Kaffee mit Milch
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Description
Ein Mutter-Tochter-Wochenende in Stockholm
Agneta und Tilda. Eine Mutter und eine Tochter. Die Entfernung zwischen ihnen ist so groß wie die zwischen ihrem nordschwedischen Heimatort Gällivare und Stockholm, wo Tilda seit ein paar Jahren Jura studiert. In der Vergangenheit ist vieles zwischen den beiden vorgefallen, über das sie hätten reden müssen. Seit Tilda in die Stadt gezogen ist, hat sich die Kluft zwischen Mutter und Tochter noch vergrößert. Doch nun muss Agneta ihrer Tochter etwas sagen, das nicht warten kann. Für ein verlängertes Wochenende besucht Agneta Tilda in Stockholm, um endlich reinen Tisch zu machen. Dabei finden Mutter und Tochter heraus, dass sie weitaus mehr verbindet, als sie dachten, und dass es für einen Neuanfang nie zu spät ist …
Eine wehmütige und wunderschöne Geschichte über eine Mutter und ihr Kind und die Kraft, die aus dieser Beziehung trotz aller Widrigkeiten erwachsen kann.
Book Information
Author Description
Ella‐Maria Nutti wurde 1995 im nordschwedischen Gällivare geboren, wo ihr Vater Rentiere züchtete. Sie besuchte eine Schule für kreatives Schreiben und arbeitete als Lehrerin für Samische Sprache. Heute lebt sie in Umeå und studiert Psychologie. "Kaffee mit Milch" ist ihr erster Roman.
Posts
Sterbenskranke Mutter und ihre Beziehung zu ihrer Tochter
Die Mutter hat Krebs. Sie weiss, dass sie nicht mehr lange leben wird und möchte dies ihrer Tochter beibringen. Ihre Beziehung ist nicht gut und sie möchte sich ihr annähern, ohne dass sie zunächst ihre Diagnose verrät. Ein sehr schlichtes Buch mit kurzen, klaren Sätzen und trotzdem viel Emotionen.
Die Mutter Tochter Geschichte hat mich mehrmals zu Tränen gerührt, trotz des eher nüchteren Schreibstil. Der Stil hat mich an 22 Bahnen und Schirarch erinnert. Meiner Meinung nach fehlt aber eine Triggerwarnung. Zudem war mir bis zum Schluss nicht klar warum die beiden kein so gutes Verhältnis hatten und das fand ich schade, da ja im Klappentext darauf hingewiesen wird das die Schwierigkeiten zwischen den Beiden geklärt werden. Ich verstehe daher auch nicht warum die Autorin ausgerechnet bei so einem Buch ein offenes Ende gewählt hat. Kurz und knapp: Schreibstil gefiel mir sehr, es hat mich auch oft sehr berührt, aber für mein Empfinden die Probleme nur angedeutet und keine wirkliche Auflösung.

Dieses Buch war authentischer als erwartet. Warum? Ich habe mir nach dem Lesen des Klappentextes lange Gespräche zwischen Mutter und Tochter vorgestellt, als auch ein harmonisches Zusammenfinden. Dass die beiden Protagonistinnen jedoch soweit voneinander entfernt sind, Sätze des Gegenübers grundsätzlich als Angriff verstanden werden und die Mutter Schwierigkeiten hat, ihre erwachsene Tochter zu sehen, zeigt ehrlich wie es eben auch sein kann. Dass Worte lieber zurückgehalten werden, um niemanden zu verletzen und dass sich nach Gesprächen eben doch nicht alles ändert. Gleichzeitig schaffen es Ella-Maria Nutti, als auch die Übersetzerin Wibke Kuhn hervorragend, die Verbindung, Liebe und Anspannung dieses besonderen Wochenendes in Worte zu kleiden. Ein toller Roman.

Ella-Maria Nutti hat für mich einen wunderbaren Mutter-Tochter-Roman geschrieben, der mich sehr berührt hat. Ihr Debütroman war in Schweden bereits ein großer Erfolg (#kaffemedmjölk) und ist Mitte März nun auch auf Deutsch erschienen. Agneta und Tilda. Beide aufgewachsen im nordschwedischen Gällivare. Doch Tilda lebt seit einigen Jahren in Stockholm und studiert Jura. Ihre Mutter Agneta lebt weiterhin in Lappland. Doch nun hat sie ihrer Tochter etwas Wichtiges zu sagen und reist zu ihr nach Stockholm. Doch wie und zu welchem Zeitpunkt sie es sagen soll, das weiß sie noch nicht… wie sie bei all den unausgesprochenen Dingen, der Schuld, der Scham und der scheinbar undurchdringlichen Mauer zwischen ihr und ihrer Tochter die richtigen Worte für das Unaussprechliche finden soll… Für mich war es eine kurze, aber sehr berührende Lektüre, die zugleich traurig, aber auch voll zarter Hoffnung war. Insbesondere die Sprachlosigkeit und die physische und mentale Entfernung zwischen Mutter und Tochter haben mich (neben dem unaussprechlichen Thema - mehr will ich nicht verraten, um nicht zu spoilern) zum Weinen gebracht. Für mich hat Ella-Maria Nutti hier genau den richtigen Ton getroffen, um auszudrücken, wie schwer es manchmal ist, über seinen Schatten zu springen, die gleiche Sprache zu finden und sich so nah zu sein wie man es doch eigentlich möchte. Leseempfehlung für alle Mütter und Töchter! … und für alle anderen eigentlich auch!
Highlight.
📌 "Ihr Brustkorb schmerzt von allem, aus dem nichts geworden ist, und allem, was stattdessen passiert ist." (S. 49) Wann ist der richtige Zeitpunkt zu verkünden, dass man sterben wird? Nach ihrer Diagnose hadert Agneta mit sich, ihrer Tochter die traurige Wahrheit zu überbringen, denn das Verhältnis zwischen ihnen ist seit Jahren nicht das Beste. Doch wann ist der richtige Moment für solch eine Mitteilung. Wow. Ich finde keine Worte. Highlight. Lebensbereicherung!

Schwere Kost
Kaffee mit Milch ist ein sehr berührendes & emotionales Buch. Es beinhaltet eine Geschichte über eine schwierige und schicksalshafte Mutter-Tochter Beziehung. Es ist sehr schwer die Seiten zu ertragen. Das Buch hat zum Glück nur wenige Seiten denn mehr würde man nicht ertragen. Dieses Buch hat bei mir viele Emotionen ausgelöst und hat mich zutiefst erschüttert zurückgelassen. Ich bin froh kann ich es nun weglegen. Ich finde weder das Cover noch den Titel passend zu dieser Geschichte.

Kennt ihr noch die typischen Bildergeschichten aus dem Deutsch Unterricht? So empfand ich das lesen dieser Geschichte von Agneta und Tilda. Wir bekommen in ganz knappen Kapitel immer etwas offensichtliches vorgelegt, der Ist-Zustand. Aber für mich wurden erst nach beenden der Geschichte und nach ein paar Tagen des sacken lassen, die Zwischentöne bewusst. Während des Lesens war ich frustriert, hab nicht nachempfinden können warum beide Frauen nicht Tacheles reden. Was sie davon abhält offen und ehrlich über ihre Gefühle zu sprechen. Es liegt eine Kluft zwischen den beiden, das ist das Offensichtliche aber warum wieso weshalb, da muss der Leser alles ungesagte selber miteinander verknüpfen. Es ist definitiv eine Geschichte die nachhallt.
Agneta muss ihrer Tochter Tilda etwas sagen, doch die Kluft zwischen Mutter und Tochter macht dieses Vorhaben extrem schwierig. Das Buch ist in kurze Kapitel aufgeteil und hat einen kantigen Schreibstil. Für mich war dies etwas ungewöhnlich, hat jedoch die erstarrte Mutter/Tochter-Beziehung trotzdem gefühlvoll dargestellt.
Eine Geschichte über Agneta, die Mutter und Tilda die Tochter und den Mann in ihrem Leben... Jörgen. Authentisch aber…
Agneta hat eine schwierige Nachricht, die sie ihrer Tochter beibringen soll. Der Schreibstil ist sehr kompakt, kurze Sätze, relativ sachlich. Erinnerte mich persönlich an den Klassiker "Jugend ohne Gott". Es kommen wenige Emotionen auf, die Geschichte selbst ist aber spannend geschrieben. Die distanziertheit zum Geschriebenen macht für mich in diesem Moment Sinn, indem auch die Protagonistin Agneta eine gewisse Taubheit gegenüber ihrem Leben und dessen Geschehnisse zeigt. Sie scheint nur noch wie ein Geist durch ihr leben zu ziehen und auch ihre Tochter scheint ähnlich zu leben. Authentisch sind beide, und auch der Mann Jörgen. Mit seinen Gesten, seiner Art, geht er unter "typisch Mann", bedient dadurch zwar Stereotype, scheint aber in diesem Kontext zu passen. Was mich persönlich gestört hat war die beinahe nicht vorhandene Kommunikation im ganzen Buch und das für die Thematik doch relativ offene Ende. Die Art des Schreibstils impliziert eher einen sauberen Abschluss. Die authentischen Protagonisten lassen trotz allem an einigen Stellen die Vernunft aussen vor. Alles in allem eine interessante Geschichte mit nicht ganz befriedigendem Ende und einem ungewöhnlichen Schreibstil.
Agneta ist krank. Sterbenskrank. Ihre Tochter Tilda weiß nichts davon und soll auch nichts erfahren bevor die beiden auch wieder angenähert haben. Sie soll nicht aus Mitleid oder Verantwortungsgefühl zurück zur Mutter finden, sondern aus Liebe. In der Vergangenheit der Frauen ist viel passiert, kommuniziert wurde kaum, schon gar nicht über die wichtigen Dinge und so wurde über die Zeit der Graben immer tiefer und unüberwindbarer. Ein Besuch übers Wochende bei Tilda soll die Risse nun kitten, aber ist dies überhaupt möglich? - Wir folgen der Geschichte aus zwei Blickwinkeln. Während Agnetas Sicht sehr nah ist, wirkt die Erzählung aus Tildas Sicht extrem distanziert. Dies spiegelt sich vor allem im Schreibstil wieder. Die grundsätzliche Handlung bringt nicht viel Neues mit sich. Es handelt sich um eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung, die hauptsächlich bedingt ist durch eine zurückhaltende Mutter, die mit ihren eigenen Traumata zu kämpfen hat. Die Tochter wiederum versucht sich abzuspalten, sich ein eigenes Leben aufzubauen, dass anders verlaufen soll, als das der Mutter. Interessant fand ich die Dynamik, die sich zwischen den beiden aufbaut. Während Agneta offensichtlich nur das Beste für ihre Tochter will, ist diese sehr auf Abstand bedacht, fühlt sich schnell bevormundet und übergangen. Manchmal kann man fast den Einstuck gewinnen, dass sie sich in ihrer Autonomie bedroht fühlt und deswegen die Mauern hoch fährt. Man erfährt einiges aus der Vergangenheit der beiden, aber warum es zum Bruch kommt, erschließt sich mir bis zum Ende nicht. Ich hätte gern etwas mehr Tiefe gehabt, wäre auch gern etwas mehr in die Gedankenwelt der Tochter eingetaucht, denke aber das die Distanziertheit bewusst gewählt wurde. Schon allein auf Grund des Erzählstils gibts eine Empfehlung von mir.
Dieses Buch lag ausserhalb meiner Komfortzone, dachte ich, auch inhaltlich hatte ich eine völlig andere Vorstellung. Die Sogwirkung, die "Kaffee mit Milch" dann auf mich innehatte, war jedoch intensiv. • Der Schreibstil ist sehr speziell und sicher gewöhnungsbedürftig. Kurz, kompakt, sachlich flogen die Sequenzen an mir vorbei, trotzdem war es für mich eine sehr bedrückende Lesereise. Vorallem die Sprachlosigkeit und die physische und mentale Entfernung zwischen Mutter und Tochter haben mich stark bewegt. Der emotionslose Schreibstil macht für mich Sinn, zeigen Mutter und Tochter eine gewisse Taubheit gegenüber ihrem Leben. Ich denke, man muss sich auf das Buch einlassen, denn die wirklichen Probleme und Gefühle sind zwischen den Zeilen versteckt. • Vieles blieb unausgesprochen und lies mich mit unzähligen Fragen zurück, doch diese Kritikpunkte sind zweitrangig, denn es hat mich bewegt, meine Gedanken eingenommen und mein Denken bestimmt. Für mich hat die Autorin hier ein beeindruckendes schriftstellerisches Debüt abgeliefert, das noch lange nachhallen wird. Eine wehmütige Geschichte, über eine schwierige Mutter - Tochter Beziehung, die gern ein paar Seiten länger hätte sein dürfen! Und auch den Buchtitel konnte ich mit den letzten Zeilen zuordnen.
Description
Ein Mutter-Tochter-Wochenende in Stockholm
Agneta und Tilda. Eine Mutter und eine Tochter. Die Entfernung zwischen ihnen ist so groß wie die zwischen ihrem nordschwedischen Heimatort Gällivare und Stockholm, wo Tilda seit ein paar Jahren Jura studiert. In der Vergangenheit ist vieles zwischen den beiden vorgefallen, über das sie hätten reden müssen. Seit Tilda in die Stadt gezogen ist, hat sich die Kluft zwischen Mutter und Tochter noch vergrößert. Doch nun muss Agneta ihrer Tochter etwas sagen, das nicht warten kann. Für ein verlängertes Wochenende besucht Agneta Tilda in Stockholm, um endlich reinen Tisch zu machen. Dabei finden Mutter und Tochter heraus, dass sie weitaus mehr verbindet, als sie dachten, und dass es für einen Neuanfang nie zu spät ist …
Eine wehmütige und wunderschöne Geschichte über eine Mutter und ihr Kind und die Kraft, die aus dieser Beziehung trotz aller Widrigkeiten erwachsen kann.
Book Information
Author Description
Ella‐Maria Nutti wurde 1995 im nordschwedischen Gällivare geboren, wo ihr Vater Rentiere züchtete. Sie besuchte eine Schule für kreatives Schreiben und arbeitete als Lehrerin für Samische Sprache. Heute lebt sie in Umeå und studiert Psychologie. "Kaffee mit Milch" ist ihr erster Roman.
Posts
Sterbenskranke Mutter und ihre Beziehung zu ihrer Tochter
Die Mutter hat Krebs. Sie weiss, dass sie nicht mehr lange leben wird und möchte dies ihrer Tochter beibringen. Ihre Beziehung ist nicht gut und sie möchte sich ihr annähern, ohne dass sie zunächst ihre Diagnose verrät. Ein sehr schlichtes Buch mit kurzen, klaren Sätzen und trotzdem viel Emotionen.
Die Mutter Tochter Geschichte hat mich mehrmals zu Tränen gerührt, trotz des eher nüchteren Schreibstil. Der Stil hat mich an 22 Bahnen und Schirarch erinnert. Meiner Meinung nach fehlt aber eine Triggerwarnung. Zudem war mir bis zum Schluss nicht klar warum die beiden kein so gutes Verhältnis hatten und das fand ich schade, da ja im Klappentext darauf hingewiesen wird das die Schwierigkeiten zwischen den Beiden geklärt werden. Ich verstehe daher auch nicht warum die Autorin ausgerechnet bei so einem Buch ein offenes Ende gewählt hat. Kurz und knapp: Schreibstil gefiel mir sehr, es hat mich auch oft sehr berührt, aber für mein Empfinden die Probleme nur angedeutet und keine wirkliche Auflösung.

Dieses Buch war authentischer als erwartet. Warum? Ich habe mir nach dem Lesen des Klappentextes lange Gespräche zwischen Mutter und Tochter vorgestellt, als auch ein harmonisches Zusammenfinden. Dass die beiden Protagonistinnen jedoch soweit voneinander entfernt sind, Sätze des Gegenübers grundsätzlich als Angriff verstanden werden und die Mutter Schwierigkeiten hat, ihre erwachsene Tochter zu sehen, zeigt ehrlich wie es eben auch sein kann. Dass Worte lieber zurückgehalten werden, um niemanden zu verletzen und dass sich nach Gesprächen eben doch nicht alles ändert. Gleichzeitig schaffen es Ella-Maria Nutti, als auch die Übersetzerin Wibke Kuhn hervorragend, die Verbindung, Liebe und Anspannung dieses besonderen Wochenendes in Worte zu kleiden. Ein toller Roman.

Ella-Maria Nutti hat für mich einen wunderbaren Mutter-Tochter-Roman geschrieben, der mich sehr berührt hat. Ihr Debütroman war in Schweden bereits ein großer Erfolg (#kaffemedmjölk) und ist Mitte März nun auch auf Deutsch erschienen. Agneta und Tilda. Beide aufgewachsen im nordschwedischen Gällivare. Doch Tilda lebt seit einigen Jahren in Stockholm und studiert Jura. Ihre Mutter Agneta lebt weiterhin in Lappland. Doch nun hat sie ihrer Tochter etwas Wichtiges zu sagen und reist zu ihr nach Stockholm. Doch wie und zu welchem Zeitpunkt sie es sagen soll, das weiß sie noch nicht… wie sie bei all den unausgesprochenen Dingen, der Schuld, der Scham und der scheinbar undurchdringlichen Mauer zwischen ihr und ihrer Tochter die richtigen Worte für das Unaussprechliche finden soll… Für mich war es eine kurze, aber sehr berührende Lektüre, die zugleich traurig, aber auch voll zarter Hoffnung war. Insbesondere die Sprachlosigkeit und die physische und mentale Entfernung zwischen Mutter und Tochter haben mich (neben dem unaussprechlichen Thema - mehr will ich nicht verraten, um nicht zu spoilern) zum Weinen gebracht. Für mich hat Ella-Maria Nutti hier genau den richtigen Ton getroffen, um auszudrücken, wie schwer es manchmal ist, über seinen Schatten zu springen, die gleiche Sprache zu finden und sich so nah zu sein wie man es doch eigentlich möchte. Leseempfehlung für alle Mütter und Töchter! … und für alle anderen eigentlich auch!
Highlight.
📌 "Ihr Brustkorb schmerzt von allem, aus dem nichts geworden ist, und allem, was stattdessen passiert ist." (S. 49) Wann ist der richtige Zeitpunkt zu verkünden, dass man sterben wird? Nach ihrer Diagnose hadert Agneta mit sich, ihrer Tochter die traurige Wahrheit zu überbringen, denn das Verhältnis zwischen ihnen ist seit Jahren nicht das Beste. Doch wann ist der richtige Moment für solch eine Mitteilung. Wow. Ich finde keine Worte. Highlight. Lebensbereicherung!

Schwere Kost
Kaffee mit Milch ist ein sehr berührendes & emotionales Buch. Es beinhaltet eine Geschichte über eine schwierige und schicksalshafte Mutter-Tochter Beziehung. Es ist sehr schwer die Seiten zu ertragen. Das Buch hat zum Glück nur wenige Seiten denn mehr würde man nicht ertragen. Dieses Buch hat bei mir viele Emotionen ausgelöst und hat mich zutiefst erschüttert zurückgelassen. Ich bin froh kann ich es nun weglegen. Ich finde weder das Cover noch den Titel passend zu dieser Geschichte.

Kennt ihr noch die typischen Bildergeschichten aus dem Deutsch Unterricht? So empfand ich das lesen dieser Geschichte von Agneta und Tilda. Wir bekommen in ganz knappen Kapitel immer etwas offensichtliches vorgelegt, der Ist-Zustand. Aber für mich wurden erst nach beenden der Geschichte und nach ein paar Tagen des sacken lassen, die Zwischentöne bewusst. Während des Lesens war ich frustriert, hab nicht nachempfinden können warum beide Frauen nicht Tacheles reden. Was sie davon abhält offen und ehrlich über ihre Gefühle zu sprechen. Es liegt eine Kluft zwischen den beiden, das ist das Offensichtliche aber warum wieso weshalb, da muss der Leser alles ungesagte selber miteinander verknüpfen. Es ist definitiv eine Geschichte die nachhallt.
Agneta muss ihrer Tochter Tilda etwas sagen, doch die Kluft zwischen Mutter und Tochter macht dieses Vorhaben extrem schwierig. Das Buch ist in kurze Kapitel aufgeteil und hat einen kantigen Schreibstil. Für mich war dies etwas ungewöhnlich, hat jedoch die erstarrte Mutter/Tochter-Beziehung trotzdem gefühlvoll dargestellt.
Eine Geschichte über Agneta, die Mutter und Tilda die Tochter und den Mann in ihrem Leben... Jörgen. Authentisch aber…
Agneta hat eine schwierige Nachricht, die sie ihrer Tochter beibringen soll. Der Schreibstil ist sehr kompakt, kurze Sätze, relativ sachlich. Erinnerte mich persönlich an den Klassiker "Jugend ohne Gott". Es kommen wenige Emotionen auf, die Geschichte selbst ist aber spannend geschrieben. Die distanziertheit zum Geschriebenen macht für mich in diesem Moment Sinn, indem auch die Protagonistin Agneta eine gewisse Taubheit gegenüber ihrem Leben und dessen Geschehnisse zeigt. Sie scheint nur noch wie ein Geist durch ihr leben zu ziehen und auch ihre Tochter scheint ähnlich zu leben. Authentisch sind beide, und auch der Mann Jörgen. Mit seinen Gesten, seiner Art, geht er unter "typisch Mann", bedient dadurch zwar Stereotype, scheint aber in diesem Kontext zu passen. Was mich persönlich gestört hat war die beinahe nicht vorhandene Kommunikation im ganzen Buch und das für die Thematik doch relativ offene Ende. Die Art des Schreibstils impliziert eher einen sauberen Abschluss. Die authentischen Protagonisten lassen trotz allem an einigen Stellen die Vernunft aussen vor. Alles in allem eine interessante Geschichte mit nicht ganz befriedigendem Ende und einem ungewöhnlichen Schreibstil.
Agneta ist krank. Sterbenskrank. Ihre Tochter Tilda weiß nichts davon und soll auch nichts erfahren bevor die beiden auch wieder angenähert haben. Sie soll nicht aus Mitleid oder Verantwortungsgefühl zurück zur Mutter finden, sondern aus Liebe. In der Vergangenheit der Frauen ist viel passiert, kommuniziert wurde kaum, schon gar nicht über die wichtigen Dinge und so wurde über die Zeit der Graben immer tiefer und unüberwindbarer. Ein Besuch übers Wochende bei Tilda soll die Risse nun kitten, aber ist dies überhaupt möglich? - Wir folgen der Geschichte aus zwei Blickwinkeln. Während Agnetas Sicht sehr nah ist, wirkt die Erzählung aus Tildas Sicht extrem distanziert. Dies spiegelt sich vor allem im Schreibstil wieder. Die grundsätzliche Handlung bringt nicht viel Neues mit sich. Es handelt sich um eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung, die hauptsächlich bedingt ist durch eine zurückhaltende Mutter, die mit ihren eigenen Traumata zu kämpfen hat. Die Tochter wiederum versucht sich abzuspalten, sich ein eigenes Leben aufzubauen, dass anders verlaufen soll, als das der Mutter. Interessant fand ich die Dynamik, die sich zwischen den beiden aufbaut. Während Agneta offensichtlich nur das Beste für ihre Tochter will, ist diese sehr auf Abstand bedacht, fühlt sich schnell bevormundet und übergangen. Manchmal kann man fast den Einstuck gewinnen, dass sie sich in ihrer Autonomie bedroht fühlt und deswegen die Mauern hoch fährt. Man erfährt einiges aus der Vergangenheit der beiden, aber warum es zum Bruch kommt, erschließt sich mir bis zum Ende nicht. Ich hätte gern etwas mehr Tiefe gehabt, wäre auch gern etwas mehr in die Gedankenwelt der Tochter eingetaucht, denke aber das die Distanziertheit bewusst gewählt wurde. Schon allein auf Grund des Erzählstils gibts eine Empfehlung von mir.
Dieses Buch lag ausserhalb meiner Komfortzone, dachte ich, auch inhaltlich hatte ich eine völlig andere Vorstellung. Die Sogwirkung, die "Kaffee mit Milch" dann auf mich innehatte, war jedoch intensiv. • Der Schreibstil ist sehr speziell und sicher gewöhnungsbedürftig. Kurz, kompakt, sachlich flogen die Sequenzen an mir vorbei, trotzdem war es für mich eine sehr bedrückende Lesereise. Vorallem die Sprachlosigkeit und die physische und mentale Entfernung zwischen Mutter und Tochter haben mich stark bewegt. Der emotionslose Schreibstil macht für mich Sinn, zeigen Mutter und Tochter eine gewisse Taubheit gegenüber ihrem Leben. Ich denke, man muss sich auf das Buch einlassen, denn die wirklichen Probleme und Gefühle sind zwischen den Zeilen versteckt. • Vieles blieb unausgesprochen und lies mich mit unzähligen Fragen zurück, doch diese Kritikpunkte sind zweitrangig, denn es hat mich bewegt, meine Gedanken eingenommen und mein Denken bestimmt. Für mich hat die Autorin hier ein beeindruckendes schriftstellerisches Debüt abgeliefert, das noch lange nachhallen wird. Eine wehmütige Geschichte, über eine schwierige Mutter - Tochter Beziehung, die gern ein paar Seiten länger hätte sein dürfen! Und auch den Buchtitel konnte ich mit den letzten Zeilen zuordnen.























