spannendes Buch. Das ist mein zweites Buch von Tobias Ginsburg und ich bin beeindruckt 1. wie mutig er ist und 2. wie er menschennah berichtet. Es ist immer leicht eine Linie zwischen "uns und denen" zu ziehen, Tobias macht das nicht. Er ist am Menschen interessiert, seinen Motiven und Beweggründen. Meiner Meinung nach sollte jeder dieses Buch gelesen haben

5

Mir fehlen die Worte

Mir fehlen die Worte. Ich weiß nicht was ich dazu sagen sollen. Sagen zu Männer mit einem Ego Problem. Männer die Angst haben ihre Macht und Autorität zu verlieren und das auf der ganzen Welt. Er scheint, als machen wir eher Rück- als Fortschritte. Wir Frauen müssen zusammen stark und standhaft bleiben. Ach was, wir alle! Smash the patriarchy

4

Investigativjournalismus über ein oft übersehenes und nicht ernst genommenes Thema: Frauenhass. Ich habe nichts auszusetzen, außer dass der Fokus oft nicht auf dem Frauenhass der interviewten alleine liegt und hier die Hintergründe und Zusammenhänge gerne mehr im Detail ausgearbeitet werden könnten. Was ich aber zum Teil auch verstehe, da dieser gesammelte Menschenhass oft nicht nur an einer Gruppe Halt macht.

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