Morgen werden wir glücklich sein
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Description
Historischer Roman über starke Frauen während der deutschen Besatzung in Paris – für alle LeserInnen von Bettina Storks und Claire Winter
Marie, Amiel und Geneviève sind seit Kindertagen miteinander befreundet. Als 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren, wird ihre Freundschaft jedoch auf eine harte Probe gestellt. Lehrerin Marie geht zur Résistance, um ihre jüdischen Schüler vor den Nazis zu retten. Ärztin Amiel unterstützt sie, obwohl sie selbst Jüdin ist. Die Sängerin Geneviève wiederum lässt sich mit den Deutschen ein, um weiter auf der Bühne stehen zu können. Für Marie ist dies ein verheerender Verrat und sie wendet sich von der Freundin ab, die bisher ›alles‹ für sie war. Als Geneviève sie am meisten braucht, verweigert Marie ihr die Hilfe und löst damit eine Katastrophe aus ...
»Mich hat die Geschichte tief berührt und sehr nachdenklich zurück gelassen.« ((Leserstimme auf Netgalley))
»Eine sehr ergreifende Geschichte, die unter die Haut geht und von Krieg, Liebe, Verrat und unzertrennlicher Freundschaft handelt.« ((Leserstimme auf Lovelybooks))
Book Information
Author Description
Schon mit 12 wusste Lea Korte, dass sie später Romane schreiben will und noch heute ist das Bücherschreiben ihre große Leidenschaft. Bisher hat sie neun Romane bei Heyne, Lübbe, Aufbau und Droemer Knaur veröffentlicht, drei weitere Romane sind in Arbeit. Außerdem bildet sie in ihrer Online-Akademie »Romanschmiede« seit zehn Jahren sehr erfolgreich Autoren aus. Lea Kortes Liebe zu Frankreich und Spanien zeigt sich auch darin, dass sie dort immer wieder lange Monate mit Schreiben verbringt. Paris ist ihre große Liebe und die Heimatstadt ihres Mannes. Frankreich war schon immer ihre große Liebe – die sie dann auch vor einen französischen Traualtar geführt hat.
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„Morgen werden wir glücklich sein“ ist ein sehr bewegender Roman über die drei Freundinnen Marie, Amiel und Geneviève. Der Roman spielt in zwei Zeitebenen, hauptsächlich in den Jahren 1940 bis 1944 und in der Gegenwart. Schauplatz ist Paris. Marie, Amiel und Geneviève sind seit Kindertagen befreundet und so nennen sie sich oft scherzhaft die Unbesiegbaren. Diese Bezeichnung gerät gehörig ins Wanken, als die Deutschen in Paris 1940 einmarschieren und die Freundschaft der drei jungen Frauen wird auf eine harte Probe gestellt. Lehrerin Marie geht in den Widerstand, Ärztin Amiel unterstützt sie dabei, obwohl sie Jüdin ist und Sängerin Geneviève lässt sich mit den Deutschen ein, um weiterhin auf der Bühne stehen zu können. Jede hat sei eigenen Beweggründe und versuchte in diesen schwierigen Zeiten einfach zu überleben. Jede von ihnen dachte, dass es nicht so schlimm werden würde, doch das Gegenteil ist der Fall. Und so kommt eins zum anderen und zu einem Zerwürfnis, das auch Jahre nach dem Krieg anhalten soll. In der Gegenwart versucht die Maries Enkelin Malou zu vermitteln… Der Roman liest sich sehr gut. Lea Korte hat einen mitreißenden Schreibstil. Die Geschehnisse in Paris während der Deutschen Besatzung werden eindrucksvoll und schonungslos dargestellt und es erzeugt bei mir nach wie vor blankes Entsetzen. Lea Korte hat viele historische Fakten, die während dieser Zeit in Paris passierten gekonnt in die Handlung eingeflochten. Die Figuren sind der Autorin authentisch gelungen, neben den drei Hauptprotas gibt es auch tolle Nebenfiguren, die ich sehr gemocht habe. Die Freundschaft zwischen Marie, Amiel und Geneviève wird wirklich auf eine unglaublich harte Probe gestellt, alle drei erleiden schlimmste Erlebnisse und die Auswirkungen sind bis in die Gegenwart spürbar. Zu Malou und Josephine aus der Gegenwart viel es mir schwerer eine Bindung aufzubauen, da die Szenen doch er kurz sind, aber sie bilden das Bindeglied zwischen den Generationen und tragen schließlich dazu bei, die Vergangenheit zu verarbeiten. Insgesamt hat mich dieser Roman nachhaltig berührt und ich gebe eine klare Kaufempfehlung inkl. fünf Sterne.
Marie, Amiel und Geneviève kennen sich schon seit Kindertagen und sind eng befreundet. Sie nennen sich „Die drei Unbesiegbaren“. In Paris erleben sie 1940 erst die Bombardierung und später den Einmarsch der Deutschen mit. Mit dem was sie erfahren und durchleiden, gehen die drei jungen Frauen ganz unterschiedlich um. Marie, die Lehrerin, schließt sich der Résistance an und versucht, möglichst viele jüdische Kinder in Sicherheit zu bringen. Dabei gerät sie selbst mehrfach in Gefahr. Amiel ist selbst Jüdin und Ärztin. Auch sie unterstützt die Résistance und kümmert sich um die Verletzten, die es immer wieder bei den geheimen Aktionen dieser Untergrundbewegung gibt. Geneviève ist leidenschaftliche Musikerin und wünscht sich nichts sehnlicher als Normalität, damit sie wieder auf der Bühne stehen kann. Für ihren Traum lässt sie sich sogar mit einem Deutschen ein. Dabei hat sie nicht bedacht, dass sie sich in Peter verlieben könnte. Während Marie und Amiel ihre Ziele geradlinig verfolgen, steht Geneviève zwischen den Fronten, denn einerseits hilft sie ihren Freundinnen, so gut sie kann, aber da ist eben auch die Liebe zu einem Deutschen, die sie nicht aufgeben möchte. Amiel ist, trotz ihrer extrem schwierigen Lage, stets verständnisvoll, während Marie das Verhalten Genevièves nicht akzeptieren möchte, sondern als Verrat ansieht. Dabei merkt sie nicht, welche Opfer die Freundin wirklich bringt. Es ist ein eindringlicher Roman, der viel Stoff zum Nachdenken mitbringt. Hier zu erfahren, wie sich der zweite Weltkrieg aus französischer Sicht darstellt, war für mich neu und sehr interessant. Über die Arbeit der Résistance wusste ich bisher kaum etwas. Auch war mir neu, wie damals, am Ende des Krieges, mit Frauen wie Geneviève umgegangen wurde. So unterschiedlich die drei Freundinnen sind und so verschieden ihre Beweggründe, letztendlich konnte ich sie alle drei verstehen. Jede tut aus ihrer Sicht das Beste, und an dieser Geschichte zeigt sich wieder einmal, dass es nie die eine, endgültige Wahrheit gibt, sondern dass jeder Lebensweg viele Abzweigungen hat, die letztendlich alle zu einem Ziel führen, mag es nun das richtige sein oder nicht. Dieser Roman hat nicht nur mein Wissen bereichert, sondern er hat mich auch emotional stark berührt, und bei so mancher Szene hatte ich Tränen in den Augen, was mir eigentlich eher selten passiert. Es gibt auch einen zweiten Handlungsstrang, der in der Gegenwart spielt. Hier treffen sich die Enkelinnen von Marie und Geneviève. Auch in dieser jungen Generation sind die Fronten, die damals bei ihren Großmüttern durch einige tiefgreifende Missverständnisse entstanden, noch verhärtet, und ich habe mit Spannung verfolgt, ob es den beiden jungen Frauen gelingt, nach all diesen Jahren eine Brücke zu schlagen und Frieden zu schließen. Dies ist ein Roman, der sicher noch lange nachhallt und mir stark im Gedächtnis bleiben wird. Für mich war er das absolute Monatshighlight im Juni.
Paris im Jahr 1940: Die drei Frauen Marie, Amiel und Geneviève sind seit Kindertagen beste Freundinnen. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen steht ihre Freundschaft auf der Kippe, denn während Marie, die als Lehrerin arbeitet ihre jüdischen Schüler vor den Nazis retten will und Amiel, die selbst Jüdin ist, sie dabei unterstützt, lässt sich Geneviève, die als Sängerin auf der Bühne steht mit den Deutschen ein. Für ihre Freundinnen ist das ein großer Verrat. Lea Korte schafft einen bildgewaltigen Roman, der in fürchterlichen Zeiten spielt und beim Lesen sehr nah geht. Ihr flüssiger und detailreicher Erzählstil bringt an den Ort des Geschehens und beschreibt das Leben dreier Frauen und Freundinnen in Paris in den 1940er Jahren. Das Cover ist ein charakteristisches für historische Romane die zu dieser Zeit spielen. Ich finde es aber durchaus ansprechend und gelungen. Amiel ist Jüdin, arbeitet als Ärztin und erhält ein Berufsverbot durch die Nationalsozialisten. Hier wird schon deutlich, in welch grenzenloser und grausamer Zeit die Frauen leben müssen. Marie ist Lehrerin in der Résistance und möchte ihre jüdischen Schüler:innen beschützen. Ihre Freundin Amiel unterstützt sie dabei und gemeinsam gehen sie in den Widerstand. Geneviève, genannt Gigi, hingegen arrangiert sich mit den Besatzern und spielt für diese in einem Nachtclub Klavier. Schlussendlich verliebt sie sich in einen Deutschen. Zwischen Marie und Geneviève, die völlig unterschiedliche Ansichten vertreten, kommt es zu häufigen Streitereien, welche die ohnehin schon brisante Situation im Krieg für die Freundinnen erschweren. Die Umstände führen dazu, dass sich Geneviève schließlich in große Gefahr bringt. Im Vergleich zu beiden geht die Figur der Amiel in der Handlung etwas unter, was ich schade fand, da sie für mich einen interessanten Charakter darstellt und mir am sympathischsten war. Lea Korte beweist eine gute Recherchearbeit, sodass der historische Hintergrund informativ vermittelt wird. Besonders im letzten Drittel erreicht die Geschichte ihren emotionalen Höhepunkt. Der Roman hält so manche kleine Überraschung bereit und lässt verrät nicht zu viel. Dass die Enkelinnen der drei Frauen in der Gegenwart die Geschichten ihrer Großmütter erzählen, hätte es für mich persönlich für die Handlung nicht gebraucht, da mir die Kommunikation dieser untereinander etwas umständlich erschien. Insgesamt ein bewegender, intensiver und aufklärender Roman mit minimalen Schwächen. Ergreifend und hochemotional berichtet Lea Korte von einer engen Frauenfreundschaft die am Verrat zu zerbrechen droht. Eine Geschichte über den Zusammenhalt, die Liebe und den Wert von Freundschaft während des Krieges.
Beschreibung Die innige Freundschaft von Marie, Amiel und Geneviève wird einer harten Zerreißprobe unterzogen, als 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren und als Besatzungsmacht das Leben der Franzosen umkrempeln. Marie kann in den Kriegswirren schon bald ihren Beruf als Lehrerin nicht mehr ausüben und schließt sich der Résistance an. Als Ärztin unterstützt Amiel den Widerstand, obwohl für sie als Jüdin das Leben in Paris immer gefährlicher wird. Geneviève hingegen kann endlich wieder als Musikerin arbeiten, auch wenn ihre Auftritte vor den Deutschen sind, gibt es für sie nichts Wichtigeres, als endlich wieder auf der Bühne stehen zu können. Doch als sie sich mit einem Deutschen einlässt, fühlt sich Marie von ihrer engsten Freundin verraten… Meine Meinung Vor über zehn Jahren konnte mich Lea Korte bereits mit ihren historischen Mittelalter-Romanen »Die Maurin« und »Die Nonne mit dem Schwert« mit ihrem mitreißendem Schreibstil begeistern. Deshalb war ich gleich Feuer und Flamme als sie mich über ihren neuen Roman »Morgen werden wir glücklich sein«, der zur Zeit der deutschen Besatzung von 1940 bis 1945 in Paris während des 2. Weltkrieges angesiedelt ist, informierte. Das historische Setting von einem kriegsgebeutelten Paris, welches sich durch die deutschen Besatzer noch einmal verändert, ist Lea Korte hervorragend gelungen. Anhand ihrer Protagonistinnen bildet sie zudem gleich unterschiedliche Schicksalsgeschichten ab, die stellvertretend für viele Menschen der damaligen Zeit stehen und zudem beleuchtet die Autorin gekonnt, wie die einschneidenden Erlebnisse auch in die nächsten Generationen weitervererbt werden. Die Hauptstory über die drei ›Unbesiegbaren‹ Freundinnen Marie, Amiel und Geneviève ist eingebettet in eine kleine Rahmenstory, die sich in der Gegenwart zuträgt und in der Malou, die Enkelin von Marie, versucht mit Johanna, der Enkelin von Geneviève, ins Gespräch zu kommen, um die beiden entzweiten Freundinnen wieder zusammenzubringen. Zwar hätte die Geschichte den Rahmen nicht unbedingt benötigt, doch hiermit zeigt sich hervorragend, dass sich die Auswirkungen des Krieges auch noch in die nächsten Generationen übertragen haben. Besonders gut gefallen hat mir neben den historischen Details, die unterschiedlichen Charaktere der Freundinnen, auch wenn mir Marie mit ihrer schwarz-weiß-Sicht nicht gerade die symphatischte Zeitgenossin war. Kein Wunder, dass Marie immer wieder mit der pragmatischen Künstlerinnenfreundin Geneviève aneinandergerät, denn diese versucht aus der Situation das Beste zu machen und verliebt sich sogar in einen Deutschen, denn sie erkennt, dass nicht alle Deutschen über einen Kamm geschert werden können. Amiel ist die beschwichtigende Vermittlerin des Trios und sorgt sich als Ärztin immer zuerst um andere als sich selbst. Leider besiegelt sie damit auch ihr eigenes Schicksal, denn sie schiebt eine Flucht aus ihrer Heimatstadt immer wieder auf. Das Thema über die Trennung von ›Schuldigen‹ und ›Unschuldigen‹ bekommt dank Lea Kortes umfassender Abbildung der Gesellschaft einen komplexen Anstrich, der die Schwierigkeit einer eindeutigen Verteilung deutlich macht. Eines wird jedoch sehr klar, dass der Krieg für alle daran beteiligten Seiten schreckliche Auswirkungen mit sich bringt. Fazit Ein bewegender Roman über die deutsche Besatzungszeit der Weltmetropole Paris zur Zeit des 2. Weltkrieges, in dessen Fokus die Freundschaft dreier Frauen steht. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 09.09.2022
Ich persönlich bin ein großer Fan von historischen Romanen und lese vor allem gerne im Bereich 1920-1945 die Geschichten. Daher hat "Morgen werden wir glücklich sein" von Lea Korte also perfekt gepasst. Denn es spielt während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich. Die Hauptzeit ist während der deutschen Besatzung. Es geht um drei Freundinnen, die in Paris leben. Eine ist Lehrerin, eine andere Ärztin und die dritte Sängerin. Alle haben ein eigenes Leben und trotzdem sind sie fest miteinander verbunden. Bis sie die Auswirkungen des Krieges zu spüren bekommen. Es entsteht ein gewaltiger Kraftakt, die Freundschaft weiterhin aufrecht zu erhalten, denn die Freundinnen haben teils unterschiedliche Meinungen zu den aktuellen Themen. Noch dazu ist Amiel, die Ärztin, auch noch Jüdin und muss sich bald um ihr Leben sorgen. Während Geneviève, die Sängerin, innigere Beziehungen zu den Deutschen pflegt. Ich hatte anfangs etwas Sorge, dass sich das Buch für mich ziehen könnte und ich vielleicht nicht richtig in die Geschichte eintauchen könnte, weil ich das Gefühl hatte, es wäre gerade nicht die richtige Stimmung bei mir für das Genre. Zum Glück habe ich das ignoriert und das Buch einfach begonnen. Denn es war einfach richtig toll! Mir hat die Geschichte gefallen und vor allem die Charaktere. Es stecken drei wahnsinnig starke Frauen hinter den Protagonisten und es war einfach fesselnd, sie auf ihren Wegen zu begleiten. Ich habe mitgelitten, mitgefiebert und einfach richtig tolle Lesestunden gehabt! Natürlich ist die Geschichte aufgrund der Thematik schon teilweise harte Kost. Aber eben auch einfach ehrlich und realistisch. Es ist nun mal die Vergangenheit und wir kennen alle die Historie. Lea Korte hat das richtig toll in diesem Roman verarbeitet und es wird für mich sicher nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein.
Morgen werden wir glücklich sein, das behaupten drei Frauen die sich seit Kindertagen kennen. Doch so sicher können sie nicht sein. Denn es ist 1940 in Paris. Geneviève ist eine Pianistin in einem Nachtklub, der bevor die Deutschen die Stadt erobert haben nur noch selten geöffnet hatte. Sie ist das uneheliche Kind einer Hausangestellten. Immer musste ihre Mutter strampeln, um ihr Kind eine ordentliche Ausbildung zukommen zu lassen. Geneviève hatte das Glück gehabt, wie ihre Freundin Marie zum Klavierunterricht zu gehen. Es stellte sich heraus, dass sie ein Naturtalent war. Und hätte Maries Mutter nicht weiterhin dafür gesorgt, dass das Kind ihrer Angestellten den Unterricht bekommt, wäre Geneviève wohl in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten. Marie hatte da weniger Talent, freute sich aber an dem Erfolg ihrer Freundin. Sie wollte lieber Lehrerin werden. Als die Deutschen Paris in Beschlag nahmen fand Marie sich nicht mit dieser Situation ab. Sie schloss sich einer Widerstandsgruppe an und brachte nicht nur jüdische Kinder aus der Stadt und half wo sie konnte. Die dritte Freundin Amiel ist Jüdin und arbeitet als Ärztin in einem Hospital. Doch ihre Anstellung steht ständig auf der Kippe, seitdem die Deutschen was zu sagen haben. Juden sollen sich möglichst nicht in der Öffentlichkeit sehen lassen und schon gar nicht gut bezahlte Berufe ausüben. Auch Marie unterstützt den Widerstand. Sehr zum Leidwesen von Geneviève. Diese hat viel Kontakt zu den Besatzern. In der Bar, in der Geneviève auftritt, sitzen viele Deutsche und genießen das ungezügelte Leben. Darunter auch ein junger Mann, der ein Auge auf die Pianistin geworfen hat. Das Leben für die jüdischen Bürger wird immer mehr zum Spießrutenlauf. Immer weniger wird den Juden zugestanden und immer mehr jüdische Freunde und Nachbarn verschwinden. Doch die drei Freundinnen versuchen alles, damit Amiel nicht ebenfalls in einem Zug nach Irgendwo gebracht wird. Eine andere Geschichte In der heutigen Zeit versucht die Enkeltochter von Marie, eine alte Geschichte klarzustellen. Dazu besucht sie die Enkelin Genevièves. Zu ihrem Unglück bleiben die jungen Frauen aber in einem Fahrstuhl stecken. Die Beiden sind sich spinnefeind und doch reden sie miteinander. Weglaufen geht ja auf dem engen Raum nicht mehr. Über was kann man wohl besser reden als über die Vergangenheit, über ihrer Großmütter, über das Leben in dem besetzten Paris und über die Geschichten, die in den verschiedenen Familien kursieren. Und so kommt auch der Leser in den Genuss einer alte Freundinnengeschichte. Wie Glücklich waren diese Frauen damals eigentlich. Ich denke, sie waren glücklich, bis die Deutschen das Land besetzt hatten und alles daran legten, die Menschen zu entzweien. Die Drei hatten sich gegenseitig. Sie waren „Die Unbesiegbaren“, wie sie sich schon in Kindertagen nannten. Geneviève ist die Unnahbare, die nicht immer zeigen konnte, wie glücklich sie war. Sie wirkte etwas überheblich, berechnend und kalt. Marie dagegen, machte alles wieder wett. Sie ist die warmherzige, die Samariterin und erging sich in der Rettung der Menschen, die ihre Hilfe gerne erbaten. Amiel ist die schüchterne, die stille Figur in dem Trio. Vielleicht sogar etwas blauäugig. Doch keine der drei Figuren traf mich ins Herz. Die Geschichte schon. Aber das ist auch kein Wunder, ich mag solche Romane doch sehr gerne lesen. Alles was damals geschah, wie man den Menschen geholfen hat und wie man sich gegen die Besatzer zur Wehr setzte, finde ich spannend. Die Autorin beschreibt in ihrem Nachwort, dass es in ihrem Roman vorwiegend um Schuld und Unschuld geht. Das kann ich nur bestätigen. Außerdem hat sie viele Tatsachen in ihrem Geschriebenen verwendet. Was mir an diesem Roman missfiel war, dass Lea Korte oft, sehr oft, Worte dreimal hintereinander schrieb. Das war etwas zu viel, zu viel, zu viel! Ansonsten ein unterhaltsames Buch mit vielen interessanten Momenten und reichlich Spannung. „Im Talmund steht; Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte, achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen, achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten, achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter, achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“ Seite 199 (Ebook) Ein Satz, den man sich wirklich zu Herzen nehmen sollte! In einem anderen Roman habe ich schon über den Widerstand gelesen, bzw. gehört. Die Spionin von von Imogen Kealey
Beschreibung Die innige Freundschaft von Marie, Amiel und Geneviève wird einer harten Zerreißprobe unterzogen, als 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren und als Besatzungsmacht das Leben der Franzosen umkrempeln. Marie kann in den Kriegswirren schon bald ihren Beruf als Lehrerin nicht mehr ausüben und schließt sich der Résistance an. Als Ärztin unterstützt Amiel den Widerstand, obwohl für sie als Jüdin das Leben in Paris immer gefährlicher wird. Geneviève hingegen kann endlich wieder als Musikerin arbeiten, auch wenn ihre Auftritte vor den Deutschen sind, gibt es für sie nichts Wichtigeres, als endlich wieder auf der Bühne stehen zu können. Doch als sie sich mit einem Deutschen einlässt, fühlt sich Marie von ihrer engsten Freundin verraten… Meine Meinung Vor über zehn Jahren konnte mich Lea Korte bereits mit ihren historischen Mittelalter-Romanen »Die Maurin« und »Die Nonne mit dem Schwert« mit ihrem mitreißendem Schreibstil begeistern. Deshalb war ich gleich Feuer und Flamme als sie mich über ihren neuen Roman »Morgen werden wir glücklich sein«, der zur Zeit der deutschen Besatzung von 1940 bis 1945 in Paris während des 2. Weltkrieges angesiedelt ist, informierte. Das historische Setting von einem kriegsgebeutelten Paris, welches sich durch die deutschen Besatzer noch einmal verändert, ist Lea Korte hervorragend gelungen. Anhand ihrer Protagonistinnen bildet sie zudem gleich unterschiedliche Schicksalsgeschichten ab, die stellvertretend für viele Menschen der damaligen Zeit stehen und zudem beleuchtet die Autorin gekonnt, wie die einschneidenden Erlebnisse auch in die nächsten Generationen weitervererbt werden. Die Hauptstory über die drei ›Unbesiegbaren‹ Freundinnen Marie, Amiel und Geneviève ist eingebettet in eine kleine Rahmenstory, die sich in der Gegenwart zuträgt und in der Malou, die Enkelin von Marie, versucht mit Johanna, der Enkelin von Geneviève, ins Gespräch zu kommen, um die beiden entzweiten Freundinnen wieder zusammenzubringen. Zwar hätte die Geschichte den Rahmen nicht unbedingt benötigt, doch hiermit zeigt sich hervorragend, dass sich die Auswirkungen des Krieges auch noch in die nächsten Generationen übertragen haben. Besonders gut gefallen hat mir neben den historischen Details, die unterschiedlichen Charaktere der Freundinnen, auch wenn mir Marie mit ihrer schwarz-weiß-Sicht nicht gerade die symphatischte Zeitgenossin war. Kein Wunder, dass Marie immer wieder mit der pragmatischen Künstlerinnenfreundin Geneviève aneinandergerät, denn diese versucht aus der Situation das Beste zu machen und verliebt sich sogar in einen Deutschen, denn sie erkennt, dass nicht alle Deutschen über einen Kamm geschert werden können. Amiel ist die beschwichtigende Vermittlerin des Trios und sorgt sich als Ärztin immer zuerst um andere als sich selbst. Leider besiegelt sie damit auch ihr eigenes Schicksal, denn sie schiebt eine Flucht aus ihrer Heimatstadt immer wieder auf. Das Thema über die Trennung von ›Schuldigen‹ und ›Unschuldigen‹ bekommt dank Lea Kortes umfassender Abbildung der Gesellschaft einen komplexen Anstrich, der die Schwierigkeit einer eindeutigen Verteilung deutlich macht. Eines wird jedoch sehr klar, dass der Krieg für alle daran beteiligten Seiten schreckliche Auswirkungen mit sich bringt. Fazit Ein bewegender Roman über die deutsche Besatzungszeit der Weltmetropole Paris zur Zeit des 2. Weltkrieges, in dessen Fokus die Freundschaft dreier Frauen steht. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 09.09.2022
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Historischer Roman über starke Frauen während der deutschen Besatzung in Paris – für alle LeserInnen von Bettina Storks und Claire Winter
Marie, Amiel und Geneviève sind seit Kindertagen miteinander befreundet. Als 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren, wird ihre Freundschaft jedoch auf eine harte Probe gestellt. Lehrerin Marie geht zur Résistance, um ihre jüdischen Schüler vor den Nazis zu retten. Ärztin Amiel unterstützt sie, obwohl sie selbst Jüdin ist. Die Sängerin Geneviève wiederum lässt sich mit den Deutschen ein, um weiter auf der Bühne stehen zu können. Für Marie ist dies ein verheerender Verrat und sie wendet sich von der Freundin ab, die bisher ›alles‹ für sie war. Als Geneviève sie am meisten braucht, verweigert Marie ihr die Hilfe und löst damit eine Katastrophe aus ...
»Mich hat die Geschichte tief berührt und sehr nachdenklich zurück gelassen.« ((Leserstimme auf Netgalley))
»Eine sehr ergreifende Geschichte, die unter die Haut geht und von Krieg, Liebe, Verrat und unzertrennlicher Freundschaft handelt.« ((Leserstimme auf Lovelybooks))
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Schon mit 12 wusste Lea Korte, dass sie später Romane schreiben will und noch heute ist das Bücherschreiben ihre große Leidenschaft. Bisher hat sie neun Romane bei Heyne, Lübbe, Aufbau und Droemer Knaur veröffentlicht, drei weitere Romane sind in Arbeit. Außerdem bildet sie in ihrer Online-Akademie »Romanschmiede« seit zehn Jahren sehr erfolgreich Autoren aus. Lea Kortes Liebe zu Frankreich und Spanien zeigt sich auch darin, dass sie dort immer wieder lange Monate mit Schreiben verbringt. Paris ist ihre große Liebe und die Heimatstadt ihres Mannes. Frankreich war schon immer ihre große Liebe – die sie dann auch vor einen französischen Traualtar geführt hat.
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„Morgen werden wir glücklich sein“ ist ein sehr bewegender Roman über die drei Freundinnen Marie, Amiel und Geneviève. Der Roman spielt in zwei Zeitebenen, hauptsächlich in den Jahren 1940 bis 1944 und in der Gegenwart. Schauplatz ist Paris. Marie, Amiel und Geneviève sind seit Kindertagen befreundet und so nennen sie sich oft scherzhaft die Unbesiegbaren. Diese Bezeichnung gerät gehörig ins Wanken, als die Deutschen in Paris 1940 einmarschieren und die Freundschaft der drei jungen Frauen wird auf eine harte Probe gestellt. Lehrerin Marie geht in den Widerstand, Ärztin Amiel unterstützt sie dabei, obwohl sie Jüdin ist und Sängerin Geneviève lässt sich mit den Deutschen ein, um weiterhin auf der Bühne stehen zu können. Jede hat sei eigenen Beweggründe und versuchte in diesen schwierigen Zeiten einfach zu überleben. Jede von ihnen dachte, dass es nicht so schlimm werden würde, doch das Gegenteil ist der Fall. Und so kommt eins zum anderen und zu einem Zerwürfnis, das auch Jahre nach dem Krieg anhalten soll. In der Gegenwart versucht die Maries Enkelin Malou zu vermitteln… Der Roman liest sich sehr gut. Lea Korte hat einen mitreißenden Schreibstil. Die Geschehnisse in Paris während der Deutschen Besatzung werden eindrucksvoll und schonungslos dargestellt und es erzeugt bei mir nach wie vor blankes Entsetzen. Lea Korte hat viele historische Fakten, die während dieser Zeit in Paris passierten gekonnt in die Handlung eingeflochten. Die Figuren sind der Autorin authentisch gelungen, neben den drei Hauptprotas gibt es auch tolle Nebenfiguren, die ich sehr gemocht habe. Die Freundschaft zwischen Marie, Amiel und Geneviève wird wirklich auf eine unglaublich harte Probe gestellt, alle drei erleiden schlimmste Erlebnisse und die Auswirkungen sind bis in die Gegenwart spürbar. Zu Malou und Josephine aus der Gegenwart viel es mir schwerer eine Bindung aufzubauen, da die Szenen doch er kurz sind, aber sie bilden das Bindeglied zwischen den Generationen und tragen schließlich dazu bei, die Vergangenheit zu verarbeiten. Insgesamt hat mich dieser Roman nachhaltig berührt und ich gebe eine klare Kaufempfehlung inkl. fünf Sterne.
Marie, Amiel und Geneviève kennen sich schon seit Kindertagen und sind eng befreundet. Sie nennen sich „Die drei Unbesiegbaren“. In Paris erleben sie 1940 erst die Bombardierung und später den Einmarsch der Deutschen mit. Mit dem was sie erfahren und durchleiden, gehen die drei jungen Frauen ganz unterschiedlich um. Marie, die Lehrerin, schließt sich der Résistance an und versucht, möglichst viele jüdische Kinder in Sicherheit zu bringen. Dabei gerät sie selbst mehrfach in Gefahr. Amiel ist selbst Jüdin und Ärztin. Auch sie unterstützt die Résistance und kümmert sich um die Verletzten, die es immer wieder bei den geheimen Aktionen dieser Untergrundbewegung gibt. Geneviève ist leidenschaftliche Musikerin und wünscht sich nichts sehnlicher als Normalität, damit sie wieder auf der Bühne stehen kann. Für ihren Traum lässt sie sich sogar mit einem Deutschen ein. Dabei hat sie nicht bedacht, dass sie sich in Peter verlieben könnte. Während Marie und Amiel ihre Ziele geradlinig verfolgen, steht Geneviève zwischen den Fronten, denn einerseits hilft sie ihren Freundinnen, so gut sie kann, aber da ist eben auch die Liebe zu einem Deutschen, die sie nicht aufgeben möchte. Amiel ist, trotz ihrer extrem schwierigen Lage, stets verständnisvoll, während Marie das Verhalten Genevièves nicht akzeptieren möchte, sondern als Verrat ansieht. Dabei merkt sie nicht, welche Opfer die Freundin wirklich bringt. Es ist ein eindringlicher Roman, der viel Stoff zum Nachdenken mitbringt. Hier zu erfahren, wie sich der zweite Weltkrieg aus französischer Sicht darstellt, war für mich neu und sehr interessant. Über die Arbeit der Résistance wusste ich bisher kaum etwas. Auch war mir neu, wie damals, am Ende des Krieges, mit Frauen wie Geneviève umgegangen wurde. So unterschiedlich die drei Freundinnen sind und so verschieden ihre Beweggründe, letztendlich konnte ich sie alle drei verstehen. Jede tut aus ihrer Sicht das Beste, und an dieser Geschichte zeigt sich wieder einmal, dass es nie die eine, endgültige Wahrheit gibt, sondern dass jeder Lebensweg viele Abzweigungen hat, die letztendlich alle zu einem Ziel führen, mag es nun das richtige sein oder nicht. Dieser Roman hat nicht nur mein Wissen bereichert, sondern er hat mich auch emotional stark berührt, und bei so mancher Szene hatte ich Tränen in den Augen, was mir eigentlich eher selten passiert. Es gibt auch einen zweiten Handlungsstrang, der in der Gegenwart spielt. Hier treffen sich die Enkelinnen von Marie und Geneviève. Auch in dieser jungen Generation sind die Fronten, die damals bei ihren Großmüttern durch einige tiefgreifende Missverständnisse entstanden, noch verhärtet, und ich habe mit Spannung verfolgt, ob es den beiden jungen Frauen gelingt, nach all diesen Jahren eine Brücke zu schlagen und Frieden zu schließen. Dies ist ein Roman, der sicher noch lange nachhallt und mir stark im Gedächtnis bleiben wird. Für mich war er das absolute Monatshighlight im Juni.
Paris im Jahr 1940: Die drei Frauen Marie, Amiel und Geneviève sind seit Kindertagen beste Freundinnen. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen steht ihre Freundschaft auf der Kippe, denn während Marie, die als Lehrerin arbeitet ihre jüdischen Schüler vor den Nazis retten will und Amiel, die selbst Jüdin ist, sie dabei unterstützt, lässt sich Geneviève, die als Sängerin auf der Bühne steht mit den Deutschen ein. Für ihre Freundinnen ist das ein großer Verrat. Lea Korte schafft einen bildgewaltigen Roman, der in fürchterlichen Zeiten spielt und beim Lesen sehr nah geht. Ihr flüssiger und detailreicher Erzählstil bringt an den Ort des Geschehens und beschreibt das Leben dreier Frauen und Freundinnen in Paris in den 1940er Jahren. Das Cover ist ein charakteristisches für historische Romane die zu dieser Zeit spielen. Ich finde es aber durchaus ansprechend und gelungen. Amiel ist Jüdin, arbeitet als Ärztin und erhält ein Berufsverbot durch die Nationalsozialisten. Hier wird schon deutlich, in welch grenzenloser und grausamer Zeit die Frauen leben müssen. Marie ist Lehrerin in der Résistance und möchte ihre jüdischen Schüler:innen beschützen. Ihre Freundin Amiel unterstützt sie dabei und gemeinsam gehen sie in den Widerstand. Geneviève, genannt Gigi, hingegen arrangiert sich mit den Besatzern und spielt für diese in einem Nachtclub Klavier. Schlussendlich verliebt sie sich in einen Deutschen. Zwischen Marie und Geneviève, die völlig unterschiedliche Ansichten vertreten, kommt es zu häufigen Streitereien, welche die ohnehin schon brisante Situation im Krieg für die Freundinnen erschweren. Die Umstände führen dazu, dass sich Geneviève schließlich in große Gefahr bringt. Im Vergleich zu beiden geht die Figur der Amiel in der Handlung etwas unter, was ich schade fand, da sie für mich einen interessanten Charakter darstellt und mir am sympathischsten war. Lea Korte beweist eine gute Recherchearbeit, sodass der historische Hintergrund informativ vermittelt wird. Besonders im letzten Drittel erreicht die Geschichte ihren emotionalen Höhepunkt. Der Roman hält so manche kleine Überraschung bereit und lässt verrät nicht zu viel. Dass die Enkelinnen der drei Frauen in der Gegenwart die Geschichten ihrer Großmütter erzählen, hätte es für mich persönlich für die Handlung nicht gebraucht, da mir die Kommunikation dieser untereinander etwas umständlich erschien. Insgesamt ein bewegender, intensiver und aufklärender Roman mit minimalen Schwächen. Ergreifend und hochemotional berichtet Lea Korte von einer engen Frauenfreundschaft die am Verrat zu zerbrechen droht. Eine Geschichte über den Zusammenhalt, die Liebe und den Wert von Freundschaft während des Krieges.
Beschreibung Die innige Freundschaft von Marie, Amiel und Geneviève wird einer harten Zerreißprobe unterzogen, als 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren und als Besatzungsmacht das Leben der Franzosen umkrempeln. Marie kann in den Kriegswirren schon bald ihren Beruf als Lehrerin nicht mehr ausüben und schließt sich der Résistance an. Als Ärztin unterstützt Amiel den Widerstand, obwohl für sie als Jüdin das Leben in Paris immer gefährlicher wird. Geneviève hingegen kann endlich wieder als Musikerin arbeiten, auch wenn ihre Auftritte vor den Deutschen sind, gibt es für sie nichts Wichtigeres, als endlich wieder auf der Bühne stehen zu können. Doch als sie sich mit einem Deutschen einlässt, fühlt sich Marie von ihrer engsten Freundin verraten… Meine Meinung Vor über zehn Jahren konnte mich Lea Korte bereits mit ihren historischen Mittelalter-Romanen »Die Maurin« und »Die Nonne mit dem Schwert« mit ihrem mitreißendem Schreibstil begeistern. Deshalb war ich gleich Feuer und Flamme als sie mich über ihren neuen Roman »Morgen werden wir glücklich sein«, der zur Zeit der deutschen Besatzung von 1940 bis 1945 in Paris während des 2. Weltkrieges angesiedelt ist, informierte. Das historische Setting von einem kriegsgebeutelten Paris, welches sich durch die deutschen Besatzer noch einmal verändert, ist Lea Korte hervorragend gelungen. Anhand ihrer Protagonistinnen bildet sie zudem gleich unterschiedliche Schicksalsgeschichten ab, die stellvertretend für viele Menschen der damaligen Zeit stehen und zudem beleuchtet die Autorin gekonnt, wie die einschneidenden Erlebnisse auch in die nächsten Generationen weitervererbt werden. Die Hauptstory über die drei ›Unbesiegbaren‹ Freundinnen Marie, Amiel und Geneviève ist eingebettet in eine kleine Rahmenstory, die sich in der Gegenwart zuträgt und in der Malou, die Enkelin von Marie, versucht mit Johanna, der Enkelin von Geneviève, ins Gespräch zu kommen, um die beiden entzweiten Freundinnen wieder zusammenzubringen. Zwar hätte die Geschichte den Rahmen nicht unbedingt benötigt, doch hiermit zeigt sich hervorragend, dass sich die Auswirkungen des Krieges auch noch in die nächsten Generationen übertragen haben. Besonders gut gefallen hat mir neben den historischen Details, die unterschiedlichen Charaktere der Freundinnen, auch wenn mir Marie mit ihrer schwarz-weiß-Sicht nicht gerade die symphatischte Zeitgenossin war. Kein Wunder, dass Marie immer wieder mit der pragmatischen Künstlerinnenfreundin Geneviève aneinandergerät, denn diese versucht aus der Situation das Beste zu machen und verliebt sich sogar in einen Deutschen, denn sie erkennt, dass nicht alle Deutschen über einen Kamm geschert werden können. Amiel ist die beschwichtigende Vermittlerin des Trios und sorgt sich als Ärztin immer zuerst um andere als sich selbst. Leider besiegelt sie damit auch ihr eigenes Schicksal, denn sie schiebt eine Flucht aus ihrer Heimatstadt immer wieder auf. Das Thema über die Trennung von ›Schuldigen‹ und ›Unschuldigen‹ bekommt dank Lea Kortes umfassender Abbildung der Gesellschaft einen komplexen Anstrich, der die Schwierigkeit einer eindeutigen Verteilung deutlich macht. Eines wird jedoch sehr klar, dass der Krieg für alle daran beteiligten Seiten schreckliche Auswirkungen mit sich bringt. Fazit Ein bewegender Roman über die deutsche Besatzungszeit der Weltmetropole Paris zur Zeit des 2. Weltkrieges, in dessen Fokus die Freundschaft dreier Frauen steht. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 09.09.2022
Ich persönlich bin ein großer Fan von historischen Romanen und lese vor allem gerne im Bereich 1920-1945 die Geschichten. Daher hat "Morgen werden wir glücklich sein" von Lea Korte also perfekt gepasst. Denn es spielt während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich. Die Hauptzeit ist während der deutschen Besatzung. Es geht um drei Freundinnen, die in Paris leben. Eine ist Lehrerin, eine andere Ärztin und die dritte Sängerin. Alle haben ein eigenes Leben und trotzdem sind sie fest miteinander verbunden. Bis sie die Auswirkungen des Krieges zu spüren bekommen. Es entsteht ein gewaltiger Kraftakt, die Freundschaft weiterhin aufrecht zu erhalten, denn die Freundinnen haben teils unterschiedliche Meinungen zu den aktuellen Themen. Noch dazu ist Amiel, die Ärztin, auch noch Jüdin und muss sich bald um ihr Leben sorgen. Während Geneviève, die Sängerin, innigere Beziehungen zu den Deutschen pflegt. Ich hatte anfangs etwas Sorge, dass sich das Buch für mich ziehen könnte und ich vielleicht nicht richtig in die Geschichte eintauchen könnte, weil ich das Gefühl hatte, es wäre gerade nicht die richtige Stimmung bei mir für das Genre. Zum Glück habe ich das ignoriert und das Buch einfach begonnen. Denn es war einfach richtig toll! Mir hat die Geschichte gefallen und vor allem die Charaktere. Es stecken drei wahnsinnig starke Frauen hinter den Protagonisten und es war einfach fesselnd, sie auf ihren Wegen zu begleiten. Ich habe mitgelitten, mitgefiebert und einfach richtig tolle Lesestunden gehabt! Natürlich ist die Geschichte aufgrund der Thematik schon teilweise harte Kost. Aber eben auch einfach ehrlich und realistisch. Es ist nun mal die Vergangenheit und wir kennen alle die Historie. Lea Korte hat das richtig toll in diesem Roman verarbeitet und es wird für mich sicher nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein.
Morgen werden wir glücklich sein, das behaupten drei Frauen die sich seit Kindertagen kennen. Doch so sicher können sie nicht sein. Denn es ist 1940 in Paris. Geneviève ist eine Pianistin in einem Nachtklub, der bevor die Deutschen die Stadt erobert haben nur noch selten geöffnet hatte. Sie ist das uneheliche Kind einer Hausangestellten. Immer musste ihre Mutter strampeln, um ihr Kind eine ordentliche Ausbildung zukommen zu lassen. Geneviève hatte das Glück gehabt, wie ihre Freundin Marie zum Klavierunterricht zu gehen. Es stellte sich heraus, dass sie ein Naturtalent war. Und hätte Maries Mutter nicht weiterhin dafür gesorgt, dass das Kind ihrer Angestellten den Unterricht bekommt, wäre Geneviève wohl in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten. Marie hatte da weniger Talent, freute sich aber an dem Erfolg ihrer Freundin. Sie wollte lieber Lehrerin werden. Als die Deutschen Paris in Beschlag nahmen fand Marie sich nicht mit dieser Situation ab. Sie schloss sich einer Widerstandsgruppe an und brachte nicht nur jüdische Kinder aus der Stadt und half wo sie konnte. Die dritte Freundin Amiel ist Jüdin und arbeitet als Ärztin in einem Hospital. Doch ihre Anstellung steht ständig auf der Kippe, seitdem die Deutschen was zu sagen haben. Juden sollen sich möglichst nicht in der Öffentlichkeit sehen lassen und schon gar nicht gut bezahlte Berufe ausüben. Auch Marie unterstützt den Widerstand. Sehr zum Leidwesen von Geneviève. Diese hat viel Kontakt zu den Besatzern. In der Bar, in der Geneviève auftritt, sitzen viele Deutsche und genießen das ungezügelte Leben. Darunter auch ein junger Mann, der ein Auge auf die Pianistin geworfen hat. Das Leben für die jüdischen Bürger wird immer mehr zum Spießrutenlauf. Immer weniger wird den Juden zugestanden und immer mehr jüdische Freunde und Nachbarn verschwinden. Doch die drei Freundinnen versuchen alles, damit Amiel nicht ebenfalls in einem Zug nach Irgendwo gebracht wird. Eine andere Geschichte In der heutigen Zeit versucht die Enkeltochter von Marie, eine alte Geschichte klarzustellen. Dazu besucht sie die Enkelin Genevièves. Zu ihrem Unglück bleiben die jungen Frauen aber in einem Fahrstuhl stecken. Die Beiden sind sich spinnefeind und doch reden sie miteinander. Weglaufen geht ja auf dem engen Raum nicht mehr. Über was kann man wohl besser reden als über die Vergangenheit, über ihrer Großmütter, über das Leben in dem besetzten Paris und über die Geschichten, die in den verschiedenen Familien kursieren. Und so kommt auch der Leser in den Genuss einer alte Freundinnengeschichte. Wie Glücklich waren diese Frauen damals eigentlich. Ich denke, sie waren glücklich, bis die Deutschen das Land besetzt hatten und alles daran legten, die Menschen zu entzweien. Die Drei hatten sich gegenseitig. Sie waren „Die Unbesiegbaren“, wie sie sich schon in Kindertagen nannten. Geneviève ist die Unnahbare, die nicht immer zeigen konnte, wie glücklich sie war. Sie wirkte etwas überheblich, berechnend und kalt. Marie dagegen, machte alles wieder wett. Sie ist die warmherzige, die Samariterin und erging sich in der Rettung der Menschen, die ihre Hilfe gerne erbaten. Amiel ist die schüchterne, die stille Figur in dem Trio. Vielleicht sogar etwas blauäugig. Doch keine der drei Figuren traf mich ins Herz. Die Geschichte schon. Aber das ist auch kein Wunder, ich mag solche Romane doch sehr gerne lesen. Alles was damals geschah, wie man den Menschen geholfen hat und wie man sich gegen die Besatzer zur Wehr setzte, finde ich spannend. Die Autorin beschreibt in ihrem Nachwort, dass es in ihrem Roman vorwiegend um Schuld und Unschuld geht. Das kann ich nur bestätigen. Außerdem hat sie viele Tatsachen in ihrem Geschriebenen verwendet. Was mir an diesem Roman missfiel war, dass Lea Korte oft, sehr oft, Worte dreimal hintereinander schrieb. Das war etwas zu viel, zu viel, zu viel! Ansonsten ein unterhaltsames Buch mit vielen interessanten Momenten und reichlich Spannung. „Im Talmund steht; Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte, achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen, achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten, achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter, achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“ Seite 199 (Ebook) Ein Satz, den man sich wirklich zu Herzen nehmen sollte! In einem anderen Roman habe ich schon über den Widerstand gelesen, bzw. gehört. Die Spionin von von Imogen Kealey
Beschreibung Die innige Freundschaft von Marie, Amiel und Geneviève wird einer harten Zerreißprobe unterzogen, als 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren und als Besatzungsmacht das Leben der Franzosen umkrempeln. Marie kann in den Kriegswirren schon bald ihren Beruf als Lehrerin nicht mehr ausüben und schließt sich der Résistance an. Als Ärztin unterstützt Amiel den Widerstand, obwohl für sie als Jüdin das Leben in Paris immer gefährlicher wird. Geneviève hingegen kann endlich wieder als Musikerin arbeiten, auch wenn ihre Auftritte vor den Deutschen sind, gibt es für sie nichts Wichtigeres, als endlich wieder auf der Bühne stehen zu können. Doch als sie sich mit einem Deutschen einlässt, fühlt sich Marie von ihrer engsten Freundin verraten… Meine Meinung Vor über zehn Jahren konnte mich Lea Korte bereits mit ihren historischen Mittelalter-Romanen »Die Maurin« und »Die Nonne mit dem Schwert« mit ihrem mitreißendem Schreibstil begeistern. Deshalb war ich gleich Feuer und Flamme als sie mich über ihren neuen Roman »Morgen werden wir glücklich sein«, der zur Zeit der deutschen Besatzung von 1940 bis 1945 in Paris während des 2. Weltkrieges angesiedelt ist, informierte. Das historische Setting von einem kriegsgebeutelten Paris, welches sich durch die deutschen Besatzer noch einmal verändert, ist Lea Korte hervorragend gelungen. Anhand ihrer Protagonistinnen bildet sie zudem gleich unterschiedliche Schicksalsgeschichten ab, die stellvertretend für viele Menschen der damaligen Zeit stehen und zudem beleuchtet die Autorin gekonnt, wie die einschneidenden Erlebnisse auch in die nächsten Generationen weitervererbt werden. Die Hauptstory über die drei ›Unbesiegbaren‹ Freundinnen Marie, Amiel und Geneviève ist eingebettet in eine kleine Rahmenstory, die sich in der Gegenwart zuträgt und in der Malou, die Enkelin von Marie, versucht mit Johanna, der Enkelin von Geneviève, ins Gespräch zu kommen, um die beiden entzweiten Freundinnen wieder zusammenzubringen. Zwar hätte die Geschichte den Rahmen nicht unbedingt benötigt, doch hiermit zeigt sich hervorragend, dass sich die Auswirkungen des Krieges auch noch in die nächsten Generationen übertragen haben. Besonders gut gefallen hat mir neben den historischen Details, die unterschiedlichen Charaktere der Freundinnen, auch wenn mir Marie mit ihrer schwarz-weiß-Sicht nicht gerade die symphatischte Zeitgenossin war. Kein Wunder, dass Marie immer wieder mit der pragmatischen Künstlerinnenfreundin Geneviève aneinandergerät, denn diese versucht aus der Situation das Beste zu machen und verliebt sich sogar in einen Deutschen, denn sie erkennt, dass nicht alle Deutschen über einen Kamm geschert werden können. Amiel ist die beschwichtigende Vermittlerin des Trios und sorgt sich als Ärztin immer zuerst um andere als sich selbst. Leider besiegelt sie damit auch ihr eigenes Schicksal, denn sie schiebt eine Flucht aus ihrer Heimatstadt immer wieder auf. Das Thema über die Trennung von ›Schuldigen‹ und ›Unschuldigen‹ bekommt dank Lea Kortes umfassender Abbildung der Gesellschaft einen komplexen Anstrich, der die Schwierigkeit einer eindeutigen Verteilung deutlich macht. Eines wird jedoch sehr klar, dass der Krieg für alle daran beteiligten Seiten schreckliche Auswirkungen mit sich bringt. Fazit Ein bewegender Roman über die deutsche Besatzungszeit der Weltmetropole Paris zur Zeit des 2. Weltkrieges, in dessen Fokus die Freundschaft dreier Frauen steht. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 09.09.2022












