Meine Familie, die AfD und ich

Meine Familie, die AfD und ich

Softcover
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Description

Wenn die Familie nicht mehr miteinander redet – eine Geschichte der Entfremdung

Leonie ist queer, politische Aktivistin, Historikerin – und Tochter eines AfD-Mitglieds. Tatsächlich wählen fast alle ihrer nahen Verwandten die Alternative für Deutschland. Bis sie die Reißleine zog und den Kontakt abbrach, hat sie deren Radikalisierungsprozess also hautnah miterlebt. Sie hatte einen Platz in der ersten Reihe bei Gesprächen zwischen AfDler*innen, die dachten, sie wären unter sich. Über Jahre hinweg hat sie zugehört, analysiert, mitdiskutiert. Vor allem aber musste sie erleben, wie es sich anfühlt, wenn der eigene Vater Teil einer Bewegung wird, die sich gegen alle Werte richtet, die Leonie verkörpert.

Angesichts der Diskussionen über die aktuellen politischen Entwicklungen, über das Erstarken rechtskonservativer Ideologien vergessen wir manchmal, dass diese eben nicht nur auf wissenschaftlicher oder öffentlicher Ebene stattfinden: Die politischen Gräben ziehen sich auch durch Familien. Zu jedem Punkt im Wahlprogramm, zu jedem Verschwörungsmythos und populistischen Wahlplakat gibt es persönliche Geschichten, die sich überall in Deutschland abspielen. An Küchentischen, auf Familienfeiern, beim Grillen oder an Weihnachten.

Leonie erzählt ihre eigene Geschichte hinter den Partei-Narrativen. Sie macht die Radikalisierung der letzten Jahre entlang ihrer persönlichen Familiengeschichte nachvollziehbar und legt die private Seite hinter der Radikalisierung der AfD und ihrer Mitglieder offen. Denn nichts ist so persönlich wie Politik.

Eine gesellschaftliche und politische Analyse und gleichzeitig die berührende Erzählung eines familiären Bruchs.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Politics
Format
Softcover
Pages
192
Price
18.50 €

Author Description

Leonie Plaar wurde 1992 in Osnabrück geboren und studierte Englisch, Geschichte und American Studies, ergänzt durch ein Zertifikat in Geschlechterforschung. Unter dem Namen Frau Löwenherz klärt sie online zu historischen Themen, Queerness und Feminismus auf, ihre authentische und mutige Stimme hat ihr eine große Reichweite eingebracht. Leonie arbeitet aber nicht nur aktivistisch, sondern ist auch freie Journalistin und berät Redaktionen sowie Unternehmen und Museen. Sie wohnt in Düsseldorf.

Posts

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"Geduld ist ein Luxus derer, die vom Hass Rechtsextremer nichts zu befürchten haben."

Um noch schnell eine weitere Rezension zu schaffen, habe ich ein Hörbuch „weggehört“: „Meine Familie, die AfD und ich“. Ziemlich beeindruckend. Die Autorin erzählt vom Aufwachsen in einer Familie, in der rechts gewählt wird – persönlich, ehrlich und gleichzeitig mit viel Hintergrund und Einordnung. Beim Hören merkt man schnell: Das Thema ist schwer, aber das Buch bleibt zugänglich und spannend. Man bleibt dran, auch weil die Perspektive so nah und reflektiert ist. Der einzige Gedanke, der am Ende bleibt: Wahrscheinlich lesen oder hören genau die Menschen dieses Buch eher nicht, für die es besonders interessant wäre. PS: Eine sehr kluge und absurd hübsche Freundin von mir (nennen wir Sie E.) braucht dieses Buch natürlich nicht. Sie ist ohnehin schon weiter als die meisten von uns – und außerdem mit gut aussehen ausgelastet.

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Leonie Plaar beleuchtet in ihrem sehr persönlichen Buch typische Aussagen von AfD-Wählern und speziell die ihrer Familienmitglieder. Sie hält als Historikerin fundiert dagegegen und schildert, wie sie sich nach jahrelangen vergeblichen Diskussionen von ihrer Familie distanziert hat, weil diese offen rechtsextreme AfD-Wähler und sogar Parteimitglieder sind. Ihre Geschichte, die zum Bruch mit der Familie führte, kann ich aus persönlichen Gründen sehr gut nachvollziehen und spielt sich sicherlich so oder so ähnlich in vielen Familien oder anderen Beziehungen des gesellschaftlichen Lebens ab, sei es im Kollegenkreis, im Verein, im Freundeskreis oder in der Nachbarschaft. Statistisch gesehen kennt jeder jemanden, der die AfD wählt. Wie mühseelig und oft auch aussichtslos die Diskussionen sein können, habe ich am eigenen Leib erfahren, so dass mich Leonie Plaar mit ihren Schilderungen zu 100 % abholt. Ich kann ihren Weg total nachempfinden und bewundere ihre Energie und Stärke, die Demokratie durch ihren politischen Aktivismus und ihrer Aufklärungsarbeit zu verteidigen. Es ist gleichermaßen so dringend wie wichtig und geht uns alle an. Für mich ein weiterer Appell, politisch und gesellschaftskritisch wach und aktiv zu bleiben und für demokratische Werte und Menschenrechte einzustehen.

Hart, ehrlich und schmerzhaft, aber so wichtig

Ein sehr persönliches Buch, was mich sehr ermutigt hat. Leonie Plaar schreibt in dem Buch "Meine Familie, die AfD und ich" über ihre Erfahrungen, als ihre Familie sich immer weiter der AfD zu wendet und sie diesen Schritt nicht verstehen kann. Sie zeigt an beispielhaften Sätzen, wie AfD Mitglieder und Wähler*innen argumentieren und zeigt, wie sie darauf eingestiegen ist. Ihre Hauptbotschaft: Nichts ist so persönlich, wie Politik. Und im Durchschnitt hat jeder Mensch in Deutschland eine Person im näheren Umfeld, die die AfD wählt oder unterstützt. Ein so wichtiges Buch, dass aufklärt und auch doch den Schmerz zeigt, den es mit sich bringt, wenn die Familie Meinungen und eine Partei unterstützt, die einen selber tot sehen möchte. In mir hat das Buch viele Wunden getroffen und gleichzeitig habe ich mich selten so gesehen gefühlt, meinen Scham wurde selten so angesprochen, wie Leonie Plaar das hier geschafft hat und ich konnte so viel daraus mitnehmen auch im Bezug auf meine eigene Familie. Denn Familie heißt nicht immer Verwandtschaft und das ist mir durch dieses Buch nochmal sehr deutlich bewusst geworden.

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"Das bedeutet aber nicht, dass ich denke wir sollten aufhören mit AFD Wählerinnen zu reden. Denn ohne einen Dialog ist die Verbreitung des Rechtsextremismus nicht aufzuhalten. Menschen die sich ohnehin schon abgehängt und gesellschaftlich ausgeschlossen fühlen, werden wir nicht dadurch zurück gewinnen das wir nicht mehr mit ihnen sprechen."

Ich habe es als Hörbuch gehört und fand Leonie Plaar super, hat sich nicht angefühlt als würde die das vorlesen sondern eher als würde sie mir davon erzählen. Das Buch ist anders als ich erwartet hatte. Ich rechnete zugegeben mit viel dramatischen Familieneskalationen und weniger doch mit einer klaren, wissenschaftlich belegten Auseinandersetzung mit der AFD als Partei und ihren Wählerinnen. Es ist ein wahnsinnig wichtiges Buch, das absolut aktuell ist und nochmal deutlich macht um was es sich bei dieser Partei handelt. Und es ist auch eine Geschichte darüber wie Politik eine "Familie" spaltet und das man eben nicht einfach alles akzeptieren muss was die eigenen Eltern und Verwandten sagen und machen. Ist ein wirklich gutes Buch.

"Das bedeutet aber nicht, dass ich denke wir sollten aufhören mit AFD Wählerinnen zu reden. Denn ohne einen Dialog ist die Verbreitung des Rechtsextremismus nicht aufzuhalten. Menschen die sich ohnehin schon abgehängt und gesellschaftlich ausgeschlossen fühlen, werden wir nicht dadurch zurück gewinnen das wir nicht mehr mit ihnen sprechen."
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Eigene Erfahrungen mit AFD Mitgliedern -Rezensionsexemplar-

Die Autorin beschreibt aus ihrer Sicht wie sie mit ihrer Familie hadert, die offen rechts und AFD Mitglieder sind. Sie selbst ist Historikerin, Aktivistin und Queer. Ich finde es sehr bewundernswert wie sie jahrelang versucht hat ihre Familie, vor allem ihren Erzeuger umzustimmen. Das Buch ist für alle Menschen, nicht nur für jene die AFD Sympathisanten in ihrer Umgebung haben, sondern vielleicht auch für Menschen die überlegen die Afd zu wählen oder es vlt auch schon getan haben. Leider werden diese das Buch eher nicht lesen. Es ist sehr Augenöffnend, ich konnte einige neue Erfahrungen sammeln. Eine klare Empfehlung!

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✨ Rezension ✨ Meine Familie, die AfD und ich | Leonie Plaar | Goldmann | 192 Seiten | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Hätte ich nicht schlafen müssen hätte ich das Buch in einem Rutsch beendet. Leonie zieht einen hier förmlich in ihre Geschichte. Ehr sachlich als emotional, auf jeden Fall aber sehr einnehmend, beschreibt sie hier ihre persönlichen Erfahrungen als queere Frau in einer Familie, die schon seit den Anfängen der AfD anhängt und sich immer weiter radikalisierte. Ich habe mich persönlich abgeholt gefühlt und konnte einige Dinge durchaus persönlich verstehen. Immer schafft sie es aber einen faktenbasierten Background für einzelne Themen zu liefern und beleuchtet dabei auch die Geschichte der Partei und einzelne Aussagen von Parteimitgliedern. Ein Happy End oder eine Lösung bietet das Buch nicht, aber das kann man auch nicht erwarten. Wir müssen alle mutig und couragiert voran gehen. Aufklären, Fakten liefern und bei Menschen ansetzen die noch nicht gefestigt sind in ihrer Entscheidung für diese menschenverachtende Ideologie. Nur gemeinsam können wir dem entgegen treten.

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Sehr lesenswert!

Rezension | Werbung, Rezensionsexemplar Erst einmal vielen Dank für das Rezensionsexemplar @team.bloggerportal Meine Familie, die AfD und ich ist ein Buch, das mir wirklich sehr im Kopf geblieben ist. Besonders gefallen hat mir, wie reflektiert und differenziert die Autorin ihre eigene Familiengeschichte erzählt. Man merkt beim Lesen schnell, dass es hier nicht nur um persönliche Erfahrungen geht, sondern dass auch sehr viele Informationen und Hintergründe einfließen. Dadurch erfährt man nicht nur etwas über die Familie der Autorin, sondern bekommt auch einen breiteren Einblick in politische Entwicklungen und gesellschaftliche Dynamiken. Sehr eindrücklich beschreibt die Autorin den Konflikt, der entstehen kann, wenn politische Überzeugungen innerhalb einer Familie immer weiter auseinandergehen. Dabei geht es nicht nur um Politik, sondern auch um Fragen von Zugehörigkeit, Verständnis und den schwierigen Versuch, miteinander im Gespräch zu bleiben, obwohl man sich in wichtigen Punkten nicht mehr einig ist. Ich fand besonders schön, dass das Buch trotz des schweren Themas sehr ruhig und reflektiert geschrieben ist. Vieles wirkt sehr ehrlich und nachvollziehbar, und man merkt auch, dass viele der Informationen fundiert recherchiert sind. Dadurch nimmt man als Leser nicht nur die persönliche Geschichte mit, sondern bekommt auch neue Perspektiven und Denkanstöße. Angenehm fand ich außerdem, dass das Buch mit etwa 190 Seiten relativ kompakt ist. Dadurch liest es sich sehr flüssig und bleibt durchgehend interessant, ohne sich zu ziehen. Für mich ist das Buch auf jeden Fall sehr lesenswert, weil es zeigt, wie komplex der Umgang mit politischen Meinungsverschiedenheiten innerhalb von Familien sein kann und wie wichtig es ist, trotzdem im Gespräch zu bleiben. Bei diesem Buch möchte ich bewusst auf eine Sternenbewertung, eine Interaktionsfrage oder ein bearbeitetes Bild verzichten, da hier jemand seine eigene Geschichte erzählt – und ich finde, dass solche persönlichen Geschichten nicht in Zahlen bewertet werden sollten.

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Dieses Buch hab ich vorletztes Wochenende ziemlich schnell durchgelesen. Leonie Plaar erzählt von der Radikalisierung ihrer Familie und der damit eingehenden Entfremdung über die Zeit. Die einzelnen Kapitel behandeln unterschiedliche Themen, wie z. Bsp. Meinungsfreiheit, Queerfeindlichkeit und Rassismus, in denen dann neben ihrer persönlichen Erfahrung in den Diskussionen mit ihrer Familie, immer auch Fakten bereitgestellt werden. Gegenrede hält sie dabei grundsätzlich für wichtig, allerdings nicht um jeden Preis. Sie plädiert dafür die eigenen Umstände zu berücksichtigen und gezielt zu prüfen, wann es sich lohnt in die Diskussion zu gehen. Für mich war es eine bewegende persönliche Geschichte. Einige der geschilderten Diskussionen kenne ich auch aus eigener Erfahrung. Vorhandenes Wissen wurde gefestigt und um neue Informationen erweitert.

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Wie sind mehr!

Wow! Danke, dass du dieses Buch geschrieben hast, Leonie! Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr du mir mit deinen Worten, deiner Wut und deinen Erfahrungen aus der Seele geschrieben hast. Wenn ich alle meine liebsten Stellen im Buch markiert hätte, wäre irgendwann fast das ganze Buch pink gewesen. 😅 Kaum etwas tut so weh, wie mitzubekommen, wenn sich persönlich wichtige Menschen politisch in eine Richtung entwickeln, die man selbst nie für möglich gehalten hätte. Wenn man mit vermeintlichen Grundwerten anfangen und selbst diese verteidigen muss. Wenn es selbst nicht mal mehr etwas bringt, mit der eigenen Sicherheit zu argumentieren, weil Schwurbel-Theorien von Thomas61 auf Facebook mehr geglaubt wird, schließlich wird ja der confirmation-bias bedient. All dieser Frust und diese Wut, aber auch Mut und Kraft werden in diesem Buch übermittelt. Durch das Buch wird uns allen eine Stimme gegeben und eins wird klar: WIR SIND NICHT ALLEIN. Auch wenn uns das in WhatsApp Gruppen oder bei der Familie am Küchentisch manchmal so vorkommen mag. 🤝🏼🩷 Los jetzt! Lest das Buch, seid bei rechter Hetze weiterhin unangenehm und laut und geht diesen Leuten auf den Sack. Es braucht euch! Es braucht uns! Es braucht Bücher wie dieses, bis es all das irgendwann vielleicht nicht mehr braucht. 🙌🏼

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Starkes Sachbuch!

Leonie Plaar ist Historiker*In und Aktivist*In. Es geht in dem Buch nicht nur darum das sie zu sich selber findet, sondern auch um den Kampf das die Menschen ,die sie beschützen sollten, eine Partei wählen die Leute wie sie am liebsten verschwinden lassen würde. Es werden Geschehnisse aus eigener Erfahrung durch Rechtsextremismus und Rassismus, Homophobie und Queerfeindlichkeit bishin zur Verleumdung innerhalb der eigenen Familie berichtet. Dabei liefert Leonie knallharte Fakten und Informationen die nicht nur das eigene vorhandene Wissen stärken sondern einem auch erneut Wissen liefern. Sie hat auch die jeweiligen Quellen nochmal angegeben , somit kann man sich außerhalb des Buches auch nochmal informieren! Sie berichtet ebenfalls von den Versuchen, ihre Familie umzustimmen was für sehr Gefühlsaufbrausende Momente sorgen kann. Ein, meiner Meinung nach, sehr starkes Buch im Bereich Politik!!

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Bewegend und sauber argumentiert. Dazu Verhaltenstipps. Bitte lesen!

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Das Buch ist keine leichte Kost - insbesondere nicht, wenn man selbst schon erlebt hat wie Beziehungen wegen der AfD zerbrechen. Die Autorin zieht in diesem Buch der AfD die Maske vom Sicht und zeigt einige rhetorische Kniffs auf, mit denen die AfD und ihre Anhänger agieren und weist darauf hin, was man dem entgegensetzen kann. An manchen Stellen hätte ich mir noch mehr Fakten gewünscht und zwischendurch stellte sich mir die Frage, was das eigentliche Anliegen des Buches ist. Es ist ein Aufklärungsbuch, das anhand der Geschichte der Autorin aufzeigt wie Radikalisierung funktioniert und wie gefährlich die AfD ist.

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Tolles und erschreckendes Buch. Einfach nur wow ! 100% empfehlenswert.

Ich habe das Buch während eines Kurzurlaubs nach Hamburg auf der Hin- und Rückfahrt gelesen. Der Schreibstil ist authentisch und angenehm. Die Autorin kommt einfach bekannt rüber. Es wird deutlich und auch erschreckend gezeigt, was politische Ansichten alles bewirken können, auch innerhalb der Familie. Das Buch zeigt, wie vieles andere, dass AfD Wähler oft dieselben Aussagen und Begründungen verwenden, die teilweise nicht einmal wirklich begründet sind… Die Betonung liegt hier bei „teilweise“ ;) Allgemein war das Buch sehr spannend, da ihre eigene Vergangenheit und ihr Umgang mit rechtsextremen Aussagen, innerhalb des Familienkreises thematisiert wurde. Ich empfehle das Buch jedem. Am besten einem strammen Deutschen AfD-Wähler :)🍺🦅

Tolles und erschreckendes Buch. Einfach nur wow ! 100% empfehlenswert.
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Manche Bücher springen einen einfach an. Schon der Titel hat mich neugierig gemacht und ich musste Leonies Geschichte einfach lesen. Leonie schreibt klar, ehrlich und sachlich. Politik und Familie. Jeder kennt die Diskussionen am Mittagstisch. Das sind zwei Themen die schnell aneinandergeraten. Leonie erzählt wie sich ihre Familie immer weiter in Richtung AfD bewegt. Ohne Vorwürfe und mit Verständnis versucht sie zu verstehen, warum ihre Familie so viel davon hält. Ihr Schmerz ist zum greifen nah und fast ist es so, dass man mit am Familientisch sitzt. Das Buch ist intensiv, klug und hochaktuell. Von mir gibt es eine klare Empfehlung!

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4.5

Klar und Kompromisslos

Die Menschen in meinem direkten Umfeld treibt glücklicherweise die Frage nach der politischen Ausrichtung Deutschlands nur in eine Richtung um: wie schaffen wir es zu verhindern, dass die AfD noch mehr Stimmen bekommt? Nachdem ich dieses Buch als Neuzugang auf meinem Booktube Kanal vorgestellt hab, hab ich ein paar blöde Kommentare bekommen und auch eine spürbare Zahl an Abonnenten verloren - es wurde sogar angemerkt, dass ein „Cozy Buchkanal“ wohl nicht der Ort ist, um diese Dinge zu besprechen. Mal abgesehen davon, dass ich meinen Kanal jetzt nicht mit dem Prädikat gemütlich versehen würde, merke ich doch, wie unbequem es einigen Menschen ist, den politischen Tatsachen in Deutschland in die Augen zu schauen und das leider oft auch, wenn sie mit der AfD nichts am Hut haben Leonie Plaar hat eine der schlimmsten Position einnehmen müssen, die man sich denken kann. Als queere Frau ist sie von AfDlern umgeben und zwar in ihrer Familie. In ihrem Buch beschreibt sie die Entwicklung, besonders ihres Vaters, und hält dabei auch nicht hinterm Berg, dass es eine Zeit gab, wo sie unbedarft mit dieser neuen „frischen“ Partei sympathisierte und beinah sogar Mitglied geworden wäre. Dieses Buch legt noch mal deutlich offen wie manipulativ selbst die engste Verwandtschaft mit ihren liebsten Menschen umgeht, wenn sie sie von dieser Partei und deren menschenverachtender Ideologie überzeugen möchten. Es zeigt aber auch auf, wie sie Argumenten nicht gewachsen sind. Das, auch in den gängigen Talkshows, von AfD Mitgliedern übliche Verhalten Fragen auszuweichen, Gaslighting zu betreiben und einfach ein neues Thema aufzumachen, wenn es offensichtlich ist, dass ihre Thesen keine Grundlage haben wird in diesem Buch im engsten Familienkreis reproduziert. Plaar ist queer und je bewusster ihr das wird, und je deutlicher sie ihre sexuelle Identität lebt desto häufiger stellt sie zur Disposition, ob die homophobe Position der AfD auch die ihres Vaters ist. Eine Antwort hat sie bis heute nicht bekommen. Sie hat sich von ihrer Familie losgesagt. Ihren Vater nennt sie nur noch ihren Erzeuger, was deutlich macht, wie zerrüttet ihr Verhältnis ist. Der Erkenntnisgewinn in diesem Buch ist für mich jetzt nicht besonders groß. Das meiste habe ich mir so gedacht und die Fakten bezüglich der Partei waren mir zum großen Teil bekannt. Trotzdem war es sehr interessant zu lesen, wie ist es mutmaßlich vielen Familien ergangen ist. Bisweilen wirkt das Buch schon wie eine Abrechnung mit ihrem Vater und man merkt die Wut, die immer noch in ihr gährr, auch wenn sie mehrfach behauptet, dass sie mit ihrer Familie abgeschlossen hat. So ganz kann ich ihr das nicht abnehmen. Aber ein paarmal hat sie uns an Diskussionen teilhaben lassen aus denen ich für mich ein bisschen etwas ableiten konnte. Ich bin immer wieder auf der Suche nach verbalen Kniffen, um in Gesprächen gewappnet zu sein. Wichtig ist einfach, dass wir reden, denn selbst Leonie Plaar möchte das noch nicht aufgeben und hofft, genauso wie ich, dass es immer noch Menschen gibt, die man davon überzeugen kann, wieder auf die demokratisch Seite zu wechseln! Wenn ihr selber im engsten Umkreis Menschen habt, die in nationalistische Strömungen abdriften, dann empfehle ich euch dieses Buch besonders , weil ihr hier vielleicht Hilfestellung im Umgang mit diesen Menschen findet.

4.5

Interessant, einfühlsam und wirklich wichtig

Ein ganz persönliches Buch, eine ganz persönliche Erfahrung und auch irgendwie eine sehr persönliche Abrechnung mit dem eigenen familiären Umfeld. Wer bin ich, dass ich dies beurteilen, bewerten, könnte?!? Das möchte ich auch gar nicht. Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen, weil es interessant zu lesen war. Weil ich es unglaublich wichtig finde. Die Autorin erzählt uns ihre eigene Geschichte und zeigt dabei sehr detailliert, dass rassistische Tendenzen im eigenen Umfeld leider keine Seltenheit mehr sind. Ja, dass wahrscheinlich schon nahezu jeder im täglichen Umgang damit auf die eine oder andere Weise in Berührung gekommen ist. Wer auf der Suche nach einem Ratgeber à la „Wie gehe ich mit meiner rechten Familie um?“ ist, wird vermutlich enttäuscht sein. Aber das war ganz sicher auch nicht die Intention der Autorin. Sie offenbart uns hier auf anschauliche Art ihren Weg, den sie im Umgang mit rechten Tendenzen in ihrer Familie gegangen ist. Sie macht wiederholt deutlich, wie wichtig es, gerade in Zeiten von Social Media, Telegram-Gruppen usw., ist, Nachrichten/Aussagen auch mal zu hinterfragen, nicht alles ungefiltert aufzunehmen und weiterzugeben - auch nicht, wenn es von den Eltern, den Geschwistern, den Verwandten oder den Freunden kommt. „»Rechts« zu sein, ist mittlerweile fast eine Art Subkultur. Während ich als rebellischer Teenager noch auf Punkrockkonzerten herumgesprungen bin, hat die AfD junge Menschen inzwischen davon überzeugt, dass man in Zeiten von großen Fridays-for-Fu-ture-Demos, einem angeblichen »Gender-Mainstreaming« und ein paar mehr nichtweißen Charakteren in Film und Fernsehen eben rechts sein müsse, um sich gegen das Establishment aufzulehnen.“ So ist es leider wirklich und diese Erkenntnis ist auch nicht neu und dieses Phänomen betrifft ganz sicher nicht nur Teenager. Umso wichtiger ist es, sich dieser Entwicklung entgegenzustellen, aufzuklären, dagegenzuhalten, in der eigenen Familie, dem eigenen Freundeskreis. Denn im Kleinen beginnt, was etwas großes werden soll.

5

Es braucht viel mehr junge, mutige Frauen und insgesamt Menschen. Leonie mal persönlich auf einer Lesung zu treffen war wirklich schön. Eine beeindruckende Frau. "Familie kann man sich aussuchen, Verwandtschaft nicht." Sehe ich übrigens genauso. FreundInnen sind die Familie die man sich aussucht.

5

nicht im Vordergrund steht.

Dieses Buch ist für mich eine Mischung aus biografischen Inhalten und Sachbuch-Elementen. Erlebnisse und Erfahrungen der Autorin treffen hier auf Fakten. Dabei ist der Titel des Buches Programm. Es geht um die Autorin, ihre Familie und deren politische Ansichten. Es ist ein Buch über Schutz und die emotionale Offenlegung der Autorin. Sie teilt ein Stück weit ihre Geschichte, spricht über Fakten und zeigt die Problematiken auf, weshalb sich Menschen zur AfD hingezogen fühlen. Vor allem aber stehen die emotionalen Schwierigkeiten im Fokus, wenn Familienmitglieder der Partei beigetreten sind. Es geht um die Auswirkungen auf Minderheiten, wenn sie versuchen, mit diesen Menschen zu kommunizieren – und merken, dass ihre eigene Realität nicht anerkannt wird und der Schutz des Kindes Man kann in diesem Buch mit der Autorin mitfühlen, mitwüten und verzweifeln. Wer sich faktisch schon mit den Argumenten der AfD auseinandergesetzt hat, wird hier nicht unbedingt neue Erkenntnisse gewinnen. Dennoch finde ich es großartig, wie Fakten und persönliche Erfahrungen hier in einen gemeinsamen Rahmen gesetzt werden. Das Buch soll – und kann hoffentlich – Menschen in ähnlichen Situationen empowern. Ich feiere, dass die Autorin mit ihrer Entscheidung ein Happy End für sich gefunden hat

nicht im Vordergrund steht.
5

Anekdoten einer Betroffenen

Ich habe das Buch gekauft, da ich selbst AFD- Wähler im Verwandtenkreis habe. Ich muss sagen die Aussagen und Fakten die dieses Buch hervorbringen sind sachlich und super verständlich. Auch die Gefühle sind nachvollziehbar und ihre Aussagen, sowie Gedanken wirken als kämen sie aus der Bubble in die ich mich eingelebt habe. Toller Schreibstil und ich hoffe sie bleibt die tolle Person die sie hier zum Besten gibt :).

5

Für alle mit AfD-Anhängern im direkten Umfeld

...aber auch ansonsten sehr aufschlussreich, weil es viel über das Wirken und die Funktionsweise des Gedankengutes dieser Partei verrät. Leonie hat über sich über Jahre hinweg informiert über Argumente und Fakten, die die Inhalte der AfD widerlegen, sich unglaublich viel Wissen angeeignet - und doch war es nie genug, sodass irgendwann der Bruch mit der eigenen Familie (bessergesagt: Verwandtschaft) folgen musste. Das Buch ist daher auf der emotionalen Ebene teils echt schwer zu ertragen. Wie kann jemandem die Ideologie einer rechtsextremen Partei wichtiger sein als das Verhältnis zur und die Sicherheit der eigenen Tochter? Eine hochspannende, leicht zugängliche und brandaktuelle Lektüre, die sich einerseits mit den spalterischen Auswirkungen rechtsextremen Gedankenguts und andererseits mit pointiert angebrachten Einordnungen und stichhaltigen Argumentationen gegen eine menschenfeindliche Partei im Aufwind beschäftigt. Highly recommended!

5

Absolute Leseempfehlung!

Also ich habe mich selten in einem Buch so oft wiedergefunden wie in diesem. Die ganzen Sprüche, die Narrative, die zunehmende Radikalisierung mancher Familienmitglieder – das alles ist einfach wie ein Abpausbild, was wohl leider auf viele zutrifft. Es gibt einige Bücher, die man in der heutigen Zeit lesen sollte. Das hier, von Leonie Plaar, ist definitiv eines davon.

Absolute Leseempfehlung!
5

Es spricht mir so aus dem Herzen!

Ich kenne aus meiner Familie 1. Grades leider sehr ähnliche Gespräche und habe das Hörbuch in einem weggehört. Viele Argumente die dort vom Erzeugern genannt wurden Bingen mich sofort so zur Weissglut.

5

Ein kluges Buch, das die Radikalisierung einer Familie und den Ausbruch aus der Familie aufzeigt. Gleichzeitig berichtet das Buch vom Erstarken der AfD, wie deren Erzählungen verfangen und wie sich Menschen verändern, wenn tiefer und tiefer in den Rechtsextremismus eintauchen. Die einfache, klare Sprache führt hier dabei sehr gut durch das Buch.

5

Dieses Buch ist für Menschen, die ebenfalls Familienmitglieder haben, welche die AfD unterstützen oder andere rassistische, frauenfeindliche und queer -/trans*feindliche Positionen vertreten oder überlegen die AfD zu wählen. Die Perspektive aus der Leonie ihre Angelegenheiten erzählt ist durchaus verständlich und nachvollziehbar. Ich finde sie hat sich viel Mühe gegeben Privates und Fakten, inklusive Quellen, gut einzubringen. Es war schön zu lesen, wie oft sie versucht hat ihre Familienangehörige aufzuklären immer Faktenbasiert und ehrlich. Das ist ein gutes Buch was tief blicken lässt was Menschen welche die AfD unterstützen eigentlich ihren eigenen Familienmitgliedern „antun“, wie viel Leid, Angst und Stress es in der eigenen Familie auslöst. Danke für dieses Buch mit Ehrlichkeit und Transparenz.

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Ein tiefer Einblick

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Wichtige Thematik super erzählt

Was machen wir mit den Leuten die Rechtes Gedankengut in unserem Umfeld haben? Jeder hat so eine Person, das belegen die Zahlen der letzten Wahl. Nicht immer wissen wir es, aber in dem Buch werden typische Sätze der AfD Anhänger auseinander genommen, mit Fakten widerlegt und ein ist klar gehört habe wir sie alle schon mal. Ja Diskussionen sind wichtig aber genauso wichtig ist es auch sich zu distanzieren wenn es nicht mehr ertragbar ist. Man muss abwägen welcher Kampf sinnvoll ist, den davon haben wir genug. Dennoch hoffe ich alle diese Kämpfe bleiben laut. Wichtiges Buch, kann es sehr empfehlen.

5

Ein absolutes Muss

Das Buch greift so viele Gedanken auf, die man sich heutzutage über sein Umfeld macht. So viele Argumente werden genannt, Jedes Thema wird quasi "zusammengefasst" ohne zu tief uns Detail zu gehen, was ich aber nicht als negativ betrachte. Das Buch ruft dazu auf, sich selbst weiter zu informieren und diesen Rechtsruck als wirklich ernsthaft zu betrachten. Gefällt mir. Ein Satz hat es mir auch besonders angetan: "Allzu lange habe ich mich davon überzeugen lassen, dass ich einfach zu empfindlich sei." Total relatable.

3

Ich feiere Leonie für ihren Aktivismus und ihre Offenheit und Entschlossenheit zu dem Thema. Leider muss ich mich jedoch einigen anderen Bewertungen anschließen. Die Erzählungen über die Familie und die emotionale Achterbahnfahrt in diesen Situationen, die wie das Herz des Buches erscheinen, kommen meiner Meinung nach zu kurz. Sie werden ständig unterbrochen von bekannten Fakten, Debunking von rechten "Argumenten", und Statements der AFD, wobei hier wenig neues dabei war. Die Zielgruppe von diesem Buch wirkt unklar, denn den meisten Follower*innen ihrer Social Media Präsenz muss man das meiste nicht erzählen. Viel mehr hätte mich mehr Tiefe in den Themen interessiert, wie man so einen Kontaktabbruch verarbeiten kann, wann man wirklich für sich den Schlussstrich zieht, wie sich solche Familiendynamiken verhalten, und so weiter. So wie in den letzten ca. 20 Seiten.

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Liest sich überwiegend gut weg, hat aber auch Schwächen bei der Schilderung. Der Erkenntnisgewinn hält sich in Grenzen, was das Buch unnötig lang wirken lässt.

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Bewegend, ehrlich und notwendig „Meine Familie, die AfD und ich“ von Leonie Plaar ist ein Buch, das mich tief berührt und zugleich wachgerüttelt hat. Plaar erzählt mit beeindruckender Offenheit, wie es ist, in einer Familie aufzuwachsen, die zunehmend in rechtspopulistische Denkweisen abrutscht – und wie schwer, aber wichtig es ist, sich davon zu lösen, ohne die Liebe zu den Menschen zu verlieren, die einem am nächsten stehen. Was dieses Buch so stark macht, ist die Mischung aus persönlicher Geschichte, gesellschaftlicher Analyse und emotionaler Ehrlichkeit. Leonie Plaar urteilt nicht platt, sondern versucht zu verstehen – und genau das macht ihr Werk so wertvoll. Sie zeigt, wie gefährlich es ist, wenn politische Überzeugungen zu einem Teil der Identität werden, und gleichzeitig, wie viel Mut es braucht, sich dagegenzustellen. Der Schreibstil ist klar, direkt und zugleich empathisch. Man spürt in jeder Zeile, wie nah ihr das Thema geht – und genau dadurch wirkt das Buch so authentisch. Es ist kein trockener Erfahrungsbericht, sondern ein intensiver Einblick in das Spannungsfeld zwischen Familie, Liebe und politischer Überzeugung. Ein Buch, das lange nachhallt und dringend gelesen werden sollte – besonders in Zeiten, in denen Gräben in der Gesellschaft immer tiefer werden. Ein starkes, mutiges und hoffnungsvolles Werk.

5

Wahrscheinlich eine Entscheidung, die viele von uns schon treffen mussten...emotional geschildert und mit Fakten unterlegt (für alle Realitätsverweigerer in unserem Umfeld)

Leonie Plaar schildert in eindrucksvoller Weise von ihrem inneren Kampf und teilt uns hier mit, was es für eine schwere Entscheidung war sich von ihrer Familie loszulösen, um sie selbst sein zu können und für ihre eigenen Werte kämpfen zu können! Lohnt sich auf jeden Fall!

3.5

Gut

Ich verstehe die Notwendigkeit eines solchen Buches, aber es ist von allem ein bisschen und nichts so richtig. Nicht richtig persönlich, nicht richtig Sachbuch mit tiefgreifenden Infos, die die Zielgruppe weiterbringen. Hätte mir mehr persönliches gewünscht

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