Gonzo Girl

Gonzo Girl

Softcover
3.56
LiteraturszeneHunter S. ThompsonKokainKultautor

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Description

Hunter S. Thompson - Eine Hommage an den Vater des Gonzo-Journalismus

Alley Russo will nach ihrem Literaturstudium in der New Yorker Verlagsbranche Fuß fassen. Als der legendäre Autor Walker Reade eine Assistentin sucht, wittert sie ihre Chance. Nachdem sie eine dreitätige Probezeit inklusive krasser Wutausbrüche, Spielchen mit der 44er Magnum und jeder Menge Kokain überstanden hat, darf sie in Reades Haus in den Rockies einziehen. Monatelang versucht sie, einen Text aus ihm herauszuholen. Aber nach einer Weile wird ihr klar, dass sie hier in den Bergen einem drogenabhängigen Literaten ausgeliefert ist, der vermutlich nie wieder einen Roman schreiben wird.

Cheryl della Pietra, einst Assistentin von Hunter S. Thompson, gibt einen ungeschönten Einblick in die Literaturszene und zeichnet das faszinierende Porträt eines literarischen Genies.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
304
Price
14.09 €

Author Description

Cheryl Della Pietra arbeitet als Journalistin, Autorin und Lektorin. Nach Ihrem Universitätsabschluss war sie Hunter S. Thomsons Assistentin und lebte mit ihm in Woody Creek, Colorado. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn.

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Alley die den Job als Assistentin des bekannten Autors Walker Reade übernimmt. Mit einem Abschluss an einer Ivy League Universität aber einer italienischen Klempner Familie, die ihren Ehrgeiz nicht versteht und sie bei ihrem Umzug zu Walker Reade und der Veröffentlichung ihres Buches nicht unterstützten. Der Autor von Liar's Dice, Walker Reade, ist schlichtweg drogenabhängig, sehr riskant, impulsiv, sexistisch aber auch seriös sowie manchmal etwas einfühlsam. Das Alley so einiges bei ihm erleben würde und selbst tagtäglich Alkohol, Zigaretten und Drogen konsumiert hätte sie am Anfang nie glauben können. Aber sie hat es geschafft mit ihm das Buch "Roadhouse" fertig zu schreiben nach einem Jahr und fünd Monaten danach ging sie weg und baute sich ihr eigenes Leben auf, weil sie doch Rücksicht auf ihre körperliche und psychische Gesundheit nehmen wollte und mittlerweile musste. Sie veröffentlichte ihr eigenes Buch "Pegasus" und schreibt an ihrem vierten Roman und ist schlussendlich glücklich verheiratet und schwanger. Zum Ende hin war es sehr spannend man wollte wissen ob sie jetzt dort bleibt oder nicht, aber die ersten 200 Seiten so ungefähr manche Kapitel waren sich sehr ähnlich und es wiederholten sich bestimmte Dinge einfach.

Unsympathische Charaktere, aber interessantes Setting

Habt ihr ein berufliches Vorbild? Della Pietra Cheryl war Assistentin des berühmten Autors Hunter S. Thompson und dieses Buch wird als Hommage gesehen. Schon beim Lesen habe ich vermutet, dass vieles der Geschichte wohl autobiografisch ist, allerdings kenne ich mich mit den Figuren der Zeit nicht gut genug aus, um sie mit realen Personen verknüpfen zu können. Nur, dass Alley Della und Walker Thompson sind, liegt natürlich auf der Hand. Die Protagonistin Alley hat gerade ihren Abschluss an einer Ivy League Universität gemacht und konnte sich gegen die Wünsche ihrer Familie, in den Klempnerbetrieb des Vaters einzusteigen, wehren, ans andere Ende des Landes ziehen und insbesondere die drei Tage Probearbeiten als Assistentin des Bestsellerautors Walker Reade überleben. Diese Tage waren bereits voller Alkohol, Drogen und Exzentrizität. Die einzige Regel: Niemals Nein sagen! Die Schwierigkeit: Walker zum Schreiben bringen. Denn Walkers nächster Roman ist längst überfällig und sein Lektor, der Alley eingestellt hat, wird sie nur bezahlen, wenn er dafür Seiten bekommt. Egal, welche Qualität, Hauptsache was zum Bearbeiten und Veröffentlichen. Dieses Buch ist ein einziger Rausch. Gefühlt tropft der Scotch und das Koks aus jeder Seite. Alleys Job ist eine Mammutaufgabe, es ist völlig klar, dass sie es nur für den tollen Türen-öffnenden Punkt in ihrem Lebenslauf durchhält, in dieser Atmosphäre und den selbstzerstörerischen, oftmals illegalen Aktionen zu bestehen. Doch trotzdem lernt sie Walker und die andere Assistentin Claudia zu schätzen. Die Charakterentwicklung von der grauen Maus zur durchsetzungsfähigen Frau, die auch ihrem Hollywood-Teenieschwarm die Meinung geigen kann, geht zaghaft vonstatten, ist aber gleichzeitig super realistisch (wahrscheinlich, weil sie wahr ist?). Dennoch fand ich alle Charaktere sehr unsympathisch, was vor allem daran liegt, dass sie sich alle jemandem wahnsinnig überlegen fühlen. Alley ihrer Familie und ihrer Heimatstadt, Walker der ganzen Welt, Larry allen Nicht-Berühmten, Claudia allen anderen Frauen in Walkers Umgebung, Devaney Alley und Claudia, … Das war etwas nervig. Dafür gefiel mir der Einblick in die Literaturszene, obwohl dem nur wenig Raum mittels Gesprächen mit dem Lektor gegeben wurde. Ich bin ziemlich sicher, dass sich vieles davon seit den 70ern nicht verändert hat. Es ist eine mitreißende Geschichte, allerdings trifft der Deutschlandfunk es ziemlich auf den Punkt mit dem Resümee „Alles ist besser, als ein Gonzo girl zu sein“. Gonzo Journalismus ist ein Stil, der vor allem auf Subjektivität und Emotionen basiert. Thompson hat dies auf die Spitze getrieben und sich selbst in seine Reportagen geschrieben, weshalb sie eher faktenbasierte Romane sind – so wie dieser.

Unsympathische Charaktere, aber interessantes Setting
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